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Filmreview: “House Hunting” (2013)

House Hunting 2013
 
 
 

HOUSE HUNTING – NUR WER TÖTET KANN ÜBERLEBEN

Story

 
 
 
Zwei Familien auf der Suche nach dem kleinen Stück Glückseligkeit fernab jeglichen Stadttreibens. Ein kleines Haus irgendwo im Wald hat es den beiden Familien angetan, wobei trotz einladend offener Tür, kein Makler weit und breit zu sehen ist, der hätte den Anwesenden Rede und Antwort stehen können. Etwas verwirrt und entmutigt verlassen die beiden Familie das Anwesen, ohne jedoch zu ahnen, dass die einschneidende Begegnung mit jenem verlassenen Gemäuer alsbald seinen Tribut fordern würde. Jegliche Versuche nach Haus zurückzukehren scheitern, als würde die gruselige Hütte die verstörten Gäste nicht gehen lassen wollen. Es dauert nicht lang, bis die Familien auf ein verwirrtes Mädchen stoßen, dem scheinbar die eigene Zunge aufs Unmenschlichste entrissen wurde und das Schreckliches erlebt haben muss. Vollkommen entkräftet beschließen die unfreiwilligen Gäste die Nacht in dem mysteriösen Anwesen zu verbringen. Eine Entscheidung, die den Familien zum Verhängnis werden wird, denn das Haus kann und will nur EINE der Familie beherbergen …
 
 
 


 
 
 

HOUSE HUNTING – Kritik

 
 
 
Filmfreunde, die nur die Perlen aus dem riesigen Angebot aktueller Genre-Produktionen fischen wollen, sollten sich vor dem kommenden HOUSE HUNTING vorsehen, denn mit diesem vorliegenden Filmchen dürfte er die Schlaftablette der Saison in den Händchen halten. Wir haben keine Ahnung, was Filmneuling ERIC HURT mit seinem ersten, abendfüllenden Langfilm bezwecken wollte und wir können auch die bisher veröffentlichten, positiven Online-Rezensionen zum Film im Internet nicht gänzlich nachvollziehen. Fakt ist, dass HOUSE HUNTING unbegreiflich langweilig und mit seiner stolzen Lauflänge von 100 Minuten einfach unverschämt zäh geraten ist.
 
Die Gurke äußert sich durch eine vollkommen wirre Inszenierung, bei der irgendwie rein gar nichts stimmen möchte. Dabei bietet die Ausgangssituation durchaus einige ganz nette Einfälle, die jedoch aufgrund der unstrukturierten und überladenen Geschichte vollkommen im Nichts verlaufen. Zu viele Zutaten verderben bekanntlich den Brei und so muss der Genre-Liebhaber erschreckend feststellen, dass es Regisseur ERIC HURT mit seinem Debütwerk vermeintlich zu gut gemeint hat und darin all das irgendwie unterbringen wollte, was ihm beim Schreiben des Drehbuchs an kreativen Ideen in den Sinn gekommen ist. Herausgekommen ist eine Geschichte, die sich aus diversen Genres zusammensetzt und sich irgendwie nicht wirklich entscheiden möchte, was sie denn nun eigentlich sein will. Die Familien sind von allerlei Schicksalen gezeichnet und versuchen einander näher zu kommen. Auf engsten Raum zusammengepfercht, werden künstliche und selten glaubhafte Konflikte geschürt, die alsbald eskalieren und ein munter blutiges Treiben in Gang setzen, um der perfiden Blutgeilheit des Hauses und der darin umherspukenden Geister Genüge tragen zu können. Das beginnt mit etwas Mysterie, schlägt alsbald ins Dramenlastige um, wird von etwas Spuk abgelöst und endet im obligatorischen Thrill. Vermutlich wäre dieser unausgegorene Genre-Cocktail noch halbwegs goutierbar gewesen, hätte Regisseur ERIC HURT seine Grusel-Geschichte rund um das mysteriöse Gebäude und die darin gefangenen Gäste halbwegs spannend in Szene gesetzt. Das Geschehen in HOUSE HUNTING jedoch zieht sich zäh wie Kaugummi, so dass der Zuschauer vermutlich nicht nur das schläfrige Geschehen vage im Blick behält, sondern auch den Timer des heimischen Film-Abspielgerätes. Die wenigen Charaktere sind derart unsympathisch skizziert und nerven mit ihrem hysterischen Gegacker bereits nach nur wenigen Minuten, dass sich der Film für alle Freunde des düsteren Genres zu einer wahren Geduldsprobe entwickeln dürfte. Zudem mag man als Filmfreund nur selten verstehen, warum die wenigen Protagonisten so willkürlich handeln. Zum einen wäre da die nahbarste, zugänglichste und verletzlichste Figur des gesamten Films: ein namenloses Mädchen, dass irgendwo im Wald aufgegabelt wird, und bereits zuvor Bekanntschaft mit dem verlassenen Gebäude gemacht haben muss. Ein Herausschneiden der Zunge hindert das traumatisierte Ding daran, mit den Neuankömmlingen zu kommunizieren. Sie weiß mehr über das leerstehende Gebäude und über die darin umherspukenden Wesen, als anfänglich vermutet. Umso unverständlicher, warum sie in ihrer Angst nicht irgendwie versucht, den Anwesenden von ihrem Martyrium in jener Hütte zu berichten. Vermutlich scheint das gebeutelte Mädchen nicht nur die eigen Stimme verloren zu haben, sondern auch jegliche Kenntnisse über das Kommunizieren durch Wort und Schrift.
 
Auch die übrigen Protagonisten wollen sich nicht wirklich glücklich in die vollkommen überfrachtete Szenarie einfügen. Es gibt den notorischen Weiberheld, der in absurden Momenten, wie diesen nur an die Begattung anderer Protagonisten zu denken scheint und auch die obligatorische, stereotype Kämpferin findet ihren Weg in den Film. Hin und wieder huschen bleich bemalte Geister durch das Setting, die stümperhaft versuchen, die Hintergründe ihres Ablebens zu rechtfertigen, so dass die Anwesenden das Mysterium des Hauses näher beleuchten können. Der Funke will trotz der immensen Ideen- und Informationsflut leider nicht überspringen und eine sympathische Identifikationsfigur, mit der sich der Zuschauer verbunden fühlt, sucht man in HOUSE HUNTING vergebens. Umso mehr dürfte der Filmfreund eine köstlich aufbereitete Splatter- und Gröselfarce erhoffen, deren Vorhandensein sich aktuell in Horrorfilmen dieser Art zum guten Umgangston entwickelt hat. Auch wenn die Geschichte bereits zu Beginn suggeriert, dass die Handlung wohl oder übel darauf hinauslaufen wird, dass sich die Familien in welcher Art auch immer bekriegen und auslöschen werden, so bekräftigen die fertigen Spezialeffekte im Films den vollkommen desaströs zusammengezimmerten Unterton des ohnehin schon unwichtigen Films. Zwar wird hier gestorben und sich selbst ins Jenseits befördert; wirklich reißerisch und spektakulär ist das alles jedoch nicht wirklich. Immerhin lässt sich hier einer der dümmsten Morde der Filmgeschichte bewundern, bei welchem eine Konservendose durchaus nützliche Dienste erweist – die unfreiwillige Komik, welche diese bierernst gemeinte Szene begleitet, lässt sich dabei kaum in Worte fassen.
 
Der kleine Indie-Grusler HOUSE HUNTING ist trotz aller unbeholfener Versuche eine ganz schön dumme Schlafpille, vor deren Sichtung nur gewarnt werden kann. Zwar wollen die vielen kleinen Einfälle gefallen; die Geschichte bleibt aber dennoch stets unwichtig und langweilig. Die vollkommen unterschiedlichen Charaktere prasseln mit all ihren Eigenarten aufeinander und finden sich alsbald in ziemlich grotesk wirkenden Konflikten wieder. Das ist zwar alles ambitioniert gemeint, wirkt aber wirr und fad und beginnt dem Zuschauer schnell den letzten Nerv zu rauben. Gruselstimmung kommt in HOUSE HUNTING zu keiner Minute auf, auch wenn Regisseur ERIC HURT hin und wieder diverse Geistermomente in die konfuse Handlung streut, die sich aber selten harmonisch in die Szenarie einfügen möchten. Immerhin sieht eine der anwesenden Protagonisten des Films die arg löchrige Inszenierung von HOUSE HUNTING kommen, so dass sie sich bereits zu Beginn des Gruslers den erlösenden Strick um den Hals schnürt und sich selbst erlösend in den Filmhimmel mordet. Alle Achtung – bei derart Weitblick kann man nur staunen!
 
 
 


 
 
 

HOUSE HUNTING – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Langweiliger als die Polizei erlaubt: desaströs-wirrer Gruselhausfilm mit einer Menge nervender Protagonisten, die dem Zuschauer bereits nach nur wenigen Minuten gehörig auf den Zündern gehen! Warum erlöst sie nur niemand bereits zu Beginn von ihrem bevorstehenden Leiden?
 
 
 


 
 
 

HOUSE HUNTING – Zensur

 
 
 
HOUSE HUNTING hat es ungeschnitten mit FSK16 in den deutschen Handel geschafft. Die Alterseinstufung überrascht, denn wir hätten mit einer Freigabe für Erwachsene gerechnet.
 
 
 


 
 
 

HOUSE HUNTING – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) MIG Film Group

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: House Hunting; USA 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 103 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: 27.02.2014

 
 
 

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HOUSE HUNTING – Trailer

 
 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
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Dead End (2003)

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Filmreview: “Dark Skies” (2013)

Dark-Skies-2013
 
 
 

Dark Skies

Story

 
 
 
Für Familie „Barrett“ ist nichts mehr so, wie es einmal war, als sie plötzlich mit unerklärlichen Vorfällen konfrontiert werden. Erst schleicht sich des abends ein ungebetener Gast in das Haus, dann prasseln drei bestimmte Vogelarten aus allen erdenklichen Richtungen gegen die heimischen Dachfenster. Hinzukommt, dass die Familienmitglieder mit seltsamen Blackouts zu kämpfen haben und groteske Wundmale an ihrem Körper vorfinden. In ihrer Panik wenden sich die Gepeinigten an einen Spezialisten, der den Eltern offenbart, dass die Familie Teil eines außerirdischen Experiments zu sein scheint …
 
 
 


 
 
 

Dark Skies – Kritik

 
 
 
Wenn auf einem Filmplakat suggeriert wird, dass hinter dem vorliegenden Filmchen, die Macher der legendären „Paranormal Activity“-Serie stecken sollen, dann dürfte in der hiesigen Filmszene vermutlich schnell ein lauthalses Stöhnen die Runde machen und alteingesessene Horror-Fans den kommenden Schocker „Dark Skies“ rasch entnervt von ihrer Must-See-Liste streichen. Die Horror-Schmiede „Blumhouse Productions“ hat sich in Genre-Kreisen mit ihren günstig produzierten Found Footage-Filmchen einen beneidenswerten Namen erkämpft und versucht nach diversen Geisterfilmchen nun auch im Science Fiction-Genre Fuß zu fassen.
 
Dark Skies“ ist einer jener Filme, bei denen man irgendwie nicht so wirklich weiß, wie man sie im Endeffekt bewerten soll. Ist man bereits mit dem Genre bewandert, dürfte schnell klar werden, wie der Hase läuft. Da werden die Geschehnisse mit allerlei mysteriösen Begebenheiten eingeläutet und natürlich im Verlauf der Handlung auf die Spitze getrieben. Hierbei versucht der Film sich bis zum Ende die Option offen zu halten, ob es sich denn bei all dem seltsamen Schabernack, um eine wirkliche Heimsuchung durch Aliens handelt, oder ob die Familie eventuell doch durch eine rationell erklärbare Bedrohung heimgesucht wird. Dabei gelingt es „Dark Skies“ durch allerlei einfache Mittel eine durchaus bedrohliche Atmosphäre zu entwickeln, die es dabei sogar kongenial schafft, falsche Fährten zu legen, um den Zuschauer reichlich zu verwirren. Das beginnt mit einem vollkommen belanglosen Durchwühlen des heimischen Kühlschranks durch etwas vollkommen Unbekanntem und endet damit, dass die Familienmitglieder von unerklärlichen Blutergüssen geplagt werden und mit absoluten Totalausfällen zu kämpfen haben. Effektiv ist das natürlich durchaus und spannend mit Sicherheit, und doch mag man am Ende irgendwie das Gefühl nicht loswerden wollen, nach der plausiblen Auflösung doch etwas vollkommen Spektakuläres und Verblüffendes erwartet zu haben.
 
Mit all seinem zwar effektiven, aber dennoch reichlich banalen Hokuspokus erinnert „Dark Skies“ durchweg an eine, auf Spielfilmlänge gezerrte Folge der berüchtigten Kult-Serie „The Twilight Zone“, nur mit dem Unterschied, dass das natürlich alles weniger charmant und kultig wirkt und stattdessen auf ein effektgeiles Mainstream-Publikum zugeschnitten wurde. Das wird spätestens dann offensichtlich, wenn die Protagonisten versuchen, ihre Wohnung mit Überwachungskameras zu spicken und man sich als Zuschauer wieder an die diversen „Paranormal Activity“-Filme und Plagiate zurückerinnert. Verwunderlich ist das natürlich bei weitem nicht, steht ja hinter „Dark Skies“ auch das Produzenten-Team des berüchtigten Wackelcam-Geister-Franchise, das wohl der Meinung war, die bisher kassentauglichste Zutat ihrer Filmschmiede auch in ihren aktuellen Beitrag unterbringen zu müssen.
 
Dark Skies“ scheint grob betrachtet, nicht wirklich viel Neues bieten zu können. Der Grundplot erinnert in seiner einigermaßen geschickten Umsetzung bemerkenswert stark an den Grusel-Kultfilm „Poltergeist“ aus dem Jahre 1982. Auch hier sieht sich eine typisch amerikanische Familie mit seltsamen Vorfällen konfrontiert, deren Auslöser bei einem der Familienmitglieder zu suchen ist. Doch nicht nur Elemente aus „Invasion of the Body Snatchers“ (1978) und „Signs“ (2002) sind im Film selbst wiederzufinden, auch Zutaten aus den hauseigenen Werken, wie „Insidious“ (2010) haben es letztendlich in irgendeiner Form in den nun vorliegenden „Dark Skies“ geschafft.
 
 
 
Der bereits mit dem Horror-Genre vertraute Drehbuchautor und Regisseur “Scott Stewart” (“Legion“(2010) und “Priest” (2011)) hat mit seinem aktuellen Beitrag den wohl bisher besten Film seines Regie-Daseins geschaffen, der zudem auch als der Film des Jahres 2013 betitelt werden darf, der sich am dreistesten an den diversen Kultfilmen des Genres vergangen hat. Hier findet man fast all das ansprechend recycelt wieder, was man bereits in diversen, in der Regel besseren Filmen innerhalb des Genres, zu Gesicht bekommen hat. Das schamlose Zitieren erfolgreicher Kultfilme dürfte bei dem ein oder anderen Filmfreund vermutlich die Schamesröte ins Gesicht treiben lassen, aber dennoch lässt sich behaupten, dass „Dark Skies“ trotz aller beschriebenen Vergehen, durchaus kurzweilig unterhält und gar nicht so übel ist, wie anfänglich gedacht. Zwar wirkt der Film nicht wirklich nachhaltig, aber als kleines Mysterie-Häppchen für Zwischendurch eignet sich „Dark Skies“ durchaus. Deshalb: dem Filmgenuß erwartungsfrei entgegenfiebern, um nicht allzu derb enttäuscht zu werden!
 
 
 


 
 
 

Dark Skies – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Willkommen in der „Twilight Zone“: konventioneller Mysterie-Schocker für ein ausgehungertes Mainstream-Publikum. Trotz altbekannter Zutaten ein durchaus gruseliges Filmchen in der Tradition der „Poltergeist“ und „Paranormal Activity“-Schocker
 
 
 


 
 
 

Dark Skies – Zensur

 
 
 
Der eher harmlose “Dark Skies” wird hierzulande in seiner ungeschnittenen Fassung eine “FSK16” erhalten.
 
 
 


 
 
 

Dark Skies – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
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Poltergeist (1982)

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Filmreview: “Im Bann der Hexe” (2013)

The_wicked_2013
 
 
 

IM BANN DER HEXE

THE WICKED

Story

 
 
 
Legenden ranken um eine kleine amerikanische Kleinstadt. Geschichten, die von einer bösartigen Hexe berichten, die tief in den Wäldern hausen und sich den Kinder des Ortes bemächtigen soll, um sich an deren Fleisch zu laben, dass sie bereits über Jahrhunderte am Leben hält. Auch die siebenjährige Amanda fällt beinahe dem blutigen Treiben der gierigen Greisin zum Opfer, wären da nicht sechs Kids, die dem Wahrheitsgehalt der urbanen Legende auf den Grund gehen wollen. Zu aller Überraschungen müssen die Freunde kurzerhand feststellen, dass der Mythos über die Kinder verschlingende Kreatur reeller ist, als anfänglich gedacht. In einem leerstehenden Häuslein weit draußen im Wald, stoßen die Jugendlichen nicht nur auf die kürzlich verschwundene Amanda, sondern auch auf die wütende Hexe aus all den geheimnisvollen Legenden …
 
 
 


 
 
 

IM BANN DER HEXE – Kritik

 
 
 
Nachdem kreative Folterfürsten, menschenfleischgierige Zombies und dreiste Poltergeister die heimischen Mattscheiben und Kinosäle mannigfach bevölkert haben, sind nun bösartige Hexen an der Reihe, um den Filmfreund den unlängst gebeutelten Horrorfilm erneut schmackhaft zu machen. Nach dem internationalen Action-Spektakel HÄNSEL UND GRETEL – HEXENJÄGER und dem durchweg stimmigen MAMA keine üble Idee, denn im Fahrtwasser erfolgreicher Mainstream-Filmchen lässt sich am effizientesten der schnelle Dollar erwirtschaften. Um den vorliegenden IM BANN DER HEXE optimal genießen zu können, sollte man im Vorfeld alle Erwartung gehörig zurückschrauben, denn nur so lässt sich dieser vollkommen banale B-Movie-Aufguss am Besten goutieren. Im Zentrum der Geschehnisse stehen einige übermütige Kids, die natürlich vollkommen angstbefreit, den Legenden einer sagenumwobenen Hexe auf die Schliche kommen wollen und dabei natürlich tatsächlich auf jenes Monster stoßen. Im Keller einer zerfallenen Holzhütte hat die ihre eigene “Fleischerei” eingerichtet und scheint mit einer Genüsslichkeit allzu neugierige Kids durch ihren hauseigenen Fleischwolf zu jagen. Doch bis es überhaupt soweit kommt, benötigt IM BANN DER HEXE (der übrigens im Original THE WICKED heisst) einen ziemlich zähen Anlauf. Nach einem stimmigen Auftakt und ansprechenden Opening-Credits vergeudet der Film geschlagene 30 Minuten damit die richtige Richtung zu finden. Da werden eine Handvoll naiver Kids in die Szenarie geworfen und blabbern fortan dummes Zeug, was der Handlung nur selten dienlich sein will. Hierbei scheint dem Film nicht gänzlich schlüssig zu sein, wie er denn nun eigentlich zum Punkt kommen soll. Es werden die obligatorischen Stereotypen eingeführt, dem ungenierten Beischlaf gefrönt und natürlich allerhand Schabernack getrieben, der nur selten wichtig für den Fortgang der Handlung sein möchte. Alles hat den Anschein, als würde dem Zuschauer hier eine erschreckend bedeutungslose Episode einer x-beliebigen TV-Serie serviert, was natürlich nicht wirklich verwundert, wenn man sich die Filmografie des Regisseurs PETER WINTHER zu Gemüte führt. Seine bisherigen Regiearbeiten beschränken sich vorwiegend auf ein breit gefächertes Sammelsurium bekannter TV-Formate. Und so überrascht nicht wirklich, dass es IM BANN DER HEXE mit einer spielerischen Leichtigkeit gelingt, dem Niveau eines günstig heruntergekurbelten Fernsehfilmchen vollends gerecht zu werden.
 
Wer jetzt jedoch denkt, dass IM BANN DER HEXE aufgrund der beschriebenen Defizite zwingend schlecht sein muss, der irrt. Denn mit dem Einbruch der Nacht, erwacht auch der Film aus seiner bedeutungslosen Lethargie und verpulvert ein kurzweiliges Action-Feuerwerk, dass den penetrant-billigen Unterton dieser Low Budget-Produktion rasch vergessen lässt. Die Kids flüchten waldein, waldaus, erkunden die Hütte der Hexe, laufen erneut in den Wald, um anschließend festzustellen, doch jemanden in der heruntergekommenen Behausung zurückgelassen zu haben. Auch wenn das alles eigentlich vollkommen bedeppert scheint und die Kids natürlich brenzlich dumm agieren, so schafft es der Film ein enormen Tempo zu entwickeln, das die rund 100 Minuten(!) Spiellaufzeit wie im Flug vergehen lassen. Aufgrund der künstlich verursachten Hektik fallen auch die unzählig schlechten CGI-Bluteffekte weniger ins Gewicht, die in ihrer dilettantischen Darstellung kaum zu übertreffen sind und in ihrer nichtvorhandenen Fingerfertigkeit eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit denen aus den miesen WRONG TURN-Fortsetzungen besitzen. Immerhin greift IM BANN DER HEXE neben unnötigen CGI-Gekröse auch auf traditionelle Handmade-Effekte zurück und verzeichnet einen überschaubaren, wenn auch nicht minder unterhaltsamen, Splatter-Score.
 
Dass “billig” nicht immer zwingend “Schlechtes” bedeuten muss, hat Regisseur PETER WINTHER mit seinem ersten eigenen abendfüllenden Filmchen durchaus ansprechend bewiesen. Auch wenn die gesamte Inszenierung technisch nur selten besser ist, als die grandiosen “Kultfilme” der unsäglich schlechten THE ASYLUM-Kreativschmiede, so bekommt der Filmfreund hier dennoch gehörig Kurzweil und Action geboten. Die Protagonisten des Szenarios werden unermüdlich durch die geradezu flache Geschichte getrieben, sodass nur selten Langeweile aufkommen will und die eigentlich vollkommen hanebüchene Geschichte geradezu bemerkenswert flott aufgewertet wird. Die Script-Schreiber haben sich zudem vom Action-Heuler JUMPER ausreichend inspirieren lassen. Denn die schauderhafte Kreatur “jumpt” sich mit einem wahnsinnigen Einfallsreichtum durch Wald und Wiesen. Vermutlich scheint das gesamte Effekte-Budget allein nur in die etwas gewöhnungsbedürftige Fortbewegungsmöglichkeit der Hexe geflossen zu sein, sodass kaum Geld für wichtige Krösel-Effekte zur Verfügung gestanden haben muss. Die Spezial-Effekte schauen in ihrer günstig umgesetzten CGI-Pracht wahnsinnig unprofessionell aus – ein trashiger Unterton ist hierbei nicht von der Hand zu weisen. Dennoch ist IM BANN DER HEXE ein kleiner, netter Horror-Beitrag, der sich trotz seiner etwas dilettantischen Inszenierung immer noch besser macht, als all die miserablen Werke aus der grottigen THE ASYLUM-Filmwerkstatt zusammen. Als kleiner “Snack” für Zwischendurch auf jeden Fall zu empfehlen!
 
 
 


 
 
 

IM BANN DER HEXE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Kleines, unscheinbares Gruselmärchen, dass es aber deftig in sich hat. Böse Hexe mit eigenem Schlachthaus auf der Suche nach allzu neugierigen Kiddis – da lacht das Splatter-Herz!
 
 
 


 
 
 

IM BANN DER HEXE – Zensur

 
 
 
Da der Film nur wenige Splatter-Effekte besitzt, hat es IM BANN DER HEXE mit blauem FSK-Flatschen nach Deutschland geschafft. Die Kaufhaus-Version ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

IM BANN DER HEXE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Sunfilm / Tiberius Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Wicked, USA 2013

Genre: Thriller, Horror, Fantasy

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1, Englisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 105 Min. (uncut)

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: 05.06.2014 (Uncut-Fassung)

 
 
 

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IM BANN DER HEXE – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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Filmreview: “Das Kind” (2012)

Das-Kind-2012
 
 
 

Das Kind

Story

 
 
 
Der an einem unheilbaren Hirntumor erkrankte Waisenjunge Simon Sachs (Christian Träumer) freundet sich im Krankenhaus mit Carina Freitag (Sunny Mabrey) an. Um ihm die Angst vor dem Tod zu nehmen, schenkt die Krankenschwester Simon zu seinem zehnten Geburtstag eine „Rückführung“ beim Psychologen Dr. Tiefensee (Luc Feit). Doch der Junge erlebt dabei eine negative Überraschung: Er sieht sich selbst bei der Ermordung eines Menschen. Fortan hält sich Simon für einen Serienmörder und will sich der Polizei stellen. Noch ungläubig hinsichtlich des Wahrheitsgehaltes von Simons Vision geht Schwester Carina darauf ein, einen der Tatorte aufzusuchen und überredet ihren Ex-Freund, den Anwalt Robert Stern, sie und Simon zu begleiten. Der Junge führt sie in eine alte Fabrik, wo sie tatsächlich eine Leiche finden. Der ist, wie in Simons Vision, der Schädel mit einem Beil eingeschlagen wurden. Stern meldet den Vorfall der Polizei, doch die Tatsache, dass der Mord bereits fünfzehn Jahre zurückliegt, also noch vor Simons Geburt, führt dazu, dass der Verdacht bald auf den Anwalt fällt. Es beginnt ein Wettlauf zwischen dem Trio Stern, Simon und Carina auf der einen Seite, der Polizei, einem mysteriösen Erpresser, der von Stern den Namen des Mörders wissen will und dem Mörder selbst. Das unerklärliche Wissen des Jungen, dessen Alpträume ihn zu weiteren Toten führen, macht diesen Trip zunehmend unheimlicher…
 
 
 


 
 
 

Das Kind – Kritik

 
 
 
Was sich vom Setting her spannend anhört, entpuppt sich auf der Leinwand bzw. auf der heimischen Mattscheibe als einigermaßen halbherziger Versuch, einen Hollywood-Blockbuster nachzuahmen. Das Problem des Films sind dabei nicht logische Stolpereien – die schlussendliche Erklärung für Simons Visionen ist zumindest plausibel – oder schlechte Schauspieler, sondern dass es ihm zu keinem Zeitpunkt gelingt, „echt“ zu wirken. „Das Kind“ ist von Deja-vus durchsetzt: „Staranwalt“ Robert Stern (Eric Roberts) gibt mit seiner grauen Fönfrisur einen Aufguss von Richard Gere (witzigerweise ist Eric der Bruder von Julia Roberts), Frederik Losensky (Reiner Schöne) lässt in seinem religiösen Eifer aber auch optisch an die Figur des Chartand aus der Verfilmung von Dan Browns „Illuminati“ denken. Und auch hinsichtlich der Sehgewohnheiten des Mainstream-Kinos bewegt man sich auf der sicheren Seite: Wenn zum Beispiel am Ende Simon stirbt, wird das Pathos mit der großen Suppenkelle verteilt, die Musik dudelt geschmacksverstärkerisch wie in einem der typischen Ami-Schinken. Die Tränendrüse drückt quasi da von selbst, dem Pawlowschen Reflex entgeht niemand. Das Kochrezept ist altbewährt und tausendfach erprobt, allein mangelt es an der eigenen kreativen Beitrag, am letzten Pfiff.
 
Entstanden ist „Das Kind“ nach dem gleichnamigen Roman von Sebastian Fitzek. Gedreht wurde 2011 in Berlin, der Heimatstadt des Autors. Die Vorlage des Thriller war ein Bestseller, da dürften die Erwartungen der Fans hoch gewesen sein. Doch der Film wirkt aufgesetzt und blutleer, die Figuren mit wenigen Ausnahmen künstlich. Dass „Das Kind“ in englischer Sprache produziert und deutsch synchronisiert wurde, erklärt diesen Effekt des „Fremdelns“ mit dem Personal zwar nicht, dürfte ihn aber ein Stück weit verstärken. Vielleicht liegt ja das Problem bei Regisseur Zsolt Bács, ein Freund Fitzeks, der uns bereits mit solch Sternstunden der Fernsehunterhaltung wie „Der Bergdoktor“, „SOKO Rhein-Main“ oder „Forsthaus Falkenau“ beglückte. Der Mann weiß sicher, mit welchen Zutaten man eine schmackhafte Suppe anrührt, nur wird er deshalb nicht zwangsläufig zum Gourmet-Koch. Handwerklich gibt es nichts zu kritisieren, doch spricht es Bände, wenn Fitzek ihn mit folgenden Worten charakterisiert: „Mit Zsolt kann man allerdings auch nicht wirklich streiten, dazu ist er viel zu nett.“ (aus dem Pressheft zum Film). Wahrscheinlich hätte ein routinierter Thriller-Handwerker wie David Fincher den Stoff adäquat umgesetzt, doch Fitzek hat sich auf seinen Kumpel verlassen. Danach befragt, wieso er die Verfilmung angeht, obwohl viele der Meinung seien, dass ein „deutscher Psychothriller nicht funktioniert“, antwortet der Autor: „Weil ich ein unerschütterlicher Optimist bin… Aber ich wollte es dann auch einfach wissen.“ Mit Optimismus allein lässt sich der internationalen Mainstream-Erfolg wohl nicht herbeireden. Ein Manko des deutschen Films – der häufig genug zu Unrecht kritisiert wird – ist wohl auch das Schielen in Richtung Amerika. Doch dort gelingt es gerade eher eigenständigen Werke zu punkten, so wie Ole Bornedal „Nachtwache“ oder „Monsieur auf Abwegen (Un éléphant ça trompe énormément)“ von Yves Robert, die ein Remake in Hollywood erfuhren. Warum die Amis einen mittelmäßigen „Sieben“-Abklatsch beklatschen sollten, bleibt ein ungelöstes Rätsel.
 
Erwähnt werden soll an dieser Stelle, dass es zumindest ein kleines Highlight gibt: Die positive Überraschung des Films ist Dieter Hallervorden als Stiemer. Wer Hallervorden nur als blödelnden Grimassenschneider kennt, wird überrascht sein, dass der mittlerweile 78-Jährige in „Das Kind“ glaubwürdig den verrückten Drahtzieher eines Kinderschänderringes spielt. Nicht zu vergessen Ben Becker der sich quasi selbst spielt: Er gibt den Borchert, einen zupackenden Zuhälter mit Herz und großer Schnauze. Eine Rolle, die Becker auf den Leib geschrieben scheint.
 
 
 


 
 
 

Das Kind – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Alles in allem ist „Das Kind“ durchschnittliche und durchschnittlich spannende Unterhaltung, nicht schlecht aber auch kein großer Wurf. Der Grusel- und Splattergrad ist eher gering. Hartgesottene Slasher-Fans werden den Film als Kinderprogramm einstufen, was auch thematisch ganz gut passt.
 
 
 


 
 
 

Das Kind – Zensur

 
 
 
Die Heimkino-Fassung von “Das Kind”  ist mit einer FSK 16 vollkommen ungeschnitten!
 
 
 


 
 
 

Das Kind – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Das-Kind-Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Das Kind; Deutschland 2012

Genre: Thriller, Horror, Mysterie, Krimi

Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1; (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 119 Min.

FSK: FSK 16

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Making of, Trailer

 
 
 
Die Verfilmung des bekannten Bestellers wurde von den Lesern des Romans als sehr zwiespältig aufgenommen. Viele Details aus dem Buch fehlen in der Kinoumsetzung gänzlich, sodass der Film nicht annähernd der enorme Erwartungshaltung erfüllen konnte, die DAS KIND bei Fans des Buchvorlage vor dem Kinostart geschürt hatte. Das macht sich leider auch in der Blu-ray-Auswertung bemerkbar. Allzu ausufernd kommt die nicht daher. Zwar ist der Ton und das Bild durchweg auf sehr hohem Niveau, dennoch scheint es hin und wieder etwas gewöhnungsbedürftig, wenn sich die Lippen der teilweise deutschen Schauspielercrew (der Film wurde in englischer Sprache gedreht) vollkommen asynchron zur deutschen Synchronisation bewegen. Das zugegebenermaßen stimmige Menü, bietet gerade einmal ein deutsches Making of (20 min. / HD) und den Trailer zum Hauptfilm, ebenso in deutscher Sprache. Drei weitere Trailer kommender Filme aus dem Hause EUROVIDEO runden das Bonuspaket ab. Bleibt zu erwähnen, dass es noch einen BD-LIVE-Zugang gibt, bei dem ein Zugang zum Internet benötigt wird um Zusatzinformationen zum Film zu erhalten und dem Filmfreund zudem ein Wendecover spendiert wurde. Untertitel zum Film gibt es übrigens keine!
 
 

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Das Kind – Trailer

 
 

 
 
 
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Bereavement – In den Händen des Bösen (2010)

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The Ghostmaker (2011) –  Ebenfalls Beitrag des deutschen After Dark Films


Filmreview: “The Frozen” (2012)

The Frozen_2012_poster
 
 
 

The Frozen

Story

 
 
 
Ein traumhaft winterlicher Campingausflug wird für das junge Pärchen „Mike“ (Seth David Mitchell) und „Emma“ (Brit Morgan) zu einem unvergesslichen Psychotrip. Nachdem die beiden mit dem Schneemobil einen Unfall gebaut haben und irgendwo tief weit draußen in den verschneiten Wäldern auf rettender Hilfe hoffen, werden Sie auch noch von einem seltsamen Fremden verfolgt, der scheinbar nichts Gutes im Schilde führt. Als „Mike“ plötzlich auf mysteriöse Weise verschwindet, ist die verängstigte „Emma“ ganz auf sich allein gestellt. In ihrer Panik beginnt sie sich einen Weg hinaus aus der eisigen Gegend zu bahnen – mit einer erschreckenden Einsicht, wie sich bald herausstellen wird … 
 
 
 


 
 
 

The Frozen – Kritik

 
 
 
Winterliche Landschaften sind wahrlich geradewegs dafür prädestiniert eine unheimliche und subtile Gruselstimmung zu erzeugen. Denn auch hinter vermeintlich friedliebender Kulisse kann sich oftmals das abgrundtief Böse verstecken. Dass angsteinflößendes Unbehagen auch im eisigen Schnee lauern kann haben schon einige Filmemacher eindrucksvoll bewiesen, denn winterlich verstörende Filme gab es zuletzt zuhauf (u.a. “The Shinning” (1980), “Der eisige Tod” (2007)). Auch der vorliegender Thriller „The Frozen“ spielt mit der geheimnisvollen Idylle, die so ein verschneit-winterliches Wäldchen birgt. Ganz zum Leidwesen der beiden Protagonisten des Films, für die sich die eigentlich traumhafte Winterpracht zu einem verhängnisvollen Erlebnis gestaltet. Ihre Unvernunft treibt die beiden an den Rande ihrer Wahrnehmungsfähigkeiten, denn nach nur wenigen Stunden bei Temperaturen jenseits des Nullpunkts beginnt vor allem „Emma“ Dinge zu sehen, für deren Existenz sie keine Erklärung findet. Nicht nur, dass sie seltsam bekleidete Personen im Dickicht erblickt, seltsame Stimmen und Schritte spuken des Nachts um das Zelt und stören den Schlaf der verunsicherten Frau. Zudem werden die beiden von einem skurrilen Jäger verfolgt, der das Treiben des Pärchens aus der Ferne beobachtet und „Emma“ zweifeln lässt, warum ihr Freund sie gerade zu derart unmenschlichen Temperaturen zu einem kuscheligen Wanderausflug überreden musste.
 
So wirklich Unrecht hat sie dabei nicht, wirkt die Ausgangssituation des Films schon sehr konstruiert. Immerhin sah sich Drehbuchautor und Regisseur „Andrew Hyatt“ darum bemüht seine kleine Geschichte irgendwie nied- und nagelfest zurechtzufeilen. Trotz Unfall hält „Mike“ nichts davon ab, den Kurztrip fortzuführen, um den geeigneten Zeitpunkt zu finden, seiner Freundin einen Heiratsantrag zu machen. Und so irren die beiden Liebenden orientierungslos im Wald umher, um letztendlich doch wieder feststellen zu müssen, einmal mehr im Kreis gelaufen zu sein. Auch wenn einige Gegebenheiten etwas arg seltsam anmuten, so kann man „Hyatt“ nicht unterstellen, einen Film gedreht zu haben, der schlecht ist. Einfachste erzählerische Mittel und das stupide Umherirren in der winterlichen Landschaft führen letztendlich zu einem homogenen Ganzen und lassen „The Frozen“ bei weitem besser ausschauen, als die Unmengen teurer Mainstream-Produktionen der letzten Dekaden. Obwohl einige der seltsamen Interaktionen der Anwesenden anfänglich kaum Sinn ergeben wollen und arg befremdlich wirken, so tritt die Erleuchtung nach dem Abspann ein und dürfte vor allem Horrorfilmanfänger reichlich verblüffen.
 
Mit dem aktuellen Thriller „The Frozen“ erwartet der Zuschauer gänzlich seichte Film-Kost, für die die Bezeichnung Thriller fast schon etwas zu weit hergeholt und schroff scheint. Auch wenn Regisseur „Andrew Hyatt“ des öfteren vollkommen falsche Fährten streut und dem Zuschauer weiß machen will, dass sich hinter den gesamten Geschehnissen etwas zutiefst Böses und Bedrohliches verstecken soll, so dürfte der geneigte Filmfreund nach der recht plausiblen Auflösung etwas verdutzt aus der Wäsche schauen. Der Film „The Frozen“ hat letztendlich mit Horror im herkömmlichen Sinne nur sehr wenig gemein und erinnert über weite Strecken an die Werke des ambitionierten Hollywood-Regisseurs „M. Night Shyamalan“, der bekanntlich ein sicheres Händchen darin besitzt, den Zuschauer mit einer unerwarteten Filmauflösung zu konfrontieren. Wer sich angenehm gruseln möchte, ohne dabei von markerschütternden Schocks verfolgt zu werden oder in Lachen von Blut ertrinken zu müssen, dem dürfte der Mysterie-Thriller vortrefflich munden. Denn bis auf einige ausgeweidete Wildtiere gibt es hier kein Futter für blutgierige Splatterfilm-Fans.
 
 
 


 
 
 

The Frozen – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Seichtes Mysterie-Süppchen in traumhaft winterlicher Kulisse
 
 
 


 
 
 

The Frozen – Zensur

 
 
 
Im Film wird nicht getötet, daher dürfte “The Frozen” mit einer FSK16 Freigabe ungeschnitten veröffentlicht werden.
 
 
 


 
 
 

The Frozen – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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Filmreview: “YellowBrickRoad” (2010)

Yellowbrickroad
 
 
 

YellowBrickRoad

Kritik

 
 
 
Lust auf einen wirklich unwichtigen Film, mit unglaublich stumpfsinniger Handlung und wirklich dilettantisch umgesetzten Spezialeffekten, die den Zuschauer einmal mehr an den Rande des Sekundenschlafs treiben? Dann eignet sich der hölzerne und gähnend langweilig Möchtegern-Schocker “YellowBrickRoad” als vortreffliche Wahl, zumindest wenn man darauf aus ist, sich den eigentlich gemütlichen TV-Abend ansprechend zu verderben.
 
YellowBrickRoad” ist ein ganz furchtbarer Hirnverdreher und derart “kopflos“, wie es das Filmplakat bereits suggeriert. Die Handlung ist vollkommen unspannend, die Akteure nerven derart, dass man ihnen den schnellen Tod wünscht und die wenigen Krösel-Effekte wirken eher albern, als das sie dem Film überhaupt förderlich wären. Aber alles der Reihe nach. Bereits im Sommer 2011 durften sich deutsche Genre-Fans von den nicht vorhandenen Schauwerten dieser Indigurke auf dem alljährlichen Fantasy Filmfest überzeugen. Nun, fast 1,5 Jahre später erscheint  “YellowBrickRoad” bundesweit direkt auf Blu-ray und DVD. Dass sich der deutsche Heimkino-Release derart verzögert hat, rührt nicht von ungefähr, denn führt man sich das Endprodukt zu Gemüte, so fragt man sich, warum der hiesige Vertrieb “dtp entertainment AG” derart Quark überhaupt in Deutschland veröffentlichen muss, gibt es doch unzählige andere bisher unveröffentlichte (bessere) Perlen da draußen, die sehnlichst auf eine Veröffentlichung warten. Bereits nach nur wenigen Minuten wird deutlich, welch nennenswerte Qualität “YellowBrickRoad” überhaupt birgt und die liegt schlicht und einfach darin, den Zuschauer unwillkürlich für dumm zu verkaufen und streckenweise vollkommen desaströs zu langweilen. Vor allem die stümperhaft eingesprochene, deutsche Synchronisation tut da ihr übriges, denn diese sorgt unweigerlich dafür, dass die Nerven des Zuschauers rund 100 Minuten lang überstrapaziert werden. Dabei beginnt die Geschichte um die mysteriöse Gegend um die “YellowBrickRoad” eigentlich recht vielversprechend.
 
Einige Wissenschaftler, Forscher und Nichtskönner raffen sich zusammen, um das seltsame Verschwinden der Bewohner einer ganzen Stadt zu untersuchen. Bereits im Jahre 1940 folgte die Bevölkerung des fiktiven Örtchens “Friar” in “New Hampshire” einem geheimnisvollen Waldweg – keiner derer jedoch, die den Ort verlassen haben, kehrte je wieder lebend zurück. Nun 70 Jahre später wollen jene Einfaltspinsel derart ungelösten Fall erneut untersuchen und ihre Erkenntnisse in einem Buch niederschreiben. Sie scharren allerhand nützliches Equipment zusammen und folgen jenem sagenumwobenen Waldweg, der einst auch die Einwohner von “Friar” ins Verderben stürzte. Nach nur wenigen Metern wird klar, dass die Gegend mitnichten so friedlich scheint, wie anfänglich gedacht. Die Geräte spielen verrückt und schnell stellen die Anwesenden fest, dass das gesamte technische Equipment wenig hilfreich ist, um die Expedition überhaupt fortsetzen zu können. Was nun folgt spottet jeglicher Beschreibung und ist an filmischen Dilettantismus kaum noch zu überbieten. Anstatt den Heimweg anzutreten, beschließen die Crew-Mitglieder dem Vorschlag des Expeditionsleiter “Teddy Barnes” zu folgen. Der scheint noch nicht genug aussagekräftiges Material zu besitzen, um sein Buch zu füllen. Und so kommt es eben, wie der routinierte Filmfreund es vorausahnt. Je tiefer die Anwesenden in den Wald vordringen, umso lauter ertönt ein mysteriöses Gedudel, dass den Anwesenden (und vor allem dem Zuschauer) schier den Verstand raubt. In ihrer Panik teilt sich die Gruppe auf und beginnt sich im Wahn gegenseitig zu dezimieren.
 
Klingt alles nach vollkommen wirren Bullshit – ist es auch. Auch wenn das grobe Story-Geflecht weitaus ansprechendes Horror-Einerlei mutmaßen lässt, so ist der fertige “YellowBrickRoad” ein niederschmetterndes Filmchen, das durch und durch enttäuscht. Allein schon der ziemlich zähe und langatmige Erzählfluss tapst genüsslich vor sich daher und birgt eine fast schon dreiste Ideenlosigkeit, dass dem Horrorfilmfreund glatt der Spaß am Genre vergehen könnte. Das nervtötend gemächliche Tempo des Filmes erweist sich als unzumutbar, dürfte jedoch unter Filmfreunden mit Schlafproblemen für einen wohlig-erholsamen Tiefschlaf sorgen.
Wirklich viel zu sagen hat “YellowBrickRoad” nicht. Zumindest wenn man einmal die Erkenntnis außen vor lässt, wie unsäglich quälend lang 100 Minuten Filmlaufzeit sein können. Da werden Lollies gelutscht und von giftigen Beeren genascht, obwohl wenige Minuten zuvor vor der Ungenießbarkeit der Früchte gewarnt wurde. Da stibitzt eine Protagonistin aus Hunger den letzten Proviant, um wenige Minuten später freiwillig und ohne jegliche Logik von einer Felsklippe zu springen. Sinn ergibt das wirre Gequassel und die peinlichen Interaktionen der Anwesenden selten und so reduziert sich der Film allein darauf, irgendwie ein Ende zu finden. Das ist natürlich schnell gefunden. Anstatt die zugrunde liegenden Gegebenheiten in irgendeiner Weise kreativ zu Ende zu spinnen, sorgt die unzureichende Phantasie der Drehbuchautoren dafür, dass die wenigen Charaktere ein schnelles und vor allem unwichtiges Ende finden. Demnach metzeln sich die Helden der Geschichte uninspiriert um die Ecke, sodass nach gefühlten Stunden endlich der Abspann über den Bildschirm flimmern darf.
 
YellowBrickRoad” ist ein ganz einfältiges Filmchen, auf das man als Filmfreund gänzlich verzichten kann. Hier stimmt einfach rein gar nichts. Die Erzählung ist zäh, unwichtig und eindeutig viel zu lang. Die handvoll unwichtiger Protagonisten beginnen schon nach nur wenigen Minuten zu nerven und die ganze Inszenierung erweist sich als einschläfernde und vor allem dilettantische Nummernrevue ohne Sinn und Verstand. Die Effekte wirken eher unfreiwillig komisch, als das sie ängstigen sollen (da reißt ein Charakter einer Protagonistin eigenhändig (!) eine Bein aus), sodass selbst Gorehounds keinen Spaß mit dieser Gurke haben dürften. Gott weiß, was in die beiden Regisseure Jesse Holland und Andy Mitton gefahren sein muss, als sie die glorreiche Idee hatten, diesen minderbemittelten Film zu drehen. Vermutlich haben die beiden sich in irgendeiner Bar gehörig besoffen, um wenige Minuten später ein unzureichend plausibles Drehbuch zu Papier zu bringen, dass innerhalb weniger Tage mit einer handvoll untalentierter Nachwuchspappnasen auf Zelluloid gebahnt werden musste. Wohlmöglich wäre es dem Film förderlicher gewesen, hätten sich die Macher hinter “YellowBrickRoad” vor der Realisierung ihrer Schlaftablette einige bessere Vertreter des Genres zu Gemüte geführt, um zu studieren, wie ein “guter” Horrorfilm auszuschauen hat! Auch wenn es hierbei im einen Indie-Film handelt, so hat man aus derart Sektor bereits schon unzählig bessere und vor allem innovative Vertreter gesehen. Wer allein nur nach guten Filmen Ausschau hält, der sollte um “YellowBrickRoad” einen großen Bogen machen. Denn dieser Film ist einer dieser Beiträge, nach deren Sichtung man unweigerlich bereut, überhaupt kostbare Lebenszeit für derart hirnrissigen Schund verschwendet zu haben.
 
 
 


 
 
 

YellowBrickRoad – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
Haste Einschlafprobleme? Oder suchst Du noch nach einem passenden Geschenk für Bekannte, die Du eigentlich weniger magst – “YellowBrickRoad” bittet die Lösung!
 
 
 


 
 
 

YellowBrickRoad – Zensur

 
 
 

Die deutschen Fassung ist mit “keine Jugendfreigabe”-Kennzeichnung ungeschnitten.
 
 

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YellowBrickRoad – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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Filmreview: “The Ghostmaker” (2011)

7 Punkte Final

the-ghostmaker
 
 
 

The Ghostmaker

Story

 
 
 
Womanizer “Kyle” verdient sich neben dem Studium einige Dollars dazu, um seine heimliche Drogensucht zu finanzieren. Als Entrümplungs-Experte im Einsatz erhofft er sich von den Wiederverkäufen die schnelle Mark. Als er eines Tages zu einer älteren Frau gerufen wird, staunt er nicht schlecht, als diese ihm einen seltsamen Sarg aus dem 15. Jahrhundert überlassen möchte und ihn bittet, diesen doch für sie zu entsorgen. Doch statt sich der Antiquität zu entledigen, karrt er den Gegenstand in den eigenen Keller, wo er ihn ausgiebig beginnt zu studieren. Schnell gelangt er hinter das Geheimnis des Sarkophags und berichtet seinen beiden besten Freunden von seiner Entdeckung. Unkenntlich auf dem ersten Blick, verbirgt sich im Inneren des Sarges ein geheimnisvoller Mechanismus, der es demjenigen ermöglicht als Geist auf Erden zu wandeln, der sich ohne Scheu in den Sarkophag legt. Anfänglich noch bedacht, schwindet bald die Vorsicht der Freunde. Jeder der drei versucht die Fähigkeit der Maschine für seine Zwecke zu nutzen – ein fataler Fehler, wie sich alsbald herausstellen wird …
 
 
 


 
 
 

The Ghostmaker – Kritik

 
 
 
Genug von perversen Folterhorror und penetranten Laien-Kameragewackel?
 
Dann dürfte der vorliegende “The Ghostmaker” vermutlich vortrefflich munden, denn “Mauro Borellis” aktueller Grusel-Okkult-Thriller weiß virtuos an die Glanzzeiten atmosphärischen Horrors anzuknüpfen, ohne dabei den Spannungspegel außer Acht zu lassen. Zwar ist die Geschichte der Nahtod-Erfahrung nicht gänzlich neu und erinnert ein wenig an den Hollywood-Klassiker “Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben“, dennoch ist die gesamte Inszenierung, in Anbetracht des minimalen Budgets, als überaus lobenswert und gelungen zu betiteln. Entgegen der Erwartungen, handelt es sich bei “The Ghostmaker” um ein waschechtes B-Movie, dem man dennoch seine Herkunft nur selten ansieht. Das Setting gestaltet sich zwar als relativ puristisch, was aber nicht zwingend heißen soll, dass die Geschichte um den mysteriösen Kasten nicht weniger gruselig bleibt.
 
Regisseur “Mauro Borelli” hat wahrlich alles erdenkliche aus dem minimalen Produktionsbudget gezaubert und so überrascht es immens,  wie gut getrickst die handvol digitaler Spielereien doch daherkommen und wie stimmig dieser kleiner Gruseltrip letztendlich doch ist. Das mag vor allem an dem sicher und gut eingespielten Darsteller-Trio liegen, dass es schafft mit glaubhaften Konflikten untereinander die Geschichte zum Tragen zu bringen und die Spannung auf Höchstmaß zu treiben. Besonderes Augenmerk sei hierbei, mit welch erzählerisch einfachen Mitteln Regisseur “Borelli” es schafft, die Sympathiepunkte kontrovers zu verteilen. Der anfänglich vermeintliche Bösewicht “Kyle” erweist sich letztendlich als Held der Handlung – sein bester Freund “Sutton” dagegen, der sich nur mittels Rollstuhl fortbewegen kann und zu Beginn der Geschichte als vertrauenswürdig gilt, wird am Ende zum skrupellosen und selbstsüchtigen Gegner deklariert. Die Kunst, mit der Erwartungshaltung des Zuschauers zu jonglieren beherrscht “Borelli” erstaunlich selbstsicher und das geschickte Spiel zwischen Gut und Böse unterhält ungemein. Da überrascht es vor allem, dass eine konventionelle und geradlinig erzählte Geschichte, wie die des “The Ghostmaker” auch ohne obligatorischen Blutzoll und ausufernde Krösel-F/X auskommt, denn kassenträchtige Gewaltspitzen hat dieser Film rein gar nicht nötig!
 
Insgesamt erlebt der interessierte Filmfreund mit “The Ghostmaker” einen klassischen und geradlinigen Gruselthriller ohne herausragende Überraschungen. Dennoch, gerade die konventionelle Erzählweise macht diesen Mystery-Thriller recht sehenswert. Die Thematik ist in Anbetracht des ewig gleichen Allerleis gängiger Horrorfilmkost, als relativ erfrischend einzuordnen und die Inszenierung erweist sich als straff und selbstsicher, sodass der Zuschauer verblüfft sein dürfte, wenn “schon” nach 90 spannenden Filmminuten die Endcredits über den Bildschirm/Leinwand flimmern. Auf derbe Splatter-Exzesse hat Regisseur “Mauro Borellis” Gott sei Dank verzichtet, sodass “The Ghostmaker” auch für empfindsame Gemütern uneingeschränkt geeignet ist. Einziger Kritikpunk sei anbei die seltsam, ummantelte Figur genannt, die den Freunden nach dem Benutzen des Sarges des öfteren erscheint und die so rein gar nicht zum Gesamtbild passen mag, weil ihr Erscheinen rein gar keinen tiefgreifenden Sinn besitzt, um die Geschichte voranzutreiben. Dennoch, für eine Genre-Produktion mit derart beschränkten Budget-Rahmen, kann ich den Film nur jeden Horrorfilmfreund empfehlen, der sich gern von frischen Filmideen berieseln lassen möchte!
 
The Ghostmaker” läuft aktuell im Rahmen einer deutschen “After Dark” Filmreihe zusammen mit einer kleinen Auswahl andere Genre-Filmen Ende November 2012 in den landesweiten Kinos an. Hoffen wir, dass nach amerikanischen Vorbild, auch die deutsche “After Dark“-Kinoreihe zu einem kleinen Genre-Geheimtipp unter Horrorfilmfreunden avanciert, “Borellis” Beitrag dürfte bereits jetzt schon als kleine Indiependent-Perle gehandelt werden. Sehenswert!
 
 
 


 
 
 

The Ghostmaker – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Ein kleiner, überraschend sehenswerter Geheimtipp für Freunde atmosphärischen Grusels.
 
 
 


 
 
 

The Ghostmaker – Zensur

 
 
 
Der Film lebt weniger von Schocks und derben Terror. Ebenso geht es recht “jugendfreundlich” zu Gange, sodass der Film ungeschnitten ab FSK16 freigegeben ist!
 
 
 


 
 
 

The Ghostmaker – Deutsche Blu-ray

 
 
 
The_Ghostmaker_Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The GHostmaker; USA 2011

Genre: Thriller, Horror, Mysterie

Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1; (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: FSK 16

Verpackung: Amaray ohne Wendecover

Extras:Trailer, Trailershow

 
 
 
Die kleine Horrorproduktion THE GHOSTMAKER aus dem Hause ASCOT ELITE kommt technisch beeindruckend daher. Für einen derart unbedeutenden Film gestaltet sich die HD-Auswertung unglaublich stimmig. Ein tolles, scharfes Bild weiß zu gefallen. Das HD-Release kommt in zwei verschiedenen Varianten daher. Neben der Blu-ray mit 2D und 3D-Version ist zudem auch eine Veröffentlichung mit zusätzlicher DVD erhältlich. Jede Blu-ray Scheibe bietet dem Zuschauer vor dem Start des Hauptfilms die individuelle Auswahl zwischen der nachträglich konvertierten 3D-Fassung, oder der herkömmlichen 2D-Version des Gruselfilmchens. Beide bestechen durch ein überzeugendes Bild und einem satten Sound. Extra-technisch beeindruckt die Scheibe jedoch nicht wirklich, denn wirklich Bonus gibt es hier nicht zu bestaunen. Lediglich eine Trailershow für zwei Filmen aus dem Programm von LOS BANDITOS Film, sowie den Trailer zu THE GHOSTMAKER in Deutsch und Englisch haben es auf die Blu-ray geschafft. Ebenso sucht man dt. Untertitel zum Hauptfilm vergebens. Für einen so gelungenen Film einfach zu wenig! Bleibt zu erwähnen, dass der Veröffentlichung kein Wechselcover beiliegt, sodass Filmfreunde leider mit dem unschönen FSK-Logo vorlieb nehmen müssen.
 
 

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The Ghostmaker – Trailer

 
 
 

 
 
 

Hellraiser80

 
 
 

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