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Filmreview: “Open Grave” (2013)

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OPEN GRAVE

Story

 
 
 
Eine kleine Gruppe Menschen findet sich in einem abgelegenen Häuschen mitten im Wald wieder. Keiner kann sich daran erinnern, wie er da hingekommen ist. Um die Erinnerungslücken zu schließen wird die Umgebung erkundet. Doch so ungefährlich wie vermutet, ist dieser Ort nicht. Nach den ersten grausigen Entdeckungen dämmert den Anwesenden schnell, dass sie es hier mit einer absolut tödlichen Bedrohung zu tun haben …
 
 
 


 
 
 

OPEN GRAVE – Kritik

 
 
 
Solche Filme sind immer die Besten. Filme, die relativ abstrus beginnen, mehr Fragen als Antworten aufwerfen und dann doch irgendwie plausibel enden. In OPEN GRAVE erwacht ein ahnungsloser Fremder in einer Grube übel zugerichteter Leichen. Er krabbelt hinaus, sieht in der Ferne ein Haus und trifft dort auf Andere, die sich ebenso wie er an nichts erinnern können. Im Wohnzimmer findet man eine stattliche Anzahl verschiedensprachiger Medizinbücher, deren Sprachen kurioserweise nur einer der Gruppe beherrscht und im Schuppen hinterm Haus trifft man auf eine eingesperrte, scheinbar verwilderte Frau, deren Handeln mittels Überwachungskameras beobachtet wird. Bei den ersten Erkundungstouren durch den angrenzenden Wald treffen die Unwissenden immer wieder auf menschenähnliche Kreaturen. Und in einer verlassenen Lagerhalle macht man Bekanntschaft mit einem kleinen Jungen, der aber auf die Fremden gar nicht gut zu sprechen ist.
 
OPEN GRAVE spielt mit der Neugier des Zuschauers. Der ist anfänglich genauso verwirrt wie seine Protagonisten, denn die erfahren des Rätsels Lösung nur in kleinen Häppchen. Durch zahlreiche, erst am Ende einen wirklichen Sinn ergebende Flashbacks werden Erinnerungslücken geschlossen. Bis dahin kämpfen sich die Helden orientierungslos durch ein dunkles Waldgelände und stoßen immer wieder auf furienhafte Menschen, die sich alles andere als normal benehmen. Natürlich ist auch OPEN GRAVE irgendwo im Zombie-Genre verwurzelt. Dennoch betrachtet Regisseur GONZALO LÓPEZ-GALLEGO die Thematik aus einer ganz anderen Perspektive. Menschenfleisch gefressen wird in OPEN GRAVE keineswegs und auch sonst schert sich der Streifen keinen Deut darum, sich mit überflüssigem Abschlachten zu beschäftigen. Im Mittelpunkt stehen die desorientierten Protagonisten, die sich anfänglich vollkommen fremd zu sein scheinen und später in Erfahrung bringen, dass sie sich vertrauter sind als gedacht. Schnitzeljagd heißt in OPEN GRAVE das Zauberwort. Immer wieder finden die Anwesenden Puzzleteile, die zu einem Ganzen führen. Dort ein Foto, da Aufzeichnungen eines Camcorders – Regisseur GONZALO LÓPEZ-GALLEGO weiß wie man spannende Mysterythriller dreht. Bereits 2011 kam sein APOLLO 18 in die Kinos. Der Weltall-Spuk entpuppt sich zwar als überflüssiger Found Footage-Mist, konnte aber durch beklemmende Atmosphäre und wirklich gelungene Schreckmomente überzeugen. Die gibt es natürlich auch in OPEN GRAVE, wenn auch nicht so plakativ wie im Wackelcam-Ausflug vor einigen Jahren. Hier wird vordergründig auf Mystery hinausgearbeitet, der durch die Bank undurchsichtig und sogar richtig spannend bleibt. Zu verdanken sei dies den guten Darstellern (u.a. ROTHENBURG-Darsteller THOMAS KRETSCHMANN mit seinem haarsträubend deutschen Englisch), der guten Kameraarbeit, die für einen unabhängigen Low-Budget-Film als durchweg hochwertig zu bezeichnen ist und dem raffiniert ausgetüftelten Drehbuch der Brüder CHRIS und EDDI BOREY, das niemals zu viel verrät.
 
OPEN GRAVE bringt frischen Wind in das längst angestaubte Zombie-Genre. Es müssen nicht immer verwesende Kreaturen sein, die damit beschäftigt sind das Fleisch ihrer noch lebenden Zeitgenossen zu verspeisen. Manchmal ist weniger mehr und manchmal ist es auch besser, wenn man die typischen Zombie-Klischees einfach mal über Bord wirft. Der Spanier LÓPEZ-GALLEGO hat das versucht und mit OPEN GRAVE einen richtig guten Gruseltrip gemacht, der hoffentlich kommende Filmemacher dazu inspiriert, ebenso sehenswerte Filme zu drehen. Wer es spannend braucht und frische Ideen sucht, ist mit OPEN GRAVE gut beraten. Wir meinen: Horror-Pflichtprogramm!
 
 
 


 
 
 

OPEN GRAVE – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Ja, es gibt sie noch: packende Horrorfilme, die rund 100 Minuten zu fesseln wissen. OPEN GRAVE darf als einer der spannendsten Genrestreifen der letzten Zeit betitelt werden. Wer das nicht glaubt, sollte sich eines Besseren belehren lassen und einen Blick riskieren. Wir sind uns sicher, dass Skeptiker überrascht sein werden, wie schnell der Abspann über den Bildschirm flimmert. Ein klasse Horrorfilm, auch wenn OPEN GRAVE mehr Mystery und Drama ist, als knüppelharter Horror. Bitte mehr davon!
 
 
 


 
 
 

OPEN GRAVE – Zensur

 
 
 
OPEN GRAVE ist eher Mystery als harter Horror. Auch wenn sich die Grausamkeiten in Grenzen halten, ist die Bildsprache in OPEN GRAVE recht düster. Wir sehen Berge von Leichen und Kreaturen, die sich selbst verstümmeln. Das Meiste passiert im Off oder wird nur angedeutet. Demnach wurde OPEN GRAVE bereits für Jugendliche freigegeben: FSK16 – ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

OPEN GRAVE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) UNIVERSUM FILM

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Open Grave; USA 2013

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.35:1 – @24 Hz (1080p)

Laufzeit: ca. 102 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Featurettes, Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 26.09.2014

 

Open Grave [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

OPEN GRAVE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Memento (2000)
 
Unknown Identity (2011)
 
Wrecked (2010)
 


Filmreview: “Coffin Baby” (2013)

Coffin Baby (2013)
 
 
 

Coffin Baby

Story

 
 
 
Ein Killer geht um in Hollywood. Als eine Frau brutal ermordet in ihrem Apartment vorgefunden wird, beginnt ihre Schwester Samantha (Chauntal Lewis) bei den zuständigen Ermittlungen zu helfen. Dumm nur, dass sie alsbald selbst ins Visier des Killers gerät, kurz darauf entführt und in die Behausung des Psychopathen verschleppt wird. In eine Zelle eingepfercht, muss sie fortan dem unbarmherzigen Treiben der vermummten Gestalt beiwohnen, die darin Erfüllung findet, ahnungslose Bürger in das kuschelige Heim zu entführen, wo diese dann vor den Augen der verängstigten Frau kaltblütig gefoltert, zersägt und gekocht werden …
 
 
 


 
 
 

Coffin Baby – Kritik

 
 
 
Wir erinnern uns: als Hollywood vor über einem Jahrzehnt verhäuft damit begann, einschlägige Horror-Klassiker gewinnträchtig zu recyceln, spendierte Kult-Regisseur TOBE HOOPER (TEXAS CHAINSAW MASSACRE) auch dem Slasher-Klassiker THE TOOLBOX MURDERS eine vielversprechende Frischzellenkur. Nach Jahren vornehmlich erfolgloser Low-Budget-Produktionen erntete HOOPER mit seiner Neuauflage endlich wieder die Aufmerksamkeit, die ihm bereits in den 70/80ern zuteil wurde. Mit seinem souverän abgedrehten TOOLBOX MURDERS Remake gelang es ihm spielend, die Gunst der Genre-Fans wiederzugewinnen und mit seinem Reboot des 70er-Jahre Horrorschockers endlich wieder an die frühen Erfolge seiner Karriere anzuknüpfen.
 
Zehn Jahre sind seither ins Land gegangen; Zeit, den maskierten Killer ein weiteres Mal zur Tat schreiten zu lassen. Etwas mysteriös scheint die Realisierung des Projektes vorangegangen zu sein. Anfänglich noch TOOLBOX MURDERS 2 betitelt, trägt der Film nun den weniger bedeutsamen Titel COFFIN BABY. Als Filmfreund ahnt man bei derart rigoroser Umbenennung nichts wirklich Gutes und in der Tat, das Sequel entpuppt sich als absolute Vollkatastrophe, die es tatsächlich nicht einmal ansatzweise verdient, einen derart bekannten Titel tragen zu dürfen. Autor und Regisseur DEAN JONES hat mit der Quasi-Fortsetzung einen vollkommen wirren Film geschaffen, der zwar nach wie vor den bekannten Killer zum Thema, aber mit der eigentlichen Vorlage rein gar nichts mehr gemein hat.
 
JONES, bekannt geworden durch seine Make-up und Spezialeffekt-Künste in einschlägigen Genre-Produktionen (ebenso im Remake zu THE TOOLBOX MURDERS), präsentiert nun mit COFFIN BABY sein eigentliches Regie-Debüt, wobei die schwierige Entstehungsgeschichte des Werks leider zu offensichtlich ins Gewicht fällt und den Film dadurch einfach nur noch verworren erscheinen lässt. Viel zu oft kann sich der Zuschauer des Gefühls nicht erwehren, mehrere Autoren hätten abwechselnd versucht, des Drehbuchs Herr zu werden. Die Geschichte um den sagenumwobenen Hollywood-Killer wirkt unlogisch, unausgegoren und unstrukturiert. Die vielen Ideen der Drehbuchautoren durchzieht kein roter Faden, so dass JONES verzweifelt darum bemüht ist, die ohnehin nicht vorhandene Geschichte in einer losen Aneinanderreihung möglichst ekelhafter Goreszenarien zu ersäufen. Hierbei fließen derart viele Elemente aktuell so beliebter Horrorware in den Plot von COFFIN BABY, dass man nicht leugnen kann, bereits nach nur wenigen Minuten die Übersicht über die Geschehnisse verloren zu haben. Ob Slasher-, Folter oder Kannibalismus-Szenen; der moralisch fragwürdige Kontext des gesamten Szenarios dürfte auch hierzulande Grund genug sein, dem Film keine Freigabe zu erteilen.
 
Immerhin, und das muss man dem Film dennoch positiv anrechnen, schafft er es mit Leichtigkeit, die Gorehounds unter den Filmfreunden zufriedenzustellen. Hier werden menschliche Körper wie am Fließband zersägt, zerhackt und filetiert und ein wahrliche bluttriefendes Spezialeffekt-Feuerwerk abgebrannt, wie man es vermutlich schon lange nicht mehr in einem Horrorfilm erleben durfte. Sinn ergibt das natürlich alles rein gar nicht, wobei im Falle COFFIN BABY auch nicht wirklich ersichtlich ist, ob es sich denn hier nun um einen ernsthaften Horrorfilm oder eher eine rabenschwarze Komödie handeln soll. Gerade Opfer SAMANTHA durchlebt im Verlauf der Handlung nicht nur ihr ganz persönliches Martyrium; sie versucht auch ihren wirren Geisteszustand mit den dämlichsten Interaktionen zu unterstreichen. So wohnt sie nicht nur dem widerwärtigen Treiben des Killers mit Tüten von Popcorn bei; sie beginnt auch die unmöglichsten Dinge mit den Bergen von Leichenteilen in ihrer Zelle zu veranstalten. Manche dieser Szenen wirken derart überspitzt, das man meinen könnte, mit COFFIN BABY eine vollkommen überzogene Persiflage bekannter Folter-Schocker serviert zu bekommen. Trotzdem, bis auf die Unmengen an Ekelszenen besitzt COFFIN BABY keinen erkennbaren Mehrwert. Die Handlung bietet nichts, was man nicht schon unzählige Male in anderen Folterstreifen zu Genüge gesehen hätte. Das Motiv des Killers ist kaum zu erkennen, ganz geschweige das es plausibel nachwirken will. Die Entwicklung einer Art Stockholm-Syndrom beim Opfer wirkt lächerlich und der unbeholfene Geister-Subplot vollkommen fehl am Platz. Da kann man nur hoffen, dass Regieneuling DEAN JONES demnächst zu alter Größe zurückfindet und sich lieber wieder als kreativer Spezial-Effekte-Macher verdingt, statt auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen.
 
 
 
Bei COFFIN BABY handelt es sich um ein ganz schön übles Stück Zelluloid, das da demnächst deutsche Zuschauer beglücken möchte. In welcher Form dieser Film dabei über die heimischen Mattscheiben flimmern wird, dürfte vermutlich gänzlich außer Frage stehen. COFFIN BABY ist eines dieser Werke, das in ungeschnittener Form nie und nimmer seinen Weg nach Deutschland finden wird, wobei an dieser Stelle noch einmal die “harte” Arbeit der hiesige FSK erwähnt werden sollte, die den Fan regelmäßig vor allzu zeigefreudiger Splatterkunst bewahrt und wahrlich dummen Filmen wie COFFIN BABY die Freigabe verweigert. Lobenswert, denn im Falle von COFFIN BABY könnte die Arbeit der deutschen Zensurbehörde nach all der langen Zeit endlich einmal Sinn ergeben. Dieser Film ist eine wahrhafte Lachnummer und ergeht sich augenscheinlich nur im Abhandeln möglichst widerwärtiger Ekelexzesse und unmenschlicher Grausamkeiten, ohne dabei überhaupt eine gehaltvolle Geschichte zu erzählen. Immerhin dürfte COFFIN BABY als ansprechendes Bewerbungsvideo eines ambitionierten F/X-Künstler dienen, der mit Hilfe offensichtlich realistisch wirkender Gräueltaten versucht, die Karriereleiter ein klein wenig nach oben zu klettern. Dieser Versuch ist leider trotzdem gescheitert, da die Fortsetzung des TOOLBOX MURDERS Remakes leider vollkommen ungenießbar ist. Hier gilt einmal mehr die Devise: literweise Blut und Ekeleffekte machen noch lange keinen guten Horrorfilm. Außer dem möglichst graphischen Abschlachten hilfloser Menschen besitzt der Film leider keinen prägnanten Inhalt. Schade, dass ein so kultiges Franchise, wie das des TOOLBOX MURDERS, mit so einer unterbelichteten Fortsetzung derart in den Schmutz gezogen wird.
 
 
 


 
 
 

Coffin Baby – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
COFFIN BABY überzeugt mit einem Body Count, der selbst im Genre seinesgleichen suchen dürfte. Das war’s dann leider aber auch schon! Ganz miese Fortsetzung!
 
 
 


 
 
 

Coffin Baby – Zensur

 
 
 
Der Film zelebriert regelrecht alle denkbar möglichen Gewaltexzesse. Da wird einem Opfer bei lebendigen Leib Fleischfetzen vom Körper gerissen und genüßlich verspeisst, es werden Augäpfel zerschlitzt und Menschen gefoltert. Derart zeigefreudig, dass COFFIN BABY in Deutschland nur stark zensiert erschienen ist. Der Film musste für eine FSK-Freigabe einige Minuten Federn lassen.
 
 
 


 
 
 

Coffin Baby – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Coffin Baby; USA 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch+Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 16:9, 1.78:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer bei Disc-Start: The Tortured, War of the Dead, Trailer, Bildergalerie,

 
 
 
Dass COFFIN BABY dem hiesigen Label KSM nicht so wirklich wichtig erschien, macht sich vor allem bei der Blu-ray-Umsetzung bemerkbar. Nicht nur, dass der Film ausschließlich geschnitten in den Handel kommt; dass Label scheint auch kein großes Interesse daran gehabt zu haben, deutschen Zuschauern mit ungeschnittenem Filmmaterial zu beschenken. Neben einer zerschnippelten FSK-Fassung hat KSM nicht einmal den Versuch gewagt für diesen Film eine SPIO-Kennzeichnung zu erkämpfen. Auch die Aufbereitung der Blu-ray ist durchweg lieblos. Ein wirklich hässlich animiertes Hauptmenü in Epilepsie-verursachenden Rottönen bietet die Wahl zwischen Hauptfilm, dem Trailer und einer Bildergalerie. Das war es dann aber auch schon. Die dürftigen Produktionsbedingungen von COFFIN BABY scheinen auch die Ursache dafür gewesen zu sein, dass der Filmfreund hier keine technischen Referenzen zu erwarten hat. Das Bild ist solide, bietet hin und wieder scharfe Momente, könnte jedoch besser sein. Ton reißt auch nicht vom Hocker, reicht aber für einen derart Film wie COFFIN BABY vollkommen aus. Den Abschluss machen fünf Trailer weiterer Film von KSM und das Wendecover, das es dem Käufer ermöglicht, sich die Scheibe ohne FSK-Logo in den Schrank zu stellen. Wer die ungeschnittene Fassung sein Eigen nennen möchte, schaut vorerst dumm aus der Wäsche – vermutlich wird da früher oder später etwas über das deutschsprachige Ausland kommen.
 
 

Coffin Baby – The Toolbox Killer is Back [Blu-ray] geschnitten bei AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

Coffin Baby – Trailer

 
 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Chromeskull – Laid to Rest 2 (2011)


Filmreview: “The Collection” (2012)

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The Collection

Story

 
 
 
Elena (Emma Fitzpatrick) erlebt die Party ihres Leben: zusammen mit einigen Freunden schleicht sie sich auf eine angesagte Underground-Party und somit dem perfiden Killer namens “Collector” genau in die Arme. Der hat die Lokalität mit allerlei Fallen gespickt und dezimiert die gesamten (!) Party-Gäste innerhalb von nur wenigen Minuten auf recht krude Art und Weise. Die verwirrte Elena wird als “Spieleinsatz” in einen Koffer gequetscht und in ein leerstehendes Hotel verschleppt. Doch ihr wohlhabender Vater scheint gänzlich in großer Sorge zu sein und um das Wohlergehen der vermissten Elena besorgt. Schnell engagiert er einige Söldner, die sich zusammen mit einem ehemaligen Opfer des Killers (Josh Stewart), auf den Weg machen, die junge Frau zu finden. Kaum das leerstehende Hotel ausfindig gemacht, sehen sich die Retter mit einem Killer konfrontiert, der für jede noch so unerwartete Überraschung siegessicher gewappnet zu sein scheint …
 
 
 


 
 
 

The Collection – Kritik

 
 
 
Es ist immer wieder überraschend, welch steile Karriere so manch raffinierter Filmschreiberling in Hollywood einschlägt. Kaum hat man dort einige Drehbücher kommerziell erfolgreicher Horrorschnellschuss-Ware zu Papier gebracht, darf man flink davon ausgehen, dass jener Drehbuchautor sich selbst als kreativer Filmemacher auf dem Regiestuhl feiert. So auch im Falle von „Marcus Dunstan“, der sich in der Horrorfilmwelt als Drehbuchschreiber für die “Feast“-Trilogie und “Saw 5-7” einen anerkannten Namen gemacht hat. So wirklich zufrieden schien er jedoch mit seiner unscheinbaren Rolle im Hintergrund nicht gewesen zu sein, sodass er sich mit seiner ersten, eigenen Regiearbeit namens “The Collector” selbst einen langjährigen Traum erfüllte und dabei sogar noch großes Lob seitens der Horrorfilmbase erntete. Dass bei derart schweißtreibend und geschickt zusammengeflickter Thriller-Kost eine Fortsetzung nicht lang auf sich warten lies, liegt auf der Hand. Und so startete nun vor einigen Wochen der direkte Nachfolger des recht frischen Franchise in den amerikanische Lichtspielhäusern, wobei eine deutsche Veröffentlichung immer noch auf sich warten lässt.
 
Natürlich bürgt sich nun für Fans des Originals direkt die obligatorische Frage auf, ob das Niveau der packenden Killer-Hatz auch konsequent in der Fortsetzung gehalten werden kann. Nun, sagen wir so – “The Collection” besitzt all das, was man von einer würdigen Fortsetzung erwarten würde: mehr bösartige Fallen, mehr Opfer und mehr blutgeiles Gekröse. Das war´s dann aber auch leider schon. Regisseur “Marcus Dunstan” vergisst in seiner gänzlichen Euphorie und detailgetreuen Zeigefreudigkeit obligatorischer Gewaltexzesse hinfällige Fragen zu beantworten und spielt im Grunde genommen erneut die gleiche Geschichte, nach gleichem Schema, nur im größeren Maßstab ab. Schauplatz des frivolen Treibens ist diesmal ein leerstehendes Hotel, in welches er hunderte tote Körper aufbewahrt und zudem einige potenzielle Kandidaten verschleppt, die um ihr Über- und Ableben kämpfen müssen. Über Sinn und Unsinn des gesamten Treibens lässt sich wahrlich streiten, denn so wirklich erfrischend klaustrophobisch und so kongenial fies wie sein “The Collector” kommt der aktuelle Aufguss leider nicht daher. Vielmehr verläuft sich das Sequel in einer wahrhaftigen Splatter-Tour-de-Farce, die mit allerhand optischen Gemeinheiten aufwartet. Auch wenn die Geschehnisse auf der Kinoleinwand einen gewissen Kurzweil versprühen, so muss der Filmfreund nach Sichtung des Films bitter realisieren, dass “The Collection” doch irgendwie enttäuscht und eigentlich vollkommen überflüssig ist. Die Identität des Killers bleibt weitestgehend ungeklärt und seine Intentionen verlaufen merklich im Sande. Auch wenn in “The Collector” und “The Collection” reichlich mit dem “Was” und “Wie” gepockert wird, so zwängt sich im Verlauf der Sichtung ein hilfloses “Wer ist dieser Killer” und “Warum mach er das” auf. Immerhin lässt das obligatorisch offene Ende darauf schließen, dass der kommende dritte Teil der Reihe die diversen unbeantworteten Fragen klären wird, zumal sich der Killer am Ende mit dem Opfer konfrontiert sieht und selbiges auf schonungslose Rache sinnt. Die Täter/Opfer-Rolle wird zugunsten eines perfiden Racheakts ausgetauscht, sodass der Filmfreund einen vermutlich weiteren blutigen Vertreter seiner Gattung erwarten dürfte.
 
The Collection” ist mitnichten ein schlechter Vertreter seiner Gattung, wenn man denn nur seinen Vorgänger ausblendet, denn die Fortsetzung ist, bis auf kleine Nebenstränge, eine etwas ideenlose Kopie des Originalfilms. Regisseur Marcus Dunstan füllt sein recht kurzes Sequel mit allerlei derben Gore-Effekten und spickt es mit einigen sehr schmerzhaften Gemeinheiten, die vor allem zarte Gemüter gehörige Albträume bescheren dürften. Überhaupt treibt es der “Collector” überaus blutig, sodass das Splatterherz vor Freunde im Kreis tanzen dürfte. Leider erfährt die Geschichte des öfteren einige markerschütternde Schnitzer in der Logik, die sehr an Glaubwürdigkeit missen lassen. Zum einen skizziert “Dunstan” seinen skrupellosen und unkaputtbaren Killer als wahrhaftigen Glückspilz. Er schiesst, schlitzt und legt frivol gemeine Fallen, ohne selbst je Schaden zu nehmen. Im Nahkampf erweist sich der zähe Bursche als relativ geschickt und überhaupt scheint der “Sammler” mit einer beachtenswerten Vorahnung gesegnet zu sein, welche ihm sogar oftmals überraschend das Leben retten dürfte.
 
Dass solide Hotel-Setting lässt jegliche Inspiration missen und ist aufgrund der mangelnd erklärten Beweggründe des Killers halt einfach da. Wie so oft in derart Filmchen schert sich kein Außenstehender oder Polizist einen Deut darum, was sich hinter vermeintlich leerstehenden Mauern abspielt. Anhand der geschätzten 500 Körper, die der „Collector“ im Keller des Hause munter vor sich her verrotten lässt, dürfte ein barrierefreies Atmen im und um das Haus vermutlich rein gar nicht möglich sein, geschweige von den Horden an Insekten, die den Protagonisten aufgrund der im Haus verstreuten Leichenteile eigentlich das Leben zur Hölle machen müssten. Im den Räumlichkeiten selbst flitzen mittels Drogen manipulierte Zombies durch die Gänge und im Foyer darf der geneigte Horrorfilmfreund seltsame, blau beleuchtete Vitrinen bestaunen, in deren Inneren sich seltsame Körper befinden , die der “Collector” aus diversen Leichenteilen eigenhändig zusammengezimmert haben muss. Wie leider viel so oft in “The Collection” drängt sich hier eine vollkommen Ratlosigkeit des Zuschauers auf, der sich nicht nur einmal fragen dürfte, was der titelgebende Killer mit all seinen grotesken Aktion denn letztendlich bezweckt und was der gesamte sinnfreie Spuk denn nun eigentlich soll.
 
Immerhin, Fans eines “Saw” dürften sich im “Collection“-Universum direkt heimisch fühlen. Regisseur und Drehbuchautor „Marcus Dunstan“ scheint von der Kult-Reihe derart beeindruckt gewesen zu sein, sodass er kurzum einige Elemente aus der “Darren Lynn Bousman“-Vorlage vorbildlich zitiert hat. Das beginnt mit befremdlich ausgeleuchteten Settings, wirren Schnitten sowie seltsamen Farbfiltern und endet mit kreativ ausgetüftelten Fallen, die die Unmengen an unwichtigen Protagonisten schön zeigegeil über den Jordan meucheln.
 
Wer seine hohen Erwartungen herabstuft und keine weiteren Überraschungs-Hit erwartet, dürfte wohl möglich 80 kurzweilige Minuten voller blutigen Nonsens erleben – Filmfreunde, die bei “The Collection” einen ebenso raffiniert ausgetüftelten Horror-Thriller erhoffen, werden gnadenlos enttäuscht werden. Von daher: Bier in die Hand, Hirn ausschalten und genießen …
 
 
 


 
 
 

The Collection – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Krudes Splatter-Feuerwerk, das nicht einmal ansatzweise dem Vorgänger die Hand reichen kann
 
 
 


 
 
 

The Collection – Zensur

 
 
 
The Collection” hat es hierzulande nicht durch die FSK geschafft. Demnach musste der hiesige Vertrieb Schnitte für eine “KJ“-Freigabe vornehmen. Dennoch existiert natürlich auch eine ungeschnittene Filmfassung. Diese trägt die “SPIO/JK“-Kennzeichnung. Deshalb: beim Kauf sorgfältig auf den Freigabestempel achten!
 
 
 


 
 
 

The Collection – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Collection; USA 2012

Genre: Thriller, Horror, Splatter

Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 / 16:9 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 82 Min. (uncut)

FSK: Keine Jugendfreigabe (cut) / SPIO/JK (uncut)

Verpackung: Schwarze Amaray (SPIO/JK-Fassung) / Blaue Amaray mit Wendecover (KJ-Fassung)

Extras: Deutscher Trailer (HD 2min), Originaltrailer (HD – 2min), Alternative Szenen (HD – ca. 6min), Make-up und Effekte (HD – ca. 5min), Produktionsdesign (HD – ca. 5min), Spezialeffekte (HD – ca. 6min), Stunts (HD – ca. 4min), Die Vision des Regisseurs (HD – ca. 5min), Audiokommentar mit Regisseur Marcus Dunston und Patrick Melton (keine UT), Trailershow mit 3 Filmen aus dem Portfolio des Vertriebs

 
 
 
Nun ist er endlich da, die deutsche Blu-ray zum Film “The Collector 2“. “Planet Media” hat weder Kosten noch Mühen gescheut, dem Film eine gerechte Veröffentlichung zu spendieren. Uns lag zum Test die ungeschnittene Fassung mit SPIO/JK-Aufdruck vor, die in einer edlen, schwarzen Amaray daherkommt und kein Wendecover besitzt – wozu auch. Die herkömmliche geschnittene Kaufhaus-Fassung trägt das “KJ“-Symbol und wird jedoch über eine Wendecover verfügen. Nach dem Einlegen der Scheibe erwarten den Filmfreund einige Trailer aus dem Hause “Planet Media” danach gehts geradeaus ins Hauptmenü, dass mit einigen Szenen des Films unterlegt wurde. Von hier aus kann der Zuschauer sich neben dem Hauptfilm auch einige Extras zu Gemüte führen. Diese sind durch die Bank weg hochauflösend; wurden aber leider nicht deutsch untertitelt. Gleiches gilt übrigens auch für den Audiokommentar, dem ebenso keine deutsche Untertitelspur spendiert wurde. Wer sich den Film gern im Original anschauen und dabei filmbegleitende Untertitel genießen möchte, darf jedoch aufatmen, denn diese sind immerhin vorhanden. Die Tonabmischung ist über jeden Zweifel erhaben und auch das Bild bleibt stets auf hohem Niveau. Wer den Film in seiner ungeschnittenen Form sein Eigen nennen möchte, sollte sich sputen. Uns würde es nicht wundern, würde die ungeschnittene SPIO-Fassung demnächst indiziert werden.
 
 

The Collection – The Collector 2 [Blu-ray] bei AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

The Collection – Trailer

 
 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
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