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Filmreview “Jack Ketchum: The Woman”

 

Die Cleerks – eine scheinbar völlig normale Familie.

Bis “Daddy Cleerks” bei seinen Jagdausflügen eines Abends eine völlig verwahrloste Wilde im Wald entdeckt, sie niederschlägt und die “Daheimgebliebenen” mit einem neuen “Kellergast” beglückt.

Sein Ziel die Wilde zu “sozialisieren” lüftet den Schleier eines über Jahre gut “geplegten”, derb-makaberen Familiengeheimnisses.

 

Nach diversen guten und mittelprächtigen Verfilmungen kontroverser Romane des Buchautors “Jack Ketchum” erschien nun ein weiterer cineastischer Ableger seines Schaffens mit “The Woman“.

Bereits bei der Erstaufführung des Filmmaterials auf dem diesjährigen Sundance – Festival zu Beginn des Jahres soll es, glaubt man diversen Internetforen, die ersten Eskalationen gegeben haben. Angeblich soll einer der Zuschauer mit dem stark frauenverachtenden Grundton des Filmes so psychisch überfordert gewesen sein, dass er die sofortige Vernichtung des Filmmaterials forderte.

Gerüchte hin oder her, als raffinierter Schachzug für eine Bessere Vermarktung des Machwerks allemal eine recht förderliche Sache. Zumindest um das kleine “Indie-Juwel” aus dem Sumpf der Masse an Filmproduktionen positiv hervorzuheben.

Eins vorweg,  “The Woman” ist hart und frauenverachtend geworden – zumindest auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick offenbahrt uns ein ergreifendes Familiendrama das den Zuschauer an die Grenzen seiner psychischen Belastbarkeit drängt.

Otto-Normal-Filmkonsument wird die Thematik (wie bei diversen “Ketchum“- Verfilmungen zuvor) bitter und übel aufstossen – zu kontrovers, zu mainstream-fern, zu blutig.

Für alle offenen Filmfans ist “The Woman” eine Offenbahrung: tiefgründig, makaber, spannend.

Die teilweise ins Extrem driftenden schauspielerischen Leistungen seien an dieser Stelle für eine derart niedrigbudgetierte Independent-Produktion positiv hervorzuheben. Die gepeinigte Wilde (grandios und authentisch gespielt von Pollyana McIntosh), ebenso die geschundene Ehefrau (Angela Bettis hat nie besser performt) führen den Zuschauer glaubhaft, sicher und intensiv entlang dem Story-Faden bis zum bitteren und harten Ende.

Mit selbstzweckhafter, grafischer Gewalt geizt auch die neueste “Ketchum“-Verfilmung nicht.  Beginnt der Film noch recht unscheinbar und idyllisch, steigert sich bis zum erlösenden Ende auch der Spannungs-, Gore – und Splatteranteil. Dem geübten Gorehound wird das sicher munden, der deutschen FSK-Zensurbehörde mit Sicherheit nicht. Noch wurde der Film vom Vertriebs-Label CAPELIGHT Pictures nicht zur Prüfung vorgelegt. Wundern dürfte es mich zumindest nicht, würde “The Woman” in hiesigen Gefilden eine Freigabe-Verweigerung erhalten.

Fazit: 8/10 Punkte

Hartes,  glaubhaftes und intensives Horror-Drama, das für den geübten Mainstream-Zuschauer nur bedingt zu empfehlen ist.  Offene und nervenstarke  “Nieschen”-Filmschauer werden an diesem kleinen Horrorjuwel ihre helle Freude haben.

 

Hellraiser80

 

 

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2 Antworten

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