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Filmreview: “The Tunnel” (2011)

 

 

 

 

 

 

Nachdem in den unterirdischen Tunnelsystemen Sydneys des öfteren Menschen verschwinden oder verstört wieder auftauchen, will ein 4köpfiges Journalisten-Team der Sache auf dem Grund gehen.

Ausgerüstet mit Kameras und Mikrophonen machen sie sich, trotz aller Warnungen, auf dem Weg die Reportage ihres Lebens zu filmen und begeben sich illegal in das riesige Tunnellabyrinth.

Kaum dort angekommen scheint die 4 etwas Seltsames zu verfolgen.

Doch bevor die Freunde realisieren kann in welcher misslichen Lage sie sich befinden, ist es auch schon zu spät.

 

 

1998 gelang es einige Filmfans mit ihrem eigenwillig gefilmten „The Blair Witch Project“ frischen Wind in das doch arg eintönig geworden phantastische Filmgenre zu fegen.

Mit ihrem pseudodokumentarischen Filmstil schufen sie für viele nachfolgende engagierte Filmschaffende die Grundlage für kreative Filmideen und Filmumsetzungen.

Ganz im Stil von „The Blair Witch Project“, „[Rec], oder dem aktuellen „Troll Hunter“ kommt nun auch  „The Tunnel“ daher, wobei man das aktuelle Geschehen immer einzig aus der Perspektive des Filmenden verfolgen darf.

Die Umsetzung gelingt „The Tunnel“ mit seiner orientierungslosen Flucht der Darsteller durch die engen Flure und Gänge des riesigen Tunnelkomplexes erstaunlich gut. Selten hatte ich während einer „Filmsichtung“ derart beengendes und klaustrophobisches Gefühl. Jedoch, bis es wirklich richtig zu Sache geht vergehen geschlagene 40 Minuten. 40 Minuten, die der Film für eine ausführliche Einleitung benötigt (war schon kurz davor abzuschalten). Dabei kommen diverse Beteiligte, Zeugen und Überlebende zu Wort und schildern wichtige Fakten. Das ist zwar alles gut gemeint, zieht den Film aber arg zäh in die Länge.

Nach etlichen Vorbereitungen geht es dann schließlich hinab in das Tunnelsystem. Und ja, ab da wird es wirklich interessant und bietet dem Zuschauer letzte 30 Minuten Hochspannung.

Die 4 Freunde beginnen erwartungsvoll das Labyrinth zu erkunden. Dabei kommt es dem Film weniger zugute, dass richtig fiese Spannungsmomente immer wieder durch das Einblenden von Interviewfetzen zerstört werden.

Trotzdem, das seltsame Wesen im Tunnel entschädigt letztendlich alles. Tricktechnisch ist das Ding trotz Doku-Stil derart grotesk und creepy ausgefallen, dass man dem Film all seine Fehler verzeihen möchte.

Dabei spielt „The Tunnel“ so gekonnt mit diversen filmischen und stilistischen Mitteln, dass diese den Zuschauer nur erahnen lassen, um was es sich bei dem Ding überhaupt handeln könnte. Immer dann, wenn man glaubt das Wesen ungehindert durch die Augen der Kamera beobachten zu können, kann man eigentlich rein gar nix erkennen, da der Kameramann vor lauter Angst zittert.

Das hört sich zwar jetzt problematisch an, ist es aber eigentlich nicht, weil dadurch die recht angespannten und beängstigende Atmosphäre des Film nur verstärkt wird.

Schade nur, dass nicht geklärt wird, woher das Wesen gekommen ist, oder was es eigentlich darstellen soll.

Leider kann „The Tunnel“ das Spannungsniveau kurz vor Ende nicht mehr halten, dann da wird ausschließlich „Blair Witch“ – typisch gerannt, geheult und geschrieen und ganz ehrlich, das nervt dann auf die Dauer ungemein.

 

Schlussendlich finde ich es aber dennoch mutig seitens Paramount Pictures „The Tunnel“ erst gar nicht ins Kino zu bringen, sondern allen Filmfreunden legal in sämtlichen Tauschbörsen zum download anzubieten.

Allein durch den Verkauf von DVDs / Blu-rays, diversen Fanartikeln und Werbekram soll die Finanzierung gesichert werden. Find ich zumindest lobenswert – hoffentlich ziehen in Zukunft auch andere Produktionsschmieden nach. Denn wenn ein Film gut ist, die Ausstattung und die Verpackung stimmen, werden sich sicher einige Filmsammel-Freunde finden, die das angebotene Produkt kaufen würden.

Abschließende Info an alle Gorehounds: der Film bietet kaum Gewalt. Dürfte demnach in Deutschland mit einer FSK16er Freigabe erscheinen.

 

Fazit 6,5/10 Punkte

 

Nach einem zähen Beginn wird es ab Filmmitte recht „creepy“ und unheimlich. Einzig die unruhige Kameraführung und das panische Umhergehetze der Protagonisten nervt kurz vor Ende, da man kaum erkennen kann, vor was die Charaktere davonlaufen. Dennoch, für ein kleines Indi-Werk trotzdem sehenswert! Ein Deutscher Release steht noch aus!

 

Hellraiser80

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6 Antworten

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