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Filmreview: “Red Clover” (2012)

Red Clover (2012)
 
 
 

RED CLOVER – LEPRECHAUN’S REVENGE

Story

 
 
 
Karen (Courtney Halverson) stolpert während eines Jagdausflugs mit ihrem Großvater im Wald über ein rotes Kleeblatt, rupft es aus und erweckt dadurch einen bösartigen Leprechaun, der sich durch die nahe liegende Stadt meuchelt …
 
 
 


 
 
 

RED CLOVER – Kritik

 
 
 
Vor geraumer Zeit noch als SYFY TV-Produktion für den gleichnamigen Sender unter dem Titel LEPRECHAUN’S REVENGE gelaufen, wurde der Streifen noch einmal für den Videomarkt zurechtgestutzt und läuft nun direkt unter dem AFTER DARK ORIGINAL-Banner. Unüblicherweise hat der Spartenkanal diesmal nicht selbst produziert, sondern die Arbeit den Kreativen von AFTER DARK FILMS überlassen. Eine gute Entscheidung, wissen doch schließlich die Macher des kanadischen Filmfestivals, wie man gruselige Filme zaubert. Unter neuem Namen kommt das Schauermärchen nun auch in die Heimkinos. Um sich von der miserablen Qualität der Werke des trashigen SYFY-Channels zu distanzieren, wurde nicht nur das Intro verändert, sondern auch gleich LEPRECHAUN’S REVENGE in RED CLOVER umbetitelt. So bleiben Verwechslungen mit der beliebten LEPRECHAUN-Serie erspart, in der WARWICK DAVIS als garstiger irischer Kobold habgierigen Zeitgenossen die Leviten las. Trotz AFTER DARK FILM Produktionsteam muss man jedoch sagen, dass RED CLOVER zwar bedeutend besser ist, als das was SYFY sonst so alles selbst hervorbringt; im Vergleich zum kürzlich besprochenen DARK CIRCLES, der ebenso aus der AFTER DARK-Mache stammt, liegen jedoch Welten zwischen diesen Filmen. Das mag vor allem an der relativ unhomogenen Handlung liegen. Die ist zwar vorhanden, aber derart hektisch und lieblos zusammengekleistert, dass nur selten wirkliche Gruselstimmung oder gar Spannung entstehen will. Zwar gibt es hin und wieder einige stimmige Momente, dennoch läuft in RED CLOVER mal wieder alles nach der bekannten Genre-Rezeptur ab: Töten und getötet werden. Der erweckte Leprechaun ist permanent damit beschäftigt, Gold zu fressen oder die Bewohner des Ortes in Stücke zu reißen. Sein Vorgehen läuft immer und viel zu oft nach gleichem Schema ab, so dass der nette Splatter-Gimmick schnell in Langeweile verpufft und sich der märchenhafte Charme der irischen Folklore in Luft auflöst. Immerhin hat man sich beim Creature-Design viel Mühe gegeben. Der irische Kobold hat nichts im Geringsten mit dem Antagonisten der beliebten LEPRECHAUN-Reihe gemein. Statt einem giftigen Waldzwerg bekommen wir hier ein tierähnliches Monstrum vor die Linse, das glatt aus der Welt von PANS LABYRINTH (2006) entsprungen sein könnte. Statt Wünsche zu erfüllen, bringt die bedrohliche Kreatur den Tod, wobei man lobenswert erwähnen sollte, dass man hier auf ein wirklich gutes Kostüm zurückgegriffen hat und keine vorgefertigten Pixel aus dem Computer zum Einsatz kommen mussten, um den Leprechaun zum Leben zu erwecken.
 
Wie es mal wieder im Horrorfilm üblich ist, müssen viele Menschen auf möglichst ruppige Art und Weise sterben. Nachdem Heldin Karen (COURTNEY HALVERSON) ein geheimnisvolles rotes Kleeblatt aus dem Waldboden gerupft hat, erwacht auch gleich ein zorniges Fabelwesen aus seinem Schönheitsschlaf und beginnt eine amerikanische Kleinstadt zu attackieren. Trotz vieler Leichen tappt die Polizei wie üblich ewig im Dunkeln und der leidgeplagten Karen will mal wieder niemand Glauben schenken, obwohl ihr seit der Begegnung im Wald ein bösartiges Wundmal in Kleeblattform auf der Hand wuchert. Vier mystische Hufeisen sollen den Kobold in die Schranken weisen und den Fluch aufheben, mit dem die selbstbewusste Karen belegt wurde. Doch die müssen erst einmal gefunden werden. Zusammen mit Großvater Pop O’Hara (WILLIAM DEVANE) und dem heimlichen Verehrer Dax (DAVE DAVIS) macht sich die Tochter des örtlichen Sheriffs (BILLY ZANE) an die Arbeit, die Relikte zu finden und dem blutigen Treiben ein Ende zu setzen. Apropos blutig: Lebenssaft fließt in RED CLOVER zur Freude der Gorefraktion doch großzügig. Das Spezialeffekte-Team hat beim Ekel-Make-up auf Handgemachtes zurückgegriffen, was durchaus seine Vorteile besitzt. Da spritzt grotesk viel Blut an Wände und Körper werden entweder zerschlissen oder zerfetzt. Ganz zur Freude der Monstertrash-Fans, die sich bei derart übertriebenem Einsatz an Kunstblut und Schweinedärmen an die guten alten Splatterzeiten der 80er Jahre zurückerinnert fühlen dürften. Trotzdem, RED CLOVER ist nichts Halbes aber auch nichts Ganzes. Blut und Gewalt allein machen nämlich noch keinen guten Horrorfilm aus. Irgendwie haben die Macher ganz vergessen, aus den Legenden des Leprechauns etwas Gescheites zu machen, obwohl genug Potenzial vorhanden gewesen wäre. Statt stimmigen und düsterem Horror-Märchen mit vielen Grusel- und Schockmomenten, blitzt in RED CLOVER viel zu oft das typische SYFY-Niveau durch, dass eigentlich stets dumme und gehaltlose 08/15-Unterhaltung verspricht. Es wird gemetzelt, geschrieen und gerannt – das war´s. Das hat man alles bis zum Erbrechen auf der Mattscheibe gehabt, so dass RED CLOVER einfach nur ein beliebiger Monsterklamauk ist, der sich zwar nicht immer ganz so ernst nimmt, aber sein Dasein ganz schnell in den hinteren Regalen der Videotheken fristen wird. Im Fall von RED CLOVER ist wieder offensichtlich, dass manche Filme einfach nur fürs TV gemacht sind und auch nur dort laufen sollten, denn wer dafür Geld bezahlt, ist selber schuld!
 
 
 


 
 
 

RED CLOVER – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Blutiger Horrorspass für Liebhaber rasanter Monster-Märchen. RED CLOVER ist Fast-Food-Horror für den kleinen Hunger zwischendurch, der zwar kurzfristig das Hungergefühl stillt, aber schon nach wenigen Stunden erneutes Magenknurren verursacht. Auch wenn AFTER DARK ORIGINAL auf dem Cover steht, entpuppt sich der Fabelwesen-Grusler als typischer SYFY-Murks, der sich zwar nicht immer ganz so ernst nimmt aber außer etwas Gewalt nichts weiter Gehaltvolles zu bieten hat. Wer schnell heruntergekurbelten Trash mag, darf gern zugreifen. Filmfans, die spannend unterhalten werden möchten, schauen leider doof aus der Wäsche.
 
 
 


 
 
 

RED CLOVER – Zensur

 
 
 
RED CLOVER ist ein TV-Film und das merkt man auch bei den Gewalteffekten. Die sind zwar zahlreich, aber nicht sonderlich grausam, so dass RED CLOVER hierzulande bedenkenlos ab 16 Jahren auf Heimkinomedium erscheinen wird.
 
 
 
 


 
 
 

RED CLOVER – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
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Filmreview: “The Haunting of Helena” (2012)

THE HAUNTING OF HELENA
 
 
 

THE HAUNTING OF HELENA

Story

 
 
 
Die alleinerziehende Mutter Sophia (Harriet MacMasters-Green) bezieht mit ihrer kleinen Tochter Helena eine kleine, neue Wohnung. Anfänglich voller Lebensmut, den Start in ein neues Leben gewagt zu haben, verblasst die Euphorie umgehend, als die kleine Helena den ersten Milchzahn verliert und fortan seltsames Gestammel von sich gibt. Eine Zahnfee soll ihr angeblich des nachts erscheinen, die sich den Tag über in ihrem neuen Kleiderschrank versteckt und am Abend aus ihrem Versteck kriecht, um die verschüchterte Helena dazu aufzufordern ihr mehr Zähne zu bringen. Nachdem sich das Verhalten des Kindes maßgeblich verändert, beginnt die besorgte Mutter Nachforschungen anzustellen und stößt hierbei auf ein makabres Geheimnis.
 
 
 


 
 
 

THE HAUNTING OF HELENA – Kritik

 
 
 
Wirklich subtile und angsteinflößende Grusler sind in der aktuellen Horrorfilmlandschaft wahrlich selten geworden. Viel zu oft wird das mollige Schauerfeeling durch obligatorische Schlachterplatten ersetzt, um dem Begriff “Horror” auch im Jahr 2013 vollends gerecht werden zu können. Umso mehr erfreut es alteingesessene Filmhasen wie mir, wenn im Fahrtwasser penetrant nerviger Zombie-, Found Footage- und Foltergurken auch hin und wieder kleine Filmwerke das Licht der Welt erblicken, die sich souverän gegen die Masse an beliebig austauschbaren Horror-Nonsens behaupten und dem Filmfreund den klassischen, blutarmen Horrorfilm erneut schmackhaft machen wollen. Hat sich Spanien in den vergangenen Jahren als kleiner Geheimtipp in Sachen subtilen Gruselns entwickelt, so versuchen nun auch die Italiener auf diesen lukrativen Zug aufzuspringen und präsentieren uns mit dem vorliegenden THE HAUNTING OF HELENA ihre ganz eigene Version der Geschichte von der bösen Zahnfee. Weniger ist manchmal mehr lautet hier die Devise und so beginnt der Film fernab jeglichen Gekröses mit einigen wirklich düster-melancholischen Kamerafahrten und durchaus ansprechend-superben Bildern, die das Gruselfeeling wunderbar altmodisch zu steigern wissen. Zentrum des ultimativen Bösen ist diesmal ein seltsamer Kleiderschrank, der ein durchaus böses Geheimnis birgt.Nachdem das groteske Möbelstück das Zimmer der kleinen Helena ziert, beginnt fortan auch der zunehmend geistige Zerfall der kleinen Hauptdarstellerin einzutreten, deren plausible Erklärungsversuche wie so oft in derart Filmen kaum Beachtung geschenkt werden. Dennoch fühlt sich auch Mutter Sophia von reichlich Unbehagen bedroht und beginnt den skurrilen Aktionen der Tochter nachzuforschen.
 
Der große Pluspunkt von THE HAUNTING OF HELENA ist dabei in der wirklich unglaublich düsteren, fast schon märchenhaft-anmutenden Atmosphäre zu suchen. Der vornehmlich kindlich anmutende Kleiderschrank, wirkt in den faden, dreckigen und farblosen Bildern gespenstig bedrohlich und die Geschichte um das antike Möbelstück bleibt konsequent spannend – zumindest bis zur Hälfte des Films. Denn trotz aller positiven Ansätze, die dieser italienische Genre-Beitrag in sich birgt, schaffen es die beiden Regie-Newcomer CHRISTIAN BISCEGLIA und ASCANIO MALGARINI nicht, das hohe Niveau ihrer wirklich stimmigen Geschichte bis zum Ende zu halten. Ab Filmmitte wird die Geschichte kurzum in ein skurriles verlagert, wo sich die kleine Heldin mit allerlei seltsamen Erscheinungen umherplagen muss. Hierbei rückt nun das Schicksal der Mutter in den Vordergrund, die versucht, dass Rätsel rund um die Herkunft des Kleiderschrankes zu lösen. Die sterile Krankenhaus-Atmosphäre will hierbei irgendwie nicht so recht zum Grundtenor der eigentlichen Geschichte passen. Vielmehr wirkt der schroffe Schauplatzwechsel auf Zwang konstruiert, um auf Krampf eine Brücke zur Herkunft des Möbelstücks schaffen zu können. Auch wenn sich das muntere Treiben gegen Ende in einer reichlichen Achterbahn des Schreckens entlädt und mit unzähligen “Buh“-Effekten aufwartet, so mag man als Filmfreund irgendwie nicht das Gefühl loswerden wollen, dass die beiden Filmregisseure CHRISTIAN BISCEGLIA und ASCANIO MALGARINI reichlich Potenzial verschenkt haben. Zugunsten eine kommerziellen, massentauglichen Inszenierung erspinnen sie ein arg hanebüchenes Ende, dass in derart Form an die unendlich vielen Horrorfilme aus Hollywood erinnert. Schade eigentlich, denn kaum ein aktueller Horrorfilm der letzten Dekaden kann mit ähnlich exzellent altmodischen Raffinessen überzeugen.
 
Subtiler Horror bevorzugt? Dann dürfte der kommende Grusler Fairytale (so der ursprüngliche Titel des Film) genau die richtige Wahl für einen verregneten Sonntagabend sein. Statt eimerweise Eingeweide und unmenschliches Folter-Gewerkle zählen hier Stimmung, Optik und die Geschichte. Umso mehr dürfte THE HAUNTING OF HELENA für Freunde etwas härterer Filmkost reichlich unbeholfen daherkommen. Denn die Erzählstil der Geschichte vollzieht sich sehr gemacht, ruhig und stimmig durch die gesamte Szenarie. Hin und wieder werden einige nette Gruseleffekte in die Handlung gestreut, die ihre bedrohliche Wirkung zu keiner Minute verfehlen. Auch wenn der Beitrag ab Filmmitte in reichlich haarsträubende Sphären abdriftet und der wohldosierte Gruselfaktor aufgrund konstruiert wirkender Detektivarbeit flöten geht, so kann man nicht behaupten, dass THE HAUNTING OF HELENA ein schlechter Film ist. Das geschickte Spiel von Licht und Schatten, sowie der debile, märchenhafte Grundton der Erzählung erinnert in seiner Darstellung arg an kommerzielle Horrorfilme aus Amerika. Und so verwundert es ein wenig, dass THE HAUNTING OF HELENA oftmals ein wenig zu sehr nach DER FLUCH VON DARKNESS FALLS (2003) oder POSSESSION (2012) ausschaut, denn das uninspirierte Kopieren bekannter Filmformeln hätte dieser Debütwerk vermutlich rein gar nicht nötig gehabt. Trotzdem, für ein Erstlingswerk haben die beiden Regisseur-Neulinge CHRISTIAN BISCEGLIA und ASCANIO MALGARINI erstaunliche Arbeit geleistet. Der Film ist trotz seine oftmals unweigerlichen Vorhersehbarkeit spannender als das übliche Horroreinerlei, welches aktuell den hiesigen Heimkinomarkt überschwemmt. Zudem darf der Horrorfilmfreund eine der besten Szenen ever in der Geschichte des Phantastischen Films genießen:
 
Mutter Sarah ist einen Moment unachtsam im Straßenverkehr, gerät von der Fahrbahn ab und brettert mit dem Fahrzeug vom Rand einer Brücke hinein in die Fluten eines reißenden Flusses. Die virtuose Kameraarbeit dieser Szene, welche sich in Zeitraffermethode entlädt, ist derart genial, außergewöhnlich und atemberaubend, dass man allein nur dieser Szene wegen THE HAUNTING OF HELENA gesehen haben sollte. Beachtlich!
 
 
 


 
 
 

THE HAUNTING OF HELENA – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein Vertreter der alten Schule – Kleines stimmiges und atmosphärisches Gruselmärchen, das für einige wohldosierte Schauer sorgen dürfte.
 
 
 


 
 
 

THE HAUNTING OF HELENA – Zensur

 
 
 
Hier zählen vorwiegend die leisen Töne, von daher geht es hier eher blutfrei zugange. Eine ungeschnittene Filmversion dürfte die FSK16-Kennzeichnung zieren.
 
 
 


 
 
 

THE HAUNTING OF HELENA – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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