Filmreview: “Rosewood Lane” (2011)
Nach dem mysteriösen Tod ihres Vaters zieht es die bekannte Radio-Psychologin und Moderatorin Sonny Blake zurück in bekannte Gefilden.
Da das Elternhaus über ein Jahr leergestanden hat, sie es aber bisher nicht übers Herz brachte es zu verkaufen, entschließt sie sich letztendlich dazu, das vertraute elterliche Heim auf der „Rosewood Lane“ selbst zu beziehen.
Doch kaum eingezogen erhält sie recht aufdringlichen Besuch von einem der örtlichen Zeitungsjungen, der ihr ein Abo der Tageszeitung verkaufen möchte. Doch aufgrund seiner recht direkten und unhöflichen Vorgehensweise weist sie den Jungen zurück und bittet ihn sie in Zukunft nicht mehr zu belästigen.
Ein fataler Fehler, denn der Zeitungsjunge lässt nicht locker und beginnt die jungen Frau zu terrorisieren.
Fast 11 Jahre ist es nun bereits her, das Regisseur und Drehbuchautor mit seinem „Jeepers Creepers“ weltweit Erfolge verbuchen und sich zurück in die Liga nennenswerter Horrorfilmregisseure vorkämpfen konnte.
Kein einfacher Weg den er bis dato zu bestreiten hatte.
Denn während seines Debüthorrorwerkes „Clownhouse“ (1989) vergriff er sich mehrfach sexuell an dem damals 12jährigen Hauptdarsteller des Films (Nathan Forrest Winters) und wurde aufgrund seines Vergehens zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.
Seine Rückkehr in die Welt des Films verlief demnach alles andere als rosig, denn aufgrund einer Hetzkampagne, die 1994 zum Filmstart seinen Films „Powder“ durch Ex-Darsteller Winters ins Leben gerufen wurde, floppt sein Comeback an den Kinokassen gewaltig und sorgte dafür, dass ihm wichtige Filmaufträge ausblieben.
Erst fünft Jahre später gelang es dem Regisseur mit dem Horrorfilm „Jeepers Creepers“ der weltweit ganz große Durchbruch – aufgrund des Überraschungserfolges folgte rasch eine Fortsetzung, die nahtlos an den ersten Teil anschloss.
Mit „Rosewood Lane“ hat es Salva vorerst einmal geschafft wieder von sich hören zu lassen.
Sein aktueller Horrorfilm geht recht traditionelle Wege und setzt mehr auf Suspense und Spannung, als auf schauträchtiges Gematsche mit dem Holzhammer, wie man es wohl vermutlich im Jahre 2012 erwartet hätte.
Das kommt dem Thriller recht gelegen, denn das arg seltsame Verhalten des pubertären Milchreisbubis gestaltet sich als recht kreativ und makaber und hätte mit Sicherheit noch Potenzial für mindestens (!) eine Fortsetzung.
Dabei ist ersichtlich, dass Salva nach wie vor ein Händchen für herrlich abartige Schocks besitzt und das recht „unartige“ Vorgehen des Möchtegerncasanovas mehr als nur einmal zum molligen „Zusammenzucken“ einlädt. Das recht forsche und vor allem unerwartete Auftreten des frechen Zeitungsjungen dürfte alle zartbesaitete Gemüter mit Sicherheit schnell an die Grenze des Herzkollaps transferieren.
Mir zumindest hat die Darstellung des kleinen niedlichen Paperboys, der eigentlich gar nicht so niedlich ist, wie er auf den ersten Blick zu sein scheint, recht gut gemundet.
Schon allein der Tatsache wegen, dass es Salva durch die Bank weg gelingt nicht nur die Protagonisten des Films mit den recht diabolischen Aktionen des Zeitungsjungen zu verwirren, er schafft es auch den Zuschauer auf recht gekonnter Weise zu manipulieren.
Salva hinerlässt keinerlei Anhaltspunkte über die Beweggründe des seltsamen Handelns des Nachwuchspsychopathen, und skizziert seinen Bösewicht derart verschroben und eigenartig, dass der Zuschauer mit der Zeit vermutet, dass der Junge mit dem Teufel im Bunde zu stehen scheint.
Bis zur letzten Filmminute bleibt das Geheimnis des ominösen und smart lächelnden Psychopathen wohlwollend behütet und wird erst in den letzten Filmsekunden gelüftet.
Und eins sei gewiss: die Auflösung ist zwar simpel, aber derart verblüffend, dass dem Filmfan das Grinsen im Halse stecken bleiben dürfte.
Mit „Rosewood Lane“ hat es Regisseur Victor Salva geschafft einen recht ordentlichen und vor allem sehr spannenden Horrorfilm abzuliefern, der allen Filmfans des entspannten Gruselns positiv im Gedächtnis haften bleiben dürfte.
Zwar gibt es gerade gegen Filmmitte einige Handlungs- und Spannungsdefizite, aber diese werden mit einem fetten und vor allem genretypischen Horrorfinale wieder wett gemacht.
Nach Sichtung des Films dürften mit Sicherheit alle Hausbesitzer unter uns Genrefans, ihre Löcher im Gartenzaun mit Bauschaum abdichten und die Fenster mit Vorhängen verdecken wollen. Denn die echsenartig-rotierenden Bewegungen des Augapfels des Zeitungsjungen dürften noch Tage nach Filmsichtung unangenehm bei einigen Filmfreunden nachwirken!
Fazit 7/10
Ganz ordentlich, dieser kleine böse Film.
Der überraschende Plottwist ist so verblüffend wie simpel und dürfte vor allem die letzten unglaublich dummen und vor allem schlechten Filme eines M.Night Shyamalan alt aussehen lassen.
(FSK-Prognose: Vermutlich mit etwas Glück ungeschnitten mit einer “FSK 16″-Freigabe – Aufgrund einiger Gewaltszenen, die von einem Minderjährigen ausgehen, könnte aber auch eine ungekürzte “Keine Jugendfreigabe” möglich sein. Dennoch dürfte der Film von der FSK in seiner ungekürzten Form problemlos eine Freigabe erhalten – Deutschlandstart: Fantasy Filmfest Nights 2012)
Hellraiser80
Filmreview “The Watermen” (2011)
Lust auf richtig guten Horror?
Auf einen Film mit klasse Schockmomente, intelligent konstruierter Story und sexy Chicas, die wissen wie sie sich kreativ zur Wehr setzen müssen?
Ja?
Dann empfehle ich ausdrücklich den aktuellen Backwood-Slasher „The Watermen“ zu meiden, denn hier gibt’s nix was überhaupt von Erwähnung wäre.
Die Story hat man in dieser Form schon bis zum Erbrechen gesehen und ich verstehe nicht, welche Intensionen und Ziele manche Regisseure und die dahinterstehenden Produktionslabel mit ihrem aufgewärmten Kaffee eigentlich verfolgen wollen? Gewinnträchtigen Umsatz dürfte bisher für diesen Quark mit Sicherheit kaum geflossen sein – wohl eher sollte der interessierte Filmfan nach Sichtung Geld für diesen Schund „einklagen“, weil „The Watermen“ dem Zuschauer fast 90 Minuten an kostbarer Lebenszeit raubt, ohne überhaupt ein Fünkchen Unterhaltungswert zu bieten.
Die Geschichte, insofern man das Storygerippe überhaupt „Story“ nennen kann, liest sich demnach auch recht bescheiden und vorhersehbar:
Eine kleine Gruppe Jugendlicher, bestehend aus drei potenten Muskelprotzen und drei paarungswilligen Bordsteinschwalben, unternimmt einen hübsch idyllischen Segelausflug auf dem Meer
Doch die friedliche Idylle ist schnell verpufft, als das Boot einen Motorschaden erleidet und die sechs Hohlbirnen nicht mehr wissen, wie sie wieder an Land kommen sollen.
Der interessierte Filmfan erhofft sich natürlich nun eine Überlebensschocker a la „Open Water“, dürfte dennoch leider rasch enttäuscht werden, als von weitem ein Fischerboot den ratlosen Gestrandeten zu Hilfe eilt.
Nachdem sich die Teens an Bord gerettet haben und den Fischern größten Dank beipflichten, ahnen sie noch nicht, dass ihr vermeintlich friedlicher Ferienausflug bald ein tödliches Ende nehmen wird, denn die Fischer haben sich auf das Fischen mit Menschenfleisch spezialisiert, ganz der Devise: was für Haie gut verdaulich ist, dürfte wohl auch den kleineren Fischen und Muscheln munden.
Was jetzt förmlich nach ordentlich Folter- und Splatter schreit, ist in der Umsetzung eigentlich handfest erbärmlich.
Ich frage mich, wer denn auf derart dumme Idee gekommen ist, einen Film über speckige und ungepflegte Fischer zu drehen, die anstatt im Dreck nach Würmern zu wühlen, sich lieber die Arbeit machen ahnungslose Teenies vom Meer wegzufangen, diese auszuweiden und in kleine Teile zerteilt an die Fische zu verfüttern, um maximale Fischfänge zu erzielen?
So skrupellos und vor allem doof muss man erst mal sein, zumal das zerkleinerte Fleisch dann auch noch auf dem Schwarzmarkt an andere Fischer verhökert wird und ich im Film keinen einzigen Polizisten sehen konnte, der überhaupt annähernd Interesse daran gehabt hätte, dass „irrationale“ Massenverschwinden unendlich vieler Touristen und Teens zu untersuchen.
Nach nachvollziehbarer Logik, ernstzunehmender Glaubwürdigkeit und vor allem tieferen Sinn sucht man in „The Watermen“ demnach vergebens. Nach ausufernder Splatter- und Folterunterhaltung ebenfalls. Bis auf eine recht unangenehme Brustimplantat-Entfernung und eine kurze Häutungssequenz, die sehr an „The Texas Chainsaw Massacre – The Beginning“ erinnert, gibt es in dieser Gurke nichts was überhaupt von Erwähnung wäre.
„The Watermen“ entpuppt sich als ein Sammelsurium der unterschiedlichsten und vor allem vorhersehbarsten Horrorklischees, die man schon lange nicht mehr in so trivialer und niveauloser Form sehen konnte. Eigenständige und vor allem frische Ideen sind Mangelware.
Spannung oder ein Mitfiebern entsteht, aufgrund der unerträglichen Vorhersehbarkeit, an keiner Stelle im Film.
Wer einen Faible für das Genre des „Backwood-Horrorfilms“ besitzt sollte einen kurzen Blick riskieren, aber seine Erwartung auf Nullpunkt reduzieren.
Allen anderen Horrorfilmfans sei an dieser Stelle vor diesem Blindgänger gewarnt – Der Film ist absolut „Scheisse“!
Fazit 3,5/10
Dieser überaus dumme Film macht eindeutig KEINEN Spass.
Alle Wörter mit der Vorsilbe “un” sind für diesen Film geradezu prädestiniert – Was für ein wahrhaft unglaublich, unschöner und uninteressanter Film.
(FSK-Prognose: Keine Jugendfreigabe – geschnitten. Zwei Szenen im Film (Brustimplantat-Entfernung und Häutung) dürften vermutlich Probleme mit der FSK bekommen. Aufgrund der recht kurzen Szenen, vermute ich mal, dass der hiesige Vertrieb den Film nur in gekürzter Version veröffentlichen wird, da die Masse an Gewaltszenen einfach zu überschaubar sind, als das man den Aufwand einer Spio-Prüfung für die ungeschnittenen Fassung tragen würde)
Deutschlandstart: bisher unbekannt!
Hellraiser80
Filmreview: “Escapee – Nichts kann ihn stoppen” (2011)

Abby, eine sehr strebsame Studentin, nimmt an einem Spezialkurs der Uni teil.
Zusammen mit einigen anderen Studenten steht ein Ausflug zur örtlichen Psychiatrie auf dem Lehrplan.
Als ein besonders schwieriger Fall, der Mörder Harmon, in eine anderer Zelle verlegt werden soll, kommt es zu einem innigen Blickkontakt zwischen ihm und der unachtsamen Schülerin.
Eine schicksalhafte Begegnung, denn der unberechenbare Killer kann aus der Anstalt fliehen und macht sich fortan auf die Suche, um die unwissende “Abby” für sich ganz allein zu beanspruchen.
Hilfe, was ist denn hier passiert?
Was sich wie der zigste und wirklich unnötigste Abklatsch eines „Halloween – Die Nacht des Grauens“ liest, ist Slasher-Kost der wirklich dümmsten Sorte. Im Verlgeich zu „Escapee“ stellen die unzählig schlechten B-Slasher der 80er Jahre hochgeistreiche Filmkost dar.
Irgendwie will mir nicht in den Kopf, was Serienstar Dominic Purcell (Prison Break) dazu bewegt hat, in dieser unterbelichteten Filmgurke die Rolle eines absolut geistfreien Serienkillers zu übernehmen, dessen Handlungsstruktur für den Zuschauer rein gar nicht nachvollziehbar ist.
Ich hoffe doch schon, dass sich Purcell zumindest die ersten beiden Seiten, des maximal 10-seitigen Drehbuchs (mehr „Story“ gibt dieser Bullshit definitiv nicht her) durchgelesen hat, denn bereits nach Sichtung des Intros dürfte jedem Horrorfilmfan bereits klar sein, dass sich „Escapee“ nicht gerade förderlich in Purcells Filmografie lesen dürfte.
Dabei beginnt dieser Slasher eigentlich recht stimmig und vielversprechend. Auf technischer Ebene ist absolut nichts auszusetzen, denn rein optisch macht „Escapee“ wirklich einen hervorragenden und hochwertigen Eindruck.
Doch nach nur wenigen Filmminuten erreicht dieser Slasher bereits seinen jämmerlichen und eigentlichen Höhepunkt, sodass man sich die weitere Sichtung dieses cineastischen Meilensteins sparen dürfte.
Schon allein die Anfangsszene, in der der äußerst gefährliche Killer bei seiner Zellerverlegung an den Studenten vorbeigeführt wird und diese „nur“ aufgefordert werden sich mit dem Gesicht zu Wand zu drehen, damit „Harmon“ deren Gesicht nicht erkennen kann, ist so unfreiwillig doof und unlogisch (und vor allem realitätsnah), dass man vor lauter Fassungslosigkeit ins Couchkissen schreien mag.
Der Rest dieses uninspirierenden Machwerkes skizziert sich auch dementsprechend ähnlich, langweilig und vor allem unwichtig. Dabei fällt extrem ins Gewicht, dass im Verlauf der Handlung eigentlich nichts brauchbares oder eigenständiges passiert, was den Zuschauer überhaupt bei Stange halten dürfte.
„Escapee“ liefert weder Ahnhaltspunkte über die Beweggründe des Psychopathen, noch legt der Film Wert auf eine halbwegs vernünftige Spannungsstruktur.
Harmon metzelt sich vollkommen unglaubhaft und unkreativ durch das Szenarium, wobei sein Morden nicht gerade von Erfindungsreichtum geprägt ist.
Das Morden hält sich recht züchtig in seiner Zurschaustellung und bietet nicht einmal hierbei einen nennenswerten Schauwert für den Horrorfilmfan.
Was bleibt ist ein überaus schlechter Film, der trotz hanebüchenen Storytwist kurz vor Filmende, weder fesseln, noch überhaupt überzeugen kann und möchte.
Das verkrampfte „abhandeln“ gewisser Genrezutaten ist an jeder Stelle von „Escapee“ aufdringlich spürbar, machen den Film dadurch aber nicht sehenswerter. Regisseurneuling “Campion Murphy“ (Bitte, wer?) enttäuscht mit diesem lieb- und ideenlosen Erstlingswerk auf ganzer Linie. Eine Schande, wenn man bedenkt, dass er mit dem beliebten Serienstar Dominic Purcell eigentlich ein kräftiges Zugpferd an Bord hat und sich die technische Umsetzung eigentlich schon überdurchschnittlich professionell gestaltet. Immens viel Potenzial für einen eigentlichen Genrehitgaranten und trotzdem alles vermasselt.
Glanzleistung! Setzen, Sechs!
Fazit 3/10 Punkte
„Escapee“ ist wirklich so dumm, spannungsarm und hölzern, dass ich um eine dringende Beschlagnahmung dieses Horror-Slashers bitte.
(Deutsche FSK16er Fassung ist vollkommen ungeschnitten)
Hellraiser80
Filmreview: “A Horrible Way to Die” (2010)

Nachdem der Serienkiller Turrell in ein anderes Gefängnis verlagert werden soll, nutzt dieser die Gunst der Stunde und kann aus dem Gefängnistransporter fliehen.
Auf der Suche nach seiner Ex-Partnerin Sarah meuchelt er hin und wieder ahnungslose Passanten nieder, die ihm vor die Funzel springen um seine perverse Mordlust zu stillen.
Währenddessen sucht Sarah, die nicht weiß, dass sich der Ex auf der Flucht befindet, seelische und moralische Unterstützung in einer Alkohol-Selbsthilfegruppe und lernt den jungen Kevin kennen.
Beide kommen sich langsam näher. Doch der mordlüsterne Psychopath ist ihr dicht auf den Fersen.
Schwierig zu beschreiben was ich von diesem Film halte, denn viel nennenswertes gibt es von Adam Wingards aktueller Regiearbeit nicht zu berichten.
„A Horroble Way to die“ vergeudet fast ¾ seiner gesamten Laufzeit damit, den Zuschauer zu langweilen. Die Handlung „plätschert“ geradewegs uninteressant vor sich hin und bietet weder Momente des Mitfieberns, der Spannung oder des Mitleidens.
Dabei sieht der Zuschauer das, viel zu lang geratene, Geschehen aus 2 Perspektiven.
Zum einen aus der Sicht von Sarah, die aufgrund von Selbstzweifel, Angst und Vergangenheitsbewältigung zum Alkohol gegriffen hat und nun versucht davon loszukommen, indem sie sich ihren Kummer bei einer Alkohol-Selbsthilfegruppe von der Seele redet und sich krampfhaft und verstört an den jungen Kevin bindet, den sie ebenso dort kennenlernt, um Erlebtes zu vergessen und zu verarbeiten.
Zum zweiten aus der Sicht des Ex-Freundes und Psychopathen Turell, der erst aus einem Gefängnistransport entkommen kann und auf der Flucht vor der Polizei und der Suche nach Sarah über Leichen geht. Dabei passieren seine emotionsunterkühlten Morde vorwiegend im Off, sodass der Film ebenso an dieser Stelle kaum Schauwert zu bieten hat.
Nach gähnender dramaturgischer Leere und geschlagenen 70 Minuten später dreht „A Horrible Way to Die“ auf Vollgas und erwacht aus seinem „Tiefschlaf“. An dieser Stelle präsentiert uns der Thriller, oder besser das Drama, eine völlig überraschende Wendung und eine total unglaubwürdige Auflösung, die das Werk leider Gottes auch nicht wirklich besser macht.
Auch die handvoll lustiger Splatter- und Ekeleffekte, die ein wenig an aktuelle „Folter-Tortur“-Streifen erinnern, machen die Handlung nicht wirklich interessanter.
Richtig Hardcore dürfte „A Horrible Way to Die“ für all die werden, die schon mit der Kameraführung eines „Blair Witch Project“, oder „[Rec]“ ihre Probleme hatten.
Denn aufgrund einer scheinbar realitätsnahen und authentischen Erzählweise ist man immer hübsch schon nah dran an der extrem einschläfernden Handlung.
Dabei „darf“ der interessierte Filmfan Unmengen an verwackelten Kameraeinstellungen und unzählige Unschärfen „erleben“ und „ertragen“. Ganz ehrlich, mich hat das unentspannte Gewackle und Geholpere tierisch angenervt. Sehr empfindliche Gemüter dürften (diesmal nicht der Härte wegen) ,aufgrund beschriebener Kameraproblematik, sicher den ein oder anderen empfindlichen Reizmagen bekommen.
Was bleibt bei „A Horrible Way to die“ überhaupt positiv hervorzuheben?
Eigentlich fast nix. Nun gut, die Darstellung der Sarah ist schon recht ordentlich gespielt, entwickelt aber während der Handlung kaum emotionale Tiefe um auf Dauer überzeugen zu können. Dennoch steht ihr das Elend und das Leid, was sie scheinbar durch diverse Erlebnisse mit ihren psychopatischen Ex-Partner Turell ertragen musste, förmlich ins Gesicht geschrieben. trotzdem, das Werk bietet, neben Sarahs Charakterzeichnung und einem recht optisch hübschen Messer-Kill (Messer wird einem Opfer in den Unterkiefer gerammt und tritt im Rachenraum ersichtlich wieder nach außen) keine weiteren interessanten Höhepunkte und dürfte dem geneigten Horrofilmfan ungenügend unterhalten.
Filmliebhaber mit einem Hang zur Schlaflosigkeit sei an dieser Stelle „A Horrible Way to die“ wärmstens zu empfehlen. Ein gesunder und ausgiebiger Schlaf ist nach- oder während der Sichtung mit Sicherheit garantiert.
Fazit 4/ 10
Überaus uninteressantes Thriller-Drama, das bis auf das Ende null Schauwert bietet und gähnend langweilig und zäh vor sich dahinplätschert.
Hellraiser80
Filmreview: “Dear Mr. Gacy” (2010)

Grundlage für den Spielfilm „Dear Mr. Gacy“ bot der 1994 verfasste Roman „The Last Victim“ von Jason Moss, der in seiner monatelangen Korrespondenz mit dem Serienkiller Wayne Gacy diversen Notizen und Erfahrungen in den Roman einbaute und eine Art Persönlichkeitsstruktur des 33-fachen Mörders verfasste.
Demnach ist auch im Film der Student „Jason“ damit beschäftigt, ein treffsicheres Thema für seine Hausarbeit zu finden. Im Fall des Serienmörders „Gacy“ sieht er die perfekte Studienarbeit.
Unter der Verwendung von falschen Tatsachen und Gegebenheiten erlangt er rasch das Vertrauen von „Wayne Gacy“ und wird aber auch selbst schnell von den manipulierenden Spielchen des Serienkillers verunsichert und verändert. Schnell jedoch schon spürt Jason, dass sich die Grenzen zwischen Faszination, Zuneigung, Realität, Fiktion und Studienarbeit kaum noch erkennen lassen. Doch kann er sich aus diesem verhängnisvollen Kreislauf und der Faszination Gacy zugegen losreisen und seine Studienarbeit dennoch beenden?
Was kann der interessierten Filmfan von „Dear Mr.Gacy“ erwarten?
Schnellschuss oder Genreperle?
Vorab Entwarnung, „Dear Mr.Gacy“ ist mit Sicherheit kein unerträglicher und billig- runtergekurbelter Schnellschuss geworden.
Es ist schon ein Wunder, dass man aus dem bereits zigfach verfilmten Serienkiller Gacy-Stoff immer noch Potenzial für weitere frische Filme findet.
In diesem Fall ist es den Filmmachern wahrlich gelungen den Zuschauer trotz allen bereits bekannten Hintergrundinformationen, mittels makaberen Wendungen und perfiden Ideen, ca. 100 Minuten ordentlich bei Stange zu halten.
Dabei beginnt das Spiel zwischen Jason und Gacy zu Beginn des Filmes noch relativ unspektakulär, fährt aber von Filmminute zu Filmminute zu Hochform auf und gipfelt in einem schon recht fiesen „Abschluss-Fight“.
Kompliment gilt dabei dem beiden Darstellern, die perfekt in ihren Rollen aufblühen und ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit entwickeln.
William Forsythe als Wyne Gacy spielt dabei wirklich hübsch schon pervers, abartig und krank.
Wer von „Dear Mr. Gacy“ ein hohes Maß an detailgetreuem und vor allem grafischem Informationsgehalt über die Morde des Serienkillers erwartet dürfte unweigerlich enttäuscht werden.
In dieser filmischen Umsetzung geht es nicht um das bloße Ausschlachten und die zur Schaustellung diverser Morde, sondern im Mittelpunkt steht das Dialog-Duell zwischen den Protagonisten Jason und Gacy untereinander und Gacys Manipulationsversuche Jessis Vertrauen für seine perversen Zwecke zu beanspruchen.
Demnach wird in „Dear Mr. Gacy“ kaum Gore und Blut gezeigt und ist eher Psychothriller, als Horrorfilm (die FSK 18er Freigabe der Blu-ray/DVD ist schor recht hochgegriffen, FSK16 wäre angebrachter).
Schade ist es dennoch, dass man weniger vom Wesen Gacys erfährt und dass der Zuschauer kaum ausführlicheres Hintergrundwissen über sein Leben und Fakten und über die Beweggründe seines Mordens erfährt. Das wäre ganz sicher das Nonplusultra gewesen und hätte den Psychothriller aus der Vielzahl ähnlicher Produktion hervorgehoben.
Aber der interessierte Filmfan will mal nicht meckern.
Für einen spannenden und kurzweiligen Filmabend ist „Dear Mr. Gacy“ bestens geeignet.
Fazit: 6/10 Punkte
Ein Serienkillerfilm wie sicher viele andere auch, der aber eine völlig ungewöhnliche und frische Erzählstruktur besitzt und das Phänomen Serienkiller aus einer ganz anderen Sicht präsentiert. Hier steht nicht das Opfer und sein Leiden im Mittelpunkt, sondern die Manipulierungsfähigkeit eines Serienkillers.
Hellraiser80



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