Filmreview: “Coffin Baby” (2013)
Coffin Baby
Story
Ein Killer geht um in Hollywood. Als eine Frau brutal ermordet in ihrem Apartment vorgefunden wird, beginnt ihre Schwester Samantha (Chauntal Lewis) bei den zuständigen Ermittlungen zu helfen. Dumm nur, dass sie alsbald selbst ins Visier des Killers gerät, kurz darauf entführt und in die Behausung des Psychopathen verschleppt wird. In eine Zelle eingepfercht, muss sie fortan dem unbarmherzigen Treiben der vermummten Gestalt beiwohnen, die darin Erfüllung findet, ahnungslose Bürger in das kuschelige Heim zu entführen, wo diese dann vor den Augen der verängstigten Frau kaltblütig gefoltert, zersägt und gekocht werden …
Coffin Baby – Kritik
Wir erinnern uns: als Hollywood vor über einem Jahrzehnt verhäuft damit begann, einschlägige Horror-Klassiker gewinnträchtig zu recyceln, spendierte Kult-Regisseur TOBE HOOPER (TEXAS CHAINSAW MASSACRE) auch dem Slasher-Klassiker THE TOOLBOX MURDERS eine vielversprechende Frischzellenkur. Nach Jahren vornehmlich erfolgloser Low-Budget-Produktionen erntete HOOPER mit seiner Neuauflage endlich wieder die Aufmerksamkeit, die ihm bereits in den 70/80ern zuteil wurde. Mit seinem souverän abgedrehten TOOLBOX MURDERS Remake gelang es ihm spielend, die Gunst der Genre-Fans wiederzugewinnen und mit seinem Reboot des 70er-Jahre Horrorschockers endlich wieder an die frühen Erfolge seiner Karriere anzuknüpfen.
Zehn Jahre sind seither ins Land gegangen; Zeit, den maskierten Killer ein weiteres Mal zur Tat schreiten zu lassen. Etwas mysteriös scheint die Realisierung des Projektes vorangegangen zu sein. Anfänglich noch TOOLBOX MURDERS 2 betitelt, trägt der Film nun den weniger bedeutsamen Titel COFFIN BABY. Als Filmfreund ahnt man bei derart rigoroser Umbenennung nichts wirklich Gutes und in der Tat, das Sequel entpuppt sich als absolute Vollkatastrophe, die es tatsächlich nicht einmal ansatzweise verdient, einen derart bekannten Titel tragen zu dürfen. Autor und Regisseur DEAN JONES hat mit der Quasi-Fortsetzung einen vollkommen wirren Film geschaffen, der zwar nach wie vor den bekannten Killer zum Thema, aber mit der eigentlichen Vorlage rein gar nichts mehr gemein hat.
JONES, bekannt geworden durch seine Make-up und Spezialeffekt-Künste in einschlägigen Genre-Produktionen (ebenso im Remake zu THE TOOLBOX MURDERS), präsentiert nun mit COFFIN BABY sein eigentliches Regie-Debüt, wobei die schwierige Entstehungsgeschichte des Werks leider zu offensichtlich ins Gewicht fällt und den Film dadurch einfach nur noch verworren erscheinen lässt. Viel zu oft kann sich der Zuschauer des Gefühls nicht erwehren, mehrere Autoren hätten abwechselnd versucht, des Drehbuchs Herr zu werden. Die Geschichte um den sagenumwobenen Hollywood-Killer wirkt unlogisch, unausgegoren und unstrukturiert. Die vielen Ideen der Drehbuchautoren durchzieht kein roter Faden, so dass JONES verzweifelt darum bemüht ist, die ohnehin nicht vorhandene Geschichte in einer losen Aneinanderreihung möglichst ekelhafter Goreszenarien zu ersäufen. Hierbei fließen derart viele Elemente aktuell so beliebter Horrorware in den Plot von COFFIN BABY, dass man nicht leugnen kann, bereits nach nur wenigen Minuten die Übersicht über die Geschehnisse verloren zu haben. Ob Slasher-, Folter oder Kannibalismus-Szenen; der moralisch fragwürdige Kontext des gesamten Szenarios dürfte auch hierzulande Grund genug sein, dem Film keine Freigabe zu erteilen.
Immerhin, und das muss man dem Film dennoch positiv anrechnen, schafft er es mit Leichtigkeit, die Gorehounds unter den Filmfreunden zufriedenzustellen. Hier werden menschliche Körper wie am Fließband zersägt, zerhackt und filetiert und ein wahrliche bluttriefendes Spezialeffekt-Feuerwerk abgebrannt, wie man es vermutlich schon lange nicht mehr in einem Horrorfilm erleben durfte. Sinn ergibt das natürlich alles rein gar nicht, wobei im Falle COFFIN BABY auch nicht wirklich ersichtlich ist, ob es sich denn hier nun um einen ernsthaften Horrorfilm oder eher eine rabenschwarze Komödie handeln soll. Gerade Opfer SAMANTHA durchlebt im Verlauf der Handlung nicht nur ihr ganz persönliches Martyrium; sie versucht auch ihren wirren Geisteszustand mit den dämlichsten Interaktionen zu unterstreichen. So wohnt sie nicht nur dem widerwärtigen Treiben des Killers mit Tüten von Popcorn bei; sie beginnt auch die unmöglichsten Dinge mit den Bergen von Leichenteilen in ihrer Zelle zu veranstalten. Manche dieser Szenen wirken derart überspitzt, das man meinen könnte, mit COFFIN BABY eine vollkommen überzogene Persiflage bekannter Folter-Schocker serviert zu bekommen. Trotzdem, bis auf die Unmengen an Ekelszenen besitzt COFFIN BABY keinen erkennbaren Mehrwert. Die Handlung bietet nichts, was man nicht schon unzählige Male in anderen Folterstreifen zu Genüge gesehen hätte. Das Motiv des Killers ist kaum zu erkennen, ganz geschweige das es plausibel nachwirken will. Die Entwicklung einer Art Stockholm-Syndrom beim Opfer wirkt lächerlich und der unbeholfene Geister-Subplot vollkommen fehl am Platz. Da kann man nur hoffen, dass Regieneuling DEAN JONES demnächst zu alter Größe zurückfindet und sich lieber wieder als kreativer Spezial-Effekte-Macher verdingt, statt auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen.
Bei COFFIN BABY handelt es sich um ein ganz schön übles Stück Zelluloid, das da demnächst deutsche Zuschauer beglücken möchte. In welcher Form dieser Film dabei über die heimischen Mattscheiben flimmern wird, dürfte vermutlich gänzlich außer Frage stehen. COFFIN BABY ist eines dieser Werke, das in ungeschnittener Form nie und nimmer seinen Weg nach Deutschland finden wird, wobei an dieser Stelle noch einmal die “harte” Arbeit der hiesige FSK erwähnt werden sollte, die den Fan regelmäßig vor allzu zeigefreudiger Splatterkunst bewahrt und wahrlich dummen Filmen wie COFFIN BABY die Freigabe verweigert. Lobenswert, denn im Falle von COFFIN BABY könnte die Arbeit der deutschen Zensurbehörde nach all der langen Zeit endlich einmal Sinn ergeben. Dieser Film ist eine wahrhafte Lachnummer und ergeht sich augenscheinlich nur im Abhandeln möglichst widerwärtiger Ekelexzesse und unmenschlicher Grausamkeiten, ohne dabei überhaupt eine gehaltvolle Geschichte zu erzählen. Immerhin dürfte COFFIN BABY als ansprechendes Bewerbungsvideo eines ambitionierten F/X-Künstler dienen, der mit Hilfe offensichtlich realistisch wirkender Gräueltaten versucht, die Karriereleiter ein klein wenig nach oben zu klettern. Dieser Versuch ist leider trotzdem gescheitert, da die Fortsetzung des TOOLBOX MURDERS Remakes leider vollkommen ungenießbar ist. Hier gilt einmal mehr die Devise: literweise Blut und Ekeleffekte machen noch lange keinen guten Horrorfilm. Außer dem möglichst graphischen Abschlachten hilfloser Menschen besitzt der Film leider keinen prägnanten Inhalt. Schade, dass ein so kultiges Franchise, wie das des TOOLBOX MURDERS, mit so einer unterbelichteten Fortsetzung derart in den Schmutz gezogen wird.
Coffin Baby – Fazit

COFFIN BABY überzeugt mit einem Body Count, der selbst im Genre seinesgleichen suchen dürfte. Das war’s dann leider aber auch schon! Ganz miese Fortsetzung!
Coffin Baby – Zensur
Der Film zelebriert regelrecht alle denkbar möglichen Gewaltexzesse. Da wird einem Opfer bei lebendigen Leib Fleischfetzen vom Körper gerissen und genüßlich verspeisst, es werden Augäpfel zerschlitzt und Menschen gefoltert. Derart zeigefreudig, dass COFFIN BABY in Deutschland nur stark zensiert erscheinen wird. Es würde uns nicht wundern, wenn der Film sogar auf dem Index landen würde.
Coffin Baby – Trailer
Marcel Demuth / Hellraiser80
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Filmreview: “The Collection” (2012)

The Collection – Story
Elena (Emma Fitzpatrick) erlebt die Party ihres Leben: zusammen mit einigen Freunden schleicht sie sich auf eine angesagte Underground-Party und somit dem perfiden Killer namens “Collector” genau in die Arme. Der hat die Lokalität mit allerlei Fallen gespickt und dezimiert die gesamten (!) Party-Gäste innerhalb von nur wenigen Minuten auf recht krude Art und Weise. Die verwirrte Elena wird als “Spieleinsatz” in einen Koffer gequetscht und in ein leerstehendes Hotel verschleppt. Doch ihr wohlhabender Vater scheint gänzlich in großer Sorge zu sein und um das Wohlergehen der vermissten Elena besorgt. Schnell engagiert er einige Söldner, die sich zusammen mit einem ehemaligen Opfer des Killers (Josh Stewart), auf den Weg machen, die junge Frau zu finden. Kaum das leerstehende Hotel ausfindig gemacht, sehen sich die Retter mit einem Killer konfrontiert, der für jede noch so unerwartete Überraschung siegessicher gewappnet zu sein scheint …
The Collection – Kritik
Es ist immer wieder überraschend, welch steile Karriere so manch raffinierter Filmschreiberling in Hollywood einschlägt. Kaum hat man dort einige Drehbücher kommerziell erfolgreicher Horrorschnellschuss-Ware zu Papier gebracht, darf man flink davon ausgehen, dass jener Drehbuchautor sich selbst als kreativer Filmemacher auf dem Regiestuhl feiert. So auch im Falle von „Marcus Dunstan“, der sich in der Horrorfilmwelt als Drehbuchschreiber für die “Feast“-Trilogie und “Saw 5-7” einen anerkannten Namen gemacht hat. So wirklich zufrieden schien er jedoch mit seiner unscheinbaren Rolle im Hintergrund nicht gewesen zu sein, sodass er sich mit seiner ersten, eigenen Regiearbeit namens “The Collector” selbst einen langjährigen Traum erfüllte und dabei sogar noch großes Lob seitens der Horrorfilmbase erntete. Dass bei derart schweißtreibend und geschickt zusammengeflickter Thriller-Kost eine Fortsetzung nicht lang auf sich warten lies, liegt auf der Hand. Und so startete nun vor einigen Wochen der direkte Nachfolger des recht frischen Franchise in den amerikanische Lichtspielhäusern, wobei eine deutsche Veröffentlichung immer noch auf sich warten lässt.
Natürlich bürgt sich nun für Fans des Originals direkt die obligatorische Frage auf, ob das Niveau der packenden Killer-Hatz auch konsequent in der Fortsetzung gehalten werden kann. Nun, sagen wir so – “The Collection” besitzt all das, was man von einer würdigen Fortsetzung erwarten würde: mehr bösartige Fallen, mehr Opfer und mehr blutgeiles Gekröse. Das war´s dann aber auch leider schon. Regisseur “Marcus Dunstan” vergisst in seiner gänzlichen Euphorie und detailgetreuen Zeigefreudigkeit obligatorischer Gewaltexzesse hinfällige Fragen zu beantworten und spielt im Grunde genommen erneut die gleiche Geschichte, nach gleichem Schema, nur im größeren Maßstab ab. Schauplatz des frivolen Treibens ist diesmal ein leerstehendes Hotel, in welches er hunderte tote Körper aufbewahrt und zudem einige potenzielle Kandidaten verschleppt, die um ihr Über- und Ableben kämpfen müssen. Über Sinn und Unsinn des gesamten Treibens lässt sich wahrlich streiten, denn so wirklich erfrischend klaustrophobisch und so kongenial fies wie sein “The Collector” kommt der aktuelle Aufguss leider nicht daher. Vielmehr verläuft sich das Sequel in einer wahrhaftigen Splatter-Tour-de-Farce, die mit allerhand optischen Gemeinheiten aufwartet. Auch wenn die Geschehnisse auf der Kinoleinwand einen gewissen Kurzweil versprühen, so muss der Filmfreund nach Sichtung des Films bitter realisieren, dass “The Collection” doch irgendwie enttäuscht und eigentlich vollkommen überflüssig ist. Die Identität des Killers bleibt weitestgehend ungeklärt und seine Intentionen verlaufen merklich im Sande. Auch wenn in “The Collector” und “The Collection” reichlich mit dem “Was” und “Wie” gepockert wird, so zwängt sich im Verlauf der Sichtung ein hilfloses “Wer ist dieser Killer” und “Warum mach er das” auf. Immerhin lässt das obligatorisch offene Ende darauf schließen, dass der kommende dritte Teil der Reihe die diversen unbeantworteten Fragen klären wird, zumal sich der Killer am Ende mit dem Opfer konfrontiert sieht und selbiges auf schonungslose Rache sinnt. Die Täter/Opfer-Rolle wird zugunsten eines perfiden Racheakts ausgetauscht, sodass der Filmfreund einen vermutlich weiteren blutigen Vertreter seiner Gattung erwarten dürfte.
“The Collection” ist mitnichten ein schlechter Vertreter seiner Gattung, wenn man denn nur seinen Vorgänger ausblendet, denn die Fortsetzung ist, bis auf kleine Nebenstränge, eine etwas ideenlose Kopie des Originalfilms. Regisseur Marcus Dunstan füllt sein recht kurzes Sequel mit allerlei derben Gore-Effekten und spickt es mit einigen sehr schmerzhaften Gemeinheiten, die vor allem zarte Gemüter gehörige Albträume bescheren dürften. Überhaupt treibt es der “Collector” überaus blutig, sodass das Splatterherz vor Freunde im Kreis tanzen dürfte. Leider erfährt die Geschichte des öfteren einige markerschütternde Schnitzer in der Logik, die sehr an Glaubwürdigkeit missen lassen. Zum einen skizziert “Dunstan” seinen skrupellosen und unkaputtbaren Killer als wahrhaftigen Glückspilz. Er schiesst, schlitzt und legt frivol gemeine Fallen, ohne selbst je Schaden zu nehmen. Im Nahkampf erweist sich der zähe Bursche als relativ geschickt und überhaupt scheint der “Sammler” mit einer beachtenswerten Vorahnung gesegnet zu sein, welche ihm sogar oftmals überraschend das Leben retten dürfte.
Dass solide Hotel-Setting lässt jegliche Inspiration missen und ist aufgrund der mangelnd erklärten Beweggründe des Killers halt einfach da. Wie so oft in derart Filmchen schert sich kein Außenstehender oder Polizist einen Deut darum, was sich hinter vermeintlich leerstehenden Mauern abspielt. Anhand der geschätzten 500 Körper, die der „Collector“ im Keller des Hause munter vor sich her verrotten lässt, dürfte ein barrierefreies Atmen im und um das Haus vermutlich rein gar nicht möglich sein, geschweige von den Horden an Insekten, die den Protagonisten aufgrund der im Haus verstreuten Leichenteile eigentlich das Leben zur Hölle machen müssten. Im den Räumlichkeiten selbst flitzen mittels Drogen manipulierte Zombies durch die Gänge und im Foyer darf der geneigte Horrorfilmfreund seltsame, blau beleuchtete Vitrinen bestaunen, in deren Inneren sich seltsame Körper befinden , die der “Collector” aus diversen Leichenteilen eigenhändig zusammengezimmert haben muss. Wie leider viel so oft in “The Collection” drängt sich hier eine vollkommen Ratlosigkeit des Zuschauers auf, der sich nicht nur einmal fragen dürfte, was der titelgebende Killer mit all seinen grotesken Aktion denn letztendlich bezweckt und was der gesamte sinnfreie Spuk denn nun eigentlich soll.
Immerhin, Fans eines “Saw” dürften sich im “Collection“-Universum direkt heimisch fühlen. Regisseur und Drehbuchautor „Marcus Dunstan“ scheint von der Kult-Reihe derart beeindruckt gewesen zu sein, sodass er kurzum einige Elemente aus der “Darren Lynn Bousman“-Vorlage vorbildlich zitiert hat. Das beginnt mit befremdlich ausgeleuchteten Settings, wirren Schnitten sowie seltsamen Farbfiltern und endet mit kreativ ausgetüftelten Fallen, die die Unmengen an unwichtigen Protagonisten schön zeigegeil über den Jordan meucheln.
Wer seine hohen Erwartungen herabstuft und keine weiteren Überraschungs-Hit erwartet, dürfte wohl möglich 80 kurzweilige Minuten voller blutigen Nonsens erleben – Filmfreunde, die bei “The Collection” einen ebenso raffiniert ausgetüftelten Horror-Thriller erhoffen, werden gnadenlos enttäuscht werden. Von daher: Bier in die Hand, Hirn ausschalten und genießen …
The Collection – Fazit

Krudes Splatter-Feuerwerk, das nicht einmal ansatzweise dem Vorgänger die Hand reichen kann
The Collection – Zensur
“The Collection” hat es hierzulande nicht durch die FSK geschafft. Demnach musste der hiesige Vertrieb Schnitte für eine “KJ“-Freigabe vornehmen. Dennoch existiert natürlich auch eine ungeschnittene Filmfassung. Diese trägt die “SPIO/JK“-Kennzeichnung. Deshalb: beim Kauf sorgfältig auf den Freigabestempel achten!
The Collection – Deutsche Blu-ray
TECHNISCHE DATEN
Originaltitel: The Collection; USA 2012
Genre: Thriller, Horror, Splatter
Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD MA 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2.35:1 / 16:9 (1920x1080p)
Laufzeit: ca. 82 Min. (uncut)
FSK: Keine Jugendfreigabe (cut) / SPIO/JK (uncut)
Verpackung: Schwarze Amaray (SPIO/JK-Fassung) / Blaue Amaray mit Wendecover (KJ-Fassung)
Extras: Deutscher Trailer (HD 2min), Originaltrailer (HD – 2min), Alternative Szenen (HD – ca. 6min), Make-up und Effekte (HD – ca. 5min), Produktionsdesign (HD – ca. 5min), Spezialeffekte (HD – ca. 6min), Stunts (HD – ca. 4min), Die Vision des Regisseurs (HD – ca. 5min), Audiokommentar mit Regisseur Marcus Dunston und Patrick Melton (keine UT), Trailershow mit 3 Filmen aus dem Portfolio des Vertriebs
Nun ist er endlich da, die deutsche Blu-ray zum Film “The Collector 2“.
“Planet Media” hat weder Kosten noch Mühen gescheut, dem Film eine gerechte Veröffentlichung zu spendieren. Uns lag zum Test die ungeschnittene Fassung mit SPIO/JK-Aufdruck vor, die in einer edlen, schwarzen Amaray daherkommt und kein Wendecover besitzt – wozu auch. Die herkömmliche geschnittene Kaufhaus-Fassung trägt das “KJ“-Symbol und wird jedoch über eine Wendecover verfügen. Nach dem Einlegen der Scheibe erwarten den Filmfreund einige Trailer aus dem Hause “Planet Media” danach gehts geradeaus ins Hauptmenü, dass mit einigen Szenen des Films unterlegt wurde. Von hier aus kann der Zuschauer sich neben dem Hauptfilm auch einige Extras zu Gemüte führen. Diese sind durch die Bank weg hochauflösend; wurden aber leider nicht deutsch untertitelt. Gleiches gilt übrigens auch für den Audiokommentar, dem ebenso keine deutsche Untertitelspur spendiert wurde. Wer sich den Film gern im Original anschauen und dabei filmbegleitende Untertitel genießen möchte, darf jedoch aufatmen, denn diese sind immerhin vorhanden. Die Tonabmischung ist über jeden Zweifel erhaben und auch das Bild bleibt stets auf hohem Niveau. Wer den Film in seiner ungeschnittenen Form sein Eigen nennen möchte, sollte sich sputen. Uns würde es nicht wundern, würde die ungeschnittene SPIO-Fassung demnächst indiziert werden.
The Collection – The Collector 2 [Blu-ray] bei AMAZON bestellen
The Collection – Trailer
Marcel Demuth / Hellraiser80
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Filmreview: “Grave Encounters 2″ (2012)

Grave Encounters 2 – Story
Alex Wright (Richard Harmon) ist ein Horrorfilm-Junkie, wie er im Buche steht. Nicht nur, dass er eigene Filme dreht, er bespricht auch regelmäßig Horrorwerke auf seinem Youtube-Kanal. Seit geraumer Zeit beschäftigt ihn der Schocker “Grave Encounters”. Wright scheint fest der Überzeugung zu sein, dass das Filmdokument echt sei und beginnt Recherchen im Internet zu betreiben. Als er herausfindet, dass der gesamte Cast als verschollen gilt, trommelt er ein paar Freunde zusammen, mit deren Hilfe er das Rätsel rund um die Geschehnisse des “Grave Encounter”-Filmes lösen möchte. Kaum haben die Freunde den Schauplatz des Filmes betreten, beginnen sich die Ereignisse in der verlassenen “Collingwood-Psychiatrie” zu wiederholen…
Grave Encounters 2 – Kritik
Angenommen man dreht einen Horrorfilm, der unerwartet zum Geheimtipp avanciert.
Die klügste Vorgehensweise wäre vermutlich die, den lukrativen Überraschungs-Hit mit einer Fortsetzung weiterzuspinnen, um schnell noch im Fahrwasser des Originals die Kasse klingeln zu lassen. Rasch kritzelt man einige Ideen auf Papier und wärmt einige Schockeffekte lau auf, die man bereits unzählige Male im Vorgänger präsentiert bekommen hat. Garniert mit einigen derben Splatter-Szenen hofft man nun, dass sich der Erfolg abermals wiederholt.
Der Film “Grave Encounters 2” ist ein derartiger Fall, der nun versucht, in die erfolgreichen Fußstapfen seines Vorgängers zu treten. Zu allem Erstaunen gelingt ihm das recht solide, dennoch erreicht er aber nur in den wenigsten Momenten die unheimlichen Qualitäten des Originals. Was den Film trotzdem durchaus sehenswert macht, ist der konsequente Wandel seines Erzählstils, denn “Grave Encounter 2” bietet im Grunde nichts wirklich bahnbrechend Neues, ist aber trotzdem im Vergleich zum ersten Teil ganz anders.
Das subtil-schauerhafte Gruseln ist hier Mangelware. Vielmehr setzt der Film auf Hektik und Blutzoll. Die actionlastige Geisterhatz verirrt sich in einigen Momenten in recht deftigem Gekröse, sodass vor allem Splatter-Fans auf ihre Kosten kommen dürften.
Ob diese neue Richtung wirklich geschickt gewählt ist, sollte jeder für sich selbst entscheiden, denn vor allem Fans des Originals dürften sich bei “Grave Encounters 2” gehörig vor den Kopf gestoßen fühlen. Die Geister gehen arg rabiat zur Sache, sodass die eigentlich beunruhigend-ängstigende Atmosphäre, zugunsten deftiger Splatter-Exzesse in den Hintergrund rückt. Vermutlich war Regisseur “John Poliquin” darin bestrebt mit seiner Fortsetzung verschiedene Filmgeschmäcker anzusprechen. Gerade in Zeiten unzähliger Geister-Found-Footage-Filme, die allesamt allein nur das unspektakuläre auf-und-zu-schieben von Schränken und Türen fokussieren, scheint “Poliquin” bestrebt darum zu sein, andere Wege gehen zu wollen und sich ein wenig vom Subtilen zu distanzieren. Da aufgrund von “Hostel“, “Saw” und Co. selbstzweckhafte Gewaltakte zum üblichen Bild aktueller Horrorfimlware geworden sind , macht hierbei natürlich auch “Grave Encounters 2” keine Ausnahme und schwimmt geschwind auf dieser populären Welle mit.
Natürlich gibt es neben dem teilweise arg schroffen Gesplattere und dem lukrativen Recyclen altbewährter Erfolgsrezepte auch jede Menge “Neues” in “Grave Encounters 2” zu bestaunen. Regisseur “John Poliquin” ist stets darum bemüht, die Geschichte des Anwesens weiterzuerzählen. Auch wenn hin und wieder ein gewisses Déjà-vu Gefühl eintreten will, so schafft er es dennoch etwas Licht rund um die Geschehnisse der leerstehenden Psychiatrie zu bringen. In bekannter “House on Haunted Hill“-Manier erzählen einige groteske Geistererscheinungen von der Geschichte dieser Klinik und beantworten so einige wesentliche Fragen, die bisher unbeantwortet blieben.
Auch wenn es ein wenig an Zeit benötigt, bis der zweite Aufguss überhaupt an Fahrt gewinnt, so kann man “Poliquin” nicht vorwerfen, dass er mit seiner Rückkehr in das Spukgemäuer langweilt. Zwar dauert es geschlagene 40 Minuten bis der Film überhaupt zum Punkt kommt, hat er die dann jedoch erreicht, bietet das schweißtreibende Tempo mit welchem “Grave Encounters 2” davonradelt, dem Zuschauer kaum Zeit zum Verschnaufen. Die ahnungslosen Kids werden von einer Szenarie zur nächsten getrieben, immer die Angst im Nacken haben zu müssen, kreativ um die Ecke gemeuchelt zu werden. Auch wenn die Geschichte gegen Ende hin fast schon surreale Züge erhält und sich die Helden in einer Art Parallelwelt wiederfinden, so kann man sich als Filmfreund nicht darüber beschweren, trotz allem hanebüchenen Hocus Pocus, sich doch irgendwie kurzweilig unterhalten gefühlt zu haben.
“Grave Encounters 2” ist ein zweischneidiges Schwert und dürfte vor allem Freunde des ersten Teils vor den Kopf stoßen.
Von unheimlicher und subtiler Atmosphäre ist hier kaum noch irgendwas zu verspüren. Nervenstrapazierende Schockeffekte sind in dieser Fortsetzung Mangelware und werden schier und einfach durch derbe Splatter-Effekte ausgetauscht. Die Geister demonstrieren kontrovers schroff, wie man unwillkommene Gäste wahrhaftig unwillkommen begrüßt, sodass das Sequel für Freunde wohldossierten Gruselns vollkommen unangebracht ist. Statt jugendfreier “Paranormal Activity“-liker Umsetzung geht es hier deftig zur Sache. Da werden Köpfe zerquetscht und eingetreten und Leiber mittels Starkstrom zerfetzt und verbrannt. Das Splatter-Herz dürfte vor derart ungenierter Zeigefreudigkeit vor Freude tanzen. Trotzdem, auch wenn die Erwartungen im Vergleich zum Vorgänger kaum erfüllt werden können, so kann man nicht behaupten, dass “Grave Encounters 2” eine miese Fortsetzung ist. Sicherlich erfindet auch dieser Spuk-Film das Genre nicht neu und auch sonst hat man all das, was der Film letztendlich bietet, bereits um Längen besser woanders gesehen.
Dennoch hat dieses Sequel auch seine Momente, die zudem aufgrund der hervorragenden technischen Fingerfertigkeit zu überzeugen wissen. Gerade gegen Ende hin sind die Grenzen des typischen Found-Footage-Filmstil kaum noch als selbige zu erkennen. Da wird die Kamera von Geistern getragen, die dann um die verbleibenden Protagonisten umherschwirren. Aber auch die wenigen Geistereffekte (siehe Filmplakat!) sind als ziemlich gelungen zu betiteln und heben “Grave Encounters 2” über den Durchschnitt.
Grave Encounters 2 – Fazit

Deftiger Splatter statt wohldosiertem Gruselvergnügen – Eine gelungen Fortsetzung, die sich zwar altbewährter Mechanismen des ersten Teil bedient, dennoch irgendwie vollkommen anders ist.
Grave Encounters 2 – Zensur
Aufgrund einiger recht deftiger Szenen, dürfte die deutsche Filmfassung ungeschnitten mit “Keine Jugendfreigabe“-Kennzeichnung erscheinen.
Grave Encounters 2 – Trailer
Hellraiser80
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Filmreview: “Silent Hill: Revelation” (2012)
Silent Hill: Revelation – Story
Ein bemitleidendes Leben führt Heather Mason (Haupt-Protagonistin des 3. Teils der Videospielreihe) da.
Nicht nur, dass sie zusammen mit ihrem Vater in permanenter Flucht lebt, immer auf der Hut sein zu müssen, nicht von düsteren Mächten aufgespürt zu werden – an ihrem 18. Geburtstag wird sie zudem auch noch von schrecklichen Albträumen geplagt, für deren Ursache sie keine Erklärungen findet. An ihrem ersten Schultag an einer neuen Schule lernt sie den gleichaltrigen Vincent kennen, der sich ebenso als einzelgängerischen Außenseiter zwischen all den lebenslustigen Kids betrachtet. Anfänglich noch sehr distanziert schließt sie aus der Not heraus Freundschaft mit dem unnahbaren Zeitgenossen. Seine kameradschaftliche Unterstützung wird sie auch dringend benötigen, denn als sie am nächsten Tag schmerzlichst feststellen muss, dass jene bedrohenden Mächte ihren Vater verschleppt haben müssen, führen alle Spuren in das Örtchen ihrer Albträume: „Silent Hill“ …
Silent Hill: Revelation – Kritik
Manchmal kann eine Fortsetzung auch zu einem reichlich bösartigen Fluch werden, zumindest dann, wenn ein Regisseur/Filmstudio auf Heller und Pfennig versuchen möchte, an die ohnehin grandiosen Qualitäten des Originals anzuknüpfen, ohne dabei jedoch eigene Ideen entwickeln zu wollen. Ein derartiger Fall scheint das filmische Sequel eines der gelungensten Videospielumsetzungen ever zu sein. Als vor fünf Jahren die frohe Kundschaft einer kommenden Kinoadaption des „Konami“-Kultspiels „Silent Hill“ durch die weltweiten Filmforen geisterte, stoß der kreative Ideenreichtum des französischen Regisseurs „Christophe Gans´“ gerade unter den Anhängern der Spielreihe auf wenig Gegenliebe. Eben weil die bisherigen Spielfilmumsetzungen anderer bekannter Game-Reihen („Resident Evil“, „Far Cry“, „Super Mario Bros.“) kaum überzeugen konnten und es selten schafften, das jeweilige Game-Feeling auf die Kinoleinwand zu transferieren, sahen Konsolenspiele-Fans bereits vor der kommenden Kinoauswertung rot für den „Silent Hill“-Kinofilm. Als die Umsetzung jedoch 2007 in den weltweiten Lichtspielhäusern anlief, überzeugte „Christophe Gans“ mit seinem Ausflug in das trostlose, kleine Städtchen nicht nur die Fanbase. Auch Kritiker weltweit lobten „Gans´“ für seine äußerst detailverliebte und stimmige Inszenierung des Horrorspiels, die sich teilweise sogar schon zu krampfhaft an der Vorlage klammerte, aber in der zweiten Filmhälfte eigene künstlerische Wege geht. Nach dem überraschenden Erfolg des Filmes beauftragte die Produktionsschmiede „Gans´“ mit einer Fortsetzung des Überraschungs-Hits. Dieser lehnte jedoch, aufgrund von Zeitengpässen, dankend ab und übergab das Regie-Zepter an „Michael J. Bassett“, der bereits einschlägige Erfahrungen im phantastischen Genre vorweisen konnte („Wilderness“, „Deathwatch“) und sich neben der filmischen Umsetzung auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnete.
Nun, fünf Jahre später steht mit „Silent Hill: Revelation“ die angekündigte Fortsetzung ins Haus, die sich bereits seit Frühjahr 2011 in der Produktion befand. Oftmals deuten derart langwierige Produktionsprozesse nicht gerade von filmischen Qualität, denn nicht selten kommt es vor, dass nach Drehschluss selbst Produktionsstudios unzureichend überzeugt von ihren Filmen sind, sodass sie diese direkt auf dem Heimkinomarkt veröffentlichen. Im Falle von „Silent Hill: Revelation“ darf diesbezüglich jedoch Entwarnung gegeben werden, denn gänzlich den ersten Kritiken und Meinungen, ist der zweite Ausflug in das düstere Städtlein ganz passabel ausgefallen. Natürlich liegen im direkten Vergleich zum genialen Vorgänger Welten, was hauptsächlich an der etwas zu offensichtlichen Ideenarmut und dem einfach konzipierten Drehbuch liegen mag. Denn eine wirklich weitreichend tiefgründige Geschichte hält die Rückkehr nach „Silent Hill“ nicht parat. Immerhin war Drehbuchautor und Regisseur „Michael J. Bassett“ darum bemüht die Geschehnisse um die Geisterstadt unterhaltsam weiterzuspinnen und einige Ungereimtheiten des Vorgängers plausibel zu klären.
Einige Rätsel um den Ort werden gelüftet und bringen vor allem für Nichtkenner des Videospiel mehr Licht in das teilweise wirre und surreale Handlungsgestrüpp um „Silent Hill“. Dennoch, trotz lobenswerten Ambitionen bietet „Silent Hill: Revelation“ auch genügend Grund zur Kritik. Zum einen wäre da die arg lieb- und seelenlose Inszenierung. Denn so wirklich „Silent Hill“-typisches Flair will selten aufkommen. Statt auf das stimmige Setting und die subtile Erzählweise der Videospiele und des Vorgängers zu setzen findet sich der Zuschauer in einer äußerst „Hellraiser“-resken Umgebung wieder. Die Geschehnissen gestalten sich als arg düster und unzulänglich hektisch. Der groteske und schaurige Nebel und die superbe Parallelwelt, die der Game-Reihe seinen unverwechselbaren Charme eingebracht haben, spielen selten eine tiefgreifende Rolle.
Stattdessen hetzt die Protagonisten „Heather“ von einem Schauplatz zum nächsten und klappert dabei in Rekordzeit die vom Drehbuchautor vorgesehenen Monsterbegegnungen ab, um zumindest der Fanbase halbwegs gerecht zu werden. So wirklich spektakulär kommen das Monsterdesign und deren Auftritte nicht daher, zumal die grotesken Gestalten teilweise nur in Bruchteilen von Sekunden über die Kinoleinwand huschen. Oftmals mag man als Zuschauer das Gefühl nicht loswerden wollen, als hätte der Film zwingend nach 80 Minuten enden „müssen“, sodass einfach kaum Zeit (und Budget?) vorhanden gewesen wäre, den düsteren Höllenbewohnern mehr Zeit einräumen zu können. Das ist arg bedauerlich, sind doch gerade die theatralischen Auftritte der seltsamen Kreaturen und die unwirkliche Atmosphäre für ein Franchise wie „Silent Hill“ so essentiell.
Immerhin lässt sich eine gewisse Kurzweiligkeit nicht von der Hand weisen. Trotz dem teilweise fast schon hektischen Überschlagen der Ereignisse gegen Ende des Films, sind die mageren 80 Minuten Filmlaufzeit schnell erreicht, machen das Sequel aber zu einem arg zwiespältigen Horror-Genuss, dass zwar irgendwie unterhält, aber dennoch keinen wirklich bleibenden Eindruck hinterlässt. Da kommt es dem Film letztendlich auch nicht wirklich zugute, die offensichtliche Ideenlosigkeit und die arg seelenlosen Inszenierung mit einigen netten 3D-Effekten zu vertuschen.
„Silent Hill: Revelation“ ist weder Fisch noch Fleisch. Der zweite Ausflug in das verschlafene Höllenstädtchen ist kein wirklich mieser Film, besitzt aber zu keiner Minute die künstlerischen Raffinessen seines Vorgängers und die der ersten drei Videospiele der Reihe. Immerhin schafft es Regisseur „Michael J. Bassett“ etwas Licht ins Dunkel der Gegebenheiten rund um den grotesken Ort zu bringen. Leider fehlt es der Fortsetzung an eigenen und vor allem frischen Ideen, sodass sich das Sequel hauptsächlich als ein uninspirierter Aufguss des Geschehnisse des ersten Teils äußert, dem hauptsächlich die grotesk-süßliche Schaueratmosphäre fehlt, die das Original und die gesamte Spiele-Reihe so unfehlbar einzigartig gemacht haben.
Die superben Monster sind zwar da, spielen aber kaum eine wesentliche Rolle. Sie huschen teilweise nur in Bruchteilen von Sekunden über die Kinoleinwand, enttäuschen aber mit ihren unspektakulären Auftritten. Unterm Strich bleibt ein kurzweiliges Gruselvergnügen mit Ecken und Kanten, das aber den Videospielen (Teil 1-3) gehörig hinterherhinkt und selten zusammenzucken lässt. Im übrigen wirken die wenigen Splatter-Effekte vollkommen unangebracht, lebt „Silent Hill“ seit jeher von seiner subtilen Grundstimmung und der Angst vor dem Ungewissen im dichten Nebel, welcher den unheimlichen Ort umgibt.
Silent Hill: Revelation – Fazit

Ein Sequel, das der schaurigen Vorlage uninspiriert hinterherhinkt und zu keiner Zeit die Qualitäten des Vorgängers erreicht. Schade!
Weitere Informationen rund um den Film, lassen sich zudem auf der filmbezogenen Facebookseite beschmöckern: Silent Hill 2 Facebookseite
Silent Hill: Revelation – Zensur
“Silent Hill: Revelation” ist nicht sonderlich brutal – Die Heimkinofassung ist FSK16-geprüft!
Silent Hill: Revelation – Deutsche Blu-ray
TECHNISCHE DATEN
Originaltitel: Silent Hill: Revelation; USA 2012
Genre: Horror/Thriller
Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD MA 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2,35:1 (16:9), 1080p
Laufzeit: 94 Min.
FSK: FSK 16
Verpackung: Amaray mit Wendecover, Erstauflage mit Pappschuber
Extras: diverse Werbetrailer, Trailer zum Film in Deutsch und Englisch, Audiokommentar des Regisseurs, Making of (51 min), Entfallene Szenen (11 min) inklusive zuschaltbarer Audiokommentare, Making of des Abspanns (6 min), Die Anatomie von 3 Szenen anhand des Storyboards (6 min), eine kurze Filmeinleitung des Regisseurs (1 min), Bei den Universal Hollywood Horror Nights (5 min)
Für einen arg in der Horrorfilmszene verissenen Film wie “Silent Hill 2″ kommt die nun vorliegende Blu-ray aus dem Hause “Concorde” überraschend hochwertig und umfangreich daher. Dabei hat sich “Concorde” nicht lumpen lassen und der Blu-ray-Veröffentlichung zudem einen hübschen Pappschuber spendiert, der vor allem Sammlern positiv ins Auge stechen dürfte. Neben eine hervoragenden optischen Präsentation gibt es zudem ein Wechselcover, das vor allem FSK-Flatschen-Gegner durchaus zufriedenstellen dürfte. Nach dem Einlegen der Scheibe erwartet dem Filmfreund einige obligatorische Werbetrailer kommender Highlights des Publishers. Ein, aus den besten Szenen des Films zusammengeschnittenes Menü, bietet die Wahl zwischen Hauptfilm und einem umfangreichen Extra-Sektor, der allerhand Einblicke in die Produktion bietet. Lobenswerterweise ist das gesamte Bonusmaterial (bis auf den Audiokommentar des Regisseurs) Deutsch untertitelt, sodass vor allem all jene Fans der Videospielreihe und der Filmserie auf ihre Kosten kommen werden, die dem perfekten Englisch nicht mächtig und auf eine deutsche Untertitelspur angewiesen sind. Über die Ton- und Bildqualität brauchen wir an dieser Stelle kaum ein kritisches Wörtchen verlieren – die technische Ausstattung ist unglaublich hochwertig!
“Silent Hill 2″ wird neben der normalen Blu-ray, auch als DVD und 3D Blu-ray angeboten. Alle Veröffentlichungen sollen über einen attraktiven Schuber verfügen.
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Silent Hill: Revelation – Trailer
Hellraiser80
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Filmreview: “Rites of Spring” (2011)
Rites of Spring – Story
Auf dem Weg nach Hause werden Rachel und ihre beste Freundin von einem unbekannten älteren Mann überwältigt und in eine abgelegene Scheune irgendwo am Rande der Stadt verschleppt, wo sie unfreiwilliger Weise Opfer eines seltsamen Rituals werden. Zeitgleich am anderen Ende der Stadt: Ben und seine Freunde planen den ganz großen Coup. Sie wollen die Tochter eines wohlhabenden Industrie-Hais entführen und für selbige ein ordentliches Lösegeld kassieren. Doch das Vorhaben misslingt und die 5 Freunde stoßen bei der erhofften Lösegeld-Übergabe auf die verstörte Rachel, die sich zwar aus den Fängen ihres Peinigers befreien konnte, dafür aber von einer beängstigenden Wesen verfolgt wird, das nur ein Ziel kennt: töten!
Rites of Spring – Kritik
Schon einmal Raufbold „Jason“ aus dem Kult-Klassiker „Freitag der 13.“ im Filmuniversum eines „Texas Chainsaw Massacre“ gesichtet, der aufgrund von „Kinder des Zorns“-ähnlichen Beweihräucherungen zurück ins Lebens gerufen wird und so sein Töten im Stil eines „Jeepers Creepers“ fortführt ? Wenn nicht, dann sollten sich findige Filmfreunde einmal den Horrorthriller „Rites of Spring“ zu Gemüte führen, denn dieser Schocker schaut wahrlich so aus, als hätte man zig bekannte Horrorfilme in einen Topf geworfen, aufgekocht und als köstlich aufgewärmtes Mahl noch einmal neu aufgetischt. Was sich eigentlich vollkommen bescheuert und überaus grotesk liest, wirkt dennoch in der Umsetzung erstaunlich homogen und überraschenderweise wie aus einem Guss.
„Rites of Spring“ beginnt wie jeder typische 08/15 Backwood-Horrorfilm, der den Zuschauer versucht mit ekligen Folterquark bei Laune zu halten, doch schnell wird klar, dass Regie-Neuling Padraig Reynolds weit mehr auf den Kasten zu haben scheint, als NUR altbekannte Genre-Regeln und Horror-Klischees uninspiriert und gedankenlos neu zu recyclen.
„Rites of Spring“ entpuppt sich als traditionelles Monsterkino wie es im Buche steht. Schnörkellos, konsequent und erfreulicherweise richtig spannend. Das Tempo ist straff, die Kills deftig und das düster-dreckige Setting überzeugend. Trotzdem, hier ist nicht die Art und Weise Programm, mit der das mysteriöse Wesen zur Tat schreitet, sondern die Vorgehensweise mit welcher Regisseur Padraig Reynolds sein Geschichte schildert. Die Erzählweise seines „Rites of Spring“ lässt sich schon als arg seltsam betiteln, denn Reynolds lässt quasi zwei scheinbar vollkommen unterschiedliche Story-Zweige unabhängig voneinander parallel Revue passieren und knüpft diese gegen Ende hin virtuos zusammen. Während zu Beginn altbekannter Backwood-Horror die Geschehnisse prägen, mutiert „Rites of Spring“ gegen Filmmitte zu einen schweißtreibenden Entführungsthriller, der sich am Ende als knüppelharter Slasher-Flick-Flack entlädt. Unterhaltsam ist das allemal, gerade weil Reynolds es immer wieder schafft, gänzlich entgegen der Erwartungen des Zuschauers vollkommen falsche Fährten zu legen, die den Film immer wieder in eine ganz andere Richtung drängen. Auch fügen sich die Übergänge so unverhofft stimmig ineinander, dass man als Horrorfilmfreund wohlwollend die Arme ineinander verschränken und genüsslich dem munteren Treiben auf der Mattscheibe beiwohnen darf. Auch wenn Reynolds Film für ein Debüt-Werk beachtlich sehenswert ausgefallen ist, so kann er dennoch nicht vertuschen, dass der Zuschauer im Verlauf der Gegebenheiten mit einer Menge mysteriöser Zufälle konfrontiert und am Ende mit einer Menge Fragen allein zurückgelassen wird. Der Film bricht nach dem letzten Fight mit dem geheimnisvollen Wesen abrupt ab und liebäugelt als offenes Ende getarnt, vermutlich mit einer anschließenden Fortsetzung, die aufgrund der hervorragenden Machart von „Rites of Spring“ auf jeden Fall wünschenswert wäre!
Was will der Horrorfilmfreund denn mehr? „Rites of Spring“ ist spannend, blutig und gut durchdacht. Auch wenn einige Umstände schon etwas arg aufgezwungen-konstruiert wirken, kann man Nachwuchregisseur „Padraig Reynolds“ nicht vorhalten, einen x-beliebigen Horrorfilm gedreht zu haben, der sich wie so oft zu uninspiriert diverser Klassikern seines Genres bedient und den Zuschauer damit zu Tode langweilt. Sicher erkennen Filmfreunde sofort diversen Parallelen und Gegebenheiten aus bekannten anderen Filmen seiner Art. Dennoch, anstatt Filmfans erneut wieder nur mit belanglosen und klischeebeladenen Folter-, Backwood- oder Slasherfilm zu quälen, stibitzt Reynolds einfach die besten Zutaten aus besagten Subgenres und kreiert sie zu etwas ganz eigenem. Selten hat ein derart haarsträubender Cocktail aus diversen Subgenres und Horrorelementen zu gut harmoniert wie in „Rites of Spring“. Kein Wunder, munkelt man in der Filmszene, dass „Jeepers Creepers“-Erfinder „Victor Salva“ an dieser kleinen souveränen Indie-Produktion mit beteiligt gewesen sein soll. Und so verwundert es letztendlich auch kaum einen Horrorfilmfan, dass das seltsame Wesen in „Rites of Spring“ mit all seinen grotesken Abartigkeiten sehr an das Wesen aus Salvas „Jeepers Creepers“ erinnert.
Rites of Spring – Fazit

Man nehme etwas „Freitag der 13.“ kombiniere es mit „Jeepers Creepers“, würze es mit „Children of the Corn“ und garniere es zu „Texas Chainsaw Massacre“ – Klingt zwar geschmacklos, ist aber wirklich sehr sehr lecker!
Rites of Spring – Zensur
Sicherlich werden in “Rites of Spring” Köpfe gespalten und Gliedmaßen abgetrennt, dennoch die optischen Grausamkeiten halten sich ersichtlich in Grenzen und der Film zelebriert auch kein Gorefest der Sonderklasse. Die optischen Leckereien sind rar gesät, und dürften dafür sorgen, dass dieses Filmchen unbeschadet die FSK mit einer ungeschnittenen “Keine Jugendfreigabe” passieren dürfte.
Rites of Spring – Trailer
Hellraiser80
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Filmreview: “Piranha 3DD” (2012)
Ein Jahr nach dem Massaker des ersten Teils sind die aggressiven Killer-Fische wieder da.
Diesmal nistet sich die fleisch- und blutgierige Monsterbrut in den Gewässern eines Erlebnisbades ein, dass kurz vor seiner Veröffentlichung steht. Im Vorfeld sieht sich die taffe „Daniel“ mit den hungrigen Biestern konfrontiert, kann aber zusammen mit ihren Freunden nicht verhindern, dass ihr kommerz-gieriger Stiefvater von der Eröffnung des Freizeitbades absieht. Nachdem die ersten Badegäste eingetroffen sind, fressen sich die „Piranhas“ durch die Abwasserrohre hinein in das Erlebnisbad. Ein Wettlauf um Leben und Tod beginnt für alle Beteiligten.
Nachdem in den letzten Jahren so ziemlich jeder berühmte Horror-Stuff der letzten vier Jahrzehnten durch die amerikanische Remake-Recycle-Presse gejagt wurde, erschien 2010 auch eine Neuauflage des 78er Joe Dante Tierhorror-Thrillers „Piranha“, für den kein geringerer als der französische Newcomer „Alexandré Aja“ auf dem Regiestuhl Platz nahm. Aja, der bereits einige Jahre zuvor mit seinem kompromisslosen Terrorfilm „Haute Tension“ ein glückliches Händchen bewies und mit selbigen die Ära des modernen europäischen Extremhorrorfilms einläutete, fand mit seiner kreativ blutrünstigen Bilderflut schnell Zuspruch in Hollywood, und wurde sogleich von amerikanischen Major-Produktionsstudios damit beauftragt, drei Horrorwerke glatt-poliert in die Kinosäle zu bringen.
Seine Neuinterpretationen der Horrorfilme „Mirrors“, „Piranha“ und „The Hills have Eyes“ waren nicht nur Garanten für spannende und ideenreiche Kinounterhaltung, sie sorgten auch für beachtliche Kinoerfolge.
Aufgrund der erfrischenden Umsetzung seines „Piranha 3D“-Remakes und der erstaunlich erfolgreichen Kinoauswertung (25 Millionen Dollar Produktions-Budget und weltweiten Einnahmen von 85 Millionen Dollar) war es für das Produktionshaus „Dimension“ nur eine Frage der Zeit an einer Fortsetzung des Überraschungshits aus dem Jahre 2010 zu basteln.
Doch das Schicksal meinte es bisher weniger glänzend mit der direkten Fortsetzung der blutgierigen Terror-Fische. Bereits im Vorfeld wurde der amerikanische Release im vergangenen Herbst gecancelt, zuletzt die Kinoauswertung der 20 Millionen teuren Produktion gänzlich gestrichen und die Veröffentlichung im Heimkinosektor immer wieder aufs Neue verschoben.
Dass derart Vorgehensweisen oftmals kein gutes Omen für herausragende filmische Qualitäten dieser Produktionen bedeuten, dürfte interessierten und erfahrenen Horrorfilmfreunden bereits bewusst sein.
Nach eine regelrechten Veröffentlichungs-Odysee (ähnlich wie zuletzt in „The Cabin in the Woods“) startet das Sequel „Piranha 3DD“ teilweise nun doch noch in den weltweiten Kinosälen, sowie direkt auf DVD und Blu-ray.
Und richtig, „Piranha 3DD“ (mit dem Alexandré Aja natürlich nichts mehr am Hut hat) ist meilenweit von der erfrischend-innovativen Umsetzung seines Vorgängers entfernt. Die Geschichte ist platt, die Effekte sind dürftig und das Niveau wirklich gänzlich im Keller. Statt bluttriefenden Horror setzt man hier ausgiebig auf platt inszenierten Teenie-Ulk, der derart geschmacklos und billig daherkommt, dass man sich fragt, welch unterbelichteter pubertärer 13jähriger wohl an diesem haarsträubenden Drehbuch gewerkelt haben muss.
„American Pie“ meets „Der weiße Hai“ ist wohl die treffliche Umschreibung für „Piranha 3DD“ – Pralle weibliche Hupen satt und Witze gänzlich unter der Gürtellinie wechseln sich mit fast schon peinlich schlechter Dramaturgie und penetranten Overacting der Protagonisten ab. Die 20 Millionen Produktionsbudget sieht man der Fortsetzung an keiner Stelle im Film an und als Fan des unterschlagenen Genre-Films dürfte man nun einmal mehr die desaströse Veröffentlichungspraktiken der Studios verstehen, denn „Piranha 3DD“ ist wirklich absolut penetrant-dummer Mist, der wahrlich nichts im Kino zu suchen hat. Trotzdem, auch wenn sich das hier alles verdammt mies liest, das Sequel rockt trotzdem und dürfte dennoch zu Gefallen wissen.
„Piranha 3DD“ kommt so derart trashig und minderbemittelt daher, dass er schon wieder gut ist. Dem Film kommt es gänzlich zugute, dass er sich zu keiner Minute ernst nimmt, und man als Filmfreund das Gefühl nicht loswerden möchte, eine Parodie zum Aja-Vorgänger zu sichten.
Die Darstellung der Gegebenheiten wirkt so lächerlich und an den Haaren herbeigezogen, dass man sich fast schon dafür schämen muss, zugeben zu müssen „Piranha 3DD“ gesehen zu haben. Aber ich muss gestehen, bei all dem dreist dämlichen Bullshit, dem einem hier untergejubelt wird, sorgen die diversen Gags, trotz ihrer moralisch-geschmacklosen Darstellung, für gehörig lauthalses Lachen. Allen voran die Szene, in der der Filmbösewicht von einer bunten „Wimpel-Absperrung“ geköpft wird und der abgetrennte Kopf in das Dekolleté eine prall-busigen Film-Chikka landet. Das wirkt vermutlich so bescheuert, aber dennoch gleichzeitig vollends genial.
Leider ist der total abgedrehte und niveaulose Trash-Spaß nach knappen 70 Minuten vorbei. Das finale Massaker im Schwimmbad wirkt unfertig, bedeutungslos und viel zu kurz. Trotz einem regelrechten Gag-Feuerwerk sowie einigen recht makaberen und frischen Ideen in der ersten Filmhälfte (u.a. nistet sich ein Baby-Piranha beim Nachtbaden in das Geschlechtsteil einer weiblichen Protagonistin ein) geht gerade zum Ende hin „Piranha 3DD“ gehörig die Puste aus. Das Sequel kränkelt am Mangel eine wirklichen Schluß-Fights um letztendlich durch die Bank weg als gelungenes, selbstironisches Trash-Werk überzeugen zu können.
Da kann auch das Wiedersehen mit der 80er Jahre Serienlegende „David Hasselhoff“, der sein Ego selbst spielt und sich spöttisch selbst auf die Schippe nimmt und den unwissenden jüngeren Protagonisten verklickern möchte, dass er in der Vergangenheit ein großer Filmstar gewesen sei, nichts mehr reißen. Schade!
„Piranha 3DD“ ist Edel-Trash wie er im Buche steht. Dümmer und dreist-platter geht es nun wirklich nicht. Pubertäre Fäkal-Witze geben sich mit desaströsen Story-Elementen die Waage. Aja´s direktes Sequel zum Überraschungshit aus dem Jahre 2010 wirkt derart peinlich, dass dem Filmfreund bereits nach nur wenigen Filmminuten die Schamesröte zu Gesicht stehen dürfte. Trotzdem, mal abgesehen vom wirklich deplatzierten und unfertigen Ende, macht „Piranha 3DD“ wirklich Laune und ist trotz der hohlen Inszenierung weit besser, als der Großteil aktueller Genreproduktionen (und vor allem 100 mal besser als der Mist aus der Trash-Schmiede „Asylum“) .
Freunde fernab des guten Geschmacks kommen hier absolut auf ihre Kosten. Aber auch Film-Begeisterte, die sich einmal nach einem anstrengenden Arbeitstag von ungehaltvoller Genre-Unterhaltung berieseln lassen möchten, dürften Gefallen an „Piranha 3DD“ finden.
Ein politisch inkorrekter und geschmacklich vollkommen indiskutabler Party-Film, der mit einem Six-Pack Bier gleich doppelt soviel Spaß macht und der mit Alexandre Aja´s „Piranha“ , mal abgesehen von den Killer-Fischen im Filmtitel und der 3D-Umsetzung, nur noch wenig gemein hat.
Fazit: 6,0/10 Punkte
Edel-Trash-Gurke mit ordentlich selbstironischer Fäkal-Humor-Power. Politisch vollkommen inkorrekt und als direkt Fortsetzung eigentlich ein Witz, macht er gerade deswegen enorm viel Spaß!
FSK-Prognose: ungeschnitten mit “Keine Jugendfreigabe”-Kennzeichnung. Eine Veröffentlichung erfolgt im Spätsommer durch Sunfilm.
Hellraiser80
Filmreview: “ChromeSkull: Laid to Rest 2″ (2011)

Der Killer mit der verchromten Totenkopfmaske, der seine Taten akribisch mit einer Webcam protokolliert, ist zurück. Nach dem letzten Schlachtfest wurde er erfolgreich von zwei hartnäckigen Teenies zur Strecke gebracht und in die Knie gezwungen.
Mit hochgradigen Verätzungen im Gesicht und schwer verletzt, wird er in die unterirdischen Katakomben einer Geheimorganisation verschleppt, wo er aufs nötigste zusammengeflickt wird.
Nun, da der „Boss“ sich wieder auf dem Weg der Genesung befindet, macht er sich an die Arbeit, mit den wenigen Überlebenden des Massakers von einst abzurechnen.
Doch seine Geduld wird auf eine harte Probe gestellt, denn inmitten der „Firma“ scheint es ein Mitarbeiter ebenso fanatisch ernst zu meinen und versucht in die Fußstapfen des maskierten Killers zu schlüpfen und seine Taten nachzuahmen.
Drei Jahre ist es nun bereits her, dass Regisseur Robert Hall mit seinem arg trivialen Slasher- Schnellschuss „Laid to Rest“ für Furore unter weltweiten Filmfans sorgte.
Sein überaus durchwachsener Horrorfilm bestach weniger durch darstellerische Qualitäten, oder einem sauber durchdachten Drehbuch, als vielmehr durch enorm selbstzweckhafte und sadistische Gewaltspitzen. Auch die direkte Fortsetzung „ChromeSkull: Laid to Rest 2“ macht da keine Ausnahme, und dreht sauber an der Gewaltschraube, dass dem Filmfreund Hören und Sehen vergehen dürfte.
Dabei zeigt die Fortsetzung allerlei unglaublich kaltschnäuzig umgesetztes Gekrösel, dass einen wirklich täuschend-echt wirkenden Eindruck hinterlässt und zeigt, dass zumindest die Special-Effect Crew ihr Handwerk überdurchschnittlich gut beherrscht. Das hier das Maß aller Dinge an seh- und umsetzbarer Gewalt ausgereizt wird dürfte auf der Hand liegen und wird vermutlich allein nur die Hardcore-Horror-Fangemeinde befriedigen. Mir waren die diversen aufgeschlitzten Gesichter und Münder doch etwas zu viel des Gutem und rechtfertigen definitiv die 7 Minuten Gewaltzensur in der deutschen Filmfassung.
Leider ist “ChromeSkull: Laid to Rest 2“ nicht wirklich dass geworden, was man letztendlich eventuell von einer Fortsetzung diesen Kalibers erwartet hätte. Die Fortführung der Geschichte wirkt überaus konstruiert und man mag als Zuschauer das Gefühl nicht loswerden, dass Regisseur Robert Hall aufgrund des überraschenden Erfolges des ersten Teils, bestrebt war, schnellstmöglich eine Fortsetzung drehen zu „müssen“. Viele Szenen wirken unfertig und werden allein nur mit grafisch ordentlich aufpolierter Gewaltpower kaschiert, zumal sich ein nennenswerter Filmplot überschaubar in Grenzen hält und sich in weniger als 3 Sätzen erzählen lässt.
Zwar erfährt man einige wichtige Hintergründe über den Killer und seine Handlanger, diese wirken aber vollkommen an den Haaren herbeigezogen und oftmals unfreiwillig komisch.
Der einzige Lichtblick in diesem etwas konfus geratenen Horror-Flick-Flack ist Ex-Teenie Schwarm „Brian Austin Green“, der zumindest allen weiblichen Filmfreunden, aus der amerikanischen 90er Jahre Soap „Beverly Hills 90210“ ein Begriff sein dürfte. Recht souverän und herrlich fies mimt er den unberechenbaren und emotionslosen Nachwuchskiller, wobei seine Handlungsbeweggründe leider, ebenso wie die des Skull-Killers, irgendwo im Drehbuch-Nirgendwo entschwinden.
Dass „Laid to Rest 2“ einen enorm zwiespältigen Eindruck hinterlässt ist eigentlich recht schade , zumal die Figur des Skull-Killers eigentlich einen gut-wertigen Eindruck vermittelt und in seinem Vorhaben Genregrößen wie Michael Meyer und Jason Vorhees in nichts nachsteht. Geübte Horrorfilmfreunde werden demnach an diesen Horrorsequel nur bedingt ihre Freude haben, denn teilweise ist „Laid to Rest 2“ einfach nur langweilig und vorhersehbar. Sieht man einmal von den hochwertigen FX, und dem filmbezogenen Killer ab, bleibt kaum irgendetwas nennenswertes über, was sich überhaupt positiv abhebt und nicht schon in unzähligen anderen Slasherfilmen thematisiert und abgehandelt wurde.
„ChromeSkull: Laid to Rest 2“ ist typische 08/15-Metzelware, welche man schon zu oft in dieser Form gesehen hat. Ein wenig „Halloween“ dort, ein bisschen „Freitag der 13.“da, dazu eine Priese „Saw“-Gewalt und fertig ist das Slasher-Ware von der Stange. Hoffen wir, dass mit einem dritten Teil der Gewaltakt zugunsten einer etwas spannenderen Geschichte reduziert wird und man einen homogeneren, und vor allem glaubhafteren, Einklang zwischen Story, Gewalt und Spannung findet.
5,5/10 Filmpunkte
Enttäuschende Fortsetzung des Überraschungserfolges aus dem Jahre 2009.
Extremgewalt und ein recht schlitzfreudiger Killer machen noch lange keinen guten Horrorfilm aus.
(Deutsche FSK-Fassung um rund 7 Minuten geschnitten)
Hellraiser80
Filmreview: “The Amityville Haunting” (2011)
Trotz grausamer Vorgeschichte, bezieht Familie Benson das unheimliche „Amityville“ – Spukhaus, indem Jahrzehnte zuvor ein blutiges Familienmassaker stattfand.
Nach anfänglichen und unerklärbaren Phänomenen freundet sich die 6jährige Tochter Melanie mit einem imaginären Freund namens „John“ an, der ihr erzählt, dass er seit sehr langer Zeit in dem alten unheimlichen Haus leben würde. Doch niemand will dem kleinen Mädchen so recht Glauben schenken. Als der Vater, nach diversen seltsamen Vorfällen besorgt um das Wohl seiner Kinder ist, lässt er überall im Haus Überwachungskameras installieren und muss aufgrund der Videoaufzeichnungen erschreckend feststellen, dass die Familie scheinbar doch nicht ganz so allein im Haus ist, wie zu Beginn gedacht.
Nachdem das Found Footage – Genre nun mit dem Kassenschlager „Paranormal Activity“ weltweit richtig bekannt wurde und bei Filmfans aus aller Welt für gehörig Nervenkitzel sorgte, scheinen sich nun auch diverse Horror-Klassiker dieser recht günstig produzierten Filmmethode zu bedienen.
Der Horrorthriller „The Amityville Horror“ aus dem Jahre 1979 zog bisher unzählige Fortsetzungen nach sich und wittert scheinbar nun mit dem günstig heruntergekurbelten „The Amityville Haunting“ (2011) eine weitere lukrative Einnahmequelle, im Zuge der Kino- und Heimkinoauswertung von „Paranormal Acitivity 3“ .
Alle Heimkino-Zuschauer aus Übersee (eine deutsche Auswertung ist derzeit nicht in Sicht) dürfen seit Januar 2012 erneut auf Geisterjagd, in das vermutlich bösartigste Spukhaus der Filmgeschichte, gehen.
Handwerklich schaut es dabei ganz solide aus, insofern man schwindelfrei genug ist, dass planlose Umhergewackel der Digicam ertragen zu können. Denn wie in unzähligen anderen derartigen Werken zuvor, sieht man das Geschehen vordergründig aus der Perspektive von Home- und Überwachungskameras. Regisseur Geoff Meed scheint dabei seine Hausarbeiten ganz gründlich abgearbeitet zu haben, denn diverse Schockelemente und Kamerawinkel wurden dreist aus dem „Paranormal Activity“ -Universum stibitzt und schauen eher nach einem 4. Teil des beliebten Franchise aus, anstatt nach einem eigenständigen „Amityville“ – Film.
Von Türen, die sich wie von Zauberhand allein schließen und öffnen, bis hin zu Kindern, die mit ihren imaginären „echten“ Freunden quasseln werden alle erdenklich bekannten Spukhausklischees abgeharkt und bis zum Erbrechen wiederholt.
Gerade weil „The Amityville Haunting“ nichts eigenständiges und neues zeigt und sich die Geschehnisse im Gruselhaus recht hölzern und absolut unspektakulär gestalten, macht sich ganz flink Langeweile beim Zuschauen breit.
Die technische Komponente, des Kamerabild-Totalausfalls beim bevorstehenden Erscheinen der bösartigen Präsenz im Haus, ist zwar nach den ersten beiden Malen ganz witzig und effektiv, geht einem aber nach der gefühlten zehnten Wiederholung gehörig auf die Sense. Scheinbar wollte man damit die vermeintlich nicht vorhandene Spannung und die ungruselige Spukatmosphäre steigern, sowie immense Logiklöcher der Geschichte kaschieren.
An Logik happert es bei dem neuesten „Amityville“ -Ableger nämlich gehörig. Von wirklicher Gruselstimmung ist kaum eine Spur.
Die Stumpfsinnigkeit der Protagonisten ist in „The Amityville Haunting“ besonders hervorstechend und kaum zu ertragen.
Zwar sind die Schauspielerischen Leistungen von Mutter und Vater ganz brauchbar, aber die Beweggründe ihres Handelns für normaldenkende Zuschauer in keinster Weise nachvollziehbar.
Dabei fragt sich der kluge Zuschauer, was denn die Familie überhaupt noch in ihrem gruseligen Heim hält, wenn sie einerseits bereits die Vorgeschichte ihrer neuen Zuflucht kennen und andererseits innerhalb von nur wenigen Tagen nach Einzug, drei unschuldige Menschen im Haus ihr Leben lassen mussten.
Sohnemann und Digicam-Führer Tyler ist dabei von wahrlich unglaublich dummer Sorte. Nicht nur, dass sein Agieren vor der Kamera richtig mies und unprofessionell ins Gewicht fällt, sein Hang zum logischen Denken ist mit dem Bezug seines neuen Zimmers im berüchtigten „Amityville“-Haus wohlmöglich auch flöten gegangen.
So frag ich mich, als aufmerksamer Zuschauer, warum der Sohnemann nach diversen mysteriösen Gegebenheiten, die er eigenhändig gefilmt hat, sich nicht einmal die Zeit nimmt und sich sein eigenhändig gefilmtes Videotape anschaut.
Denn hätte er frühzeitig sein Filmmaterial nach Merkwürdigkeiten durchforstet, dann wäre das Ende, zumindest für den Zuschauer, nicht so derart vorhersehbar ausgefallen.
Spukhausfreunde, die sich bisher noch nicht mit den ganz großen Filmen des „Haunted House“ – Genre beschäftigt haben dürften bei diesem überflüssigen Horrorschnellschuss sicherlich dezent unterhalten werden. Aber auch Horrorfilmneulinge und alle Fans der „Paranormal Activity“- Serie finden garantiert Gefallen am aktuellen Kurztrip in das sagenumwogene Spukhaus.
Alte Filmhasen wiederum, wie ich es einer bin, dürften jedoch für derart lieblos erzählten Einheitsbrei nicht einmal annähernd ein müdes Lächeln finden. Ich empfehle lieber noch einmal den Original „Amityville“ und die diversen anderen sehenswerten Spukhausfilme zu sichten und zu hoffen, dass uns mit „The Amityville Horror – The lost Tapes“, der demnächst im Kino anlaufen soll, ein sehenswerter und vor allem tatsächlich gruseliger Horrorstreifen erwartet wird.
Fazit 4/10 Punkte
Was sich da wie ein weiterer Teil der beliebten „Amityville“-Serie aufzuzwängen versucht, ist in der Umsetzung weniger „Amityville“ als vielmehr „Paranormal Activity“.
Ein unzureichend Gruseliges Sequel, dass mit Sicherheit mehr Potenzial nach oben gehabt hätte. Altbekannte Geschichte und geklaute Schockeffekte machen noch lange keinen guten Spukhausfilm. Öde!!!!
(FSK – Prognose: vorausichtlich FSK16 – ungeschnitten)
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Filmreview: “Wrong Turn 4 – Bloody Beginnings” (2011)

So und nun der, zumindest meiner Meinung nach, bisher schlechteste Genre-Beitrag 2011.
Kenja und ihre Clique werden bei ihren winterlichen Ausflügen mit den Schneemobilien von einem Schneesturm überrascht und flüchten in ein naheliegendes leerstehendes Sanatorium.
Leider ist das Lager nicht so sicher wie gedacht, denn 3 entstellte, ehemalige Insassen haben es sich’s dort gemütlich gemacht und haben eine Leidenschaft für frisches Menschenfleisch.
Wir erinnern uns: das bereits totgesagte Backwood-Slasher-Subgenre, dass seine Blüte in den 70er Jahren erleben durfte, wurde im Jahre 2003 im Zuge der Reanimation des Slasher-Films („Scream“, „Düstere Legenden“, „Ich weiss was du letzten Sommer getan hast“) mit dem recht fiesen und überraschenderweise sehr effektiven „Wrong Turn“ wiederbelebt.
Nun 8 Jahre später erscheint mit „Wrong Turn 4 – Bloody Beginnings“ die bereits 3 Fortsetzung, des einst so makaberen und erfolgreichen Horrorfranchise, das von einer handvoll missgebildeter Kannibalen-Hinterwäldler handelt, deren Hauptaufgabe es ist, Menschen zu jagen, die sich fernab der Zivilisation im Dickicht des Waldes verlaufen haben.
Neben dem recht hübsch gefilmten Original “Wrong Turn“, wurden die weitern Teile der Reihe direkt für den Heimkinomarkt produziert, was sich ersichtlich in der lieblosen Inszenierung der Filme widerspiegelte. Da das hauchdünne Story-Grundgerüst bereits mit Teil 1 an seine Grenzen stieß, bemühte sich das Studio bei den Fortsetzungen erst gar nicht, die Geschichte innovativ weiterzuspinnen. Vielmehr erschien mir der Gedanke, dass man schnell noch die Kuh melken wolle, bevor das Franchise in Vergessenheit geraten würde. Daher konzentrierten sich die Produktionen weniger auf Charakterentwicklung, stimmigen Storyaufbau etc. pp. ,als vielmehr auf das „kreative“ Töten, fernab jeglicher Logik und wirklich schlechten CGI-Effekten, um die Horror-Fanbase halbwegs zufrieden stellen zu können.
Bedingt hat das ersichtlich funktioniert, denn sonst würden wir jetzt nicht einen weiteren Teil sichten „dürfen“.
„Wrong Turn 4“ hat wirklich alles was einen wirklich miesen Film ausmacht.
Leute, ich habe derart dumme Scheisse (entschuldigt, aber derart Filme haben nichts mehr mit Freude zum Genre gemein) schon lange nicht mehr zu Gesicht bekommen.
Die beiden Teile zuvor waren schon derart schrecklich, aber das aktuelle Sequel bringt das Fass zum kochen. Da die „untalentierten“ Schauspieler ihr unausweichliches Ableben, es gibt im Film übrigens KEINEN wirklich produktiven Dialog, so unfreiwillig komisch spielen, konnte ich diese Produktion absolut nicht einordnen. Ist „Wrong Turn 4“ eine Komödie, oder soll dieses „Meisterwerk“ ernstzunehmenden Horror darstellen?
Ich deute mal letzteres. Zumindest dürfte der routinierte Filmkenner Freude daran haben die unzähligen Filmfehler im Machwerk zu zählen.
Apropos Darsteller: schon mal einen Film gesehen, in denen die Protagonisten Angst und Leiden spielen sollen, und ihre panischen Dialoge mit einem leicht unsicheren Grinsen von sich trällern. Spätestens hier war für mich dann der Spaßofen aus. Bei aller Liebe zum Trash, aber im Vergleich zu „Wrong Turn 4“ ist das gefakte Nachmittags-Randgruppen-Fernsehen auf RTL absolut oscarverdächtig.
Was ist denn eigentlich überhaupt nennenswert an diesem 4. Teil der Reihe.
Nix, Nada, Nischewo! Die überaus selbstzweckhaft eingesetzten Ekel- und Goreeffekte bieten, aufgrund der extrem schlechten CGI- Umsetzung, nicht mal annähernd Schauwert.
Warum man für eine derart unwichtige und kleine Horrorproduktion überhaupt CGI einsetzen musste, entzieht sich mit jeglicher Logik.
Da die Goreeffekte minutiös penetrant zelebriert werden, dürfte eine Uncut-Veröffentlichung in Deutschland unwahrscheinlich sein.
Schon allein die Szene, in der die Sippe einem Protagonisten bei lebendigen Leib Stücke aus seiner Haut schneiden und diese genüsslich in heißem Öl wälzen und verspeisen, dürfte bereits für die FSK Anlass genug sein, die Freigabe zu verweigern.
Hätte der Major-Studio „20th Century Fox“ mehr Drehbudget investiert, ein sorgfältig und stimmiges Drehbuch an Land gezerrt und vernünftige Darsteller engagiert, hätte „Wrong Turn 4“ das werden können, was man sich eigentlich nach Teil 1 gewünscht hätte: einen ultra-harten und im Gedächtnis haftenden Ultra-Hardcore-Schocker.
Aber das was man nun mit „Wrong Turn 4“ angeboten bekommen, ist in Worten gar nicht auszudrücken. 100%-iger, unglaublicher Abschaum!
So kann man auch eine eigentlich gute Idee (Teil 1) richtig schön totprügeln.
Fazit 1,5 / 10 Punkte
Schlechter gehts nimmer. Für mich endet mit diesem Teil die „Wrong Turn“ Ära.
Einen weiteren Teil erspar ich mir.
FSK-Prognose: 100%ige Freigabeverweigerung
Hellraiser80
Filmreview: “Children of the Corn: Genesis” (2011)
Nachdem das Auto von Tim und Allie aufgrund einer Autopanne mitten in der Wüste zum Erliegen kommt und die Nacht einbricht, suchen die beiden im naheliegenden Ort nach Hilfe.
Ein seltsamer und schrulliger Prediger lädt sie nach anfänglicher Skepsis in sein Haus ein und bietet dem Pärchen an, bis zum nächsten Morgen bei ihm zu warten.
Nachdem die beiden erleichtert einwilligen, sind sich Tim und Allie schnell einig, dass irgendetwas mit der Gegend, dem Prediger und seinem Haus nicht zu stimmen scheint.
Wir erinnern uns.
26 Jahren ist es nun bereits her, dass der erste „Kinder des Zorns“–Teil das Licht der Zelluloid-Welt erblickte.
Von Stephen King selbst nicht wirklich gemocht, mauserte sich der kleine Low-Budget-Reisser schnell zum Genreliebling und entwickelte sich zu einem kleinen Kultfilm unter Horrorfilmliebhabern. Es folgten ein TV Remake und diverse Sequels, die von Fortsetzung zu Fortsetzung nur noch den Titel der eigentlichen King-Kurzgeschichte gemein hatten und die mit allerlei dummen Ideen, schlechten Schauspielern, schlimmen Effekten, miserablen Drehbüchern und struntzdummen Charakteren zu kämpfen hatten..
Einzig, die herrlich überzogene und groteske Trash-Fortsetzung des 3. Teils vermag auch heute noch halbwegs zu überzeugen und scheint mit seinen hübschen Stop-Motion-Effekten einen gewissen charmanten Schauwert zu haben.
Nachdem DIMENSION im Jahr 2011 um die Lizenzrechte des Franchise bangen musste, entschied man sich, schnell eine weitere völlig diffuse Fortsetzung zu drehen, damit man auch weiterhin die Rechte für sich beanspruchen und den Filmfan mit dummen Fortsetzungen quälen darf. Dabei gab man sich nicht einmal ansatzweise Mühe, aus dem bereits tot-gekauten Stoff einen ansatzweise frischen, gruseligen und unterhaltsamen Film zu basteln.
Nach den ersten 10 Minuten, dachte ich erst, der neuste „Children of the Corn“-Teil entwickelt sich zu einem „Texas Chainsaw Massacre“ für Arme und schraubte meine Erwartungen, nach all den „Corn“-Fehlschlägen der letzten Jahre, genüsslich positiv nach oben.
Aber weit gefehlt, das Grauen kam schlimmer, unverhoffter und langweiliger, wie in keinem anderen Teil zuvor.
Um was es eigentlich in „Genesis“ wirklich geht, kann ich nur in Fragmenten beschreiben, ich bin während der Sichtung mehrere Male eingeschlafen, scheinbar weil der Film „zu“ mitreißend war. Aber eins sei gesagt, im aktuellen Teil gibt es weder Gore, noch Spannung, noch irgendwelche Kinder, die sich irgendwelchen religiösen „Gelüsten“ im Maisfeld hingeben.
„Children of the Corn- Genesis“ ist zu einer Art Kammerspiel „mutiert“ und besitzt total unlogische Elemente aus Genrefilmen wie „Paranormal Activity“ und „Motel“, sowie etwas „Final Destination“ zum Ende hin. Das ist zwar alle ganz hübsch kreativ erdacht und stibitzt, aber grottenschlecht unkreativ umgesetzt. Nicht mal einen einzigen Funkten Trash-Qualität bietet dieser Schund.
Im übrigen habe ich in „Genesis“ den dümmsten Effekt in der Geschichte des Horrorfilms erleben dürfen – vielen Dank schon einmal vorab dafür: ein Polizist nähert sich dem Haus des schrulligen Gastgebers und wird wie von Zauberhand gen Weltall geschleudert. Schon allein nur dieses miesen und total hohlen Effektes wegen sollte man sich das aktuelle Sequel zu Gemüte führen.
Kurzum, „Children of the Corn – Genesis“ ist eine einzige Katastrophe. Selten so einem Mist gesehen. Eine Schande kostbare Lebenszeit vergeudet zu haben.
Ich hoffe, dass man mit dem zigsten „Kinder des Zorns“- Fehlschläger, das Franchise nun endlich ruhen lässt uns sich frischen und eigenen Filmideen widmet.
Fazit 2,5/10 Punkte
FSK Prognose: vermutlich FSK16
Unglaublicher Mist, mehr gibt’s dazu nicht zu sagen.
Hellraiser80
“Night of the Demons” und “Laid to Rest 2″ – Heimkinoveröffentlichungen
Neuer Stuff für alle deutschen Horrorfilmfans.
Im Oktober veröffentlicht SPLENDID neue Horror-DVDs, und Blu-rays.
Darunter zwei lang ersehnte Genrefilme, Highlights im Bereich Horrorfilm 2011, die schon seit geraumer Zeit bereits im Ausland auf DVD/Blu-ray erhältlich sind.

Das Remake des beliebten 80er Jahre Fun-Splatter erscheint hierzulande erfreulicherweise ungeschnitten.

Über die Filmversion zu “Laid to Rest 2″ lässt sich nur spekulieren – ich gehe mal davon aus, dass ein Release in Deutschland nur geschnitten veröffentlicht wird.
Hellraiser80
“The Last Exorcism” -Fortsetzung kommt
Nachdem “The Last Exorcism” mit nichtmal 2 Mio Dollar Produktionskosten 40 Mio Dollar allein in den amerikanischen Kinos einspielen konnte, war es nur eine Frage der Zeit bis das Studio Canal das “Okay” für eine weiter günstig produzierten Fortsetzung des Überraschungshits geben würde. Wann die Forsetzung starten soll ist bisher noch nicht bekannt.
Hellraiser80
Geschnittener “Final Destination 5″ – Vorsicht geboten beim Kinokartenkauf!
Fans der überaus erfolgreichen “Final Destination“- Reihe sollten ab kommender Woche das Kinoprogramm des Kinos ihrer Vertrauens genauer studieren.
Warner hat neben der ungeschnittenen “keine Jugendfreigabe / FSK18” – Filmversion, auch eine leicht entschärfte “FSK16” – Version von “Final Destination 5” prüfen lassen.
Ich gehe davon aus, dass ebenfalls aus rein kommerziellen Gründen (um auch minderjährige Filmzuschauer in die Kinos zu locken) neben der UNCUT-Version der Fortsetzung die geschnittene Version im Kino anlaufen wird.
Hellraiser80
Auf in die 5. Runde: “Resident Evil – Retribution”
Keine wirklich große Überraschung:
Nach gewinnträchtigen Einnahmen des Vorgängers “Afterlife” in Höhe von 300 Mio Dollar, war es nur eine Frage der Zeit bis ein weiterer Ableger der Reihe in die Produktion gehen würde.
Im Oktober 2011 wird es dann auch soweit sein.
Milla Jovovich wird erneut in die Rolle der Alice schlüpfen und in “ResidentEvil 5 – Retribution” auf Zombiejagd gehen.
Inwieweit Regisseur Paul W.S. Anderson erneut auf dem Regiestuhl Platz nehmen wird, ist bisher unbekannt.
Hellraiser80











