Filmreview: “Hatchet 3″ (2013)
HATCHET 3
Story
Nachdem Marybeth (Danielle Harris) den Geist Victor Crowleys (Kane Hodder) zur Strecke gebracht hat, wird sie in eine naheliegende Polizeistation gebracht, wo der Verdacht bezüglich der grausamen Morde direkt auf sie fällt. Niemand möchte ihr Glauben schenken, dass in den Wäldern eine unberechenbare Killermaschine haust, die für die Bluttaten zur Rechenschaft gezogen werden muss. Um ihre Unschuld zu beteuern, willigt sie ein, zusammen mit der Journalistin Amanda (Caroline Williams) die Asche von Crowleys Vater zu finden, die dem Spuk endlich ein Ende bereiten soll. Währenddessen werden die leblosen Überreste des Sumpfkillers von einem SWAT-Team in Sicherheit gebracht. Keiner der Anwesenden scheint zu ahnen, dass die Kreatur wieder von den Toten auferstehen und ihr blutiges Treiben erneut fortsetzen wird. Kann Marybeth dem rastlosen Mörder noch rechtzeitig das Handwerk legen?
HATCHET 3 – Kritik
Alle guten Dinge sind drei dachte sich vermutlich HATCHET-Macher ADAM GREEN (FROZEN – EISKALTER ABGRUND) und kurbelte in Windeseile den abschließenden, dritten und – planmäßig – letzten Teil der beliebten HATCHET-Serie herunter. Diesmal hat der Filmemacher das Regiezepter an BJ MCDONNELL weitergereicht, der für die beiden vorherigen Teile als Kameramann verantwortlich zeichnete und nun mit dem Abschluss der Trilogie seinen Einstand als Chef am Set gibt. Wirklich förderlich ist dieser konsequente Wechsel dem jüngsten Sequel nicht wirklich, denn HATCHET III ist leider nicht das geworden, was man von einem derart beliebten Franchise erwartet hätte. Während Kollege MCDONNELL vehement versucht, des wilden Treibens auf der Mattscheibe Herr zu werden, fungiert Erfinder ADAM GREEN diesmal nur als Produzent und Drehbuchautor. Aufgrund der Erwartungshaltung der Fanbase erschien der Druck enorm, so dass GREEN krampfhaft versucht haben muss, der Geschichte des mordgierigen Sumpfgeists ein würdiges Ende zu bereiten.
Herausgekommen ist eines, der vermutlich überflüssigsten Sequels der Filmgeschichte. Nicht einmal drei Jahre nach Fertigstellung des zweiten Teils kommt es in die Heimkinos der Welt. Ein Umstand, der dem Film keinen Gefallen tut. Die Geschehnisse wirken an den Haaren herbeigezerrt, die kaum vorhandene Geschichte zwanghaft auf Spielfilmlänge aufgeblasen. HATCHET-Erfinder GREEN scheinen die Ideen für einen würdigen Abschluss ausgegangen zu sein, so dass der dritte Aufguss förmlich wie ein Best Of der witzigsten Szenen der Vorgänger wirkt. Dabei schließt die Handlung direkt an die Geschehnisse des zweiten Teils an. Heldin MARYBETH schwingt die Kettensäge und macht Sumpf-Legende VICTOR CROWLEY mittels Schrotgewehr einen Kopf kürzer. Der irre Axtkiller scheint besiegt, wäre da nicht die Fluch, auf den Gebeinen der Kreatur und sie Nacht für Nacht unbeschadet von den Toten auferstehen lässt. Während die Geschichte konsequent weitergesponnen wird und sich MARYBETH zusammen mit Journalistin AMANDA und Sheriff FOWLER (ZACH GALLIGAN – war mal fast ein Star mit GREMLINS) auf die Mission begibt, der Wiederauferstehung des Bösen zu ein Ende zu machen, spielt sich eine Parallelhandlung ab. Ein wenig informiertes SWAT Team erkundet den Sumpf nach den Überresten der Opfer und stößt am darauffolgenden Abend natürlich auf den filetierten VICTOR CROWLEY, der sich wieder bester Gesundheit erfreut. Was folgt ist der obligatorische Blutzoll, den Fans der Reihe vermutlich auch erwartet haben.
Köpfe werden gespalten, Hirne fliegen vor die Linse und Gliedmaßen werden abgetrennt, ganz so wie man es seit jeher von HATCHET gewohnt ist. Ernstzunehmen ist das blutige Gorefest zu keiner Minute, dazu sind die Effekte zu überladen, zu überdreht und zu unausgegoren, was mit Sicherheit auf das beschränkte Budget zurückzuführen ist, das der Produktion zur Verfügung gestanden hat. Während sich der Film in der zweiten Hälfte in ein regelrechtes Effekt-Feuerwerk verwandelt, bleibt dem Zuschauer dennoch nicht verwehrt, dass das alles zwar ganz nett anzuschauen ist, aber nicht wirklich Substanz besitzt. Das einfallslose Finale ist weder spannend noch sonderlich innovativ. Die Szenenabfolge wiederholt sich bis zum Erbrechen, so dass spätestens nach der zehnten Enthauptung merklich Langeweile eintritt. Wie im Slasherfilm üblich- braucht der Filmfreund auch rein gar nicht über das oft sonderbare Handeln der Anwesenden zu grübeln. Die verhalten sich natürlich durch die Bank weg sinnbefreit und finden entsprechend schnell einen möglichst blutigen Tod – etwas anderes würde den Horrorfilmfan auch wundern. Während es der Original-HATCHET herrlich selbstironisch verstand, sich von der Masse hölzerner Backwood-Slasher abzuheben, ist der aktueller Beitrag weder Fisch noch Fleisch. Zwar ist das Geschehen auch weiterhin mit einem Augenzwinkern abgelichtet; die Geschichte aber so trivial und unwichtig, dass man nicht verstehen möchte, warum man sich dafür entschieden hat, einen weiteren Teil zu drehen. Die Handlung hätte genauso gut in HATCHET II eingearbeitet werden können. So ist HATCHET III zwar ganz nettes Splatterkino mit großartigen Cameo-Auftritten bekannter Stars der Horrorfilmwelt, ein würdiges Finale erlebt das HATCHET-Universum aber nicht!
HATCHET 3 – Fazit

Splatterkino zu wie es sein soll: kompromisslos, hart und blutig. Abgesehen vom durchaus blutroten Treiben ist HATCHET 3 leider nicht das Finale geworden, was man sich bei einem derart beliebten Franchise gewünscht hätte, denn wirklich frisch und ideenreich kommt der neuste Aufguss nicht daher. Stattdessen werden dem Zuschauer hier die bekannten Zutaten der Serie noch einmal lauwarm serviert. Schade drum!
HATCHET 3 – Zensur
Der Splatteranteil in HATCHET 3 ist erstaunlich hoch und durchaus seigefreudiger als im Vorgänger. Die netten, handgemachten Effekte sind trotz der ironischen Umsetzung dennoch erstaunlich hart, so dass HATCHET 3 hierzulande das gleiche Schicksal ereilen dürfte, wie bereits HATCHET 2: Freigabenverweigerung seitens der FSK!
HATCHET 3 – Trailer
Marcel Demuth / Hellraiser80
Ähnche Filme:
Wrong Turn 4 – Bloody Beginnings (2011)
Filmreview: “V/H/S 2″ (2013)
V/H/S 2
Story
Zwei Privatdetektive sind auf der Suche nach einem vermissten Studenten, der nicht auf die Anrufe seiner besorgten Mutter reagiert. Um das Verschwinden des Jungen aufzuklären, durchsuchen die Ermittler seine Wohnung nach Anhaltspunkten. Sie stoßen auf seltsame Videobänder, die allerhand mysteriöse Gegebenheiten festgehalten haben. Nach und nach wird den Detektiven bewusst, dass der Junge eine Leidenschaft für Snuff-Filme hegt, die er online mit Gleichgesinnten teilt.
VIDEOBAND I – PHASE I CLINICAL TRIALS
(Adam Wingard / A Horrible Way to Die)
Ein junger Mann erleidet eine schwere Augenverletzung und bekommt ein künstliches Auge mit Kamera eingepflanzt. Fortan sieht er tote Menschen umherwandeln – mit fatalen Folgen.
VIDEOBAND II – A RIDE IN THE PARK
(Eduardo Sanchez und Gregg Hale / Blair Witch Project)
Ein unwissender Fahrradfahrer mit Helmkamera wird von zwei Zombies gebissen und verwandelt sich wenig später auch in einen Untoten.
VIDEOBAND III – SAFE HAVEN
(Gareth Huw Evans / The Raid, Timo Tjahjanto / Macabre)
Dokumentarfilmer wollen ein Interview mit einem indonesischen Sektenguru führen und werden in seinen Unterschlupf gerufen. Wenige Minuten später spielen sich grausame Dinge ab.
VIDEOBAND VI – SLUMBER PARTY ALIEN ABDUCTION
(Jason Eisener / Hobo with a Shotgun)
Ein Wochenende ohne Erziehungsberechtigte. Für eine Gruppe Teenager Grund genug, die elternfreie Zeit gebührend zu feiern. Doch der Abend entwickelt sich für die Kids zu einem fürchterlichen Albtraum – Aliens scheinen nur auf die Abwesenheit der Eltern gewartet zu haben.
V/H/S 2 – Kritik
Nicht einmal ein Jahr ist es her, dass der Anthologie-Streifen V/H/S für weltweites Aufsehen sorgte. Auch als Kurzgeschichtensammlung bot das aktuell beliebte Found-Footage-Genre verschiedenen Regisseuren die Möglichkeit, ihre kreativen Horrorvisionen in die Tat umzusetzen; mit überraschendem Erfolg, wie sich kurz nach Veröffentlichung des Films herausstellen sollte. V/H/S – EINE MÖRDERISCHE SAMMLUNG gewann nicht nur auf Filmfestivals Preise, sondern avancierte unter Horrorjüngern rasch zum Geheimtipp des Jahres 2012, so dass eine Fortsetzung nicht lange auf sich warten ließ. Anfänglich als S-VHS betitelt, erschien jüngst das Sequel, dass das Konzept des Erstlings ebenso hervorragend weiterzuführen versteht. Von der vornehmlich kreativen Titelgebung wichen die Produzenten dennoch ab. Vermutlich aus Marketinggründen, denn aus SUPER-VHS würde schließlich V/H/S 2. Man muss ja den Bekanntheitsgrad des Originaltitels für die Fortsetzung nutzen.
V/H/S 2 ist vermutlich eine der wenigen Nachzügler, die bei weitem besser sind als der eigentliche Vorgänger. Das ist im Horror-Genre keine Selbstverständlichkeit, schwimmen doch die meisten Sequels erfolgreicher Filmchen vergeblich im Fahrtwasser der Vorlage und schaffen es nur selten, an die Qualität der Originale anzuknüpfen. Den Machern von V/H/S 2 ist das Gegenteil gelungen. Ganz nach der Devise “blutiger, spannender und schockierender” werden hier alle Register effektiven Gruselns gezogen, die dem interessierten Filmfreund vor Freude das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen dürfte. Im Mittelpunkt der Geschehnisse stehen wieder fünf Episoden vollgestopft mit Wackelcam-Ware, die von einer handvoll bekannter Genre-Regisseure inszeniert wurden. Für den wilden Horrorspaß konnten die Macher hinter V/H/S 2 erfahrene Filmemacher wie EDUARDO SANCHEZ und GREGG HALE (THE BLAIR WITCH PROJECT), JASON EISENER (HOBO WITH A SHOTGUN) und GARET HUW EVANS (THE RAID) gewinnen, die es durchaus verstehen, den Horrorfan das Fürchten zu lehren. Anders als in V/H/S – EINE MÖRDERISCHE SAMMLUNG kommt die Fortsetzung deutlich gehaltvoller und professioneller daher. Aufwendige Effekte und durchdachte Szenarien deuten auf ein umfangreiches Budget hin, was dem Film durchaus zu Gute kommt. Gerade in Bezug auf den Gewaltpegel gibt sich das direkte Sequel blutiger und kompromissloser. Da wird Gedärm aus Leibern gerissen, Kehlen werden aufgeschlitzt und Munition durch Schädeldecken gejagt. Ganz zur Freunde des erwartungvollen Zuschauers, der sich aufgrund der realistischen Darstellungen gierig die Hände reiben und es wohl möglich kaum erwarten dürfte, V/H/S 2 auf der heimischen Mattscheibe begutachten zu dürfen. Auch wenn das muntere Treiben knöcheltief im roten Lebenssaft watet, haben die jeweiligen Regisseure eindrucksvoll bewiesen, dass man selbst im eigentlich totgefilmten Found-Footage-Stil noch allerhand kreative Ideen entwickeln kann. So sieht man die Geschehnisse nicht nur aus der bekannten Sicht von Überwachungs- und normalen Handkameras, wie im Segment SAFE HAVEN. Die Regisseure haben versucht, jede Geschichte eine gänzlich eigene innovative Note zu verleihen. So wird die erste Episode PHASE I CLINICAL TRIALS aus der Perspektive eines künstlichen Auges geschildert – der Mystery-Thriller THE EYE lässt grüßen. In Geschichte Nummer zwei, A RIDE IN THE PARK, schlüpft der Zuschauer in die Ego-Ansicht eines Zombies und die abschließende Episode SLUMBER PARTY ALIEN ABDUCTION wird aus dem Blickwinkel eines Hundes protokolliert.
Wie bei Anthologie-Streifen üblich, sind natürlich alle Segmente von unterschiedlicher Qualität, wobei die Unterschiede in V/H/S 2 nicht so gravierend sind wie im Teil zuvor. Die einzelnen Geschichten sind in ihrer Machart perfekt, stimmig und derart unterschiedlich, dass man Ungereimtheiten mit der Lupe suchen müsste. Der Einsatz verschiedener Kamera-Arten lässt den Film erfrischend erscheinen, wobei die jeweiligen Regisseure stets darum bestrebt sind, aus den eigentlich hanebüchenen Stories das Maximum herauszukitzeln. Gelungen ist das definitiv. Der Unterhaltungswert ist hoch, so dass selbst Found-Footage-Gegner erstaunlich viel Spaß an V/H/S 2 haben werden. Herzstück der Sammlung ist dennoch der beeindruckende Sekten-Beitrag SAFE HAVEN, der von GARETH HUW EVANS (THE RAID) und TIMO TJAHJANTO (MACABRE) inszeniert wurde. Was dem Fan hier an absurd-überdrehten, typisch asiatischem Nonsens präsentiert wird, mag man kaum glauben. Der Einsatz des allseits bekannten Wackelcam-Konzepts wirkt hier derart durchdacht, dass es bedauerlich ist zu sehen, dass die Geschichte bereits nach 30 Minuten ein Ende findet. SAFE HAVEN ist derart vollgestopft mit wunderbar makabren Ideen und beeindruckend guten Effekten, dass das Segment für sich allein ausgereicht hätte, einen abendfüllenden Spielfilm zu erzählen.
Mit V/H/S 2 erlebt der Fan einen der besten Found-Footage-Schocker überhaupt. Derbe Schockeffekte, witzige Ideen und handfestes Blutgematsche lassen die viel zu plakativ eingesetzten Wackeleffekte der Kamera vergessen, die das Found-Footage-Genre seit jeher prägen. Auch wenn Gegner dieser Filmart vermutlich schnell die Nase rümpfen werden, sobald die Geschehnisse der erste Mal mit den obligatorischen Totalausfällen des Bildes zu kämpfen haben, sei versichert, dass V/H/S 2 eine merklich positives Beispiel dafür ist, wie man aus einem ausgelutschten Konzept einen interessanten Beitrag zaubern kann. Bei den bisher positiven Lobeshymnen im Internet dürfte es wenig überraschen, wenn V/H/S 2 rasch ein dritter Teil folgt. Hält dieser konsequent das gleiche Niveau, darf V/H/S gern in Serie gehen!
V/H/S 2 – Fazit

Der vermutlich beste Wackelcam-Schocker überhaupt! Ein Found-Footage-Knaller, der definitiv Spaß macht: blutig, wild und höllisch spannend!
V/H/S 2 – Zensur
Der zweite Teil kommt erstaunlich blutrünstig daher. Vor allem in der dritten Episode SAFE HAVEN fließt der Lebenssaft literweise, so dass davon ausgegangen werden kann, das der Film hierzulande keine FSK-Freigabe in der ungeschnittenen Filmversion erhalten wird. Eine ungeschnittene SPIO dürfte aber denkbar sein.
V/H/S 2 – Trailer
Marcel Demuth / Hellraiser80
Ähnche Filme:
V/H/S (2012)
Filmreview: “Coffin Baby” (2013)
Coffin Baby
Story
Ein Killer geht um in Hollywood. Als eine Frau brutal ermordet in ihrem Apartment vorgefunden wird, beginnt ihre Schwester Samantha (Chauntal Lewis) bei den zuständigen Ermittlungen zu helfen. Dumm nur, dass sie alsbald selbst ins Visier des Killers gerät, kurz darauf entführt und in die Behausung des Psychopathen verschleppt wird. In eine Zelle eingepfercht, muss sie fortan dem unbarmherzigen Treiben der vermummten Gestalt beiwohnen, die darin Erfüllung findet, ahnungslose Bürger in das kuschelige Heim zu entführen, wo diese dann vor den Augen der verängstigten Frau kaltblütig gefoltert, zersägt und gekocht werden …
Coffin Baby – Kritik
Wir erinnern uns: als Hollywood vor über einem Jahrzehnt verhäuft damit begann, einschlägige Horror-Klassiker gewinnträchtig zu recyceln, spendierte Kult-Regisseur TOBE HOOPER (TEXAS CHAINSAW MASSACRE) auch dem Slasher-Klassiker THE TOOLBOX MURDERS eine vielversprechende Frischzellenkur. Nach Jahren vornehmlich erfolgloser Low-Budget-Produktionen erntete HOOPER mit seiner Neuauflage endlich wieder die Aufmerksamkeit, die ihm bereits in den 70/80ern zuteil wurde. Mit seinem souverän abgedrehten TOOLBOX MURDERS Remake gelang es ihm spielend, die Gunst der Genre-Fans wiederzugewinnen und mit seinem Reboot des 70er-Jahre Horrorschockers endlich wieder an die frühen Erfolge seiner Karriere anzuknüpfen.
Zehn Jahre sind seither ins Land gegangen; Zeit, den maskierten Killer ein weiteres Mal zur Tat schreiten zu lassen. Etwas mysteriös scheint die Realisierung des Projektes vorangegangen zu sein. Anfänglich noch TOOLBOX MURDERS 2 betitelt, trägt der Film nun den weniger bedeutsamen Titel COFFIN BABY. Als Filmfreund ahnt man bei derart rigoroser Umbenennung nichts wirklich Gutes und in der Tat, das Sequel entpuppt sich als absolute Vollkatastrophe, die es tatsächlich nicht einmal ansatzweise verdient, einen derart bekannten Titel tragen zu dürfen. Autor und Regisseur DEAN JONES hat mit der Quasi-Fortsetzung einen vollkommen wirren Film geschaffen, der zwar nach wie vor den bekannten Killer zum Thema, aber mit der eigentlichen Vorlage rein gar nichts mehr gemein hat.
JONES, bekannt geworden durch seine Make-up und Spezialeffekt-Künste in einschlägigen Genre-Produktionen (ebenso im Remake zu THE TOOLBOX MURDERS), präsentiert nun mit COFFIN BABY sein eigentliches Regie-Debüt, wobei die schwierige Entstehungsgeschichte des Werks leider zu offensichtlich ins Gewicht fällt und den Film dadurch einfach nur noch verworren erscheinen lässt. Viel zu oft kann sich der Zuschauer des Gefühls nicht erwehren, mehrere Autoren hätten abwechselnd versucht, des Drehbuchs Herr zu werden. Die Geschichte um den sagenumwobenen Hollywood-Killer wirkt unlogisch, unausgegoren und unstrukturiert. Die vielen Ideen der Drehbuchautoren durchzieht kein roter Faden, so dass JONES verzweifelt darum bemüht ist, die ohnehin nicht vorhandene Geschichte in einer losen Aneinanderreihung möglichst ekelhafter Goreszenarien zu ersäufen. Hierbei fließen derart viele Elemente aktuell so beliebter Horrorware in den Plot von COFFIN BABY, dass man nicht leugnen kann, bereits nach nur wenigen Minuten die Übersicht über die Geschehnisse verloren zu haben. Ob Slasher-, Folter oder Kannibalismus-Szenen; der moralisch fragwürdige Kontext des gesamten Szenarios dürfte auch hierzulande Grund genug sein, dem Film keine Freigabe zu erteilen.
Immerhin, und das muss man dem Film dennoch positiv anrechnen, schafft er es mit Leichtigkeit, die Gorehounds unter den Filmfreunden zufriedenzustellen. Hier werden menschliche Körper wie am Fließband zersägt, zerhackt und filetiert und ein wahrliche bluttriefendes Spezialeffekt-Feuerwerk abgebrannt, wie man es vermutlich schon lange nicht mehr in einem Horrorfilm erleben durfte. Sinn ergibt das natürlich alles rein gar nicht, wobei im Falle COFFIN BABY auch nicht wirklich ersichtlich ist, ob es sich denn hier nun um einen ernsthaften Horrorfilm oder eher eine rabenschwarze Komödie handeln soll. Gerade Opfer SAMANTHA durchlebt im Verlauf der Handlung nicht nur ihr ganz persönliches Martyrium; sie versucht auch ihren wirren Geisteszustand mit den dämlichsten Interaktionen zu unterstreichen. So wohnt sie nicht nur dem widerwärtigen Treiben des Killers mit Tüten von Popcorn bei; sie beginnt auch die unmöglichsten Dinge mit den Bergen von Leichenteilen in ihrer Zelle zu veranstalten. Manche dieser Szenen wirken derart überspitzt, das man meinen könnte, mit COFFIN BABY eine vollkommen überzogene Persiflage bekannter Folter-Schocker serviert zu bekommen. Trotzdem, bis auf die Unmengen an Ekelszenen besitzt COFFIN BABY keinen erkennbaren Mehrwert. Die Handlung bietet nichts, was man nicht schon unzählige Male in anderen Folterstreifen zu Genüge gesehen hätte. Das Motiv des Killers ist kaum zu erkennen, ganz geschweige das es plausibel nachwirken will. Die Entwicklung einer Art Stockholm-Syndrom beim Opfer wirkt lächerlich und der unbeholfene Geister-Subplot vollkommen fehl am Platz. Da kann man nur hoffen, dass Regieneuling DEAN JONES demnächst zu alter Größe zurückfindet und sich lieber wieder als kreativer Spezial-Effekte-Macher verdingt, statt auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen.
Bei COFFIN BABY handelt es sich um ein ganz schön übles Stück Zelluloid, das da demnächst deutsche Zuschauer beglücken möchte. In welcher Form dieser Film dabei über die heimischen Mattscheiben flimmern wird, dürfte vermutlich gänzlich außer Frage stehen. COFFIN BABY ist eines dieser Werke, das in ungeschnittener Form nie und nimmer seinen Weg nach Deutschland finden wird, wobei an dieser Stelle noch einmal die “harte” Arbeit der hiesige FSK erwähnt werden sollte, die den Fan regelmäßig vor allzu zeigefreudiger Splatterkunst bewahrt und wahrlich dummen Filmen wie COFFIN BABY die Freigabe verweigert. Lobenswert, denn im Falle von COFFIN BABY könnte die Arbeit der deutschen Zensurbehörde nach all der langen Zeit endlich einmal Sinn ergeben. Dieser Film ist eine wahrhafte Lachnummer und ergeht sich augenscheinlich nur im Abhandeln möglichst widerwärtiger Ekelexzesse und unmenschlicher Grausamkeiten, ohne dabei überhaupt eine gehaltvolle Geschichte zu erzählen. Immerhin dürfte COFFIN BABY als ansprechendes Bewerbungsvideo eines ambitionierten F/X-Künstler dienen, der mit Hilfe offensichtlich realistisch wirkender Gräueltaten versucht, die Karriereleiter ein klein wenig nach oben zu klettern. Dieser Versuch ist leider trotzdem gescheitert, da die Fortsetzung des TOOLBOX MURDERS Remakes leider vollkommen ungenießbar ist. Hier gilt einmal mehr die Devise: literweise Blut und Ekeleffekte machen noch lange keinen guten Horrorfilm. Außer dem möglichst graphischen Abschlachten hilfloser Menschen besitzt der Film leider keinen prägnanten Inhalt. Schade, dass ein so kultiges Franchise, wie das des TOOLBOX MURDERS, mit so einer unterbelichteten Fortsetzung derart in den Schmutz gezogen wird.
Coffin Baby – Fazit

COFFIN BABY überzeugt mit einem Body Count, der selbst im Genre seinesgleichen suchen dürfte. Das war’s dann leider aber auch schon! Ganz miese Fortsetzung!
Coffin Baby – Zensur
Der Film zelebriert regelrecht alle denkbar möglichen Gewaltexzesse. Da wird einem Opfer bei lebendigen Leib Fleischfetzen vom Körper gerissen und genüßlich verspeisst, es werden Augäpfel zerschlitzt und Menschen gefoltert. Derart zeigefreudig, dass COFFIN BABY in Deutschland nur stark zensiert erscheinen wird. Es würde uns nicht wundern, wenn der Film sogar auf dem Index landen würde.
Coffin Baby – Trailer
Marcel Demuth / Hellraiser80
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Chromeskull – Laid to Rest 2 (2011)
Filmreview: “Comedown” (2012)
Comedown
Story
Sechs Freunde aus einem Londoner Problemviertel wollen sich ein paar Pfund dazu verdienen. Ihre Aufgabe besteht darin, eine Sender-Antenne für einen geheimen Piratensender im obersten Stockwerk eines verlassenen Hochhauses anzubringen. Keine unüberwindbare Herausforderung für die taffen Ghetto-Kids, handelt es sich doch um ein Gebäude, was ihnen durchaus vertraut ist und in dem sie als Kinder gelebt hatten. Lloyd (Jacob Anderson), gerade frisch verliebt, scheint den Auftrag nur zögernd annehmen zu wollen. Verständlich, wurde er soeben aus dem Gefängnis entlassen und möchte mit Freundin Jemma (Sophie Stuckey) einen neuen Lebensabschnitt bestreiten. Doch die Freunde können ihn überreden und so machen sich die Teens an die Arbeit, das verlassene Gebäude zu erkunden. Anfänglich guter Dinge, bemerken sie alsbald, dass in irgendeinem der Stockwerke ein mysteriöser Killer haust, der so rein gar nicht erfreut über den unangemeldeten Besuch ist! …
Comedown – Kritik
Kids, Bedrohung, Ghetto und Horror? So gänzlich unbekannt scheint derart Kombination dem Horrorfan nicht zu sein, denn bereits im Jahre 2011 haben übermütige, sozial benachteiligte Teenager im Thriller ATTACK THE BLOCK versucht, gegen eine Bedrohung aus dem All anzukämpfen – natürlich mit Erfolg. Der erheiternde Mix aus Comedy und Sci-Fi-Horror avancierte rasch zum Publikumsliebling des 26. Fantasy Filmfest´s und stieß bei hiesigen Horrorfilms auf allgemeine Zustimmung. Der nun vorliegende COMEDOWN thematisiert einen ähnlichen kontroversen Brennpunkt und verfrachtet eine handvoll Ghetto-Kids in einen leerstehenden Wohnblock, in dem sie alsbald auf einen irren Psychopathen stoßen, der sich in seiner kuscheligen Behausung ersichtlich gestört in seiner Ruhe fühlt. Anders als im benannten ATTACK THE BLOCK gestaltet sich die hier zugrundeliegende Geschichte, weniger komödiantisch und schlägt durchweg ernstere und vor allem düstere Töne an. Zu lachen haben die hier unwissenden Teenager leider nichts, denn nachdem sie das leerstehende Gemäuer erkundet und sich dem Drogenrausch hingegeben haben, sehen sie sich mit einem reichlich gestörten Unbekannten konfrontiert, dessen Intentionen jedoch erst am Ende des Films gelüftet werden. Regisseur MENHAJ HUDA mag vermutlich eine Leidenschaft für Filme im Ghetto-Milieu zu pflegen, denn bereits seine beiden zuvor abgedrehten Filme ADULTHOOD und KIDULTHOOD bebilderten ein ähnliches, soziales Umfeld, nur mit dem Unterschied, dass es sich bei seinen Vorwerken um keine Horrorfilme handelt, sondern um eher diskussionswürdige Dramen.
COMEDOWN ist ein waschechter und vor allem kompromissloser Slasher, wie man ihn aktuell leider zu oft zu Gesicht bekommt. Es gibt unterbelichtete Kids, die sich einmal mehr, weder um Logik scheren und stattdessen die unglaublichsten Dinge veranstalten, um sich letztendlich doch im Netz des Killers zu verfangen, der sie wiederum für ihre unduldbare Dummheit über die Klinge springen lässt. Warum Drehbuchschreiber nicht endlich einmal damit beginnen, ihren ohnehin gesichtslosen Protagonisten halbwegs anständig Gribs in die Birne zu pflanzen, verstehe wer will. Warum muss ein Slasher im Jahre 2013 stattdessen immer wieder von den gleichen Klischees zerren, die man bereits seit Bestehen dieses Sub-Genres bis zum Erbrechen ausgereizt und unzählbar wiederholt hat? Warum können die Opfer in diesen Filme nicht halbwegs vernünftig agieren und warum dürfen die Charaktere nicht auch einmal damit beginnen logisch zu denken, bevor sie unfreiwillig komisch entscheiden? Immerhin sorgt Regisseur MENHAJ HUDA für ansprechendes Ambiente, dass es zumindest trefflich versteht, den durchaus bösen Gegebenheiten entsprechend bedrohliche Atmosphäre einzuhauchen. Düster ist es in COMEDOWN allemal. So düster, dass der Zuschauer oftmals rein gar nicht erkennen kann, was die Kids und der sagenumwobene Killer da eigentlich auf der heimischen Mattscheibe veranstalten.
Das muss er eigentlich auch gar nicht, reduzieren sich die Geschehnisse einzig und allein auf lautes Schreien, hektisches Davonlaufen, ergebnisloses Suchen und bedeutungsloses Winseln – ganz so, wie es eben in einem 08/15-Teenie-Slasher seit jeher gehandhabt wird.
Trotzdem; im Unterschied zu den typischen Vertretern aus Übersee lässt sich in COMEDOWN, trotz aller stereotypischen Verhaltensmustern und allseits bekannter Szenen-Abfolgen, zumindest hin und wieder so etwas wie Spannung und Stimmung verzeichnen. Spätestens dann, wenn sich die Teens mit dem Killer konfrontiert sehen und versuchen müssen ihrem Tod zu entkommen, präsentiert der austauschbare Slasher seine wahren Stärken. Und die sind eben im halbwegs sadistischen Abhandeln der obligatorischen Greulszenen zu suchen. Ja, die perfiden und sadistischen Todesarten in COMEDOWN haben es in sich. Vermutlich punkten sie mit einer derart schonungslosen Zeigefreudigkeit, dass hier natürlich die hiesige FSK keinen wirklichen Spaß verstehen dürfte. Wie in Filmen dieser Art typisch, greift der Killer auf ein umfangreiches Arsenal an allerlei Folterwerkzeug zurück, um die Kids möglichst kreativ ins Jenseits meucheln zu können. Allen voran, sei eine formschöne Nagelpistole genannt, deren Einsatz sich womöglich aktuell in vielen Filmen der letzten Dekaden großer Beliebtheit erfreut hat. Dennoch machen ja bekanntlich viele bösartige Hinrichtungen, noch lange keinen wirklich sehenswerten Film aus. Auch wenn einige der Schock-Effekte im Film allzu zartbesaitete Filmzuschauer deftig zusammenzucken lassen dürften, lässt sich dennoch nicht leugnen, dass COMEDOWN ein Horrorfilm unter vielen ist, der mit seinen unsympathischen Figuren und der unüberschaubaren Fülle an Déjà-vu-Momenten es zu keinem Moment schafft, dem gebeutelten Slasher ansatzweise frischen Wind einzuverleiben. Somit ist COMEDOWN leider nur einer dieser vielen Filme, deren Sichtung einzig und allein Fans zu raten ist, die eine Vorliebe für kompromissloses 80er Jahre Slasher-Kino besitzen. Wer sich angenehm gruseln mag, ist hier leider an der falschen Adresse, denn hier gibt es vorwiegend grobe Hausmannskost von der Stange zu bewundern!
Comedown – Fazit

SAW & ATTACK THE BLOCK meet HALLOWEEN!
Düsteres Slasher-Kino mit arg sadistischem Metzel-Szenen, dennoch altbekannter Story und nur wenig erfrischenden Ideen. Leider nur Dutzendware!
Comedown – Zensur
Der Film wird ungeschnitten vermutlich keine Freigabe durch die FSK erhalten. Vor allem die Nagelpistolen-Szene dürfte der FSK sprichwörtlich ein “Dorn im Auge” sein!
Eine SPIO/JK-Prüfung wird es dem Film dennoch ermöglichen hierzulande ungeschnitten zu erscheinen!
Comedown – Trailer
Marcel Demuth / Hellraiser80
Ähnliche Filme:
Silent Night (2012)
ChromeSkull: Laid to Rest 2 (2011)
Attack the Block (2011)
The Raid (2011)
Filmreview: “Nobody gets out alive” (2013)
Nobody gets out alive
Story
Um der etwas kränklichen „Jen“ die Vorzüge des Lebens erneut schmackhaft zu machen, unternimmt sie auf den Rat ihrer Eltern hin, einen gemütlichen Campingausflug hinaus in die Wälder. Einige Freunde sind schnell zusammengetrommelt und so begibt sich die Bande in eine vermeintlich feier- und sauffreudige Zeit ohne Eltern, Stress und Hektik.
Doch was die Freunde nicht wissen: unlängst verlor ein Familienvater in jener Gegend seine einzige Tochter, die von einer Gruppe betrunkener und unachtsamer Kids beim Spielen auf offener Straße überfahren wurde. Nun, so erzählt die Legende, sinnt der gebrochene Mann auf blutgierige Rache und meuchelt jeden Jugendlichen über den Jordan, der sich in dem naheliegenden Wald verirrt hat.
Anfänglich für eine bedeutungslose Erzählung gehalten, verschwindet auch schon der erste Teen auf unerklärliche Weise.
Nobody gets out alive – Kritik
Wenn ein scheinbar unbekannter Film mit einem derb-reißerischen Plakat wirbt, rührt die Vermutung oftmals gar nicht so weit her, dass hinter derart vielversprechender Werbebotschaft auch ein derb-unterhaltsames Filmchen stecken muss.
Hat man als Filmfreund jedoch ein geschultes Auge, so erkennt man schnell, dass es Unmengen an Filmen gibt, die ihre filmischen Defizite mittels ansprechender Filmcover versuchen zu vertuschen, um gierige Horrorfans dennoch zum Kauf ihrer hölzernen Filmkost zu bewegen.
Auch der vorliegende “Nobody gets out alive” ist einer jener Filme, der mit einem deftigen Cover wirbt, um von der vollkommen desaströsen Inszenierung der zu Grunde liegenden Geschichte gekonnt abzulenken. Kreative Eigenständigkeit sucht man hier vergebens. Stattdessen wird dem Filmfreund die gefühlt millionste Geschichte eines traumatisierten Irren geschildert, der einmal mehr die Jagdsaison auf eine handvoll ahnungsloser Teenager eröffnet hat. Auch wenn das formschöne Filmposter eine liebevolle Hommage an die diversen Slasher-Klassiker der schmuddeligen 70er und knall-poppigen 80er verspricht, so sind die diversen Zitate im Film eine wahrliche Beleidigung für all die Werke, die dieses Sub-Genre maßgeblich mitgeprägt haben.
Kreative Eigenständigkeit wird in “Nobody gets out alive” konsequent klein geschrieben. Statt dem unlängst totgefilmten “Teenager-in-Angst-Kino” halbwegs neue Facetten einzuverleiben, verharrt der vorliegende Slasher-Aufgruss in einem zähen Gemisch aus “zerfilmten” Genre-Regeln und katastrophaler Einfallslosigkeit. Spannung kommt dabei selten auf und so darf sich der interessierte Horrorfilmfreund durch ein uninspiriertes und bedeutungsloses Filmchen quälen, das krampfhaft versucht in die Fußstapfen seiner großen Vorbilder zu schlüpfen.
Auch wenn Regie-Newcomers „Jason Christopher“ stets darum bestrebt ist, aus dem vermutlich kaum vorhandenen Budget das Maximum herauszuholen, so kann er dennoch nicht vertuschen, dass seinem Debüt der unweigerlich amateurhafte Grundton und die stümperhafte Ernsthaftigkeit mitnichten zugute kommt. Diverse Szenen bergen zwar eine gewisse, bedrohliche Stimmung, verlieren aber aufgrund der technischen Defizite und der laienhaften Darstellung einiger Protagonisten immens an Intensität. Einzig durch die erstaunlich rauen Gewaltspitzen dürfte der Film zumindest bei Gore-Liebhaber auf Zustimmung stoßen. Auch wenn einige Spezialeffekte (übrigens durchweg handmade) in ihrer Umsetzung als einfach durchschaubar zu betiteln sind, so verfehlen sie ihre widerwärtige Wirkung nur selten. “Nobody gets out alive” ist erstaunlich ruppig und ziemlich hart, sodass zartbesaitete Gemüter rasch die Nerven verlieren dürften. Zumindest in diesen Belangen ist „Jason Christopher´s“ Erstlingswerk klassischen Vertretern seiner Gattung einiges voraus. Nur ob blut- und menschenverachtende Gewaltexzesse allein einen guten Film ausmachen, sollte jeder für sich selbst entscheiden.
Heute besorgen wir uns eine HD-Cam und drehen mit einigen Freunden geschwind einen überaus schlechten Horrorfilm. Dachte sich Newcomer „Jason Christopher“ und rief unweigerlich den unausgegorenen “Nobody gets out alive” ins Leben. Auch wenn einige befremdlich-kontrastreiche Filterspielereien zu Gefallen wissen, so kann der erste Lang-Spielfilm des Nachwuchstalents kaum überzeugen. Die dilettantische Ernsthaftigkeit, welche die gesamte Inszenierung seines Slasher-Debakels durchzieht und die fast schon penetrant-peinliche Ideenlosigkeit seiner Geschichte, brechen dem (ursprünglich betitelten) “Down the Road” gänzlich das Genick. Hinzukommt, dass die wenigen Schauspieler kaum Talent besitzen, halbwegs sympathisch und glaubhaft zu agieren. Immerhin sind ihre Weinkrämpfe und Winseleien durchaus zweckhaft, sodass die diversen wirklich deftigen Folterszenen hart anzuschauen sind. Da werden Beine abgesägt und Nägel in Schädeldecken geschlagen – der Gorehound unter den Horrorfilmfreunden dürfte sich hierbei gierig die Händen reiben. Trotzdem, die simplen, aber dennoch recht grafischen Gewaltspitzen machen noch lange keinen guten Horrorfilm aus. “Nobody gets out alive” ist abartiger Nonsens, der unter dem Deckmantel eines klassischen Slasher-Movies versucht, mit einer handvoll schlecht kopierter Szenen und stereotypen Figuren flink Kasse zu machen. Für Horrorfilmfans, die selbst bei Horrorfilmen einen gewissen Anspruch erwarten, ist dieser Genre-Beitrag eine absolute Zumutung.
Nobody gets out alive – Fazit
Unterbelichtete Slasher-Gurke, die trotz Amateuroptik, mit arg derben Szenen aufwartet – Braucht keiner!
Nobody gets out alive – Zensur
Aufgrund arg derber Szenen, kommt der vorliegende Film nicht ungeschnitten nach Deutschland.
Nobody gets out alive – Trailer
Hellraiser80
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Mask Maker – Meet your Maker / Maskerade (2010)
Filmreview: “Texas Chainsaw 3D” (2013)

Texas Chainsaw 3D
Story
Achtung!
Review beinhaltet mögliche Spoiler!
„Heathers“ geregeltes Leben gerät völlig aus den Fugen, als sie das Erbe ihrer unbekannten, verstorbenen Großmutter antreten soll. Sie reist zusammen mit ihren Freunden nach Texas, wo ein riesiges Anwesen auf sie wartet, dessen Schlüssel ihr von einem Nachlassverwalter überreicht werden. Doch das vermeintlich pompöse Anwesen birgt ein dunkles und tödliches Geheimnis, dass mit der Erbschaftsübergabe einen gierigen Blutzoll fordert …
Texas Chainsaw 3D – Kritik
Manche Filmreihen scheinen derart populär, dass sie einfach nicht totzukriegen sind und sich geldgeile Rechteinhaber ein goldenes Näschen an derart Filmstoff verdienen. Ob hierbei eine plausible Geschichte zu Grunde liegt und bekanntes Franchise logisch fortgeführt wird, ist im 21 Jahrhundert schon längst nicht mehr relevant. Da wird die bereits ohnehin kränkelnde Kuh auch schön weiter gierig abgemolken, in der Hoffnung, dass die Ausbeute noch halbwegs gewinnbringende Dollars einspielt. Einer dieser Fälle ist das berüchtigte “Texas Chainsaw Massacre“, dass bereits im Jahre 1974 für reichlich Gesprächsstoff sorgte und den Grundstein für heute so populäres Terror-Kino legte. Tobe Hoopers berüchtigtes “Kettensägen-Massaker” gehört zweifelsohne zum Meilenstein des modernen Horrorfilms und findet in seiner schmuddeligen und exploitationhafte Darstellung des populären 70er Jahre Horrorkinos gleich neben berüchtigten Klassikern wie “Last House on the Left” , „I spit on your Grave“ und „Mark of the Devil“ Erwähnung. Nach nunmehr bereits sechs Verfilmungen steht aktuell mit “Texas Chainsaw 3D” der neuste Teil des berüchtigten Horrorfilmstoffs ins Haus und findet überraschenderweise nicht den direkten Anschluss an “Marcus Nispel” Hochglanz-Remake aus dem Jahre 2003. Anstatt die Gegebenheiten rund um die “Nispel“-Neuverfilmung plausibel weiterzuspinnen geht der aktuelle Aufguss zurück zu den Ursprüngen des Originals und setzt haargenau dort an, wo Hoopers “Texas Chainsaw Massacre” endete.
“Sally“, die einzige Überlebende aus dem 1974er Originalfilm, entkommt dem Motorsägen schwingenden “Leatherface” und kann sich kurzum in die Nachbarstadt retten. Dort schildert sie dem ansässigen Sheriff, welch gemeine Abartigkeiten sie im Haus der “Sawyer“-Familie erdulden musste, worauf eine selbsternannte wutentbrannte Bürgerwehr zum Schauplatz der Verbrechen eilt, um mit der seltsamen Bande auf ihre ganz eigene Weise abzurechnen. Keiner der (gefühlten 100!) “Sawyer“-Familienmitglieder kann diesem Racheakt lebend entkommen. Nur ein hilfloses Neugeborenes überlebt das blutige Massaker und wird letztendlich in die Obhut einer Pflegefamilie übergeben.
Natürlich dürfte der aufmerksame Horrorfilmfreund bereits rasch erahnen, dass es sich bei jenem Waisenkind um die taffe Hauptdarstellerin “Heather” handelt, die im Verlauf der vollkommen hölzernen Geschichte auf einen erschreckend gealterten „Leatherface“ trifft. Der direkt Anschluss an das kultige und große Original erweist sich in diesem Fall als desaströse Entscheidung, denn trotz aller unbeholfener Versuche dem 74er “Texas Chainsaw Massacres” halbwegs gerecht zu werden, mündet das aktuelle Sequel in einer einzigen Katastrophe. Es bedarf hier vermutlich eine ganze Seite zu füllen, um all die Ungereimtheiten eines “Texas Chainsaw 3D” aufzählen zu können. Fakt ist jedoch, dass der neuste Ableger der bisher Schlechteste der gesamten Reihe darstellt. Am prägnantesten werden vor allem die Mankos in der Darstellung der Protagonisten deutlich. Sicher war die gesamte “Texas Chainsaw Massacre”-Reihe noch nie ein Garant für tiefgründige und klug durchdachte Charakterisierung, handelt es sich hierbei schließlich um eine Horror-Serie, die vordergründig seit jeher von derben Terror und bluttriefende Gewalt zerrt. Die vorliegende Fortsetzung jedoch besitzt außer einige Gewaltspitzen nichts was überhaupt von Interesse wäre – Folter und Terror: Fehlanzeige! Die wenigen Figuren sind derart flach skizziert, dass das immens gorige Treiben vollends an Intensität verliert. Zudem lässt “Texas Chainsaw 3D” jeglichen Terrorgedanken missen. Die Geschichte entlädt sich als vollkommen austauschbarer 08/15-Teenhorror, der auch beliebig hätte anders heißen können. Hinzukommt, dass man die Glaubwürdigkeit der hier vorgegaukelten Geschehnisse nicht weiter hinterfragen sollte. “Heather” durchlebt im Verlauf des Films eine haarsträubende Metamorphose, die in ihrer Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist. Anfänglich als Opfer deklariert, entscheidet sie sich am Ende (unverständlicherweise) für das Böse und bietet durchaus Freiraum für eine mögliche Fortsetzung. Welchen Sinn dieser gesamte hanebüchene Nonsens birgt, sei letztendlich dahingestellt, denn eine mögliche Erklärung ihres Tun und Handelns machen „Texas Chainsaw 3D“ leider auch nicht besser!
Ein Albtraum für jeden “TCM“-Filmfan: es war vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis sich auch das bisher langlebigste Horror-Franchise selbst ins Aus befördern würde. Nach sechs Filmen bildet nun der vorliegende “Texas Chainsaw 3D” das miserable Schlusslicht der bekannten Filmreihe. Dass der aktuelle Beitrag nicht einmal ansatzweise dem Niveau der erfolgreichen Vorlage gerecht werden kann, dürfte bereits der unvollständigen Titel erahnen lassen, denn nur dort wo letztendlich auch “Massacre” draufsteht, ist vermutlich auch allein nur “Massacre” drin. Der aktuelle Aufguss bietet außer einer umfangreichen Palette obligatorisch-blutiger Schauwerte nichts, was den interessierten Filmfreund gefallen dürfte. Aufgrund mangelnder Identifikationsmöglichkeiten stumpfen die eigentlich sehr bösen und gut umgesetzten Spezialeffekte gehörig ab und verlieren ihre eigentliche Wirkung. Dass man “Texas Chainsaw 3D” zu keiner Minute ernst nehmen kann, zeigen eindrucksvoll die vielen Logikpatzer, die das gesamte Treiben zu einer vollkommen Lachnummer gestalten. Da findet “Heather” irgendwo im Nirgendwo einen Jahrmarkt und scheint in ihrer Planlosigkeit nichts anderes im Sinn zu haben, als sich auf ein Riesenrad zu schwingen, in der Hoffnung, dass sie dadurch “Leatherface” entkommen kann. Dumm nur, dass sich eine derartige Gerätschaft im Kreis bewegt und “Leatherface“, trotz geistiger Beschränktheit, immer noch klug genug zu sein scheint und einfach am unteren Ende des Riesenrads auf die leicht verwirrte “Heather” wartet. “Texas Chainsaw 3D” ist ein ganz dummer Vertreter seiner Gattung und wäre mit dem Einspielen Sitcom-ähnlicher Lacher vermutlich ein geniales Stück Comedy geworden. So jedoch, dürfte die bierernste Inszenierung mit einer gewissen Vorsicht genossen werden, denn „Texas Chainsaw 3D“ hält mitnichten, was der eigentliche Filmtitel hauptsächlich suggeriert.
Texas Chainsaw 3D – Fazit

Für alle Fans der Filmreihe: DANGER !!!!! Unglaublich miese Fortsetzung, die bei weitem den desaströsen 4. Teil der Serie (“Die Rückkehr”) an Dummheit überbietet.
Texas Chainsaw 3D – Zensur
Die deutsche Veröffentlichung beruht auf der amerikanischen Rated R-Fassung und hat es in dieser Form auch ungeschnitten nach Deutschland geschafft. Die hier veröffentlichte DVD/Blu-ray wurde mit dem “Keine Jugendfreigabe”-Stempel abgesegnet!
Texas Chainsaw 3D – Deutsche Blu-ray
TECHNISCHE DATEN
Originaltitel: Texas Chainsaw; USA 2012
Genre: Thriller, Horror
Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD HR 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1.85:1; (1920x1080p) Full HD
Laufzeit: ca. 92 Min.
FSK: FSK 18 – Keine Jugendfreigabe
Verpackung: Amaray mit Wendecover
Extras: Interviews (ca. 23 Min.), Blick hinter die Kulissen (ca. 3 Min.), Das Texas Chainsaw Vermächtnis (ca. 10 Min.), Der alte Bauernhof (ca. 15 Min.), Die Wiederauferstehung der Säge (ca. 12 Min.), Besetzungs-Terror (ca. 10 Min.), Leatherface 2013 (ca. 15 Min.), Licht, Kamera, Massaker! (ca. 12 Min.), Es steckt im Fleisch (ca. 10 Min.), Kurzberichte vom Set, Originaltrailer in Deutsch und Englisch, Audiokommentar mit Regisseur John Luessenhop und Dan Yeager (Leatherface), Trailershow
Uns lag zum Test der Heimkinofassung von TEXAS CHAINSAW 3D die dreidimensionale Variante auf Blu-ray vor. Auf dieser Scheibe kann der Zuschauer neben der 3D-Fassung des Films natürlich auch auf die 2D-Variante zurückgreifen. Den Beginn macht der Trailer zum kommenden Action-Thriller „PARKER“; danach geht geradezu ins Hauptmenü, wo der Filmfreund neben dem Hauptfilm in erstaunlich hochwertiger Qualität auch zwischen reichlich Bonusmaterial wählen kann. Hierbei offenbart sich jedoch schon der erste Wehrmutstropfen: bis auf die Interviews der Hauptdarsteller sind keiner der hier vorfindbaren Extras Deutsch untertitelt. Auch wenn das Zusatzmaterial durchaus umfangreich daherkommt; Freunde von Leatherface & Co. sollten für den Genuss der Boni gute Englischkenntnisse mitbringen. Neben diversen „Hinter den Kulissen“-Features, Interviews, einem alternativen Anfang und interessanten Informationen zum Film, haben es auch die jeweiligen Trailer zum Schocker in Englisch und Deutsch auf die Scheibe geschafft. Zudem lässt sich auf der Heimkino-Veröffentlichung auch ein nicht untertitelter Audiokommentar finden. Bleibt zu erwähnen, dass sogar eine umfangreiche Trailershow zu weiteren Titeln des Publishers bewundert werden darf – erfreulicherweise sogar ein 3D-Trailer zum Film „RESIDENT EVIL – RETRIBUTION“. Die 3D-Fassung kommt, ebenso wie die normale Filmfassung, in sehr hochwertiger Bild- und Tonqualität daher, wobei gerade bei der dreidimensionale Filmfassung die diversen Pop-Out-Effekte mit der Motorsäge zu gefallen wissen. Abgesehen vom Film selbst, hält man auf technischer Ebene, einen durchweg gelungenen Release in den Händen, welchen man auf derart technisch ansprechendem Niveau im Horror-Sektor nicht alltäglich zu Gesicht bekommt. Neben der vorliegenden Fassung kann der Filmfan ohne 3D-Equipment natürlich auch zur herkömmlichen 2D-Scheibe greifen. Diese ist nicht nur preislich günstiger, sondern überzeugt mit ebenso wertigem Bild. Beide HD-Varianten wurden mit einem Wendecover und einem Einleger mit Kapitel-Index ausgestattet.
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Texas Chainsaw 3D – Trailer
Hellraiser80
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Filmreview: “The Collection” (2012)

The Collection – Story
Elena (Emma Fitzpatrick) erlebt die Party ihres Leben: zusammen mit einigen Freunden schleicht sie sich auf eine angesagte Underground-Party und somit dem perfiden Killer namens “Collector” genau in die Arme. Der hat die Lokalität mit allerlei Fallen gespickt und dezimiert die gesamten (!) Party-Gäste innerhalb von nur wenigen Minuten auf recht krude Art und Weise. Die verwirrte Elena wird als “Spieleinsatz” in einen Koffer gequetscht und in ein leerstehendes Hotel verschleppt. Doch ihr wohlhabender Vater scheint gänzlich in großer Sorge zu sein und um das Wohlergehen der vermissten Elena besorgt. Schnell engagiert er einige Söldner, die sich zusammen mit einem ehemaligen Opfer des Killers (Josh Stewart), auf den Weg machen, die junge Frau zu finden. Kaum das leerstehende Hotel ausfindig gemacht, sehen sich die Retter mit einem Killer konfrontiert, der für jede noch so unerwartete Überraschung siegessicher gewappnet zu sein scheint …
The Collection – Kritik
Es ist immer wieder überraschend, welch steile Karriere so manch raffinierter Filmschreiberling in Hollywood einschlägt. Kaum hat man dort einige Drehbücher kommerziell erfolgreicher Horrorschnellschuss-Ware zu Papier gebracht, darf man flink davon ausgehen, dass jener Drehbuchautor sich selbst als kreativer Filmemacher auf dem Regiestuhl feiert. So auch im Falle von „Marcus Dunstan“, der sich in der Horrorfilmwelt als Drehbuchschreiber für die “Feast“-Trilogie und “Saw 5-7” einen anerkannten Namen gemacht hat. So wirklich zufrieden schien er jedoch mit seiner unscheinbaren Rolle im Hintergrund nicht gewesen zu sein, sodass er sich mit seiner ersten, eigenen Regiearbeit namens “The Collector” selbst einen langjährigen Traum erfüllte und dabei sogar noch großes Lob seitens der Horrorfilmbase erntete. Dass bei derart schweißtreibend und geschickt zusammengeflickter Thriller-Kost eine Fortsetzung nicht lang auf sich warten lies, liegt auf der Hand. Und so startete nun vor einigen Wochen der direkte Nachfolger des recht frischen Franchise in den amerikanische Lichtspielhäusern, wobei eine deutsche Veröffentlichung immer noch auf sich warten lässt.
Natürlich bürgt sich nun für Fans des Originals direkt die obligatorische Frage auf, ob das Niveau der packenden Killer-Hatz auch konsequent in der Fortsetzung gehalten werden kann. Nun, sagen wir so – “The Collection” besitzt all das, was man von einer würdigen Fortsetzung erwarten würde: mehr bösartige Fallen, mehr Opfer und mehr blutgeiles Gekröse. Das war´s dann aber auch leider schon. Regisseur “Marcus Dunstan” vergisst in seiner gänzlichen Euphorie und detailgetreuen Zeigefreudigkeit obligatorischer Gewaltexzesse hinfällige Fragen zu beantworten und spielt im Grunde genommen erneut die gleiche Geschichte, nach gleichem Schema, nur im größeren Maßstab ab. Schauplatz des frivolen Treibens ist diesmal ein leerstehendes Hotel, in welches er hunderte tote Körper aufbewahrt und zudem einige potenzielle Kandidaten verschleppt, die um ihr Über- und Ableben kämpfen müssen. Über Sinn und Unsinn des gesamten Treibens lässt sich wahrlich streiten, denn so wirklich erfrischend klaustrophobisch und so kongenial fies wie sein “The Collector” kommt der aktuelle Aufguss leider nicht daher. Vielmehr verläuft sich das Sequel in einer wahrhaftigen Splatter-Tour-de-Farce, die mit allerhand optischen Gemeinheiten aufwartet. Auch wenn die Geschehnisse auf der Kinoleinwand einen gewissen Kurzweil versprühen, so muss der Filmfreund nach Sichtung des Films bitter realisieren, dass “The Collection” doch irgendwie enttäuscht und eigentlich vollkommen überflüssig ist. Die Identität des Killers bleibt weitestgehend ungeklärt und seine Intentionen verlaufen merklich im Sande. Auch wenn in “The Collector” und “The Collection” reichlich mit dem “Was” und “Wie” gepockert wird, so zwängt sich im Verlauf der Sichtung ein hilfloses “Wer ist dieser Killer” und “Warum mach er das” auf. Immerhin lässt das obligatorisch offene Ende darauf schließen, dass der kommende dritte Teil der Reihe die diversen unbeantworteten Fragen klären wird, zumal sich der Killer am Ende mit dem Opfer konfrontiert sieht und selbiges auf schonungslose Rache sinnt. Die Täter/Opfer-Rolle wird zugunsten eines perfiden Racheakts ausgetauscht, sodass der Filmfreund einen vermutlich weiteren blutigen Vertreter seiner Gattung erwarten dürfte.
“The Collection” ist mitnichten ein schlechter Vertreter seiner Gattung, wenn man denn nur seinen Vorgänger ausblendet, denn die Fortsetzung ist, bis auf kleine Nebenstränge, eine etwas ideenlose Kopie des Originalfilms. Regisseur Marcus Dunstan füllt sein recht kurzes Sequel mit allerlei derben Gore-Effekten und spickt es mit einigen sehr schmerzhaften Gemeinheiten, die vor allem zarte Gemüter gehörige Albträume bescheren dürften. Überhaupt treibt es der “Collector” überaus blutig, sodass das Splatterherz vor Freunde im Kreis tanzen dürfte. Leider erfährt die Geschichte des öfteren einige markerschütternde Schnitzer in der Logik, die sehr an Glaubwürdigkeit missen lassen. Zum einen skizziert “Dunstan” seinen skrupellosen und unkaputtbaren Killer als wahrhaftigen Glückspilz. Er schiesst, schlitzt und legt frivol gemeine Fallen, ohne selbst je Schaden zu nehmen. Im Nahkampf erweist sich der zähe Bursche als relativ geschickt und überhaupt scheint der “Sammler” mit einer beachtenswerten Vorahnung gesegnet zu sein, welche ihm sogar oftmals überraschend das Leben retten dürfte.
Dass solide Hotel-Setting lässt jegliche Inspiration missen und ist aufgrund der mangelnd erklärten Beweggründe des Killers halt einfach da. Wie so oft in derart Filmchen schert sich kein Außenstehender oder Polizist einen Deut darum, was sich hinter vermeintlich leerstehenden Mauern abspielt. Anhand der geschätzten 500 Körper, die der „Collector“ im Keller des Hause munter vor sich her verrotten lässt, dürfte ein barrierefreies Atmen im und um das Haus vermutlich rein gar nicht möglich sein, geschweige von den Horden an Insekten, die den Protagonisten aufgrund der im Haus verstreuten Leichenteile eigentlich das Leben zur Hölle machen müssten. Im den Räumlichkeiten selbst flitzen mittels Drogen manipulierte Zombies durch die Gänge und im Foyer darf der geneigte Horrorfilmfreund seltsame, blau beleuchtete Vitrinen bestaunen, in deren Inneren sich seltsame Körper befinden , die der “Collector” aus diversen Leichenteilen eigenhändig zusammengezimmert haben muss. Wie leider viel so oft in “The Collection” drängt sich hier eine vollkommen Ratlosigkeit des Zuschauers auf, der sich nicht nur einmal fragen dürfte, was der titelgebende Killer mit all seinen grotesken Aktion denn letztendlich bezweckt und was der gesamte sinnfreie Spuk denn nun eigentlich soll.
Immerhin, Fans eines “Saw” dürften sich im “Collection“-Universum direkt heimisch fühlen. Regisseur und Drehbuchautor „Marcus Dunstan“ scheint von der Kult-Reihe derart beeindruckt gewesen zu sein, sodass er kurzum einige Elemente aus der “Darren Lynn Bousman“-Vorlage vorbildlich zitiert hat. Das beginnt mit befremdlich ausgeleuchteten Settings, wirren Schnitten sowie seltsamen Farbfiltern und endet mit kreativ ausgetüftelten Fallen, die die Unmengen an unwichtigen Protagonisten schön zeigegeil über den Jordan meucheln.
Wer seine hohen Erwartungen herabstuft und keine weiteren Überraschungs-Hit erwartet, dürfte wohl möglich 80 kurzweilige Minuten voller blutigen Nonsens erleben – Filmfreunde, die bei “The Collection” einen ebenso raffiniert ausgetüftelten Horror-Thriller erhoffen, werden gnadenlos enttäuscht werden. Von daher: Bier in die Hand, Hirn ausschalten und genießen …
The Collection – Fazit

Krudes Splatter-Feuerwerk, das nicht einmal ansatzweise dem Vorgänger die Hand reichen kann
The Collection – Zensur
“The Collection” hat es hierzulande nicht durch die FSK geschafft. Demnach musste der hiesige Vertrieb Schnitte für eine “KJ“-Freigabe vornehmen. Dennoch existiert natürlich auch eine ungeschnittene Filmfassung. Diese trägt die “SPIO/JK“-Kennzeichnung. Deshalb: beim Kauf sorgfältig auf den Freigabestempel achten!
The Collection – Deutsche Blu-ray
TECHNISCHE DATEN
Originaltitel: The Collection; USA 2012
Genre: Thriller, Horror, Splatter
Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD MA 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2.35:1 / 16:9 (1920x1080p)
Laufzeit: ca. 82 Min. (uncut)
FSK: Keine Jugendfreigabe (cut) / SPIO/JK (uncut)
Verpackung: Schwarze Amaray (SPIO/JK-Fassung) / Blaue Amaray mit Wendecover (KJ-Fassung)
Extras: Deutscher Trailer (HD 2min), Originaltrailer (HD – 2min), Alternative Szenen (HD – ca. 6min), Make-up und Effekte (HD – ca. 5min), Produktionsdesign (HD – ca. 5min), Spezialeffekte (HD – ca. 6min), Stunts (HD – ca. 4min), Die Vision des Regisseurs (HD – ca. 5min), Audiokommentar mit Regisseur Marcus Dunston und Patrick Melton (keine UT), Trailershow mit 3 Filmen aus dem Portfolio des Vertriebs
Nun ist er endlich da, die deutsche Blu-ray zum Film “The Collector 2“.
“Planet Media” hat weder Kosten noch Mühen gescheut, dem Film eine gerechte Veröffentlichung zu spendieren. Uns lag zum Test die ungeschnittene Fassung mit SPIO/JK-Aufdruck vor, die in einer edlen, schwarzen Amaray daherkommt und kein Wendecover besitzt – wozu auch. Die herkömmliche geschnittene Kaufhaus-Fassung trägt das “KJ“-Symbol und wird jedoch über eine Wendecover verfügen. Nach dem Einlegen der Scheibe erwarten den Filmfreund einige Trailer aus dem Hause “Planet Media” danach gehts geradeaus ins Hauptmenü, dass mit einigen Szenen des Films unterlegt wurde. Von hier aus kann der Zuschauer sich neben dem Hauptfilm auch einige Extras zu Gemüte führen. Diese sind durch die Bank weg hochauflösend; wurden aber leider nicht deutsch untertitelt. Gleiches gilt übrigens auch für den Audiokommentar, dem ebenso keine deutsche Untertitelspur spendiert wurde. Wer sich den Film gern im Original anschauen und dabei filmbegleitende Untertitel genießen möchte, darf jedoch aufatmen, denn diese sind immerhin vorhanden. Die Tonabmischung ist über jeden Zweifel erhaben und auch das Bild bleibt stets auf hohem Niveau. Wer den Film in seiner ungeschnittenen Form sein Eigen nennen möchte, sollte sich sputen. Uns würde es nicht wundern, würde die ungeschnittene SPIO-Fassung demnächst indiziert werden.
The Collection – The Collector 2 [Blu-ray] bei AMAZON bestellen
The Collection – Trailer
Marcel Demuth / Hellraiser80
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Filmreview: “Silent Night” (2012)
Silent Night – Story
Weihnachten steht vor der Tür und ein kleines amerikanisches Städtchen bereitet sich mit einem riesigen Festumzug auf die bevorstehende Weihnachtsfeiertage vor. So wirklich genießen kann die unscheinbare Polizistin „Aubrey“ das Weihnachtsfest nicht, ist es ausgerechnet sie, die in der besinnlichen Zeit ihren Pflichten als Polizistin nachgehen muss. Zu allem Übel gerät sich auch noch an einen irren Killer, der sich als Weihnachtsmann getarnt an die Aufgabe macht, einige “unartige” Bewohner des Ortes auf recht grausame und tödliche Art und Weise zu bestrafen!
Silent Night – Kritik
Als zu Beginn der 80er Jahre die beiden Slasher-Filme “Halloween” und “Freitag der 13.” weltweit einen regelrechten Horrorboom auslösten, war es nur eine Frage der Zeit bis auch andere, eigenständige Filmserien entstanden, die sich den obligatorischen Slasher-Regeln bedienten. Neben der “Sleepaway Camp” und der “Nightmare on Elm Street“-Reihe führte auch der unscheinbare Thriller “Silent Night – Deadly Night” zu einem ganz passablen Erfolg, sodass im Laufe der darauffolgenden Jahre vier weitere Fortsetzung des Franchise folgten.
Nun, fast 30 Jahre später und im Zuge der gewinnträchtigen Remake-Welle Hollywoods scheint nun mit dem vorliegenden “Silent Night” auch der makabre Weihnachts-Slasher aus dem Jahre 1984 eine erfrischende Jungzellenkur spendiert bekommen zu haben.
Vom liebenswert-naiven und trashig-poppigen 80er-Jahre Teenie-Horror-Charme ist in der Neuauflage kaum noch etwas zu spüren. Stattdessen wird dem Zuschauer eine katastrophal ideen- und seelenlos zusammengeflickte Weihnachts-Geschichte untergejubelt, die sich einzig mit einigen blutrünstigen Slasher-Effekten über Wasser halten kann und bis auf den Killer kaum noch etwas mit dem filmischen Original gemein hat. So wirklich fesseln will “Silent Night” zu keiner Minute, was vor allem an dem überaus zäh erzählten Plot und dem belanglosen Story-Geflecht liegen mag. Die Geschichte wird hierbei aus der Sicht der Mitt-30er Titelheldin “Aubrey” geschildert, die bereits in jüngster Vergangenheit einen tragischen Schicksalsschlag erlitten hat und nach einigen beruflichen Niederlagen nicht daran glaubt, sich in ihrer Tätigkeit als Polizistin behaupten zu können.
Derart sensible Protagonisten scheint eigentlich wie für einen Slasher derart Sorte gemacht – dennoch, zum Leidwesen der Geschichte will die uninteressante Situation, in der sich die Heldin
befindet und die handvoll gesichtsloser Handlanger, mit welchen sich “Audrey” im Verlauf der Handlung umherschlagen muss, überhaupt nicht zum Rest des Filmes passen. Schon bevor das muntere Treiben auf der Mattscheibe überhaupt in die Gänge gerät, benötigt “Silent Night” bereits über ein Drittel der Filmlaufzeit, wobei Regisseur “Steven C. Miller” zwar des öfteren darum bestrebt ist, die Handlung mit einigen nett-zynischen Wortspielereien aufzulockern, aber dennoch kläglich daran scheitert, das Publikum für sich zu gewinnen. Der heimliche Star dieses Films ist, man hätte es sich vermutlich bereits anhand des Filmplakates denken können, der kostümierte Killer, der sich leider viel zu selten blicken lässt. Erscheint er dann endlich, so zieht er mit seinen perfiden und wortkargen Spielchen vor allem Splatter-Fans in seinen Bann. Sein “Hostel“-likes Treiben erweist sich als äußerst politisch inkorrekt und überaus rabiat, sodass hiesige Zensurbehörde vermutlich allein schon beim Einführungs-Mord Alarm trällern dürfte.
Kreatives Töten steht in “Silent Night” an erster Stelle und macht hierbei dem Wort “Slasher” alle Ehre. Da werden spitze Geweihe (Hommage an das Original) und Lichterketten als Mordinstrumente genutzt – aber auch auf traditionellem Wege entledigt sich “Bad Santa” seiner Opfer mit einer Axt.
Immerhin sind die letzten 20 Minuten ganz unterhaltsam, und wissen durchaus zu gefallen.
Genretypisch sieht sich die Heldin mit dem Bösen konfrontiert und bittet zum eifrigen Schlagabtausch, wobei sich der recht spannende Abschluss-Fight in “Argento”-resken Farbspielereien äußert und den Film dadurch noch halbwegs ertragbar erscheinen lassen.
Das Remake zu “Silent Night-Deadly Night” ist zu aller Enttäuschung nicht einmal annähernd so bombastisch ausgefallen, wie es der Trailer zuvor versprochen hatte.
Sah man im Trailer selbst diverse Mordutensilien durch die Luft wirbeln und erhofften sich Filmfreunde einen flotten Slasher-Hick-Hack der Extraklasse, so äußert sich das nun fertige Werk als enttäuschender Rohrkrepierer. Das belanglose und vor allem überraschend “schneelose” Unterfangen plätschert genüsslich vor sich hin, ohne das überhaupt irgendetwas Nennenswertes passiert. Sobald jedoch der maskierte Killer im Santa-Kostüm über die Mattscheibe schleicht, offenbart “Silent Night” seine eigentlichen Qualitäten. Und die zählen nun einmal in der genretypischen “Abarbeitung” der obligatorischen Kills, deren kreative Vollstreckung nicht nur Splatter-Fanherzen höher schlagen lassen dürfte. Aufgrund der teilweise kruden Vorgehensweise (u.a. schreckt “Bad Santa” auch nicht davor zurück, unartige Kinder in den Tod zu meucheln) dürfte eine ungeschnittene Filmfassung in Deutschland vorab fraglich. Neben den grafisch ansprechenden Morden erweist sich vor allem das Finale als eigentlicher Glanzpunkt des Filmes und lässt den Horrorfilm-Freund nicht ganz so verbittert vorm heimischen TV-Apparat zurück, denn das straff inszenierte Ende entschädigt den schnöden Hauptteil und machen “Silent Night” zu einem soliden Slasher ohne Überraschungen. Trotz aller Kritik – die technische Komponente gefällt, denn die schaut gänzlich hochwertig aus und lässt vermuten, dass “Silent Night” eigentlich für einen Kinorelease angedacht war. Aufgrund der teilweise unzureichend überzeugenden Umsetzung dieses Neu-Aufgußes, schien den Produzenten eine Heimkinoauswertung lukrativer, sodass “Silent Night” in Amerika (bis auf einige Screenings in ausgewählten Kinos) direkt auf Blu-ray und DVD veröffentlicht wurde.
Unterm Strich bleibt solide Durchschnittsware, die der Bezeichnung “Remake” teils kaum gerecht werden kann und vielmehr als Sequel durchgeht, anstatt als Neuinterpretation! Das offene Ende, erahnt, wie schon so oft, eine mögliche Fortsetzung.
Silent Night – Fazit

Blutiger Edel-Slasher für Splatter-Fans, der erst in den letzten Filmminuten an Fahrt gewinnt – Dennoch unbedeutende und arg enttäuschende Durchschnittskost!
Silent Night – Zensur
Aufgrund der arg kruden Vorgehensweise (Weihnachtsbaum-Shredder-Szene) und der Ermordung von Kindern dürfte eine deutsche ungeschnittene Freigabe fraglich sein.
Silent Night – Trailer
Hellraiser80
Ähnliche Filme:
Saint (2010)
Filmreview: “Inbred” (2011)

Inbred – Story
Zusammen mit zwei Sozialarbeitern machen sich einige “Problem”-Kids auf den Weg in ein kleines britisches Dörflein, um dort allerlei nützliche Arbeiten zum Wohle der Allgemeinheit zu verrichten. Kaum dort angekommen, stoßen die Städter auf eine Schar schlechtgelaunter Hinterwäldler, die sich merklich in ihrer Ruhe gestört zu fühlen scheinen. Nach anfänglicher Skepsis auf beiden Seiten kommt es wenig später zur ersten Konfrontation zwischen den Parteien, mit unverhofftem Ausgang für alle Beteiligten.
Inbred – Kritik
Um die volle Aufmerksamkeit der weltweiten Horrorfilmfans zu ernten, bedarf es nicht immer kreativ-ersponnener und intellektuell-einzigartiger Filmkost. Oftmals reicht es einfach nur aus, einen werbewirksamen und vollkommen sinnfreien Trailer ins Internet zu stellen, der mit blutigen Detail-Aufnahmen nicht geizt. Der kommende Indie-Reißer “Inbred” ist ein derartiger Vertreter. Noch bevor überhaupt ein Fan sich von den eigentlichen filmischen Qualitäten dieses Horror-Knallers überzeugen konnte, schwirten Monate vor der eigentlichen Veröffentlichungen zusammenhanglose Clips durch die einschlägigen Videoportale, die dem ausgehungerten Filmfreund Lust auf mehr machen sollten. Zu Recht, denn nach ansprechend zusammengewerkelten Clips und der Auswertung auf internationalen Filmfestivals erscheint “Inbred” nun ohne Umwege direkt auf Blu-ray und DVD.
“Alex Chandon“, Regisseur dieses teilweise arg grenzwertigen Horrorspaßes, scheint in der Filmszene kein Unbekannter zu sein und versteht sein blutig makaberes Handwerk so gut wie kein anderer Independent-Regisseur zuvor. Bereits in seinen Frühwerken “Bad Karma” und “Cradle of Fear” wußte er gekonnt, gewalttätige Filmstoffe optisch-kontrovers auf Zelluloid zu bannen. Auch sein aktueller Beitrag “Inbred” macht da keine Ausnahme und steht in seiner blutigen Zeigefreudigkeit anderen aktuellen Genre-Filmen in nichts nach. Direkt nach Beginn fällt sofort ins Gewicht, dass sich “Alex Chandon” technisch enorm weiterentwickelt hat. Vergleicht man die filmischen Stilmittel und die erzählerische Herangehensweisen eines “Inbred” mit der etwas holprigen Naivität seiner Anfangswerke so erstaunt der Quantensprung zwischen den Werken enorm. Vom Charme eines Amateur-Films ist hier kaum noch etwas zu spüren. “Inbred” schaut mit seinen opulent düsteren Bildern fast schon wie ein Mainstream-Werk aus und die arg konventionelle Erzählstruktur zieht sich wie ein homogener blutiger Pfaden durch die Szenarie.
Das schmuddelig-britische Dorf-Idylle wurde in teilweise unheimlich-düsteren Farben getaucht, sodass man als Zuschauer vorab bereits erahnen dürfte, was der Handvoll Stadt-Menschen vermutlich widerfahren könnte. Die unheimliche Bedrohung ist zu Beginn derart verstörend und offensichtlich, dass man als Filmfreund mit mulmigen Gefühl vor der heimischen Glotze sitzt und nägelkauend auf den ersten Kill wartet. Soweit, so gut. Bis knapp zur Film-Hälfte macht Regisseur “Alex Chandon” wirklich alles richtig. Die unzureichend intelligente Hinterwäldler-Brut hält sich dezent im Hintergrund und erinnert in ihrer dreckig-kompromisslosen Morallosigkeit an Backwood-Slasher wie “Texas Chainsaw Massacre” und “Wrong Turn“. Nach der ersten zugespitzten Konfrontation zwischen Stadt- und Landmensch und dem unweigerlich befremdlichen Ableben eines der Stadtmenschen mutiert “Inbred” zu einer arg geschmacklosen Nummernrevue, die an perversen Ideen ihresgleichen suchen dürfte. Die Hinterwäldler verhalten sich klischeebeladen so, wie es sich für einen derartigen Film seines Kalibers gehört: primitiv und abartig. Garniert wird der perfide Einheitsbrei mit teilweise derart drastischen Spezialeffekten, dass empfindsameren Gemütern das Lachen vermutlich im Halse stecken bleiben dürfte. Die recht makaberen und schwarz-humorigen Passagen verfehlen aufgrund der schonungslosen Zeigefreudigkeit der Brutalitäten an Relevanz und wirken teilweise total fehl am Platz, zumal sie anstatt lustig zu wirken, eher widerwärtige Abscheu verursachen. Hauptaugenmerk für gierige Splatter-Freunde dürfte vermutlich die grafisch krude Enthauptungsszene des Sozialbetreuers darstellen, die in ihrem Realismus selten zuvor in einem Horrorfilm erlebt werden durfte. Schon allein dessen, dürfte eine ungeschnittene deutsche Filmfassung ausgeschlossen werden.
Freunde des derben Horrorfilm-Geschmacks dürften in “Inbred” vermutlich einen neuen Kultfilm gefunden haben. Selten zuvor bot ein Genre-Film derart viele Geschmacklosigkeiten in gerade einmal 90 Minuten Filmlaufzeit.Die zurückgebliebenen Dörfler verhalten sich einmal mehr niveaulos und unzivilisiert und natürlich scheint auch den Stadtmenschen der Bezug zur Realität vollkommen fremd. Noch bevor der Film so richtig in die Gänge gerät, sind die bedrohlichen Elemente des Films offensichtlich. Für die handvoll Städter gestalten sich die mysteriösen Gegebenheiten scheinbar derart normal, dass diese die Arbeit an der frischen Landluft wohlgelaunt fortführen und letztendlich für ihre unvergleichbar penetrante Dummheit bestraft werden müssen. Das etwas hanebüchene Ende und die unlogischen Denkstrukturen der Überlebenden verursachen Ratlosigkeit beim Zuschauer, denn gerade das Filmende strotzt nur so vor unklaren Verhaltensmustern und nicht nachvollziehbarer Logik. Hauptaugenmerk von “Inbred” ist jedoch nicht die klischeebeladene, löchrige Handlung, sondern vielmehr der zeigefreudige Realismus der arg kruden Splatter-Effekte, die vor allem Gorehounds entzücken lassen dürften. Die Bilderflut an optischen Grausamkeiten ist enorm und deuten in ihrer Professionalität kaum noch davon, dass es sich eigentlich bei “Inbred” um ein kleines Indie-Filmchen handelt, dass gerade einmal eine Million Pfund gekostet haben soll.
Ein Fortsetzung ist bereits jetzt offensichtlich und dürfte demnach nicht lange auf sich warten lassen.
Inbred – Fazit

„Hostel“ und „Wrong Turn“ meet „“2001 Maniacs“ – Derber und geschmackloser Edel-Splatter-Streifen, der aufgrund der exzellent umgesetzten F/X´s vermutlich einzig ausgehungerten Gorehounds munden dürfte.
Inbred – Zensur
Aufgrund der arg zeigefreudigen F/X und der Tatsache, dass Konflikte einzig und allein nur durch Töten bewältigt werden, ist der Film hierzulanden ungeschnitten nicht durch die FSK gekommen. Der hiesige Vertrieb “Mad Dimension” hat demnach Schnitte vornehmen müssen um eine “keine Jugendfreigabe“-Kennzeichnung erhalten zu können.
Inbred – Deutsche Blu-ray
TECHNISCHE DATEN
Originaltitel: Inbred; Großbritannien 2011
Genre: Horror/Thriller
Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD MA 5.1
Untertitel: keine
Bild: 1080p, 2,35:1 (16:9)
Laufzeit: 94 Min.
FSK: FSK 18 – geschnitten!
Verpackung: Edle, schwarze Amaray mit Wendecover
Extras: Making of ohne deutsche Untertitel (50 min)
Die Blu-ray aus dem Hause “Mad Dimension” ist technisch tadellos, wären da nicht die diversen Schnitte, die diese Veröffentlichung im Grunde genommen vollkommen nutzlos machen. Neben einem etwas sehr unkreativ gestalteten Hauptmenü, gibt es auf der vorliegenden Scheibe auch ein umfangreiches 50-minütiges Making of zu bewundern, dem aber leider keine Untertitel spendiert wurden. Außerdem kommt die geschnittene Heimkinofassung, wie aktuell üblich bei Produkten von “Mad Dimension“, mit einem flatschenfreien Wendecover und einer edlen, schwarzen Amaray-Hülle daher. Ob man sich jedoch diese Veröffentlichung unbedingt in das Regal stellen möchte, sollte jeder Filmfreund für sich selbst entscheiden. Bleibt zu erwähnen, dass neben der regulären DVD und Blu-ray, auch eine konvertierte 3D-Blu-ray des Films (ebenso cut) im Handel erhältlich ist. Im übrigen handelt es sich bei der vorliegenden Scheibe um eine vollkommen untertitelfreie Veröffentlichung. Nicht einmal dem Hauptfilm besitzt eine deutsche Untertitelspur – ein absolutes NoGo!
Inbred [Blu-ray] bei AMAZON bestellen
Inbred – Trailer
Hellraiser80
Ähnliche Filme:
Christopher Roth – Der Killer in Dir (2010)
Straw Dogs – Wer Gewalt sät (2011)
Filmreview: “Wrong Turn 5 – Bloodlines” (2012)
Wrong Turn 5 – Bloodlines – Story
Es ist Halloween und in einer kleinen Stadt in West Virginia finden sich kostümierte Menschen zusammen um das sagenumwobene “Mountain Man”-Musikfestival zu feiern. Auch eine Gruppe feierfreudiger Jugendlicher macht sich auf den Weg in das kleine idyllische Örtchen.Doch als sie auf dem Weg zu jener Feierlichkeit einen einsamen Landstreicher mit dem Fahrzeug streifen, ahnen sie noch nicht, wen sie da versehentlich versucht haben in Jenseits zu befördern. Der ominöse Fremde (Doug Bradley) scheint das Familienoberhaupt einer äußerst gefährlichen Inzucht-Bande zu sein, die sich die Zeit damit vertreibt, ahnungslosen Touristen in den Tod zu meucheln, um sich an deren Fleisch zu bedienen.
Wrong Turn 5 – Bloodlines – Kritik
Nachdem Filmfreunde aus aller Welt vor einiger Zeit in einschlägigen Diskussions-Foren von der gelüstgen Kunde einer weiteren Fortsetzung des “Wrong Turn”-Franchise lesen durften, haben sich vermutlich Millionen Fans des düster-gebeutelten Genre-Film gefragt, warum Filmstudio 20th Century Fox der Allgemeinheit einen weiteren Teil dieses cineastischen Abfalls zumuten möchte.
Die Antwort auf diese Frage scheint vollkommen offensichtlich, denn vermutlich müssen einfach zu viele “Volltrottel” den desaströsen Vorgänger gekauft haben, sodass es für Fox lukrativ schien mit “Wrong Turn 5. – Bloodlines” einen weiteren Ableger dieser vollkommen totgefilmten Scheiße (Entschuldigung, aber ich finde keine nett umschreibenden Gesten mehr für diese unterbelichtete Film-Reihe) in Produktion geben zu müssen. Dem Filmstudio kam dabei eine relativ “verrückte” Idee in den Sinn, mit welcher Regisseur Declan O’Brien (“Wrong Turn 4“) es nun letztendlich gelingen könnte, den bisherigen Gegebenheiten dieser Horror-Serie frischen Wind einzuverleiben. Statt die Geschichte rund um die ominöse Kannibalen-Sippschafft weiterzuspinnen, wurden die bisherigen Geschehnisse einfach aus dem Gedächtnis der Produzenten gestrichen und das Grundgerüst der Story zu einem billigen Remakes zusammengezimmert.
Die fünfte Reise in die Hölle der niveaulosen Absurditäten erzählt von einer neuen geistig umnebelten Familie, die ebenso wie ihre Vorgänger, nichts anderes im Sinn zu haben scheint, als den Zuschauer an den Rande des Wahnsinns zu langweilen und empfindsame Gemüter zur Öffnung des Toilettenbeckens zu treiben. Der Zuschauer darf dem unglaublich sadistischen Treiben der Sippe beiwohnen und dabei zuschauen, wie die robuste Bande einem ausgehungerten Mädchen die eigenen Gedärme in den hungrigen Schlund stopft, wie die Kreaturen mit Hilfe einer Ackerpflug-Maschine einem jungen College-Burschen den Kopf kürzer scheren und wie einem hormongesteuertem Muskelprotz die Knie dank Amboss-Hammer-Massage pflegeleicht weich „geklopft“ werden. Gorehounds werden vermutlich ihre helle Freude an diesem zeitweise enorm derben Splatter-Quark haben, denn hier geht es, wie bereits in “Wrong Turn 4 – Bloody Beginning”, heftig ungeniert brutal vonstatten. Der Blutzoll ist streckenweise derart zeigefreudig und der Sadismus wird derart nervig-ausgewalzt zelebriert, dass bereits jetzt schon eine ungeschnittene deutsche Freigabe zurecht ausgeschlossen werden darf. Aufgrund der bisher miesen CGI-Effekte in den Teilen 2-4 und der begründeten Kritik seitens der Horror-Fans, darf es dem interessierten Filmfreund eventuell freuen, dass dem Gewimmer der Fanbase Gehör geschenkt wurde, und im aktuellen Streifen vorwiegend hausgemachter Splatter über die Mattscheibe trieft.
Immerhin scheint Regisseur Declan O’Brien aus den Vergehen seines unsagbar schlechten, vierten Teils dazugelernt zu haben. “Wrong Turn 5 – Bloodlines” ist nicht ganz so derber Müll geworden wie anfänglich gedacht. Im Vergleich zu den bisherigen Fortsetzung darf man getrost sagen, dass “Wrong Turn 5″ sogar einen positiven Floh-Sprung nach vorn gemacht hat. Sollten sich die Qualitäten der bald folgenden Sequels (das Ende des aktuellen Sequels ist “überraschenderweise” offen) ebenso halbwegs positiv fortsetzen, kann man vermutlich davon ausgehen, dass die “Wrong Turn”-Reihe spätestens bei Teil 30 die nennenswerten Qualitäten des Original-Films erneut erreicht haben dürfte.
Vermutlich mag die positive Kehrtwende der Horror-Reihe in der Besetzung des Vaters der drei Freak-Hohlbirnen liegen. Denn die Rolle dieses abgebrühten Filmbösewichts übernahm keinem geringerer als Doug Bradley (“Hellraiser”), der zwar in der Horrorfilmszene bereits zum alten Eisen gehört, sich aber durch die Darstellung des “Pinheads” in der Clive Barker Verfilmungen “Hellraiser” und dessen mehr oder weniger sehenswerten Fortsetzungen, weltweit einen Namen gemacht hat. Nachdem Doug Bradley als bisheriger “Hellraiser”-Darsteller für das Filmstudio “Dimension” keinen lukrativen Nutzen mehr darstellte und er in die ewigen Jagdgründe befördert wurde, schien Bradley nach einem neuen Standbein Ausschau gehalten und seine Bestimmung in der ungenießbaren “Wrong Turn”-Reihe gefunden zu haben. Die Rolle des widerlichen, charismatischen und unberechenbaren Familienoberhaupts steht ihm ersichtlich gut. Tut aber dennoch keinen Abbruch, dass dem Horrorfilmfreund die Seele bluten dürfte, wenn er darüber nachdenkt, dass eine sollche Kult-Größe sich in einem derart miesen C-Movie verbraten lässt. Dass er sich neben den teilweise unzureichend talentierten und beliebig austauschbaren Jungdarstellern reichlich unterfordert fühlt, sieht man Bradley im Verlauf der Handlung des öfteren offensichtlich an. Immerhin sollte man Regisseur Declan O’Brien zugute kommen lassen, dass er diesmal zumindest auf eine halbwegs vorzeigbare Schauspieler-Riege zurückgreifen kann. Die handvoll Nachwuchsschauspieler sind nicht ganz so unfähig, wie zuletzt im Teil davor. Dennoch scheint O´Brain mit seinem bekannten Zugpferd “Bradley” und vermutlich dessen horrender Gage auch finanziell katastrophal aus den Vollen geschöpft zu haben, sodass für essenzielle Dinge demnach kaum noch Produktionsbudget zur Verfügung gestanden haben muss. Das wird vor allem im Make-up Design der Kreaturen und dem faden Setting deutlich. Das Masken-Design der Flachpfeifen von Mutanten gestaltet sich bei genaueren Betrachten als Marke “in der Grundschule selbstgebastelt” und teilweise schauen die Freaks eher so aus, als hätten sie mit halbseitiger Gesichtslähmung zu kämpfen. Hinzu kommt, dass man sogar aufgrund der schlechten Masken nur selten als Zuschauer verstehen kann, was die Missgeburten da überhaupt in ihrer eigenwilligen Sprache in den nichtvorhandenen Bart murmeln.
Mit “Wrong Turn 5 – Bloodline” hat es Regisseur Declan O’Brien nicht ansatzweise geschafft überhaupt etwas Neues zu erzählen. Die ewig gleiche Geschichte, spielt sich auf ewig gleiche Weise ab. Da nützt es Declan O’Brien leider auch nicht, mit Doug Bradley eine der beliebtesten Horror-Ikonen zur Cast-Riege zählen zu dürfen. Immerhin macht gerade der Auftritt Bradleys den aktuellen “Neuanfang” halbwegs erträglich. Wie schon als “Pinhead” in “Hellraiser” schafft er es eine geheimnisvolle bösartige Aura um die von ihm besetzte Figur zu weben. Dass aufgrund Bradleys Gage vermutlich kaum noch “Dollars” für das Wesentliche vorhanden gewesen sein müssen, sieht man dem trostlosen Setting bereits nach nur wenigen Film-Minuten an. Der Ort des Geschehens schaut überaus monoton und unwirklich aus, was auch daran liegen mag, dass die Straßenzüge und Häuser der fiktiven Stadt den Anschein von gewöhnlich bemalter Pappe haben. Splatter-Freunde werden einmal mehr Gefallen an den teilweise recht schmerzvollen F/X finden, die zudem fast ausschliesslich “Old-School” daherkommt.
Im übrigen am Rande, um das Niveau des aktuellen Films bildlich widerzuspiegeln:
Eine Protagonistin im Film werden aufgrund ihrer naiven Achtlosigkeit die Augen ausgestochen. Fortan wimmert sie vor sich her und bekundet immer wieder von Neuem, wie DUMM sie doch wäre. Wo sie Recht hat, da hat sie Recht!
Wrong Turn 5 – Bloodlines – Fazit

Kennste Einen – Kennste Alle. Trotz Neuanfang der gleiche nervige Hirn-Schiss wie eh und je! Nur für Hardcore-Fans zu empfehlen!
Wrong Turn 5 – Bloodlines – Zensur
Aufgrund der sadistischen Härte und der minutiös zelebrierten Gewaltspitzen, hat es auch dieser 5. Teil nicht ungeschnitten nach Deutschland geschafft. Der Film wurde hierzulande um einige Szenen erleichtert, sodass er mit dem “Keine Jugendfreigabe“-Stempel leider nur geschnitten erhältlich ist.
Wrong Turn 5 – Bloodlines – Deutsche Blu-ray
TECHNISCHE DATEN
Originaltitel: Wrong Turn 5 – Bloodlines; USA 2012
Genre: Thriller, Horror
Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD HR 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1.85:1; (1920x1080p) Full HD
Laufzeit: ca. 88 Min.
FSK: FSK 18 – Keine Jugendfreigabe (geschnitten)
Verpackung: Amaray mit Wendecover
Extras: Hinterwäldler-Morde (ca. 6 Min.), Ein Tag im Tod (ca. 5 Min.), Videotagebuch des Regisseurs (ca. 8 Min.), Trailer „Wrong Turn 5“
Den Beginn macht der Trailer zum kommenden Action-Thriller „PARKER“; danach geht geradezu ins nicht animierte Hauptmenü, wo der Filmfreund neben dem Hauptfilm in erstaunlich hochwertiger Qualität, auch zwischen einigen Extras wählen kann. Diese wurden löblicherweise Deutsch untertitelt. Zudem gibt es den Trailer zum Film in deutscher Sprache zu begutachten. Vier weitere Trailer aus dem Programm von CONSTANTIN FILM runden das Bonus-Paket ab. Qualitativ kommt diese Trash-Gurke erstaunlich hochwertig daher, wobei die miese deutsche Synchronisation das Niveau des Films perfekt zu unterstreichen weiß. Trotzdem kann man über Bild- und Tonqualität nicht meckern. Ob man für einen hierzulande geschnittenen WRONG TURN 5 dennoch ein Wechselcover benötigt, dürfte fraglich sein. Dieses wird zwar zusammen mit einem Kapitelindex-Einleger ausgeliefert, aber ist vermutlich ebenso wie diese Fortsetzung vollkommen überflüssig.
Wrong Turn 5 – Bloodlines [Blu-ray]
Wrong Turn 5 – Bloodlines – Trailer
Hellraiser80
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Wrong Turn 4 – Bloody Beginnings (2011)
Filmreview: “Vile” (2011)
Vile – Story
Nichtsahnend erwachen einige junge Menschen in einem verbarrikadierten Gebäudekomplex.
Keiner der Anwesenden weiß, wie er hierhergekommen ist. An ihren Hinterköpfen befinden sich Schläuche, die aus ihren Schädeln herausragen und an dessen Enden sich kleine leere Behälter befinden. In Panik getrieben entdecken die Gruppe im Nachbarraum eine TV-Apparat auf dessen Bildschirm ihnen eine fremde Frau die Anweisung gibt sich selbst körperlich die schlimmsten Schmerzen zuzufügen, da im Extremfall perversester Qualen, das Gehirn ein überaus brauchbares Sekret aussondert. Diese kostbare Flüssigkeit wird dazu verwendet um eine beliebtes Designer-Droge herzustellen und das allein nur aus dem Hirn menschlicher Probanden gewonnen werden kann.
Nur wenn das Gefäß an den Hinterköpfen der Anwesenden innerhalb eines Tages gefüllt werden kann, ist den Überlebenden die Freiheit gewiss. Vollkommen verunsichert und von Todesangst getrieben, schreiten die Teilnehmer zur Tat und beginnen sich körperlich selbst auf schlimmster Art und Weise zu verstümmeln. Ein Vielzahl an „brauchbaren“ Werkzeugen und Utensilien sollen die „Kreativität“ fördern und sind schnell gefunden. Was der Gruppe anfänglich noch viel Überwindung kostet, geht selbiger von Stunde zu Stunde lockerer von der Hand, denn der stete Überlebenswille jedes einzelnen Probanden lassen moralischen Normen und Werte letztendlich vollkommen vergessen.
Vile – Kritik
Wer denkt, dass er in sieben „Saw“-Teilen gänzlich alles gesehen hat, was sich verzweifelte Menschen in Ihre Panik vor dem eigenen Tod so alles antun können, der irrt.
Denn der aktuelle Horrorstreifen „Vile“ reiht sich in jene Reihe perverser und unnötiger Folter-Tortur-Streifen, die mit allerlei ekligen und widerlichen Grausamkeiten um die Gunst der Käuferschar buhlen wollen, siegessicher ein.
Mein lieber Scholli, was dem Horrorfilmfreund hier vorgesetzt wird, ist einmal mehr absolut moralisch zweifelhaft und kommt mit einer unerhört-dreisten Selbstverständlich- und Kaltschnäuzigkeit daher, dass einem als Genre-Liebhaber der Spaß am phantastischen Film glatt vergehen könnte. In „Vile“ regiert die Gewalt, der Gewalt wegen und ist wirklich einziges Mittel zum Zweck, um diesen Film überhaupt tragen zu können. Hier werden Unterkiefer eingeschlagen, Arme in kochendes Wasser getaucht, Haut mittels Käse-Reibe „abgerieben“ sowie ein heißes Bügeleisen auf menschliches Fleisch gepresst und das alles letztendlich einzig im Namen der Freiheit. Zu allem Entsetzen fügen sich die FX auch noch derart professionell in die Szenarie ein, dass sich „Vile“ sogar für „geübte“ Alles-Seher zu einer deftigen Nervenprobe entwickeln dürfte. Erstaunlicherweise handelt sich bei diesem aktuellen Werk um ein Regie-Debüt, dass zumindest in technischer Hinsicht zu überzeugen weiß und selbstverständlich die Blut-und Gore-Fraktion zufriedenstellen dürfte. Das Set ist stimmig und die Geschichte straff inszeniert. Leerlauf gibt es selten und die besagten Ekeleffekte verfehlen ihr Wirkung keinesfalls.
Nachwuchs-Regisseur “Taylor Sheridan“, der sich zuvor bisher nur als Darsteller in einschlägigen Fernsehserien einen Namen gemacht hat, scheint die Drehbücher seiner bisherigen TV-Rollen genauestens studiert zu haben, denn trotz technischer Selbstsicherheit ist das notdürftig zusammengewerkelte Drehbuches seines „Vile“ kaum der Rede wert und stolpert selten auf TV-Serien-Niveau hinaus. Eine brauchbare Charakterisierung, Tiefgang oder Emotionalisierung kann Sheridian´s Erstlingswerk nicht vorweisen und so geht einem als Zuschauer das pervers-kreative Selbstverstümmeln der beliebig austauschbaren Opfer am Allerwertesten vorbei. Welche Drogen die Storyschreiber eingeworfen haben müssen, um derart kranken Quark überhaupt zu Papier bringen zu können, entzieht sich meiner Kenntnis – Fakt ist, dass „Vile“ einer dieser Filme ist, worauf die Filmwelt nun wahrlich nicht gewartet hat und letztendlich auch nicht braucht.
Am Rande erwähnt, erklärt sich natürlich von selbst, dass ein Film mit derart moralisch fragwürdiger Rahmenhandlung hiesige Zensurbehörden auf die Barrikaden bringen dürfte, denn „Vile“ wird definitiv in seiner ungeschnittenen Originalversion bei der FSK keine Chance haben.
Der kranke Ideen- und Erfindungsreichtum mancher Drehbuchschreiber scheint keine Grenzen zu kennen. „Vile“ ist ein später Nachzügler des bekannten „Saw“- Franchise und kommt nicht weniger pervers und blutrünstig daher. Die Kamera hält dreist auf die Geschehnisse und der Horrorfilmfreund bekommt das, was er letztendlich auch laut Filmplakat erwartet: Gekröse, ekelige Folterspiele und perverse Abartigkeiten nonstop. Trotz inhaltlicher Leere dürfte „Vile“ zumindest die Hardcore-Fraktion befriedigen, denn die Spezialeffekte sind aller erste Sahne.
Ob jedoch die Kombination aus technischem Können und inhaltlicher Leere einen guten Film zaubern, erklärt sich spätestens nach dem Abspann. Denn einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlässt „Vile“ leider nicht.
“Taylor Sheridan” erster abendfüllender Filmbeitrag ist ein recht spezieller Film, der aufgrund seiner unkompromissbereiten Kaltschnäuzigkeit für Otto-Normalzuschauer vollkommen unzumutbar ist und scheint einer dieser Filme zu sein, die einzig dafür geschaffen sind, um den perversen Voyeurismus der blutgierigen Käuferschaft zu befriedigen.
Vile – Fazit

Ein absolut ekliger, moralisch fragwürdiger und vollkommen perverser Schund, auf den die Welt nun wahrlich nicht gewartet hat!
Vile – Zensur
Der Film zeigt explizit fragwürdig derbe Folterszenen und zelebriert sie teilweise minutiös, sodass eine ungeschnittene Freigabe in Deutschland undenkbar ist!
Vile – Trailer
Ähnliche Filme:
Der Killer (2012)
Filmreview: “Schlaraffenhaus” (2011)

Schlaraffenhaus – Story
„Maria“ lebt zusammen mit ihrem Vater in einer riesigen Villa am Meer, fernab von Hektik und turbulenten Trubels.
Nach dem Tod der geliebten Mutter brach für die kleiner Familie eine Welt zusammen, sodass die älteste Tochter „Kira“ die Familie verließ und seither als verschollen galt.
Jegliche Emails, die an die großen Schwester verschickt wurden blieben unbeantwortet, und trotzdem hofft „Maria“ sehnsüchtig auf eine baldige Rückkehr.
Kaum die Hoffnung beerdigt, steht eines Tages unerwarteter Besuch ins Haus. Nicht nur, dass „Kira“ überraschenderweise zurückgekehrt ist, auch ein merklich seltsam uniformiertes Pärchen verschafft sich Zutritt in das opulente Anwesen und fordert auf schmerzhafte Art und Weise den „Schatz“ des Hauses.
Schlaraffenhaus – Filmkritik
„Marcel Walz“, ein ambitionierter Regisseur aus deutschen Landen, der sich bisher in der Horrorfilmszene mit arg durchwachsenen Billig-Amateur-Produktionen („Popular“, „Avantgarde“, „La Petite Mort“) eine Namen gemacht hat ist zurück. Sein aktueller Independent-Beitrag „Schlaraffenhaus“ bietet überraschenderweise eine enorme Steigerung seiner bisherigen Werken zugegen und hat fast kaum noch etwas mit günstig heruntergekurpelten Amateurfilmen gemein.
Direkt nach Beginn fällt dem Filmfreund sofort auf, dass Regisseur Walz enorm viel Wert auf eine halbwegs professionelle Inszenierung gelegt hat. Die Kamerafahrten- und Einstellungen sind, bis auf wenige recht unnötig lange Patzer, überaus stimmig und recht interessant umgesetzt. Auch die musikalische Untermalung, und die gut platzierten Schnitte der einzelnen Szenen gestalten sich als überaus gelungen und tragen enorm zur Atmosphäre von „Schlaraffenhaus“ bei. Mit gering-budgetierter Nonsens-Ware aus der Amateur-Schmiede eines„Olaf Ittenbachs“ hat das Ganze kaum noch etwas am Hut. Erstaunlich souverän gefilmt und an den internationalen (Folterfilm)Markt angelehnt, überschlagen sich die recht blutigen Ereignisse von Filmminute zu Filmminute und gipfeln in einem vermeintlich überraschenden End-Plot-Twist.
Soweit so gut, auf technischer Ebene weiß „Schlaraffenhaus“ im Rahmen seiner Möglichkeiten vollends zu überzeugen, aber nicht die technische Inszenierung bereitet hier für schwindelerregende Kopfschmerzen, vielmehr liegt der Hund im total unklaren Drehbuch und der recht dilettantisch ins Gewicht fallenden Schauspielkunst der handvoll Protagonisten begraben, denn was dem Filmfreund dort untergejubelt wird, ist in seiner Trivialität kaum zu übertreffen. Eine wirklich glaubhafte Geschichte bietet Walz´s Beitrag nämlich nicht. Ein bisschen Smalltalk hier, etwas Gezicke dort, ein paar Spaziergänge rund um das Anwesen und eh sich der Filmfreund versieht sind bereits 30 Minuten mit unbrauchbaren Lückenfüllern vorüber, ohne das eigentlich überhaupt etwas nennenswertes passiert wäre.
Erst nach einer gefühlten Ewigkeit kommt das Geschehen so langsam in die Gänge und präsentiert mit den beiden Kleinkriminellen Simona und Franky zwei recht hilflose Psychopathen, denen man ihre Rolle als mordgierige Schizzos irgendwie nicht so wirklich abnehmen möchte. Nachdem die beiden in das Haus eingedrungen sind und die Anwesenden beginnen zu terrorisieren, fragt sich der interessierte Filmfreund, was der gesamte vollkommen grotesk-aufgeblasene Irrsinn denn nun eigentlich soll. Nicht nur, dass die beiden Psychopathen recht abstrus gekleidet sind (diverse S/M-Pornos lassen grüßen) auch ihr Handlungshintergrund, vergleicht man ihn mit der schlussendlichen Filmauflösung, ist derart löchrig, kaum nachvollziehbar und hanebüchen, dass man sich als Filmfreund nach Filmsichtung eigentlich recht veräppelt fühlt.
Das anfänglich recht harmonische Opfer-Täter-Zusammenspiel leidet unter dem recht unglaubhaft arrogant inszenierten Overacting der „bösen“ Hauptdarstellerin, die zudem unter dem Einsatz diverse „Kraftausdrücke“ und Folterspielchen versucht die Kontrolle über ihre Opfer zu erlangen, es aber nie schafft wirklich glaubhaften Terror zu erzeugen. Vielmehr beginnt ihr Schauspiel nach nur wenigen Minuten unglaublich zu nerven, ihre Handlungen sind derart inkonsequent und ihre Monologe zu künstlerisch-übertrieben, dass ein böses „F“-Wort aus ihrem Mund unweigerlich lächerlich wirkt. Die übrigen Schauspieler schaffen es auch nicht mit ihren recht dilettantisch-wirkenden Wortgefechten und dem unweigerlich nervtötenden Gewinsel „Schlaraffenhaus“ über den Folter-Tortur-Durchschnitt zu heben. Vielmehr gestaltet sich Walz Beitrag als recht uneffektive Kopie bekannter und ähnlicher „Home Invasion“ – Produktionen, wobei einzig die recht gekonnt getricksten Krösel-Effekte den ein oder anderen Schauwert bieten, diese wiederum in Folterfilm „Neighbour“ effektiver und schmerzlicher in Erscheinung treten.
Mit „Schlaraffenhaus“ hat sich Regisseur „Marcel Walz“ gänzlich von seinen Amateur-Horrorfilm-Wurzeln verabschiedet. Das Setting passt, die musikalische Untermalung ist als gelungen zu bezeichnen und auch die handvoll Krösel-Szenen wissen zu gefallen. In der Summe erinnert „Schlaraffenland“ kaum noch an ein niedrig-budgetiertes Amateurfilmchen, sondern an routiniert abgedrehten TV-Standart. Dennoch, der ganz große Sprung ist ihm mit seinem aktuellen Beitrag trotzdem nicht gelungen. Die Story ist platt und erinnert zu stark an, bedeutend bessere, „Home Invasion“-Thriller Marke „Funny Games“ und „Kidnapped“.
Sein aktuelles Genre-Werk bietet keine eigenständigen und wirklich spannende Ideen und plätschert in seiner Belanglosigkeit genüsslich vor sich daher. Die überraschende Auflösung des gesamten Spuks wirkt mehr als konstruiert und das aufdringlich-nervige Overacting der „bösen“ Hauptprotagonistin vermiest die Sichtung dieses eigentlich recht ambitionierte Folter-Werkes.
Wollen wir hoffen, dass Marcel Walz beim nächsten Film ein glücklicheres Händchen bei der Auswahl seiner Drehbücher und Schauspieler besitzt, denn mit derart sehenswerter technischer Umsetzung könnte sich letztendlich auch Deutschland endlich einmal mehr im internationalen Extrem-Horrorfilm-Sektor blicken lassen.
Schlaraffenhaus – Fazit
Bewertung 4/10 Punkten
Ein Folterfilm wie so viele vor ihm, nur mit dem Fakt, dass dieser aus deutschen Landen kommt. Trotz guter technischer Umsetzung, ist das Schauspiel und das Drehbuch so derart durchwachsen und wirkt oftmals unfreiwillig komisch, dass dem Filmfreund die Lust an der Sichtung von „Schlaraffenhaus“ schnell vergehen dürfte.
Trotzdem, für Amateurfilm-Freunde und Trash-Liebhaber definitiv einen Blick wert!
Schlaraffenhaus – Zensur
Deutsche Filmversion: die in Deutschland erhältliche FSK18-Version ist stark gestrafft in den Folterszenen. Über das deutschsprachige Ausland erschien jüngst ein Mediabook aus dem hause NSM mit der ungeschnittenen Filmversion.
Hellraiser80
Schlaraffenhaus – Trailer
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Filmreview: “Nictophobia – Folter in der Dunkelheit” / “The Brazen Bull” (2010)

„Tyler“, ein unerfolgreicher (warum hat Schauspieler „Michael Madson“ nicht gleich diese Rolle erhalten, sie wäre ihm wie auf dem Leib geschneidert gewesen) Immobilien-Makler wittert das große Geschäft: er kauft ein heruntergekommenen Warenhaus in der Innenstadt günstig auf, um dieses dann, umfunktioniert als Wohnkomplex, gewinnbringend zu vermieten.
Bei der ersten Besichtigung der gekauften Lokalitäten geht jedoch alles schief. Zusammen mit seiner Freundin „Lauren“ und einer ihrer Bekannten „Natasha“ gerät er in die Fänge eines skrupellosen Psychopathen, der sich in dem leerstehenden Gebäude verschanzt hat.
Geübten Cineasten dürfte der Name „Michael Madson“ sofort ein Begriff sein, denn in den frühen 90ern machte er vorwiegend mit Nebenrollen in bekannten Kultfilmen („The Doors“, „Thelma & Louise“) auf sich aufmerksam. Nicht unproduktiv, dafür weniger beeindruckend liest sich seine Filmografie ab den späten 90ern, denn dort erging es ihm ähnlich wie zig anderen Actiondarstellern der 80er Jahre zuvor, die von der Kinoleinwand verschwanden, ihren Kummer in Drogen und Alkohol ersoffen und hauptsächlich in minderbemittelten B-Movies und „Direct-to-Video“- Produktionen ihr Lohn und Brot verdienten. Schenkt man diversen Interviews Glauben, so sieht Madson sogar ein, in seinem Leben viel Mist gedreht zu haben. Obwohl seine Filmvita bis heute bereits über 110 Film vorweisen kann behauptet „Michael Madson“ sogar, gerade mal fünf bis sechs Werke in seinem bisherigen Leben gedreht zu haben, auf welche er wirklich stolz sei.
Hut ab vor dieser bodenständigen Selbsteinsicht.
Seine aktueller Auftritt im Horrorbeitrag „Nictophobia – Folter in der Dunkelheit“ erweitert die Reihe von unbrauchbaren Billig-Filmen in seinem bisherig kreativen Schaffen, den Mr. Madson mit Sicherheit am liebsten unter den Teppich kehren und gänzlich aus dem Gedächtnis streichen würde, denn dieser später Folter-Nachzügler ist katastrophaler Videotheken-Nonsens unter aller Güte, der es nicht einmal ungeschnitten in unsere Gefilden geschafft hat.
Bereits die ersten Filmminuten lassen, zumindest in der deutschen Synchronisation, schlimmes erahnen. Die beiden weiblichen Protagonisten und Freundinnen „Lauren“ und „Natasha“ (eine davon trägt die nervige deutsche Synchronstimme von “Jennifer Tilly“) sind so unweigerlich schlecht und nervig ins Deutsche übersetzt, dass einem als Horrorfilmfreund direkt die Nackenhaare zu Berge stehen, sobald die beiden „blonden“ Hohlbirnen das erste Mal den Mund öffnen. Oftmals wirken ihre Dialoge so unweigerlich lächerlich und der Klang ihrer (deutschen) Stimmen zu unverständlich schrill, dass man als Zuschauer nicht weiß, ob man jetzt lachen oder lieber weinend abschalten soll.
Das fast schon penetrant dumme Vorgehen der beiden „Intelligenzbestien“ unterstreicht demnach auch das Niveau des Genre-Beitrages „Nictophobia – Folter in der Dunkelheit“, welcher zudem auch rein gar nichts mit der titelgebenden „Nyktophobie“ (Nachtangst, Angst vor der Dunkelheit) am Hut hat. Hierbei merkt der Zuschauer einmal mehr, wie hilflos deutsche Vertriebe darum bemüht sind, mit einer fiktiv reißerischen Titelumbenennung von der minder überzeugenden Qualität ihrer eingekauften Produkte werben „müssen“. Außer der Tatsache, dass die handvoll orientierungsloser Protagonisten fast 40 Minuten lang durch die Gänge des düstere Lagerhauskomplexes irren, ohne das überhaupt irgendetwas spannendes passiert, hat „The Brazen Bull“, so wie der Film im Original heißt, rein gar nichts mit der deutschen Titelschmiede gemein.
Apropos spannend: Der vorliegenden Beitrag ist von schweißtreibendem Suspense meilenweit entfernt. Denn nachdem „Tyler“ mit seinen zwei „hyper-intelligenten“ Gespielinnen das Gebäude betreten hat und eifrig die neuerworbene Immobilie erkundet, verschwindet der neue Hauseigentümer überraschend und taucht wenige Minuten später als unfreiwilliger Filmstar, gefesselt auf einer Trage in seinem eigenen „Snuff-Movie“ erneut auf, welchem die beiden Freundinnen unweigerlich beiwohnen müssen, als sie bei ihrer Erkundungstour in einem leeren Raum einen eigens für sie aufgebauten TV-Apparat entdecken.
Was nun kommt ist routinierter Folter-Quark, der aufgrund seiner Belanglosigkeit ebenso vollkommen unwichtig ist und es nicht einmal annähernd schafft das Ruder dieser Filmgurke herumreißen, um zumindest die Horrorfraktion zufriedenzustellen zu können. Die wenigen Krösel-Szenen gestalten sich als relativ unspektakulär und im Vergleich zu ähnlichen Genre-Kandidaten Marke „Hostel“ zudem auch noch absolut „harmlos“. Hier ein Kehlen-Schnitt, dort ein abgetrennter Finger – damit lockt man zumindest bei routinierten Horrorfilm-Allesseher kein verschwitztes Lächeln mehr ins Gesicht.
Einzig B-Movie-Junkie „Michael Madson“ gewinnt als skrupelloser Psychopath zumindest den einzigen Gnadenpunkt in dieser vollkommen verpeilten „Direct-to“-Produktion.
In der englischen Originalversion wächst er als zynisch-irrer Schizzo über sich hinaus, sodass man als Filmfreund zumindest über einige recht makabere Sprüche Madsons lachen darf.
Dass diese unweigerlich in der deutschen Syncho untergehen, erübrigt eigentlich die Sichtung von „Nictophobia – Folter in der Dunkelheit“ in der deutschen geschnittenen Version.
Interessierte Filmfans sollten einen großen Bogen um „Nictophobia – Folter in der Dunkelheit“ einschlagen, denn dieses Billigwerk ist absolut ungenießbar.
Hier stimmt rein gar nichts. Der Titel ist falsch erdacht, die Schauspieler falsch gewählt, das Drehbuch falsch geschrieben und die handvoll Folter-Krösel-Szenen schlecht kopiert.
Ein Film, der gänzlich versucht, auf der langsam abebbenden Welle an ähnlich-gestrickten Folter-Tortur-Werken mitzuschwimmen, aber dabei gnadenlos ersäuft.
Die Story ist bahnbrechend schlecht und die wenigen Gewaltspitzen dürften den Genre-Freund absolut kalt lassen.
Zudem wurde die deutsche Filmfassung gänzlich allen Ekelszenen entraubt, sodass nur noch ein katastrophal-zusammengewerkeltes Gerüst an nervenden Belanglosigkeiten überbleibt.
In der englischsprachigen Originalversion kann einzig B-Movie-Legende „Michael Madson“ überzeugen, der es zumindest schafft mit einigen makaber-zynischen Kommentaren, dem Zuschauer vor dem Einschlafen zu bewahren.
In der deutschen Version ist „ Nictophobia – Folter in der Dunkelheit“ einer der schlechtesten Genreproduktionen, die das Genre zuletzt gesehen hat – Parallelen zu der ähnlich schlechten filmischen Qualität eines „“Penance – Sie zahlen für ihre Sünden“ sind nicht zu übersehen.
Fazit 1,5/10 Punkte
Achtung, Achtung auf Gleis 1 hält Einfahrt der Zug aus Hollywood mit Weiterfahrt direkt in die untersten Regalen der Videotheken. Der Zug endet dort – Bitte alle aussteigen!
Deutsche Version: “Keine Jugendfreigabe” – Version ist geschnitten. Eine ungeschnittene deutsche Filmfassung wird demnächst über das deutschsprachige Ausland erscheinen. Ich rate dennoch ab, da die wenigen Gewaltszenen kaum der Rede wert sind und den miesen Film auch nicht besser machen.
Hellraiser80
Filmreview: “Osombie” (2012)
Die taffe Yoga-Lehrerin „Dusty“ reist nach Afghanistan um dort ihren Bruder ausfindig zu machen, der fest davon überzeugt ist, dass der Terrorist „Osama bin Laden“ noch immer unter den Lebenden weilt. So ganz unrecht scheint er mit seiner Behauptung gar nicht zu haben. Denn bei ihrer Suche trifft die junge Lehrerin auf eine Nato-Spezialeinheit, die einen geheimen Auftrag untersuchen soll.
Glaubt man deren Aussage, so soll „Osama bin Laden“ noch immer am Leben sein. Nachdem einst sein Geheimversteck von amerikanischen Einheiten entdeckt und eingenommen wurde, spritzte er sich in seiner Rage ein Serum, dass ihm zu einen wandelnden Untoten mutieren lies. Der „lebende“ Leichnam konnte sich aus den Fängen amerikanischer Truppen befreien und galt seit dem als verschollen.
Nun soll die beauftragte Nato-Spezialeinheit den Fall lösen und „Osama bin Laden“ sowie dessen untote Gefolgschaft daran hindern die Weltherrschaft an sich zu reißen.
Hilfe, den Filmemachern, Drehbuchautoren und Produzenten gehen wohl möglich so langsam die Ideen aus. Nicht nur, dass man als interessierte Filmfreund in regelmäßigen Abständen cineastische Vergewaltigungen in Form von minderbemittelten Remakes unerreichter Horrorfilmklassiker serviert bekommt, auch im B-Movie-Sektor ist es einfach kaum noch zumutbar, was dort gierige und beschränkte Geldhaie der zahlungswilligen Fanbase unterjubeln möchten.
„Osombie“ ist so ein Fall, bei dem das Filmplakat mehr verspricht, als der Film letztendlich überhaupt bieten kann, und eher eine Horror-Parodie vermuten lässt, anstatt einen ernstzunehmenden Horrorfilm. Die Idee, dass „Osama bin Laden“ inklusive Gefolgschaft an einem Serum tüfteln, dass sie zu blutgierigen Zombies mutieren lässt und sie so zu unaufhaltsamen Zeitbomben umfunktioniert, die die Weltherrschaft an sich reißen möchten, ist so derart bescheuert, man möchte es kaum glauben, hat man es nicht selbst mit eigenen Augen gesehen. Die Tatsache, dass wir in „Osombie“ einen scheintot wandelnden „Osama bin Laden“ zu Gesicht bekommen ist so unweigerlich schlecht und geschmacklos, dass einem als Filmfan die Fremdscham zu Gesicht stehen dürfte.Vermutlich wäre der Film als clever ausgetüftelte (Gesellschafts-)Satire oder Parodie noch halbwegs goutier- und ertragbar gewesen, aber „Osombie“ nimmt sich derart bierernst, dass man über den trivialen Plot einfach nur fassungslos mit dem Kopf schütteln kann.
Dabei geht es in Lyde´s „Osombie“ technisch eigentlich recht ordentlich zu Gange. Das Zombie-Make-up macht einen verdammt hochwertigen Eindruck und lässt unweigerlich den Großteil aller aktuellen Zombie-Movies alt aussehen. Aber was nützt letztendlich das beste Creature-Design, wenn der eigentliche Film unterirdisch hohl ist. Dass die Filmemacher nicht gänzlich auf der Höhe gewesen sein müssen, beweist demnach auch die arg stümperhafte Umsetzung des Trivial-Werkes. Der Hauch einer Story ist nur der Drahtzieher für eine Vielzahl nerviger Baller-Szenen, die bis zum Erbrechen wiederholt werden. Die gefühlten 2000 Kopfschüsse und diversen Kopfexplosionen sehen trotz ihrer CGI-Herkunft recht vielversprechend aus, aber verlieren nach nur wenigen Filmminuten bereits ihren Reiz. Wo sind denn die obligatorischen Fress- und Splatter-Szenen geblieben, welche seit jeher das Aushängeschild eines jeden guten Zombiefilmes sind? Von derart Geköse gibt es kaum etwas zu sehen, vielmehr feiert sich „Osombie“ mit einer Vielzahl dummen Headshots und unweigerlich penetrant-aufdringlich wirkenden amerikanischen Patriotismus.
Mal abgesehen von verheerend vielen Logiklücken (seit wann tragen denn NATO-Spezialeinheiten Samurai-Schwerter bei sich) gibt „Osombie“ dem Zombiefilm nicht einmal ansatzweise neue Impulse. Nachdem der Heimkinomarkt zuletzt mit unsäglich vielen schlechten Filmen dieses Subgenre überschwemmt wurde, sollte man als Produzent derartiger Filme so langsam mal neue Ideen entwickeln, um nicht gänzlich in der Versenkung durchwachsener Videotheken-Ware zu verschwinden. Mit einem weltweit gehassten Schwerverbrecher und Terroristen zu werben ist nicht sonderlich innovativ, sondern einfach nur dreist und geschmacklos, tut vermutlich aber nichts zur Sache, dass gerade aufgrund dieser kontroversen Thematik und “bin Laden” als verkaufsträchtiges Zugpferd gehörig die Kasse klingeln dürfte.
„Osombie“ ist geschmackloser Bullshit aller erster Sahne. Als Filmfreund fragt man sich, was in den Köpfen derart dreister Filmproduzenten so vor sich geht. Die Idee einen Schwerverbrecher und weltweit gehassten Terroristen mitsamt seiner Gefolgschaft als mutierte Zombies gegen amerikanische Elite-Soldaten kämpfen zu besitzt hat nicht einmal ansatzweise Trash-Qualitäten. Die Handlung wird witz- und spannungsfrei nach bekannten „10-kleine-Negerlein“-Prinzip heruntergeleiert und bietet nicht einen minimalen Funken Originalität. Obligatorische Logiklücken werden mit Baller-Action satt kaschiert, die zwar ganz nett ausschaut, aber nach dem 10. Kopfschuss bereits ihren Reiz verlieren. Auch emotionalen Tiefgang und so etwas wie eine halbwegs annehmbare Charakterentwicklung darf man in „Osombie“ nicht erwarten. Die Charaktere handeln so derart klischeehaft und dämlich, dass man trotz bierernster Dramaturgie einfach nicht glauben will, was einem hier als Zuschauer vorgesetzt wird.
Das wird vor allem dann ersichtlich, wenn die amerikanischen Elite-Soldaten im zehn Minuten-Takt„überraschend“(!) und „unbemerkt“(!) von einer Horde Al-Quaida-Zombies mitten in der Afghanischen Wüste angegriffen werden, in der man kilometerweit nichts anderes sieht als ebene Sandfläche.
Dass bei derart Schwachsinn hiesige Zensurbehörden zum Schutze der Jugend Amok laufen dürften, versteht sich von selbst. In „Osombie“ wird geschossen, was das Munitionsarsenal hergibt. Fast schon selbstverliebt und penetrant voyeuristisch wird hier selbstzweckhaft auf (scheintote) Menschen geschossen, dass man davon ausgehen dürfte, dass es „Osombie“ in unseren Breitengraten nicht ungeschnitten in die Videotheken schaffen wird.
Fazit: 3,5/10 Punkte
Gegen „Osombie“ sieht Uwe Boll´s „House of the Dead“ geradezu nach intellektueller Filmkunst aus. Derart haarsträubenden Quark braucht man sich als Filmfreund nun wirklich nicht freiwillig geben!
FSK-Prognose: vermutlich geschnitten mit „Keine Jugendfreigabe“-Kennzeichnung
Hellraiser80
Filmreview: “Asylum Blackout / The Incident” (2011)
Das Genre des Horrorfilm hat es oftmals nicht leicht. In keinem anderen Genre ist die Rate zugenannter Nachwuchsregisseure so stätig am steigen, wie in diesem.
Was man da regelmäßig als Filmfreund serviert bekommt ist oftmals jenseits von Gut und Böse und hat die Bezeichnung “unterhaltsamer Filmbeitrag” leider meist gar nicht verdient.
Wer regelmäßig den “Filmcheck“-Filmblog verfolgt dürfte vermutlich rasch verstehen, was damit gemeint ist, denn in keinem Filmjahr wie diesem wurde man als Fan des unterschlagenen Filmes so merklich überschüttet von unprofessionell abgefilmten Erstlings-Genre-Filmen, wie 2011/2012.
Umso überraschter war ich, als ich das Debütwerk “Asylum Blackout” des Nachwuchsregisseurs “Alexandre Courtès“ sichten durfte, denn das ist wirklich überaus sehenwert und vor allem richtig spannend.
Eine handvoll angehender Rockstars und Freunde wollen hoch hinaus. Tagsüber arbeiten sie als Köche in der Küche einer Psychatrischen Anstalt für aggressive Gewaltverbrecher, des Abends werkeln sie an ihrer Karriere im Musikbusiness.
Doch das Schicksal meint es leider nicht so gut mit den Freunden, denn eines Abends, kurz vor Feierabend zieht ein merklich seltsames Gewitter auf und verursacht einen Stromausfall in der Anstalt. Grund genug für eine Horde Psychopathen, welche soeben in der anstalteigenen Mensa zu Abend speisen, einen munteren Streifzug durch die Gemäuer zu unternehmen. Schnell sind die Sicherheitsbeamten überwältigt und der Weg frei durch die Flure der Anstalt. In der Küche kämpfen derweil die Freunde um das nackte Überleben, denn die blutgieren Freaks wollen nur eins: töten, töten, töten.
Sicherlich ist das Thema “Revolte” oder “Aufstand” inmitten einer Hochsicherheitskomplexes nicht neu. Ob nun in Gefängnis oder Anstalt sei dahingestellt, es gibt bereits genügend mehr oder weniger sehenswerte Thriller oder Horrorfilme dieser Art.
Was “Asylum Blackout” dennoch sehenswert macht, ist die wirklich arg zermürbende und vor allem überaus klaustrophobische Grundstimmung der Geschehnisse. Man möge sich vorstellen, man ist mit 30 extrem gewaltbereiten Irren in einem Gebaudekomplex gefangen und kann nicht flüchten, da die Tore in die Freiheit, aufgrund hoher Sicherheitsauflagen verschloßen sind und man vergeblich auf Hilfe hofft. Ebenso ergeht es den Helden des Films, die sich den Weg in die Freiheit mit allerlei Schlaggeräten und Stichwaffen erkämpfen müssen. Dass es hierbei nicht minder gewalttätig zur Sache geht dürfte merklich auf der Hand liegen. Trotzdem, trotz einiger wirklich erschütternd-selbstzweckhaften Kröselszenen, schockiert hier weniger der Goregehalt, als vielmehr die kaltschnäutzige Kompromisslosigkeit, mit welcher die geistesgestörten Irren zu Sache gehen.
Allen voran Hauptbösewicht “Harry“, der eine arg unangenehme Präsenz ausstrahlt, extrem sadistisch zur Sache geht und den man vermutlich nicht im Dunklen begegnen möchte.
Wirklich erstaunlich ist, was hier mit mageren 500 000 Dollar Produktionskosten auf die Beine gestellt wurde. Der Film schaut verdammt hochwertig aus und an keiner Stelle in “Asylum Blackout” verrät der Film seine gering budgetierte Herkunft.
Sterile, extrem düstere und farblose Bilder sorgen für merklich Unbehagen und unterstreichen den recht depressiven und grausamen Unterton der Geschehnisse. Auch diverse wirklich subtile Kamerafahrten wissen zu gefallen und heben den Beitrag immens ab von der Masse an ähnlich gestrickten Horrorproduktionen. Dass Alexandre Courtésein wissbegieriger Anhänger diverse “Carpenter“-Klassiker sein muss, fällt direkt ins Ohr, wenn man sich auf den geschickt getricksten Soundtrack konzentriert – Parallelen zu “Assault“, oder “The Thing” sind hier unüberhörbar.
Mit “Asylum Blackout” erhält der Filmfreund eine wirklich heavy Horrorfilmbeitrag, den man als Fan von düsteren Genrebeiträgen unbedingt sichten sollte. Da sich der Film gehörig Zeit lässt, seine Helden zu skizzieren, verursacht letztendlich ihr sadistisches Ableben für arg unangenehme Magenkrämpfe beim Zuschauer. Der Kampf zwischen Gut und Böse fördert gehörig den Puls und ist in seiner ungeschönten Kompromisslosigkeit definitiv ein kleiner Genre-Geheimtipp.
Dass die Geschehnisse ab und an ein wenig an Glaubwürdigkeit verlieren, kehren wir mal schnellst möglich unter den Teppich, denn wir Horrorfilmfreunde wissen doch schon längst: “It´s only a “Horror”-Movie“!
Interessierte Horrorfilmfreunde müssen sich leider noch ein Weilchen Gedulden, den “Asylum Blackout” erscheint aller Voraussicht erst im Spätsommer 2012 in unseren Gefilden.
Einige Szenen im Film dürften der FSK bitter aufstoßen, sodass der Film in seiner ungekürten Form arge Probleme bekommen könnte.
Fazit: 7/10 Punkte
Kleiner, böser, ungeschönter Anstalts-Thriller, der einige richtig fiese Momente vorweisen kann.
Suspense und Spannung endlich mal wieder inklusive!
Ein wahrer Genre-Geheimtip!
FSK-Prognose: vermutlich nur geschnitten mit “Keine Jugendfreigabe”-Kennzeichnung
Hellraiser80
Filmreview: “ChromeSkull: Laid to Rest 2″ (2011)

Der Killer mit der verchromten Totenkopfmaske, der seine Taten akribisch mit einer Webcam protokolliert, ist zurück. Nach dem letzten Schlachtfest wurde er erfolgreich von zwei hartnäckigen Teenies zur Strecke gebracht und in die Knie gezwungen.
Mit hochgradigen Verätzungen im Gesicht und schwer verletzt, wird er in die unterirdischen Katakomben einer Geheimorganisation verschleppt, wo er aufs nötigste zusammengeflickt wird.
Nun, da der „Boss“ sich wieder auf dem Weg der Genesung befindet, macht er sich an die Arbeit, mit den wenigen Überlebenden des Massakers von einst abzurechnen.
Doch seine Geduld wird auf eine harte Probe gestellt, denn inmitten der „Firma“ scheint es ein Mitarbeiter ebenso fanatisch ernst zu meinen und versucht in die Fußstapfen des maskierten Killers zu schlüpfen und seine Taten nachzuahmen.
Drei Jahre ist es nun bereits her, dass Regisseur Robert Hall mit seinem arg trivialen Slasher- Schnellschuss „Laid to Rest“ für Furore unter weltweiten Filmfans sorgte.
Sein überaus durchwachsener Horrorfilm bestach weniger durch darstellerische Qualitäten, oder einem sauber durchdachten Drehbuch, als vielmehr durch enorm selbstzweckhafte und sadistische Gewaltspitzen. Auch die direkte Fortsetzung „ChromeSkull: Laid to Rest 2“ macht da keine Ausnahme, und dreht sauber an der Gewaltschraube, dass dem Filmfreund Hören und Sehen vergehen dürfte.
Dabei zeigt die Fortsetzung allerlei unglaublich kaltschnäuzig umgesetztes Gekrösel, dass einen wirklich täuschend-echt wirkenden Eindruck hinterlässt und zeigt, dass zumindest die Special-Effect Crew ihr Handwerk überdurchschnittlich gut beherrscht. Das hier das Maß aller Dinge an seh- und umsetzbarer Gewalt ausgereizt wird dürfte auf der Hand liegen und wird vermutlich allein nur die Hardcore-Horror-Fangemeinde befriedigen. Mir waren die diversen aufgeschlitzten Gesichter und Münder doch etwas zu viel des Gutem und rechtfertigen definitiv die 7 Minuten Gewaltzensur in der deutschen Filmfassung.
Leider ist “ChromeSkull: Laid to Rest 2“ nicht wirklich dass geworden, was man letztendlich eventuell von einer Fortsetzung diesen Kalibers erwartet hätte. Die Fortführung der Geschichte wirkt überaus konstruiert und man mag als Zuschauer das Gefühl nicht loswerden, dass Regisseur Robert Hall aufgrund des überraschenden Erfolges des ersten Teils, bestrebt war, schnellstmöglich eine Fortsetzung drehen zu „müssen“. Viele Szenen wirken unfertig und werden allein nur mit grafisch ordentlich aufpolierter Gewaltpower kaschiert, zumal sich ein nennenswerter Filmplot überschaubar in Grenzen hält und sich in weniger als 3 Sätzen erzählen lässt.
Zwar erfährt man einige wichtige Hintergründe über den Killer und seine Handlanger, diese wirken aber vollkommen an den Haaren herbeigezogen und oftmals unfreiwillig komisch.
Der einzige Lichtblick in diesem etwas konfus geratenen Horror-Flick-Flack ist Ex-Teenie Schwarm „Brian Austin Green“, der zumindest allen weiblichen Filmfreunden, aus der amerikanischen 90er Jahre Soap „Beverly Hills 90210“ ein Begriff sein dürfte. Recht souverän und herrlich fies mimt er den unberechenbaren und emotionslosen Nachwuchskiller, wobei seine Handlungsbeweggründe leider, ebenso wie die des Skull-Killers, irgendwo im Drehbuch-Nirgendwo entschwinden.
Dass „Laid to Rest 2“ einen enorm zwiespältigen Eindruck hinterlässt ist eigentlich recht schade , zumal die Figur des Skull-Killers eigentlich einen gut-wertigen Eindruck vermittelt und in seinem Vorhaben Genregrößen wie Michael Meyer und Jason Vorhees in nichts nachsteht. Geübte Horrorfilmfreunde werden demnach an diesen Horrorsequel nur bedingt ihre Freude haben, denn teilweise ist „Laid to Rest 2“ einfach nur langweilig und vorhersehbar. Sieht man einmal von den hochwertigen FX, und dem filmbezogenen Killer ab, bleibt kaum irgendetwas nennenswertes über, was sich überhaupt positiv abhebt und nicht schon in unzähligen anderen Slasherfilmen thematisiert und abgehandelt wurde.
„ChromeSkull: Laid to Rest 2“ ist typische 08/15-Metzelware, welche man schon zu oft in dieser Form gesehen hat. Ein wenig „Halloween“ dort, ein bisschen „Freitag der 13.“da, dazu eine Priese „Saw“-Gewalt und fertig ist das Slasher-Ware von der Stange. Hoffen wir, dass mit einem dritten Teil der Gewaltakt zugunsten einer etwas spannenderen Geschichte reduziert wird und man einen homogeneren, und vor allem glaubhafteren, Einklang zwischen Story, Gewalt und Spannung findet.
5,5/10 Filmpunkte
Enttäuschende Fortsetzung des Überraschungserfolges aus dem Jahre 2009.
Extremgewalt und ein recht schlitzfreudiger Killer machen noch lange keinen guten Horrorfilm aus.
(Deutsche FSK-Fassung um rund 7 Minuten geschnitten)
Hellraiser80
Filmreview: “Der Killer” (2012)

Das ist reichlich dumm gelaufen: Sechs Bankräuber und der Traum vom großen Geld.
Nach ihrem scheinbar erfolgreichen Beutezug kommt dennoch alles anders, denn ein Polizist, der die sechs an deren Flucht hindern möchte, muss leider mit seinem Leben zahlen.
Da die Flüchtenden einige Zeit auf den erlösenden Flug in die Freiheit warten müssen, verschanzen sie sich im Dickicht eines naheliegenden Waldes.
Ein fataler Fehler, denn ein reichlich wirrer und arg traumatisierter Ex-Vietnam-Veteran, der in selbigen Wald haust, löst das Bankraubproblem der sechs Gangster auf seine ganz „eigene“ Art und Weise.
Das Jahr 2012 birgt eine Menge Überraschungen, denn irgendwie scheint es wohlmöglich das Jahr der unzähligen Nachwuchsregisseure zu werden. Der Action-Horrorthriller „Der Killer“ (im Original „Battleground“) entpuppt sich ebenfalls als Debütfilm und reiht sich, leider wenig überraschend, in die bunte Welt der arg durchwachsenen Filmwerke ein.
Nun gut, ein gewisses handwerkliches Geschick lässt sich nicht von der Hand weisen.
Regiedebütant Neil Mackey meistert seine Sache reichlich souverän, überrascht mit einigen recht netten und stimmigen Momenten, schafft es aber dennoch nicht mit seinem überaus oberflächlich zusammengeschusterten Trivialwerk zu überzeugen.
Hier besteht reichlich Verbesserungspotenzial.
Eine überzeugende Geschichte existiert leider nicht, eine halbwegs vernünftige Charakterskizzierung wurde aufkosten schräg überzogener Gewaltexzesse und planloser Gewehrballerei leider außer acht gelassen – ein Mitfiebern des Zuschauers demnach ausgeschlossen.
Die arg ins Gewicht fallenden und recht offensichtlich erscheinenden Logik- und Handlungslöcher liefern nach Sichtung kaum befriedigendes Erklärungspotenzial für den Filmfreund.
Der wahnsinnige Killer meuchelt sich durch Wald und Feld, empfindet keinerlei Mitleid mit seinen Opfern und gibt dem Zuschauer keinerlei Anhaltspunkte, die sein Verhalten rechtfertigen oder gar glaubhaft erscheinen lassen.
Demnach vollkommen unverständlich, dass er jedem Schuss unverletzt entkommen kann und die fast schon übermenschliche Gabe besitzt, jede Falle und jeden Hinterhalt der reichlich hölzernen Kleinkriminellen bereits vorausahnen zu können.
Das mag zwar für den Anfang ganz nett sein, zumal die recht naiven übrigen Protagonisten bei ihrer Jagd nach und nach kreativ das zeitliche Segnen, aber dennoch hinterlässt die „Glückssträhne“ des Bösewichts einen überaus unfreiwillig lächerlich wirkenden Beigeschmack.
Dass bei derart dumm-aufgeblasenem Schussgefecht Gore- und Gewaltgehalt im Vordergrund steht, dürfte demnach wenig überraschen.
Hier werden mindere Triebe befriedigt.
Wenn die Story schon kaum etwas hergibt und zu überzeugen weiss, dann finden seit jeher reichlich selbstzweckhafte Gewalteinlagen ihren Einsatz.
Auch „Der Killer“ macht da keine Ausnahme. Freunde der etwas „handfesteren“ Unterhaltung dürften zumindest in derlei Hinsicht Gefallen an dem arg unspannenden und recht uninspirierten Filmplot finden. Leider verstand die FSK bei derart „handfestem“ Geballere dennoch keinerlei Spaß, und erteilte dem Film in seiner Ungeschnittenen Filmfassung keine Freigabe. Das überrascht nicht, bietet „Der Killer“ in seiner Originalfassung eine recht widerlich wirkende Häutungssequenz, die kaum dem Handlungsverlauf förderlich ist und demnach nur Mittel zum Zweck findet, um die blutgeile Käuferschaft zum Kauf des arg durchwachsenen Genrewerkes anzuregen.
Das Debütwerk „Der Killer“ des Nachwuchsregisseurs Neil Mackey bietet leider nichts Nennenswertes, was man in derart Form bisher noch nicht gesehen hat. Statt auf subtilen Horror zu setzen, der den Zuschauer zum Mitfiebern und Mitleiden „einlädt“ setzt Mackey einzig und allein auf die Holzhammertaktik. Aufgrund des langsam abebbenden Folter- und Gewaltkinos, dürfte sein Erstlingswerk, vor allem in der stark zerstückelten deutschen Fassung, kaum Beachtung finden. Über weite Strecken wirkt sein „Battleground“, trotz professionell entwickelten Spezialeffekten, gähnend langweilig und hetzt den Zuschauer nur unnötig von einer Gewaltsequenz zur nächsten.
Hoffen wir, dass sein Folgewerk einen anderen Ton einschlägt, denn optisch schaut „Der Killer“ recht ordentlich aus.
Fazit 5/10 Punkte
Durchschnittsware. Ballerorgie ohne Herz und Verstand. Brauchen wir nicht!
Deutsche Fassung: Keine Jugendfreigabe. Leider um einige Minuten zensiert!
Hellraiser80
Filmreview: “Penance – Sie zahlen für ihre Sünden” (2009)

Amelia braucht dringend Geld, denn die Schulden wachsen ihr allmählich über den Kopf. Gerade weil ihre kleine Tochter schwer erkrankt ist und die junge Mutter die Behandlungskosten selbst tragen muss, nimmt sie den Ratschlag ihrer Besten Freundin an und versucht das „schnelle“ Geld zu ergattern, indem sie sich als Stripperin versucht.
Nachdem die beste Freundin nach einem missglückten „Arbeitseinsatz“ mit einem blauen Auge abgestraft wurde, soll nun Amelia für den nächsten Auftrag einspringen.
Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit der jungen Frau, denn ihr erster Arbeitseinsatz endet in einem Albtraum.
Günstig produzierte Wackelcam-Filme sind derzeit in aller Munde.
Bereits 1998 fand das sogenannte Found Footage Genre mit dem erstaunlich kassenträchtigen „Blair Witch Project“ beachtliche Aufmerksamkeit und zog bis heute unzählig ähnlich strukturierte Plagiate nach sich.
Nun, im Zuge der Erfolgswelle der Amateurcam-Geisterjagd „Paranormal Activity“ erhoffen auch diverse untalentierte Drehbuchautoren und Regisseure mit ihren geistlosen und vor allem unbrauchbaren Beiträgen den Sprung nach ganz vorn.
„Penance“-Regisseur Jake Kennedy scheint hierbei von der ganzen „cleveren“ Sorte zu sein, hat er sich in seinem trivial- und geistlos zusammengeschusterten Machwerk, weder für Hexen und Aliens, noch für Geister und Zombies entschieden. Vielmehr versucht er vermutlich eigene und „neue“ Wege zu gehen und versucht die Aufmerksamkeit der Horrorfanschar mit (oh, man ist das neu!) geistig debilen Psychopathen für sich zu gewinnen.
Demnach darf man die Geschehnisse, ähnlich wie in Unmengen gleichartig strukturierter Filme zuvor, aus der „Ego“-Perspektive beiwohnen (die Hauptprotagonisten filmen das Geschehen selbst mit einer Kamera) und erlebt, wie ein fanatischer Ex-Prediger versucht, unschuldige junge Stripperinnen zu bekehren und zu „reinigen“. Dass sein Vorgehen nicht zimperlich vonstatten geht, dürfte natürlich offensichtlich auf der Hand liegen, bietet „Penance“ eigentlich nichts anderes, außer unzugängliche und minutiös inszenierte Auspeitsch-, Demütigungs- und Verstümmelungsszenen. Ein gut durchdachtes Storygerüst gibt es hier nicht, Spannung und Mietfiebern – Fehlanzeige.
Stattdessen gibt es ein Aneinanderreihen wirrer Folterszenen, die einzig Mittel zum Zeck darstellen, dass überaus unspektakuläre Geschehen annähernd auf Spielfilmlänge zu „zaubern“. Ein arg unverkennbarer und überaus pervers-aufdringlich frauenverachtender Unterton unterstreicht das explizit voyeuristische Geschrei und bietet mitunter vermutlich allein nur masochistisch veranlagten Frauenhassern eine kreative Inspirationsgrundlage.
Dass es, neben all den haarsträubenden Frauenfolterszenen auch diverse Logiklücken gibt, überrascht dennoch ein wenig, gibt es in „Penance“ eigentlich kaum etwas, was man falsch machen könnte, da der Film ausschließlich allein von seinen explizit schroff inszenierten Szenen lebt.
Eine Tatsache, die eigentlich noch einmal das Nichtvorhandene Talent des Drehbuchautors und des Regisseurs wiederspielt.
Demnach fragt sich der aufmerksame Zuchauer, wer eigentlich in derart Situation, wie sie dem Film zugrunde liegt, es noch mental und psychisch schafft die Kamera dreist auf die Geschehnisse zu richten.
Selbst in Extremsituationen, in denen die Protagonisten um ihr Leben bangen müssen, scheinen sie zumindest noch annähernd die Kraft und vor allem die Zeit zu besitzen, das Geschehen mit der Kamera zu filmen. Im Film selbst, erklären die Überlebenden ihr unmerklich dummes Vorgehen damit, ausgiebig Filmmaterial sammeln zu müssen, um im Falle eines Entkommens beweisen zu können, was ihnen wohlmöglich zugestoßen ist.
Eine wirklich „gute“ Argumentation, wie ich finde. Für ein hübsches „Erinnerungsvideo“ nehmen die offensichtlich „suizidgefährdeten“ Opfer die ein oder andere Verstümmelung scheinbar gern in Kauf.
Mit „Penance“ hat der Nachwuchsregisseur Jake Kennedy ein überaus einfältiges Filmchen geschaffen, auf das die Welt nun wahrlich nicht gewartet hat.
Statt mit gut durchdachter und vor allem spannender Unterhaltung zu punkten, versucht Kennedy mit dreister Holzhammertaktik zu überzeugen.
Frauen werden am Fliesband gefoltert, gedemütigt und ermordet – die dargestellten Szenen scheinen zwar nie eindeutig blutig, eine gewisse Verrohung tritt dennoch im Verlauf der Handlung ein.
Nach Logik sucht man in „Penance-Sie zahlen für ihre Sünden“ vergeblich – Nach dem Sinn des Ganzen ebenfalls („Selbstkastration” des Ex-Predigers).
Fazit 2,5/10 Punkte
Ein Film, den sich filmbegeisterte Horrorfans ersichtlich sparen können.
Die Deutsche Fassung wurde verständlicher Weise um einige Sekunden erleichtert.
Hellraiser80
Filmreview: “Christopher Roth – Der Killer in Dir” (2010)

Um etwas Abstand vom immensen Erfolgsdruck zu gewinnen, zieht es den erfolgreichen Romanautor Christopher Roth zusammen mit seiner Frau in ein idyllisches italienisches Dörflein fernab von Stress und Hektik.
Doch von Erholung und Urlaub keine Spur.
Denn ein überaus fanatischer Serienkiller, nutzt die Gunst der Stunde um, inspiriert von Roth´s Romanen, unweit des Ferienwohnsitzes des verliebten Paares auf „Beutezug“ zu gehen.
Als der Schriftsteller wenige Tage nach der Publikation des ersten Mordes ein seltsames Kästchen mit einem, vom Serienkiller selbst verfassten Brief, auf dem Küchentisch vorfindet, ahnt er noch nicht, welch blutrünstigen Alptraum ihn erwarten wird.
Manchmal überrascht, oder verblüfft es Genrefans weltweit, wer da so alles auf dem Regiestuhl Platz nimmt.
„Christopher Roth“ – Regisseur Maxime Alexandre scheint auf den ersten Blick für den Filmfan recht unbedeutend.
Stöbert man aber genauer in seiner Vita so dürften vor allem Horrorfilmfans schnell hellhörig werden.
Maxime Alexandre hat sich bisher als Kameramann einen Namen gemacht und eindrucksvoll bewiesen, dass er sein Arbeitsutensil perfekt im Griff hat.
Die, von ihm gefilmte Werke wie „High Tension“ (2003), „The Hills have Eyes“ (2006) und „Crazies“ (2010) durften im Rahmen des Genres weltweit gehörige Erfolge verbuchen und scheinbar war es ihm wohlmöglich mit der Zeit und den diversen Lobeshymnen leid, immer nur als unbedeutendes Anhängsel im Atemzug mit Regisseur Alexandré Anja („High Tension“ (2003), „Hills have Eyes“ (2006), „Piranha 3D” (2010)) genannt zu werden, sodass er nun auch sein Können mit dem Thriller „Christopher Roth“ als ernstzunehmender Regisseur und Drehbuchautor unter Beweis stellen möchte.
Ein heikles Vorhaben, scheinen doch diverse Filmemacher mit derart beruflichen Veränderungen gescheitert. Im Falle von „Christopher Roth“, seinem zweiten cineastischen Beitrag als Regisseur, kann ich dennoch alle Skeptiker beruhigen.
Handwerklich hat er mit seinem Horrorthriller wahrlich saubere Arbeit bewiesen und sein Gespür für atmosphärisch dichte Kameraeinstellungen- und Fahrten unterstreichen seinen enorm talentiertes und virtuoses Geschick im Umgang mit der Kamera.
Dabei fällt schnell auf, dass gerade sein perfekt inszeniertes Hin- und Herhüpfen zwischen Gut und Böse von farblich geschickter Verspieltheit geprägt ist.
Immer dann, wenn der Killer rabiat zu Gange geht, werden Farben, Sound und Kulisse auf das Wesentliche reduziert – im Kontrast dazu erstrahlen die prägnanten Auftritte des titelgebenden Helden und das seiner Frau in kräftigen, sonnig-heiteren und stimmungsvollen Farben.
Aufgrund der Kombination von künstlerisch genau durchdachten Kamerafahrten im Einklang mit stimmungsvoll-kontrovers zusammengestrickten Farb- und Soundschnipseln und dem Einfügen überaus harter Gewalteinlagen dürfte Filmkenner schnell an die früheren Werke eines Dario Argento´s erinnert werden.
Die Intension ist scheinbar gar nicht mal an den Haaren herbeigezogen, erinnert „Christopher Roth“ unmerklich an diverse italienische Giallo-Schlitzerfilme der 60er und 70er Jahre.
Demnach sehr einprägsam, und stellvertretend als liebevolle Hommage an dieses Subgenre gesehen, die (fiktive) Szene, in der eine junge schwarzgekleidete Frau in einem steril-wirkenden weißen Bad steht und sich vor dem Badspiegel die Haare fönt. Unerwartet pirscht sich der unbekannte Killer an das ahnungslose Opfer von hinten heran und „schlachtet“ die ahnungsvolle Frau erbarmungslos nieder. Die Klassische Musik, welche das deprimierende Unterfangen unterstreicht in Kombination mit den erschreckend realistisch umgesetzten dunkelroten Flutfontänen und dem klinisch-sterilen weißen Farbton des Badezimmers machen diese Szene zu einem echten Augenschmaus für Filmkenner.
Dass Maxime Alexandre scheinbar ein Gespür für rohe und überaus sadistische Gewalteinlagen besitzt sei an dieser Stelle nicht von der Hand zu weisen, bedenkt man mit welchen, in der Horrorszene anerkannten, Filmregisseuren er bisher zusammengearbeitet hat.
Seine unerträglich grausamen und vor allem explizit gefeierten Gewaltspitzen deuten darauf hin, dass er im Laufe seiner bisherigen Arbeit als Kameramann (in diversen Horrorproduktionen) aufmerksam verfolgt hat, wie er Horrorfilmfreunde auf dem gesamten Erball bei Laune halten kann.
Sein „Christopher Roth“ dürfte vor allem bei den hiesigen Zensurbehörden auf gehörig Unverständnis stoßen und die Darstellung seiner Morde könnte auf „ungeübte“ Zuschauer überaus radikal wirken.
Demnach gehe ich davon aus, dass Alexandres Zweitwerk in deutschen Gefilden vom Vertrieb “Mr. Banker Film” , FSK-freundlich, “zurechtgestutzt” veröffentlicht wird.
Maxime Alexandre´s zweiter abendfüllender Ausflug auf dem Regiestuhl hat vollends funktioniert.
Zwar benötigt der Filme eine Weile bis er in Fahrt kommt und besitzt in der ersten Hälfte einige Leerläufer, legt aber in der zweiten Filmhälfte gehörig nach und kann mit einem überaus spannenden Finale und einer handvoll recht drastisch-gewählten Goreinlagen überzeugen.
Der aktuelle Horrorthriller „Christopher Roth“ spricht ein vorwiegend älteres, sowie erfahreneres Filmpublikum an und das ist auch gut so, denn von der breiten Masse an dummen Teenie-Horrorfilmen, sich endlos wiederholenden „Paranormal Activity“-Fortsetzungen und Plagiaten, sowie penetrant nervenden Hollywood-Remakeaufgüsse hebt sich dieser kleine überraschend sehenswerte Film sehr positiv ab.
Fazit 6,5/10 Punkte
„High Tension“ – Kameramann wandelt jetzt auf Drehbuch- und Regisseurpfaden.
Vorhaben geglückt – Bitte weiter so!
FSK-Prognose: leicht geschnitten mit FSK “Keine Jugendfreigabe” – Film selbst erscheint Mitte März 2012 in Deutschland auf DVD und Blu-ray Disc von “Mr. Banker Film”
Hellraiser80
Filmreview: “The Theatre Bizarre” (2011)
Nachdem sich eine junge Dame in ein leerstehendes Theater locken lassen hat, schockiert sie eine recht ominös anmutende menschengroße Holpuppe (Udo Kier) mit sechs abwechslungsreichen Horrorkurzgeschichten.
Epidsode 1 – The Mother of Toads (Regie: Richard Stanleys -”Dust Devil”/ “M.A.R.K. 13”)
„Martin“ und „Karina“, ein amerikanisches Studentenpärchen, zieht es zum Entspannen ins spanische Bergland.
Doch der erhoffte Urlaub endet vorzeitig für das verliebte Paar, als Martin von einer Einheimischen erfährt, dass sie eine Kopie des sagenumwogenen Necronomicon-Buches besitzt.
Epidsode 2 – I love You (Regie: Buddy Giovinazzos – „Combat Shock“ / “Maniac 2”)
Für den alkoholabhängige „Axel“ bricht eine Welt zusammen. Seine große Liebe „Mo“ scheint ihn wegen eines gemeinsamen Bekannten verlassen zu wollen. In seiner Verzweiflung bittet er um Erklärungen für ihre Entscheidung. Da zeigt „Mo“ ihr wahres Gesicht und beichtet ihm alle Vergehen ihrer beider 3 Jahren Beziehung. Eine Entscheidung mit Folgen …
Episode 3 – Wet Dreams (Regie: Tom Savini – „Night of the living Dead“ / „Maniac“)
Donnie ist ein Frauenheld und betrügt seine Gattin „Carla“ nach Strich und Faden.
Seltsamerweise besitzt er seit einiger Zeit Alpträume, in denen seine diversen Affären sich den Spaß machen, sein bestes Stück höchst kreativ des Besitzers zu entledigen.
Da der junge Casanova mit der Situation so langsam nicht mehr zurecht zu kommen scheint, vertraut er sich einem Psychologen an – Ein fataler Fehler.
Episode 4 – The Accident (Regie: Douglas Bucks – “Sisters”)
Ein kleines Mädchen wird zusammen mit ihrer Mutter Zeuge eines tragischen Unfalls.
Auf einer Waldstraße müssen die beiden hilflos mit ansehen, wie ein junger Motorradfahrer mit einem Hirsch zusammenstößt und beide aufgrund ihrer Verletzungen bemitleidenswert verenden.
Episode 5 – Vision Stains (Regie: Karim Hussain – „Subconscious Cruelty“)
Das recht perfide Hobby einer Schriftstellerin: Eine Autorin bringt Leute um die Ecke und entzieht ihren Opfern im Augenblick ihres Todes Flüssigkeit aus deren Augäpfeln, welche sie sich letztendlich selbst injiziert.
Daraufhin durchlebt sie noch einmal das Leben derer und hält es auf Papier fest.
Der Drang nach neuen Erfahrungen und neuen Geschichten wird immer stärker, als sie eine schwangere Frau vor einem Wohnblock stehen sieht. Der Reiz zu sehen, was ein sterbendes Ungeborenes sehen könnte bevor es stirbt wird ihr letztendlich zum Verhängnis.
Episode 6 – Sweets (Regie: David Gregory – “Plague Town”)
Estelle und Greg stehen vor den Scherben ihrer Beziehung.
Greg liebt Estelle über alles – Aber Estelle liebt Greg nicht mehr als einen ihrer Freunde.
Auf einer Vernissage soll das „Beziehungsproblem“ ein kulinarisches Ende finden.
Horrorfilm-Freunde aufgepasst!
Nach unzählig dummen und sich ständig wiederholendem Horroreinerlei erscheint auch demnächst in unseren Gefilden (Fantasy Filmfest 2012) der unglaublich kreative und unweigerlich sehenswerte Horrorgeheimtipp namens „The Theatre Bizarre“.
Mit „The Theatre Bizarre“ präsentieren diverse namhafte Horrorregisseure ihre ganz eigenen makabren, zynischen und düsteren Interpretationen des „Théâtre du Grand Guignol“, einem französischem Theater, dass in der Zeit von 1897 bis 1962 mit allerhand Gruselstücken, Krimis und rabiat-derben Komödien versuchte das Publikum zu schockieren und somit das aktuelle Splatter- und Horrorkino maßgeblich mitprägte.
Dabei herausgekommen sind sechs derart unterschiedlich gestrickte Kurzwerke, die allesamt vereint durch ein recht grotesk-anmutendes Story-Rahmengerüst, durchaus Filmkost der etwas anderen und ungewohnteren Art bieten dürfte.
Unter der Führung von David Gregory („Plague Town“) erhielten sechs, in der Horrorfilmszene nicht unbekannte Kult-Regisseure die Aufgabe, unter gleichen Bedingungen und mit jeweils gleichem Budget ausgestattet, ihr cineastisches und künstlerisches Können unter Beweis zu stellen.
Das Endergebnis gestaltet sich als überaus verblüffend interessant, denn kein Film gleicht sich dem anderen – die einzelnen Kurzgeschichten lassen durch ihre gekonnt innovative Umsetzung eindeutig die Bildsprache und Erzählweise des jeweiligen Regisseurs erkennen.
Jeder Filmgeschmack dürfte unter den Kurzgeschichten befriedigt werden.
Ob nun klassisch gruselig, Arthaus-like künstlerisch oder trivial ekelhaft „The Theatre Bizarre“ dürfte auch für den noch so speziellen Horrorfilmgeschmack den passenden Beitrag bieten.
Überraschenderweise gestaltet sich die Entscheidung nach seiner ganz persönlichen Lieblingsepisode als überaus schwierig, da alle Kurzfilme auf ihrer ganz eignen charmanten Weise funktionieren und zu überzeugen wissen. Das merklich minimale Budget ist dem Gesamtmeisterwerk an keiner Stelle anzumerken. Jede Kurzgeschichte wurde stimmig, qualitativ hochwertig und liebevoll umgesetzt. Gerade das Rahmengerüst, dass die einzelnen Glieder miteinander verknüpft strotzt nur so vor diversen Anspielungen diverser Horrorfilme der 70er und 80er Jahre und punktet mit einer derart liebevollen und mollig schaudernden Umsetzung, dass der Horrorfan vor Freude im Kreise tanzen möchte.
Die erste Episode „The Mother of Toads“ ist eine liebevolle Hommage an das triviale, hölzerne, aber dafür sehr atmosphärische italienische Trash-Kino der 70er Jahre und entpuppt sich am Ende weniger als eigenständige Horrorepidode, als vielmehr als stimmiges Horrormärchen.
Horrorfilmfans, die ein Hang zu unzugänglichem asiatischem Extrem-Arthauskinos besitzen dürften in Episode vier vollends auf ihre Kosten kommen. Aufgrund der arg superben Ausgangssituation gepaart mit ein paar überaus markerschütternden Spezialeffekten und dem sehr ernüchternden Ende, dürften sich Freunde von asiatischen Genreproduktionen a lá „Naked Blood“ gierig die Finger warm reiben.
Das dieses aktuelle Horrorprojekt gerade aufgrund der recht durchwachsenen und drastische Darstellung von Gewalt bei deutschen Zensurbehörden für Missgunst sorgen dürfte, sei vorab schon einmal angedeutet.
Gerade Tom Savinis Episode mit dem recht zynischen, aber irgendwie passenden Titel „Wet Dreams“ und der abschließende bitterböse Beitrag „Sweets“ zeigen sich gewalttechnisch ordentlich freizügig, sodass eine ungeschnittene deutsche Veröffentlichung vorab für ausgeschlossen betrachtet werden dürfte.
„The Theatre Bizarre“ ist ein richtiger Kracher geworden und dürfte nicht umsonst als potenzieller neuer Kultfilm gehandelt werden.
Sechs abwechslungsreiche und vor allem überaus gehaltvolle Kurzgeschichten, die in ihrer Darstellung ihresgleichen suchen dürften und die jedem offenen Horrorfilmfan aufgrund ihrer absolut unkommerziellen Umsetzung auf jeden Fall zur Sichtung durchaus zu empfehlen sind.
Schade nur, dass bereits (!) nach ordentlichen 120 (!) Minuten Spiellaufzeit bereits der Abspann über den Bildschirm flimmert und man das Gefühl nicht los werden möchte, dass man sofort das Bedürfnis verspürt, mehr sehen zu wollen.
Hoffen wir, dass „The Theatre Bizarre“ die nötige Aufmerksamkeit erntet, die der Film offensichtlich verdient hat und alle weltweiten Filmfans mit einer Fortführung der Idee rechnen dürfen.
Fazit 10/10 Filmpunkte
Gerade aufgrund der absolut unkonventionellen Umsetzung und Darstellung der vollkommen haarsträubenden Geschichten dürfte sich „The Theatre Bizarre“ einen Ehrenplatz in den Herzen weltweiter Genrefans sichern dürfen – Pflichtprogramm!
FSK-Freigabe: “keine Jugendfreigabe” ungeschnitten.
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Hellraiser80
Filmreview: “Born Bad” (2011)

Die minderjährige Brook zieht zusammen mit ihrem Vater, der neuen Frau des Vaters, sowie deren Sohn in ein hübsches Anwesen fernab der Stadt.
Leider hat es die Mutter mit der rebellierenden neuen Tochter gar nicht so leicht, wie anfänglich gedacht. Denn Brook gibt sich alles andere als handzahm mit ihrem neuen Vormund.
Kaum in das neuen Heim eingezogen, lernt Brook den attraktiven Denny kennen und verliebt sich Hals über Kopf in den leicht cholerischen Junggesellen.
Aber den Eltern ist der neue Freund der Tochter nicht wirklich geheuer, sodass sie beginnen Nachforschungen über den vermeintlich liebenswerten Burschen anzustellen. Ein fataler Fehler, denn als sie Denny aufgrund der Ergebnisse ihrer Recherche zu Rede stellen wollen, eskaliert die Situation und des Tochter´s neuer Freund beginnt sein wahres Wesen zu offenbaren.
Vorab gehört der deutsche Vertrieb dpt-entertainment, der für die Deutsche Vermarktung von „Born Bad“ verantwortlich ist, gehörig geohrfeigt.
Das Cover der hiesigen Heimkinoauswertung ist eine Zumutung und die deutsche Synchronisation sorgt mit ihrem billig-produzierten Amateurgequassel für unerträgliche Ohrenschmerzen. So manch dummer Billig-Porno wurde in Deutschland sorgfältiger und liebevoller übersetzt und vermarktet, als dieser aktueller Psychothriller, der gerade durch die hölzerne Laien-Synchronisation viel an, der ohnehin schon kaum vorhandenen Atmosphäre, einbüßt.
Und als wären genannte Mängel nicht allein schon Grund genug „Born Bad“ zu meiden, hat das „familienfreundliche“ Label dpt-entertainment natürlich auch gleich für wohlbekömmlichen Jugendschutz gesorgt. Fast alle (nichtvorhandenen) Gewaltszenen wurden in Kombination mit diversen Beschimpfungen zum Schutze der Jugend aus der Handlung geschnippelt.
Aber auch die wenigen Szenen, die im Kontext mit Drogen oder Alkohol stehen, wurden dank des labeleigenen und ersichtlich schnitterfahren dpt-„Cuttermeisters“ FSK-freundlich dem Film entraubt.
Dumm nur, dass die DVD/Blu-ray trotz diverser Kürzungen von der FSK dennoch keine Jugendfreigabe erhielt und mit einer „Keine Jugendfreigabe“ – Plakette abgestraft wurde. Die Frage nun: wer kauft letztendlich derart verstümmelten Film in derart Zustand, und das, obwohl der Film in seiner ungeschnittenen Originalfassung kaum explizit gefeiertem Gewaltterror bietet?
Dabei ist „Born Bad“ eigentlich gar nicht so dumm und schlecht, wie diverse (vorwiegend negative) Kritiken im Internet vorerst vermuten lassen.
„Born Bad“ ist einer dieser unwichtigen kleinen Filmchen, die man so nebenbei wahrnimmt, und die trotz des belanglosem Stelldichein und der arg durchwachsenen Umsetzung, dennoch wissen wie sie für zumindest 90 Minuten kurzweiliger Unterhaltung sorgen – nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Da es sich bei dieser Produktion um ein waschechtes amerikanisches „TV-Filmchen“ handelt sollte man dementsprechend auch keine bombastisch ausgetüftelten cineastischen Überraschungen erwarten. Der vermutlich günstig produzierte Psychothriller lässt an jeder Stelle im Film seine TV-Herkunft erahnen und die Dramaturgie läuft selten auf Daily Soap-Niveau hinaus.
Die Charaktere verhalten sich, gerade gegen Ende, merklich unlogisch und die Beweggründe des Psychopathen Denny bleiben größtenteils ungeklärt. Das ist eigentlich schade, da „Denny“-Darsteller Michael Welch den wirren Schizzo eigentlich recht gekonnt weiss in Szene zu setzen. Leider bietet sein recht talentiertes Schauspiel in dem, mit extremen Handlungsdefiziten überstreuten Drehbuch kaum tiefgründigen und vor allem ernstzunehmenden Interaktionsspielraum.
Was als echtes Psychopathen-Filmchen beginnt, das sehr an den Teenager-Thriller „Fear – wenn Liebe Angst macht“ mit Mark Wallberg in der Hauptrolle erinnert, mutiert gegen Filmmitte zu einer vollkommen unglaubhaften „Home Invasion Gurke“ a la „Kidnapped“.
Das klingt wohlmöglich für den Filmfan vorerst sehr vielversprechend, will jedoch in der Umsetzung aber irgendwie nicht so wirklich funktionieren.
Die pubertäre Brook nervt, aufgrund ihres vollkommen naiv-sinnfreien Handelns und ihren unerträglichen Diskussionen mit der Stiefmutter, bereits nach nur wenigen Filmminuten. Gegen Ende hin scheint es Regisseur und Drehbuchautor Jared Cohen dennoch versöhnlich mit ihr zu meinen.
Das unerfahrene Mädchen schreit, flennt und stolpert durch die Szenerie und serviert sich förmlich von Filmminute zu Filmminute als unfreiwilliges Opfer auf dem Serviertablett, schafft es aber, trotz ihres vertrottelten Handelns, irgendwie dennoch das Leben der eigenen Familie zu retten.
Nun denn, man sollte mit diesem kleinen Debütthriller nicht zu arg ins Gericht gehen.
Trotz der enormen Logikdefizite schafft es „Born Bad“ auf eine dennoch recht straffe und zügig erzählte Inszenierung und unterhält 90 Minuten.
Ein Film, den man nicht gesehen haben muss, der aber (zumindest in seiner ungeschnittenen Fassung) trotz bekannter Vorlagen („Fear“, „Stepfather, „Kidnapped“) und den diversen Filmfehler immerhin geradlinige und solide Genreunterhaltung bietet.
Fazit 5,5/10 Punkte
Durchschnittlicher TV-Thriller, dessen plakative und unlogische Zensur in der deutschen Fassung für allgemeines Unverständnis sorgen dürfte.
(FSK-Version: “Keine Jugendfreigabe” – erheblich geschnitten)
Hellraiser80





















