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Filmreview: “Shiver” (2012)

shiver (2012)
 
 
 

SHIVER

Story

 
 
 
Sekretärin Wendy Alden (Danielle Harris) muss sich vor einem irren Serientäter (John Jarratt) in Sicherheit bringen, der Frauen ermordet, um ihre Köpfe in Einmachgläsern zu konservieren …
 
 
 


 
 
 

SHIVER – Kritik

 
 
 
Scream Queen (und neuerdings auch Regisseurin von AMONG FRIENDS) DANIELLE HARRIS gehört nicht nur zu den Koryphäen des modernen Horrorfilms, sie ist auch emsig dabei in möglichst vielen Genre-Produktionen mitzuwirken und greift dabei auch hin und wieder mit ihren Aufträgen deftig ins Klo. Gerade weil sich HARRIS für kein filmisches Desaster zu schade und auch Jahre nach ihrem Horroreinstand in HALLOWEEN 4 der Fanbase treu geblieben ist, freut man sich als Horrorfilmfan doch immer wieder aufs Neue, wenn mit der HARRIS auf dem Filmplakat geworben wird. Nach Hauptrollen in der unter Horrorjüngern beliebten HATCHET-Reihe hat die kesse Amerikanerin scheinbar mal wieder Lust gehabt, in einem eher lauen Filmchen mitzuwirken. Filmemacher JULIAN RICHARDS gilt mit seinem THE LAST HORROR MOVIE (2003) und DARKLANDS (1996) als Ausnahmeregisseur im Genre und hat die smarte Schauspielerin für sein neustes Werk SHIVER gewinnen können – der Verfilmung eines Romans von BRIAN HARPER, der seine Serienkillergeschichte bereits 1992 in die Buchläden brachte. Trotz der Banalität dieser etwas unausgegorenen Buchverfilmung hat es der Regisseur geschafft, einige bekannte Gesichter für seinen Thriller um sich zu scharren, die auch schon in anderen düsteren Vertreter des Horrorfilms zu sehen waren. So konnten für knapp vier Million Dollar Produktionskosten neben JOHN JARRATT (der Bösewicht in WOLF CREEK) auch Ex-Käfervernichter CASPER VAN DIEN (STARSHIP TROOPERS) engagiert werden, wobei letzterer in der Vergangenheit eher semi-erfolgreich durch Unmengen TV-und Videoquark getingelt ist. Der Erfolg von SHIVER dürfte vermutlich auch auf sich warten lassen, hat doch dieser Film nichts, was sich von ähnlichen und vor allem besseren Serienkillerstreifen wie DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER (1991) oder THE CALL (2013) abzuheben versteht.
 
In SHIVER bekommt der Zuschauer wie eh und je die gleiche Geschichte vom Serienkiller serviert, der so seine Probleme mit der weiblichen Emanzipation besitzt und demzufolge adrette Frauen von der Straße fängt und diese kurz und schmerzvoll mit einer Angelschnur um die Ecke bringt. Die Köpfe seiner Opfer werden als Trophäen in Gläsern konserviert, damit der etwas gestörte Mittfünfziger auch lange Freude an seinen hübschen Dekogegenständen hat. Sekretärin Wendy Alden (DANIELLE HARRIS) gerät als nächstes ins Visier des ausgefuchsten Perverslings, der der Polizei einfach nicht ins Netz gehen möchte. Er lauert der jungen Dame auf und überfällt sie in ihrem Apartment. Die gibt jedoch nicht klein bei und kann sich aus den Klauen des Killers befreien. Frauenmörder Franklin Rood (JOHN JARRATT) ist fasziniert vom Überlebenswillen der Büroangestellten und konstruiert einen weiteren Überfall auf Wendy. Er verschleppt die vollkommen verängstigte Frau in eine Hütte im Nirgendwo und zwingt sie zu einem makabren Spiel. Doch Kommissar Sebastian Delgado (CASPER VAN DIEN) ist dem kranken Schlitzer bereits dicht auf den Fersen.
 
Wo die beachtliche Summe an Budget für SHIVER hingeflossen sein muss, dürfte auf ewig unergründet bleiben. Das Teil schaut billiger aus, als manch geistlos heruntergekurbeltes B-Movie, wobei in nicht wenigen Fällen selbst jeder Indie bei weitem besser ist, als das was uns Regisseur JULIAN RICHARDS hier mit SHIVER vorgesetzt hat. SHIVER fängt ganz mies an. Das Kanonenfutter für die teils bösen Kills scheinen irgendwo auf einer Porno-Convention aufgegabelt worden zu sein. Die Opfer agieren mies vermutlich, weil sie ohnehin kaum Relevanz für den weiteren Fortgang der Geschichte besitzen. Sobald HARRIS auf der Mattscheibe erscheint geht’s zumindest kurzzeitig auch mit SHIVER bergauf. Sie macht ihre Sache ganz ordentlich und ist die Einzige, die diesen Film noch halbwegs zusammenzuhalten versteht. Das leidlich unterhaltsame Katz-und-Mausspiel zwischen ihr und Bösewicht JOHN JARRATT nimmt den Hauptteil des Filmes ein. Wendy flüchtet, wird jedoch von Rood eingefangen. Später flüchtet sie mehrmals erneut und scheitert aufgrund ihrer Inkompetenz, so dass sie sich ihrem Schicksal fügt und das Spiel des Mörders kurzzeitig mitspielt. Wirklich viel passiert dennoch in diesem Thriller nicht, außer dass die Opfer einmal mehr lieber schreien und winseln, statt sich klug und überlegt zur Wehr zu setzen. HARRIS macht da keine Ausnahme und fuchtelt lieber mit einer Schusswaffe vorm Killer umher, als direkt von ihr Gebrauch zu machen. So wird sie immer wieder vom Schurken überwältigt und treibt so die Schläfrigkeit des Zuschauers in gefährliche Bereiche. Nach kurzem Aufschwung im Mittelteil erleidet SHIVER am Ende die gleiche Talfahrt wie bereits zu Beginn. Es gibt mal wieder ein unglaublich aufgesetztes Finale und Bösewicht Rood mutiert zum Aufstehmännchen MICHAEL MEYERS. Auf der Fahrt in den Hochsicherheitstrakt bringt der Killer-Opa gleich zwei Aufseher zur Strecke und beginnt seine Suche nach Wendy fortzusetzen, scheinbar hat der Fast-Rentner sonst nichts weiter in seinem kläglichen Leben zu tun, als hübschen Damen und horrorerprobten Zuschauern auf den Zünder zu gehen. Unterm Strich ist SHIVER kein wirklich sehenswertes Filmchen. Man mag kaum glauben, dass der Macher hinter diesem Thrillerflick die hochgelobte Fake-Serienmörder-Doku THE LAST HORROR MOVIE gedreht haben soll. Im Vergleich zum genialen Schocker aus dem Jahre 2003 ist SHIVER absoluter Quark mit Soße. HARRIS und JARRATT machen ihre Sache gut, können aber auch nicht verbergen, dass das Drehbuch nicht nur viele Logiklücken aufweist, sondern schlicht lieblos, unglaubwürdig und lückenhaft abgehandelt wird. SHIVER ist kein Film, den man gesehen haben muss. Immerhin gibt´s für die Gewaltfraktion ein paar schmerzhafte Splatterszenen. Ob die jedoch den Film besser machen, ist fraglich.
 
 
 


 
 
 

SHIVER – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Düsterer und blutrünstiger Serienkiller-Albtraum in der Machart von DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER. Auch wenn die HARRIS mit an Bord ist; ein guter Horrorfilm ist SHIVER leider nicht, dazu ist die Geschichte rund um den Mörder, der Frauen von der Straße fängt und nach Schema F abschlachtet einfach zu beliebig und uninspiriert. Wirklich Neues wird hier nicht geboten, auch wenn zwei bis drei kurze Gewaltexzesse die Aufmerksamkeit der Gorehounds unter den Horrorfilmfans wecken dürften. Lieber noch einmal ALEXANDRE AJAS MANIAC anschauen, denn so muss ein richtiger Serienkillerkracher im Jahr 2013 ausschauen!
 
 
 


 
 
 

SHIVER – Zensur

 
 
 
SHIVER hat einige ziemlich schmerzhafte Make up-Künste zu bieten. Wenn sich der Killer mit einer Angelschnur durch das Fleisch seiner Opfer schneidet, dürfte die hiesige FSK so ihr Probleme damit haben. Eigentlich könnte der Serienkillerstreifen unbeschadet mit KJ-Kennzeichnung in den Handel kommen; aber die Wege der FSK sind in letzter Zeit einmal wieder unergründlich, so dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Rechteinhaber Schnitte vornehmen muss um eine Freigabe erhalten zu kommen. Hoffen wir das Beste für SHIVER!
 
 
 


 
 
 

SHIVER – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:

The Call – Leg nicht auf (2013)

Das Schweigen der Lämmer (1991)

Alexandre Ajas Maniac (2012)

Dahmer (2002)

H6 – Tagebuch eines Serienkillers (2005)


Filmreview: “Dredd” (2012)

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Dredd

Story

 
 
 
„Judge Dredd“ vertritt das Gesetz in Mega-City und tut diesem, wenn nötig, auch gleich an Ort und Stelle genüge!
 
In Mega-City, einer Metropole im Amerika der Zukunft, regiert die Angst und der Schrecken. Die Kriminalität hat ein Rekordhoch erreicht, sodass sich die Gesetzeshüter kaum noch in der Lage sehen, der Vielzahl an kriminellen Machenschaften das Handwerk zu legen. Darum wurde ein neues und radikales Rechtssystem geschaffen, dass den sogenannten “Judges” erlaubt, Verbrecher vor Ort und Stelle zu bestrafen. Zu einem der besten seiner Art, gehört “Judge Dredd”, dem die noch unerfahrene Auszubildende “Cassandra Anderson” zur Seite gestellt wird, die aufgrund einer genetischen Mutation über hellseherische Fähigkeiten verfügt. “Dredds” Aufgabe besteht nun darin, die Tauglichkeit der potenziellen Anwärterin zu prüfen, wobei es die beiden bei ihrem ersten, gemeinsamen Einsatz in ein weit abgelegenes Stadtgebiet verschlägt, in welchem der gefürchtete Drogenboss “Ma-Ma” sein Unwesen treibt und an einem Rauschmittel mit dem Namen “Slo-Mo” werkelt, welches die Wahrnehmung der Realität verändern soll. Kaum angekommen, scheint “Ma-Ma” über die unwillkommenen Ankömmlinge rein gar nicht amused zu sein, sodass sie die Eingänge des Viertels verbarrikadiert und eine blutige Jagd auf die Gesetzeshüter anzettelt …

 
 
 


 
 
 

Dredd – Kritik

 
 
 
Aktuell erlebt das unlängst vergessene Superhelden-Popcornkino ein regelrechtes Revival. Kaum eine bekannte Comicfigur existiert, der nicht bereits eine mehr oder weniger gelungene Filmadaption spendiert wurde und welche nicht die Kinokassen hat klingeln lassen. In Zeiten, in denen die Präsenz nur eines Superhelden kaum noch genügen möchte und sich die Figuren beliebter Comic-Universen zusammenschließen müssen, um gegen hundsgemeine Oberbösewichte zu kämpfen, kehren auch jene Helden aus der Versenkung zurück, denen bisher nur wenig Aufmerksamkeit zuteil wurde. Ganz der Devise, selbst aus unbekannten Comic-Vorlagen, gewinnbringenden Reibach herauszuschlagen, folgten Realfilm-Umsetzungen wie “The Green Hornet” oder “Punisher: War Zone“, die aber aufgrund mangelndem Bekanntheitsgrades, sowie der oftmals dürftigen Inszenierung gnadenlos an den Kinokassen scheiterten und nur selten als lukratives Geschäft für die jeweiligen Filmstudios betitelt werden konnten. Auch der vorliegende “Dredd” erlitt gleiches Fiasko und schaffte es noch nicht einmal ansatzweise die Hälfte des stolzen Produktionsbudgets von rund 50 Millionen Dollar an den weltweiten Kinokassen einzuspielen.
 
Der radikale Richter “Dredd” aus Mega-City gewann bereits im Jahre 1995 mit seiner ersten Realverfilmung Weltruhm. Obwohl die erste Spielfilmumsetzung des beliebten Comics nur selten den grimmig-radikalen Unterton der Vorlage in Bilder fassen konnte, avancierte der SciFi-Spaß zum überzeugenden Kino-Renner der Filmjahres 1995. Ganz zum Unverständnis der Fanbase, die sich aufgrund der enorm jugendgerechten Inszenierung arg hinter das Licht geführt fühlte und einzig den Erfolg dadurch begründeten sah, weil sich Action-Star “Sylvester Stallone“, seinerzeits international erfolgreich gefeiert durch die diversen “Rocky“- und “Rambo“-Filme, die Hautrolle des gnadenlosen Rächers siegessicher erstreiten konnte.
 
Der aktuelle Kino-Ausflug in das korrupte und gewalttätige Mega-City der Zukunft kommt dem Original-Comic aus dem Jahre 1977 erstaunlich nahe. Das erste Mal tauchte der gnadenlose Rächer mit dem klobigen Helm (den der Held übrigens im Film nie absetzt) bereits Ende der 70er Jahre in der britischen Comic-Anthologie “2000 A.D.” auf, wo die Geschichten rund um den wortkargen Gesetzeshüter aufgrund der kompromisslosen Härte, vor allem von der erwachsenen Leserschaft beachtlich positiv aufgenommen wurden. Auch der aktuelle Kinoauftritt macht da keine Ausnahme und richtet sich mit den durchaus schaufreudigen Gewaltexzessen an ein vorwiegend volljähriges Publikum. In Zeiten unendlich vieler Prequels, kindgerechte Blockbustern und unzähligen Remakes ein erstaunlich erfrischendes Unterfangen, denn auch wenn hier die Geschichte vollkommen nebensächlich scheint, ist “Dredd” einer derer Filme, der einem als erwachsener Filmfreund deswegen so beeindruckt, weil er konsequent versucht, die altmodisch-rauhen Action-Knaller der 80er Jahre zurück auf die Leinwand zu transferieren. Gelungen ist dieses äußest superbe Unterfangen Regisseur “Pete Travis” mit einer erstaunlichen Selbstsicherheit. Also hätte er sich in seinem bisherigen Schaffen allein nur der Umsetzung schroffer Action-Schocker gewidmet, daddelt er in “Dredd” eine grimmig-brutale Verbrecherhatz herunter, die dem Zuschauer aufgrund der temporeichen Inszenierung gänzlich den Atem stocken dürfte. Hier wird sich Ego-Shooter-ähnlich durch die Stockwerke eines riesigen Hochhauses geballert, wobei in “Dredd” gleich ganze Horden von korrupten Fieslingen ins Nirvana verfrachtet werden. Dem unbarmherzigen Rächer dient hierbei eine groteske Multi-Funktions-Pistole, die allerhand neckiger Methoden beherbergt, unberechenbare Bösewichte ins Jenseits zu befördern. Bei derart sinnbefreiter Baller-Methoden dürfte das Herz eines jeden Gorehounds vor Freude im Kreis tanzen, zumal sich der Film aufgrund der vollkommen drastischen Szenen selten Ernst zu nehmen scheint. Auch wenn “Dredd” vorwiegend auf Humor verzichtet, sorgen gerade die Vielzahl vollkommen überzogener Effekt-Szenen und die trockenen, aber durchaus zynischen Wortfloskeln des Comichelden für allerhand erheiternde Momente.
 
 
 
 
Die Comicumsetzung “Dredd” ist vermutlich eine der wenigen Verfilmungen bekannter Superhelden, die sich an ein eher erwachsenes Publikum richten, dabei auf Political Correctness pfeifen und sogar noch als gelungen zu betiteln sind. Die gesamte Inszenierung erinnert in seiner Darstellung an bekannte Konsolenspiele, in denen sich ein furchtloser Held durch die Level bis hin zum Endboss metzelt. Das dürfte bei einigen Filmfans für diverse Déjà-vu-Momente sorgen, erinnert die Umsetzung doch ein wenig arg an den erst kürzlich erschienen, indonesischen Kinohit “The Raid“, dem eine ähnlich radikale Problematik zugrunde lag. Zwar bleibt in “Dredd” die Handlung durchweg rudimentär und die Figuren gesichtslos; das hier bebilderte derbe und hektisch geschnittene Geballere sorgt dennoch für ausreichend Spaß, sodass dem Zuschauer kaum Zeit zum Verschnaufen geboten wird und sich die 90 Minuten Filmlaufzeit durch die Bank weg als unterhaltsam-kurzweiliges Sehvergnügen entpuppen. Auch wenn sich die Handlung nur auf das Wesentliche beschränkt und der Actionanteil bedeutend überwiegt, so schaffen es Regisseur “Pete Travis” und Autor “Alex Garland” an wenigen Stellen im Film sogar so etwas wie gesellschaftkritische Akzente (Korruption, Gewalt, Armut) zu setzen. Filmfreunde, die ein Faible für düsteres und gewaltüberladenes Actionkino haben sind bei “Dredd” genau richtig. Auch wenn dem gesichtslosem Einzelkämpfer nur selten Zeit zur Charakterentwicklung eingeräumt wird und “Dredd” kein Mann der vielen Wort zu sein scheint, so lässt sich nicht leugnen, bedauern zu müssen, dass aufgrund der desaströsen Kino-Einspielergebnisse in absehbarer Zukunft eine Fortsetzung ausgeschlossen werden dürfte. Absolut unverständlich!
 
 
 


 
 
 

Dredd – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
Dredd” ist eine der kompromisslosesten Comic-Verfilmungen der letzten Jahre – Absolut sehenswert!
 
 
 


 
 
 

Dredd – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung ist mit der “Keine Jugendfreigabe“-Kennzeichnung vollkommen ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

Dredd – Deutsche Blu-ray

 
 
 
dredd-bluray-cover
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dredd 3D; Großbritanien 2012

Genre: Science Fiction / Action

Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,40:1 (1080p/24)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: keine Jugendfreigabe – FSK18

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: 6 Featurettes (Dredd: 2000 AD The Original, Slo Mo, Welcome to Peachtrees, The 3rd Dimension, Dredd´s Gear, Dredd), Interviews mit Cast & Crew, Kinotrailer, Trailershow zu anderen Filmen aus dem Programm von UNIVERSUM FILM

 
 
 
Wie eigentlich gewohnt von “Blockbuster”-Blu-rays aus dem Hause “UNIVERSUM FILM” bekommt auch “Dredd” eine lobenswerte, technische Veröffentlichung spendiert. Sattes Schwarz brilliert, trotz leichter Grobkörnigkeit, vor allem in den dunklen Szenen, wobei sich bei Tagaufnahmen das HD-Bild besonders eindrucksvoll präsentiert. Knackige Schärfe ist stets präsent, sodass hier dem Medium “Blu-ray” alle Ehre erwiesen wird. Aber auch Freunde laut-tobender Actionkost dürften schnell Gefallen an der akustischen Ausstattung der vorliegenden HD-Fassung finden. Der Ton wummert aus den Boxen, dass es eine Wonne ist “Dredd” bei seinem rabiaten Rachefeldzug beiwohnen zu dürfen. Leider macht sich nach der Erkundung des Bonussektor schnell Ernüchterung breit. Die Boni schauen zwar auf den Blick recht umfangreich aus, hinter all den hier angebotenen Features verstecken sich grob 2-minütige Clips, die arg lieblos diverse Hintergründe des Films durchleuchten. Grob zusammengefasst beträgt das Bonusmaterial nicht einmal 30 Minuten, was aufgrund der eigentlich gelungenen Umsetzung des Hauptfilms etwas bedauerlich ist, aber nicht weiter verwundert, bedenkt man, dass “Dredd” als kommerzieller Filmflop des Jahres 2012 gewertet werden darf. Immerhin hat sich “UNIVERSUM Film” nicht lumpen lassen und alle Extras deutsch untertitelt. Zudem spendiert der Vertrieb ein flatschenfreies Wendecover. Für Freunde ausufernder 3D-Technik wird die Blu-ray zudem auch als dreidimensionale Variante angeboten – 3D-Heimkino-Equipment wird hierbei jedoch vorausgesetzt!
 
 

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Dredd – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Chillerma (2011)

Dead Shadows (2012)

Hobo with a Shotgun (2011)

The Punisher (2004)


Filmreview: “The Collection” (2012)

the collection
 
 
 

The Collection

Story

 
 
 
Elena (Emma Fitzpatrick) erlebt die Party ihres Leben: zusammen mit einigen Freunden schleicht sie sich auf eine angesagte Underground-Party und somit dem perfiden Killer namens “Collector” genau in die Arme. Der hat die Lokalität mit allerlei Fallen gespickt und dezimiert die gesamten (!) Party-Gäste innerhalb von nur wenigen Minuten auf recht krude Art und Weise. Die verwirrte Elena wird als “Spieleinsatz” in einen Koffer gequetscht und in ein leerstehendes Hotel verschleppt. Doch ihr wohlhabender Vater scheint gänzlich in großer Sorge zu sein und um das Wohlergehen der vermissten Elena besorgt. Schnell engagiert er einige Söldner, die sich zusammen mit einem ehemaligen Opfer des Killers (Josh Stewart), auf den Weg machen, die junge Frau zu finden. Kaum das leerstehende Hotel ausfindig gemacht, sehen sich die Retter mit einem Killer konfrontiert, der für jede noch so unerwartete Überraschung siegessicher gewappnet zu sein scheint …
 
 
 


 
 
 

The Collection – Kritik

 
 
 
Es ist immer wieder überraschend, welch steile Karriere so manch raffinierter Filmschreiberling in Hollywood einschlägt. Kaum hat man dort einige Drehbücher kommerziell erfolgreicher Horrorschnellschuss-Ware zu Papier gebracht, darf man flink davon ausgehen, dass jener Drehbuchautor sich selbst als kreativer Filmemacher auf dem Regiestuhl feiert. So auch im Falle von „Marcus Dunstan“, der sich in der Horrorfilmwelt als Drehbuchschreiber für die “Feast“-Trilogie und “Saw 5-7” einen anerkannten Namen gemacht hat. So wirklich zufrieden schien er jedoch mit seiner unscheinbaren Rolle im Hintergrund nicht gewesen zu sein, sodass er sich mit seiner ersten, eigenen Regiearbeit namens “The Collector” selbst einen langjährigen Traum erfüllte und dabei sogar noch großes Lob seitens der Horrorfilmbase erntete. Dass bei derart schweißtreibend und geschickt zusammengeflickter Thriller-Kost eine Fortsetzung nicht lang auf sich warten lies, liegt auf der Hand. Und so startete nun vor einigen Wochen der direkte Nachfolger des recht frischen Franchise in den amerikanische Lichtspielhäusern, wobei eine deutsche Veröffentlichung immer noch auf sich warten lässt.
 
Natürlich bürgt sich nun für Fans des Originals direkt die obligatorische Frage auf, ob das Niveau der packenden Killer-Hatz auch konsequent in der Fortsetzung gehalten werden kann. Nun, sagen wir so – “The Collection” besitzt all das, was man von einer würdigen Fortsetzung erwarten würde: mehr bösartige Fallen, mehr Opfer und mehr blutgeiles Gekröse. Das war´s dann aber auch leider schon. Regisseur “Marcus Dunstan” vergisst in seiner gänzlichen Euphorie und detailgetreuen Zeigefreudigkeit obligatorischer Gewaltexzesse hinfällige Fragen zu beantworten und spielt im Grunde genommen erneut die gleiche Geschichte, nach gleichem Schema, nur im größeren Maßstab ab. Schauplatz des frivolen Treibens ist diesmal ein leerstehendes Hotel, in welches er hunderte tote Körper aufbewahrt und zudem einige potenzielle Kandidaten verschleppt, die um ihr Über- und Ableben kämpfen müssen. Über Sinn und Unsinn des gesamten Treibens lässt sich wahrlich streiten, denn so wirklich erfrischend klaustrophobisch und so kongenial fies wie sein “The Collector” kommt der aktuelle Aufguss leider nicht daher. Vielmehr verläuft sich das Sequel in einer wahrhaftigen Splatter-Tour-de-Farce, die mit allerhand optischen Gemeinheiten aufwartet. Auch wenn die Geschehnisse auf der Kinoleinwand einen gewissen Kurzweil versprühen, so muss der Filmfreund nach Sichtung des Films bitter realisieren, dass “The Collection” doch irgendwie enttäuscht und eigentlich vollkommen überflüssig ist. Die Identität des Killers bleibt weitestgehend ungeklärt und seine Intentionen verlaufen merklich im Sande. Auch wenn in “The Collector” und “The Collection” reichlich mit dem “Was” und “Wie” gepockert wird, so zwängt sich im Verlauf der Sichtung ein hilfloses “Wer ist dieser Killer” und “Warum mach er das” auf. Immerhin lässt das obligatorisch offene Ende darauf schließen, dass der kommende dritte Teil der Reihe die diversen unbeantworteten Fragen klären wird, zumal sich der Killer am Ende mit dem Opfer konfrontiert sieht und selbiges auf schonungslose Rache sinnt. Die Täter/Opfer-Rolle wird zugunsten eines perfiden Racheakts ausgetauscht, sodass der Filmfreund einen vermutlich weiteren blutigen Vertreter seiner Gattung erwarten dürfte.
 
The Collection” ist mitnichten ein schlechter Vertreter seiner Gattung, wenn man denn nur seinen Vorgänger ausblendet, denn die Fortsetzung ist, bis auf kleine Nebenstränge, eine etwas ideenlose Kopie des Originalfilms. Regisseur Marcus Dunstan füllt sein recht kurzes Sequel mit allerlei derben Gore-Effekten und spickt es mit einigen sehr schmerzhaften Gemeinheiten, die vor allem zarte Gemüter gehörige Albträume bescheren dürften. Überhaupt treibt es der “Collector” überaus blutig, sodass das Splatterherz vor Freunde im Kreis tanzen dürfte. Leider erfährt die Geschichte des öfteren einige markerschütternde Schnitzer in der Logik, die sehr an Glaubwürdigkeit missen lassen. Zum einen skizziert “Dunstan” seinen skrupellosen und unkaputtbaren Killer als wahrhaftigen Glückspilz. Er schiesst, schlitzt und legt frivol gemeine Fallen, ohne selbst je Schaden zu nehmen. Im Nahkampf erweist sich der zähe Bursche als relativ geschickt und überhaupt scheint der “Sammler” mit einer beachtenswerten Vorahnung gesegnet zu sein, welche ihm sogar oftmals überraschend das Leben retten dürfte.
 
Dass solide Hotel-Setting lässt jegliche Inspiration missen und ist aufgrund der mangelnd erklärten Beweggründe des Killers halt einfach da. Wie so oft in derart Filmchen schert sich kein Außenstehender oder Polizist einen Deut darum, was sich hinter vermeintlich leerstehenden Mauern abspielt. Anhand der geschätzten 500 Körper, die der „Collector“ im Keller des Hause munter vor sich her verrotten lässt, dürfte ein barrierefreies Atmen im und um das Haus vermutlich rein gar nicht möglich sein, geschweige von den Horden an Insekten, die den Protagonisten aufgrund der im Haus verstreuten Leichenteile eigentlich das Leben zur Hölle machen müssten. Im den Räumlichkeiten selbst flitzen mittels Drogen manipulierte Zombies durch die Gänge und im Foyer darf der geneigte Horrorfilmfreund seltsame, blau beleuchtete Vitrinen bestaunen, in deren Inneren sich seltsame Körper befinden , die der “Collector” aus diversen Leichenteilen eigenhändig zusammengezimmert haben muss. Wie leider viel so oft in “The Collection” drängt sich hier eine vollkommen Ratlosigkeit des Zuschauers auf, der sich nicht nur einmal fragen dürfte, was der titelgebende Killer mit all seinen grotesken Aktion denn letztendlich bezweckt und was der gesamte sinnfreie Spuk denn nun eigentlich soll.
 
Immerhin, Fans eines “Saw” dürften sich im “Collection“-Universum direkt heimisch fühlen. Regisseur und Drehbuchautor „Marcus Dunstan“ scheint von der Kult-Reihe derart beeindruckt gewesen zu sein, sodass er kurzum einige Elemente aus der “Darren Lynn Bousman“-Vorlage vorbildlich zitiert hat. Das beginnt mit befremdlich ausgeleuchteten Settings, wirren Schnitten sowie seltsamen Farbfiltern und endet mit kreativ ausgetüftelten Fallen, die die Unmengen an unwichtigen Protagonisten schön zeigegeil über den Jordan meucheln.
 
Wer seine hohen Erwartungen herabstuft und keine weiteren Überraschungs-Hit erwartet, dürfte wohl möglich 80 kurzweilige Minuten voller blutigen Nonsens erleben – Filmfreunde, die bei “The Collection” einen ebenso raffiniert ausgetüftelten Horror-Thriller erhoffen, werden gnadenlos enttäuscht werden. Von daher: Bier in die Hand, Hirn ausschalten und genießen …
 
 
 


 
 
 

The Collection – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Krudes Splatter-Feuerwerk, das nicht einmal ansatzweise dem Vorgänger die Hand reichen kann
 
 
 


 
 
 

The Collection – Zensur

 
 
 
The Collection” hat es hierzulande nicht durch die FSK geschafft. Demnach musste der hiesige Vertrieb Schnitte für eine “KJ“-Freigabe vornehmen. Dennoch existiert natürlich auch eine ungeschnittene Filmfassung. Diese trägt die “SPIO/JK“-Kennzeichnung. Deshalb: beim Kauf sorgfältig auf den Freigabestempel achten!
 
 
 


 
 
 

The Collection – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Collection; USA 2012

Genre: Thriller, Horror, Splatter

Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 / 16:9 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 82 Min. (uncut)

FSK: Keine Jugendfreigabe (cut) / SPIO/JK (uncut)

Verpackung: Schwarze Amaray (SPIO/JK-Fassung) / Blaue Amaray mit Wendecover (KJ-Fassung)

Extras: Deutscher Trailer (HD 2min), Originaltrailer (HD – 2min), Alternative Szenen (HD – ca. 6min), Make-up und Effekte (HD – ca. 5min), Produktionsdesign (HD – ca. 5min), Spezialeffekte (HD – ca. 6min), Stunts (HD – ca. 4min), Die Vision des Regisseurs (HD – ca. 5min), Audiokommentar mit Regisseur Marcus Dunston und Patrick Melton (keine UT), Trailershow mit 3 Filmen aus dem Portfolio des Vertriebs

 
 
 
Nun ist er endlich da, die deutsche Blu-ray zum Film “The Collector 2“. “Planet Media” hat weder Kosten noch Mühen gescheut, dem Film eine gerechte Veröffentlichung zu spendieren. Uns lag zum Test die ungeschnittene Fassung mit SPIO/JK-Aufdruck vor, die in einer edlen, schwarzen Amaray daherkommt und kein Wendecover besitzt – wozu auch. Die herkömmliche geschnittene Kaufhaus-Fassung trägt das “KJ“-Symbol und wird jedoch über eine Wendecover verfügen. Nach dem Einlegen der Scheibe erwarten den Filmfreund einige Trailer aus dem Hause “Planet Media” danach gehts geradeaus ins Hauptmenü, dass mit einigen Szenen des Films unterlegt wurde. Von hier aus kann der Zuschauer sich neben dem Hauptfilm auch einige Extras zu Gemüte führen. Diese sind durch die Bank weg hochauflösend; wurden aber leider nicht deutsch untertitelt. Gleiches gilt übrigens auch für den Audiokommentar, dem ebenso keine deutsche Untertitelspur spendiert wurde. Wer sich den Film gern im Original anschauen und dabei filmbegleitende Untertitel genießen möchte, darf jedoch aufatmen, denn diese sind immerhin vorhanden. Die Tonabmischung ist über jeden Zweifel erhaben und auch das Bild bleibt stets auf hohem Niveau. Wer den Film in seiner ungeschnittenen Form sein Eigen nennen möchte, sollte sich sputen. Uns würde es nicht wundern, würde die ungeschnittene SPIO-Fassung demnächst indiziert werden.
 
 

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The Collection – Trailer

 
 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 

A Lonely Place to Die (2010)

Cassadaga (2011)

Hostel – Part III (2011)

Penance – Sie zahlen für ihre Sünden (2009)

The Collector (2009)

Saw (2004)

Mother´s Day (2010)


Filmreview: “Caged” (2010)

 

Das deutsche „Fantasy Filmfest“ präsentiert alljährlich diverse aktuelle Genreproduktionen, oftmals sogar als Welturaufführung, oder Deutschlandpremiere.

Darunter oftmals absolute Raritäten, die man nach dortiger Ausstrahlung nie wieder zu Gesicht bekommt.

Aber neben vielen drittklassigen Produktionen, bietet das Filmfest auch jedes Jahr einige überraschend gute Nischenproduktionen. Darunter fiel 2010 der französische Beitrag „Caged“, der sich passend in die Riege aktueller französischen Hochglanzschocker einreihte.

 

 

Nachdem die Ärzte Carole und Samir als Freiwillige Helfer in Jugoslawien zurück nach Frankreich kehren wollen nehmen sie aufgrund einer Straßenblockade einen Umweg in kauf und werden daraufhin von Unbekannten überfallen.

Nach einem missglückten Fluchtversuch werden beide in Zellen gesperrt und realisieren erst nach einigen Tagen, aus welchem Grund sie festgehalten werden.

 

 

Eins vorweg, „Caged“ ist kein ultrabrutaler Splatter-Schocker a lá „High Tension“ oder “Inside” geworden. Auch erreicht er nie die psychische Belastbarkeit eines „Martyrs“.

Vielmehr pendelt sich Yann Gozlans Spielfilm-Debüt irgendwo zwischen „Turistas“, „Hostel“ und „Train“ ein und bietet grundsolide und hochspannende Thrillerunterhaltung.

Wie bei seinen großen Vorbildern macht „Caged“ dabei auch in visueller Hinsicht eine gute Figur. Der dreckige Grundton des Films wirkt in der Kombination von perfekt ausgeleuchteten und edel gefilmten Kamerafahrten und dem recht glaubhaft agierenden Protagonisten gleich doppelt so beklemmend. Hollywood sollte sich an dieser aktuellen französischen Produktion ein Beispiel nehmen. Nicht immer müssen „aufgehübschte“ Teenies auf dem Operationstisch um ihr Leben betteln – „Caged“ zeigt, dass auch Enddreißiger sich geschickt mit Axt, Messer und Schusswaffen zur Wehr setzen können.

Allen Gorehounds sei an dieser Stelle gesagt, dass natürlich „Caged“ auch das ein oder andere Gekrösel bietet. Der Thriller hält sich zwar in körperlicher Gewalt recht züchtig und bedeckt, dreht aber wenn dann richtig auf. Hierbei sei zu nennen, dass das „Ausweidungsresultat“ eines der Protagonisten im Verlauf der Geschichte schon sehr optisch professionell und widerlich aussah und gerade zartbesaiteten Gemütern die ein oder andere schlaflose Nacht bereiten dürfte.

Neben den wenigen, aber deftigen Splattereffekten lebt der Thriller vorwiegend von seiner sehr unangenehmen psychischen Gewalt, die sich vorwiegend in den Köpfen der Zuschauer abspielt. Dabei tut es „Caged“ recht gut, dass die Spannungsschraube in der 2. Hälfte des Films auf Maximum gedreht wird.

Bisher hat sich Koch Media mit der Veröffentlichung recht schwer getan.

„Caged“ dürfte jedoch im Herbst ungeschnitten mit „Keine Jugendfreigabe“ auf Blu-ray und DVD erscheinen. Erscheinungstermin: 30.September 2011.

 

Fazit 8/10 Punkte

 

Höllisch guter Thriller aus Frankreich. Der gewalttechnisch NICHT seinen großen Geschwistern „Martyrs“ und „High Tension“ das Wasser reichen kann. „Caged“ geht eigene Wege und orientiert sich dabei vorwiegend an amerikanischen Hochglanzproduktionen wie „Hostel“ und „Turistas“ und macht dabei eine wahrlich blendende Figur.

Hellrasier80


Filmreview: “Repo Men” (2010)

 

In einer nicht allzu fernen Zukunft beherrscht eine Firma namens „The Union“ den Markt der Organtransplantate und ermöglicht das Leben potenzieller Kunden um ein vielfaches zu verlängern. Leider hat das gesamte System einen Haken: der Interessent muss die Organe vorwiegend per Kredit kaufen und diesen zu horrenden monatlichen Raten abstottern. Wer Zahlungstermine nicht einhalten kann bekommt unangenehmen Besuch von den Kopfgeldjägern der Firma: den „ Repo Men“, die dem Schuldner bei lebendigen Leib das geliehene Organ aus dem Körper schneiden.

Bei einem Versuch die Organe eines Schuldners einzutreiben, verunglückt der Repo Men „Remy“ (gespielt von Jude Law) dermaßen schwer, dass er selbst zum Pflegefall wird und dringend ein neues Herz benötigt. Nachdem ihm selbst ein künstliches Organ implantiert wird und er die monatlichen Zahlungstermine der Leihgabe nicht zahlen kann, gerät Remy selbst ins Visier der „Repo Men“.

 

Unglaublich was die FSK heutzutage in seiner ungeschnittenen „Unrated“ – Version ab FSK16 freigibt.

Es scheint schon vollkommen willkürlich geworden zu sein, wie die „Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft“ mit Filmfreigaben pokert.

Was uns in „Repo Men“ an heftig blutigen und grafisch expliziten Szenen entgegendonnert wäre noch vor einigen Jahren auf dem Index gelandet. Gerade gegen Filmende hin wird geschlitzt, herausgerissen und geschossen was das Special – Effekt – Arsenal so hergibt. Ich selber habe mich des öfteren erwischt nicht angeekelt abschalten zu müssen – wäre der gesamt Plot nicht so arg rasant, fesselnd und spannend zusammengekleistert worden.

Man bedenke, weltbekannte Klassiker wie „Dawn of the Dead“, „Tanz der Teufel“ und „Texas Chainsaw Massacre“ sind in ihren ungeschnittenen Fassungen, weit 30 Jahre nach ihrem Erscheinen in der Bundesrepublik Deutschland, immer noch auf der Liste der indexierten Medien gelistet und dürfen selbst volljährigen Mitbürgern nicht zugänglich gemacht werden.

Vergleicht man „Repo Men“ mit seiner laschen „FSK16“-Plakette und einem kaltschnäutzigen Härtegrade, der 10 mal höher ausfällt als der Original – „Dawn of the Dead“, fühl man sich als offener und begeisterter Nischenfilmfan doch schon irgendwie verarscht.

 

Zum Film selbst:

Fabelhafter rasanter und düsterer Actionthriller, der dem Zuschauer kaum Verschnaufpausen bietet.

Auf Logik, tiefgründigen Charakterausbau und auf feinfühlige Dramaturgie wird in „Repo Men“ geschissen. Ein ernstzunehmendes Drama will der Film auch gar nicht sein. Der Grundgedanke einer „sich selbst ausbeutenden kapitalistischen Gesellschaft, ohne Rücksicht auf Gefühle und Belange seiner Mitmenschen“  dient als dünner Leitfaden für Action und Geballere ohne Ende. Und ganz ehrlich, gerade DAS tut dem Thriller verdammt gut. Popcornkino in seiner Reinform – nicht mehr und auch nicht weniger.

Neben der hübsch unterkühlten Hochglanzoptik fällt auch recht überraschend und positiv der markzerschütternde Soundtrack und die verblüffende Auflösung am Ende ins Gewicht. Schade, dass man viel so wenig derartiger Action-Thriller sieht.

 

Fazit 7/10 Punkte

 

Hier wird nicht gekleckert, sondern geglotzt. Action satt, ohne großartige Tiefgründigkeit.

Der Blut- und Gewaltzoll ist enorm hoch. Den Gorefan wird’s freuen – dem Otto-Normal-Filmfan wird „Repo Men“ aufgrund der explizit zur Schau gestellten Grausamkeiten übel aufstoßen.

 

Hellraiser80

 


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