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Filmreview: “Panic Button” (2011)

 

Vier Social-Network User sind die auserwählten Kandidaten einer Reality-Quizshow, die saftige Gewinne verspricht.

Nichtsahnend steigen die 4 in einen Privatjet, wo sie in einem interaktiven Online-Quiz allerlei indiskreten Fragen über die eigene Person beantworten müssen. Anfänglich noch als witziger interaktiver Zeitvertreib vermutet, stellen die 4 rasch erschreckend fest, dass die interaktive Computerstimme es nicht so lustig meint, wie anfänglich gedacht.

Denn wer sich nicht an die Regeln und Anweisungen der geheimnisvollen Moderatorenstimme hält, muss damit rechnen, dass das Leben eines, ihm nahestehenden Menschen vor laufender Kamera, ausgelöscht wird. Als die Teilnehmer erfahren, dass das Flugzeug bewusst abstürzen und mit gesamter Besatzung den Tod finden wird, beginnt ein unerbittlicher Kampf um das Leben geliebter Menschen aus der eigenen „Freundesliste“.

 

 

Nach dem weltweiten Erfolg der „Saw“-Reihe und dem krönenden Abschluss im vergangenen Jahr mit dem nunmehr bereits 7. Teil der Serie, war es nur eine Frage der Zeit, bis andere kreative Filmemacher, immer noch Potenzial in der Grundidee des „Saw“-Franchise sahen und eine eigene Interpretation, der immer noch sehr beliebten „Saw“-Idee realisierten

Panic Button“ hätte im Idealfall auch mit einer 8 betitelt werden können, denn makabere Spielchen mit sarkastischen Bestrafungen gibt es in Hülle und Fülle zu begutachten.

Und ja, ich gehe einen Tick weiter, und meine, dass „Panic Button“ sogar noch frischer und besser ist als die, qualitativ minderwertigen, letzten Teile der „Saw“-Serie.

Dabei setzt „Panic Button“ weniger auf effekthascherische ausgewalzte Tötungsarten, sondern vielmehr auf das intensive und glaubhafte Zusammenspiel der Charaktere und die klaustrophobische Grundstimmung des Geschehens. Was würde man selbst in dieser Situation unternehmen, wenn man weiss, dass man selbst nur noch wenige Minuten zu leben hat, und dennoch das Schicksal geliebter Menschen beeinflussen kann?

Regisseur Chris Crow weiss durch die Stange hinweg zu fesseln und zu überzeugen und ihm gelingt es 90 Minuten zu unterhalten, gänzlich ohne Leerlauf. Das ist eine beachtliche Leistung, da der gesamte Film aufgrund seines beschränkten und engen Settings kaum Interaktionsmöglichkeiten bietet und die 4 Protagonisten gerade mal 2 Räumlichkeiten (Bordtoilette und Aufenthaltsraum) zur freien Entfaltung nutzen können.

Aufgrund raffiniert eingesetzter Kameraspiele und perfekt gewählter Kamerawinkel, sowie die wirklich sehr gut gewählten Schauspieler (diesmal gibt es keine zwanghaft aufgehübschten Teenies, die die Nerven der Zuschauer strapazieren ) schaut „Panic Room“ hochwertiger aus, als manch anderer Low-Budget-Reißer.

Von stereotypen Charakteren und deren hölzerner Charakterentwicklung, haben die Drehbuchautoren  Frazer Lee und  John Shackleton Gott sei Dank, die Finger gelassen. Die 4 Quizshow Kandidaten verhalten sich völlig glaubhaft und agieren nachvollziehbar.

Trotzdem zwängen sich während der Geschehnisse im Flugzeug doch immer wieder diverse Horrorfilm-Klischees auf. So darf natürlich die obligatorische Sexszene zweier, sich im Ausnahmezustand befindlichen, Protagonisten ebenso wenig fehlen, wie das (zugegeben recht makabre) offene Ende.

Panic Button“ ist astreine Thrillerunterhaltung, wie sie im Buche steht.

Rasant, kurzweilig und spannend, gewürzt mit bitterbösen Zynismus. Eine kleine Genreüberraschung!

 

 

Fazit 8/10 Punkte

 

Saw“ war gestern – jetzt kommt „Panic Button“.

Überraschend gut!

 

Deutschlandstart: bisher unbekannt / FSK-Prognose: vermutlich FSK 16

 

Hellraiser80

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3 Antworten

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