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Filmreview: “Bloodline – Der Killer” (2011)

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BLOODLINE – DER KILLER

Story

 
 
 
Sandra und ihr Kollege Marco werden von ihrem Boss zu einem Porno-Set geschickt, um einen Hintergrundbericht zu machen. Alles scheint ganz und gar normale, alltägliche journalistische Routine zu sein, doch etwas ist anders. Der Film wird an genau der Location gedreht, an der vor 15 Jahren Sandras kleine Schwester von einem Serienkiller, den die Zeitungen nur „Der Chirurg“ nennen, ermordet wurde. Sandra zögert, sich ihren Ängsten zu stellen, nimmt den Auftrag aber schließlich an. Doch die Vergangenheit ruht nicht, der Chirurg – oder ein Nachahmer? – ist zurück. Damit nicht genug erwachen seine Opfer wieder zum Leben und morgen ebenfalls…
 
 
 


 
 
 

BLOODLINE – Kritik

 
 
 
BLOODLINE ist ein italienischer Low-Budget-Horrorfilm von EDO TAGLIAVINI, welcher zuvor mit einigen Kurzfilmen auf sich aufmerksam machen konnte. Sein 2011 erstmals veröffentlichtes Spielfilm-Debüt drehte er für gerade mal 70.000€. Bei diesen geringen Produktionskosten war es ihm aber immer noch möglich CLAUDIO SIMONETTI als Composer für sein Erstlingswerk zu gewinnen. Leider hinterlässt BLOODLINE keinen bleibenden Eindruck, als viel mehr einen sehr bitteren Nachgeschmack. Die Handlung ist kompletter Nonsens und die Schauspielerriege setzt sich komplett aus Laien zusammen. Es ist zu erkennen, dass es den Machern wohl Spaß gemacht hat den Film zu drehen, doch das Resultat ist ein sehr langweiliger und schlecht gedrehter Horrorstreifen geworden. Was zunächst auffällt ist der billige und sehr sterile Look. Zudem leidet BLOODLINE an einer für Amateurfilme typischen Krankheit, dass sich deren Macher scheinbar vor Totalen fürchten. So wird das Ansehen des Filmes dadurch erheblich erschwert, dass die Kamera immer viel zu nah am Geschehen ist, und man sich als Zuschauer räumlich kaum zurechtfindet. Darüber hinaus ist es schon erstaunlich, dass tatsächlich CLAUDIO SIMONETTI die Filmmusik komponiert hat. Der CLAUDIO SIMONETTI, der einst legendäre Soundtracks mit seiner Band Goblin für Filme wie ROSSO – DIE FARBE DES TODES (1975), SUSPIRIA (1977), George A. Romeros ZOMBIE (1978) oder PHENOMENA (1985) schrieb. Was er hier musikalisch abgeliefert hat, ist so unbedeutend und uninteressant, dass, wenn man nicht wüsste das er für die Musik verantwortlich war, niemals auf diesen Gedanken käme. Dies stellt leider keine Ausnahme dar, denn die von SIMONETTI angefertigten Soundtracks der letzten 15 Jahre klingen alle derart langweilig; man denke an MOTHER OF TEARS (2007) oder DRACULA 3D (2012).
 
 
 


 
 
 

BLOODLINE – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
 
BLOODLINE ist kein empfehlenswerter Film und nur etwas für die, die auch jeden Horrorfilme sehen müssen.
 
 
 


 
 
 

BLOODLINE – Zensur

 
 
 
BLOODLINE – DER KILLER, der übrigens vom hiesigen Rechteinhaber auch als SCALPEL MASSACRE zweitausgewertet wurde, trägt die KEINE JUGENDFREIGABE-Kennzeichnung und ist vollkommen ungeschnitten. Splatterfans dürfen ruhigen Gewissens zugreifen, denn der Film ist in Deutschland komplett zu haben.
 
 
 


 
 
 

BLOODLINE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Bloodline -Der-Killer-Blu-Ray

(c) Schröder Media (Erstauswertung ohne 3D)

 
 
 
Bloodline -Der-Killer-3d-Blu-Ray

(c) Schröder Media (Erstauswertung mit 3D)

 
 
 
Scalpel-Massacre-Blu-ray

(c) Savoy Film / Intergroove Media (Zweitauswertung)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Bloodline; Italien 2011

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch (DTS-HD MA 5.1), Englisch (DTS-HD MA 5.1), Deutsch (Deutsch DD 2.0)

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 97 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover (ohne FSK-Flatschen)

Extras: Originaltrailer, 3D-Fassung

Release-Termin: Erstauswertung als BLOODLINE:21.02.2013 / Zweitauswertung als SCALPEL MASSACRE: 16.05.2014

 
 
 
BlOODLINE wurde in unterschiedlichen Fassungen veröffentlicht. Die Erstveröffentlichung erlebte der Horrorfilm in Deutschland leicht verspäter im Jahre 2013, wo er vom damaligen Rechteinhaber SCHRÖDER MEDIA als normale DVD, Blu-ray und 3D-Blu-ray veröffentlicht wurde. Genau ein Jahr später kam der Streifen erneut in den Handel. Diesmal suggerierte ein neues Cover und ein ebenso neuer Titel einen gänzlich anderen Film. Leider ist der Inhalt jedoch der gleiche, nur der Rechteinhaber ist ein anderer. SAVOY FILM hat es sich nämlich nicht nehmen lassen unter dem reißerischen Titel SCALPEL MASSACRE noch einmal Kasse zu machen.
 
 
 

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Scalpel Massacre (inkl. 2D-Version) [3D Blu-ray] Zweitauflage mit anderem Titel und hochgerechneter 3D-Version ungeschnitten bei AMAZON kaufen

 
 
 
 


 
 
 

BLOODLINE – Trailer

 
 

 
 

Sam Freissler

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wrong Turn 4: Bloody Beginnings (2011)
 
Cold Prey – Eiskalter Tod (2006)
 
Haunted Hill – Die Rückkehr in das Haus des Schreckens (2007)


Filmreview: “The Haunting of Helena” (2012)

THE HAUNTING OF HELENA
 
 
 

THE HAUNTING OF HELENA

Story

 
 
 
Die alleinerziehende Mutter Sophia (Harriet MacMasters-Green) bezieht mit ihrer kleinen Tochter Helena eine kleine, neue Wohnung. Anfänglich voller Lebensmut, den Start in ein neues Leben gewagt zu haben, verblasst die Euphorie umgehend, als die kleine Helena den ersten Milchzahn verliert und fortan seltsames Gestammel von sich gibt. Eine Zahnfee soll ihr angeblich des nachts erscheinen, die sich den Tag über in ihrem neuen Kleiderschrank versteckt und am Abend aus ihrem Versteck kriecht, um die verschüchterte Helena dazu aufzufordern ihr mehr Zähne zu bringen. Nachdem sich das Verhalten des Kindes maßgeblich verändert, beginnt die besorgte Mutter Nachforschungen anzustellen und stößt hierbei auf ein makabres Geheimnis.
 
 
 


 
 
 

THE HAUNTING OF HELENA – Kritik

 
 
 
Wirklich subtile und angsteinflößende Grusler sind in der aktuellen Horrorfilmlandschaft wahrlich selten geworden. Viel zu oft wird das mollige Schauerfeeling durch obligatorische Schlachterplatten ersetzt, um dem Begriff “Horror” auch im Jahr 2013 vollends gerecht werden zu können. Umso mehr erfreut es alteingesessene Filmhasen wie mir, wenn im Fahrtwasser penetrant nerviger Zombie-, Found Footage- und Foltergurken auch hin und wieder kleine Filmwerke das Licht der Welt erblicken, die sich souverän gegen die Masse an beliebig austauschbaren Horror-Nonsens behaupten und dem Filmfreund den klassischen, blutarmen Horrorfilm erneut schmackhaft machen wollen. Hat sich Spanien in den vergangenen Jahren als kleiner Geheimtipp in Sachen subtilen Gruselns entwickelt, so versuchen nun auch die Italiener auf diesen lukrativen Zug aufzuspringen und präsentieren uns mit dem vorliegenden THE HAUNTING OF HELENA ihre ganz eigene Version der Geschichte von der bösen Zahnfee. Weniger ist manchmal mehr lautet hier die Devise und so beginnt der Film fernab jeglichen Gekröses mit einigen wirklich düster-melancholischen Kamerafahrten und durchaus ansprechend-superben Bildern, die das Gruselfeeling wunderbar altmodisch zu steigern wissen. Zentrum des ultimativen Bösen ist diesmal ein seltsamer Kleiderschrank, der ein durchaus böses Geheimnis birgt.Nachdem das groteske Möbelstück das Zimmer der kleinen Helena ziert, beginnt fortan auch der zunehmend geistige Zerfall der kleinen Hauptdarstellerin einzutreten, deren plausible Erklärungsversuche wie so oft in derart Filmen kaum Beachtung geschenkt werden. Dennoch fühlt sich auch Mutter Sophia von reichlich Unbehagen bedroht und beginnt den skurrilen Aktionen der Tochter nachzuforschen.
 
Der große Pluspunkt von THE HAUNTING OF HELENA ist dabei in der wirklich unglaublich düsteren, fast schon märchenhaft-anmutenden Atmosphäre zu suchen. Der vornehmlich kindlich anmutende Kleiderschrank, wirkt in den faden, dreckigen und farblosen Bildern gespenstig bedrohlich und die Geschichte um das antike Möbelstück bleibt konsequent spannend – zumindest bis zur Hälfte des Films. Denn trotz aller positiven Ansätze, die dieser italienische Genre-Beitrag in sich birgt, schaffen es die beiden Regie-Newcomer CHRISTIAN BISCEGLIA und ASCANIO MALGARINI nicht, das hohe Niveau ihrer wirklich stimmigen Geschichte bis zum Ende zu halten. Ab Filmmitte wird die Geschichte kurzum in ein skurriles verlagert, wo sich die kleine Heldin mit allerlei seltsamen Erscheinungen umherplagen muss. Hierbei rückt nun das Schicksal der Mutter in den Vordergrund, die versucht, dass Rätsel rund um die Herkunft des Kleiderschrankes zu lösen. Die sterile Krankenhaus-Atmosphäre will hierbei irgendwie nicht so recht zum Grundtenor der eigentlichen Geschichte passen. Vielmehr wirkt der schroffe Schauplatzwechsel auf Zwang konstruiert, um auf Krampf eine Brücke zur Herkunft des Möbelstücks schaffen zu können. Auch wenn sich das muntere Treiben gegen Ende in einer reichlichen Achterbahn des Schreckens entlädt und mit unzähligen “Buh“-Effekten aufwartet, so mag man als Filmfreund irgendwie nicht das Gefühl loswerden wollen, dass die beiden Filmregisseure CHRISTIAN BISCEGLIA und ASCANIO MALGARINI reichlich Potenzial verschenkt haben. Zugunsten eine kommerziellen, massentauglichen Inszenierung erspinnen sie ein arg hanebüchenes Ende, dass in derart Form an die unendlich vielen Horrorfilme aus Hollywood erinnert. Schade eigentlich, denn kaum ein aktueller Horrorfilm der letzten Dekaden kann mit ähnlich exzellent altmodischen Raffinessen überzeugen.
 
Subtiler Horror bevorzugt? Dann dürfte der kommende Grusler Fairytale (so der ursprüngliche Titel des Film) genau die richtige Wahl für einen verregneten Sonntagabend sein. Statt eimerweise Eingeweide und unmenschliches Folter-Gewerkle zählen hier Stimmung, Optik und die Geschichte. Umso mehr dürfte THE HAUNTING OF HELENA für Freunde etwas härterer Filmkost reichlich unbeholfen daherkommen. Denn die Erzählstil der Geschichte vollzieht sich sehr gemacht, ruhig und stimmig durch die gesamte Szenarie. Hin und wieder werden einige nette Gruseleffekte in die Handlung gestreut, die ihre bedrohliche Wirkung zu keiner Minute verfehlen. Auch wenn der Beitrag ab Filmmitte in reichlich haarsträubende Sphären abdriftet und der wohldosierte Gruselfaktor aufgrund konstruiert wirkender Detektivarbeit flöten geht, so kann man nicht behaupten, dass THE HAUNTING OF HELENA ein schlechter Film ist. Das geschickte Spiel von Licht und Schatten, sowie der debile, märchenhafte Grundton der Erzählung erinnert in seiner Darstellung arg an kommerzielle Horrorfilme aus Amerika. Und so verwundert es ein wenig, dass THE HAUNTING OF HELENA oftmals ein wenig zu sehr nach DER FLUCH VON DARKNESS FALLS (2003) oder POSSESSION (2012) ausschaut, denn das uninspirierte Kopieren bekannter Filmformeln hätte dieser Debütwerk vermutlich rein gar nicht nötig gehabt. Trotzdem, für ein Erstlingswerk haben die beiden Regisseur-Neulinge CHRISTIAN BISCEGLIA und ASCANIO MALGARINI erstaunliche Arbeit geleistet. Der Film ist trotz seine oftmals unweigerlichen Vorhersehbarkeit spannender als das übliche Horroreinerlei, welches aktuell den hiesigen Heimkinomarkt überschwemmt. Zudem darf der Horrorfilmfreund eine der besten Szenen ever in der Geschichte des Phantastischen Films genießen:
 
Mutter Sarah ist einen Moment unachtsam im Straßenverkehr, gerät von der Fahrbahn ab und brettert mit dem Fahrzeug vom Rand einer Brücke hinein in die Fluten eines reißenden Flusses. Die virtuose Kameraarbeit dieser Szene, welche sich in Zeitraffermethode entlädt, ist derart genial, außergewöhnlich und atemberaubend, dass man allein nur dieser Szene wegen THE HAUNTING OF HELENA gesehen haben sollte. Beachtlich!
 
 
 


 
 
 

THE HAUNTING OF HELENA – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein Vertreter der alten Schule – Kleines stimmiges und atmosphärisches Gruselmärchen, das für einige wohldosierte Schauer sorgen dürfte.
 
 
 


 
 
 

THE HAUNTING OF HELENA – Zensur

 
 
 
Hier zählen vorwiegend die leisen Töne, von daher geht es hier eher blutfrei zugange. Eine ungeschnittene Filmversion dürfte die FSK16-Kennzeichnung zieren.
 
 
 


 
 
 

THE HAUNTING OF HELENA – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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