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Filmreview: “Dark Skies” (2013)

Dark-Skies-2013
 
 
 

Dark Skies

Story

 
 
 
Für Familie „Barrett“ ist nichts mehr so, wie es einmal war, als sie plötzlich mit unerklärlichen Vorfällen konfrontiert werden. Erst schleicht sich des abends ein ungebetener Gast in das Haus, dann prasseln drei bestimmte Vogelarten aus allen erdenklichen Richtungen gegen die heimischen Dachfenster. Hinzukommt, dass die Familienmitglieder mit seltsamen Blackouts zu kämpfen haben und groteske Wundmale an ihrem Körper vorfinden. In ihrer Panik wenden sich die Gepeinigten an einen Spezialisten, der den Eltern offenbart, dass die Familie Teil eines außerirdischen Experiments zu sein scheint …
 
 
 


 
 
 

Dark Skies – Kritik

 
 
 
Wenn auf einem Filmplakat suggeriert wird, dass hinter dem vorliegenden Filmchen, die Macher der legendären „Paranormal Activity“-Serie stecken sollen, dann dürfte in der hiesigen Filmszene vermutlich schnell ein lauthalses Stöhnen die Runde machen und alteingesessene Horror-Fans den kommenden Schocker „Dark Skies“ rasch entnervt von ihrer Must-See-Liste streichen. Die Horror-Schmiede „Blumhouse Productions“ hat sich in Genre-Kreisen mit ihren günstig produzierten Found Footage-Filmchen einen beneidenswerten Namen erkämpft und versucht nach diversen Geisterfilmchen nun auch im Science Fiction-Genre Fuß zu fassen.
 
Dark Skies“ ist einer jener Filme, bei denen man irgendwie nicht so wirklich weiß, wie man sie im Endeffekt bewerten soll. Ist man bereits mit dem Genre bewandert, dürfte schnell klar werden, wie der Hase läuft. Da werden die Geschehnisse mit allerlei mysteriösen Begebenheiten eingeläutet und natürlich im Verlauf der Handlung auf die Spitze getrieben. Hierbei versucht der Film sich bis zum Ende die Option offen zu halten, ob es sich denn bei all dem seltsamen Schabernack, um eine wirkliche Heimsuchung durch Aliens handelt, oder ob die Familie eventuell doch durch eine rationell erklärbare Bedrohung heimgesucht wird. Dabei gelingt es „Dark Skies“ durch allerlei einfache Mittel eine durchaus bedrohliche Atmosphäre zu entwickeln, die es dabei sogar kongenial schafft, falsche Fährten zu legen, um den Zuschauer reichlich zu verwirren. Das beginnt mit einem vollkommen belanglosen Durchwühlen des heimischen Kühlschranks durch etwas vollkommen Unbekanntem und endet damit, dass die Familienmitglieder von unerklärlichen Blutergüssen geplagt werden und mit absoluten Totalausfällen zu kämpfen haben. Effektiv ist das natürlich durchaus und spannend mit Sicherheit, und doch mag man am Ende irgendwie das Gefühl nicht loswerden wollen, nach der plausiblen Auflösung doch etwas vollkommen Spektakuläres und Verblüffendes erwartet zu haben.
 
Mit all seinem zwar effektiven, aber dennoch reichlich banalen Hokuspokus erinnert „Dark Skies“ durchweg an eine, auf Spielfilmlänge gezerrte Folge der berüchtigten Kult-Serie „The Twilight Zone“, nur mit dem Unterschied, dass das natürlich alles weniger charmant und kultig wirkt und stattdessen auf ein effektgeiles Mainstream-Publikum zugeschnitten wurde. Das wird spätestens dann offensichtlich, wenn die Protagonisten versuchen, ihre Wohnung mit Überwachungskameras zu spicken und man sich als Zuschauer wieder an die diversen „Paranormal Activity“-Filme und Plagiate zurückerinnert. Verwunderlich ist das natürlich bei weitem nicht, steht ja hinter „Dark Skies“ auch das Produzenten-Team des berüchtigten Wackelcam-Geister-Franchise, das wohl der Meinung war, die bisher kassentauglichste Zutat ihrer Filmschmiede auch in ihren aktuellen Beitrag unterbringen zu müssen.
 
Dark Skies“ scheint grob betrachtet, nicht wirklich viel Neues bieten zu können. Der Grundplot erinnert in seiner einigermaßen geschickten Umsetzung bemerkenswert stark an den Grusel-Kultfilm „Poltergeist“ aus dem Jahre 1982. Auch hier sieht sich eine typisch amerikanische Familie mit seltsamen Vorfällen konfrontiert, deren Auslöser bei einem der Familienmitglieder zu suchen ist. Doch nicht nur Elemente aus „Invasion of the Body Snatchers“ (1978) und „Signs“ (2002) sind im Film selbst wiederzufinden, auch Zutaten aus den hauseigenen Werken, wie „Insidious“ (2010) haben es letztendlich in irgendeiner Form in den nun vorliegenden „Dark Skies“ geschafft.
 
 
 
Der bereits mit dem Horror-Genre vertraute Drehbuchautor und Regisseur “Scott Stewart” (“Legion“(2010) und “Priest” (2011)) hat mit seinem aktuellen Beitrag den wohl bisher besten Film seines Regie-Daseins geschaffen, der zudem auch als der Film des Jahres 2013 betitelt werden darf, der sich am dreistesten an den diversen Kultfilmen des Genres vergangen hat. Hier findet man fast all das ansprechend recycelt wieder, was man bereits in diversen, in der Regel besseren Filmen innerhalb des Genres, zu Gesicht bekommen hat. Das schamlose Zitieren erfolgreicher Kultfilme dürfte bei dem ein oder anderen Filmfreund vermutlich die Schamesröte ins Gesicht treiben lassen, aber dennoch lässt sich behaupten, dass „Dark Skies“ trotz aller beschriebenen Vergehen, durchaus kurzweilig unterhält und gar nicht so übel ist, wie anfänglich gedacht. Zwar wirkt der Film nicht wirklich nachhaltig, aber als kleines Mysterie-Häppchen für Zwischendurch eignet sich „Dark Skies“ durchaus. Deshalb: dem Filmgenuß erwartungsfrei entgegenfiebern, um nicht allzu derb enttäuscht zu werden!
 
 
 


 
 
 

Dark Skies – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Willkommen in der „Twilight Zone“: konventioneller Mysterie-Schocker für ein ausgehungertes Mainstream-Publikum. Trotz altbekannter Zutaten ein durchaus gruseliges Filmchen in der Tradition der „Poltergeist“ und „Paranormal Activity“-Schocker
 
 
 


 
 
 

Dark Skies – Zensur

 
 
 
Der eher harmlose “Dark Skies” wird hierzulande in seiner ungeschnittenen Fassung eine “FSK16” erhalten.
 
 
 


 
 
 

Dark Skies – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
The Amityville Haunting (2011)

Paranormal Activity 3 (2011)

Poltergeist (1982)

Insidious (2010)

Signs (2002)


Filmreview: “The Haunting of Helena” (2012)

THE HAUNTING OF HELENA
 
 
 

THE HAUNTING OF HELENA

Story

 
 
 
Die alleinerziehende Mutter Sophia (Harriet MacMasters-Green) bezieht mit ihrer kleinen Tochter Helena eine kleine, neue Wohnung. Anfänglich voller Lebensmut, den Start in ein neues Leben gewagt zu haben, verblasst die Euphorie umgehend, als die kleine Helena den ersten Milchzahn verliert und fortan seltsames Gestammel von sich gibt. Eine Zahnfee soll ihr angeblich des nachts erscheinen, die sich den Tag über in ihrem neuen Kleiderschrank versteckt und am Abend aus ihrem Versteck kriecht, um die verschüchterte Helena dazu aufzufordern ihr mehr Zähne zu bringen. Nachdem sich das Verhalten des Kindes maßgeblich verändert, beginnt die besorgte Mutter Nachforschungen anzustellen und stößt hierbei auf ein makabres Geheimnis.
 
 
 


 
 
 

THE HAUNTING OF HELENA – Kritik

 
 
 
Wirklich subtile und angsteinflößende Grusler sind in der aktuellen Horrorfilmlandschaft wahrlich selten geworden. Viel zu oft wird das mollige Schauerfeeling durch obligatorische Schlachterplatten ersetzt, um dem Begriff “Horror” auch im Jahr 2013 vollends gerecht werden zu können. Umso mehr erfreut es alteingesessene Filmhasen wie mir, wenn im Fahrtwasser penetrant nerviger Zombie-, Found Footage- und Foltergurken auch hin und wieder kleine Filmwerke das Licht der Welt erblicken, die sich souverän gegen die Masse an beliebig austauschbaren Horror-Nonsens behaupten und dem Filmfreund den klassischen, blutarmen Horrorfilm erneut schmackhaft machen wollen. Hat sich Spanien in den vergangenen Jahren als kleiner Geheimtipp in Sachen subtilen Gruselns entwickelt, so versuchen nun auch die Italiener auf diesen lukrativen Zug aufzuspringen und präsentieren uns mit dem vorliegenden THE HAUNTING OF HELENA ihre ganz eigene Version der Geschichte von der bösen Zahnfee. Weniger ist manchmal mehr lautet hier die Devise und so beginnt der Film fernab jeglichen Gekröses mit einigen wirklich düster-melancholischen Kamerafahrten und durchaus ansprechend-superben Bildern, die das Gruselfeeling wunderbar altmodisch zu steigern wissen. Zentrum des ultimativen Bösen ist diesmal ein seltsamer Kleiderschrank, der ein durchaus böses Geheimnis birgt.Nachdem das groteske Möbelstück das Zimmer der kleinen Helena ziert, beginnt fortan auch der zunehmend geistige Zerfall der kleinen Hauptdarstellerin einzutreten, deren plausible Erklärungsversuche wie so oft in derart Filmen kaum Beachtung geschenkt werden. Dennoch fühlt sich auch Mutter Sophia von reichlich Unbehagen bedroht und beginnt den skurrilen Aktionen der Tochter nachzuforschen.
 
Der große Pluspunkt von THE HAUNTING OF HELENA ist dabei in der wirklich unglaublich düsteren, fast schon märchenhaft-anmutenden Atmosphäre zu suchen. Der vornehmlich kindlich anmutende Kleiderschrank, wirkt in den faden, dreckigen und farblosen Bildern gespenstig bedrohlich und die Geschichte um das antike Möbelstück bleibt konsequent spannend – zumindest bis zur Hälfte des Films. Denn trotz aller positiven Ansätze, die dieser italienische Genre-Beitrag in sich birgt, schaffen es die beiden Regie-Newcomer CHRISTIAN BISCEGLIA und ASCANIO MALGARINI nicht, das hohe Niveau ihrer wirklich stimmigen Geschichte bis zum Ende zu halten. Ab Filmmitte wird die Geschichte kurzum in ein skurriles verlagert, wo sich die kleine Heldin mit allerlei seltsamen Erscheinungen umherplagen muss. Hierbei rückt nun das Schicksal der Mutter in den Vordergrund, die versucht, dass Rätsel rund um die Herkunft des Kleiderschrankes zu lösen. Die sterile Krankenhaus-Atmosphäre will hierbei irgendwie nicht so recht zum Grundtenor der eigentlichen Geschichte passen. Vielmehr wirkt der schroffe Schauplatzwechsel auf Zwang konstruiert, um auf Krampf eine Brücke zur Herkunft des Möbelstücks schaffen zu können. Auch wenn sich das muntere Treiben gegen Ende in einer reichlichen Achterbahn des Schreckens entlädt und mit unzähligen “Buh“-Effekten aufwartet, so mag man als Filmfreund irgendwie nicht das Gefühl loswerden wollen, dass die beiden Filmregisseure CHRISTIAN BISCEGLIA und ASCANIO MALGARINI reichlich Potenzial verschenkt haben. Zugunsten eine kommerziellen, massentauglichen Inszenierung erspinnen sie ein arg hanebüchenes Ende, dass in derart Form an die unendlich vielen Horrorfilme aus Hollywood erinnert. Schade eigentlich, denn kaum ein aktueller Horrorfilm der letzten Dekaden kann mit ähnlich exzellent altmodischen Raffinessen überzeugen.
 
Subtiler Horror bevorzugt? Dann dürfte der kommende Grusler Fairytale (so der ursprüngliche Titel des Film) genau die richtige Wahl für einen verregneten Sonntagabend sein. Statt eimerweise Eingeweide und unmenschliches Folter-Gewerkle zählen hier Stimmung, Optik und die Geschichte. Umso mehr dürfte THE HAUNTING OF HELENA für Freunde etwas härterer Filmkost reichlich unbeholfen daherkommen. Denn die Erzählstil der Geschichte vollzieht sich sehr gemacht, ruhig und stimmig durch die gesamte Szenarie. Hin und wieder werden einige nette Gruseleffekte in die Handlung gestreut, die ihre bedrohliche Wirkung zu keiner Minute verfehlen. Auch wenn der Beitrag ab Filmmitte in reichlich haarsträubende Sphären abdriftet und der wohldosierte Gruselfaktor aufgrund konstruiert wirkender Detektivarbeit flöten geht, so kann man nicht behaupten, dass THE HAUNTING OF HELENA ein schlechter Film ist. Das geschickte Spiel von Licht und Schatten, sowie der debile, märchenhafte Grundton der Erzählung erinnert in seiner Darstellung arg an kommerzielle Horrorfilme aus Amerika. Und so verwundert es ein wenig, dass THE HAUNTING OF HELENA oftmals ein wenig zu sehr nach DER FLUCH VON DARKNESS FALLS (2003) oder POSSESSION (2012) ausschaut, denn das uninspirierte Kopieren bekannter Filmformeln hätte dieser Debütwerk vermutlich rein gar nicht nötig gehabt. Trotzdem, für ein Erstlingswerk haben die beiden Regisseur-Neulinge CHRISTIAN BISCEGLIA und ASCANIO MALGARINI erstaunliche Arbeit geleistet. Der Film ist trotz seine oftmals unweigerlichen Vorhersehbarkeit spannender als das übliche Horroreinerlei, welches aktuell den hiesigen Heimkinomarkt überschwemmt. Zudem darf der Horrorfilmfreund eine der besten Szenen ever in der Geschichte des Phantastischen Films genießen:
 
Mutter Sarah ist einen Moment unachtsam im Straßenverkehr, gerät von der Fahrbahn ab und brettert mit dem Fahrzeug vom Rand einer Brücke hinein in die Fluten eines reißenden Flusses. Die virtuose Kameraarbeit dieser Szene, welche sich in Zeitraffermethode entlädt, ist derart genial, außergewöhnlich und atemberaubend, dass man allein nur dieser Szene wegen THE HAUNTING OF HELENA gesehen haben sollte. Beachtlich!
 
 
 


 
 
 

THE HAUNTING OF HELENA – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein Vertreter der alten Schule – Kleines stimmiges und atmosphärisches Gruselmärchen, das für einige wohldosierte Schauer sorgen dürfte.
 
 
 


 
 
 

THE HAUNTING OF HELENA – Zensur

 
 
 
Hier zählen vorwiegend die leisen Töne, von daher geht es hier eher blutfrei zugange. Eine ungeschnittene Filmversion dürfte die FSK16-Kennzeichnung zieren.
 
 
 


 
 
 

THE HAUNTING OF HELENA – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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