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Beiträge mit Schlagwort “Found Footage-Stil

Filmreview: “Stripped” (2012)

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Stripped

Story

 
 
 
Vier Freunde planen einen trinkfreudigen Ausflug nach Las Vegas, um dort eine Geburtstagssause halten zu können. Auch die hübsche Capri (Nicole Sienna) ist mit von der Partie. Sie wittert in dem Kurztrip eine günstige Mitfahrtgelegenheit, will sie doch in der Stadt ihren Boy-Freund Jake wiedertreffen. Unterwegs bemerkt einer der Freunde ein kleines Visitenkärtchen an der Windschutzscheibe des Autos, auf dem leicht bekleidete Damen eine Menge Spaß versprechen. Grund genug für die Clique, die Nummer auf dem Kärtchen zu wählen und die Adresse aufzusuchen, die ihnen eine verheißungsvolle Stimme am Telefon nennt. Fataler Fehler. Der erhoffte Bordellbesuch entwickelt sich rasch für alle Beteiligten zum wahren Albtraum. Denn was die Freunde nicht wissen: hinter dem schlüpfrigen Freudenhaus versteckt sich ein skrupelloser Organhändler-Ring …
 
 
 


 
 
 

Stripped – Kritik

 
 
 
Willkommen in unserer Rubrik Filme, die die Welt nicht braucht. Diesmal haben wir es, welch Überraschung, erneut mit einer dieser vollkommen minderbemittelten Found Footage-Gurken zu tun, die einmal mehr trefflich unterstreichen, wie aufgebläht dieses Subgenre bereits geworden ist. Innovation sucht man hier vergebens – wozu auch, wenn sich doch mit dem ständig gleichen Käse rasch einige harte Dollars verdienen lassen. Und so verwundert es kaum, dass STRIPPED spannungsarm nach dem allseits bekannten Wackel-Cam-Rezept geköchelt wird und dabei einmal mehr jeglichen Unterhaltungswert missen lässt.
 
Regisseur und Produzent J.M.R. LUNA, der bereits als Kameramann für diverse Kurzfilme und Werbespots verantwortlich zeichnete und sogar an Großproduktionen wie BURTONS CHARLIE UND DIE SCHOKOLADENFABRIK mitwirkte, war es vermutlich Leid, immer nur als kleiner Fisch im Hintergrund zu agieren, so dass er sich dazu entschloss, selbst einen ersten abendfüllenden Indie-Film zu produzieren und dazu auch gleich den Regieposten übernahm, um etwas Geld zu sparen. Was wirklich Gescheites ist hierbei natürlich nicht zustande gekommen, was auch kaum verwundert, führt man sich einmal vor Augen, wie dilettantisch unprofessionell das Ding zusammengezimmert wurde.
 
Als Erinnerungsvideo für einige pubertäre Jungspunde getarnt, begegnet uns mit STRIPPED quasi die Billig-Version des Organhandel-Schockers TURISTAS aus dem Jahre 2006 mit wackeligen Bildern und in unscharfer Handycam-Optik. Natürlich werden hier nicht einmal annähernd die Qualitäten der Vorlage erreicht. Das mag hauptsächlich daran liegen, dass der Film einfach zu lange braucht, eine Richtung zu finden. Bis der Film überhaupt zu Potte kommt, vergehen geschlagene 45 Minuten. Dabei müht der Regisseur sich nach Kräften, die hanebüchene Handlung mit unbedeutende Szenen aufzublähen, um so wenigstens auf Spielfilmlänge zu kommen. So füllt er die notdürftig zusammengesponnene Geschichte mit massig pubertärem AMERICAN PIE-Gequassel, das in seiner erschreckenden Bedeutungslosigkeit schnell zu nerven beginnt. Die wenigen, übrigens ausschließlich von Produzenten des Films gemimten Jungdarsteller verhalten sich reichlich unreif, was für den erwachsenen Zuschauer schnell zur Geduldsprobe wird. Da werden Saurier-Statuen auf dem Spielplatz einer Raststätte begattet, ein anwesender Protagonist beim harten Stuhlgang mit der Kamera gefilmt und besoffen durch die überfüllten Hallen der Spielcasinos gewandelt. Mit zehn Flaschen Bier intus mag das ja durchaus vergnüglich sein; für den nüchternen Filmfreund wirkt das aber alles andere als unterhaltsam und lässt die wenigen Figuren des Film nur noch unsympathischer erscheinen.
 
Immerhin kriegt der Film kurz vor Ende noch halbwegs die Kurve und die Geschehnisse führen zum obligatorischen Blut- und Leichenzoll. Nachdem die Freunde das vermeintliche Bordell ausfindig gemacht haben und auf den schnellen Beischlaf hoffen, vergeht ihnen alsbald der Spaß, als sie plötzlich bei lebendigen Leibe von einem vermummten Arzt ausgeweidet werden. Während die Geschehnisse bis dato aus der typischen Egosicht geschildert wurden, werden die Morde nun aus dem Blickwinkel von Überwachungskameras gezeigt. Überraschenderweise funktioniert das erstaunlich gut, zumal das spartanisch eingerichtete und düstere Setting durchaus seinen Reiz besitzt und die verwinkelte Kulisse für einige unangenehme Momente sorgt. Dennoch, wer nun hofft hier hilflose Opfer sehen zu dürfen, die schön explizit durch den Fleischwolf gejagt werden, dürfte schnell eines Besseren belehrt werden. Blutige Schauwerte gibt es hier kaum zu bewundern. Trotzdem wirkt das hier dokumentierte Gewinsel, Geschrei und Gejammer ziemlich hart, was durchaus dafür sorgen dürfte, dass dem Thriller STRIPPED in hiesigen Gefilden keine Jugendfreigabe attestiert werden dürfte.
 
Wer auch nach den unzähligen Wackelcam-Gurken der letzten Zeit weiterhin Gefallen am Found Footage-Genre findet, kann gern einen Blick riskieren. Der Rest wird auch mit STRIPPED garantiert nichts anzufangen wissen. Auch dieser Schocker ist nichts anderes als ein weiterer, hölzerner Wackelcam-Beitrag unter ach so unzählig vielen!
 
 
 


 
 
 

Stripped – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Fieser Found Footage-Thriller, der ein wenig an die Organhandel-Schocker TURISTAS oder CAGED erinnert. Dennoch, wirklich fesselnd wie seine Vorlagen ist J.M.R. LUNAS günstig zusammengeklautes B-Movie noch lange nicht!
 
 
 


 
 
 

Stripped – Zensur

 
 
 
Wirklich viele “böse” Schauwerte besitzt STRIPPED nicht, sodass man davon ausgehen kann, der die ungeschnittene Filmfassung in Deutschland die FSK mit der “Keine Jugendfreigabe“-Plakette passieren wird.
 
 
 


 
 
 

Stripped – Trailer

 
 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
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Filmreview: “Crowsnest” (2012)

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Crowsnest

Story

 
 
 
Fünf Freunde wollen sich ein schönes Wochenende bereiten und planen eine aufregende Reise hinaus ins Grüne, um in einer entlegenen Hütte Justin´s Geburtstag ausgiebig feiern zu können.
Gut, dass selbiger von Freundin Brooks eine technisch hochwertige Video-Kamera als Geschenk zum Geburtstag erhalten hat, sodass er das Ereignis auch präzise auf Video dokumentieren kann. Unterwegs werden sie von einem skurrilen Hinterwäldler davor gewarnt, die Fahrt fortzusetzen, denn die Gegend um den friedlichen Ort “Crowsnest” birgt viele Gefahren. Nichtsdestotrotz lassen sich die Teens nicht beirren und setzen die spontane Feiersause fort. Ein fataler Fehler, denn es dauert nicht lang bis ein Trupp hungriger Kannibalen die Fährte der Kids gewittert und aufgenommen hat…

 
 
 


 
 
 

Crowsnest – Kritik

 
 
 
Wenn in Filmen Teenager zur Digicam greifen, mit den Freunden einen kuscheligen Camping-Ausflug unternehmen und das frivole Treiben sogar noch auf Videoband bannen wollen, ahnt dem interessierten Zuschauer vermutlich Schlimmes. Denn oftmals bedeutet ein derart vielversprechender “Buddy”-Trip nicht nur, dass die Protagonisten im Verlauf der nächsten 90 Minuten von irgendetwas Bedrohlichen unermüdlich durch Wald und Wiesen gejagt werden, sondern auch, dass die minderbemittelten Charaktere in diesen Filmen mit ihrem planlosen Gekreische den Filmfreund vermutlich an den Rand des Wahnsinns treiben werden. Der vorliegende “Crowsnest” bestätigt diese Vermutung einmal mehr und ist eines dieser Werke, dass sich grandios in die Reihe vollkommen sinnentleerter Horrorunterhaltung einzureihen weiß. Da düsen eine handvoll Freunde mit dem Auto orientierungslos in die Einöde umher und werden vollkommen unerwartet von einem unheimlichen Wohnwagen gerammt, der permanent versucht, die Kids von der Straße zu drängen. Schlau wie Teens sind können sie den Attacken des ominösen Fahrzeugs natürlich unbeschadet entkommen und folgen schließlich wenig später furchtlos den Spuren des ominösen Wohnmobils. Dass natürlich derart Vorgehensweise von mangelndem Menschenverstand zeugt und die Kids einen unweigerlichen Hang zum Selbstsuizid besitzen müssen, dürfte bei derart unklarem Handeln auf der Hand liegen. Was folgt ist der obligatorische Bodycount, den der Horrorfilmfreund im Jahr 2013 nun einmal von einem derartigen Film erwartet. Da wird geschrien, gehetzt und gewimmert und natürlich alle fein akribisch mit der eigenen Digicam protokolliert, man hat ja scheinbar sonst nichts anderes zu tun, wenn man um sein Überleben bangen muss.
 
Crowsnest” ist der gefühlte 1000. Versuch, den unzähligen Wackelcam-Fans da draußen endlich den Spaß an diesem vollkommen inflationären Sub-Genre zu nehmen. Als im Jahr 2001 mit dem durchaus lukrativen “Blair Witch Project” das längst vergessenes Found Footage-Thema der Spät-70er (“Cannibal Holocaust“, “Eaten Alive“) erneut aufgegriffen und durchaus innovativ wiederverwertet wurde, ahnte vermutlich keiner der Millionen Filmfans da draußen, dass derart Filmstil zehn Jahre später zu einer waschechten Plage avancieren würde. Kaum ein Monat vergeht, ohne dass sich weitere Filmemacher von derart Sub-Genre inspirieren lassen und den Heimkinomarkt mit ihren oftmals vollkommen desaströs zusammengekleisterten Möchtegern-Gurken verseuchen. Hierbei ist der Heimkino-Sektor in Deutschland als noch halbwegs überschaubar zu betiteln. Blickt man aber nach Übersee, so hat sich das Found Footage-Thema zu einer wahrlichen Epidemie entwickelt, dass sich schon längst nicht mehr allein nur im Horrorfilm-Sektor beheimatet fühlt.
 
Dabei vermag in der kostengünstige Realisierung dieser Werke der wesentliche Grund für die nicht abebbende Welle an derart Filmkost zu suchen sein. Denn wahrlich viel überteuertes Equipment ist bei einem Wachelcam-Grusler nicht von Nöten. Eine Handvoll sterbewilliger Nichtskönner ist im eignen Freundeskreis schnell gefunden und ein zweckmäßiges Script in die Notizfunktion des eigenen Smartphones gehämmert, sodass das Projekt “Found Footage” alsbald beginnen kann. Nun gut, “Crowsnest” will man jetzt nicht allzu laienhafte Unkenntnis vorwerfen. Im Groben betrachtet ist der Film einer der Besseren Vertretung seiner Gattung. Wäre, da nicht wieder das vollkommen stereotype Umhergekreische aller Beteiligten, die bereits ab Filmmitte handeln, als hätte man ihnen ins Hirn gerotzt. Zudem versuchen die Protagonisten auch zu keiner Minute ihrem drohenden Schicksal zu entkommen, sondern werden vom Bösen magisch angezogen, wie Motten vom grellen Licht der Straßenlaternen. Immerhin weiß der Film mit einigen durchaus makaberen Einfällen zu überzeugen. Zu erwähnen sei an dieser Stelle, der durchaus zynische Moment, als einer der Anwesenden kurz das Auto verlässt, um sich den Magen aus dem Leib zu reiern und in bester “Final Destination“-Manier von einem entgegenkommenden Fahrzeug “geschrottet” wird. Schrecksamen Gemütern, dürfte dieser Moment durchaus einige Tage in Erinnerung bleiben.
 
 
 
Trotzdem, auch wenn sich “Crowsnest” offensichtlich von Filmen wie “Joyride-Spritztour“, “Duell” und “Jeepers Creepers” hat inspirieren lassen und dabei versucht, sich gänzlich von der momentan lukrativen “Poltergeist-Welle” in Found-Footage-Filmen zu distanzieren, so ist dennoch auch dieser Versuch kläglich gescheitert, dem unlängst totgemolkenen Wackelcam-Genre neue Facetten einzuverleiben. Hier bleibt alles beim Alten. In hektischen Momenten gerät die Kameraführung aus dem Ruder und auch sonst dürfte sich der Horrorfilmfreund einmal mehr erzürnt dabei ertappen, wie er genervt gen TV schreit, und versuchen möchte, den Protagonisten den Weg aus der Misere zu erklären. Auch wenn dem Filmfreund hier durchweg durchschnittliche Found Footage-Kost geboten wird, so lässt sich dennoch nicht leugnen, dass “Crowsnest” leider nur ein weiterer unbedeutender Vertreter einer ganzen Reihe unzähliger Fake-Homevideos darstellt, die man im Grunde genommen gar nicht ernst nehmen kann. Die Charaktere sind platt, notdürftig skizziert und verhalten sich vollkommen unglaubwürdig. Zudem möchte man Einige derer am liebsten eigenhändig den Gnadenstoß erteilen, weil deren unsympathisches Gewimmere zum Teil schon fast grenzwertig in Erscheinung tritt. “Crowsnest” ist ein Found Footage-Film wie jeder andere auch – weder Fisch noch Fleisch. Frische Ideen sucht man hier vergebens. Da kommt es dem Film auch nicht wirklich zugute, dass man sich hier einer gänzlich anderen Thematik gewidmet und statt zornige Poltergeister, eine menschenfleischgierige Kannibalen-Familie in den Fokus der Gegebenheiten rückt. Wirklich blutig (bis auf ein paar undefinierbare Abfälle, die die Kannibalen in regelmäßigen Abständen am Wegesrand hinterlassen), wie man vermutlich erhofft, wird es hier zu keinem Zeitpunkt, sodass “Crowsnest” selbst hartgesottene Horrorfilmfans durchaus enttäuschen dürfte.
 
 
 


 
 
 

Crowsnest – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Auch die Kannibalen haben es jetzt ins Found Footage Genre geschafft – Leider vollkommen unbrauchbarer Wackelcam-Aufguß mit ziemlich grenzwertigen Protagonisten, die handeln, als wöllten sich geradzu sterben wollen.
 
 
 


 
 
 

Crowsnest – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung dürfte ungeschnitten für volljährige Erwachsene geeignet sein. Es gibt einen einzigen blutigen Mord: eine Enthauptung, die zwar einfach getrickst wurde, aber durchaus krude in Erscheinung tritt.
 
 
 


 
 
 

Crowsnest – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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Filmreview: “Undocumented” (2010)

"Undocumented" (2010) Filmposter - Filmkritik auf Filmchecker
 
 
 

Undocumented – Story

 
 
 
Eine Gruppe ambitionierter, amerikanischer Dokumentarfilmer arbeitet an einem Film, der sich mit illegal eingewanderten mexikanischen Immigranten beschäftigen soll. Um der Doku den nötigen Diskussionsstoff bieten zu können, reisen die Freunde nach Mexiko und begleiten eine Gruppe Flüchtlinge bei ihrer strafbaren Reise in die USA. Mit dem Wunsch, endlich der Armut und der erschütternden Perspektivlosigkeit entfliehen zu können, begeben sich die Immigranten in einen Flüchtlingstransporter, der sie sicher in das Land ihrer Träume transportieren soll. Doch die Reise schlägt fehl, denn auf ihrem Weg in die Freiheit geraten die Einwanderer an eine Gruppe radikaler amerikanischer Rassisten, die das Gesetz schlichtweg selbst in die Hand nehmen und die Truppe in ein eigens zusammengezimmertes Konzentrationslager verschleppen. Das amerikanische Filmteam soll hierbei die nun folgenden Grausamkeiten dokumentieren, mit welchen die selbsternannten Ordnungshüter die verstörten Einwanderer bestrafen. Zudem soll das abartige Filmmaterial als Propagandafilm fungieren, der weitere illegale Immigranten davon abhalten soll, unrechtmäßig amerikanischen Boden zu betreten.
 
 
 


 
 
 

Undocumented – Kritik

 
 
 
Mit dem vorliegenden Genre-Beitrag „Undocumented“ hat es einmal mehr ein Nachwuchsregisseur geschafft, mit reichlich Zündstoff auf sich aufmerksam zu machen. „Chris Peckover“, der sich zuvor sein Lohn und Brot mit einigen Kurzfilmchen verdient hat, teilt in seinem vorliegenden abendfüllenden Erstlingswerk herbe Kritik an der Unfähigkeit der amerikanischen Regierung aus. Hier wird nichts verschönert, oder vereitelt, sondern sein Film kritisiert einmal mehr, zu welchen rassistischen Abartigkeiten vermeintlich friedliebende Bürger fähig sein können und mit welcher Blindheit die amerikanische Führungsriege dem grotesken Treiben beiwohnt. Grundlage für seine Geschichte dient die aktuelle Immigranten-Problematik der USA, die scheinbar kaum noch in der Lage zu sein scheint, perspektivlose und in Armut lebenden Mexikaner davon abhalten zu können, illegal in das Land einzureisen. Da werden Mauern um die Grenzen gezimmert und der vollkommen übertriebene Patriotismus vieler Amerikaner, sowie die Angst vor dem eigenen sozialen Abstieg (denn die Mexikaner haben natürlich nichts anderes im Sinn als den Amerikanern die Jobs zu „stehlen“) sorgen nicht selten für ein unverständlich rassistisches Gedankengut gegenüber der mexikanischen Bevölkerung. Forscht man im Internet nach, so scheint es sogar kriminelle (amerikanische) Banden vor amerikanischen Grenzpunkten zu geben, die einzig darauf spezialisiert sind, ahnungslosen mexikanischen Einwanderern aufzulauern, auszurauben und schließlich zu töten. Hinzukommt, dass es bisher noch kein modernes, amerikanisches Einwanderungs-Recht gibt, dass die legale Einwanderung für Immigranten erleichtert, sodass viele Einreisende den illegalen und gefährlichen Weg in Kauf nehmen müssen, um von einem sorgenfreien Leben träumen zu dürfen.
 
Peckerovers „Undocumented“ ist kein einfach zu verdauender Film. Das wahrlich perverse und menschenverachtende Treiben geht verdammt nah und sorgt nicht nur einmal dafür, dass der Zuschauer als Zeuge der Geschehnisse mit einer verständlichen Fassungslosigkeit und einen brodelnden Wut vor dem heimischen Fernsehapparat zurückbleibt. Parallelen zum kürzlich erschienen „Territories“ sind unverkennbar. Auch dort wurde der radikale Weg gewählt und ein äußerst politisch brisantes Thema zur Grundlage des Films gemacht. Angesichts der erschütternden realen Geschehnisse, auf welche beiden Filme fungieren, wirkt die herbe Kritik in Form einer nicht enden wollenden Schreckens-Achterbahn der Grausamkeiten auch für den Zuschauer wie eine Martyrium. Anders als der kanadische Beitrag „Territories“ geizt der vorliegende „Undocumented“ nämlich nicht mit blutigen Details. Ob derart sadistische Zeigefreudigkeit jedoch wirklich hätte sein müssen, scheint fraglich, denn der Film hätte auch ohne die diversen Abartigkeiten seine erschütternde Wirkung keinesfalls verfehlt. Trotzdem, die wenigen (verdammt realistischen) F/X gehen durch Mark und Bein und verstärken vermutlich allein nur die Erkenntnis, zu welch unmenschlichen Fähigkeiten die Bestie Mensch fähig sein kann und dass derart unannehmbaren Menschenrechtsverletzungen zu keiner Zeit toleriert werden dürfen.
 
 
 
Nach „Saw“, „Hostel“ und Co. beweist ein motivierter Nachwuchsregisseur, dass der Horror nicht immer nur rein fiktiv sein muss. Man braucht als Filmfreund einfach nur den Fernseher einschalten und die Berichterstattungen in den aktuellen Nachrichtensendungen verfolgen. Der tagtägliche erschreckende Wahnsinn, der uns dort präsentiert wird, bietet auch die Grundlage des vorliegenden Thrillers „Undocumented“. Ein, teilweise schonungsloses Dokument über grausame Menschenrechtsverletzungen, welche sich Tag für Tag tatsächlich an der amerikanischen Grenze ereignen. Auch wenn Peckovers Geschichte rein fiktiv aus der „Found Footage“-Sicht eines Kamerateams geschildert wird, so birgt am Ende die Erkenntnis, dass illegale Immigranten aus Mexiko, die von einem besseren Leben träumen und tagtäglich dennoch für ihren Traum mit dem Leben bezahlen müssen, ein merklich befremdliches Bauchgefühl. Peckovers Film ist bereits seit geraumer Zeit als hochwertige Heimkinofassung auf dem amerikanischen Markt erhältlich. Warum sich hierzulande noch niemand für die Auswertung des Films entschieden hat, stößt meinerseits auf vollkommenes Unverständnis. Ein Film, der sich vor allem in die Sammler-Reihe „Kino Kontrovers“ ideal einfügen würde.
 
 
Im übrigen: wen dieser Film kalt lässt und wer sich nach Sichtung in seinem rassistischen Gedankengut (in welcher Art auch immer) bestätigt fühlt, sollte dringend den Psychiater seines Vertrauens aufsuchen!
 
 
 


 
 
 

Undocumented – Fazit

 
 
 
9 Punkte Final
 
 
 
“Undocumented” ist ein erschreckend, kontroverses und wichtiges Dokument für mehr Menschlichkeit, Verständnis und Toleranz!
 
 
 


 
 
 

Undocumented – Zensur

 
 
 
Der Film selbst ist kein Splatter-Feuerwerk. Dennoch verfehlen die wenigen grafischen Gewaltdarstellungen nicht ihre Wirkung. Mit ganz viel Glück dürfte der Film ungeschnitten mit einer „Keine Jugendfreigabe“-Kennzeichnung erscheinen.
 
 
 


 
 
 

Undocumented – Trailer

 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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Filmreview: “The Bay” (2012)

The Bay Filmposter
 
 
 

THE BAY

Story

 
 
 
Es ist der 4. Juli 2009 und das kleine amerikanische Städtchen „Claridge“ feiert den Unabhängigkeitstag. Was keiner ahnt, dass dieses Fest für viele das Letzte sein wird.
Denn unzählige Bewohner werden sich an diesem Tag mit einem todbringenden Parasiten infizieren. Grund für das Desaster ist in den skrupellosen Machenschaften des Bürgermeisters zu suchen, denn der fördert die Massen-Tierhaltung und lässt Hühner mit erfolgsversprechenden Steroiden mästen. Um sich den Exkrementen der Tiere zu entledigen, werden diese einfach in die angrenzende Bucht geschüttet, aus welcher ebenso das Trinkwasser für die Menschen der Kleinstadt gefördert wird. Kaum haben die Feierlichkeiten begonnen, beginnen auch schon die ersten Gäste über körperliches Unwohlsein zu klagen. Wenig später kommt es zu ersten Todesopfern, die allesamt groteske Fressspuren am Körper aufweisen. Nachdem Panik unter den Bewohnern ausbricht und erste Untersuchungen an den Leichen vorgenommen werden, erkennen Wissenschaftler, dass sich etwas im Wasser befindet, dass sich von menschlichen und tierischen Lebewesen ernährt und sich seinen Weg vom Inneren des Wirts nach außen frisst …
 
 
 


 
 
 

THE BAY – Kritik

 
 
 
Nicht scheint grausamer, als die Tatsache, dass sich die Natur an all den Vergehen rächt, die ihr die Menschheit alltäglich ungeniert zumutet. Im Falle von THE BAY scheint dies tatsächlich der Fall zu sein, denn in dieser fiktiven Dokumentation hat Mutter Natur eindeutig genug von der unachtsamen Umweltverschmutzung und sagt den Menschen den Kampf an. Im Vergleich zu heutigen Vergehen an unsere Umwelt rührt der Plot gar nicht einmal von ungefähr, denn THE BAY zeigt, was passieren könnte, wenn die verschwenderische Menschheit nicht bald aus ihren Fehlern lernt und rücksichtsvoller mit seinem Lebensraum umgeht. Natürlich hat Regisseur BERRY LEVINSON die Gegebenheiten ein wenig arg phantastisch skizziert, handelt es sich schließlich, trotz der kontroversen Thematik, um einen Horror-Thriller. Dennoch, mit erschreckendem Realismus konfrontiert er dem Zuschauer mit welch Chaos der Mensch im Falle einer Umwelt-Katastrophe rechnen müsste.
 
Die Geschichte wird hierbei aus der Sicht von Donna Thompson geschildert, die am Tag der Gegebenheiten als Praktikantin für einen ansässigen TV-Sender arbeitete und die tragischen Geschehnisse protokollierte. Sie überlebte wie durch ein Wunder die furchtbare Epidemie, die am 4.Juli 2009 eine kleine amerikanisches Stadt heimsuchte und innerhalb von nur wenigen Stunden fast alle Bewohner des Ortes dezimierte. Die tragischen Umstände von einst wurden jahrelang von der Regierung verschwiegen. Nun, da sich diverse Dokumente im Internet zusammengesammelt haben, trägt sie die Fakten erneut zusammen und schildert die Erlebnisse anhand von YouTube-Clips, eigenen Interviews und Home-Video-Aufnahmen einiger Opfer, die die Ereignisse nicht überlebt haben.
 
Erstaunlicherweise funktioniert das wahllose Zusammenschneiden der diverser FOUND-FOOTAGE-Elemente erstaunlich gut. Alles hat den Anschein als würde man authentisches Material präsentiert bekommen, dass in penibler Kleinstarbeit von irgendeinem Redakteur zusammengetragen wurde. Die Gegebenheiten werden Stück für Stück entziffert und in chronologischer Reihenfolge abgehandelt. Regisseur BERRY LEVINSON beweist hierbei ein selbstsicheres Händchen für unangenehme Einstellungen und deftige Schocks, denn einige Szenen haben es wahrlich in sich. Überhaupt überrascht es, dass gerade eine Oscar-Preisträger, wie LEVINSON (RAIN MAN) sich an derart totgefilmtes Subgenre wagt, hat doch der FOUND-FOOTAGE-Film unlängst besser Zeiten erlebt. Dennoch, er schafft es dem gebeutelten FOUND-FOOTAGE-Genre, nach all den trivialen und katastrophal-zusammengeschusterten Wackel-Kamera-Filmen der letzten Dekaden, gänzlich neue Impulse zu verleihen. Die Tatsache allein, dass in THE BAY keine unzureichend talentierten Laiendarsteller auf Heller und Pfennig ihre Handykamera zücken und auf Zwang und Drang jede noch so brenzligen Situation dokumentieren müssen, macht diesen Film so sehenswert und glaubhaft. Vielmehr nutzt LEVINSON eine Kombination der verschiedensten Kommunikationsmöglichkeiten unserer Zeit. Da verschmilzt ein Skype-Chat mit SMS-Dialogen und Fragmente aus TV-Sendungen werden virtuos mit persönlichen Home-Video und Polizeiüberwachungs-Aufnahmen kombiniert. Erzählerisch ein geschickt gewählter Schachzug, entsteht bereits nach dem recht temporeichen Beginn beim Zuschauer ein gesteigerter Drang nach mehr Informationsgehalt über die Ereignisse. Die filmischen Hinterlassenschaften der Opfer treiben dabei die Spannung auf Höchstmaß, möchte doch der Filmfreund gern wissen, welche mysteriösen Wesen für das planlose Massensterben verantwortlich gemacht werden.
 
Die Auflösung gestaltet sich als äußerst unangenehm und dürfte vor allem zartbesaitete Gemüter unschön aufstoßen lassen. In THE BAY geht es teilweise nicht zimperlich von statten. Sicher darf der Filmfreund keine Splatter-Granate der Extraklasse erwarten. Vielmehr schockieren hier einige recht unangenehme Creature-Effekte der Parasiten, die sich raffiniert in den Wirtskörper einnisten und gerade in unerwarteten Momenten über die Kinoleinwand flitzen. Auch der optisch ansprechend in Szene gesetzte Hautausschlag, der als Vorbote für das qualvolle Ableben der diversen Leidtragenden gilt, schaut alles andere als gesund aus und sorgt in Kombination mit derart realistischen Bildern für gehörig Gänsehaut beim Zuschauer.
 
 
 
 
Mit THE BAY erhält der Filmfreund einen weiteren Wackelcam-Thriller, der aber zu den besseren Vertretern seiner Gattung gehört und uneingeschränkt zu empfehlen ist. Hier werden keine altbackenen Brötchen erneut unter die Leute gebracht, sondern innovativ und erschreckend realistisch frisch zubereitet. Der packende Umwelt-Thriller im Mockumentary-Stil gehört zu einem der Besten seiner Gattung und läutet die Renaissance des klassischen Öko-Horrorfilms der 70er Jahre ein. Bereits vor mehr als 30 Jahren bewiesen findige Filmemacher mit Schockern wie FROGS(1972) und LONG WEEKEND (1977), dass Mutter Natur durchaus mit gnadenloser Härter durchgreifen kann, wenn sie sich von der Menschheit ungerecht ausgebeutet fühlt. Dass Regisseur BERRY LEVINSON sein Handwerk selbstsicher beherrscht zeigt eindrucksvoll die recht straffe Inszenierung und die schroffe Schonungslosigkeit der Darstellung aller Gegebenheiten, die im Verlauf des Filmes an den Tag gelegt wird. Die knapp 80 Minuten Filmlaufzeit vergehen wie im Flug, die Geschehnisse fesseln und werden zudem packend erzählt. Trotz des recht sachlichen Erzählstils lässt THE BAY niemanden kalt. Die kontroverse Erkenntnis, dass wie Menschen uns selbst die schlimmsten Feinde sind, wirkt noch lang nach und bietet vermutlich Anlass zu einer Selbstanalyse, um letztendlich festzustellen, was man selbst dazu beitragen könnte, damit auch Generationen nach uns die Schönheit unserer einzigartigen und vielfältigen Umwelt genießen können.
 
 


 
 
 

THE BAY – Fazit

 
 
8 Punkte Final
 
 
Packender und erschreckend-unangenehmer Umwelt-Thriller im FOUND-FOOTAGE-Stil, dessen Botschaft aktueller denn je ist und noch lange nachwirkt. Absolut sehenswert!
 
 
 


 
 
 

THE BAY – Zensur

 
 
 
Der Film wurde in Deutschland ungeschnitten mit FSK16 veröffentlicht. Kein Wunder, denn der Film zeigt kaum explizite Gewaltakte.
 
 
 


 
 
 

THE BAY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
the bay blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Bay; USA 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover/ 3D-Schuber

Extras: Original Kinotrailer, Deutscher Kinotrailer, Interview mit dem Regisseur (11 min./dt. UT), Audiokommentar mit dem Regisseur (keine dt. UT), 3 Trailer anderer Filme aus dem hause KOCH MEDIA

 
 
 
Rechteinhaber KOCH MEDIA sah genug Potenzial in der Veröffentlichung von THE BAY und steckt die deutsche Blu-ray in einen schicken Hologrammschuber. Aber nicht nur die Präsentation kann sich sehen lassen. Auch der Inhalt ist nicht von schlechten Eltern. Zwar darf bei dieser Art von Film keine Referenz erwartet werden, dennoch kann die technische Umsetzung als durchaus solide bezeichnet werden. Da es sich hier um einen Found-Footage-Film handelt, der aus verschiedenen Filmschnipseln diverser Kameraarten zusammengeschnitten wurde, wird selten HD-Feeling erreicht. Die Tonspur fällt sehr dialoglastig aus und das Geschehen spielt sich vorwiegend im Frontbereich ab – keine Offenbahrung aber man sollte bedenken, dass es sich hier um eine Fake-Dokumentation handelt. Immerhin bekommt man eine anständige Synchronisation geboten, was man KOCH MEDIA lobend anrechnen sollte. Nicht selten verzichtet man gerade bei Filmen aus dem Horror-Bereich auf eine gescheite Übersetzung. Die Extras sind überschaubar. Neben einem Audiokommentar mit dem Regisseur (ohne deutsche Untertitel), gibt es noch den Trailer in Deutsch und Englisch und ein elfminütiges Interview (mit deutscher Untertitlung) mit dem Filmemacher. Drei Trailer hauseigener Filme runden den Bonussektor ab. Wer mit dem FSK-Flatschen nicht warm werden möchte, kann das Cover umdrehen. KOCH MEDIA bringt THE BAY mit Wendecover und edlem 3D-Schuber in den Handel.
 
 

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THE BAY – Trailer

 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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Filmreview: “The Dinosaur Project” (2012)

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The Dinosaur Project

Story

 
 
 
Als weltweit Gerüchte die Runde machen, dass im Kongo ein seltsames Seeungeheuer gesichtet wurde, will der bekannte Forscher und Spezialist Marchant (Richard Dillane) den ominösen Erscheinungen auf den Grund gehen. Zusammen mit seinem Team organisiert er eine Expedition in das Kongo-Gebiet um die mysteriöse Kreatur aufzuspüren. Kaum mit dem Flugzeug aufgebrochen, finden die Anwesenden einen blinden Passagier an Bord, der sich zugleich als Sohn Marchants zu erkennen gibt. Doch bevor sich Vater und Sohn überhaupt in ihrer Rage aussprechen können, kollidiert die Flugmaschine mit einem riesigen prähistorischen Raubvogel und stürzt ab. Glücklicherweise wird keiner der Teilnehmer bei dem Absturz verletzt und so führen die Forscher die Suche nach dem legendären Seeungeheuer fort – ein fataler Fehler, wie sich schnell herausstellt. Denn entgegen der Erwartungen ist die gesamte Umgebung von Dinosauriern bevölkert – einige von ihnen sogar menschenfeindlicher Natur …
 
 
 


 
 
 

The Dinosaur Project – Kritik

 
 
 
Bereits auf dem diesjährigen “Fantasy Filmfest Nights” konnten sich deutsche Genre-Freunde von den grandios-filmischen Qualitäten eines weiteren Wackel-Cam-Films erfreuen. Nachdem Max Landis mit seinem Superhelden Found-Footage-Knaller “Chronicle” die Messlatte für dieses Sub-Genre in puncto fesselnd-erzählerischen Perfektionismus und unterhaltsam-dichtem Spannungsaufbau enorm weit nach oben gelegt hatte, waren die Erwartungen demzufolge hoch, inwieweit man das Found-Footage-Genre überhaupt noch mit neuen Facetten und frischen Ideen bestücken könnte. Mit dem aktuellen Neuzugang “The Dinosaur Project” versucht Regisseur Sid Bennett an den weltweiten Erfolgen des derzeit kassenträchtigen Found-Footage-Genres anzuknüpfen und hofft damit den ebenso ganz großen Durchbruch zu ergattern.
 
Anstatt sich mit fiesen Poltergeistern (Paranormal Activity 3) und kaltschnäutzigen Aliens (“Cloverfield“) zu beschäftigen, macht er prähistorische Riesenechsen zum Thema seines Filmes. Bewanderte Filmfreunde dürften bei dieser Thematik vermutlich direkt die Hände über den Kopf schlagen und Böses ahnen. Denn dem bereits kürzlich besprochenen Wackel-Cam-Movie Tape 407 lag haargenau gleiche Geschichte zugrunde, die aber aufgrund der teilweise haarsträubend schlechten Umsetzung mit dem vorliegenden “The Dinosaur Project” in keinster Weise zu vergleichen ist. Sid Bennett Beitrag genießt den Vorteil, dass er entgegen der meisten Produktionen dieser Film-Gattung ein halbwegs vernünftiges Budget vorweisen kann und somit Spielraum für die ein oder andere technisch-ansprechende Spielerei besitzt.
 
Vorab sei den kritischen Gegnern des Found-Footage-Genre versichert, dass dem Zuschauer mit diesem netten kleinen Dino-Filmchen ein halbwegs annehmbarer Fantasy-Thriller präsentiert wird, der sich nicht wie so oft üblich im Found-Footage-Universum, in endlos langem Gewackel der Kamera verliert. Stattdessen darf der Zuschauer einer relativ geradlinigen Geschichte beiwohnen, die ohne große Umwege direkt zum Punkt kommt. Statt unnötigem Einleitungs-Geplänkel und einer präzisen Bestandsaufnahme aller Gegebenheiten der Geschichte schöpft “The Dinosaur Project” direkt aus den Vollen. Eh sich der Zuschauer versieht, sitzen die handvoll Protagonisten in einem Flugzeug und steuern direkt auf ihr Unglück zu. Eine identifizier- und nachvollziehbare Charakterisierung der Beteiligten wird zugunsten der recht netten Dino-Effekte direkt unter den Tisch gekehrt. Einzige Identifikations-Figur des Filmes scheint Sohn Luke zu sein, der mit seiner Vorliebe für innovative Kamera-Technik den Anwesenden des öfteren das Leben rettet. Die übrigen Crew-Mitglieder bleiben gesichtslos und so erfährt der Zuschauer, einmal abgesehen von einem verdrängten Konflikt zwischen Vater Marchant (Richard Dillane) und seinem Sohn Luke (Matt Kane), kaum etwas nennenswertes über die gelüsten Safari-Teilnehmer.
 
Stattdessen finden sich die Expeditions-Mitglieder nach ihrer unverhofft “steilen” Landung mit längst ausgestorbenen Riesenechsen konfrontiert, die nicht immer friedvoller Natur zu sein scheinen. Als die Überlebenden des Nachts von einer Schar fleischfressender Dinosaurier überrascht und durch das Dickicht des Kongos getrieben werden, beginnt auch “The Dinosaur Project” seine eigentliche Intention zu offenbaren. Und die lautet: soviel Action und Special-Effekts wie möglich in die arg dünne und löchrige Geschichte zu stopfen. Überraschenderweise scheint die Rechnung aufzugehen und so bekommt der interessierte Filmfreund action-orientierte Unterhaltung nonstop. Kaum wenige Minuten vergehen, ohne das einmal nichts passiert, was man dem Film hoch anrechnen muss. Im Vergleich zu ähnlichen Werken seiner Gattung, weiß dieser Found-Footage-Schocker zumindest kurzweilig, ohne Schnörkel und Längen zu unterhalten. Das mag vor allem auch daran liegen, dass Bennett seinen Figuren kaum Zeit zum Verschnaufen bietet und sie in regelmäßigen Abständen durch den Wald hetzt und über den Jordan meuchelt. Somit sieht sich der Zuschauer und die handvoll Protagonisten immer mit der Angst und der Unsicherheit konfrontiert, dass in den nächsten Sekunden einer der Anwesenden das Zeitliche segnen könnte. Da die hungrigen Echsen teilweise aus dem Nichts nach dem Leben der Forscher trachten, dürfte der ein oder andere handfeste Schock zumindest für kurzweilige 70 Minuten Netto-Spielzeit sorgen und “The Dinosaur Project” zumindest weit über den Durchschnitt heben.
 
 
Mit dem Wackelkamera-Streifen “The Dinosaur Project” erhält der Filmfreund Nachschub an technisch unzulänglicher Wackelkamera-Kost. Wer jedoch jetzt, wie so oft, ein optisch und technisch desaströses Werk erwartet, liegt falsch. Sid Bennetts Dino-Safari gehört zu einem der besseren Vertretern der Fake-Doku-Gattung und hat mit dem konfusen Cam-Gewackel üblicher Billig-Schund-Ware aus dem Found-Footage-Sektor nichts gemein. Natürlich gehören auch hier einige Kamera-Störsignale und technische Cam-Totalausfälle zum üblichen Geschehen. Auch filmen die Protagonisten bei obligatorischen Hetzjagden durch das Gebüsch minutenlang Waldboden – dennoch, die optisch sehr ansprechenden Spezial-Effekte bereichern den Film ungemein und entschädigen den ein oder anderen Schnitzer in der, ohnehin schon sehr oberflächlich skizzierten, Handlung. Leider verliert sich “The Dinosaur Project” kurz vor Ende in schierer Unlogik. Zugunsten des Tempos und eines verblüffenden “Aha”-Effekts überrascht Co-Autor und Regisseur Sid Bennetts mit einem unsinnigen und vollkommen hirnrissigen Plot Twist. Die Tatsache, dass diese seltsame Kehrtwende vollkommen unnötig gewählt wurde, schmälert den eigentlich recht positiven Gesamteindruck diese Pseudo-Dokumentation. Immerhin lässt das offene Ende, wie so oft, Spielraum für eine Fortsetzung, in der hoffentlich diverse Fragen beantwortet werden, die der Film bereits zu Beginn nicht einmal annähernd versucht zu beantworten. Unter dem Strich bleibt ein netter, kleiner und kurzweiliger Spielfilm, der sich der gesamten Palette an typischen Found-Footage-Klischees bedient, aber dennoch immer unterhaltsam bleibt. Auch Filmfans, die eigentlich nichts mit dem Pseudo-Doku-Stil anfangen können, dürfen gern einen Blick riskieren, denn “The Dinosaur Project” ist gar nicht mal so übel, wie anfänglich gedacht.
 
 
 


 
 
 

The Dinosaur Project – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Temporeicher und recht spannender Dino-Schocker, der dem Zuschauer und den Filmfiguren kaum Zeit zum Verschnaufen bietet
 
 
 


 
 
 

The Dinosaur Project – Zensur

 
 
 
Wirklich blutig wird es zu keiner Zeit. Deshalb ist die deutschen Heimkinoauswertung auch ungeschnitten ab FSK 12 freigegeben und demnach auch für Jugendliche geeignet.
 
 
 


 
 
 

The Dinosaur Project – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Burrowers; Großbritanien 2010

Genre: Abenteuer, Action, Thriller

Ton: Deutsch+Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK 12

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Deutscher Trailer, Originaltrailer, Making of, Trailershow

 
 
 
Wer jetzt denkt, dass ein Found-Footage-Film zwangsläufig technisch den Kürzeren zieht, der irrt. Zwar wirkt das Bild gerade während der genrebedingten Stilmittel nicht wirklich HD-würdig; da die Gegebenheiten des Film durch einen richtigen Kameramann im Film protokolliert und die Geschehnisse daher mittels „echtem“ Filmmaterial bebildert werden, ist der Detailwert des Bildes gerade in den hellen Szenen erstaunlich hoch. Auch der Ton geht für eine derartige Produktion vollkommen in Ordnung. Gerade in den Szenen, in denen die Urwesen die Überlebenden angreifen, beweist der Ton seine Stärken. Bein den Extras schaut es jedoch etwas mager aus. Zwar wirkt das Standbild des Hauptmenüs mit seinem stimmigen Lichteffekt noch durchaus vielversprechend; wirklich viele Auswahlmöglichkeiten werden dem Filmfreund von hier aus jedoch nicht geboten. Herzstück ist ein etwa 24-minütiges Making of in verwackelter SD-Qualität. Untertitel sucht der Zuschauer hier jedoch vergebens. Zum spärlichen Bonus gesellen sich zudem der Trailer zum Film in deutscher und englischer Sprache und eine kleines Trailershow, in der das Label PLANET MEDIA HOME ENTERTAINMENT noch Eigenwerbung mit drei Clips zu Filmen aus dem Katalog betreibt. Bleibt zu erwähnen, dass zumindest dem Hauptfilm deutsche Untertitel spendiert wurden und die Blu-ray mit Wechselcover daherkommt.
 
 

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The Dinosaur Project – Trailer

 
 
 

 
 

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Filmreview: “V/H/S” (2012)

V-H-S-2012-Plakat
 
 
 

V/H/S – Story

 
 
 
Anthologie-Streifen !!!
 
 
 
Rahmenhandlung (“Tape 56″)
 
Regie: Adam Wingard (“A Horrible Way to Die“)
 
Einige Kleinkriminelle verdienen ihr Geld damit, indem sie durch die Parkhäuser der Großstadt pilgern, fremden Frauen auflauern, ihnen vor laufender Kamera die Oberkörper entblößen und die Clips an eine Pornoseite im Internet verhöckern. Als ihnen ein Bekannter einen lukrativen Deal vorschlägt wittert die Bande das große Geschäft. Alles was die Freunde dafür tun müssen ist, in ein Haus einzubrechen und ein besonders wichtiges Videoband zu stehlen. Kaum besagte Adresse ausfindig gemacht, finden sie die Leiche des Hauseigentümers im heimischen TV-Sessel vor. In der Kammer nebenan, ein riesiges VHS-Arsenal an seltsamen Amateur-Videoaufnahmen, die merkwürdige Geschehnisse protokollieren. Auf der Such nach den geforderten Aufzeichnungen stöbern sich die Jungs durch jedes einzelne Videoband und scheinen ihren Augen nicht trauen zu wollen:
 
 
 
 
 
Geschichte 1 (“Amateur Night” )
 
Regie : David Bruckner („The Signal“)
 
Drei Freunde auf Frauenbeutezug.
Bei ihren nächtlichen Ausflügen durch die Clubs der Stadt treffen Sie auf eine schüchterne Schönheit, die ein dunkles Geheimnis verbirgt.
 
 
 
 
 
Geschichte 2 (“Second Honeymoon”)
 
Regie: Ti West („House of the Devil“, „The Innkeepers“)
 
Ein vermeintlich glückliches Pärchen bei ihrem friedlichen Urlaubsausflug. Des nachts schleicht sich eine mysteriöse Gestalt um das Ferienhaus der frisch verliebten Paares und scheut auch nicht davor, sich unbemerkt Zutritt in die scheinbar sicheren vier Wände der beiden
Liebenden zu verschaffen.
 
 
 
 
 
Geschichte 3 (“Tuesday the 17th”)
 
Regie: Glenn McQuaid („I sell the Dead“)
 
Hommage an den 80er Jahre Slasherfilm: „Freitag der 13.“! Vier Freunde suchen etwas Entspannung in einem abgelegenen Waldstückchen. Doch die Idylle wird jeher getrübt, als die Truppe von einem seltsamen „Etwas“ dezimiert wird. Schenkt man den Legenden glauben, so soll das Wäldchen vor einiger Zeit Schauplatz einiger schrecklicher Morde gewesen sein – der Mörder wurde jedoch nie gefasst.
 
 
 
 
 
Geschichte 4 (“The Sick Thing That Happened to Emily When She Was Young”)
 
Regie: Joe Swanberg („Silver Bullets“)
 
Die Studentin „Emily“ chattet tagtäglich mit ihrer großen Flamme per Webcam. Seit geraumer Zeit geschehen in ihrer kleinen Studentenwohnung seltsame Dinge. Hinzukommt dass ihr Körper von seltsamen Wundmalen befallen ist, deren Herkunft sie sich nicht erklären kann. Mittels Webcam und Laptop will sie zusammen mit ihrem Chatfreund Erklärungen für die seltsamen Umstände finden. Ihr Cam-Partner soll hierbei als Zeuge fungieren.
 
 
 
 
 
Geschichte 5 (“10/31/98″)
 
Regie: Radio Silence
 
Drei Freunde auf dem Weg zu einer Halloween-Party. Kaum die Örtlichkeiten erreicht, müssen sie feststellen, dass sie scheinbar die einzigen Partygäste sind. Gemeinsam erkunden sie das unheimliche Gebäude und stoßen auf ein merklich unangenehmes Geheimnis.
 
 
 
 
 


 
 
 

V/H/S – Kritik

 
 
 
Das Jahr 2012 scheint wohl möglich das Jahr des „Found Footage“-Genre zu werden. Nach dem immensen Erfolg der „Paranormal Activity“-Serie erleben Filme im billigen Wackel-Homecam-Stil eine regelrechte Renaissance und sind aktueller denn je. Dabei überraschen immer wieder die teils kreativen Methoden, die junge dynamische Filmemacher entwickeln, um derart „optisch“ trivial-inszenierten Filme halbwegs neue Facetten zu verleihen und den Zuschauer im „erträglichen“ Sinne zu unterhalten. Die Idee mit Hilfe dieses kontroversen Subgenres einen Anthologie-Streifen zu zaubern, liest sich anfänglich eigentlich recht erfrischend, macht aber Filmfreunde dennoch direkt stutzig, wie sich das Projekt in technischer Hinsicht überhaupt realisieren lässt. Da die letzten Filmprojekte ihrer Art (u.a. „Evidence“, „Tape 407“) vorwiegend durch katastrophaler Kameraführung brillierten, als durch optische Raffinessen, dürften dem interessierten Horrorfilmfan vermutlich direkt die Haare zu Berge stehen, wenn er liest, dass sich das „Who-is-Who“ der jungen Horrorfilmszene zusammengerafft hat, um an einer gemeinsamen Kurzgeschichten-Sammlung im „Found-Footage“-Look zu werkeln.
 
Unter dem Titel „V/H/S“ haben sich eine stattliche Anzahl bekannter aktueller Horror-Regisseure vom eigensinnigen Handycam-Genre inspirieren lassen und eine arg zynisch-boshafte, aber dennoch liebenswerte Hommage an das bittere Videokassetten-Zeitalter geschaffen. Neben erneut unzumutbarer, amateurhaft-wackeliger Kameraführung fällt in dieser Anthologie-Sammlung, passend zum Titel, typisches VHS-Flair ins Gewicht, dass mit „ausgedaddelten“ und unscharfen Bildmaterial aufwartet. Die Idee ist eigentlich recht innovativ, in der Umsetzung erweist sich jedoch dieses erfrischend „spezielle“ filmische Dokumentieren als recht zweischneidiges Schwert. Einerseits ist der künstlerische Einfallsreichtum, von welchem der Film letztendlich zerrt als überaus unterhaltsam und effektiv zu betiteln. Die Geschichten wirken durch die technischen Defizite erstaunlich authentisch und realistisch. Als Zuschauer hat man, aufgrund der amateurhaften Darbietung jeder einzelnen Episode das Gefühl, als sehe man die privaten Home-Videos von eigentlich vollkommen normalen Menschen.
 
Anderseits erweist sich gerade diese unprofessionelle technische Darbietung dieser Kurzgeschichten als echter Härtefall für den Zuschauer. Das Bild holpert, wackelt und stört, dass dem Zuschauer Hören und Sehen vergeht. Oftmals kann man durch die gewöhnungsbedürftigen Unschärfen des VHS-Filters kaum erkennen, was denn da eben vor die Linse springt. Gerade in hektischen Momenten wird einmal mehr durch zwanghaft-wirres Umherschwenkens der Kamera Panik erzeugt, das zwar anfänglich noch effektiv wirkt, aber den erwartungsfreudigen Filmfreund in Anbetracht von fast 120 (!) Minuten Filmlaufzeit auf eine deftige Geduldsprobe stellt. Die einzelnen Episoden gestalten sich unterschiedlicher Natur. Dabei trifft handwerklich solide umgesetztes „Creature-Feature“ auf skurrile„Slasher-Ware“ mit 80er Jahre Kult-Charme. Die obligatorischen paranormalen Spuk-Ereignisse fehlen ebenso wenig, wie blutgieriges „Zombie-Kino“. Aufgrund der unterschiedlichen Themengebiete und der teilweise ähnlichen technischen Machart fällt es vermutlich schwer, das eigentliche Highlight unter den Episoden zu finden. Ähnlich wie zuletzt in „The Theatre Bizarre“ scheint es einzig geschmacksabhängig, welche Geschichte letztendlich welchem Zuschauer überhaupt munden wird. Daher ist es schwierig zu sagen, welche Episode denn nun die Beste von allen ist. Mir persönlich hat das „Creature-Feature“ zu Beginn und die „Halloween“-Folge zum Abschluss von „V/H/S“ am besten gefallen, zumal die recht simplen, aber dennoch recht stimmigen und verblüffenden Spezial-Effekte herrlich überzeugen konnten. Hat man sich vorerst an den rauen „Found Footage“-Stil gewöhnt, dürfen sich vor allem Freunde von knackig-knappen Anthologie-Sammlungen ideal unterhalten fühlen.
 
Dennoch, trotz recht innovativer Ansätze und der gewöhnungsbedürftiger Erzählstruktur der einzelnen Kurzgeschichten tritt die Rahmenhandlung arg lieb- und herzlos in Erscheinung und scheint einzig Mittel zum Zweck, um die jeweiligen Segmente zweckhaft miteinander zu verknüpfen. Erklärungen über den Hintergrund der Geschehnisse bleiben Mangelware und lassen einzig Raum zum Spekulieren, was es denn letztendlich mit den mysteriösen Videotapes auf sich hat.
 
 
Mit „V/H/S“ lädt die junge Garde an motivierten Jungregisseuren zum anarchischen Angriff auf das kontroverse „Found Footage“-Genre. Ehrwürdig verbeugen sich bekannte Horror-Regisseure vor längst vergangene VHS-Zeiten und vermischen scheinbar technisch unzumutbares Filmmaterial mit frischen Ideen und neckigen Spezialeffekten.
Gelungen ist ihr Versuch, dem übersättigten Wackelcam-Genre frischen Wind einzuhauchen allemal. Innovative Ideen und einige recht stimmige Momente täuschen oftmals darüber hinweg, dass einige Episoden einfach zu lang geraten sind und dafür andere bedeutend bessere, viel zu kurz. Die Inszenierung von „V/H/S“ ist als relativ gewöhnungsbedürftig zu bezeichnen, wobei der eigentliche Reiz des Films in den jeweiligen Schlussgags der einzelnen Geschichten zu finden ist. Gerade der teilweise unvorhersehbare und makabere Storytwist am Ende jeder einzelnen Kurzgeschichte tröstet über oftmals schwindelerregendes Kamera-Gewackel und unverzeihliche Totalausfälle hinweg. Dennoch, Filmfreunde die bisher rein gar nichts mit dem „Found Footage“-Genre anfangen konnten, werden sich auch in „V/H/S“ vollkommen hilflos unverstanden fühlen!
 
 
 


 
 
 

V/H/S – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
„X-Factor“ meets „Wackelcam“-Genre. Recht stimmige, unheimliche und unterhaltsame Kurzgeschichten-Sammlung, insofern man überhaupt ein Faible für „Found Footage“-Filme besitzt!
 
 
 


 
 
 

V/H/S – Zensur

 
 
 
Die deutsche Heimkinoauswertung erscheint Ende Oktober 2012 und wurde mit einer “Keine Jugendfreigabe”-Kennzeichnung seitens der FSK abgesegnet. Kein Wunder bietet “V/H/S” einen grafisch sehr explizieten Mord, der sich recht gewaschen hat. Ansonsten gibt sich diese Kurzgeschichten-Sammlung recht züchtig und weniger zeigefreudig.
 
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V/H/S – Trailer

 
 

 
 
Hellraiser80

 
 
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