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Filmreview: “The Collection” (2012)


 
 
 

The Collection – Story

 
 
 
Elena (Emma Fitzpatrick) erlebt die Party ihres Leben: zusammen mit einigen Freunden schleicht sie sich auf eine angesagte Underground-Party und somit dem perfiden Killer namens “Collector” genau in die Arme. Der hat die Lokalität mit allerlei Fallen gespickt und dezimiert die gesamten (!) Party-Gäste innerhalb von nur wenigen Minuten auf recht krude Art und Weise. Die verwirrte Elena wird als “Spieleinsatz” in einen Koffer gequetscht und in ein leerstehendes Hotel verschleppt. Doch ihr wohlhabender Vater scheint gänzlich in großer Sorge zu sein und um das Wohlergehen der vermissten Elena besorgt. Schnell engagiert er einige Söldner, die sich zusammen mit einem ehemaligen Opfer des Killers (Josh Stewart), auf den Weg machen, die junge Frau zu finden. Kaum das leerstehende Hotel ausfindig gemacht, sehen sich die Retter mit einem Killer konfrontiert, der für jede noch so unerwartete Überraschung siegessicher gewappnet zu sein scheint …
 
 
 


 
 
 

The Collection – Kritik

 
 
 
Es ist immer wieder überraschend, welch steile Karriere so manch raffinierter Filmschreiberling in Hollywood einschlägt. Kaum hat man dort einige Drehbücher kommerziell erfolgreicher Horrorschnellschuss-Ware zu Papier gebracht, darf man flink davon ausgehen, dass jener Drehbuchautor sich selbst als kreativer Filmemacher auf dem Regiestuhl feiert. So auch im Falle von „Marcus Dunstan“, der sich in der Horrorfilmwelt als Drehbuchschreiber für die “Feast“-Trilogie und “Saw 5-7” einen anerkannten Namen gemacht hat. So wirklich zufrieden schien er jedoch mit seiner unscheinbaren Rolle im Hintergrund nicht gewesen zu sein, sodass er sich mit seiner ersten, eigenen Regiearbeit namens “The Collector” selbst einen langjährigen Traum erfüllte und dabei sogar noch großes Lob seitens der Horrorfilmbase erntete. Dass bei derart schweißtreibend und geschickt zusammengeflickter Thriller-Kost eine Fortsetzung nicht lang auf sich warten lies, liegt auf der Hand. Und so startete nun vor einigen Wochen der direkte Nachfolger des recht frischen Franchise in den amerikanische Lichtspielhäusern, wobei eine deutsche Veröffentlichung immer noch auf sich warten lässt.
 
Natürlich bürgt sich nun für Fans des Originals direkt die obligatorische Frage auf, ob das Niveau der packenden Killer-Hatz auch konsequent in der Fortsetzung gehalten werden kann. Nun, sagen wir so – “The Collection” besitzt all das, was man von einer würdigen Fortsetzung erwarten würde: mehr bösartige Fallen, mehr Opfer und mehr blutgeiles Gekröse. Das war´s dann aber auch leider schon. Regisseur “Marcus Dunstan” vergisst in seiner gänzlichen Euphorie und detailgetreuen Zeigefreudigkeit obligatorischer Gewaltexzesse hinfällige Fragen zu beantworten und spielt im Grunde genommen erneut die gleiche Geschichte, nach gleichem Schema, nur im größeren Maßstab ab. Schauplatz des frivolen Treibens ist diesmal ein leerstehendes Hotel, in welches er hunderte tote Körper aufbewahrt und zudem einige potenzielle Kandidaten verschleppt, die um ihr Über- und Ableben kämpfen müssen. Über Sinn und Unsinn des gesamten Treibens lässt sich wahrlich streiten, denn so wirklich erfrischend klaustrophobisch und so kongenial fies wie sein “The Collector” kommt der aktuelle Aufguss leider nicht daher. Vielmehr verläuft sich das Sequel in einer wahrhaftigen Splatter-Tour-de-Farce, die mit allerhand optischen Gemeinheiten aufwartet. Auch wenn die Geschehnisse auf der Kinoleinwand einen gewissen Kurzweil versprühen, so muss der Filmfreund nach Sichtung des Films bitter realisieren, dass “The Collection” doch irgendwie enttäuscht und eigentlich vollkommen überflüssig ist. Die Identität des Killers bleibt weitestgehend ungeklärt und seine Intentionen verlaufen merklich im Sande. Auch wenn in “The Collector” und “The Collection” reichlich mit dem “Was” und “Wie” gepockert wird, so zwängt sich im Verlauf der Sichtung ein hilfloses “Wer ist dieser Killer” und “Warum mach er das” auf. Immerhin lässt das obligatorisch offene Ende darauf schließen, dass der kommende dritte Teil der Reihe die diversen unbeantworteten Fragen klären wird, zumal sich der Killer am Ende mit dem Opfer konfrontiert sieht und selbiges auf schonungslose Rache sinnt. Die Täter/Opfer-Rolle wird zugunsten eines perfiden Racheakts ausgetauscht, sodass der Filmfreund einen vermutlich weiteren blutigen Vertreter seiner Gattung erwarten dürfte.
 
 
 
The Collection” ist mitnichten ein schlechter Vertreter seiner Gattung, wenn man denn nur seinen Vorgänger ausblendet, denn die Fortsetzung ist, bis auf kleine Nebenstränge, eine etwas ideenlose Kopie des Originalfilms. Regisseur Marcus Dunstan füllt sein recht kurzes Sequel mit allerlei derben Gore-Effekten und spickt es mit einigen sehr schmerzhaften Gemeinheiten, die vor allem zarte Gemüter gehörige Albträume bescheren dürften. Überhaupt treibt es der “Collector” überaus blutig, sodass das Splatterherz vor Freunde im Kreis tanzen dürfte. Leider erfährt die Geschichte des öfteren einige markerschütternde Schnitzer in der Logik, die sehr an Glaubwürdigkeit missen lassen. Zum einen skizziert “Dunstan” seinen skrupellosen und unkaputtbaren Killer als wahrhaftigen Glückspilz. Er schiesst, schlitzt und legt frivol gemeine Fallen, ohne selbst je Schaden zu nehmen. Im Nahkampf erweist sich der zähe Bursche als relativ geschickt und überhaupt scheint der “Sammler” mit einer beachtenswerten Vorahnung gesegnet zu sein, welche ihm sogar oftmals überraschend das Leben retten dürfte.
 
Dass solide Hotel-Setting lässt jegliche Inspiration missen und ist aufgrund der mangelnd erklärten Beweggründe des Killers halt einfach da. Wie so oft in derart Filmchen schert sich kein Außenstehender oder Polizist einen Deut darum, was sich hinter vermeintlich leerstehenden Mauern abspielt. Anhand der geschätzten 500 Körper, die der „Collector“ im Keller des Hause munter vor sich her verrotten lässt, dürfte ein barrierefreies Atmen im und um das Haus vermutlich rein gar nicht möglich sein, geschweige von den Horden an Insekten, die den Protagonisten aufgrund der im Haus verstreuten Leichenteile eigentlich das Leben zur Hölle machen müssten. Im den Räumlichkeiten selbst flitzen mittels Drogen manipulierte Zombies durch die Gänge und im Foyer darf der geneigte Horrorfilmfreund seltsame, blau beleuchtete Vitrinen bestaunen, in deren Inneren sich seltsame Körper befinden , die der “Collector” aus diversen Leichenteilen eigenhändig zusammengezimmert haben muss. Wie leider viel so oft in “The Collection” drängt sich hier eine vollkommen Ratlosigkeit des Zuschauers auf, der sich nicht nur einmal fragen dürfte, was der titelgebende Killer mit all seinen grotesken Aktion denn letztendlich bezweckt und was der gesamte sinnfreie Spuk denn nun eigentlich soll.
 
Immerhin, Fans eines “Saw” dürften sich im “Collection“-Universum direkt heimisch fühlen. Regisseur und Drehbuchautor „Marcus Dunstan“ scheint von der Kult-Reihe derart beeindruckt gewesen zu sein, sodass er kurzum einige Elemente aus der “Darren Lynn Bousman“-Vorlage vorbildlich zitiert hat. Das beginnt mit befremdlich ausgeleuchteten Settings, wirren Schnitten sowie seltsamen Farbfiltern und endet mit kreativ ausgetüftelten Fallen, die die Unmengen an unwichtigen Protagonisten schön zeigegeil über den Jordan meucheln.
 
Wer seine hohen Erwartungen herabstuft und keine weiteren Überraschungs-Hit erwartet, dürfte wohl möglich 80 kurzweilige Minuten voller blutigen Nonsens erleben – Filmfreunde, die bei “The Collection” einen ebenso raffiniert ausgetüftelten Horror-Thriller erhoffen, werden gnadenlos enttäuscht werden. Von daher: Bier in die Hand, Hirn ausschalten und genießen …
 
 
 


 
 
 

The Collection – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Krudes Splatter-Feuerwerk, das nicht einmal ansatzweise dem Vorgänger die Hand reichen kann
 
 
 


 
 
 

The Collection – Zensur

 
 
 
The Collection” hat es hierzulande nicht durch die FSK geschafft. Demnach musste der hiesige Vertrieb Schnitte für eine “KJ“-Freigabe vornehmen. Dennoch existiert natürlich auch eine ungeschnittene Filmfassung. Diese trägt die “SPIO/JK“-Kennzeichnung. Deshalb: beim Kauf sorgfältig auf den Freigabestempel achten!
 
 
 


 
 
 

The Collection – Deutsche Blu-ray

 
 
 
The_Collection_Blu-Ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Collection; USA 2012

Genre: Thriller, Horror, Splatter

Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 / 16:9 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 82 Min. (uncut)

FSK: Keine Jugendfreigabe (cut) / SPIO/JK (uncut)

Verpackung: Schwarze Amaray (SPIO/JK-Fassung) / Blaue Amaray mit Wendecover (KJ-Fassung)

Extras: Deutscher Trailer (HD 2min), Originaltrailer (HD – 2min), Alternative Szenen (HD – ca. 6min), Make-up und Effekte (HD – ca. 5min), Produktionsdesign (HD – ca. 5min), Spezialeffekte (HD – ca. 6min), Stunts (HD – ca. 4min), Die Vision des Regisseurs (HD – ca. 5min), Audiokommentar mit Regisseur Marcus Dunston und Patrick Melton (keine UT), Trailershow mit 3 Filmen aus dem Portfolio des Vertriebs

 
 
 
Nun ist er endlich da, die deutsche Blu-ray zum Film “The Collector 2“.
Planet Media” hat weder Kosten noch Mühen gescheut, dem Film eine gerechte Veröffentlichung zu spendieren. Uns lag zum Test die ungeschnittene Fassung mit SPIO/JK-Aufdruck vor, die in einer edlen, schwarzen Amaray daherkommt und kein Wendecover besitzt – wozu auch. Die herkömmliche geschnittene Kaufhaus-Fassung trägt das “KJ“-Symbol und wird jedoch über eine Wendecover verfügen. Nach dem Einlegen der Scheibe erwarten den Filmfreund einige Trailer aus dem Hause “Planet Media” danach gehts geradeaus ins Hauptmenü, dass mit einigen Szenen des Films unterlegt wurde. Von hier aus kann der Zuschauer sich neben dem Hauptfilm auch einige Extras zu Gemüte führen. Diese sind durch die Bank weg hochauflösend; wurden aber leider nicht deutsch untertitelt. Gleiches gilt übrigens auch für den Audiokommentar, dem ebenso keine deutsche Untertitelspur spendiert wurde. Wer sich den Film gern im Original anschauen und dabei filmbegleitende Untertitel genießen möchte, darf jedoch aufatmen, denn diese sind immerhin vorhanden. Die Tonabmischung ist über jeden Zweifel erhaben und auch das Bild bleibt stets auf hohem Niveau. Wer den Film in seiner ungeschnittenen Form sein Eigen nennen möchte, sollte sich sputen. Uns würde es nicht wundern, würde die ungeschnittene SPIO-Fassung demnächst indiziert werden.
 
 

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The Collection – Trailer

 
 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
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Mother´s Day (2010)


Filmreview: “Hidden 3D” (2010)

 

 

Wer sich tiefgründiger und leidenschaftlicher mit den unzähligen aktuellen und bevorstehenden Veröffentlichungen phantastischer Filme beschäftigt, dem dürfte schnell klar werden, dass die vielen DVD/Blu-ray Vertriebslabels, gerade zu verkaufsträchtigen Hochzeiten wie Weihnachten, ihr gehortetes Filmmaterial an die willige Käuferschaft bringen möchten. Demnach wird man gerade jetzt (der Weihnachtscountdown läuft) regelrecht mit unzähligen schlechten und weniger sehenswerten Genrefilmen bombardiert.

Ein Vertreter unter den unzähligen schlechten Veröffentlichungen ist zweifelsohne die italienisch-kanadische Co-Produktion „Hidden 3D“, die ebenso auf den aktuell so beliebten 3D-Gimmik setzt.

 

Dr. Karter, eine strebsame Wissenschaftlerin experimentiert mit dem Gift seltener Insekten, welche sie in die Gehirne menschlicher Probanten spritzt.

Nach ihrem plötzlichen Tod, erbt ihr Sohn eine riesige Klosteranlage, in deren Keller die Mutter zu Lebzeiten ihren Forschungen nachgegangen ist.

Nichtsahnend und zusammen mit Freunden (die einzig dafür in das Geschehen integriert wurden, um mit deren sinnfreien Ableben, den Zuschauer vorm Einschlafen zu bewahren) erkunden sie das riesige Anwesen und bemerken zu spät, dass noch einige der damaligen Versuchsprobanten in den unteren Gängen des Klosters umherwandeln.

 

Die Inhaltsangabe ist so eine Sache. Flink dürfte der gierige Horrorfilmfan eine Verfilmung im Stile eines „House on Haunted Hill“ wittern. Doch zu aller Enttäuschung ist leider weit und breit nichts von Geistern, Dämonen und anderen paranormalen Erscheinungen zu sehen.

Stattdessen sieht der Zuschauer in regelmäßigen Abständen Kinder durch die Gänge huschen, die mit ihren weit aufgerissenen Augen und Mündern wohl lieber mal zum Arzt gehen sollten, anstatt irgendwelche gedankenlose und geistig umnebelte Erwachsene zu erschrecken.

Schaut man sich das fertige Endprodukt an, dann hätte aus „Hidden 3D“ durchaus etwas Brauchbares werden können. Die Stimmung passt, das Setting ist recht „scary“ und die CGI-Spezialeffekte ganz akzeptabel. Aber irgendwie will „Hidden 3D“ nicht so wirklich zünden. Das mag vordergründig daran liegen, dass der Film vollkommen belanglos vor sich herplätschert und die handvoll Charaktere so unglaublich dämlich agieren, dass die Messlatte für Blödheit neu kategorisiert werden sollte. So ist nicht nachvollziehbar, warum zwei Protagonisten in einer derart beängstigen Atmosphäre, wie sie dem Film zu Grund liegt, an nichts anderes denken können, als ans Einwerfen von Ecstasy-Pillen? Oder wie kann ein panisch-flüchtendes Opfer vor lauter Angst ein nicht einmal 1m² großes Loch im Boden verfehlen und hineinrutschen.

Normaldenkende“ Menschen wäre wohlmöglich einfach drübergesprungen.

Der Endplot, sowie die Endauflösung sind fast genauso trivial umgesetzt, wie der Rest des Films, was wirklich enorm bedauerlich ist, da die wirklich sehr hübsche düstere Optik und einige atmosphärischen Kamerafahrten in dem wirren Mix aus unfreiwilliger Komik, und dem planlosen durch-die-Gänge-irren der Charaktere völlig untergehen und sicherlich ausreichend Potenzial für richtig schön subtiles Gruselfeeling gehabt hätten. Die vollkommen sinnfreie Interaktion der Protagonisten und die an den Haaren herbeigezerrte spannungsarme Handlung hinterlassen einen mehr als deprimierenden und zweifelsohne erbärmlichen Beigeschmack.

 

 

Fazit 4,5/10

 

House on Haunted Hill“ meets „The Grudge“ und ein wenig 3D – Schuster bleib bei deinen Leisten!

Hidden 3D“ ist cineastischer Dünnschiss. Selten so unfreiwillig lachen müssen, und das, obwohl der Film sich bierernst nimmt. Kein gutes Omen!

 

Hellraiser80

 


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