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Filmreview: “Silent Night” (2012)

silent night (2012) poster
 
 
 

Silent Night – Story

 
 
 
Weihnachten steht vor der Tür und ein kleines amerikanisches Städtchen bereitet sich mit einem riesigen Festumzug auf die bevorstehende Weihnachtsfeiertage vor. So wirklich genießen kann die unscheinbare Polizistin „Aubrey“ das Weihnachtsfest nicht, ist es ausgerechnet sie, die in der besinnlichen Zeit ihren Pflichten als Polizistin nachgehen muss. Zu allem Übel gerät sich auch noch an einen irren Killer, der sich als Weihnachtsmann getarnt an die Aufgabe macht, einige “unartige” Bewohner des Ortes auf recht grausame und tödliche Art und Weise zu bestrafen!
 
 
 


 
 
 

Silent Night – Kritik

 
 
 
Als zu Beginn der 80er Jahre die beiden Slasher-Filme “Halloween” und “Freitag der 13.” weltweit einen regelrechten Horrorboom auslösten, war es nur eine Frage der Zeit bis auch andere, eigenständige Filmserien entstanden, die sich den obligatorischen Slasher-Regeln bedienten. Neben der “Sleepaway Camp” und der “Nightmare on Elm Street“-Reihe führte auch der unscheinbare Thriller “Silent Night – Deadly Night” zu einem ganz passablen Erfolg, sodass im Laufe der darauffolgenden Jahre vier weitere Fortsetzung des Franchise folgten.
Nun, fast 30 Jahre später und im Zuge der gewinnträchtigen Remake-Welle Hollywoods scheint nun mit dem vorliegenden “Silent Night” auch der makabre Weihnachts-Slasher aus dem Jahre 1984 eine erfrischende Jungzellenkur spendiert bekommen zu haben.
 
Vom liebenswert-naiven und trashig-poppigen 80er-Jahre Teenie-Horror-Charme ist in der Neuauflage kaum noch etwas zu spüren. Stattdessen wird dem Zuschauer eine katastrophal ideen- und seelenlos zusammengeflickte Weihnachts-Geschichte untergejubelt, die sich einzig mit einigen blutrünstigen Slasher-Effekten über Wasser halten kann und bis auf den Killer kaum noch etwas mit dem filmischen Original gemein hat. So wirklich fesseln will “Silent Night” zu keiner Minute, was vor allem an dem überaus zäh erzählten Plot und dem belanglosen Story-Geflecht liegen mag. Die Geschichte wird hierbei aus der Sicht der Mitt-30er Titelheldin “Aubrey” geschildert, die bereits in jüngster Vergangenheit einen tragischen Schicksalsschlag erlitten hat und nach einigen beruflichen Niederlagen nicht daran glaubt, sich in ihrer Tätigkeit als Polizistin behaupten zu können.
 
Derart sensible Protagonisten scheint eigentlich wie für einen Slasher derart Sorte gemacht – dennoch, zum Leidwesen der Geschichte will die uninteressante Situation, in der sich die Heldin
befindet und die handvoll gesichtsloser Handlanger, mit welchen sich “Audrey” im Verlauf der Handlung umherschlagen muss, überhaupt nicht zum Rest des Filmes passen. Schon bevor das muntere Treiben auf der Mattscheibe überhaupt in die Gänge gerät, benötigt “Silent Night” bereits über ein Drittel der Filmlaufzeit, wobei Regisseur “Steven C. Miller” zwar des öfteren darum bestrebt ist, die Handlung mit einigen nett-zynischen Wortspielereien aufzulockern, aber dennoch kläglich daran scheitert, das Publikum für sich zu gewinnen. Der heimliche Star dieses Films ist, man hätte es sich vermutlich bereits anhand des Filmplakates denken können, der kostümierte Killer, der sich leider viel zu selten blicken lässt. Erscheint er dann endlich, so zieht er mit seinen perfiden und wortkargen Spielchen vor allem Splatter-Fans in seinen Bann. Sein “Hostel“-likes Treiben erweist sich als äußerst politisch inkorrekt und überaus rabiat, sodass hiesige Zensurbehörde vermutlich allein schon beim Einführungs-Mord Alarm trällern dürfte.
Kreatives Töten steht in “Silent Night” an erster Stelle und macht hierbei dem Wort “Slasher” alle Ehre. Da werden spitze Geweihe (Hommage an das Original) und Lichterketten als Mordinstrumente genutzt – aber auch auf traditionellem Wege entledigt sich “Bad Santa” seiner Opfer mit einer Axt.
 
Immerhin sind die letzten 20 Minuten ganz unterhaltsam, und wissen durchaus zu gefallen.
Genretypisch sieht sich die Heldin mit dem Bösen konfrontiert und bittet zum eifrigen Schlagabtausch, wobei sich der recht spannende Abschluss-Fight in “Argento”-resken Farbspielereien äußert und den Film dadurch noch halbwegs ertragbar erscheinen lassen.
 
 
 
Das Remake zu “Silent Night-Deadly Night” ist zu aller Enttäuschung nicht einmal annähernd so bombastisch ausgefallen, wie es der Trailer zuvor versprochen hatte.
Sah man im Trailer selbst diverse Mordutensilien durch die Luft wirbeln und erhofften sich Filmfreunde einen flotten Slasher-Hick-Hack der Extraklasse, so äußert sich das nun fertige Werk als enttäuschender Rohrkrepierer. Das belanglose und vor allem überraschend “schneelose” Unterfangen plätschert genüsslich vor sich hin, ohne das überhaupt irgendetwas Nennenswertes passiert. Sobald jedoch der maskierte Killer im Santa-Kostüm über die Mattscheibe schleicht, offenbart “Silent Night” seine eigentlichen Qualitäten. Und die zählen nun einmal in der genretypischen “Abarbeitung” der obligatorischen Kills, deren kreative Vollstreckung nicht nur Splatter-Fanherzen höher schlagen lassen dürfte. Aufgrund der teilweise kruden Vorgehensweise (u.a. schreckt “Bad Santa” auch nicht davor zurück, unartige Kinder in den Tod zu meucheln) dürfte eine ungeschnittene Filmfassung in Deutschland vorab fraglich. Neben den grafisch ansprechenden Morden erweist sich vor allem das Finale als eigentlicher Glanzpunkt des Filmes und lässt den Horrorfilm-Freund nicht ganz so verbittert vorm heimischen TV-Apparat zurück, denn das straff inszenierte Ende entschädigt den schnöden Hauptteil und machen “Silent Night” zu einem soliden Slasher ohne Überraschungen. Trotz aller Kritik – die technische Komponente gefällt, denn die schaut gänzlich hochwertig aus und lässt vermuten, dass “Silent Night” eigentlich für einen Kinorelease angedacht war. Aufgrund der teilweise unzureichend überzeugenden Umsetzung dieses Neu-Aufgußes, schien den Produzenten eine Heimkinoauswertung lukrativer, sodass “Silent Night” in Amerika (bis auf einige Screenings in ausgewählten Kinos) direkt auf Blu-ray und DVD veröffentlicht wurde.
 
Unterm Strich bleibt solide Durchschnittsware, die der Bezeichnung “Remake” teils kaum gerecht werden kann und vielmehr als Sequel durchgeht, anstatt als Neuinterpretation! Das offene Ende, erahnt, wie schon so oft, eine mögliche Fortsetzung.
 
 
 


 
 
 

Silent Night – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
Blutiger Edel-Slasher für Splatter-Fans, der erst in den letzten Filmminuten an Fahrt gewinnt – Dennoch unbedeutende und arg enttäuschende Durchschnittskost!
 
 
 


 
 
 

Silent Night – Zensur

 
 
 
Aufgrund der arg kruden Vorgehensweise (Weihnachtsbaum-Shredder-Szene) und der Ermordung von Kindern dürfte eine deutsche ungeschnittene Freigabe fraglich sein.
 
 
 


 
 
 

Silent Night – Trailer

 
 

 
 
 

Hellraiser80

 
 
 
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Filmreview: “The Bay” (2012)

The Bay Filmposter
 
 
 

THE BAY

Story

 
 
 
Es ist der 4. Juli 2009 und das kleine amerikanische Städtchen „Claridge“ feiert den Unabhängigkeitstag. Was keiner ahnt, dass dieses Fest für viele das Letzte sein wird.
Denn unzählige Bewohner werden sich an diesem Tag mit einem todbringenden Parasiten infizieren. Grund für das Desaster ist in den skrupellosen Machenschaften des Bürgermeisters zu suchen, denn der fördert die Massen-Tierhaltung und lässt Hühner mit erfolgsversprechenden Steroiden mästen. Um sich den Exkrementen der Tiere zu entledigen, werden diese einfach in die angrenzende Bucht geschüttet, aus welcher ebenso das Trinkwasser für die Menschen der Kleinstadt gefördert wird. Kaum haben die Feierlichkeiten begonnen, beginnen auch schon die ersten Gäste über körperliches Unwohlsein zu klagen. Wenig später kommt es zu ersten Todesopfern, die allesamt groteske Fressspuren am Körper aufweisen. Nachdem Panik unter den Bewohnern ausbricht und erste Untersuchungen an den Leichen vorgenommen werden, erkennen Wissenschaftler, dass sich etwas im Wasser befindet, dass sich von menschlichen und tierischen Lebewesen ernährt und sich seinen Weg vom Inneren des Wirts nach außen frisst …
 
 
 


 
 
 

THE BAY – Kritik

 
 
 
Nicht scheint grausamer, als die Tatsache, dass sich die Natur an all den Vergehen rächt, die ihr die Menschheit alltäglich ungeniert zumutet. Im Falle von THE BAY scheint dies tatsächlich der Fall zu sein, denn in dieser fiktiven Dokumentation hat Mutter Natur eindeutig genug von der unachtsamen Umweltverschmutzung und sagt den Menschen den Kampf an. Im Vergleich zu heutigen Vergehen an unsere Umwelt rührt der Plot gar nicht einmal von ungefähr, denn THE BAY zeigt, was passieren könnte, wenn die verschwenderische Menschheit nicht bald aus ihren Fehlern lernt und rücksichtsvoller mit seinem Lebensraum umgeht. Natürlich hat Regisseur BERRY LEVINSON die Gegebenheiten ein wenig arg phantastisch skizziert, handelt es sich schließlich, trotz der kontroversen Thematik, um einen Horror-Thriller. Dennoch, mit erschreckendem Realismus konfrontiert er dem Zuschauer mit welch Chaos der Mensch im Falle einer Umwelt-Katastrophe rechnen müsste.
 
Die Geschichte wird hierbei aus der Sicht von Donna Thompson geschildert, die am Tag der Gegebenheiten als Praktikantin für einen ansässigen TV-Sender arbeitete und die tragischen Geschehnisse protokollierte. Sie überlebte wie durch ein Wunder die furchtbare Epidemie, die am 4.Juli 2009 eine kleine amerikanisches Stadt heimsuchte und innerhalb von nur wenigen Stunden fast alle Bewohner des Ortes dezimierte. Die tragischen Umstände von einst wurden jahrelang von der Regierung verschwiegen. Nun, da sich diverse Dokumente im Internet zusammengesammelt haben, trägt sie die Fakten erneut zusammen und schildert die Erlebnisse anhand von YouTube-Clips, eigenen Interviews und Home-Video-Aufnahmen einiger Opfer, die die Ereignisse nicht überlebt haben.
 
Erstaunlicherweise funktioniert das wahllose Zusammenschneiden der diverser FOUND-FOOTAGE-Elemente erstaunlich gut. Alles hat den Anschein als würde man authentisches Material präsentiert bekommen, dass in penibler Kleinstarbeit von irgendeinem Redakteur zusammengetragen wurde. Die Gegebenheiten werden Stück für Stück entziffert und in chronologischer Reihenfolge abgehandelt. Regisseur BERRY LEVINSON beweist hierbei ein selbstsicheres Händchen für unangenehme Einstellungen und deftige Schocks, denn einige Szenen haben es wahrlich in sich. Überhaupt überrascht es, dass gerade eine Oscar-Preisträger, wie LEVINSON (RAIN MAN) sich an derart totgefilmtes Subgenre wagt, hat doch der FOUND-FOOTAGE-Film unlängst besser Zeiten erlebt. Dennoch, er schafft es dem gebeutelten FOUND-FOOTAGE-Genre, nach all den trivialen und katastrophal-zusammengeschusterten Wackel-Kamera-Filmen der letzten Dekaden, gänzlich neue Impulse zu verleihen. Die Tatsache allein, dass in THE BAY keine unzureichend talentierten Laiendarsteller auf Heller und Pfennig ihre Handykamera zücken und auf Zwang und Drang jede noch so brenzligen Situation dokumentieren müssen, macht diesen Film so sehenswert und glaubhaft. Vielmehr nutzt LEVINSON eine Kombination der verschiedensten Kommunikationsmöglichkeiten unserer Zeit. Da verschmilzt ein Skype-Chat mit SMS-Dialogen und Fragmente aus TV-Sendungen werden virtuos mit persönlichen Home-Video und Polizeiüberwachungs-Aufnahmen kombiniert. Erzählerisch ein geschickt gewählter Schachzug, entsteht bereits nach dem recht temporeichen Beginn beim Zuschauer ein gesteigerter Drang nach mehr Informationsgehalt über die Ereignisse. Die filmischen Hinterlassenschaften der Opfer treiben dabei die Spannung auf Höchstmaß, möchte doch der Filmfreund gern wissen, welche mysteriösen Wesen für das planlose Massensterben verantwortlich gemacht werden.
 
Die Auflösung gestaltet sich als äußerst unangenehm und dürfte vor allem zartbesaitete Gemüter unschön aufstoßen lassen. In THE BAY geht es teilweise nicht zimperlich von statten. Sicher darf der Filmfreund keine Splatter-Granate der Extraklasse erwarten. Vielmehr schockieren hier einige recht unangenehme Creature-Effekte der Parasiten, die sich raffiniert in den Wirtskörper einnisten und gerade in unerwarteten Momenten über die Kinoleinwand flitzen. Auch der optisch ansprechend in Szene gesetzte Hautausschlag, der als Vorbote für das qualvolle Ableben der diversen Leidtragenden gilt, schaut alles andere als gesund aus und sorgt in Kombination mit derart realistischen Bildern für gehörig Gänsehaut beim Zuschauer.
 
 
 
 
Mit THE BAY erhält der Filmfreund einen weiteren Wackelcam-Thriller, der aber zu den besseren Vertretern seiner Gattung gehört und uneingeschränkt zu empfehlen ist. Hier werden keine altbackenen Brötchen erneut unter die Leute gebracht, sondern innovativ und erschreckend realistisch frisch zubereitet. Der packende Umwelt-Thriller im Mockumentary-Stil gehört zu einem der Besten seiner Gattung und läutet die Renaissance des klassischen Öko-Horrorfilms der 70er Jahre ein. Bereits vor mehr als 30 Jahren bewiesen findige Filmemacher mit Schockern wie FROGS(1972) und LONG WEEKEND (1977), dass Mutter Natur durchaus mit gnadenloser Härter durchgreifen kann, wenn sie sich von der Menschheit ungerecht ausgebeutet fühlt. Dass Regisseur BERRY LEVINSON sein Handwerk selbstsicher beherrscht zeigt eindrucksvoll die recht straffe Inszenierung und die schroffe Schonungslosigkeit der Darstellung aller Gegebenheiten, die im Verlauf des Filmes an den Tag gelegt wird. Die knapp 80 Minuten Filmlaufzeit vergehen wie im Flug, die Geschehnisse fesseln und werden zudem packend erzählt. Trotz des recht sachlichen Erzählstils lässt THE BAY niemanden kalt. Die kontroverse Erkenntnis, dass wie Menschen uns selbst die schlimmsten Feinde sind, wirkt noch lang nach und bietet vermutlich Anlass zu einer Selbstanalyse, um letztendlich festzustellen, was man selbst dazu beitragen könnte, damit auch Generationen nach uns die Schönheit unserer einzigartigen und vielfältigen Umwelt genießen können.
 
 


 
 
 

THE BAY – Fazit

 
 
8 Punkte Final
 
 
Packender und erschreckend-unangenehmer Umwelt-Thriller im FOUND-FOOTAGE-Stil, dessen Botschaft aktueller denn je ist und noch lange nachwirkt. Absolut sehenswert!
 
 
 


 
 
 

THE BAY – Zensur

 
 
 
Der Film wurde in Deutschland ungeschnitten mit FSK16 veröffentlicht. Kein Wunder, denn der Film zeigt kaum explizite Gewaltakte.
 
 
 


 
 
 

THE BAY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
the bay blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Bay; USA 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover/ 3D-Schuber

Extras: Original Kinotrailer, Deutscher Kinotrailer, Interview mit dem Regisseur (11 min./dt. UT), Audiokommentar mit dem Regisseur (keine dt. UT), 3 Trailer anderer Filme aus dem hause KOCH MEDIA

 
 
 
Rechteinhaber KOCH MEDIA sah genug Potenzial in der Veröffentlichung von THE BAY und steckt die deutsche Blu-ray in einen schicken Hologrammschuber. Aber nicht nur die Präsentation kann sich sehen lassen. Auch der Inhalt ist nicht von schlechten Eltern. Zwar darf bei dieser Art von Film keine Referenz erwartet werden, dennoch kann die technische Umsetzung als durchaus solide bezeichnet werden. Da es sich hier um einen Found-Footage-Film handelt, der aus verschiedenen Filmschnipseln diverser Kameraarten zusammengeschnitten wurde, wird selten HD-Feeling erreicht. Die Tonspur fällt sehr dialoglastig aus und das Geschehen spielt sich vorwiegend im Frontbereich ab – keine Offenbahrung aber man sollte bedenken, dass es sich hier um eine Fake-Dokumentation handelt. Immerhin bekommt man eine anständige Synchronisation geboten, was man KOCH MEDIA lobend anrechnen sollte. Nicht selten verzichtet man gerade bei Filmen aus dem Horror-Bereich auf eine gescheite Übersetzung. Die Extras sind überschaubar. Neben einem Audiokommentar mit dem Regisseur (ohne deutsche Untertitel), gibt es noch den Trailer in Deutsch und Englisch und ein elfminütiges Interview (mit deutscher Untertitlung) mit dem Filmemacher. Drei Trailer hauseigener Filme runden den Bonussektor ab. Wer mit dem FSK-Flatschen nicht warm werden möchte, kann das Cover umdrehen. KOCH MEDIA bringt THE BAY mit Wendecover und edlem 3D-Schuber in den Handel.
 
 

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THE BAY – Trailer

 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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Filmreview: “Axed” (2012)

"Axed" (2012) - Filmplakat - Filmreview und Filmkritik auf Filmcheck
 
 
 

Axed – Story

 
 
 
Nachdem „Dad“ unglücklicherweise seinen Job verloren hat scheint er mit sich und seiner heilen Welt vollkommen abgeschlossen zu haben. Am nächsten Morgen düst er zusammen mit seiner unwissenden Frau und den beiden ahnungslosen Kindern hinaus aufs Land, wo er seine kleinen Familie mit deren düsteren Geheimnissen konfrontiert. Was anfänglich als munterer Landausflug beginnt, endet für die Nichtsahnenden in einem ausweglosen Fiasko, das für alle Beteiligten in einem blutigen Ende gipfelt.
 
 
 


 
 
 

Axed – Kritik

 
 
 
Geschichten, die vom scheinbar perfekten Familienidyll berichten, hinter deren Fassade Terror und Angst regieren hat das Kino bereits unzählige Male thematisiert. Ob in der sagenumwobenen „Stepfather“-Trilogie, dem Tatsachenbericht „An American Crime“ oder im kontroversen Thriller „Alexandras Project“ nichts scheint beunruhigender, schockierender und beängstigender als das Grauen, dass sich in den heimischen vier Wänden unter seinesgleichen abspielt – dort wo man eigentlich Zuflucht, Geborgenheit, Vertrauen und Zugehörigkeit erwartet und genießt, dort wo man sich verstanden fühlt und geliebt wird: der eigenen Familie.
 
Auch der aktueller Horrorthriller „Axed“ beschäftigt sich mit derart Unbehagen und erzählt die Geschichte von „Dad“, der sich in seiner Ausweglosigkeit von allen verraten, unverstanden und verlassen fühlt und so zu einer tickenden Zeitbombe mutiert. Welche Faktoren dazu beigetragen haben müssen, dass „Dad“ letztendlich zum Amokläufer mutiert, scheinen nur vage erklärt sieht der Zuschauer im Film einzig den Ehebruch seiner Frau und den Jobverlust als Auslöser für derart Affekthandlung. Denn kaum in einer idyllischen Landhütte angekommen, stellt er seine Familie auf recht zynische Art und Weise zur Rede und beginnt seine Unbehagen in Wort zu fassen und fordert Vergeltung. Die Mutter wird des Ehebruchs bezichtigt, der Sohn als homosexueller Schwächling und Feigling tituliert und die Tochter als freizügiges und leichtes Mädchen betitelt, dass der Mutter in nichts nachsteht.
 
Zugegeben, so erschreckend sich das alles liest, umso zynischer gestalten sich die Argumente des Vater, der die Anwesenden auf recht konsequent-bösartige Art und Weise in die Schranken weist. Schauspieler „Jonathan Hansler“ als sadistischer Familienvater spielt seine Rolle erschreckend gut und ist leider auch der einzige Lichtblick in diesem arg zähen und unbedeutenden Stelldichein. Seine Verkörperung des unzufriedenen und rachsüchtigen Betrogenen verleiht dem Hauch einer Handlung die halbwegs goutierbare Würze und bewahrt den Film vor dem vorzeitigen Untergang. „Axed“ verpulvert bereits im Trailer nennenswerte Höhepunkte und bietet im Film selbst kaum irgendetwas was überhaupt überzeugen, oder bei Stange halten könnte.
 
Die wenigen makaberen Wortwitze sind bereits nach der Hälfte der Filmlaufzeit aufgebraucht und „Dad“ schreitet in der zweiten Filmhälfte zur außergerichtlichen Bestrafung mit der titelgebenden Axt. Was folgt, ist typischer 08/15-Einheitsbreit, der nicht einmal Splatter-Freunde zufriedenstellen dürfte. Ein Flüchten hier, ein Einfangen dort, etwas Gewinsel da und eh sich der Filmfreund versieht ist der unbedeutende Spuk auch schon wieder vorbei. So wirklich innovativ und neu ist das alles leider nicht, sondern gestaltet sich erschreckend ernüchternd, belanglos und unwichtig! Die beiden fast volljährigen Kinder verhalten sich, wie hätte es auch anders sein sollen, bemerkenswert dumm, dass man als Filmfreund deren unklaren Interaktionen erst gar nicht hinterfragen sollte, denn es gibt hinter deren Handlungen keine nachvollziehbare Logik. Besonders Tochter „Megan“ stellt sich beim näheren Betrachten, als wahrhaftige Intelligenzbremse heraus, ist es doch sie selbst, die es schafft vor „Dad“ ein hilfreiches Handy zu verstecken, es aber in ihrer Aufregung nicht checkt, den Klingelton abzuschalten.
 
 
Was im Trailer noch auf einen frivolen Survival-Horrortrip der Extraklasse hoffen lies, ist in der Umsetzung leider weniger überzeugend, als vielmehr unsinnig. Nach einem recht sarkastischen und euphorisch-vielversprechenden Einstieg legt „Axed“ eine gehörige Bruchlandung hin und als Filmfreund mag man das Gefühl nicht loswerden wollen, als wären den Drehbuch-Schreibern bereits kurz nach Beginn des Szenarios die hilfreichen Ideen ausgegangen, die eigentlich dazu notwendig gewesen wären, um den restlichen Film zu tragen. So wirklich fesseln will „Axed“ leider nicht, unterhalten will dieser Nonsens leider auch nicht. Was bleibt ist eine gute Idee, und ein motivierter Schauspieler, der es zwar schafft der Vaterrolle die nötige bösartige Energie einzuverleiben, dessen Bemühungen aber aufgrund des unkreativen Drehbuches vollkommen unter gehen. Ein unwichtiger Film, der vollgepackt ist mit ausgelutschten Genre-Klischees und der routinierte Horrorfilmkenner kaum ein müdes Lächeln entlocken dürfte.
 
 
 


 
 
 

Axed – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
Steile Bruchlandung – Ein stimmiger und zynischer Beginn gipfelt in einem unbedeutenden Finale. Ein Film, dessen Trailer und vor allem das Film-Plakat mehr verspricht, als der eigentliche Film überhaupt zu bieten hat!
 
 
 


 
 
 

Axed – Zensur

 
 
 
Obwohl im Film selbst etwas roter Lebenssaft zu sehen ist, geht „Dad“ dennoch recht züchtig zur Sache. Das Filmplakat lässt auf einen axt-schwingenden Familienvater hoffen – dem ist aber leider nicht so! Vermutlich hätte es „Axed“ gehörig gut getan, wäre das Szenario etwas „zeigefreudiger“ in Sachen Gewalt ausgefallen. In der mir gesichteten ungeschnittenen britischen Version dürfte dieser Film bedenkenlos von der FSK mit einer ungeschnittenen „keine Jugendfreigabe“-Plakette abgesegnet werden.
 
 
 


 
 
 

Axed – Trailer

 
 
 

 
 
 

Hellraiser80

 
 
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