Filmreview: “Asylum Blackout / The Incident” (2011)
Das Genre des Horrorfilm hat es oftmals nicht leicht. In keinem anderen Genre ist die Rate zugenannter Nachwuchsregisseure so stätig am steigen, wie in diesem.
Was man da regelmäßig als Filmfreund serviert bekommt ist oftmals jenseits von Gut und Böse und hat die Bezeichnung “unterhaltsamer Filmbeitrag” leider meist gar nicht verdient.
Wer regelmäßig den “Filmcheck“-Filmblog verfolgt dürfte vermutlich rasch verstehen, was damit gemeint ist, denn in keinem Filmjahr wie diesem wurde man als Fan des unterschlagenen Filmes so merklich überschüttet von unprofessionell abgefilmten Erstlings-Genre-Filmen, wie 2011/2012.
Umso überraschter war ich, als ich das Debütwerk “Asylum Blackout” des Nachwuchsregisseurs “Alexandre Courtès“ sichten durfte, denn das ist wirklich überaus sehenwert und vor allem richtig spannend.
Eine handvoll angehender Rockstars und Freunde wollen hoch hinaus. Tagsüber arbeiten sie als Köche in der Küche einer Psychatrischen Anstalt für aggressive Gewaltverbrecher, des Abends werkeln sie an ihrer Karriere im Musikbusiness.
Doch das Schicksal meint es leider nicht so gut mit den Freunden, denn eines Abends, kurz vor Feierabend zieht ein merklich seltsames Gewitter auf und verursacht einen Stromausfall in der Anstalt. Grund genug für eine Horde Psychopathen, welche soeben in der anstalteigenen Mensa zu Abend speisen, einen munteren Streifzug durch die Gemäuer zu unternehmen. Schnell sind die Sicherheitsbeamten überwältigt und der Weg frei durch die Flure der Anstalt. In der Küche kämpfen derweil die Freunde um das nackte Überleben, denn die blutgieren Freaks wollen nur eins: töten, töten, töten.
Sicherlich ist das Thema “Revolte” oder “Aufstand” inmitten einer Hochsicherheitskomplexes nicht neu. Ob nun in Gefängnis oder Anstalt sei dahingestellt, es gibt bereits genügend mehr oder weniger sehenswerte Thriller oder Horrorfilme dieser Art.
Was “Asylum Blackout” dennoch sehenswert macht, ist die wirklich arg zermürbende und vor allem überaus klaustrophobische Grundstimmung der Geschehnisse. Man möge sich vorstellen, man ist mit 30 extrem gewaltbereiten Irren in einem Gebaudekomplex gefangen und kann nicht flüchten, da die Tore in die Freiheit, aufgrund hoher Sicherheitsauflagen verschloßen sind und man vergeblich auf Hilfe hofft. Ebenso ergeht es den Helden des Films, die sich den Weg in die Freiheit mit allerlei Schlaggeräten und Stichwaffen erkämpfen müssen. Dass es hierbei nicht minder gewalttätig zur Sache geht dürfte merklich auf der Hand liegen. Trotzdem, trotz einiger wirklich erschütternd-selbstzweckhaften Kröselszenen, schockiert hier weniger der Goregehalt, als vielmehr die kaltschnäutzige Kompromisslosigkeit, mit welcher die geistesgestörten Irren zu Sache gehen.
Allen voran Hauptbösewicht “Harry“, der eine arg unangenehme Präsenz ausstrahlt, extrem sadistisch zur Sache geht und den man vermutlich nicht im Dunklen begegnen möchte.
Wirklich erstaunlich ist, was hier mit mageren 500 000 Dollar Produktionskosten auf die Beine gestellt wurde. Der Film schaut verdammt hochwertig aus und an keiner Stelle in “Asylum Blackout” verrät der Film seine gering budgetierte Herkunft.
Sterile, extrem düstere und farblose Bilder sorgen für merklich Unbehagen und unterstreichen den recht depressiven und grausamen Unterton der Geschehnisse. Auch diverse wirklich subtile Kamerafahrten wissen zu gefallen und heben den Beitrag immens ab von der Masse an ähnlich gestrickten Horrorproduktionen. Dass Alexandre Courtésein wissbegieriger Anhänger diverse “Carpenter“-Klassiker sein muss, fällt direkt ins Ohr, wenn man sich auf den geschickt getricksten Soundtrack konzentriert – Parallelen zu “Assault“, oder “The Thing” sind hier unüberhörbar.
Mit “Asylum Blackout” erhält der Filmfreund eine wirklich heavy Horrorfilmbeitrag, den man als Fan von düsteren Genrebeiträgen unbedingt sichten sollte. Da sich der Film gehörig Zeit lässt, seine Helden zu skizzieren, verursacht letztendlich ihr sadistisches Ableben für arg unangenehme Magenkrämpfe beim Zuschauer. Der Kampf zwischen Gut und Böse fördert gehörig den Puls und ist in seiner ungeschönten Kompromisslosigkeit definitiv ein kleiner Genre-Geheimtipp.
Dass die Geschehnisse ab und an ein wenig an Glaubwürdigkeit verlieren, kehren wir mal schnellst möglich unter den Teppich, denn wir Horrorfilmfreunde wissen doch schon längst: “It´s only a “Horror”-Movie“!
Interessierte Horrorfilmfreunde müssen sich leider noch ein Weilchen Gedulden, den “Asylum Blackout” erscheint aller Voraussicht erst im Spätsommer 2012 in unseren Gefilden.
Einige Szenen im Film dürften der FSK bitter aufstoßen, sodass der Film in seiner ungekürten Form arge Probleme bekommen könnte.
Fazit: 7/10 Punkte
Kleiner, böser, ungeschönter Anstalts-Thriller, der einige richtig fiese Momente vorweisen kann.
Suspense und Spannung endlich mal wieder inklusive!
Ein wahrer Genre-Geheimtip!
FSK-Prognose: vermutlich nur geschnitten mit “Keine Jugendfreigabe”-Kennzeichnung
Hellraiser80
Filmreview: “Truth or Dare” (2011)
Der unscheinbare und introvertierte Felix hat es nicht leicht. Nicht nur, dass er von Allen ignoriert, verspottet und missachtet wird, auch Freunde hat auch keine.
Auf einer Abschlussfeierlichkeit soll sein Leben eine gänzlich andere Kerbe einschlagen, denn nebst Alkohol, Drogen und lauter Musik brodelt die Stimmung als eine der Partygäste vorschlägt das Partygame „Wahrheit oder Pflicht“ zu spielen.
Zu allem Unglück wird auch Felix zu dieser Party geladen und kommt auch gleich in den Genuss sich für „Wahrheit“ zu entscheiden. Als er demnach allen Anwesenden unter tobenden Gelächter offenbart, sich in die allseits beliebte und hübsche Gemma (Florence Hall) verliebt zu haben, gerät das Feiergeschehen außer Kontrolle.
Einige Monate später werden einige Gäste der Abschlussfeier überraschenderweise in ein Haus im Wald geladen, indem der schüchterne Felix eine ebenso trinkfreudige Geburtstagsfeier veranstalten möchte.
Kaum dort angekommen vermissen die Gäste jedoch den eigentlich Gastgeber vor Ort und machen unweigerlich Bekanntschaft mit dem smarten Bruder des einst Gepeinigten. Doch die vermeintlich heitere Stimmung ist schnell verflogen, denn Felix´s Bruder Justin (David Oakes – „Die Borgias“ – „Die Säulen der Erde“) scheint leider rein gar nicht in Feierlaune zu sein. Kaum die Tür der Hütte verschlossen, zückt Justin seine Waffe und richtet sie auf einen der Gäste. Für die vollkommen überraschten Anwesenden beginnt ein Kampf um Leben und Tod.
Ob nun „Prom Night“, „Patricks Höllentrip“, oder „Stephen King´s Carrie“, Filme in denen verletzte Seelen ihren, meist jugendlichen Peinigern, die Leviten lesen sind bereits fester Bestandteil in der Welt des Horrorkinos geworden und finden seit jeher wachsenden Zuspruch bei Filmfans weltweit. Leider bekleckert sich der Großteil derartiger Produktionen oftmals nicht gerade mit Ruhm, denn hier wird vordergründig die immerzu gleiche Geschichte abgespult, die uninspiriert nach bekannten Schema „F“ meist einzig darin Schauwert findet, die handvoll hirnloser Protagonisten möglichst kreativ um die Ecke zu meucheln.
Auch die aktuelle, recht hübsch aufpolierte Produktion „Truth or Dare“ macht da keine Ausnahme und erfindet das Rad nicht neu. Hier werden alle Register klischeebeladenen 80er Jahre „Rache“-Kinos gezogen und doch macht dieser kleine Horrorthriller eigentlich alles richtig.
Das mag wohl möglich daran liegen, dass Regisseur „Robert Heath“ ein glückliches Händchen bei der Auswahl seiner trinkfesten Protagonisten bewiesen hat, die gänzlichen entgegen jedes Slasher-Klischee endlich mal nicht unerträglich nerven. Dem Film kommt das unweigerlich zu Gute, denn die weniger Charaktere sind recht zugänglich und sympathisch skizziert, dass einem als Zuschauer deren Ableben durch Mark und Bein jagt. Um nicht allzu sehr im typischen 80er Jahre-Slasher-Flick-Flack zu versinken hat sich Regisseur Robert Heath dazu entschieden dem allseits bekannten „Highschool-Rache-Slasher“ neue Impulse zu verleihen, denn „foltererprobte“ Filmfans von Heute dürften sich schnell mit belanglos-seichter 80s Retro-Slasher-Ware (am Rande: die Hütte, in der das Geschehen spielt erinnert geradezu an die aus dem „Tanz der Teufel“-Universum) unterfordert fühlen.
Demnach hat er seinen aktuellen Beitrag „Truth or Dare“ an die aktuelle Sehgewohnheiten angepasst, und „überrascht“ mit ausgetüftelter „Saw“-Tortur-Folterei, die aber dennoch immer im überschaubaren und vor allem erträglichen Rahmen zu überzeugen weiß.
Die wenigen geladenen Gäste werden „spielerisch“ und auf recht kompromissloser Weise gezwungen die Geschehnisse von einst zu rekonstruieren. Wer dem nicht folge leisten möchte, hat die Wahl zwischen dem eigenen Freitod, oder dem einer seiner Freunde. Dass natürlich keiner der Geladenen freiwillig über den Jordan springen möchte und sich für den Tod eines anderen entscheidet dürfte ebenso auf der Hand liegen, wie diverse andere vorhersehbare Momente, von denen es im Film jede Menge gibt. Trotzdem, der Film bleibt kurzweilig bis zum Schluss und hält den Filmfreund gehörig auf Trapp, ersichtliche Filmlängen sind hier Mangelware. Ein frischer, kleiner und cooler Film, der neben einer sauberen Präsentation, mit einer überaus sexy agierenden Film-Vamp Jennie Jacques („Cherry Tree Lane“) punkten kann und mit Sicherheit für einige feuchte Träume der vorwiegend männlichen Zuschauerschar sorgen dürfte.
Mit „Truth or Dare“ hat es Genre-Neuling „Robert Heath“ geschafft einen kleinen 80er Jahre Retro-Horrorbeitrag zu kreieren, der zwar an heutige Seegewohnheiten angepasst wurde, überraschenderweise trotz diverser Genre-Klischees überaus Spaß macht und schnörkellos ohne auffällige Längen zu überzeugen weiß. Sein recht hübsch gefilmtes Kammerspiel punktet mit „Saw“-resken Tortour-Terror, der die handvoll Protagonisten um ihr Überleben spielen lässt. Damit auch blutgierige Gore-Hounds auf ihre Kosten kommen gibt es 2-3 nette Splattereffekte, die aber dennoch immer im überschaubaren Rahmen bleiben und kein Splatterfest der Sonderklasse zelebrieren. Wer auf ordentlich frivoles Teeniefutter steht, und mit allseits bekannten und recht ausgelutschten Genre-Klischees leben kann, dem dürfte „Truth or Dare“ auf jeden Fall munden.
Fazit: 6,5/10 Punkte
08/15-Kost, die aber trotzdem Spaß macht. Nostalgischer 80er Jahre Retro-Slasher meets Folter-Tortur-Porn. Klingt komisch, harmoniert aber bestens. Als Horrorfilmfreund darf man gern mal einen Blick riskieren!
FSK-Prognose: ungeschnitten mit „Keine Jugendfreigabe“
Deutschland-Start: steht noch aus
Hellraiser80
Filmreview: “Madison County” (2011)

Fünf Freunde auf den Spuren eines bekannten Schriftstellers.
Dessen nächster Roman soll von dem kleinen verträumten Ort „Madison County“ handeln, indem vor einigen Jahren einige blutrünstige Morde stattgefunden haben sollen. Der Täter wurde jedoch nie gefasst.
Kaum in dem kleinen Dörfchen angekommen, verliert sich die Spur des bekannten Autoren. Grund genug die Bewohner des Örtchens nach seinem Aufenthalt zu befragen.
Doch die Einwohner von „Madison County“ mögen es gar nicht, wenn man sie ins schlechte Licht rückt und gleich recht nicht, wenn man ihnen neugierige Fragen stellt.
Je weiter die Kids in der mysteriösen Geschichte des Ortes stöbern umso mehr geraten sie in das Visier eines seltsam maskierten Irren, der seine ganz eigene Antwort besitzt neugierige Fremdlinge zu begrüßen.
Seit vor ca. 10 Jahren das Backwood-Genre mit dem überaus gelungenen „Michael Bay“-Remake zum 70er Jahre Schocker „The Texas Chainsaw Massacre“ erneut reanimiert wurde, folgten nunmehr unzählige durchwachsene und teilweise haarsträubende schlechte ähnliche Vertreter dieses Horror-Subgenres, die der glatt-polierten Kettensägen-Neuauflage aus dem Jahre 2003 nicht einmal ansatzweise das Wasser reichen konnten und vermutlich nur deshalb produziert wurden, um im kassenträchtigen Fahrtwasser eines „Texas Chainsaw Massacre“ und „Wrong Turn“ noch rasch die schnelle Mark zu erwirtschaften.
Jetzt, 10 Jahre später scheint das Publikum, vom sich ständig wiederholenden Horror-Einerlei über schlitzfreudige Mutanten, Rednecks und Hinterwäldlern vermutlich so langsam übersättigt zu sein, sodass derart Produktionen freilich, wenn überhaupt nur noch ihren Weg in die hiesigen Videotheken finden und dort ihr Dasein zensiert und unbeachtet in den hintersten Regalen der DVD-Verleiher fristen.
Der Horrorthriller „Madison County“ bedient sich genau jener Hinterwäldler-Schiene, erscheint aber leider einige Jahre zu spät, um den routinierten Horrorfilm-Allesseher überhaupt noch mit seinem solide zusammengewerkelten Horrorplot überzeugen zu können.
Eigentlich schade, denn „Madison County“ macht optisch eine wirklich hervorragende Figur und ist überaus hübsch gefilmt. Von einem günstig abgedrehten Billigfilm ist der kleine Thriller meilenweit entfernt, und einige Szenen im Film besitzen erstaunlich stimmige und atmosphärische Momente. Dennoch, die Darsteller bleiben weit hinter ihren Möglichkeiten zurück und liefern, wenn überhaupt, eine solide Performance ab, die leider nur ihren zweckmäßigen Einsatz findet und kaum der Rede wert ist.
Leider bildet das größte Manko in „Madison County“ das vollkommen unspektakuläre Drehbuch, das bedauerlicherweise keine Überraschungen bietet und geradlinig heruntergerasselt wird. Nach unzähligen Vertretern dieser Gattung Film hätte man zumindest eine halbwegs vernünftige und vor allem „frische“ Geschichte erzählen können, die sich anders, als in den unendlich vielen ähnlich gestrickten Werken nicht gleich bei jeder zweiten Szene in den genretypischen Klischees verläuft.
Hier wird all das geboten, was die Klischee-Schmiede des Backwood-Genres zu bieten hat: mysteriös drein-schauende Dorfbewohner, einen unkaputtbaren Killer, der im Auftrag aller Provinzbewohner das allzu neugierige Großstadt-Pack in seinen Schranken weist und dumm agierende Opfer, die in den haarsträubendsten Situationen die fragwürdigsten und unlogischsten Aktionen vollziehen.
Gerade zum Ende hin wirken die Handlungsverläufe und Interaktionen der (meist weiblichen) Protagonisten so lächerlich, dass man den Gepeinigten, gerade aufgrund ihrer planfreien Aktionen, eigentlich nur noch den Filmtod wünscht.
Denn wie so oft, wird der Killer überwältigt und K.O. geschlagen. Über einen vermeintlichen letzten Hieb mit einer der diversen umherliegenden Schlagwaffen denken die „Überlebenden“ erst gar nicht nach, denn nachdem der skurrile Killer mit der Schweins-Maske einen gehörig-spontanen Hieb mit einem Spaten verpasst bekommen hat und daraufhin friedlich ins Land der Träume schlummert, rennen die Opfer um ihr Überleben. Das letztendlich derart schlachtfreudige Brut selbstverständlich immer und immer wieder zur Besinnung kommen muss und nicht ablassen kann, seine Opfer in den Tod zu meucheln, dürfte dem erfahrenen Horrorfilm-Zuschauer bereits aus Filmen, wie „Freitag der 13.“, „Halloween“ & Co. bekannt vorkommen.
„Madison County“ ist leider nicht das geworden, was das exploitationhaft gestaltete Filmplakat verspricht. Statt einen, den aktuellen Seegewohnheiten entsprechenden, Hardcore-Folterhorror zu bieten werden hier seichtere und vor allem langweiligere Geschütze gefahren.
Das Hauch einer Story wird mit unspektakulären Handlungsverläufen geschmückt, die man in dieser Art bis zum Erbrechen bereits in unzählig anderen Produktionen dieser Art abgehandelt hat.
Die Krösel-Effekte halten sich in Grenzen und werden augenscheinlich NICHT voyeuristisch vor der Kamera zelebriert. Bis auf einige Gegenstände (Messer, Stöcke, Axt), die sich durch menschliche Körper bohren wird hier kaum etwas geboten, was das Splatterherz vor Freude entzücken lassen dürfte. Schade, denn „Madison County“ ist hübsch gefilmt, dem Film fehlt aber der rechte Biss und die feurige Würze, um überhaupt irgendwie in die Gänge zu kommen und sich von der breiten Masse an gleichwertigen Film positiv abheben zu können.
Fazit 5,5/10 Punkte
Routinierter Backwood-Slasher, der routinierte Horrorfilm-Zuschauer routiniert langweilen könnte.
Für den hungrigen Happen für Zwischendurch gerade noch goutierbar. Dennoch absolut unspektakulärer Film, den man nicht gesehen haben muss.
FSK-Prognose: Ungeschnitten mit einer „Keine Jugendfreigabe“-Kennzeichnung
Hellraiser80
Filmreview: “ChromeSkull: Laid to Rest 2″ (2011)

Der Killer mit der verchromten Totenkopfmaske, der seine Taten akribisch mit einer Webcam protokolliert, ist zurück. Nach dem letzten Schlachtfest wurde er erfolgreich von zwei hartnäckigen Teenies zur Strecke gebracht und in die Knie gezwungen.
Mit hochgradigen Verätzungen im Gesicht und schwer verletzt, wird er in die unterirdischen Katakomben einer Geheimorganisation verschleppt, wo er aufs nötigste zusammengeflickt wird.
Nun, da der „Boss“ sich wieder auf dem Weg der Genesung befindet, macht er sich an die Arbeit, mit den wenigen Überlebenden des Massakers von einst abzurechnen.
Doch seine Geduld wird auf eine harte Probe gestellt, denn inmitten der „Firma“ scheint es ein Mitarbeiter ebenso fanatisch ernst zu meinen und versucht in die Fußstapfen des maskierten Killers zu schlüpfen und seine Taten nachzuahmen.
Drei Jahre ist es nun bereits her, dass Regisseur Robert Hall mit seinem arg trivialen Slasher- Schnellschuss „Laid to Rest“ für Furore unter weltweiten Filmfans sorgte.
Sein überaus durchwachsener Horrorfilm bestach weniger durch darstellerische Qualitäten, oder einem sauber durchdachten Drehbuch, als vielmehr durch enorm selbstzweckhafte und sadistische Gewaltspitzen. Auch die direkte Fortsetzung „ChromeSkull: Laid to Rest 2“ macht da keine Ausnahme, und dreht sauber an der Gewaltschraube, dass dem Filmfreund Hören und Sehen vergehen dürfte.
Dabei zeigt die Fortsetzung allerlei unglaublich kaltschnäuzig umgesetztes Gekrösel, dass einen wirklich täuschend-echt wirkenden Eindruck hinterlässt und zeigt, dass zumindest die Special-Effect Crew ihr Handwerk überdurchschnittlich gut beherrscht. Das hier das Maß aller Dinge an seh- und umsetzbarer Gewalt ausgereizt wird dürfte auf der Hand liegen und wird vermutlich allein nur die Hardcore-Horror-Fangemeinde befriedigen. Mir waren die diversen aufgeschlitzten Gesichter und Münder doch etwas zu viel des Gutem und rechtfertigen definitiv die 7 Minuten Gewaltzensur in der deutschen Filmfassung.
Leider ist “ChromeSkull: Laid to Rest 2“ nicht wirklich dass geworden, was man letztendlich eventuell von einer Fortsetzung diesen Kalibers erwartet hätte. Die Fortführung der Geschichte wirkt überaus konstruiert und man mag als Zuschauer das Gefühl nicht loswerden, dass Regisseur Robert Hall aufgrund des überraschenden Erfolges des ersten Teils, bestrebt war, schnellstmöglich eine Fortsetzung drehen zu „müssen“. Viele Szenen wirken unfertig und werden allein nur mit grafisch ordentlich aufpolierter Gewaltpower kaschiert, zumal sich ein nennenswerter Filmplot überschaubar in Grenzen hält und sich in weniger als 3 Sätzen erzählen lässt.
Zwar erfährt man einige wichtige Hintergründe über den Killer und seine Handlanger, diese wirken aber vollkommen an den Haaren herbeigezogen und oftmals unfreiwillig komisch.
Der einzige Lichtblick in diesem etwas konfus geratenen Horror-Flick-Flack ist Ex-Teenie Schwarm „Brian Austin Green“, der zumindest allen weiblichen Filmfreunden, aus der amerikanischen 90er Jahre Soap „Beverly Hills 90210“ ein Begriff sein dürfte. Recht souverän und herrlich fies mimt er den unberechenbaren und emotionslosen Nachwuchskiller, wobei seine Handlungsbeweggründe leider, ebenso wie die des Skull-Killers, irgendwo im Drehbuch-Nirgendwo entschwinden.
Dass „Laid to Rest 2“ einen enorm zwiespältigen Eindruck hinterlässt ist eigentlich recht schade , zumal die Figur des Skull-Killers eigentlich einen gut-wertigen Eindruck vermittelt und in seinem Vorhaben Genregrößen wie Michael Meyer und Jason Vorhees in nichts nachsteht. Geübte Horrorfilmfreunde werden demnach an diesen Horrorsequel nur bedingt ihre Freude haben, denn teilweise ist „Laid to Rest 2“ einfach nur langweilig und vorhersehbar. Sieht man einmal von den hochwertigen FX, und dem filmbezogenen Killer ab, bleibt kaum irgendetwas nennenswertes über, was sich überhaupt positiv abhebt und nicht schon in unzähligen anderen Slasherfilmen thematisiert und abgehandelt wurde.
„ChromeSkull: Laid to Rest 2“ ist typische 08/15-Metzelware, welche man schon zu oft in dieser Form gesehen hat. Ein wenig „Halloween“ dort, ein bisschen „Freitag der 13.“da, dazu eine Priese „Saw“-Gewalt und fertig ist das Slasher-Ware von der Stange. Hoffen wir, dass mit einem dritten Teil der Gewaltakt zugunsten einer etwas spannenderen Geschichte reduziert wird und man einen homogeneren, und vor allem glaubhafteren, Einklang zwischen Story, Gewalt und Spannung findet.
5,5/10 Filmpunkte
Enttäuschende Fortsetzung des Überraschungserfolges aus dem Jahre 2009.
Extremgewalt und ein recht schlitzfreudiger Killer machen noch lange keinen guten Horrorfilm aus.
(Deutsche FSK-Fassung um rund 7 Minuten geschnitten)
Hellraiser80
Filmreview: “Monster Brawl” (2011)
Schauplatz: Eine Kampfarena und acht Klassische Filmmonster mittendrin.
Ihre Aufgabe: sich gegenseitig vernichten.
Gegeneinander treten an: Frankenstein, Wolfman, Witch Bitch, Swamp Gut, Cyclops, die Mumie, Lady Vampire und Zombie Man
Das Ziel: das taktisch klügste und physisch stärkste Filmmonster von allen zu finden.
Mögen die Spiele beginnen.
Mit „Monster Brawl“ hat Regisseur Jesse T. Cook einen Beitrag geschaffen, für den die Umschreibung Film eigentlich recht weit her geholt scheint, denn ein Film sollte zumindest eine halbwegs plausible und grob skizzierte Rahmenhandlung besitzen. Sein Kampf der Filmmonster besitze derart Grundlage leider nicht und besteht einzig darin, dem Kampf von acht traditionellen Genrefiguren beizuwohnen.
Welcher essentieller Sinn hinter diesem Machwerk stecken mag, entschließt sich mir leider jeglicher Logik, befriedigt dieser Beitrag wohlmöglich einzig die Gelüste gieriger Trashfilm-Anhänger, die mit Sicherheit überaus Gefallen an dem recht sinnfreien Stelldichein finden dürften.
Als Grundlage dieses arg skurrilen Genrebeitrages dienen diverse Hammerfilme, der 50er und 60er Jahre, deren bekannteste Filmmonster nun in altbekannter „Mortal Kombat“ -Tradition um ihr Überleben „fighten“ müssen. Dabei fällt direkt auf, dass Regisseur Jesse T- Cock ein überaus aufmerksamer Anhänger dieser Videospielserie gewesen sein muss, denn hier wurden die prägnantesten und bekanntesten Zutaten, für welche die Videospielserie seit jeher bekannt geworden ist, recht gekonnt in das Gemetzel transferiert. Von grotesken „Fatality-Moves“ bis zur makabren Motivationszusprüchen eines dämonischen Off-Kommentators ist wohlmöglich all das dabei, was die „Mortal Kombat“-Serie unter Playstation- und Xbox-Gamern seit über zwei Jahrzehnten so einzigartig und beliebt gemacht hat und es wäre wohlmöglich angebrachter gewesen, hätte man den Film nicht „Monster Brawl“ genannt, sondern mit „Mortal Kombat“ betitelt.
Dass das Geschehen arg überzogen dargestellt wurde und das man den Film zu keiner Minute ernst nehmen kann, dürfte auf der Hand liegen. Das Overacting der handvoll Protagonisten, vor allem das der beiden Kampfmoderatoren, ist als selbiges auch offensichtlich und vermutlich beabsichtigt. Das stört nicht im geringsten, sondern unterstreicht den, fast schon penetrant wirkenden, comicähnlichen Grundton des Geschehens.
Auf technischer Ebene gibt es auch nix zu meckern, denn „Monster Brawl“ bietet neben all den recht sinnfreien Kampfszenen einige recht gute und stimmungsvolle Ansätze, die Kostüme und das Makeup Design der Creaturen können fast alle über die Bank weg überzeugen.
Einige der wenigen Introszenen, in denen der Background jedes einzelnen Monsters beleuchtet wird, bieten überraschenderweise einige recht atmosphärische Momente und ein gewisser Kurzweil des gesamten Nonsens lässt sich ebenso nicht leugnen, kurz: es wird nie langweilig!
„Monster Brawl“ ist einer der Filme, die man nicht gesehen haben muss, und auf welche die Filmwelt nun wahrlich nicht gewartet hat.
Trotzdem, einen gewissen Unterhaltungswert kann man diesem total absurden Geschehen nicht abstreiten. Die Fights sind ganz nett anzuschauen und einige zermalmte Köpfe, Blutfontänen, Innereien und prallbrüstige Chikkas gibt es auch zu bewundern.
Zusammen mit einem Pack Bier dürfte „Monster Brawl“ zumindest die Trashfilm-Liebhaber unter den Horrorfilmfans zufrieden stellen dürfen.
Gewalttechnisch gibt es hier einige recht ansprechende Szenen, zumindest so „ansprechend“, dass vermutlich die hiesige FSK deutschen Filmfreunden diesen überdrehten „Monsterfight“-Spass merklich vermiesen dürfte.
Zumindest gehört dieser Genre-Splatter-Spass definitiv nicht in Kinderhände.
Fazit 4,5 / 10 Punkte
Vollkommen sinnfreier Splatterfun, der wohlmöglich nur Trashliebhabern und Wrestlefans munden dürfte. Aber, eine gewisse Kurzweiligkeit lässt sich bei „Monster Brawl“ nicht von der Hand weisen. Demnach, einen Sixpack Bier zur Hand, Hirn abschalten und genießen.
FSK-Prognose: Mit etwas Glück ungekürzt “Keine Jugendfreigabe”.
Hellraiser80
Filmreview: “2-Headed Shark Attack” (2012)
Ein riesiger mutierter und zweiköpfiger Haifisch befindet sich auf Beutezug.
Auf einer Jacht geht derweil die Sause so richtig ab – einige Jugendliche erhoffen das große Abendteuer. Leider macht der „hyperintelligente“ Meeresbewohner der Truppe einen Strich durch die Rechnung. Mitten im Meer kommt das Schiff zum erliegen, da der zweiköpfige Gegner ein totes „Etwas“ vor die Schiffswand donnert und es sich in der Schiffsschraube verheddert. Da die Jacht zu sinken droht retten sich die Jugendlichen auf eine Insel mitten im Meer. Aber der Fisch, mit dem überirdischen Wissen lässt nicht locker.
Eine neue Dimension unbeschreiblich deftigen und verstörenden Terrors bahnt sich demnächst seinen Weg in deutsche Heimkinos.
Der Titel des aktuellen „Asylum“ – Machwerkes „ 2 Headed Shark Attack“ dürfte, ohne den Film zuvor überhaupt gesehen zu haben, schon erahnen lassen, was für unaussprechlich dummer Mist erwartungsfreudige Filmzuschauer demnächst gehörig Albtraumreiche Nächte bereiten wird.
Mit seinem Haifilmmurks hat sich das B-Movie-Studio „Asylum“ erneut selbst übertroffen, denn ich habe in meinem bisherigen Leben selten so einen miesen und vollkommen schlechten Film gesehen.
Bereits der erste minderbemittelte digitale Effekt nach gerade einmal 60 (!) Sekunden Filmlaufzeit, lässt grob erahnen wohin das gesamten Produktionsbudget geflossen sein muss. In die Effektsequenzen vermutlich nicht, denn die sehen, gelinde gesagt, unter aller Kanone aus und haben mit Spezialeffekten so viel gemein, wie der Papst mit Verhütungsmittel.
Selbst die Grafik des Arcade Klassikers „Pac-Man“ gibt mehr her, als die vollkommen desaströsen CGI-Effekte eines „2 Headed Shark Attack“.
Vermutlich wurde hier weniger in glaubhafte Effekte investiert, als vielmehr in die Brust-Operationen der vorwiegend weiblichen Protagonisten, denn eigentlich hätte diese aktuelle Haifischgurke wohlmöglich besser als Softporno, ohne das gesamte Drumherum, funktioniert.
Wobei wir auch gleich bei der peinlich ins Gewicht fallenden Schauspielkunst wären. Die Schauspieler können durch die Bank weg nämlich NICHTS. Statt Schauspiel sehen wir hier eher ein Improvisieren und ein unfreiwillig komisches Interagieren. Irgendwie schon erbärmlich, dass erst bei dieser No-Buget-Produktion ersichtlich wird, dass selbst die Schauspielerin Carmen Elektra eigentlich auch rein gar nix kann, und sich der Filmfreund fragt, wie diese Frau sich bisher mit „NICHTS“ überhaupt im Schauspielgenre über Wasser halten konnte.
Das Drehbuch gestaltet sich als katastrophal wirr und überfordert selbst die unzureichend talentierten Jungschauspieler. Wer der Ideenkasper für diesen Müll gewesen sein muss, will ich erst gar nicht wissen. Die Story ist so dumm und abartig schlecht, dass einem als Filmliebhaber, regelrecht der Spaß auf weitere Haifisch-Horrorfilme vergeht.
Da der zweiköpfige Mutanten-Haifisch scheinbar nunmehr für „zwei“ speisen muss, giert er nach jedem Happen Fleisch, der ihm vor die vier Augen springt. Da sich die gut zwei duzend Teenies auf einer Insel mitten im Meer retten können, hat der blutgierige Hai eine der schlechtesten Ideen der Filmgeschichte ever: er zwingt die Insel (!) zum Untergang um an leckeres Menschenfleisch zu gelangen. Die Logik dahinter sollte man nicht ergründen, physikalische Gegebenheiten sollte man außer acht lassen.
Wer denkt, dass das alles nicht noch schlechter geht, der irrt.
Eine weitere Szene findet Beachtung, aber nicht aufgrund ihrer künstlerischen Einzigartigkeit, sondern aufgrund des einzigartigen Schwachsinns.
Drei Teenager finden Gefallen am ausgiebigen Liebsspiel im hüfttiefen Wasser. Natürlich lässt sich der mutierte, und mit Sicherheit 5m breite und 10m lange, Hai dieses Festmahl nicht entgehen. Nur komisch, dass man dennoch bei hüfttiefen Wasser und des immensen Körperumfangs des Haies, weder Rumpf noch sonst etwas des Tieres entdecken kann.
Gut, mag der interessierte Filmfan sagen, sinnfreie Trashfilme sind immer mal für gehörig Abwechslung gut. Aber „2 Headed Shark Attack“ scheitert auch in diesen Belangen. Mit Trash hat das alles nicht einmal ansatzweise zu tun. Der Film scheint wohlmöglich auch diese Schiene fahren zu wollen, aber selbst auf bewusst inszenierter Trash-Ebene scheitert Asylum, was beweist, dass die B-Movie-Schmiede „Asylum“ rein nichts kann. Wobei sich mir die Frage stellt, wie derart untalentierter Verein sich so viele Jahre über Wasser halten konnte und es schafft auch weiterhin vollkommen unbrauchbare Genrefilme zu produzieren.
Seit ihrem Bestehen, haben die Burschen von „Asylum“ bisher keinen einzigen sehenswerten Film geschaffen. Statt innovative eignen Ideen zu entwickeln werden die der anderen Filmemacher dreist, und vor allem schlecht, kopiert.
Auch das aktuelle Werk „2 Headed Shark Attack“ ist derart Fall, wobei dieser No-Budget-Film vermutlich der traurige Tiefpunkt seit dem bisherigen Bestehen des Produktionshauses darstellt. Hier stimmt einfach rein gar nix. Das krampfhaft komödiantisch inszenierte Geschehen ist absolut unwitzig, die Effekte sind so derb mies, dass sie die Bezeichnung „Effekte“ rein gar nicht verdienen und der Hauch einer Handlung entpuppt sich als vollkommen wirrer und haarsträubend-unlogischer Nonsens. Einzig auf Splatterebene scheint „2 Headed Shark Attack“ ein bis zwei stimmige Momente vorweisen zu können, was darauf schließen lässt, dass die kommende deutsche Fassung mit einer kassenträchtigeren „Keine Jugendfreigabe“ – Einstufung daherkommen dürfte.
Fazit 1/10 Punkten
Dieser Film ist nicht schlecht, diese Gurke ist unsagbar schlecht. Wer sich diesen hirnverblödeten Murks ausgedacht hat, gehört gesteinigt.
Freunde, die hier Hochspannung, ähnlich der eines „Der Weiße Hai“ erwarten, sollten einen großen Bogen um diesen Abschaum machen.
FSK-Prognose: ungeschnitten mit “Keine Jugendfreigabe“.
Hellraiser80
Filmreview: “Der Killer” (2012)

Das ist reichlich dumm gelaufen: Sechs Bankräuber und der Traum vom großen Geld.
Nach ihrem scheinbar erfolgreichen Beutezug kommt dennoch alles anders, denn ein Polizist, der die sechs an deren Flucht hindern möchte, muss leider mit seinem Leben zahlen.
Da die Flüchtenden einige Zeit auf den erlösenden Flug in die Freiheit warten müssen, verschanzen sie sich im Dickicht eines naheliegenden Waldes.
Ein fataler Fehler, denn ein reichlich wirrer und arg traumatisierter Ex-Vietnam-Veteran, der in selbigen Wald haust, löst das Bankraubproblem der sechs Gangster auf seine ganz „eigene“ Art und Weise.
Das Jahr 2012 birgt eine Menge Überraschungen, denn irgendwie scheint es wohlmöglich das Jahr der unzähligen Nachwuchsregisseure zu werden. Der Action-Horrorthriller „Der Killer“ (im Original „Battleground“) entpuppt sich ebenfalls als Debütfilm und reiht sich, leider wenig überraschend, in die bunte Welt der arg durchwachsenen Filmwerke ein.
Nun gut, ein gewisses handwerkliches Geschick lässt sich nicht von der Hand weisen.
Regiedebütant Neil Mackey meistert seine Sache reichlich souverän, überrascht mit einigen recht netten und stimmigen Momenten, schafft es aber dennoch nicht mit seinem überaus oberflächlich zusammengeschusterten Trivialwerk zu überzeugen.
Hier besteht reichlich Verbesserungspotenzial.
Eine überzeugende Geschichte existiert leider nicht, eine halbwegs vernünftige Charakterskizzierung wurde aufkosten schräg überzogener Gewaltexzesse und planloser Gewehrballerei leider außer acht gelassen – ein Mitfiebern des Zuschauers demnach ausgeschlossen.
Die arg ins Gewicht fallenden und recht offensichtlich erscheinenden Logik- und Handlungslöcher liefern nach Sichtung kaum befriedigendes Erklärungspotenzial für den Filmfreund.
Der wahnsinnige Killer meuchelt sich durch Wald und Feld, empfindet keinerlei Mitleid mit seinen Opfern und gibt dem Zuschauer keinerlei Anhaltspunkte, die sein Verhalten rechtfertigen oder gar glaubhaft erscheinen lassen.
Demnach vollkommen unverständlich, dass er jedem Schuss unverletzt entkommen kann und die fast schon übermenschliche Gabe besitzt, jede Falle und jeden Hinterhalt der reichlich hölzernen Kleinkriminellen bereits vorausahnen zu können.
Das mag zwar für den Anfang ganz nett sein, zumal die recht naiven übrigen Protagonisten bei ihrer Jagd nach und nach kreativ das zeitliche Segnen, aber dennoch hinterlässt die „Glückssträhne“ des Bösewichts einen überaus unfreiwillig lächerlich wirkenden Beigeschmack.
Dass bei derart dumm-aufgeblasenem Schussgefecht Gore- und Gewaltgehalt im Vordergrund steht, dürfte demnach wenig überraschen.
Hier werden mindere Triebe befriedigt.
Wenn die Story schon kaum etwas hergibt und zu überzeugen weiss, dann finden seit jeher reichlich selbstzweckhafte Gewalteinlagen ihren Einsatz.
Auch „Der Killer“ macht da keine Ausnahme. Freunde der etwas „handfesteren“ Unterhaltung dürften zumindest in derlei Hinsicht Gefallen an dem arg unspannenden und recht uninspirierten Filmplot finden. Leider verstand die FSK bei derart „handfestem“ Geballere dennoch keinerlei Spaß, und erteilte dem Film in seiner Ungeschnittenen Filmfassung keine Freigabe. Das überrascht nicht, bietet „Der Killer“ in seiner Originalfassung eine recht widerlich wirkende Häutungssequenz, die kaum dem Handlungsverlauf förderlich ist und demnach nur Mittel zum Zweck findet, um die blutgeile Käuferschaft zum Kauf des arg durchwachsenen Genrewerkes anzuregen.
Das Debütwerk „Der Killer“ des Nachwuchsregisseurs Neil Mackey bietet leider nichts Nennenswertes, was man in derart Form bisher noch nicht gesehen hat. Statt auf subtilen Horror zu setzen, der den Zuschauer zum Mitfiebern und Mitleiden „einlädt“ setzt Mackey einzig und allein auf die Holzhammertaktik. Aufgrund des langsam abebbenden Folter- und Gewaltkinos, dürfte sein Erstlingswerk, vor allem in der stark zerstückelten deutschen Fassung, kaum Beachtung finden. Über weite Strecken wirkt sein „Battleground“, trotz professionell entwickelten Spezialeffekten, gähnend langweilig und hetzt den Zuschauer nur unnötig von einer Gewaltsequenz zur nächsten.
Hoffen wir, dass sein Folgewerk einen anderen Ton einschlägt, denn optisch schaut „Der Killer“ recht ordentlich aus.
Fazit 5/10 Punkte
Durchschnittsware. Ballerorgie ohne Herz und Verstand. Brauchen wir nicht!
Deutsche Fassung: Keine Jugendfreigabe. Leider um einige Minuten zensiert!
Hellraiser80
Filmreview: “Penance – Sie zahlen für ihre Sünden” (2009)

Amelia braucht dringend Geld, denn die Schulden wachsen ihr allmählich über den Kopf. Gerade weil ihre kleine Tochter schwer erkrankt ist und die junge Mutter die Behandlungskosten selbst tragen muss, nimmt sie den Ratschlag ihrer Besten Freundin an und versucht das „schnelle“ Geld zu ergattern, indem sie sich als Stripperin versucht.
Nachdem die beste Freundin nach einem missglückten „Arbeitseinsatz“ mit einem blauen Auge abgestraft wurde, soll nun Amelia für den nächsten Auftrag einspringen.
Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit der jungen Frau, denn ihr erster Arbeitseinsatz endet in einem Albtraum.
Günstig produzierte Wackelcam-Filme sind derzeit in aller Munde.
Bereits 1998 fand das sogenannte Found Footage Genre mit dem erstaunlich kassenträchtigen „Blair Witch Project“ beachtliche Aufmerksamkeit und zog bis heute unzählig ähnlich strukturierte Plagiate nach sich.
Nun, im Zuge der Erfolgswelle der Amateurcam-Geisterjagd „Paranormal Activity“ erhoffen auch diverse untalentierte Drehbuchautoren und Regisseure mit ihren geistlosen und vor allem unbrauchbaren Beiträgen den Sprung nach ganz vorn.
„Penance“-Regisseur Jake Kennedy scheint hierbei von der ganzen „cleveren“ Sorte zu sein, hat er sich in seinem trivial- und geistlos zusammengeschusterten Machwerk, weder für Hexen und Aliens, noch für Geister und Zombies entschieden. Vielmehr versucht er vermutlich eigene und „neue“ Wege zu gehen und versucht die Aufmerksamkeit der Horrorfanschar mit (oh, man ist das neu!) geistig debilen Psychopathen für sich zu gewinnen.
Demnach darf man die Geschehnisse, ähnlich wie in Unmengen gleichartig strukturierter Filme zuvor, aus der „Ego“-Perspektive beiwohnen (die Hauptprotagonisten filmen das Geschehen selbst mit einer Kamera) und erlebt, wie ein fanatischer Ex-Prediger versucht, unschuldige junge Stripperinnen zu bekehren und zu „reinigen“. Dass sein Vorgehen nicht zimperlich vonstatten geht, dürfte natürlich offensichtlich auf der Hand liegen, bietet „Penance“ eigentlich nichts anderes, außer unzugängliche und minutiös inszenierte Auspeitsch-, Demütigungs- und Verstümmelungsszenen. Ein gut durchdachtes Storygerüst gibt es hier nicht, Spannung und Mietfiebern – Fehlanzeige.
Stattdessen gibt es ein Aneinanderreihen wirrer Folterszenen, die einzig Mittel zum Zeck darstellen, dass überaus unspektakuläre Geschehen annähernd auf Spielfilmlänge zu „zaubern“. Ein arg unverkennbarer und überaus pervers-aufdringlich frauenverachtender Unterton unterstreicht das explizit voyeuristische Geschrei und bietet mitunter vermutlich allein nur masochistisch veranlagten Frauenhassern eine kreative Inspirationsgrundlage.
Dass es, neben all den haarsträubenden Frauenfolterszenen auch diverse Logiklücken gibt, überrascht dennoch ein wenig, gibt es in „Penance“ eigentlich kaum etwas, was man falsch machen könnte, da der Film ausschließlich allein von seinen explizit schroff inszenierten Szenen lebt.
Eine Tatsache, die eigentlich noch einmal das Nichtvorhandene Talent des Drehbuchautors und des Regisseurs wiederspielt.
Demnach fragt sich der aufmerksame Zuchauer, wer eigentlich in derart Situation, wie sie dem Film zugrunde liegt, es noch mental und psychisch schafft die Kamera dreist auf die Geschehnisse zu richten.
Selbst in Extremsituationen, in denen die Protagonisten um ihr Leben bangen müssen, scheinen sie zumindest noch annähernd die Kraft und vor allem die Zeit zu besitzen, das Geschehen mit der Kamera zu filmen. Im Film selbst, erklären die Überlebenden ihr unmerklich dummes Vorgehen damit, ausgiebig Filmmaterial sammeln zu müssen, um im Falle eines Entkommens beweisen zu können, was ihnen wohlmöglich zugestoßen ist.
Eine wirklich „gute“ Argumentation, wie ich finde. Für ein hübsches „Erinnerungsvideo“ nehmen die offensichtlich „suizidgefährdeten“ Opfer die ein oder andere Verstümmelung scheinbar gern in Kauf.
Mit „Penance“ hat der Nachwuchsregisseur Jake Kennedy ein überaus einfältiges Filmchen geschaffen, auf das die Welt nun wahrlich nicht gewartet hat.
Statt mit gut durchdachter und vor allem spannender Unterhaltung zu punkten, versucht Kennedy mit dreister Holzhammertaktik zu überzeugen.
Frauen werden am Fliesband gefoltert, gedemütigt und ermordet – die dargestellten Szenen scheinen zwar nie eindeutig blutig, eine gewisse Verrohung tritt dennoch im Verlauf der Handlung ein.
Nach Logik sucht man in „Penance-Sie zahlen für ihre Sünden“ vergeblich – Nach dem Sinn des Ganzen ebenfalls („Selbstkastration” des Ex-Predigers).
Fazit 2,5/10 Punkte
Ein Film, den sich filmbegeisterte Horrorfans ersichtlich sparen können.
Die Deutsche Fassung wurde verständlicher Weise um einige Sekunden erleichtert.
Hellraiser80
Filmreview: “Christopher Roth – Der Killer in Dir” (2010)

Um etwas Abstand vom immensen Erfolgsdruck zu gewinnen, zieht es den erfolgreichen Romanautor Christopher Roth zusammen mit seiner Frau in ein idyllisches italienisches Dörflein fernab von Stress und Hektik.
Doch von Erholung und Urlaub keine Spur.
Denn ein überaus fanatischer Serienkiller, nutzt die Gunst der Stunde um, inspiriert von Roth´s Romanen, unweit des Ferienwohnsitzes des verliebten Paares auf „Beutezug“ zu gehen.
Als der Schriftsteller wenige Tage nach der Publikation des ersten Mordes ein seltsames Kästchen mit einem, vom Serienkiller selbst verfassten Brief, auf dem Küchentisch vorfindet, ahnt er noch nicht, welch blutrünstigen Alptraum ihn erwarten wird.
Manchmal überrascht, oder verblüfft es Genrefans weltweit, wer da so alles auf dem Regiestuhl Platz nimmt.
„Christopher Roth“ – Regisseur Maxime Alexandre scheint auf den ersten Blick für den Filmfan recht unbedeutend.
Stöbert man aber genauer in seiner Vita so dürften vor allem Horrorfilmfans schnell hellhörig werden.
Maxime Alexandre hat sich bisher als Kameramann einen Namen gemacht und eindrucksvoll bewiesen, dass er sein Arbeitsutensil perfekt im Griff hat.
Die, von ihm gefilmte Werke wie „High Tension“ (2003), „The Hills have Eyes“ (2006) und „Crazies“ (2010) durften im Rahmen des Genres weltweit gehörige Erfolge verbuchen und scheinbar war es ihm wohlmöglich mit der Zeit und den diversen Lobeshymnen leid, immer nur als unbedeutendes Anhängsel im Atemzug mit Regisseur Alexandré Anja („High Tension“ (2003), „Hills have Eyes“ (2006), „Piranha 3D” (2010)) genannt zu werden, sodass er nun auch sein Können mit dem Thriller „Christopher Roth“ als ernstzunehmender Regisseur und Drehbuchautor unter Beweis stellen möchte.
Ein heikles Vorhaben, scheinen doch diverse Filmemacher mit derart beruflichen Veränderungen gescheitert. Im Falle von „Christopher Roth“, seinem zweiten cineastischen Beitrag als Regisseur, kann ich dennoch alle Skeptiker beruhigen.
Handwerklich hat er mit seinem Horrorthriller wahrlich saubere Arbeit bewiesen und sein Gespür für atmosphärisch dichte Kameraeinstellungen- und Fahrten unterstreichen seinen enorm talentiertes und virtuoses Geschick im Umgang mit der Kamera.
Dabei fällt schnell auf, dass gerade sein perfekt inszeniertes Hin- und Herhüpfen zwischen Gut und Böse von farblich geschickter Verspieltheit geprägt ist.
Immer dann, wenn der Killer rabiat zu Gange geht, werden Farben, Sound und Kulisse auf das Wesentliche reduziert – im Kontrast dazu erstrahlen die prägnanten Auftritte des titelgebenden Helden und das seiner Frau in kräftigen, sonnig-heiteren und stimmungsvollen Farben.
Aufgrund der Kombination von künstlerisch genau durchdachten Kamerafahrten im Einklang mit stimmungsvoll-kontrovers zusammengestrickten Farb- und Soundschnipseln und dem Einfügen überaus harter Gewalteinlagen dürfte Filmkenner schnell an die früheren Werke eines Dario Argento´s erinnert werden.
Die Intension ist scheinbar gar nicht mal an den Haaren herbeigezogen, erinnert „Christopher Roth“ unmerklich an diverse italienische Giallo-Schlitzerfilme der 60er und 70er Jahre.
Demnach sehr einprägsam, und stellvertretend als liebevolle Hommage an dieses Subgenre gesehen, die (fiktive) Szene, in der eine junge schwarzgekleidete Frau in einem steril-wirkenden weißen Bad steht und sich vor dem Badspiegel die Haare fönt. Unerwartet pirscht sich der unbekannte Killer an das ahnungslose Opfer von hinten heran und „schlachtet“ die ahnungsvolle Frau erbarmungslos nieder. Die Klassische Musik, welche das deprimierende Unterfangen unterstreicht in Kombination mit den erschreckend realistisch umgesetzten dunkelroten Flutfontänen und dem klinisch-sterilen weißen Farbton des Badezimmers machen diese Szene zu einem echten Augenschmaus für Filmkenner.
Dass Maxime Alexandre scheinbar ein Gespür für rohe und überaus sadistische Gewalteinlagen besitzt sei an dieser Stelle nicht von der Hand zu weisen, bedenkt man mit welchen, in der Horrorszene anerkannten, Filmregisseuren er bisher zusammengearbeitet hat.
Seine unerträglich grausamen und vor allem explizit gefeierten Gewaltspitzen deuten darauf hin, dass er im Laufe seiner bisherigen Arbeit als Kameramann (in diversen Horrorproduktionen) aufmerksam verfolgt hat, wie er Horrorfilmfreunde auf dem gesamten Erball bei Laune halten kann.
Sein „Christopher Roth“ dürfte vor allem bei den hiesigen Zensurbehörden auf gehörig Unverständnis stoßen und die Darstellung seiner Morde könnte auf „ungeübte“ Zuschauer überaus radikal wirken.
Demnach gehe ich davon aus, dass Alexandres Zweitwerk in deutschen Gefilden vom Vertrieb “Mr. Banker Film” , FSK-freundlich, “zurechtgestutzt” veröffentlicht wird.
Maxime Alexandre´s zweiter abendfüllender Ausflug auf dem Regiestuhl hat vollends funktioniert.
Zwar benötigt der Filme eine Weile bis er in Fahrt kommt und besitzt in der ersten Hälfte einige Leerläufer, legt aber in der zweiten Filmhälfte gehörig nach und kann mit einem überaus spannenden Finale und einer handvoll recht drastisch-gewählten Goreinlagen überzeugen.
Der aktuelle Horrorthriller „Christopher Roth“ spricht ein vorwiegend älteres, sowie erfahreneres Filmpublikum an und das ist auch gut so, denn von der breiten Masse an dummen Teenie-Horrorfilmen, sich endlos wiederholenden „Paranormal Activity“-Fortsetzungen und Plagiaten, sowie penetrant nervenden Hollywood-Remakeaufgüsse hebt sich dieser kleine überraschend sehenswerte Film sehr positiv ab.
Fazit 6,5/10 Punkte
„High Tension“ – Kameramann wandelt jetzt auf Drehbuch- und Regisseurpfaden.
Vorhaben geglückt – Bitte weiter so!
FSK-Prognose: leicht geschnitten mit FSK “Keine Jugendfreigabe” – Film selbst erscheint Mitte März 2012 in Deutschland auf DVD und Blu-ray Disc von “Mr. Banker Film”
Hellraiser80
Filmreview: “Urban Explorer” (2011)

Städtetour einmal anders:
Vier Rucksacktouristen hat es in das weltoffene Berlin verschlagen.
Doch statt das kulturell vielfältige Nachtleben der Großstadt zu erkunden, suchen die vier Freunde den ganz besonderen Kick.
Dante, ein selbsternannter „Reiseführer“, lockt die Fremdlinge mit einem ganz speziellen „Reiseprogramm“. Tief unter dem hektischen Leben der Hauptstadt vermutet er einen unversiegelten Bunker aus NS-Zeiten.
Zusammen mit der vierköpfigen Clique macht er sich auf den Weg, den geheimnisvollen Bunker zu ergründen.
Doch leider meint es das Schicksal nicht gut mit der Bande, denn bei ihrem Erkundungstrip stürzt Dante unglücklich und verletzt sich dabei schwer.
Völlig in Panik geraten, treffen sie glücklicherweise auf den ehemaligen DDR-Grenzwärter Armin, der scheinbar in den alten Katakomben unter der Erde haust und ihnen rasch Hilfe anbietet.
Mit der Begegnung des ominösen Mannes nimm das Schicksal der fünf Freunde ein unerwartetes Verlauf …
Deutschland gilt nun nicht gerade als Hochburg für Horrorproduktionen.
Neben unzähligen „leichten“ Komödien steht „Good old Germany“ vorwiegend für schwerverdauliche Dramenkost und anspruchsvolles Arthauskino.
Umso mehr erstaunt es den Filmfan, wenn in Genrekreisen Gerüchte die Runde machen, dass an aktuellen deutschen Horrorproduktionen gewerkelt wird.
Dabei konnten deutsche Horrorfans in den letzten Jahren so manch kleine Überraschungen erleben und sich selbst davon überzeugen, dass auch Deutschland in der Lage sein kann, ernstzunehmende und vor allem unerwartet harte Horrorfilmkost zu produzieren, die den Vergleich zu Werken innerhalb des weltweiten Filmmarktes nicht scheuen braucht.
Eine, dieser unerwartet sehenswerten deutschen Genreproduktionen war zweifelsohne der Horrorfilm „Bukarest Fleisch“ aus dem Jahre 2007, der für einen deutschen Film überraschenderweise arg radikal daherkam und mit seinen verwackelten und düsteren Bildern sehr an amerikanische Hochglanz-Horrorproduktionen erinnerte.
Scheinbar war Andy Fetschers Erstlingswerk und Uni-Abschlussarbeit „Bukarest Fleisch“ in Fankreisen derart akzeptiert und erfolgreich, dass er nun die Möglichkeit erhält mit seinem zweiten abendfüllenden Spielfilm „Urban Explorer“ abermals für Gesprächsstoff zu sorgen.
Gelungen ist ihm sein neuer Beitrag jedoch nur bedingt, kommt das Storygerüst seines zweiten Filmes, beliebig austauschbar daher. Die Story gestaltet sich als eigenwillig zweckmäßig und die Charakterskizzierung der Teenager als relativ platt – zumindest aber noch halbwegs genießbar.
Das enttäuscht irgendwie, zumal man keine oberflächlich gestrickte Kopie bekannter Backwood- und Terrorfilme, und das ist “Urban Explorer” leider geworden, erwarten würde.
Dennoch, das überaus düstere Setting kennt man zwar auch schon aus Filmen wie „Creep“(2004) , es unterstreicht aber recht prägnant und effektiv die auswegslose und klaustrophobische Grundstimmung des Filmes.
Bedeutendes Augenmerk, und da dürfte sein zweiter abendfüllender Spielfilm für gehörig Aufsehen in Fankreisen sorgen, liegt bei seiner Darstellung genretypischer Grausamkeiten, denn die kommen für einen deutschen Horrorfilm verhältnismäßig hart daher. Scheinbar hat Fetscher die diversen amerikanischen (und französischen) Genrevorbilder ausführlichst studiert, denn seine grotesken und vor allem makaber-zynischen Metzelszenen (allen voran die optisch erschreckend realistische Häutungsszene) dürften jedem Gorehound das Wasser vor Entzücken im Munde sprudeln lassen.
Warum letztendlich der Film von der Freigabebehörde “FSK” in seiner ungeschnittenen Form „nur“ eine „Keine Jugendfreigabe“ Einstufung erhielt, scheint überaus unverständlich, vergleicht man wie frivol die FSK derzeit wieder in der Verweigerung der Freigaben aktueller und minder explizit gewalttätiger Genreproduktionen zugange geht.
Aber nicht nur der optischen Grausamkeiten sprechen für die Sichtung von „Urban Explorer“.
Neben der recht professionellen Umsetzung der handvoll Splatterszenen hat Regisseur Andy Fetschers sein zweites nennenswertes Zugpferd in der Rolle des unangenehm widerlich wirkenden „Armin“ (besetzt von Klaus Stiglmeier) gefunden.
Das merklich sarkastisches Schauspiel von Klaus Stiglmeier gestaltet sich als überaus frisch, unerwartet böse und ziemlich „undeutsch“ und seine merklich zynischen Kommentare, erinnern in ihrer Darstellung sehr an die der Leinwandikonen „Chucky“ und „Freddy Krueger“.
Sein prägnantes Schauspiel überzeugt über die Linie hinweg und lässt schnell den Überlebenskampf der übrigen (teilweise talentfreien) Jungschauspieler, sowie einige Logikpatzer vergessen.
Umso erfreulicher für den Filmfan, dass Regisseur Andy Fletscher mit dem Gedanken einer Fortsetzung spielt, denn das erwartungsgemäß offene Ende, lässt auf eine Rückkehr des geheimnisvollen „Untergrundkillers“ hoffen.
Mit „Urban Explorer“ erhält der Horrorfan solide, aber wenig tiefgründige Horrorfilmkost.
Trotzdem, nach einem recht zahmen Beginn, ist ab Filmmitte dennoch für ordentlich kurzweilige Unterhaltung gesorgt.
Trotz Einheitsbrei und der Abhandlung diverser genretypischer Klischees, schafft es Fetschers in den letzten 30 Minuten, zumindest alle Horrorfreunde ausgiebig zufrieden zu stellen.
Im künstlerischen Vergleich zu seinem ersten Werk „Bukarest Fleisch“ flacht sein aktueller Beitrag qualitativ minimal ab, weiß aber mit einer professioneller Umsetzung, einem überzeugenden und markanten Killer, sowie messerscharfen Splatterszenen zu überzeugen.
Fazit 6/10 Punkten
Horror aus Deutschen Landen – Unerwartet böse und erstaunlich blutig.
Vielleicht schafft es ja Deutschland nun endlich auch, mit hiesigen Horrorproduktionen international Fuß zu fassen. „Urban Explorer“ scheint die richtige Richtung vorzugeben!
FSK-Fassung mit “Keine Jugenfreigabe” – kennzeichnung ist ungeschnitten!
Hellraiser80
Filmreview: “The Theatre Bizarre” (2011)
Nachdem sich eine junge Dame in ein leerstehendes Theater locken lassen hat, schockiert sie eine recht ominös anmutende menschengroße Holpuppe (Udo Kier) mit sechs abwechslungsreichen Horrorkurzgeschichten.
Epidsode 1 – The Mother of Toads (Regie: Richard Stanleys -”Dust Devil”/ “M.A.R.K. 13”)
„Martin“ und „Karina“, ein amerikanisches Studentenpärchen, zieht es zum Entspannen ins spanische Bergland.
Doch der erhoffte Urlaub endet vorzeitig für das verliebte Paar, als Martin von einer Einheimischen erfährt, dass sie eine Kopie des sagenumwogenen Necronomicon-Buches besitzt.
Epidsode 2 – I love You (Regie: Buddy Giovinazzos – „Combat Shock“ / “Maniac 2”)
Für den alkoholabhängige „Axel“ bricht eine Welt zusammen. Seine große Liebe „Mo“ scheint ihn wegen eines gemeinsamen Bekannten verlassen zu wollen. In seiner Verzweiflung bittet er um Erklärungen für ihre Entscheidung. Da zeigt „Mo“ ihr wahres Gesicht und beichtet ihm alle Vergehen ihrer beider 3 Jahren Beziehung. Eine Entscheidung mit Folgen …
Episode 3 – Wet Dreams (Regie: Tom Savini – „Night of the living Dead“ / „Maniac“)
Donnie ist ein Frauenheld und betrügt seine Gattin „Carla“ nach Strich und Faden.
Seltsamerweise besitzt er seit einiger Zeit Alpträume, in denen seine diversen Affären sich den Spaß machen, sein bestes Stück höchst kreativ des Besitzers zu entledigen.
Da der junge Casanova mit der Situation so langsam nicht mehr zurecht zu kommen scheint, vertraut er sich einem Psychologen an – Ein fataler Fehler.
Episode 4 – The Accident (Regie: Douglas Bucks – “Sisters”)
Ein kleines Mädchen wird zusammen mit ihrer Mutter Zeuge eines tragischen Unfalls.
Auf einer Waldstraße müssen die beiden hilflos mit ansehen, wie ein junger Motorradfahrer mit einem Hirsch zusammenstößt und beide aufgrund ihrer Verletzungen bemitleidenswert verenden.
Episode 5 – Vision Stains (Regie: Karim Hussain – „Subconscious Cruelty“)
Das recht perfide Hobby einer Schriftstellerin: Eine Autorin bringt Leute um die Ecke und entzieht ihren Opfern im Augenblick ihres Todes Flüssigkeit aus deren Augäpfeln, welche sie sich letztendlich selbst injiziert.
Daraufhin durchlebt sie noch einmal das Leben derer und hält es auf Papier fest.
Der Drang nach neuen Erfahrungen und neuen Geschichten wird immer stärker, als sie eine schwangere Frau vor einem Wohnblock stehen sieht. Der Reiz zu sehen, was ein sterbendes Ungeborenes sehen könnte bevor es stirbt wird ihr letztendlich zum Verhängnis.
Episode 6 – Sweets (Regie: David Gregory – “Plague Town”)
Estelle und Greg stehen vor den Scherben ihrer Beziehung.
Greg liebt Estelle über alles – Aber Estelle liebt Greg nicht mehr als einen ihrer Freunde.
Auf einer Vernissage soll das „Beziehungsproblem“ ein kulinarisches Ende finden.
Horrorfilm-Freunde aufgepasst!
Nach unzählig dummen und sich ständig wiederholendem Horroreinerlei erscheint auch demnächst in unseren Gefilden (Fantasy Filmfest 2012) der unglaublich kreative und unweigerlich sehenswerte Horrorgeheimtipp namens „The Theatre Bizarre“.
Mit „The Theatre Bizarre“ präsentieren diverse namhafte Horrorregisseure ihre ganz eigenen makabren, zynischen und düsteren Interpretationen des „Théâtre du Grand Guignol“, einem französischem Theater, dass in der Zeit von 1897 bis 1962 mit allerhand Gruselstücken, Krimis und rabiat-derben Komödien versuchte das Publikum zu schockieren und somit das aktuelle Splatter- und Horrorkino maßgeblich mitprägte.
Dabei herausgekommen sind sechs derart unterschiedlich gestrickte Kurzwerke, die allesamt vereint durch ein recht grotesk-anmutendes Story-Rahmengerüst, durchaus Filmkost der etwas anderen und ungewohnteren Art bieten dürfte.
Unter der Führung von David Gregory („Plague Town“) erhielten sechs, in der Horrorfilmszene nicht unbekannte Kult-Regisseure die Aufgabe, unter gleichen Bedingungen und mit jeweils gleichem Budget ausgestattet, ihr cineastisches und künstlerisches Können unter Beweis zu stellen.
Das Endergebnis gestaltet sich als überaus verblüffend interessant, denn kein Film gleicht sich dem anderen – die einzelnen Kurzgeschichten lassen durch ihre gekonnt innovative Umsetzung eindeutig die Bildsprache und Erzählweise des jeweiligen Regisseurs erkennen.
Jeder Filmgeschmack dürfte unter den Kurzgeschichten befriedigt werden.
Ob nun klassisch gruselig, Arthaus-like künstlerisch oder trivial ekelhaft „The Theatre Bizarre“ dürfte auch für den noch so speziellen Horrorfilmgeschmack den passenden Beitrag bieten.
Überraschenderweise gestaltet sich die Entscheidung nach seiner ganz persönlichen Lieblingsepisode als überaus schwierig, da alle Kurzfilme auf ihrer ganz eignen charmanten Weise funktionieren und zu überzeugen wissen. Das merklich minimale Budget ist dem Gesamtmeisterwerk an keiner Stelle anzumerken. Jede Kurzgeschichte wurde stimmig, qualitativ hochwertig und liebevoll umgesetzt. Gerade das Rahmengerüst, dass die einzelnen Glieder miteinander verknüpft strotzt nur so vor diversen Anspielungen diverser Horrorfilme der 70er und 80er Jahre und punktet mit einer derart liebevollen und mollig schaudernden Umsetzung, dass der Horrorfan vor Freude im Kreise tanzen möchte.
Die erste Episode „The Mother of Toads“ ist eine liebevolle Hommage an das triviale, hölzerne, aber dafür sehr atmosphärische italienische Trash-Kino der 70er Jahre und entpuppt sich am Ende weniger als eigenständige Horrorepidode, als vielmehr als stimmiges Horrormärchen.
Horrorfilmfans, die ein Hang zu unzugänglichem asiatischem Extrem-Arthauskinos besitzen dürften in Episode vier vollends auf ihre Kosten kommen. Aufgrund der arg superben Ausgangssituation gepaart mit ein paar überaus markerschütternden Spezialeffekten und dem sehr ernüchternden Ende, dürften sich Freunde von asiatischen Genreproduktionen a lá „Naked Blood“ gierig die Finger warm reiben.
Das dieses aktuelle Horrorprojekt gerade aufgrund der recht durchwachsenen und drastische Darstellung von Gewalt bei deutschen Zensurbehörden für Missgunst sorgen dürfte, sei vorab schon einmal angedeutet.
Gerade Tom Savinis Episode mit dem recht zynischen, aber irgendwie passenden Titel „Wet Dreams“ und der abschließende bitterböse Beitrag „Sweets“ zeigen sich gewalttechnisch ordentlich freizügig, sodass eine ungeschnittene deutsche Veröffentlichung vorab für ausgeschlossen betrachtet werden dürfte.
„The Theatre Bizarre“ ist ein richtiger Kracher geworden und dürfte nicht umsonst als potenzieller neuer Kultfilm gehandelt werden.
Sechs abwechslungsreiche und vor allem überaus gehaltvolle Kurzgeschichten, die in ihrer Darstellung ihresgleichen suchen dürften und die jedem offenen Horrorfilmfan aufgrund ihrer absolut unkommerziellen Umsetzung auf jeden Fall zur Sichtung durchaus zu empfehlen sind.
Schade nur, dass bereits (!) nach ordentlichen 120 (!) Minuten Spiellaufzeit bereits der Abspann über den Bildschirm flimmert und man das Gefühl nicht los werden möchte, dass man sofort das Bedürfnis verspürt, mehr sehen zu wollen.
Hoffen wir, dass „The Theatre Bizarre“ die nötige Aufmerksamkeit erntet, die der Film offensichtlich verdient hat und alle weltweiten Filmfans mit einer Fortführung der Idee rechnen dürfen.
Fazit 10/10 Filmpunkte
Gerade aufgrund der absolut unkonventionellen Umsetzung und Darstellung der vollkommen haarsträubenden Geschichten dürfte sich „The Theatre Bizarre“ einen Ehrenplatz in den Herzen weltweiter Genrefans sichern dürfen – Pflichtprogramm!
FSK-Prognose: “keine Jugendfreigabe” geschnitten.
Eine Uncut-Variante mit dem “Spio“-Kennzeichen halte ich für möglich, insofern sich ein mutiger “Spio-freundlicher & erprobter” Vertrieb findet. Ich flehe darum, dass Capelight sich die Rechte gesichert hat und das Teil im Mediabook veröffentlicht. Das Teil schreit gerade nach einem Buch mit Hintergrundinfos und Bildern!
Hellraiser80
Filmreview: “Hostel 3″ (2011)
Ein paar Freunde düsen nach Las Vegas um mal so richtig die Sau raus lassen zu können – der Alkohol fliest, die Weiber sind willig. Leider wird die Feiersause schnell zum Partygau, denn die Freunde stellen schnell fest, dass Las Vegas nicht nur für seine Casinos, für Blitzhochzeiten und Tigershows bekannt ist, sondern auch für unangenehme Folterspiele an Menschen.
Eine geheime Untergrundorganisation namens „The Hunters“ hat es sich zur Hauptaufgabe gemacht, aus den makabren Folterspielchen an ahnungslosen Las-Vegas-Touristen, Kapital zu schlagen.
Dumm nur, dass gerade unsere feierfreudigen Freunde nun ins Visier der „Hunters“ geraten.
Es war nur eine Frage der Zeit, bis die erfolgreiche „Hostel“-Serie mit einem weiteren Teil fortgeführt werden sollte.
Im Jahre 2005 als echter Kassenschlager gefeiert avancierte der Exploitationkracher schnell zum Publikumsliebling unter Horrorfilmfans und Otto-Normal-Kinozuschauern. Aufgrund des Erfolges zog das Filmstudio schnell eine weitere Fortsetzung mit gleichem Konzept nach, die aber leider kläglich an den Kinokassen scheiterte und bereits im Vorfeld (von Kritikern und der FSK) verrissen wurde. Kein gutes Omen, für eine weitere Fortsetzung!
Jetzt über 4 Jahre später, erscheint nunmehr ein weiterer Teil der Serie und das seltsamerweise nicht im Kino, sondern direkt auf DVD und Blu-ray. Ein guter Schachzug, denn „Hostel: Part III“ ist nichts weiter als ein cineastischer Schnellschuss, bei dem man das Gefühl nicht loswerden möchte, dass er einzig dafür gedreht wurde, um noch schnell etwas Kohle aus dem allmählich abebbenden „Folter-Tortur“-Genre herauszuschlagen.
Demnach sollte man seine Erwartungen gänzlich gen Nullpunkt schrauben, um nicht allzu sehr enttäuscht zu werden. „Hostel 3“ ist, wie so viele Direct-to-Bluray Filmproduktionen zuvor, nichts halbes und auch nichts ganzes.
Die Charakterentwicklung wurde auf ein Minimum reduziert, die lieblose Story kommt überraschenderweise schnell zum Punkt.
Was folgt ist das selbstzweckhafte und grafisch-ordentlich zubereitete Ableben diverse unfreiwilliger „Kandidaten“, die gänzlich zur Belustigung der „Hunter“-Mitglieder kreativ um die Ecke „gefoltert“ werden. Das mag zwar für blutgeile Filmfans reißerisch und erfüllend genug sein, für anspruchsvolle Gemüter, oder routinierte Filmseher ist das jedoch quälend langweilig.
Und hierbei liegt letztendlich auch der Hund begraben: außer „kreatives“ Meucheln, bietet „Hostel 3“ nichts Neues, oder gar Nennenswertes. Nur Blut und nur Gewalt machen (zumindest für mich) noch lange keinen guten Horrorfilm.
Im Original „Hostel“ aus dem Jahre 2005 hat man sich zumindest noch halbwegs Mühe gegeben, das hauchdünne Storygerüst effektiv in Szene zu setzen, indem man sich genug Zeit nahm, die stereotypen Protagonisten sympathisch zu skizzieren, sodass der Zuschauer genug Mitgefühl entwickeln konnte, um bei den Folterszenen unerträglich mitleiden und mitfiebern zu können.
Teil 3 hat nichts dessen fortgeführt. Die Charakterentwicklung der Protagonisten ist so derartig reduziert, dass einem derer Ableben letztendlich am Allerwertesten vorbeigeht und man eigentlich froh ist, wenn der Abspann gen Filmschirm flimmert.
Neben den qualitativ durchwachsenen Goreeffekten (von Handmade-Gekrösel, über unglaublich dummen CGI-Effekten, ist alles vertreten) fallen immense Logiklücken aufdringlich ins Gewicht.
So, wird natürlich ein „Kandidat“ seiner Fesseln entledigt, um dem Folterspiel mehr Spannung zu teil kommen zu lassen, und darf sich mit Waffen gegen seinen „Henker“ zur Wehr setzen. Was jedoch im Falle eines Sieges des traumatisierten Kandidaten passieren darf und soll, hat scheinbar niemand der ominösen Foltersekte bedacht. Denn das Folteropfer bricht aus seinem Vorführraum aus und macht Jagd auf seine Peiniger.
Was bleibt ist das arg konstruierte Ende, dass trotz alle Kritik, recht zügig, rasant und forsch in Szene gesetzt wurde. Der Racheakt wurde prägnant und reißerisch gestaltet und dürfte zumindest die Gorefraktion befriedigend können.
„Hostel 3“ ist das geworden, was man letztendlich erwartet hat: hohle und sinnfreie Genreunterhaltung, für anspruchslose Gemüter. Die Ekel- und Schockeffektivität eines „Hostel: Part1“ wird nicht einmal ansatzweise erreicht. Durchschnittskost, die man so schon viel zu oft gesehen hat.
Fazit 5,5/10 Punkte
Durchschnitliche Direct-to-Heimkinomarkt Produktion, die wie so oft schlechter ist, als seine Kinovorgänger.
Hirn aus – Glotze an.
FSK: Prognose – keine Freigabe / ungekürzte Spioversion wahrscheinlich
Hellraiser80
Filmreview: “Basement” (2011)
Einige Studenten entdecken bei ihrem Ausflug im Wald ein, scheinbar verlassenes, unterirdisches Kellersystem. Neugierig beginnt man den riesigen Komplex zu erkunden und muss erschreckend feststellen, dass man vermutlich mutwillig in diesem unterirdischen Keller eingeschlossen wurde, denn der zuvor erkundete Kellereingang ist plötzlich fest verschlossen.
Nachdem die Gruppe allmählich in Panik gerät müssen sie erschreckend feststellen, dass sie in dem riesigen Komplex nicht allein sind: Schwarz verhüllte Gestalten scheinen Spaß daran zu finden, die Jugendlichen durch das Gewölbe zu hetzen und mit ihrem Leben zu spielen.
Der vorliegende Film „Basement“ gehört zu jener Gattung „Film“, die so derart schlecht sind, das man sie gesehen haben muss, um es überhaupt glauben zu können.
Das unüberhörbare „Highlight“ dieses Un-Machwerkes, ist dabei zweifelsohne die absolut talentfreie deutsche Porno-Synchronisation, die dieser Genreproduktion den Rest gibt.
Scheinbar hat das Vertriebslabel Schröder Media das nichtvorhandene Verkaufspotenzial von „Basement“ kurz vor Abgabe im Synchronstudio realisiert und die Finanzierungs-Notbremse gezogen, sodass man sich die Investition einer gescheiten deutschen Übersetzung einfach schlichtweg gespart hat.
„Basement“ ist völlig sinnfreie und nervige Horrorunterhaltung, die in seinem Grundkonzept dem ebenfalls sehr durchwachsenen und vor einiger Zeit hier besprochenen „Spiderhole“ überaus ähnlich ist. Gespickt mit einigen Elementen des Schulhorrordramas „F“ und einer vollkommen idiotischen Endauflösung dürfte „Basement“ sich definitiv in die Riege der bisher schlechtesten Movies des Filmjahres 2011 einreihen.
Dabei passiert in den mageren 70 Minuten Nettofilmzeit eigentlich nichts, was von Interesse wäre, oder gar zu überzeugen weiß. Die Kids realisieren nach einigen Minuten, das sie jemand absichtlich in einem unterirdischen Kellerlabyrinth eingeschlossen hat und schreien und diskutieren um ihr Leben. Um den Zuschauer nicht allzu sehr mit unerträglicher Langeweile zu strafen, haben sich die Drehbuchautoren ein ganz besonderes Schmankerl einfallen lassen.
Um die mager-kurze Filmlaufzeit annähernd auf Spielfilmniveau auffüllen zu können, erscheinen in regelmäßigen Abständen schwarz verhüllte Gestalten, die den verwirrten Jugendlichen anfänglich nur Angst einjagen wollen, doch deren Auftreten mit jedem Erscheinen radikaler und grausamer wird. Gut, dachte ich mir, eventuell gib „Basement“ hinsichtlich Splatter- und Gore dem Zuschauer ordentlich Schauwert. Aber, bis auf einige effekthascherische Stickwunden, gibt es weit und breit nix zu sichten.
Die Endauflösung des sinnfreien Schundes und das Mordmotiv der verhüllten Gestalten ist so derart an den Haaren herbeigezerrt, dass man sich als Zuschauer schon irgendwie verarscht vorkommt und nicht glauben kann, jetzt 70 Minuten seines kostbaren Lebens in 100% Langeweile vergeudet zu haben.
Fazit 2/10 Punkte
Spart Euch diesen Mist.
Dagegen ist das deutsche Trivial-Privat-TV oscarverdächtig!
Hellraiser80
Filmreview: “The Thing” (2011)

Bei seinen Forschungen entdeckt ein norwegisches Forscherteam in der Antarktis eine, im Eis begrabene, seltsame Lebensform.
Erfreut über den Spektakulären Fund wird alsbald das Wesen untersucht.
Unglücklicherweise gelingt des dem, eigentlich für tot geglaubten „Ding“, zu fliehen und während seiner Flucht einige Forscher des Teams auf grausame Weise zu töten. Doch was will das Wesen und woher kommt es?
Vor fast 30 Jahren entstand unter der Regie von John Carpenter einer der ganz großen Science Fiction Klassiker unserer Zeit: “Das Ding aus einer anderen Zeit“.
Im Jahre 1982 als jämmerlicher Sommer-Kinoflop im Kino gestartet mauserte sich der unterschätzte Schocker im Laufe der Jahre zu einem wahren Geheimtipp unter Filmfans und erhielt erst Jahre später die Aufmerksamkeit und die Lobpreisungen, die er eigentlich bereits schon bei seinem Erscheinen verdient hätte.
Jetzt, fast 30 Jahre später, pünktlich zum 30.jährigen Jubiläum erscheint mit „The Thing“ die eigentliche Vorgeschichte des 80er Jahre Kultfilms.
Dabei lässt sich der aktuelle Reboot, weniger als Vorgeschichte betrachten, sondern schwimmt vielmehr auf der, aktuell so beliebten, „Remake“-Welle wohlvergnügt mit und bietet leider nur ungenügend eigene, neue Ideen.
Trotz aller Kritik kann man bei „The Thing“ dennoch sagen, dass es sich um einen sehr rasant und flott erzählten Sci-Fi-Horrorschocker handelt und das der Reboot definitiv (insofern man die eigenen Erwartung hinsichtlich der Vorlage zurück schraubt) sehenswert ist.
Das, was der Fan des Originals erwartet, bietet die Neuinterpretation in leicht abgeschwächter Form: ekelhafte Metamorphosen, klaustrophobische Grundstimmung und ausgewalztes „Wer hat das Ding in sich“-Raten.
Im Vergleich zum Original zieht das Prequel dennoch in allen belangen den Kürzeren. Waren Carpenters Spezialeffekte in der 1982er Version noch spektakulär, handgemacht und wegweisend, so sind die Monstereffekte zwar in der aktuellen Version immer noch schön widerlich anzuschauen. Die Tatsache jedoch, das der „The Thing“-Reboot vordergründig ausschliesslich von seinen ekelhaften Effekten lebt und das diese leider in einigen Sequenzen sehr künstlich nach aufdringlichen CGI-Effekten ausschauen, hinterlässt einen sehr faden Beigeschmack. Gerade in Zeiten ausgereifter Spezialeffekt-Technik dürften derartige Patzer nicht mehr passieren, bedenkt man was dem Reboot für ein ausgiebiges Budget zu Grunde lag und was eigentlich dabei herauszuholen gewesen wäre, dann ist das was man letztendlich aus dem Effekte-Sektor sieht mehr als ernüchternd.
Vergleicht man Carpenters Effektszenen im Original, die aufgrund des überschaubaren Budget rar, aber wenn dann beeindruckend in Szene gesetzt wurden, so ist das Effektszenario in der 30 Jahre späteren Version von “The Thing” schon eine gehörig enttäuschende Lachnummer.
Auch in der Charakterzeichnung- und Entwicklung gibt’s es in aktueller Version richtig fiesen „Leerlauf“, denn der Großteil der Protagonisten sind einzig nur dafür in die Szenerie eingebaut worden, um schnellstmöglich auf unangenehme Weise über den Jordan gejagt zu werden. Und das ist leider das größte Ärgernis dieser Neuinterpretation.
Außer diversen Monsterekeleffekten, einem sehr an das Original angelehnten Soundtrack und recht flotten Actionsequenzen bietet der Film leider nix nennenswertes. Irgendwie haben es die Drehbuchschreiberlinge scheinbar verpasst, neben Action und Monster satt, wichtige Dialogsequenzen mit in das Geschehen einzubinden, um überhaupt irgendein Mitgefühl für die Leittragenden und vom „Ding“ befallenen Protagonisten zu entwickeln. Somit dürfe es dem Zuschauer letztendlich auch egal sein, wenn einer nach dem anderen, der gesichtlosen Charaktere das Zeitliche segnet.
Trotzdem, wer seine Erwartungen gänzlich zurückschraubt, Carpenters Version für satte 90 Minuten außer Acht lässt und sich auf sinnfreie und actionorientierte Monsterhatz einstellt, der dürfte dennoch sauber unterhalten werden. Die Verknüpfung des Prequels zum Original-„The Thing“ und die Erklärungsversuche um die Herkunft des „Dings“ geben zwar Logische Schlüsse, sind aber leider Gottes recht unkreativ und unspektakulär „ersponnen“ worden.
Fazit 7/10 Punkte
Action und Ekeleffekte satt. Popcorn-Kino in seiner Reinform.
Vergleiche zum Original sind hier überflüssig. Vergessen wir einfach mal für 90 Minuten, dass es eine deutliche „bessere“ Vorlage dieses Sci-Fi-Schockers gibt.
Hellraiser80
Filmreview: “Saint” (2010)

In Holland zelebriert man den Nikolaustag, etwas ausgelassener:
Dort feiert man den „Sinterklaas“ (Sankt Nikolaus), der in der Nacht vom 5. auf den 6.12 vor allem die artigen Kinder mit Süßigkeiten beschenkt, mit einem rauschenden Fest.
Grund hierfür für Regisseur und Drehbuchautor Dick Maas den vorweihnachtlichen Spieß einfach umzudrehen und den „Sinterklass“ in ein mordendes und blutgieriges Etwas zu verwandeln, dass alle 23 Jahre zu Vollmond an einem 5.Dezember seinen Beutezug startet, um Kinder und Jugendliche nieder zu meucheln.
Amsterdam heute: 23 Jahre sind seit dem letzten Erscheinen des „bösen“ Sankt Nikolaus vergangen. Damals musste der junge Goerth zusehen, wie der „Sinterklass“ seine gesamte Familie ausrottete. Jetzt 23 Jahre später will er den sinnlosen Tod aller Kinder und Erwachsenen rechen. Zusammen mit der Unterstützung des Abiturienten Frank, der unwissend in das grausame Geschehen involviert wird, versucht er dem üblen Zeitgenossen das Handwerk zu legen.
Nachdem der holländischen Film „Saint“ auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest Unmengen an Fanherzen hat höher schlagen lassen, veröffentlich “WVG” das Vorweihnachtliche Spektakel nun auch in unseren Gefilden direkt auf DVD- und Bluraydisc.
Und was uns Regisseur Dick Maas da an wirklich frisch-frivoler Horrorkost vorsetzt ist schon beachtlich bemerkenswert, bedenkt man, dass es sich bei seinem aktuellen Werk um Horrorkost aus unserem Nachbarland Holland handelt, dass den Vergleich zu diversen anderen internationalen Produktionen nicht scheuen braucht.
Schon irgendwie grotesk und beschämend, dass es mittlerweile fast jedes europäische Land geschafft hat mit frischem Horrorstuff, international für Gesprächsstoff zu sorgen – nur eben das Arthausverwöhnte Deutschland nicht, dass lieber Fördergelder in kasprig – nervigen „Bully Herbig“ Komödien, oder in vergangenheitsaufarbeitenden Geschichtsdramen pumpt.
Zumindest ist es Maas mit „Sint“ gelungen eine wirklich stimmungsvolle Weihnachts-Horror-Komödie zu schaffen, die trotz geringen Budgets überaus hochwertig ausschaut. Dabei drängt sich nicht nur einmal der Gedanke auf, dass Maas scheinbar aktuellen Hochglanz-Hollywood-Produktionen nacheifern wollte. Zumindest im optischen Sinne, der Erzählweise und der Darstellung der wohldosierten Schocks ist dies deutlich spürbar. Klar wirkt das dennoch etwas arg dilettantisch-unbeholfen und irgendwie aufdringlich-aufgesetzt, macht „Sint“ aber gerade deswegen irgendwie sympathisch.
Dabei sollte, der interessierte Horrorfreund die Augen offen halten, denn gerade das actiongeladenen Finale erinnert mit seiner nebligen Location, dem abgefackelten Schiff und den grausamen Helfern des „Sinterklass“, die wortlos-zombieartig aus dem Nebel stapfen, doch irgendwie an Carpenter´s „The Fog“, oder De Ossorios´s „Das Geisterschiff der schwimmenden Leichen“. Charmanter und liebevoller kann man glaube derart Klassiker nicht zitieren.
Was den Blutzoll betrifft, so bekommt der Filmfreund so einiges geboten. Sicherlich ist „Sint“ keine Schlachterplatte geworden. Dennoch, überraschenderweise hat die FSK den Film in seiner ungeschnittenen Form, ab 16 Jahren freigegeben, was mich aufgrund der Zurschaustellung diverser abgetrennter Körperteile und fliegenden Köpfe und der Thematik des Abschlachtens von Kindern, schon irgendwie verwundert hat. Scheinbar hat der FSK der leicht ironische und satirisch angehauchte Unterton dieser holländischen Hochglanzproduktion gemundet, denn für meinen Geschmack ist die Freigabe etwas derb tief angesetzt worden.
Wie auch immer, wollen wir mal nicht meckern, die rabenschwarze Slasher-Komödie „Sint“ ist es auf jeden Fall wert geschaut zu werden. Aufgrund des relativ interessanten und unverbrauchten Charakters des „Sinterklass“ (über die Fehlende Oberlippe und den schiefen Zähnen könnt ich mich jetzt noch zerschießen) wäre eine Fortsetzung auf jeden Fall angebracht. Denn Infos über die Legende und die Beweggründe des „Sinterklass“ sind, mal abgesehen vom recht düsteren Filmauftakt, Mangelware. Eigentlich schade, zumal mich das Geschehen und das Vergehen des bösartigen Zeitgenossen in der Vergangenheit hätte mehr gereizt, als so wie es der Film letztendlich erzählt: in der Gegenwart.
Ein Prequel ist, meines Erachtens, dringend von Nöten.
Hoffen wir mal nicht, dass sich Hollywood die Finger nach den Filmstoff lechzt und letztendlich auch von dieser europäischen Filmproduktion ein Remake stanzt.
Fazit 7/10 Punkte
Nikolaus mal anders. Wäre an dieser Legende etwas wahres dran, würden die Kinder von heute sicherlich 10 mal gründlicher ihre Schuhe polieren und, ganz zur Freude der Eltern, artiger durchs Leben „wirbeln“. Horrorspass für Erwachsene und definitiv KEIN Film für Kinder!
Hellraiser80
Filmreview: “Blood Shower” / “Baby Shower” (2011)

Fünf, eigentlich beste Freundinnen feiern in einem Anwesen, weit entfernt jeglicher Zivilisation, die bevorstehende Geburt von Lisas Baby . Doch als die werdende Mutter instinktiv ahnt, dass sie von einer der vermeintlichen Freundinnen betrogen und hintergangen wird, beginnt der Zickenterror, der für die Schwangere Lisa und deren Bekannte ein schlimmes Ende nehmen soll.
Mal so am Rande: für einen Debütfilm des Nachwuchs-Regisseurs Pablo Illanes, ist der mir vorliegende „Baby Shower“ (so im Original), gar nicht mal so miserabel ausgefallen, bedenkt man, was (vor allem deutsche) Animateurfilmer oder Regisseurneulinge sonst für derart unbrauchbares Material produzieren. Trotzdem, bewertet man das Werk neutral, ohne von diesen Vorteil zu wissen, ist „Baby Shower“ ganz schön hölzern und zäh ausgefallen.
Warum im übrigen, der Deutsche Titel in „Blood Shower“ umbenannt werden musste entzieht sich mir jeglicher Logik. Scheinbar wollte der hiesige Verleih mit einem noch „reißerischeren“ Titel punkten, um zusammen mit dem wirklich furchtbar plakativ gestalteten DVD-Cover noch mehr Käufer um deren schwerverdientes Geld zu prellen. Denn „Blood Shower“ durfte in der deutschen Verkaufsversion ordentlich Federn lassen, wobei wir eigentlich auch gleich beim nennenswerten Teil des gesamten Filmes wären. Richtig, die Blut- und Goreeffekte sind ausreichend vorhanden und sehen wirklich recht professionell und qualitativ hochwertig aus. Zwar wird in „Baby Shower“ kein Gorefest der Extraklasse verbraten, dennoch die Effekte können sich sehen lassen und haben sicherlich ihren selbstzweckhaften Reiz, der die Blutfraktion unter den Horrorfilmliebhaber auf jeden Fall zufrieden stellen dürfte.
Trotzdem, bevor dass arg schwerfällig Geschehen überhaupt in Fahrt kommt benötigt der Film schon eine Weile und fordert ordentlich Sitzfleisch. Es wird gefeiert, gestritten, gezickt und gevögelt und ganz ehrlich, dem Film kommt all das nicht wirklich bekömmlich, zumal einem die Charaktere und deren sinnfreies Gefasel nach einer Weile gehörig aufs Schwein gehen. Da hilft die wirklich hübsch-durchdachte Optik und die überaus professionelle Kamera- und Tonarbeit recht wenig, denn „Baby Shower“ ist alles andere als spannend.
Dabei ist auch auffällig, dass es gerade ab Filmmitte zu derart seltsamen Drehbuchholpern kommt und neue Protagonisten in das Geschehen treten, dass es mir schwerfiel der wirren Handlung und den zig Charakteren überhaupt noch zu folgen. Und natürlich dürfen auch diverse Klischees in derart Produktion nicht fehlen.
So haben die Protagonisten natürlich im Falle des Falles keinen Handyempfang und natürlich gehen die Charaktere auch nicht auf Nummer sicher, wenn sie dem Killer mit deinem Bügeleisen eins gegen die Waffel schlagen, sondern laufen stattdessen panikentbrannt ins stockfinstere Nichts des Waldes, anstatt dem Killer noch einige Male mehr mit dem Bügeleisen auf den Kopf zu keulen. Warum können heutige Drehbuchschreiber nicht minimal kreativer und glaubwürdiger zu Gange gehen? Diese unglaubhaften und altbackenen Klischees sind vollkommen unzeitgemäss und nerven mich langsam!
Letztendlich hätte Regisseurs Pablo Illanes soviel mehr aus seinem „Baby Shower“ machen können, hätte er noch ein wenig mehr an seinem Drehbuch gewerkelt und den völlig verpeilten Endtwist einfach weggelassen. So ist sein Erstlingswerk belanglose Durchschnittsware geworden, das sich schamlos bei diversen Genrevertretern bedient und das einzig mit seiner wirklich virtuosen Kameraarbeit und den sehr professionellen Bluteffekten, sowie den hübsch animierten Endcredits überzeugen kann. Das nächste mal Bitte mehr Inhalt und weniger Kameraarbeit!
Fazit 5,5/10 Punkte
Langweilige, aber hübsch gefilmte Durchschnittsware mit ordentlichem Blutzoll. Wer auf Teenie-Slasher Ware ohne Teenies steht, sollte sein Glück versuchen. Der Rest sollte besser seine produktive Zeit in einen sehenswerteren Film investieren.
(FSK-Freigabe: geschnitten – keine Jugendfreigabe)
Hellraiser80
Filmreview: “Hellraiser – Revelations” (2011)
Nach diversen arg schlechten Filmbesprechungen, der nunmehr bereits 9. Filmumsetzung des Clive Barker Stoffes rund um das berüchtigte „Hellraiser“-Universums, habe ich mir nun selbst ein Bild von „Hellraiser – Revelations“ gemacht und war positiver überrascht als ich eigentlich erwartet hätte.
Nun gut, insofern man seine eigenen Erwartung wirklich ordentlich gen Keller schraubt, dürfte der ein oder andere Filmfan unter Euch, die ein oder andere Überraschung erleben.
Sicherlich ist „Revelations“ der bisher schwächste Teil der gesamten Serie, bietet aber dennoch genug kurzweilige, wenn auch leider recht simpel und trivial-gestrickte, Genreunterhaltung.
Dabei handelt es sich weniger um ein eigenständig erzähltes Sequel mit einer wirklich neuen Story, als vielmehr um eine wenig tiefgründige Neuinterpretation des bekannten Clive Barker-Stoffes.
Dem bewanderten Filmfan dürften daher jede Menge altbewährte und neuaufgebrühte Schlüsselmomente aus den genialen ersten beiden Teilen des Franchise bekannt vorkommen. Von daher ist „Hellraiser – Revelations“ mehr Remake, als eigenständiges erhofftes Sequel.
Der Anfang des neuesten Werkes ist recht stimmungsvoll geraten: die beiden Freunde Nico und Steven geraten während eines Kurzurlaub an den sagenumwogenen Spielwürfel, mit deren Hilfe es möglich ist, mit den Cenobiten (Geschöpfe aus der Hölle) in Kontakt zu treten. Kaum in Besitz des geheimnisvollen Instruments, schafft es der draufgängerische Nico die Kreaturen herbeizurufen, woraufhin die beide Freunde auf recht schmerzlicher Art und Weise Bekanntschaft mit dem Anführer der Cebobiten machen.
Da Nico das Tor zur Hölle mit Hilfe des Würfels geöffnet hat, muss er als Gegenleistung den Cenobiten seinen Körper und sein Fleisch zur allgemeinen „Erkundung“ zur Verfügung stellen und wird letztendlich gemeinsam mit den Cenobiten in den Höllenschlund hinabgerissen -der bedachte und schüchterne Steven bleibt verstört zurück. Doch Nico kann aus der Hölle entfliehen. Einziges Manko: die blutgierigen Geschöpfe aus der Hölle haben ihm seiner Haut entraubt.
Fortan bittet er seinen besten Freund Steven für ihn zu morden, auf das sich Nico am Blut der Opfer stärken kann und wieder die Gestalt eines menschlichen Wesens erhält.
Bedenkt man, was „Hellraiser – Revelations“ für ein katastrophal-geringes Budget zur Verfügung gestanden hat, ist das was man letztendlich als fertiges Werk bewundern darf, gar nicht mal so übel. Sicherlich schauen diverse Schauplätze (es gibt gerade mal eine handvoll unterschiedlicher Schauplätze, da der Hauptteil des Filmes im Haus von Stevens Eltern spielt) wirklich schlimm nach Kulisse aus und die dilettantische Handlungs- sowie Charakterentwicklung des aktuellen Teils ist derart simpel gestrickt, dass die Dramaturgie kaum über TV-Soap-Niveau hinausreicht, aber immerhin hat man tatsächlich alles herausgeholt was aus dem Produktionsbudget herauszuholen war.
Was ich als relativ nervend empfand war die Tatsache, dass man versucht hat aktuelle Horrorfilm – Trends in „Hellraiser – Revelations“ miteiner zu vereinen. Demnach darf der geneigte Horrorfilmfan Fragmente des Geschehens „Blairwitch“-typisch aus der Digitalkamera-Perspektive verfolgen oder Nicos Rückkehr aus der Hölle und seine Folter- und Psychospielchen mit der eigenen Familie exploitationlastig (vergleiche „Mothersday“-Remake, „Funny Games“ …) miterleben.
Sicherlich funktioniert das eigentlich recht gut, aber passt irgendwie nicht in das recht groteske und theatralisch-düstere „Hellraiser“-Universum.
Das wirklich unverzeihbarste Vergehen überhaupt an diesem aktuellen Teil, ist die Tatsache, dass „Pinhead“ nicht von mehr von Doug Bradley dargestellt wird. Jeher waren in allen Sequels der Serie sein Erscheinen und sein Auftritt das eigentliche „Highlight“ eines jeden Hellraiser-Teils.
Der neue „Pinhead“ besitzt nicht einmal annähernd die enorm stolz-majestätische, aber dennoch unheimlich-bösartige Aura eines Doug Bradley und ist für mich, mit seiner arg knochigen und unscheinbaren Erscheinung eher Lachnummer, als angsteinflößend.
Auch wenn man Teil 9 und das eventuell bevorstehende „Hellraiser“-Remake für eine neue Generation an Horrorfreaks neu zugänglich machen möchte, so dürften beide Teile ebenso an der Fanbase scheitern, wie zuletzt das katastrophale Remake von „Nightmare on Elm Street“, das bekanntlich ohne Freddy-Darsteller Robert Englund auskommen musste.
Im übrigen verhält sich „Hellraiser-Revalations“ recht züchtig mit der Zurschaustellung diverser optischer Gemein- und Grausamkeiten. Sicherlich gibt es für eine „Direct-to“-Produktion noch genügend Splatterstuff, dieser hält sich aber dennoch „Hellraiser“-untypisch recht dezent zurück.
Fazit 4,5/10 Punkte
Ja, auch wenn Doug Bradley als „Pinhead“ nicht mehr mit am Start ist, so ist das aktuelle Sequel, das eigentlich mehr Remake als Fortsetzung ist, immer noch bedingt schaubar.
Tiefgründigkeit und Originaliät sind zwar Fehlanzeige, dennoch für einen kurzweiligen Film-Abend gerade noch goutierbar.
FSK-Prognose: Keine Jugendfreigabe
Hellraiser80
“Texas Chainsaw Massacre” nach 26 Jahren Index endlich frei in Deutschland verfügbar
Nach 26 Jahren Index ist nun auch das Original “Texas Chainsaw Massacre” aus dem Jahre 1974 in seiner ungekürzten Filmfassung auch für deutsche “erwachsene” Filmfans frei verfügbar.
Nutzungsrechte-Inhaber “Turbine Medien” hat nach der letzten Folgebeschlagnahmung im Jahre 2010 Beschwerde eingelegt und den Rechtsstreit nun endlich gewonnen.
Es ist nun nicht mehr strafbar den Film “Texas Chainsaw Massacre” in seiner ungekürzten Form in Deutschland zu verbreiten.
Unglaublich – bedenkt man, dass der Film weder “Gore” noch “Splatter” oder expliziete Tötungsarten- und bilder zeigt.
Dennoch sehr löblich von “Turbine Medien” sich für Belange der Deutschen Nischen-Filmfans einzusetzen.
Da sieht man mal wieder, dass da wirklich viel Herz- und Filmfanblut drin steckt. Filmveröffentlichungen von Filmfans – für Filmfans. Gut gemacht.
Hoffentlich folgen noch weitere Streichungen von Index-Filme in naher Zukunft.
Hellraiser80
“Hostel 3″ – Veröffentlichung naht
Diese Woche wurde die aktuelle Produktion aus den Studios “Raw Nerve” und “Stage 6 Films” offiziell von der amerikanischen Zensurbehörde mit einem “Rated R für die Verwendung blutiger, sadistischer Gewalt und Folter, Sexualität/Nacktheit und Sprache” – Freigabe geprüft und versehen und dürfte in den nächsten Wochen auf ihre Veröffentlichung warten. Regie ubernahm dabei Scott Spiegel , der bereits einschlägige Genre-Erfahrungen in “From Dusk till Dawn 2″ und “Intruder” sammeln konnte.
Auch diverse Schauspiel-Auftritte in diversen Horrorproduktionen kommen ihm zugute. Da kein geringerer als Michael Weiss die Drehbuchvorlage verfasst hat, darf man davon ausgehen, dass “Hostel 3″ erfolgreich an den beiden Vorgängern anknüpfen könnte. Michael Weiss lieferte bisher Drehbuchvorlagen für einige mehr oder weniger kreative Direct-to-DVD Genreproduktionen.
In “Hostel 3″ verlagert man die Handlung von Osteuropa hin nach “Las Vegas”.
Man darf gespannt sein!
Hellraiser80
Filmreview: “Caged” (2010)

Das deutsche „Fantasy Filmfest“ präsentiert alljährlich diverse aktuelle Genreproduktionen, oftmals sogar als Welturaufführung, oder Deutschlandpremiere.
Darunter oftmals absolute Raritäten, die man nach dortiger Ausstrahlung nie wieder zu Gesicht bekommt.
Aber neben vielen drittklassigen Produktionen, bietet das Filmfest auch jedes Jahr einige überraschend gute Nischenproduktionen. Darunter fiel 2010 der französische Beitrag „Caged“, der sich passend in die Riege aktueller französischen Hochglanzschocker einreihte.
Nachdem die Ärzte Carole und Samir als Freiwillige Helfer in Jugoslawien zurück nach Frankreich kehren wollen nehmen sie aufgrund einer Straßenblockade einen Umweg in kauf und werden daraufhin von Unbekannten überfallen.
Nach einem missglückten Fluchtversuch werden beide in Zellen gesperrt und realisieren erst nach einigen Tagen, aus welchem Grund sie festgehalten werden.
Eins vorweg, „Caged“ ist kein ultrabrutaler Splatter-Schocker a lá „High Tension“ oder “Inside” geworden. Auch erreicht er nie die psychische Belastbarkeit eines „Martyrs“.
Vielmehr pendelt sich Yann Gozlans Spielfilm-Debüt irgendwo zwischen „Turistas“, „Hostel“ und „Train“ ein und bietet grundsolide und hochspannende Thrillerunterhaltung.
Wie bei seinen großen Vorbildern macht „Caged“ dabei auch in visueller Hinsicht eine gute Figur. Der dreckige Grundton des Films wirkt in der Kombination von perfekt ausgeleuchteten und edel gefilmten Kamerafahrten und dem recht glaubhaft agierenden Protagonisten gleich doppelt so beklemmend. Hollywood sollte sich an dieser aktuellen französischen Produktion ein Beispiel nehmen. Nicht immer müssen „aufgehübschte“ Teenies auf dem Operationstisch um ihr Leben betteln – „Caged“ zeigt, dass auch Enddreißiger sich geschickt mit Axt, Messer und Schusswaffen zur Wehr setzen können.
Allen Gorehounds sei an dieser Stelle gesagt, dass natürlich „Caged“ auch das ein oder andere Gekrösel bietet. Der Thriller hält sich zwar in körperlicher Gewalt recht züchtig und bedeckt, dreht aber wenn dann richtig auf. Hierbei sei zu nennen, dass das „Ausweidungsresultat“ eines der Protagonisten im Verlauf der Geschichte schon sehr optisch professionell und widerlich aussah und gerade zartbesaiteten Gemütern die ein oder andere schlaflose Nacht bereiten dürfte.
Neben den wenigen, aber deftigen Splattereffekten lebt der Thriller vorwiegend von seiner sehr unangenehmen psychischen Gewalt, die sich vorwiegend in den Köpfen der Zuschauer abspielt. Dabei tut es „Caged“ recht gut, dass die Spannungsschraube in der 2. Hälfte des Films auf Maximum gedreht wird.
Bisher hat sich Koch Media mit der Veröffentlichung recht schwer getan.
„Caged“ dürfte jedoch im Herbst ungeschnitten mit „Keine Jugendfreigabe“ auf Blu-ray und DVD erscheinen. Erscheinungstermin: 30.September 2011.
Fazit 8/10 Punkte
Höllisch guter Thriller aus Frankreich. Der gewalttechnisch NICHT seinen großen Geschwistern „Martyrs“ und „High Tension“ das Wasser reichen kann. „Caged“ geht eigene Wege und orientiert sich dabei vorwiegend an amerikanischen Hochglanzproduktionen wie „Hostel“ und „Turistas“ und macht dabei eine wahrlich blendende Figur.
Hellrasier80
Geschnittener “Final Destination 5″ – Vorsicht geboten beim Kinokartenkauf!
Fans der überaus erfolgreichen “Final Destination“- Reihe sollten ab kommender Woche das Kinoprogramm des Kinos ihrer Vertrauens genauer studieren.
Warner hat neben der ungeschnittenen “keine Jugendfreigabe / FSK18” – Filmversion, auch eine leicht entschärfte “FSK16” – Version von “Final Destination 5” prüfen lassen.
Ich gehe davon aus, dass ebenfalls aus rein kommerziellen Gründen (um auch minderjährige Filmzuschauer in die Kinos zu locken) neben der UNCUT-Version der Fortsetzung die geschnittene Version im Kino anlaufen wird.
Hellraiser80
Filmreview: “Repo Men” (2010)

In einer nicht allzu fernen Zukunft beherrscht eine Firma namens „The Union“ den Markt der Organtransplantate und ermöglicht das Leben potenzieller Kunden um ein vielfaches zu verlängern. Leider hat das gesamte System einen Haken: der Interessent muss die Organe vorwiegend per Kredit kaufen und diesen zu horrenden monatlichen Raten abstottern. Wer Zahlungstermine nicht einhalten kann bekommt unangenehmen Besuch von den Kopfgeldjägern der Firma: den „ Repo Men“, die dem Schuldner bei lebendigen Leib das geliehene Organ aus dem Körper schneiden.
Bei einem Versuch die Organe eines Schuldners einzutreiben, verunglückt der Repo Men „Remy“ (gespielt von Jude Law) dermaßen schwer, dass er selbst zum Pflegefall wird und dringend ein neues Herz benötigt. Nachdem ihm selbst ein künstliches Organ implantiert wird und er die monatlichen Zahlungstermine der Leihgabe nicht zahlen kann, gerät Remy selbst ins Visier der „Repo Men“.
Unglaublich was die FSK heutzutage in seiner ungeschnittenen „Unrated“ – Version ab FSK16 freigibt.
Es scheint schon vollkommen willkürlich geworden zu sein, wie die „Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft“ mit Filmfreigaben pokert.
Was uns in „Repo Men“ an heftig blutigen und grafisch expliziten Szenen entgegendonnert wäre noch vor einigen Jahren auf dem Index gelandet. Gerade gegen Filmende hin wird geschlitzt, herausgerissen und geschossen was das Special – Effekt – Arsenal so hergibt. Ich selber habe mich des öfteren erwischt nicht angeekelt abschalten zu müssen – wäre der gesamt Plot nicht so arg rasant, fesselnd und spannend zusammengekleistert worden.
Man bedenke, weltbekannte Klassiker wie „Dawn of the Dead“, „Tanz der Teufel“ und „Texas Chainsaw Massacre“ sind in ihren ungeschnittenen Fassungen, weit 30 Jahre nach ihrem Erscheinen in der Bundesrepublik Deutschland, immer noch auf der Liste der indexierten Medien gelistet und dürfen selbst volljährigen Mitbürgern nicht zugänglich gemacht werden.
Vergleicht man „Repo Men“ mit seiner laschen „FSK16“-Plakette und einem kaltschnäutzigen Härtegrade, der 10 mal höher ausfällt als der Original – „Dawn of the Dead“, fühl man sich als offener und begeisterter Nischenfilmfan doch schon irgendwie verarscht.
Zum Film selbst:
Fabelhafter rasanter und düsterer Actionthriller, der dem Zuschauer kaum Verschnaufpausen bietet.
Auf Logik, tiefgründigen Charakterausbau und auf feinfühlige Dramaturgie wird in „Repo Men“ geschissen. Ein ernstzunehmendes Drama will der Film auch gar nicht sein. Der Grundgedanke einer „sich selbst ausbeutenden kapitalistischen Gesellschaft, ohne Rücksicht auf Gefühle und Belange seiner Mitmenschen“ dient als dünner Leitfaden für Action und Geballere ohne Ende. Und ganz ehrlich, gerade DAS tut dem Thriller verdammt gut. Popcornkino in seiner Reinform – nicht mehr und auch nicht weniger.
Neben der hübsch unterkühlten Hochglanzoptik fällt auch recht überraschend und positiv der markzerschütternde Soundtrack und die verblüffende Auflösung am Ende ins Gewicht. Schade, dass man viel so wenig derartiger Action-Thriller sieht.
Fazit 7/10 Punkte
Hier wird nicht gekleckert, sondern geglotzt. Action satt, ohne großartige Tiefgründigkeit.
Der Blut- und Gewaltzoll ist enorm hoch. Den Gorefan wird’s freuen – dem Otto-Normal-Filmfan wird „Repo Men“ aufgrund der explizit zur Schau gestellten Grausamkeiten übel aufstoßen.
Hellraiser80











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