Filmreview: “One Way Trip 3D” (2011)

Es hätte ein wirklich schöner Kurzurlaub werden können – Ferien am Meer, mit ausgiebig viel Sonne, Strand, Sand und Meer.
Doch zur Enttäuschung Valeries haben ihre Freunde etwas ganz anderes im Sinn.
Denn anstatt an die sonnige Küste zu düsen geht es auf Pilzsuche in die dunklen Wälder des Jura Gebirges.
Glaubt man diversen Berichten im Internet sollen dort Pilze wachsen, die nach Verzehr erheiternde Halluzinationen verursachen sollen.
Kaum die ersten Pilze ihrer Art gefunden, verfällt die Bande in einem wahrhaft frivolen Drogenrausch, der aber leider ein frühes Ende findet, als einer der Freunde blutig niedergeschlagen wird und ein unangenehmer Sturm lostobt, der die Clique zum Aufbrechen zwingt.
Nach kurzem Fußmarsch wiegen sich die Freunde in Sicherheit, denn im Wald finden sie ein einsam gelegenes und scheinbar unbewohntes Gehöft, in dem sie rettenden Unterschlupft suchen.
Doch es dauert jedoch nicht lang, bis der Eigentümer des Hauses zurückkehrt …
Das unsere deutschsprachigen Nachbarn aktuell ganz emsig dabei sind, internationale Horrorfilmklischees zu recyceln ist in einschlägigen Film-Fankreisen kein Geheimnis mehr.
Nach recht sehenswerten Filmen wie „In 3 Tagen bist du tot“ und „In 3 Tagen bist du tot 2“, sowie „Rammbock“ (deutsch-österreichische Co-Produktion) folgt nun ein weiterer Horrorfilm aus dem deutschsprachigen Ausland.
Dabei ist unschwer zu erkennen, dass es sich bei dem Schweizer Beitrag „One Way Trip 3D“ um ein Quasi-Remake des irländischen/englischen Horrorfilms „Shrooms“ aus dem Jahre 2007 handelt.
Verübeln kann man diesen dreisten Ideenklau dem Schweizer Regisseur Markus Welter nicht, bedenkt man wie unverschämt sich amerikanische Filmemacher in den letzten 10 Jahren bei diversen Horrorklassikern vergriffen und ein glattgeschliffenes und seelenloses Remake nach dem anderen produziert haben. Warum sollten dann nicht auch die Schweizer die Gunst der Stunde nutzen und an ihrem ganz eigenem Remake basteln?
Dass amerikanischen Neuverfilmungen bisher größtenteils mehr schlecht als recht umgesetzt wurden, dürften jedem Horrorfilmfan bekannt sein.
Letztendlich waren die Erwartungen an den aktuellen Schweizer Genrebeitrag dementsprechend hoch und in der Tat, nach Sichtung von „One Way Trip 3D“ kann ich definitiv Entwarnung geben, denn Welters Filmversion ist minimal sehenswerter, als seine Vorlage.
Schnell fällt auf, dass Regisseur Markus Welter ein überaus talentiertes Händchen bei der Auswahl von sehr bedrückenden und merklich stimmigen Settings besitzt.
Die recht gruselige Atmosphäre, das schauderhafte Setting und die düstere Darstellung der Gegebenheiten dürften gerade alteingesessene Filmhasen an diverse Edgar Alan Poe Klassiker aus den Hammerstudios des letzten Jahrhunderts erinnern
Nachdem der Sturm aufbricht verändert sich rapide der locker-lässige und naive Grundton des Films. Auf der Suche nach Hilfe stoßen die Freunde auf ein scheinbar verlassenes Gehöft, wobei die überaus unheimliche Aura, die dieses Gebäude umgibt im ersten Augenblick bösartige Geister, Vampire oder andere Fabelwesen vermuten lässt.
Im Laufe der Handlung geraten die Jugendlichen jedoch an den zurückgezogenen (menschlichen !) Hauseigentümer, der zusammen mit seiner entstellten Tochter zum kreativen Mord-Stelldichein einlädt.
Die Charakterskizzierung der Freunde reduziert sich genrebedingt leider nur auf das Wesentliche, wobei der Zuschauer aufgrund der merklichen Anzahl an sterbewilligen Protagonisten, vermutlich leider schnell den Überblick verlieren dürfte, es aber Hauptdarstellerin Sabrina Reiter immerhin gelingt dem Begriff „Scream-Queen“ neuen und frischen Wind einzuhauchen.
Nach nur weniger Filmminuten ist schnell klar, dass sie gegen Ende hin zum frivolen Endfight mit dem Oberschurken antreten darf.
Dabei agiert die österreichische Schauspielerin, die bereits ihr schauspielerisches Können in den Horrorfilmen „In 3 Tagen bist du tot 1+2“ unter Beweis stellen durfte, recht glaubhaft und realistisch vor der Kamera – ihr Schreien und Winzeln wirkt definitiv echt.
Der Rest der „gesichtlosen“ Bande hinterlässt einen recht faden Beigeschmack und wirkt einzig und allein dafür in das Drehbuch geschrieben, um die breite Masse an Horrorfilmfans mit kleinen abwechslungsreichen Sterbeszenen bei Laune zu halten, wobei die Darstellung der handvoll Metzelszenen von Regisseur Markus Welter überraschenderweise recht züchtig und zurückhaltend in Szenen gesetzt wurden..
Es gibt ein paar abgeschnittene Finger, eine Durchpfählung, sowie eine Enthauptung, aber von ausufernd zelebrierten Morden ist dennoch weit und breit keine Spur.
Dennoch, trotz dezenter Zurückhaltung bei der Zurschaustellung expliziter Gewaltakte, kommen bluthungrige Horrorfilmfans vollends auf ihre Kosten, die „Keine Jugendfreigabe“-Altersfreigabe demnach vollkommen ausreichend und gerechtfertigt.
Der schweizer Genrevertreter „One Way Trip 3D“ ist sehenswerter, als seine irisch-englische Vorlage „Shrooms“ und bei weitem besser, als der übrige Horrorfilmquark, der derzeit den Filmmarkt überschwemmt.
Zusammen mit ein paar hübsch düsteren und atmosphärisch dichten Gruselszenen, versteht Regisseur Markus Welter sein Handwerk, Zuschauer das Fürchten zu lehren.
Es gibt diverse (Er)Schreck-Momente, einige recht nette Splatterszenen und allseits bekannte Slasher-Zutaten, die aber nie aufdringlich und dumm wirken.
Hübsch verpackt im 3-D-Gewand braucht sich „One Way Trip 3D“ im internationalen Vergleich nicht vor seinen Genrekollegen verstecken.
„One Way Trip 3D“ macht gehörig Spaß und hebt sich, trotz genrebedingt dezent eingestreuter Klischees, positiv ab von der breiten Masse an ähnlich gestrickter Metzelware.
6,5/10 Filmpunkte
Sehenswerter Remake-Horror aus Schweizer Landen. Wer hätte gedacht, dass neben leckeren Ricola Kräuterbonbons auch handfester und guter Horror aus dem gemütlich verschlafenen Alpenland kommen kann.
FSK-Freigabe: ungeschnitten mit “Keine Jugendfreigabe”
Hellraiser80
Filmreview: “Amphibious 3D” (2011)
Die Meeresbiologin „Shane Skylar“ hat sich auf die Erforschung vorgeschichtlicher Lebensformen spezialisiert.
Zusammen mit ihrem Freund und Bekannten „Jack“ macht sie sich auf die Suche nach Proben prähistorischer Lebens im nördlichen Bereich des Meeres vor der Sumatrainsel.
Kaum mit ihrer Reise gestartet entdecken sie mitten auf dem Meer eine schwimmende Fischerei-Plattform, auf der einige Waisen von einer handvoll skrupelloser Schmuggler und Kleinkrimineller zur Kinderarbeit gezwungen werden.
Biologin Shane fühlt sich sogleich mit einer der Waisen, dem Knaben „Tamal“, emotional verbunden und die Forscherin wird von dessen einzigen lebenden Verwandten, einem Zauberer für Schwarze Magie, gebeten das Kind zurück nach Hause zu bringen.
Doch irgendetwas scheint mit „Tamal“ nicht zu stimmen, denn seit seiner Ankunft auf dem schwimmenden Fischkutter scheint ein längst verborgenes prähistorisches Wesen nach Menschenfleisch zu lechzen und das Waisenkind scheint in irgendeiner Art der Schlüssel für das Erscheinen der Kreatur zu sein.
In einschlägigen Fanfachkreisen dürfte der Name „Brian Yuzna“ definitiv ein Begriff sein und für gehörig Begeisterungsstürme, sowie zittrige Hände bei Horrorfans auf dem gesamten Erdball sorgen, wenn im Internet Gerüchte die Runde machen, dass der beliebte Regisseur, Produzent und Drehbuchautor vermutlich an einem neuen Werk bastelt.
Dabei liegen die wirklich erfolgreichen Werke des Kultregisseurs bereits Jahre zurück und der Produzent der berüchtigten „Re-Animator“- Trilogie (deutsche Blu-ray Auswertung des ersten Teils erfolgt noch dieses Jahr durch Vertrieb „Capelight“) machte zuletzt leider hauptsächlich durch qualitativ minderwertige B-Horrorware auf sich aufmerksam.
Jetzt, fast 6 Jahre nach seinem letzten abendfüllenden Spielfilm, nimmt er erneut auf dem Regiestuhl platz und versucht mit „Amphibious 3D“ an seine frühen Erfolge aus den 80er/90ern anzuknüpfen.
Damit er sich auch bei der jüngeren Generation an neuen Horrorfans einen Namen macht, setzt er bei seinem aktuellen Monsterspaß auf den derzeit recht beliebten 3-D Gimmick und erhofft mit „Amphibious 3D“ den Sprung zurück auf die vorderen Ränge der ganz großen Horrorregisseure.
Nun ja, das der Regisseur so langsam in die Jahre gekommen ist, dürfte anhand seiner recht durchwachsenen Regievita der letzten 10 Jahre nicht von der Hand zu weisen sein, denn seine letzten Werke „Beneath Still Waters“ oder „Rottweiler“ waren mehr B-Trash-Horror, als ernstzunehmende und vorm allem stimmige Genreunterhaltung.
Auch sein aktueller Film „Amphibious 3D“ schaut, trotz aktueller 3D-Technik, eher wie ein Abenteuerfilm-Mix aus den 80ern aus und dürfte die heutige MTV-Generation nur mäßig beeindrucken.
Für alle (erwachsen gewordenen ) Horrorfilmfans, die wie ich, mit den Horrorfilmen der 80er großgeworden sind, sei dennoch jauchzend-triumphierend verraten: sein Comeback ist geglückt, Yuzna ist zurück und er hat ganz sicher ALLES richtig gemacht.
Dabei sollte allen Filmfreunden bereits nach Sichtung des Trailers klar sein, dass man „Amphibious 3D“ zu keiner Filmminute überhaupt ernst nehmen kann. Schon das sehr comic-lastige Filmintro lässt bereits erahnen worauf Yuznas „Creature-Feature“ hinauslaufen wird und das bei seinem aktuellen Werk weniger ernstzunehmender Terror und ausgefeilte Spannung im Mittelpunkt steht, als vielmehr Spaß am überzogen dargestellten Horror.
Yuznas unverkennbare Handschrift ist auch in „Amphibious 3D“ deutlich erkennbar und sein aktueller Beitrag reiht sich neben „Faust: “Love of the Damned“ (2000), „The Re-Animator“ (1985-2003) und „Return of the living Dead 3“ (1993) passend in die Reihe gleichwertig überzogener comicähnlicher Werke seines bisherigen Schaffens ein.
Das der „Meister“ gerade in der Soundgestaltung enorm viel dazugelernt hat ist vor allem am recht theatralisch wirkenden Filmscore bemerkbar. Denn immer dann, wenn das prähistorische Etwas in Erscheinung tritt wummern die Trompeten und Trommeln aus allen Surround-Kanälen .
Das sorgt im Kino und zuhause bei vollaufgedrehter Kinoanlage für heftiges Zusammenzucken und gestaltet sich effektiver als so manch plakativer Schockeffekt.
Aber auch ohne das Erscheinen der Kreatur, hat die heimische Heimkinoanlage gehörig zu arbeiten. Es knarrt und wummert und zischt durch die Bank hinweg und treiben das Heimkino gerade gegen Ende hin an seine Höchstgrenzen.
„Amphibious 3D“ seht demnach, zumindest soundtechnisch, aktuellen Hochglanz-Hollywoodproduktionen in nichts nach.
Das „Creature“- Design ist recht bodenständig ausgefallen, hätte aber auf jeden Fall Potenzial nach oben gehabt. Insofern sich das Wesen nur durch Stampen und durch Durchbohren der Fischereibootwände bemerkbar macht sind die teilweise recht ordentlich ausgearbeiteten CGI-Effekte erste Sahne. Aufgrund des beschränkten Budgets nutzt Yuzna aber vordergründig Handgemachte Effekte, die sich unwesentlich von den computergenerierten Spezialeffekten unterscheiden.
Leider ist das begrenzte Produktionsbudget gerade gegen Ende hin unweigerlich ersichtlich.
Denn dann, als das Monster die handvoll Überlebender in seiner kompletten Erscheinung zum Endfight herausfordert, beschränkt sich die Aktion des Wesens auf wirres und planloses Umhergezappel.
Irgendwie schade, trotzdem gestalten sich die CGI-Spezialeffekte im Vergleich zu diversen anderen aktuellen Produktionen, wie z.B. aus dem Hause „Asylum“ (siehe Review: „A Haunting in Salem“), als glaubhafter, sehbarer und vor allem liebevoller.
Mit „Amphibious 3D“ ist es Brian Yuzna erstaunlicherweise gelungen, nach Jahren minderwertiger Heimkinoveröffentlichungen wieder mit positiven Kritiken auf sich aufmerksam zu machen.
Sicherlich ist sein aktuelles Werk bei weitem nicht so genial, wie die unzähligen Werke, die ihm Mitte der 80er und Anfang der 90er Kultstatus verliehen haben.
Dennoch, sein Monsterfilm erinnert zumindest in der Umsetzung an die ganz Großen Liga grotesker Monsterklassiker („Godzilla“) und verbeugt sich als liebevolle Hommage ehrfürchtig vor den ganz Großen Kultfilmen innerhalb seines Subgenres.
Hoffen wir, dass „Amphibious 3D“ weltweit passablen Erfolg ernten wird und wir demnach erwartungsvoll auf weitere „Yuzna“-typische Filmperlen hoffen dürfen – denn so flüssig wie sein derzeitiger Beitrag umgesetzt wurde, scheint Yuzna gerade wieder zurück zu seiner kreativen Ader gefunden haben.
Alte Filmhasen, die mit den Filmen Yuzna´s aufgewachsen sind, dürften an dieser Monsterhatz ihre helle Freude haben.
Die jüngere Generation an Filmfreunden, die sich vorwiegend für aktuelle Mainstreamware interessiert, wird den Hype ihrer älteren Filmfreunde garantiert nicht nachvollziehen können und dürften für diesen traditionell, unspektakulär und geradlinig umgesetzten Filmspass garantiert kein müdes Lächeln übrig haben.
Fazit 6,5/10 Punkte
Yuzna „kurbelt“ sich wieder warm. Nach diversen schlechten Direct-to Produktionen läuft der Kultregisseur mit „Amphibious 3D“ wieder zu alter Hochform auf.
„Ampibious 3D“ nimmt sich zu keiner Minute ernst und hebt sich erfrischend-positiv vom derzeitigen überproduzierten Folter- und Remakefilmmarkt ab. Bitte mehr davon!
(FSK -Prognose: aufgrund kaum expliziter Gewalt, keine Angst das Monster sorgt dennoch für ein paar Tote, dürfte der Filme in seiner ungeschnittenen Version eine FSK16 erhalten)
Hellraiser80
Filmreview: “Shark Night 3D” (2011)

Sarah und ihre Clique wollen sich vom Unistress erholen und machen eine gemütliche Segeltour hinaus zum Ferienhaus von Sarahs Eltern. Die Luft ist lau – die Kleider schnell abgelegt. Idealer Zeitpunkt für ein gemütliches Plantschen im naheliegenden See, der direkt vor dem Ferienhaus der Eltern liegt.
Doch bald schon merken die Freunde, dass es nicht ganz ungefährlich ist, sich feuchtfröhlich im Wasser seinen Gelüsten hinzugeben. Als einer der Freunde auf recht unangenehme Art und Weise durch eine Haiattacke seines Armes entledigt wird bricht bei den Freunden Panik aus.
Wie erinnern uns: Regisseur R. Ellis bescherte uns in jüngster Vergangenheit mit „Final Destination 2“ und dem fetzigen Party- Trash -Spaß „Snakes on a Plane“ reichlich abgefahrene Horrorunterhaltung.
Von seiner letzten Regiearbeit „Final Destination 4“ konnte man dies leider nicht mehr behaupten. Der vierte Ausflug in das “Final Destination” Universum bot eine wirklich schlechte Story, saumiese und extrem plakativ eingesetzte 3D-Effekte und Protagonisten, deren Handlungsbeweggründe für den Zuschauer selten nachvollziehbar waren.
Gut, dachte ich mir, jeder noch so talentierte Regiesseur zündet im Verlauf seiner Karriere neben diversen guten Filmen, auch hin und wieder geschmacklich indiskutable Rohrkrepierer.
Zumindest avancierte „Final Destination 4“ überraschenderweise schnell zu einem recht passablen Kinoerfolg und bestätigte Ellis in seiner Arbeit.
Leider! Denn was er nun mit seiner aktuellen Arbeit „Shark Night 3D“ zusammengeschustert hat, grenzt wirklich an absoluter Geschmacksverirrung und regelrechter Volksverdummung.
Schon bereits nach Sichtung des Kinotrailers ahnte ich schlimmes und das fertige Endprodukt hat letztendlich all meine Befürchtungen bewahrheitet.
„Shark Night 3D“ hat wahrlich alles, was einen richtig miesen Horrorfilm ausmacht.
Zum extrem trivial gestrickte Storygerüst gesellen sich, die vielleicht dümmsten CGI-Hai-Effekte der Filmgeschichte hinzu und die handvoll dreist zusammengemauserten Szenen aus dem Klassiker “Der Weiße Hai” wurden derart erbärmlich schlecht kopiert, dass man als Klassiker-Filmfreund nicht weiss, ob man vor Fremdscham lachen oder weinen soll.
Um das vorwiegend jüngere Kinoklientel in die Kinos zu locken gibts noch ein paar makellose und freilich aufgepimpte Teenies, die eigentlich nur dafür in das unbeholfene Handlungsgetrüpp geworfen wurden, damit der pubertäre Kinozuschauer, durch das frivole Ableben der talentfreien Jungschauspieler halbwegs bei Laune gehalten wird.
Leider funktioniert der Spaß nicht mal annähernd kurzweilig und zieht sich über seine recht kurze Laufzeit von gerade einmal 70 Minuten zäh wie Kaugummi. Regisseur R. Ellis hat sich nicht mal annähernd die Mühe gemacht, irgendetwas halbwegs Innovatives in das so schon arg ausgelutschte „Hai“ -Horror –Genre zu bringen. Jede Szene hat man bereits in dieser Art und Weise so oder ähnlich in diversen besseren Horrorfilmen gesehen. Beispiel?
Eine minder intelligenter Teenie schwimmt durch das Wasser – ein Hai beisst ihm ins Bein.
Daraufhin schaut der Teenie dumm aus der Wäsche und wird Sekunden später hinab in die Tiefe gerissen.
Scheint alles hinreichend bekannt und überaus uninspiriert.
Dabei hat es doch Alexandre Aja zuletzt mit seinem „Piranha 3D“ –Remake allen Nachwuchs-Horrorregissuren richtig gezeigt, wie man den Zuschauer, trotz allseits bekannter Killerfischregeln- und Klischees, zum Lachen und Staunen bringen kann.
Warum im übrigen die Protagonisten immer noch versuchen durch das Wasser zu hüpfen, wenn sie doch wissen, dass sich eine Scharr Killerhaie im Wasser befinden,zeigt wie selten dämlich dieser Film ist.
Ebenso, vollkommen unfreiwillig komisch die Szene, in der ein Hai 10m hoch aus dem Wasser springt. Nach Logik und Erklärungen sollte man hierbei nicht suchen, denn es scheint einfach keine glaubhaften Erklärungsansätze zu geben.
Zum Ende hin erkennen eingespielte Horrorfilmkenner, dass R.Ellis krampfhaft darum bemüht war, den Zuschauer auf falschen Fährten zu locken und mit einer Backwood- Horror-typischen Auflösung „überraschen“ wollte. Leider hat der Versuch nicht wirklich gefruchtet, da „Shark Night 3D“ bereits schon in den ersten Filmminuten erahnen lässt, worauf er hinaus will und eine endlos lange Spur mit Logik- und Plottlöcher nach sich zieht.
Im übrigen darf man bei dieser unterirdisch schlechten Produktion nicht auf genretypisches Gekrösel und Gesplatter hoffen. „Shark Night 3D“ zeigt nix von all dem.
Bis auf etwas rot eingefärbtes Wasser bleibt alle im jugendfreundlichen Rahmen.
“Shark Night 3D” ist Filmvergnügen der niederen Sorte. Derart unfreiwillig komischen Mist habe ich schon lange nicht mehr zu Gesicht bekommen. Die Story ist hanebüchen und trivial, die 3D-Effekte eine Frechheit.
Das titelgebende “3D” ist vollkommen irreführend und überaus beschämend, bedenkt man, dass der Film gerade einmal knappe 70 Minuten Spielzeit vorzuweisen hat und erst gegen Ende mit ein paar “3D” Effekte überzeugen möchte.
Hält man sich einmal vor Augen wie kostenintensiv heutzutage Kinotickets für Kinofilme in 3D sind, ist das “3D” im Titel schon mit gehörig pfaden Beigeschmack zu geniesen, denn bevor der erste wirkliche 3-D Effekt über die Leinwand flimmert, ist der eigentliche Film schon wieder zu Ende.
Fazit 3/10 Punkten
Ein absolutes Disaster – Ein hohler Film, mit hohlen Darstellern, hohlen Effekten und null Logik.
Lieber eine Runde “Super Mario” auf Nintendos Spielekonsole zocken, denn die dürfte sich gehaltvoller gestalten (vor allem beim Spassfaktor), als dieser Quark.
Vom Kinobesuch rate ich dringendst ab – lieber auf die Heimkinoauswertung warten.
FSK-Freigabe: ungeschnitten FSK 16
Hellraiser80


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