- Alles rund um Horrorfilme, Thriller, Splatterfilme, Backwood-Slasher und Gruselfilme

Artikel mit Schlagwort “FSK18

Filmreview: “Grave Encounters 2″ (2012)


 
 
 

Grave Encounters 2 – Story

 
 
 
Alex Wright (Richard Harmon) ist ein Horrorfilm-Junkie, wie er im Buche steht. Nicht nur, dass er eigene Filme dreht, er bespricht auch regelmäßig Horrorwerke auf seinem Youtube-Kanal. Seit geraumer Zeit beschäftigt ihn der Schocker “Grave Encounters”. Wright scheint fest der Überzeugung zu sein, dass das Filmdokument echt sei und beginnt Recherchen im Internet zu betreiben. Als er herausfindet, dass der gesamte Cast als verschollen gilt, trommelt er ein paar Freunde zusammen, mit deren Hilfe er das Rätsel rund um die Geschehnisse des “Grave Encounter”-Filmes lösen möchte. Kaum haben die Freunde den Schauplatz des Filmes betreten, beginnen sich die Ereignisse in der verlassenen “Collingwood-Psychiatrie” zu wiederholen…
 
 
 


 
 
 

Grave Encounters 2 – Kritik

 
 
 
Angenommen man dreht einen Horrorfilm, der unerwartet zum Geheimtipp avanciert.
Die klügste Vorgehensweise wäre vermutlich die, den lukrativen Überraschungs-Hit mit einer Fortsetzung weiterzuspinnen, um schnell noch im Fahrwasser des Originals die Kasse klingeln zu lassen. Rasch kritzelt man einige Ideen auf Papier und wärmt einige Schockeffekte lau auf, die man bereits unzählige Male im Vorgänger präsentiert bekommen hat. Garniert mit einigen derben Splatter-Szenen hofft man nun, dass sich der Erfolg abermals wiederholt.
 
Der Film “Grave Encounters 2” ist ein derartiger Fall, der nun versucht, in die erfolgreichen Fußstapfen seines Vorgängers zu treten. Zu allem Erstaunen gelingt ihm das recht solide, dennoch erreicht er aber nur in den wenigsten Momenten die unheimlichen Qualitäten des Originals. Was den Film trotzdem durchaus sehenswert macht, ist der konsequente Wandel seines Erzählstils, denn “Grave Encounter 2” bietet im Grunde nichts wirklich bahnbrechend Neues, ist aber trotzdem im Vergleich zum ersten Teil ganz anders.
Das subtil-schauerhafte Gruseln ist hier Mangelware. Vielmehr setzt der Film auf Hektik und Blutzoll. Die actionlastige Geisterhatz verirrt sich in einigen Momenten in recht deftigem Gekröse, sodass vor allem Splatter-Fans auf ihre Kosten kommen dürften.
Ob diese neue Richtung wirklich geschickt gewählt ist, sollte jeder für sich selbst entscheiden, denn vor allem Fans des Originals dürften sich bei “Grave Encounters 2” gehörig vor den Kopf gestoßen fühlen. Die Geister gehen arg rabiat zur Sache, sodass die eigentlich beunruhigend-ängstigende Atmosphäre, zugunsten deftiger Splatter-Exzesse in den Hintergrund rückt. Vermutlich war Regisseur “John Poliquin” darin bestrebt mit seiner Fortsetzung verschiedene Filmgeschmäcker anzusprechen. Gerade in Zeiten unzähliger Geister-Found-Footage-Filme, die allesamt allein nur das unspektakuläre auf-und-zu-schieben von Schränken und Türen fokussieren, scheint “Poliquin” bestrebt darum zu sein, andere Wege gehen zu wollen und sich ein wenig vom Subtilen zu distanzieren. Da aufgrund von “Hostel“, “Saw” und Co. selbstzweckhafte Gewaltakte zum üblichen Bild aktueller Horrorfimlware geworden sind , macht hierbei natürlich auch “Grave Encounters 2” keine Ausnahme und schwimmt geschwind auf dieser populären Welle mit.
 
Natürlich gibt es neben dem teilweise arg schroffen Gesplattere und dem lukrativen Recyclen altbewährter Erfolgsrezepte auch jede Menge “Neues” in “Grave Encounters 2” zu bestaunen. Regisseur “John Poliquin” ist stets darum bemüht, die Geschichte des Anwesens weiterzuerzählen. Auch wenn hin und wieder ein gewisses Déjà-vu Gefühl eintreten will, so schafft er es dennoch etwas Licht rund um die Geschehnisse der leerstehenden Psychiatrie zu bringen. In bekannter “House on Haunted Hill“-Manier erzählen einige groteske Geistererscheinungen von der Geschichte dieser Klinik und beantworten so einige wesentliche Fragen, die bisher unbeantwortet blieben.
Auch wenn es ein wenig an Zeit benötigt, bis der zweite Aufguss überhaupt an Fahrt gewinnt, so kann man “Poliquin” nicht vorwerfen, dass er mit seiner Rückkehr in das Spukgemäuer langweilt. Zwar dauert es geschlagene 40 Minuten bis der Film überhaupt zum Punkt kommt, hat er die dann jedoch erreicht, bietet das schweißtreibende Tempo mit welchem “Grave Encounters 2” davonradelt, dem Zuschauer kaum Zeit zum Verschnaufen. Die ahnungslosen Kids werden von einer Szenarie zur nächsten getrieben, immer die Angst im Nacken haben zu müssen, kreativ um die Ecke gemeuchelt zu werden. Auch wenn die Geschichte gegen Ende hin fast schon surreale Züge erhält und sich die Helden in einer Art Parallelwelt wiederfinden, so kann man sich als Filmfreund nicht darüber beschweren, trotz allem hanebüchenen Hocus Pocus, sich doch irgendwie kurzweilig unterhalten gefühlt zu haben.
 
 
 
Grave Encounters 2” ist ein zweischneidiges Schwert und dürfte vor allem Freunde des ersten Teils vor den Kopf stoßen.
Von unheimlicher und subtiler Atmosphäre ist hier kaum noch irgendwas zu verspüren. Nervenstrapazierende Schockeffekte sind in dieser Fortsetzung Mangelware und werden schier und einfach durch derbe Splatter-Effekte ausgetauscht. Die Geister demonstrieren kontrovers schroff, wie man unwillkommene Gäste wahrhaftig unwillkommen begrüßt, sodass das Sequel für Freunde wohldossierten Gruselns vollkommen unangebracht ist. Statt jugendfreier “Paranormal Activity“-liker Umsetzung geht es hier deftig zur Sache. Da werden Köpfe zerquetscht und eingetreten und Leiber mittels Starkstrom zerfetzt und verbrannt. Das Splatter-Herz dürfte vor derart ungenierter Zeigefreudigkeit vor Freude tanzen. Trotzdem, auch wenn die Erwartungen im Vergleich zum Vorgänger kaum erfüllt werden können, so kann man nicht behaupten, dass “Grave Encounters 2” eine miese Fortsetzung ist. Sicherlich erfindet auch dieser Spuk-Film das Genre nicht neu und auch sonst hat man all das, was der Film letztendlich bietet, bereits um Längen besser woanders gesehen.
Dennoch hat dieses Sequel auch seine Momente, die zudem aufgrund der hervorragenden technischen Fingerfertigkeit zu überzeugen wissen. Gerade gegen Ende hin sind die Grenzen des typischen Found-Footage-Filmstil kaum noch als selbige zu erkennen. Da wird die Kamera von Geistern getragen, die dann um die verbleibenden Protagonisten umherschwirren. Aber auch die wenigen Geistereffekte (siehe Filmplakat!) sind als ziemlich gelungen zu betiteln und heben “Grave Encounters 2” über den Durchschnitt.
 
 
 


 
 
 

Grave Encounters 2 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Deftiger Splatter statt wohldosiertem Gruselvergnügen – Eine gelungen Fortsetzung, die sich zwar altbewährter Mechanismen des ersten Teil bedient, dennoch irgendwie vollkommen anders ist.
 
 
 


 
 
 

Grave Encounters 2 – Zensur

 
 
 
Aufgrund einiger recht deftiger Szenen, dürfte die deutsche Filmfassung ungeschnitten mit “Keine Jugendfreigabe“-Kennzeichnung erscheinen.
 
 
 


 
 
 

Grave Encounters 2 – Trailer

 
 
 

 
 
 

Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Paranormal Activity 3 (2011)

The Tunnel (2011)

The Amityville Haunting (2011)

V/H/S (2012)


Filmreview: “The Task” (2010)

 

Einige zufällige ,bei einem Preisausschreiben ausgeloste, Gewinner sind die Kandidaten einer neuen “Reality”-TV-Show.

Bei der Teilnahme an dieser neuen TV-Show winkt eine fettes Preisgeld in Höhe von einigen tausend Dollar.

Die einzige Aufgabe, um an das heißbegehrte Preisgeld zu gelangen, besteht darin eine Nacht in einem verlassenen Gefängnis zu verbringen und diverse unspektakuläre Aufgaben abzuhandeln, in der einige Jahrzehnte zuvor, ein geisteskranker gefängnisaufseher makabere Experimente an den Insassen ausgeführt haben soll.

Dumm nur, dass die psychopatische Seele des Wärters immer noch durch das alte Gemäuer spukt.

 

 

Und hier nun der nächste Beitrag aus der, unter Fankreisen recht populären und beliebten, After-Dark-Filmfest Reihe.

Nachdem Senator bereits zuletzt die aktuellen Beiträge „Prowl“, „Fertile Ground“, „Husk“ und „Seconds Apart“ für den hiesigen Heimkinomarkt ausgewertet hat, folgt nun mit „The Task“ eine weitere Genreproduktion aus der After-Dark-Horrorschmiede.

Mit „The Task“ dürften vor allen Slasher- und Spukhausfilmfans vollends auf ihre Kosten kommen, denn das verlassene Zuchthaus, in dem das Geschehen verlagert wurde, hält ein paar wirklich unheimliche paranormale „Überraschungen“ für die Protagonisten parat.

Dabei dürfte der Filmfreund sofort bemerken, dass „The Task“ sich nicht allzu ernst nimmt und die Charaktere alles anders als sympathisch skizziert wurden. Auch in diesem Film wurden die Leidtragenden „Scream-Queens“ und „Scream-Kings“ hervorragend oberflächlich durch die Klischeeschraube gewalzt. Die völlig übertrieben tuckige Darstellung des Homosexuellen und die hervorragend abgewrackte Verkörperung des Dauerkiffer-Girls haben fast schon einen liebenswerten und comicanmutenden Unterton und ähneln in ihrer extrem aufdringlichen schrulligen Inszenierung ein wenig an längst vergessene Zeichentrick-Helden a lá „Scooby Doo“.

Dennoch, bevor das muntere Treiben auf der heimischen Mattscheibe so richtig in Fahrt kommt vergehen geschlagene 45 Minute – 45 Minuten in denen der Filmfreund den wahrscheinlich ungruseligsten Geist der Filmgeschichte in einigen kurzen Spuksequenzen zu Gesicht bekommt. Bedenkt man, was dem Zuschauer und den Protagonisten an haarsträubenden Hintergrundinfos über das leerstehende Gefängnis vermittelt werden, grenzt die karismalose und lapidare Darstellung des Geisteraufsehers fast schon an einer Veräppelung an Zuschauer und den Filmcharakteren.

Doch bis der vermeintliche „böse“ Geist des Knastwärters in Aktion tritt, darf man den  Protagonisten bei ihren sinnfreien Aktionen beiwohnen, welche sie abhandeln müssen, um an das verlockende Preisgeld zu gelangen. Dabei dürfte dem Zuschauer, aufgrund der Banalität des Gezeigten, das ein oder andere schamhafte Grinsen nicht verwehrt bleiben.

Zumindest ist das Ende mit seinem doppelbödigen Storytwist recht witzig ausgefallen, sodass man getrost über erste Filmhälfte hinwegsehen darf. Denn nachdem der Geist des öfteren auf dem Bildschirm des Studioteams zu sehen ist, und das Kamerateam bemerkt, dass scheinbar doch so einiges nicht mit rechten Dingen in dem stillgelegten Knast zugange geht, kommt letztendlich auch „The Task“ mal langsam aus den Potten und unterhält mit (zwar wenig geistreichen) Wendungen und falschen Fährten. Dabei kommt der gierige Gorehound auch bei der ein oder anderen Splatterszene auf seine Kosten, welche aber dennoch immer im überschaubaren Rahmen bleiben und nicht ausufernd zelebriert dargestellt werden.

 

 

Fazit 5,5/10 Punkte

 

Auf keinen Fall der Beste „After Dark“-Film, aber auch nicht der Schlechteste. Aufgrund der augenzwinkernden Inszenierung schaut man gern über diverse inhaltliche Schwächen hinweg.

Der doppelte Schlusstwist überrascht, der Killergeist enttäuscht mit seiner fast schon ausdruckslosen und lapidaren Inszenierung.

 

Hellraiser80


Filmreview: “Dear Mr. Gacy” (2010)

 

Grundlage für den Spielfilm „Dear Mr. Gacy“ bot der 1994 verfasste Roman „The Last Victim“ von Jason Moss, der in seiner monatelangen Korrespondenz mit dem Serienkiller Wayne Gacy diversen Notizen und Erfahrungen in den Roman einbaute und eine Art Persönlichkeitsstruktur des 33-fachen Mörders verfasste.

Demnach ist auch im Film der Student „Jason“ damit beschäftigt, ein treffsicheres Thema für seine Hausarbeit zu finden. Im Fall des Serienmörders „Gacy“ sieht er die perfekte Studienarbeit.

Unter der Verwendung von falschen Tatsachen und Gegebenheiten erlangt er rasch das Vertrauen von „Wayne Gacy“ und wird aber auch selbst schnell von den manipulierenden Spielchen des Serienkillers verunsichert und verändert. Schnell jedoch schon spürt Jason, dass sich die Grenzen zwischen Faszination, Zuneigung, Realität, Fiktion und Studienarbeit kaum noch erkennen lassen. Doch kann er sich aus diesem verhängnisvollen Kreislauf und der Faszination Gacy zugegen losreisen und seine Studienarbeit dennoch beenden?

 

Was kann der interessierten Filmfan von „Dear Mr.Gacy“ erwarten?

Schnellschuss oder Genreperle?

Vorab Entwarnung, „Dear Mr.Gacy“ ist mit Sicherheit kein unerträglicher und billig- runtergekurbelter Schnellschuss geworden.

Es ist schon ein Wunder, dass man aus dem bereits zigfach verfilmten Serienkiller Gacy-Stoff immer noch Potenzial für weitere frische Filme findet.

In diesem Fall ist es den Filmmachern wahrlich gelungen den Zuschauer trotz allen bereits bekannten Hintergrundinformationen, mittels makaberen Wendungen und perfiden Ideen, ca. 100 Minuten ordentlich bei Stange zu halten.

Dabei beginnt das Spiel zwischen Jason und Gacy zu Beginn des Filmes noch relativ unspektakulär, fährt aber von Filmminute zu Filmminute zu Hochform auf und gipfelt in einem schon recht fiesen „Abschluss-Fight“.

Kompliment gilt dabei dem beiden Darstellern, die perfekt in ihren Rollen aufblühen und ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit entwickeln.

William Forsythe als Wyne Gacy spielt dabei wirklich hübsch schon pervers, abartig und krank.

 

Wer von „Dear Mr. Gacy“ ein hohes Maß an detailgetreuem und vor allem grafischem Informationsgehalt über die Morde des Serienkillers erwartet dürfte unweigerlich enttäuscht werden.

In dieser filmischen Umsetzung geht es nicht um das bloße Ausschlachten und die zur Schaustellung diverser Morde, sondern im Mittelpunkt steht das Dialog-Duell zwischen den Protagonisten Jason und Gacy untereinander und Gacys Manipulationsversuche Jessis Vertrauen für seine perversen Zwecke zu beanspruchen.

Demnach wird in „Dear Mr. Gacy“ kaum Gore und Blut gezeigt und ist eher Psychothriller, als Horrorfilm (die FSK 18er Freigabe der Blu-ray/DVD ist schor recht hochgegriffen, FSK16 wäre angebrachter).

Schade ist es dennoch, dass man weniger vom Wesen Gacys erfährt und dass der Zuschauer kaum ausführlicheres Hintergrundwissen über sein Leben und Fakten und über die Beweggründe seines Mordens erfährt. Das wäre ganz sicher das Nonplusultra gewesen und hätte den Psychothriller aus der Vielzahl ähnlicher Produktion hervorgehoben.

Aber der interessierte Filmfan will mal nicht meckern.

Für einen spannenden und kurzweiligen Filmabend ist „Dear Mr. Gacy“ bestens geeignet.

 

Fazit: 6/10 Punkte

 

Ein Serienkillerfilm wie sicher viele andere auch, der aber eine völlig ungewöhnliche und frische Erzählstruktur besitzt und das Phänomen Serienkiller aus einer ganz anderen Sicht präsentiert. Hier steht nicht das Opfer und sein Leiden im Mittelpunkt, sondern die Manipulierungsfähigkeit eines Serienkillers.

Hellraiser80


“Texas Chainsaw Massacre” nach 26 Jahren Index endlich frei in Deutschland verfügbar

Nach  26 Jahren Index ist nun auch das Original “Texas Chainsaw Massacre” aus dem Jahre 1974 in seiner ungekürzten Filmfassung auch für deutsche “erwachsene”  Filmfans frei verfügbar.

Nutzungsrechte-Inhaber “Turbine Medien” hat nach der letzten Folgebeschlagnahmung im Jahre 2010 Beschwerde eingelegt und den Rechtsstreit nun endlich gewonnen.

Es ist nun nicht mehr strafbar den Film “Texas Chainsaw Massacre” in seiner ungekürzten Form in Deutschland zu verbreiten.

Unglaublich – bedenkt man, dass der Film weder “Gore” noch “Splatter” oder expliziete Tötungsarten- und bilder zeigt.

Dennoch sehr löblich von “Turbine Medien” sich für Belange der Deutschen Nischen-Filmfans einzusetzen.

Da sieht man mal wieder, dass da wirklich viel Herz- und Filmfanblut drin steckt. Filmveröffentlichungen von Filmfans – für Filmfans.  Gut gemacht.

Hoffentlich folgen noch weitere Streichungen von Index-Filme in naher Zukunft.

 

Hellraiser80


Filmreview: “Siren” (2010)

 

 

 

 

 

 

 

Das Pärchen Ken und Rachel wollen zusammen mit Marco, dem Ex-Freund von Rachel, eine hübsche Bootstour unternehmen. Für ein paar Tage etwas abschalten und relaxen. Mitten im Meer stoßen sie auf einen Schiffbrüchigen, der sich mit letzter Kraft an Board retten kann. Er warnt die 3 Reisenden davor weiterzusegeln und fleht sie an schnell wieder umzukehren. Doch bevor die Freunde überhaupt realisieren können in welcher Situation sie sich befinden verstirbt der Fremde an seinen Verletzungen. Da man sich etwaigen Ärger ersparen möchte plant man den Toten auf der unweit entfernten Insel zu begraben. Kaum haben die 3 Freunde jedoch die Insel betreten treffen sie dort auf die scheinbar verstörte „Circle“. Schnell stellen die Freunde fest, dass mit dem doch so netten und schüchternen Mädchen irgendwas nicht stimmt.

 

Wer kennt sie nicht, die Sage der „Sirene“, die einfach nur darauf hinaus ist, mit ihrem melodischen Gesang vorbeifahrende Seemänner auf ihre Insel zu locken, um sie dann kaltblütig zu töten. Genau diese Sage aus der griechischen Mythologie bietet nun die Grundlage für den Stoff des aktuellen Horrorfilms Siren.

Dabei scheint die Ausgangsituation für einen Horrorfilm recht frisch und weckt Potenzial für nervenzereisende Spannung und kreativen Splatter ohne Ende.

Dachte ich mir zumindest – wurde aber recht enttäuscht.

Uns erwarten weder Monster, noch ausufernde Spezialeffekte, noch Blutgematsche, was überhaupt der Rede wert wäre.

„Siren“ geht arg traditionelle Pfade und stellt Story und Charakterausbau in den Vordergrund. Positiv sei an dieser Stelle zu erwähnen, dass uns mit „Siren“ keine nervigen Teenies erwarten. Trotzdem hat man sich wie so oft auch hier, trotz nerviger Teenies, ordentlich der Klischeeschmiede bedient. Der sexbesessene Frauenschwarm fehlt ebenso wenig, wie die mutige Einzelkämpferin und Heldin. Dennoch, die erste Hälfte des Film funktioniert recht prima und verläuft relativ stimmungsvoll, geradlinig und spannend. Doch mit dem Auffinden von „Circle“ rutscht dann auch der Logikfaktor rapide gen Keller. Die Charaktere rennen und finden sich, und teilen sich wieder auf und verlieren sich. Das nervt nach dem 3 Anlauf gehörig und kommt vollkommen unlogisch daher.

Lesen Drehbuchautoren heutzutage eigentlich abschließend ihre eigenen Werke und prüfen sie auf Logik- und Storylücken?

Unfreiwillig komisch wird es natürlich auch dann, als „Circle“ ihren „Sirenengesang“ zum besten gibt. Äh, hallo? Da singt ja meine Oma besser. Natürlich verfallen alle Protagonisten der Möchtegernsängerin vollends, wobei auch hier wieder nicht geklärt wird, warum „Circle“ eher mit der Heldin „Rachel“ harmoniert und Hass gegenüber den männlichen Protagonisten hegt.

Komisch ist auch, dass „Circle“ nie zu Wort kommen darf, um überhaupt irgendwas geistreiches von sich zu geben. Das einzige was sie laut Drehbuchschreibern „darf“ ist nett ausschauen, poppen und schlecht singen – das arme Ding. Fast schon könnte man Mitleid mit ihr haben.

Vollkommen sinnlos verläuft dann letztendlich auch ihre Niederlage – dem wohl unspektakulärsten und schnellsten Tod der Filmgeschichte.

Was bleibt ist ein unbefriedigender Film, den man sich eigentlich auch hätte sparen können.

Wieder einmal ein Beweis dafür, dass man aus einer guten Grundidee Bockmist bauen kann.

Mit ein paar Hardcore – Sex – Szenen angereichert wäre „Siren“ sicher erfolgreicher im Erotikbereich der Videotheken aufgehoben!

 

 

Fazit 5/10 Punkte

 

Durchschnittlicher Light – Horror mit hübschen Darstellern, einer guten Grundlage, aber einer unzureichenden Umsetzung und katastrophalen Storylöchern. Dann doch lieber die 1000. Wiederholung von Odysseus schauen und bei seinem Kampf gegen die Sirene mitfiebern.

 

Hellraiser80


Geschnittener “Final Destination 5″ – Vorsicht geboten beim Kinokartenkauf!

Fans der überaus erfolgreichen “Final Destination“- Reihe sollten ab kommender Woche das Kinoprogramm des Kinos ihrer Vertrauens genauer studieren.

Warner hat neben der ungeschnittenen “keine Jugendfreigabe / FSK18” – Filmversion, auch eine leicht entschärfte “FSK16” – Version von “Final Destination 5” prüfen lassen.

Ich gehe davon aus, dass ebenfalls aus rein kommerziellen Gründen (um auch minderjährige Filmzuschauer  in die Kinos zu locken)  neben der UNCUT-Version der Fortsetzung die geschnittene Version im Kino anlaufen wird.

 

Hellraiser80


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Schließe dich 32 Followern an