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Filmreview: “Wrong Turn 4 – Bloody Beginnings” (2011)

 

So und nun der, zumindest meiner Meinung nach, bisher schlechteste Genre-Beitrag 2011.

 

Kenja und ihre Clique werden bei ihren winterlichen Ausflügen mit den Schneemobilien von einem Schneesturm überrascht und flüchten in ein naheliegendes leerstehendes Sanatorium.

Leider ist das Lager nicht so sicher wie gedacht, denn 3 entstellte, ehemalige Insassen haben es sich’s dort gemütlich gemacht und haben eine Leidenschaft für frisches Menschenfleisch.

 

Wir erinnern uns: das bereits totgesagte Backwood-Slasher-Subgenre, dass seine Blüte in den 70er Jahren erleben durfte, wurde im Jahre 2003 im Zuge der Reanimation des Slasher-Films („Scream“, „Düstere Legenden“, „Ich weiss was du letzten Sommer getan hast“) mit dem recht fiesen und überraschenderweise sehr effektiven „Wrong Turn“ wiederbelebt.

Nun 8 Jahre später erscheint mit „Wrong Turn 4 – Bloody Beginnings“ die bereits 3 Fortsetzung, des einst so makaberen und erfolgreichen Horrorfranchise, das von einer handvoll missgebildeter Kannibalen-Hinterwäldler handelt, deren Hauptaufgabe es ist, Menschen zu jagen, die sich fernab der Zivilisation im Dickicht des Waldes verlaufen haben.

Neben dem recht hübsch gefilmten Original “Wrong Turn“, wurden die weitern Teile der Reihe direkt für den Heimkinomarkt produziert, was sich ersichtlich in der lieblosen Inszenierung der Filme widerspiegelte. Da das hauchdünne Story-Grundgerüst bereits mit Teil 1 an seine Grenzen stieß, bemühte sich das Studio bei den Fortsetzungen erst gar nicht, die Geschichte innovativ weiterzuspinnen. Vielmehr erschien mir der Gedanke, dass man schnell noch die Kuh melken wolle, bevor das Franchise in Vergessenheit geraten würde. Daher konzentrierten sich die Produktionen weniger auf Charakterentwicklung, stimmigen Storyaufbau etc. pp. ,als  vielmehr auf das „kreative“ Töten, fernab jeglicher Logik und wirklich schlechten CGI-Effekten, um die Horror-Fanbase halbwegs zufrieden stellen zu können.

Bedingt hat das ersichtlich funktioniert, denn sonst würden wir jetzt nicht einen weiteren Teil sichten „dürfen“.

Wrong Turn 4“ hat wirklich alles was einen wirklich miesen Film ausmacht.

Leute, ich habe derart dumme Scheisse (entschuldigt, aber derart Filme haben nichts mehr mit Freude zum Genre gemein) schon lange nicht mehr zu Gesicht bekommen.

Die beiden Teile zuvor waren schon derart schrecklich, aber das aktuelle Sequel bringt das Fass zum kochen. Da die „untalentierten“ Schauspieler ihr unausweichliches Ableben, es gibt im Film übrigens KEINEN wirklich produktiven Dialog, so unfreiwillig komisch spielen, konnte ich diese Produktion absolut nicht einordnen. Ist „Wrong Turn 4“ eine Komödie, oder soll dieses „Meisterwerk“ ernstzunehmenden Horror darstellen?

Ich deute mal letzteres. Zumindest dürfte der routinierte Filmkenner Freude daran haben die unzähligen Filmfehler im Machwerk zu zählen.

Apropos Darsteller: schon mal einen Film gesehen, in denen die Protagonisten Angst und Leiden spielen sollen, und ihre panischen Dialoge mit einem leicht unsicheren Grinsen von sich trällern. Spätestens hier war für mich dann der Spaßofen aus. Bei aller Liebe zum Trash, aber im Vergleich zu „Wrong Turn 4“ ist das gefakte Nachmittags-Randgruppen-Fernsehen auf RTL absolut oscarverdächtig.

Was ist denn eigentlich überhaupt nennenswert an diesem 4. Teil der Reihe.

Nix, Nada, Nischewo! Die überaus selbstzweckhaft eingesetzten Ekel- und Goreeffekte bieten, aufgrund der extrem schlechten CGI- Umsetzung, nicht mal annähernd Schauwert.

Warum man für eine derart unwichtige und kleine Horrorproduktion überhaupt CGI einsetzen musste, entzieht sich mit jeglicher Logik.

Da die Goreeffekte minutiös penetrant zelebriert werden, dürfte eine Uncut-Veröffentlichung in Deutschland unwahrscheinlich sein.

Schon allein die Szene, in der die Sippe einem Protagonisten bei lebendigen Leib Stücke aus seiner Haut schneiden und diese genüsslich in heißem Öl wälzen und verspeisen, dürfte bereits für die FSK Anlass genug sein, die Freigabe zu verweigern.

Hätte der Major-Studio „20th Century Fox“  mehr Drehbudget investiert, ein sorgfältig und stimmiges Drehbuch an Land gezerrt und vernünftige Darsteller engagiert, hätte „Wrong Turn 4“ das werden können, was man sich eigentlich nach Teil 1 gewünscht hätte: einen ultra-harten und im Gedächtnis haftenden Ultra-Hardcore-Schocker.

Aber das was man nun mit „Wrong Turn 4“ angeboten bekommen, ist in Worten gar nicht auszudrücken. 100%-iger, unglaublicher Abschaum!

So kann man auch eine eigentlich gute Idee (Teil 1) richtig schön totprügeln.

 

 

Fazit 1,5 / 10 Punkte

 

Schlechter gehts nimmer. Für mich endet mit diesem Teil die „Wrong Turn“ Ära.

Einen weiteren Teil erspar ich mir.

 

FSK-Prognose: 100%ige Freigabeverweigerung

Hellraiser80

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4 Antworten

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