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Artikel mit Schlagwort “Geisterfilme

Filmreview: “Apartment 1303″ (2012)

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APARTMENT 1303

Story

 
 
 
Nach einem heftigen Familienstreit beschließt Janet das elterliche Heim zu verlassen, um auf eigenen Beinen zu stehen. Wohnung Nummer 1303 eines Wohnblocks in Detroits Innenstadt hat es ihr angetan. Kaum hat Janet jedoch das Apartment bezogen, beginnt sich Mysteriöses darin abzuspielen. Laut Erzählungen der neunjährigen Nachbarstochter soll sich einst Schlimmes in jener Wohnung zugetragen haben. Doch für Janet kommen jegliche Warnungen zu spät. Ein verärgerter Geist treibt das verängstigte Mädchen des Nachts nicht nur in den Wahnsinn, sondern stößt die fragile Janet wenig später sogar aus dem Fenster des 13. Stocks. Grund genug für Lana, dem vermeintlichen Suizid ihrer geliebten Schwester auf den Grund zu gehen. Mit schwerwiegenden Folgen …
 
 
 


 
 
 

APARTMENT 1303 – Kritik

 
 
 
Es gibt Filme, deren Daseinsberechtigung manchem Filmfreund vollends verborgen bleibt. Da entstehen in Hollywood regelmäßig uninspirierte Neuauflagen bekannter Kultklassiker (THE FOG, FREITAG DER 13.), deren Qualitätsgehalt nicht selten arg zu wünschen übrig lässt. Zudem scheinen die Amerikaner Gefallen daran gefunden zu haben, international anerkannte Filmstoffe massentauglich wiederzuverwerten (SO FINSTER DIE NACHT), um den eigenen Landsleuten ausländische Filmware in Form typisch amerikanischer Remakes leichtverdaulich zu servieren. Jetzt allerdings haben die Macher eine gänzliche neue Masche für sich entdeckt. Das bloße Ausschlachten gewinnversprechender Erfolgsgaranten allein reicht schon lange nicht mehr aus, um die Profitgier geldgeiler Produzenten befriedigen zu können. Jetzt wagt sich Hollywood an das Rebooting vollends belangloser Horrortitel aus Fernost, wobei diese Entscheidung nur wenig verwundert, wurde bereits jedem halbwegs bekannten Genre-Werk der letzten 50 Jahre eine glattpolierte Frischzellenkur spendiert. Nur was neu verfilmen, wenn bereits jeder erdenkliche Horrorklassiker dem Zwangsremake unterzogen wurde?
 
Die Neuauflage des japanischen Grusel-Thrillers APARTMENT 1303 (2007) ist ein Paradebeispiel für die Ideenlosigkeit der amerikanischen Filmmaschinerie. Dem Zuschauer dürfte die Begründung der Realisierung dieser Gurke vollends unlogisch erscheinen, besitzt bereits die japanische Originalversion nichts, was man nicht schon in zig Geisterfilmen zuvor gesehen hätte. Hierzulande sah man das vermutlich ähnlich, so dass sich bisher noch kein deutscher Verleih dazu entschließen konnte, den japanischen Gruselbeitrag in Deutschland zu veröffentlichen. Doch welchen Mehrwert besitzt nun die Neuauflage eigentlich gegenüber dem Original? Genau gesagt: KEINEN. Auch wenn das verstörende Filmplakat so Einiges an subtilem Grauen suggeriert; APARTMENT 1303 ist eines jener Werke, dass man ganz schnell wieder aus dem Gedächtnis streichen möchte. Keine Ahnung welche gemeine Laus Regie-Neuling MICHAEL TAVERNA über die Leber gesaust sein muss, als er diesem Nonsens sein Autogramm gab. Vermutlich erhoffte er in der Umsetzung des Remakes den Sprung nach ganz Oben, wobei die Realisierung der Neuauflage eigentlich dem Schweden DANIEL FRIDELL zugesichert wurde, der aber kurz vor Drehbeginn absprang. Aus gutem Grund.
 
Zwei bis Fünf Millionen US-Dollar soll APARTMENT 1303 (der übrigens in kassenträchtigem 3D umgesetzt wurde) gekostet haben, wobei sich der Zuschauer während der Sichtung vermutlich mehrmals fragen dürfte, wohin diese stattliche Summe denn nun eigentlich geflossen sein soll. Die Geschichte spielt sich an gerade einmal drei Schauplätzen ab. Ausufernde Effektszenen sind auch Mangelware und die Schauspieler wurden derart unglücklich gewählt, dass der eigentlich ernst inszenierte APARTMENT 1303 ofte wie eine Persiflage auf die Vielzahl japanischer RING-Duplikate wirkt. Hier sticht vor allem REBECCA DE MORNAY als selbstsüchtige Mutter ins Gewicht, die ihre Rolle zu euphorisch und zu überzogen mimt, als das sie glaubhaft in Erscheinung treten möchte. Ihr zickiges Geifern wirkt eher unfreiwillig komisch und enttäuscht auf ganzer Linie. Bedauerlich, wenn man bedenkt, dass sie Filmen wie DIE HAND AN DER WIEGE und MUTTERTAG (das Remake natürlich) durch ihr diabolisches und psychotisches Spiel den letzten Schliff verliehen hat. Zur leidlichen Liga der Unmotivierten zählt zudem JULIANNE MICHELLE, die für die Rolle der heimgesuchten Janet eigentlich mit der Goldenen Himbeere ausgezeichnet werden müsste. Selten hat man eine schlechtere Schauspielleistung in einem Mainstreamfilm erleben dürfen oder eher müssen. So künstlich aufgespritzt ihre Lippen wirken, so künstlich erscheint auch die Darbietung ihrer Emotionen. Da wird auf Kommando geweint und fast schon grotesk-hölzern in nutzlosen Monologen mit sich selbst gequasselt. Das ist nicht nur unsagbar schlecht, sondern treibt dem Zuschauer fast schon die Fremdscham ins Gesicht.
 
APARTMENT 1303 ist vermutlich der ungruseligste Geisterfilm, den man bis dato überhaupt gesehen hat. Da spukt ein nervendes (das ist nocht leicht untertrieben!) Geistermädchen durch Bad und Wohnzimmer und möchte den Bewohnern der Räumlichkeiten Böses. Hierbei werden alle erdenklich dummen Register beliebigen Gruselkost gezogen, frische Ideen und spannende Wendungen sucht man dafür vergebens. Stattdessen gibt es einmal mehr Grusel von der Stange. Der erfahrene Genrefan dürfte bereits nach nur wenigen Minuten das Ende erahnen, wobei die bekannten Geisterfilm-Klischees derart aufdringlich abgehandelt werden, dass man aufgrund der Vorhersehbarkeit der Ereignisse schnell den Spaß an der Sichtung verlieren dürfte. Was bleibt sind ein paar dreidimensionale Effekte, die in der 2D-Fassung aufgrund des aufdringlichen Einsatzes der BlueScreen-Technik absolut amateurhaft wirken. Etwas wirklich Gutes an APARTMENT 1303 zu finden ist schwierig, denn der Film ist ein ganz übles Stück Zelluloid, dass sich nur Hardcore-Geisterfans zu Gemüte führen sollten, die keinen und sei es noch so miesen Spukfilm verpassen möchten.
 
 
 


 
 
 

APARTMENT 1303 – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Düsteres Geister-Drama für Freunde subtiler Spukfilme. Leider ist die morbide Kulisse das einzig Sehenswerte an diesem Käse. Welcher nachvollziehbare Sinn hinter der Realisierung dieses Remakes steckt, wird wohl nie ergründet werden können.
 
 
 


 
 
 

APARTMENT 1303 – Zensur

 
 
 
Gewalt gibts hier bis auf ein paar hölzernde “Fenstersprünge” nicht zu sehen. Daher kommt das Ding frei ab 16 Jahren auf den Markt.
 
 
 


 
 
 

APARTMENT 1303 – Trailer

 
 

 
 

Hellraiser80/ Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
House Hunting (2013)

Apartment 143 (2011)

The Pact (2012)

Zimmer 1408 (2007)

Apartment 1303 (2007)

Haunted Hill (1999)


Filmreview: “The Frozen” (2012)

The Frozen_2012_poster
 
 
 

The Frozen – Story

 
 
 
Ein traumhaft winterlicher Campingausflug wird für das junge Pärchen „Mike“ (Seth David Mitchell) und „Emma“ (Brit Morgan) zu einem unvergesslichen Psychotrip. Nachdem die beiden mit dem Schneemobil einen Unfall gebaut haben und irgendwo tief weit draußen in den verschneiten Wäldern auf rettender Hilfe hoffen, werden Sie auch noch von einem seltsamen Fremden verfolgt, der scheinbar nichts Gutes im Schilde führt. Als „Mike“ plötzlich auf mysteriöse Weise verschwindet, ist die verängstigte „Emma“ ganz auf sich allein gestellt. In ihrer Panik beginnt sie sich einen Weg hinaus aus der eisigen Gegend zu bahnen – mit einer erschreckenden Einsicht, wie sich bald herausstellen wird … 
 
 
 


 
 
 

The Frozen – Kritik

 
 
 
Winterliche Landschaften sind wahrlich geradewegs dafür prädestiniert eine unheimliche und subtile Gruselstimmung zu erzeugen. Denn auch hinter vermeintlich friedliebender Kulisse kann sich oftmals das abgrundtief Böse verstecken. Dass angsteinflößendes Unbehagen auch im eisigen Schnee lauern kann haben schon einige Filmemacher eindrucksvoll bewiesen, denn winterlich verstörende Filme gab es zuletzt zuhauf (u.a. “The Shinning” (1980), “Der eisige Tod” (2007)). Auch der vorliegender Thriller „The Frozen“ spielt mit der geheimnisvollen Idylle, die so ein verschneit-winterliches Wäldchen birgt. Ganz zum Leidwesen der beiden Protagonisten des Films, für die sich die eigentlich traumhafte Winterpracht zu einem verhängnisvollen Erlebnis gestaltet. Ihre Unvernunft treibt die beiden an den Rande ihrer Wahrnehmungsfähigkeiten, denn nach nur wenigen Stunden bei Temperaturen jenseits des Nullpunkts beginnt vor allem „Emma“ Dinge zu sehen, für deren Existenz sie keine Erklärung findet. Nicht nur, dass sie seltsam bekleidete Personen im Dickicht erblickt, seltsame Stimmen und Schritte spuken des Nachts um das Zelt und stören den Schlaf der verunsicherten Frau. Zudem werden die beiden von einem skurrilen Jäger verfolgt, der das Treiben des Pärchens aus der Ferne beobachtet und „Emma“ zweifeln lässt, warum ihr Freund sie gerade zu derart unmenschlichen Temperaturen zu einem kuscheligen Wanderausflug überreden musste.
 
So wirklich Unrecht hat sie dabei nicht, wirkt die Ausgangssituation des Films schon sehr konstruiert. Immerhin sah sich Drehbuchautor und Regisseur „Andrew Hyatt“ darum bemüht seine kleine Geschichte irgendwie nied- und nagelfest zurechtzufeilen. Trotz Unfall hält „Mike“ nichts davon ab, den Kurztrip fortzuführen, um den geeigneten Zeitpunkt zu finden, seiner Freundin einen Heiratsantrag zu machen. Und so irren die beiden Liebenden orientierungslos im Wald umher, um letztendlich doch wieder feststellen zu müssen, einmal mehr im Kreis gelaufen zu sein. Auch wenn einige Gegebenheiten etwas arg seltsam anmuten, so kann man „Hyatt“ nicht unterstellen, einen Film gedreht zu haben, der schlecht ist. Einfachste erzählerische Mittel und das stupide Umherirren in der winterlichen Landschaft führen letztendlich zu einem homogenen Ganzen und lassen „The Frozen“ bei weitem besser ausschauen, als die Unmengen teurer Mainstream-Produktionen der letzten Dekaden. Obwohl einige der seltsamen Interaktionen der Anwesenden anfänglich kaum Sinn ergeben wollen und arg befremdlich wirken, so tritt die Erleuchtung nach dem Abspann ein und dürfte vor allem Horrorfilmanfänger reichlich verblüffen.
 
 
 
Mit dem aktuellen Thriller „The Frozen“ erwartet der Zuschauer gänzlich seichte Film-Kost, für die die Bezeichnung Thriller fast schon etwas zu weit hergeholt und schroff scheint. Auch wenn Regisseur „Andrew Hyatt“ des öfteren vollkommen falsche Fährten streut und dem Zuschauer weiß machen will, dass sich hinter den gesamten Geschehnissen etwas zutiefst Böses und Bedrohliches verstecken soll, so dürfte der geneigte Filmfreund nach der recht plausiblen Auflösung etwas verdutzt aus der Wäsche schauen. Der Film „The Frozen“ hat letztendlich mit Horror im herkömmlichen Sinne nur sehr wenig gemein und erinnert über weite Strecken an die Werke des ambitionierten Hollywood-Regisseurs „M. Night Shyamalan“, der bekanntlich ein sicheres Händchen darin besitzt, den Zuschauer mit einer unerwarteten Filmauflösung zu konfrontieren. Wer sich angenehm gruseln möchte, ohne dabei von markerschütternden Schocks verfolgt zu werden oder in Lachen von Blut ertrinken zu müssen, dem dürfte der Mysterie-Thriller vortrefflich munden. Denn bis auf einige ausgeweidete Wildtiere gibt es hier kein Futter für blutgierige Splatterfilm-Fans.
 
 
 


 
 
 

The Frozen – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Seichtes Mysterie-Süppchen in traumhaft winterlicher Kulisse
 
 
 


 
 
 

The Frozen – Zensur

 
 
 
Im Film wird nicht getötet, daher dürfte “The Frozen” mit einer FSK16 Freigabe ungeschnitten veröffentlicht werden.
 
 
 


 
 
 

The Frozen – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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