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Filmreview: “Silent Night” (2012)

silent night (2012) poster
 
 
 

Silent Night – Story

 
 
 
Weihnachten steht vor der Tür und ein kleines amerikanisches Städtchen bereitet sich mit einem riesigen Festumzug auf die bevorstehende Weihnachtsfeiertage vor. So wirklich genießen kann die unscheinbare Polizistin „Aubrey“ das Weihnachtsfest nicht, ist es ausgerechnet sie, die in der besinnlichen Zeit ihren Pflichten als Polizistin nachgehen muss. Zu allem Übel gerät sich auch noch an einen irren Killer, der sich als Weihnachtsmann getarnt an die Aufgabe macht, einige “unartige” Bewohner des Ortes auf recht grausame und tödliche Art und Weise zu bestrafen!
 
 
 


 
 
 

Silent Night – Kritik

 
 
 
Als zu Beginn der 80er Jahre die beiden Slasher-Filme “Halloween” und “Freitag der 13.” weltweit einen regelrechten Horrorboom auslösten, war es nur eine Frage der Zeit bis auch andere, eigenständige Filmserien entstanden, die sich den obligatorischen Slasher-Regeln bedienten. Neben der “Sleepaway Camp” und der “Nightmare on Elm Street“-Reihe führte auch der unscheinbare Thriller “Silent Night – Deadly Night” zu einem ganz passablen Erfolg, sodass im Laufe der darauffolgenden Jahre vier weitere Fortsetzung des Franchise folgten.
Nun, fast 30 Jahre später und im Zuge der gewinnträchtigen Remake-Welle Hollywoods scheint nun mit dem vorliegenden “Silent Night” auch der makabre Weihnachts-Slasher aus dem Jahre 1984 eine erfrischende Jungzellenkur spendiert bekommen zu haben.
 
Vom liebenswert-naiven und trashig-poppigen 80er-Jahre Teenie-Horror-Charme ist in der Neuauflage kaum noch etwas zu spüren. Stattdessen wird dem Zuschauer eine katastrophal ideen- und seelenlos zusammengeflickte Weihnachts-Geschichte untergejubelt, die sich einzig mit einigen blutrünstigen Slasher-Effekten über Wasser halten kann und bis auf den Killer kaum noch etwas mit dem filmischen Original gemein hat. So wirklich fesseln will “Silent Night” zu keiner Minute, was vor allem an dem überaus zäh erzählten Plot und dem belanglosen Story-Geflecht liegen mag. Die Geschichte wird hierbei aus der Sicht der Mitt-30er Titelheldin “Aubrey” geschildert, die bereits in jüngster Vergangenheit einen tragischen Schicksalsschlag erlitten hat und nach einigen beruflichen Niederlagen nicht daran glaubt, sich in ihrer Tätigkeit als Polizistin behaupten zu können.
 
Derart sensible Protagonisten scheint eigentlich wie für einen Slasher derart Sorte gemacht – dennoch, zum Leidwesen der Geschichte will die uninteressante Situation, in der sich die Heldin
befindet und die handvoll gesichtsloser Handlanger, mit welchen sich “Audrey” im Verlauf der Handlung umherschlagen muss, überhaupt nicht zum Rest des Filmes passen. Schon bevor das muntere Treiben auf der Mattscheibe überhaupt in die Gänge gerät, benötigt “Silent Night” bereits über ein Drittel der Filmlaufzeit, wobei Regisseur “Steven C. Miller” zwar des öfteren darum bestrebt ist, die Handlung mit einigen nett-zynischen Wortspielereien aufzulockern, aber dennoch kläglich daran scheitert, das Publikum für sich zu gewinnen. Der heimliche Star dieses Films ist, man hätte es sich vermutlich bereits anhand des Filmplakates denken können, der kostümierte Killer, der sich leider viel zu selten blicken lässt. Erscheint er dann endlich, so zieht er mit seinen perfiden und wortkargen Spielchen vor allem Splatter-Fans in seinen Bann. Sein “Hostel“-likes Treiben erweist sich als äußerst politisch inkorrekt und überaus rabiat, sodass hiesige Zensurbehörde vermutlich allein schon beim Einführungs-Mord Alarm trällern dürfte.
Kreatives Töten steht in “Silent Night” an erster Stelle und macht hierbei dem Wort “Slasher” alle Ehre. Da werden spitze Geweihe (Hommage an das Original) und Lichterketten als Mordinstrumente genutzt – aber auch auf traditionellem Wege entledigt sich “Bad Santa” seiner Opfer mit einer Axt.
 
Immerhin sind die letzten 20 Minuten ganz unterhaltsam, und wissen durchaus zu gefallen.
Genretypisch sieht sich die Heldin mit dem Bösen konfrontiert und bittet zum eifrigen Schlagabtausch, wobei sich der recht spannende Abschluss-Fight in “Argento”-resken Farbspielereien äußert und den Film dadurch noch halbwegs ertragbar erscheinen lassen.
 
 
 
Das Remake zu “Silent Night-Deadly Night” ist zu aller Enttäuschung nicht einmal annähernd so bombastisch ausgefallen, wie es der Trailer zuvor versprochen hatte.
Sah man im Trailer selbst diverse Mordutensilien durch die Luft wirbeln und erhofften sich Filmfreunde einen flotten Slasher-Hick-Hack der Extraklasse, so äußert sich das nun fertige Werk als enttäuschender Rohrkrepierer. Das belanglose und vor allem überraschend “schneelose” Unterfangen plätschert genüsslich vor sich hin, ohne das überhaupt irgendetwas Nennenswertes passiert. Sobald jedoch der maskierte Killer im Santa-Kostüm über die Mattscheibe schleicht, offenbart “Silent Night” seine eigentlichen Qualitäten. Und die zählen nun einmal in der genretypischen “Abarbeitung” der obligatorischen Kills, deren kreative Vollstreckung nicht nur Splatter-Fanherzen höher schlagen lassen dürfte. Aufgrund der teilweise kruden Vorgehensweise (u.a. schreckt “Bad Santa” auch nicht davor zurück, unartige Kinder in den Tod zu meucheln) dürfte eine ungeschnittene Filmfassung in Deutschland vorab fraglich. Neben den grafisch ansprechenden Morden erweist sich vor allem das Finale als eigentlicher Glanzpunkt des Filmes und lässt den Horrorfilm-Freund nicht ganz so verbittert vorm heimischen TV-Apparat zurück, denn das straff inszenierte Ende entschädigt den schnöden Hauptteil und machen “Silent Night” zu einem soliden Slasher ohne Überraschungen. Trotz aller Kritik – die technische Komponente gefällt, denn die schaut gänzlich hochwertig aus und lässt vermuten, dass “Silent Night” eigentlich für einen Kinorelease angedacht war. Aufgrund der teilweise unzureichend überzeugenden Umsetzung dieses Neu-Aufgußes, schien den Produzenten eine Heimkinoauswertung lukrativer, sodass “Silent Night” in Amerika (bis auf einige Screenings in ausgewählten Kinos) direkt auf Blu-ray und DVD veröffentlicht wurde.
 
Unterm Strich bleibt solide Durchschnittsware, die der Bezeichnung “Remake” teils kaum gerecht werden kann und vielmehr als Sequel durchgeht, anstatt als Neuinterpretation! Das offene Ende, erahnt, wie schon so oft, eine mögliche Fortsetzung.
 
 
 


 
 
 

Silent Night – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
Blutiger Edel-Slasher für Splatter-Fans, der erst in den letzten Filmminuten an Fahrt gewinnt – Dennoch unbedeutende und arg enttäuschende Durchschnittskost!
 
 
 


 
 
 

Silent Night – Zensur

 
 
 
Aufgrund der arg kruden Vorgehensweise (Weihnachtsbaum-Shredder-Szene) und der Ermordung von Kindern dürfte eine deutsche ungeschnittene Freigabe fraglich sein.
 
 
 


 
 
 

Silent Night – Trailer

 
 

 
 
 

Hellraiser80

 
 
 
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