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Filmreview: “Stalker” (2011)

 

Die erfolgreiche, aber offensichtlich gestresste Buchautorin Paula Martin, zieht sich für das Schreiben an ihrem neuen Werk zurück in das Elterliche Anwesen „Crows Hall“.

Aber auch hier verfolgen sie unendlich seltsame Visionen und Alpträume, die sie scheinbar an den Rand des Wahnsinns treiben.

Nachdem sie sich unglücklicherweise die Hand an einem herausragenden Nagel in der Kellerwand verletzt hat steht ihr die Assistentin Linda hilfreich zur Seite, die ab nun an die Gedanken der Autorin zu Papier bringt.

Doch das anfängliche Vertrauen zwischen den beiden Frauen wird jeher verletzt, als die Schriftstellerin Paula erfährt, dass Linda die von ihr vordiktierten Gedanken verfälscht und den neuen Roman nach ihrem Ermessen weiterspinnt.

 

 

Dieser kleine „Low-Budget“-Thriller scheint auf dem ersten Blick eine gehörige Mogelpackung darzustellen, denn der Filmtitel „Stalker“ dürfte für den ein oder anderen Filmfreund nach Sichtung als relativ irreführend gewählt, denn im Film selbst ist weit und breit nichts zu sehen von einem titelgebenden menschlichen Verfolger.

Mit dem Psychothriller „Stalker“ erhält der Genrefilmfreund einen zwar ganz soliden Horrorthriller, der aber leider mit so einigen sehr groben Schnitzern zu kämpfen hat.

Einerseits sind da die beiden Charaktere Paula und Linda, die anfänglich noch miteinander sympathisieren, aber im Verlauf der Handlung zu sich hassenden Kontrahenten mutieren. Irgendwie scheint den Drehbuchautoren nichts wirklich kreatives eingefallen sein, denn das Schauspiel, sowie die Wortgefechte der beiden Protagonisten untereinander wollen partout nicht überzeugen und plätschern irgendwo zwischen unglaubwürdig oder ziemlich zäh-belanglos daher.

Die arg einnehmende Präsenz der Assistenten Linda, die sich im Verlauf der Handlung zu einem überaus mordgierigen Psychopathen verwandelt, kommt so unglaublich unimpulsiv daher und ihre scheinbar plötzlich auftretenden und unerklärlichen cholerischen Ausbrüche wirken so deplaziert, dass der Zuschauer sich fragt, ob er lieber mit den laienhaften schauspielerischen Leistungen der Linda-Darstellerin Mitleid empfinden soll, oder für das eigentliche Filmopfer Paula.

Dabei versucht Regisseur Martin Kemp, ähnlich wie unzählige Filmemacher vor ihm, die unzähligen Logikpatzer und dramaturgischen Schwächen seines Filmes mit einem überaus uninspirierten und unspektakulären Plottwist zu stopfen.

Die Erklärungen für das Verhalten der beiden Rivalinnen scheinen oberflächlich gesehen zwar halbwegs einleuchtend, psychologisch und tiefgründig gesehen gestalten dieses sich aber leider als absolut fraglich.

Demnach erahnt der Zuschauer bereits schon ab Filmmitte, vorauf der eigentlich Film hinaus will, denn geübte Horrorfilmfans dürften den scheinbar überraschenden Filmtwist und die  Auflösung des ominösen Geschehens weit vor Filmende erahnen.

Scheinbar war Regisseur Martin Kemp dessen bewusst, und versucht die Aufmerksamkeit der Genrefreunde mit einer handvoll kaltblütiger, aber leider unwesentlich wichtigen, Mordszenen zu gewinnen. Das Vorgehen scheint klug gewählt, aber ändert nichts an der Tatsache, dass mit seinem „Stalker“ kein bahnbrechend neuer und vor allem guter Film das Licht der Filmwelt erblickt hat.

Alte Filmhasen dürften während der Sichtung schnell gelangweilt zur Stoptaste ihres Heimkinosystems greifen, junge Filmfreunde, aufgrund der zu laschen und recht blutleeren Inszenierung (bis auf einen deftigen Mord), unbeeindruckt sein.

Regisseur Martin Kemp, der bisher als Darsteller für unzählig schlechte B-Movie-Ware und Serienproduktionen vor der Kamera stand, hat auch mit seinem zweiten abendfüllenden Ausflug in die Welt hinter der Kamera kein Fünkchen Originalität bewiesen.

Sein aktuelles Werk ist unoriginell, unmotiviert und hanebüchen und dürfte schnell als monotone Dauer-TV-Wiederholung im Nachtprogramm diverser Privatsender landen.

 

 

 

Filmpunkte 5,5/ 10

 

Ein unorigineller und vor allem “unböser” Film, den man man in dieser Form schon zu oft gesehen hat und dem einfach der “Pfeffer” fehlt.

Stimmungsvoller Einstig – Oberflächlich betrachtet, ein ganz passabel erklärtes Ende. Leider passt das „Dazwischen“ irgendwie nicht zum Rest des Films und will kein Fünkchen überzeugen. Schade!

 

FSK-Prognose: Aufgrund eines recht detailiert zelebrierten Mord gehe ich davon aus, dass die FSK dem Film in der ungeschnitten Form eine “Keine Jugendfreigabe” – Kennzeichung attestieren wird. Mit viel Glück eventuell auch eine FSK 16er Freigabe, obwohl ich diese Entscheidung eher bezweifle.

Deutschland-Start: bisher noch unbekannt

 

 

Hellraiser80

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