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Artikel mit Schlagwort “Mysteryfilm

Filmreview: “Fairytale” (2012)

Fairytale(2012)
 
 
 

Fairytale

Story

 
 
 
Die alleinerziehende Mutter “Sophia” (Harriet MacMasters-Green) bezieht mit ihrer kleinen Tochter “Helena” eine kleine, neue Wohnung.
Anfänglich voller Lebensmut, den Start in ein neues Leben gewagt zu haben, verblasst die Euphorie umgehend, als die kleine Helena den ersten Milchzahn verliert und fortan seltsames Gestammel von sich gibt.
Eine Zahnfee soll ihr angeblich des nachts erscheinen, die sich den Tag über in ihrem neuen Kleiderschrank versteckt und am Abend aus ihrem Versteck kriecht, um die verschüchterte “Helena” dazu aufzufordern ihr mehr Zähne zu bringen.
Nachdem sich das Verhalten des Kindes maßgeblich verändert, beginnt die besorgte Mutter Nachforschungen anzustellen und stößt hierbei auf ein makabres Geheimnis.
 
 
 


 
 
 

Fairytale – Kritik

 
 
 
Wirklich subtile und angsteinflößende Grusler sind in der aktuellen Horrorfilmlandschaft wahrlich selten geworden. Viel zu oft wird das mollige Schauerfeeling durch obligatorische Schlachterplatten ersetzt, um dem Begriff “Horror” auch im Jahr 2013 vollends gerecht werden zu können. Umso mehr erfreut es alteingesessene Filmhasen wie mir, wenn im Fahrtwasser penetrant nerviger Zombie-, Found Footage- und Foltergurken auch hin und wieder kleine Filmwerke das Licht der Welt erblicken, die sich souverän gegen die Masse an beliebig austauschbaren Horror-Nonsens behaupten und dem Filmfreund den klassischen, blutarmen Horrorfilm erneut schmackhaft machen wollen.
Hat sich Spanien in den vergangenen Jahren als kleiner Geheimtipp in Sachen subtilen Gruselns entwickelt, so versuchen nun auch die Italiener auf diesen lukrativen Zug aufzuspringen und präsentieren uns mit dem vorliegenden “Fairytale” ihre ganz eigene Version der Geschichte von der bösen Zahnfee. Weniger ist manchmal mehr lautet hier die Devise und so beginnt der Film fernab jeglichen Gekröses mit einigen wirklich düster-melancholischen Kamerafahrten und durchaus ansprechend-superben Bildern, die das Gruselfeeling wunderbar altmodisch zu steigern wissen. Zentrum des ultimativen Bösen ist diesmal ein seltsamer Kleiderschrank, der ein durchaus böses Geheimnis birgt.
Nachdem das groteske Möbelstück das Zimmer der kleinen Helena ziert, beginnt fortan auch der zunehmend geistige Zerfall der kleinen Hauptdarstellerin einzutreten, deren plausible Erklärungsversuche wie so oft in derart Filmen kaum Beachtung geschenkt werden. Dennoch fühlt sich auch Mutter “Sophia” von reichlich Unbehagen bedroht und beginnt den skurrilen Aktionen der Tochter nachzuforschen.
 
Der große Pluspunkt von “Fairytale” ist dabei in der wirklich unglaublich düsteren, fast schon märchenhaft-anmutenden Atmosphäre zu suchen. Der vornehmlich kindlich anmutende Kleiderschrank, wirkt in den faden, dreckigen und farblosen Bildern gespenstig bedrohlich und die Geschichte um das antike Möbelstück bleibt konsequent spannend – zumindest bis zur Hälfte des Films.
Denn trotz aller positiven Ansätze, die dieser italienische Genre-Beitrag in sich birgt, schaffen es die beiden Regie-Newcomer „Christian Bisceglia“ und „Ascanio Malgarini“ nicht, das hohe Niveau ihrer wirklich stimmigen Geschichte bis zum Ende zu halten.
Ab Filmmitte wird die Geschichte kurzum in ein skurriles Sanatorium verlagert, wo sich die kleine Heldin mit allerlei seltsamen Erscheinungen umherplagen muss. Hierbei rückt nun das Schicksal der Mutter in den Vordergrund, die versucht, dass Rätsel rund um die Herkunft des Kleiderschrankes zu lösen. Die sterile Krankenhaus-Atmosphäre will hierbei irgendwie nicht so recht zum Grundtenor der eigentlichen Geschichte passen. Vielmehr wirkt der schroffe Schauplatzwechsel auf Zwang konstruiert, um auf Krampf eine Brücke zur Herkunft des Möbelstücks schaffen zu können. Auch wenn sich das muntere Treiben gegen Ende in einer reichlichen Achterbahn des Schreckens entlädt und mit unzähligen “Buh“-Effekten aufwartet, so mag man als Filmfreund irgendwie nicht das Gefühl loswerden wollen, dass die beiden Filmregisseure „Christian Bisceglia“ und „Ascanio Malgarini“ reichlich Potenzial verschenkt haben. Zugunsten eine kommerziellen, massentauglichen Inszenierung erspinnen sie ein arg hanebüchenes Ende, dass in derart Form an die unendlich vielen Horrorfilme aus Hollywood erinnert. Schade eigentlich, denn kaum ein aktueller Horrorfilm der letzten Dekaden kann mit ähnlich exzellent altmodischen Raffinessen überzeugen.
 
 
 
Subtiler Horror bevorzugt? Dann dürfte der kommende Grusler “Fairytale” genau die richtige Wahl für einen verregneten Sonntagabend sein. Statt eimerweise Eingeweide und unmenschliches Folter-Gewerkle zählen hier Stimmung, Optik und die Geschichte.
Umso mehr dürfte “Fairytale” für Freunde etwas härterer Filmkost reichlich unbeholfen daherkommen. Denn die Erzählstil der Geschichte vollzieht sich sehr gemacht, ruhig und stimmig durch die gesamte Szenarie. Hin und wieder werden einige nette Gruseleffekte in die Handlung gestreut, die ihre bedrohliche Wirkung zu keiner Minute verfehlen. Auch wenn der Beitrag ab Filmmitte in reichlich haarsträubende Sphären abdriftet und der wohldosierte Gruselfaktor aufgrund konstruiert wirkender Detektivarbeit flöten geht, so kann man nicht behaupten, dass “Fairytale” ein schlechter Film ist. Das geschickte Spiel von Licht und Schatten, sowie der debile, märchenhafte Grundton der Erzählung erinnert in seiner Darstellung arg an kommerzielle Horrorfilme aus Amerika. Und so verwundert es ein wenig, dass “Fairytale” oftmals ein wenig zu sehr nach “Der Fluch von Darkness Falls” (2003) oder “Possession” (2012) ausschaut, denn das uninspirierte Kopieren bekannter Filmformeln hätte dieser Debütwerk vermutlich rein gar nicht nötig gehabt.
Trotzdem, für ein Erstlingswerk haben die beiden Regisseur-Neulinge „Christian Bisceglia“ und „Ascanio Malgarini“ erstaunliche Arbeit geleistet. Der Film ist trotz seine oftmals unweigerlichen Vorhersehbarkeit spannender als das übliche Horroreinerlei, welches aktuell den hiesigen Heimkinomarkt überschwemmt. Zudem darf der Horrorfilmfreund eine der besten Szenen ever in der Geschichte des Phantastischen Films genießen:
 
Mutter “Sarah” ist einen Moment unachtsam im Straßenverkehr, gerät von der Fahrbahn ab und brettert mit dem Fahrzeug vom Rand einer Brücke hinein in die Fluten eines reißenden Flusses.
Die virtuose Kameraarbeit dieser Szene, welche sich in Zeitraffermethode entlädt, ist derart genial, außergewöhnlich und atemberaubend, dass man allein nur dieser Szene wegen “Fairytale” gesehen haben sollte. Beachtlich!
 
 
 


 
 
 

Fairytale – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein Vertreter der alten Schule – Kleines stimmiges und atmosphärisches Gruselmärchen, das für einige wohldosierte Schauer sorgen dürfte.
 
 
 


 
 
 

Fairytale – Zensur

 
 
 
Hier zählen vorwiegend die leisen Töne, von daher geht es hier eher “blutfrei” zugange. Eine ungeschnittene Filmversion dürfte die “FSK16“-Kennzeichnung zieren.
 
 
 


 
 
 

Fairytale – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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Filmreview: “The Frozen” (2012)

The Frozen_2012_poster
 
 
 

The Frozen – Story

 
 
 
Ein traumhaft winterlicher Campingausflug wird für das junge Pärchen „Mike“ (Seth David Mitchell) und „Emma“ (Brit Morgan) zu einem unvergesslichen Psychotrip. Nachdem die beiden mit dem Schneemobil einen Unfall gebaut haben und irgendwo tief weit draußen in den verschneiten Wäldern auf rettender Hilfe hoffen, werden Sie auch noch von einem seltsamen Fremden verfolgt, der scheinbar nichts Gutes im Schilde führt. Als „Mike“ plötzlich auf mysteriöse Weise verschwindet, ist die verängstigte „Emma“ ganz auf sich allein gestellt. In ihrer Panik beginnt sie sich einen Weg hinaus aus der eisigen Gegend zu bahnen – mit einer erschreckenden Einsicht, wie sich bald herausstellen wird … 
 
 
 


 
 
 

The Frozen – Kritik

 
 
 
Winterliche Landschaften sind wahrlich geradewegs dafür prädestiniert eine unheimliche und subtile Gruselstimmung zu erzeugen. Denn auch hinter vermeintlich friedliebender Kulisse kann sich oftmals das abgrundtief Böse verstecken. Dass angsteinflößendes Unbehagen auch im eisigen Schnee lauern kann haben schon einige Filmemacher eindrucksvoll bewiesen, denn winterlich verstörende Filme gab es zuletzt zuhauf (u.a. “The Shinning” (1980), “Der eisige Tod” (2007)). Auch der vorliegender Thriller „The Frozen“ spielt mit der geheimnisvollen Idylle, die so ein verschneit-winterliches Wäldchen birgt. Ganz zum Leidwesen der beiden Protagonisten des Films, für die sich die eigentlich traumhafte Winterpracht zu einem verhängnisvollen Erlebnis gestaltet. Ihre Unvernunft treibt die beiden an den Rande ihrer Wahrnehmungsfähigkeiten, denn nach nur wenigen Stunden bei Temperaturen jenseits des Nullpunkts beginnt vor allem „Emma“ Dinge zu sehen, für deren Existenz sie keine Erklärung findet. Nicht nur, dass sie seltsam bekleidete Personen im Dickicht erblickt, seltsame Stimmen und Schritte spuken des Nachts um das Zelt und stören den Schlaf der verunsicherten Frau. Zudem werden die beiden von einem skurrilen Jäger verfolgt, der das Treiben des Pärchens aus der Ferne beobachtet und „Emma“ zweifeln lässt, warum ihr Freund sie gerade zu derart unmenschlichen Temperaturen zu einem kuscheligen Wanderausflug überreden musste.
 
So wirklich Unrecht hat sie dabei nicht, wirkt die Ausgangssituation des Films schon sehr konstruiert. Immerhin sah sich Drehbuchautor und Regisseur „Andrew Hyatt“ darum bemüht seine kleine Geschichte irgendwie nied- und nagelfest zurechtzufeilen. Trotz Unfall hält „Mike“ nichts davon ab, den Kurztrip fortzuführen, um den geeigneten Zeitpunkt zu finden, seiner Freundin einen Heiratsantrag zu machen. Und so irren die beiden Liebenden orientierungslos im Wald umher, um letztendlich doch wieder feststellen zu müssen, einmal mehr im Kreis gelaufen zu sein. Auch wenn einige Gegebenheiten etwas arg seltsam anmuten, so kann man „Hyatt“ nicht unterstellen, einen Film gedreht zu haben, der schlecht ist. Einfachste erzählerische Mittel und das stupide Umherirren in der winterlichen Landschaft führen letztendlich zu einem homogenen Ganzen und lassen „The Frozen“ bei weitem besser ausschauen, als die Unmengen teurer Mainstream-Produktionen der letzten Dekaden. Obwohl einige der seltsamen Interaktionen der Anwesenden anfänglich kaum Sinn ergeben wollen und arg befremdlich wirken, so tritt die Erleuchtung nach dem Abspann ein und dürfte vor allem Horrorfilmanfänger reichlich verblüffen.
 
 
 
Mit dem aktuellen Thriller „The Frozen“ erwartet der Zuschauer gänzlich seichte Film-Kost, für die die Bezeichnung Thriller fast schon etwas zu weit hergeholt und schroff scheint. Auch wenn Regisseur „Andrew Hyatt“ des öfteren vollkommen falsche Fährten streut und dem Zuschauer weiß machen will, dass sich hinter den gesamten Geschehnissen etwas zutiefst Böses und Bedrohliches verstecken soll, so dürfte der geneigte Filmfreund nach der recht plausiblen Auflösung etwas verdutzt aus der Wäsche schauen. Der Film „The Frozen“ hat letztendlich mit Horror im herkömmlichen Sinne nur sehr wenig gemein und erinnert über weite Strecken an die Werke des ambitionierten Hollywood-Regisseurs „M. Night Shyamalan“, der bekanntlich ein sicheres Händchen darin besitzt, den Zuschauer mit einer unerwarteten Filmauflösung zu konfrontieren. Wer sich angenehm gruseln möchte, ohne dabei von markerschütternden Schocks verfolgt zu werden oder in Lachen von Blut ertrinken zu müssen, dem dürfte der Mysterie-Thriller vortrefflich munden. Denn bis auf einige ausgeweidete Wildtiere gibt es hier kein Futter für blutgierige Splatterfilm-Fans.
 
 
 


 
 
 

The Frozen – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Seichtes Mysterie-Süppchen in traumhaft winterlicher Kulisse
 
 
 


 
 
 

The Frozen – Zensur

 
 
 
Im Film wird nicht getötet, daher dürfte “The Frozen” mit einer FSK16 Freigabe ungeschnitten veröffentlicht werden.
 
 
 


 
 
 

The Frozen – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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Filmreview: “YellowBrickRoad” (2010)


 
 
 

YellowBrickRoad – Kritik

 
 
 
Lust auf einen wirklich unwichtigen Film, mit unglaublich stumpfsinniger Handlung und wirklich dilettantisch umgesetzten Spezialeffekten, die den Zuschauer einmal mehr an den Rande des Sekundenschlafs treiben?
Dann eignet sich der hölzerne und gähnend langweilig Möchtegern-Schocker “YellowBrickRoad” als vortreffliche Wahl, zumindest wenn man darauf aus ist, sich den eigentlich gemütlichen TV-Abend ansprechend zu verderben.
 
YellowBrickRoad” ist ein ganz furchtbarer Hirnverdreher und derart “kopflos“, wie es das Filmplakat bereits suggeriert. Die Handlung ist vollkommen unspannend, die Akteure nerven derart, dass man ihnen den schnellen Tod wünscht und die wenigen Krösel-Effekte wirken eher albern, als das sie dem Film überhaupt förderlich wären. Aber alles der Reihe nach.
Bereits im Sommer 2011 durften sich deutsche Genre-Fans von den nicht vorhandenen Schauwerten dieser Indigurke auf dem alljährlichen Fantasy Filmfest überzeugen. Nun, fast 1,5 Jahre später erscheint  “YellowBrickRoad” bundesweit direkt auf Blu-ray und DVD. Dass sich der deutsche Heimkino-Release derart verzögert hat, rührt nicht von ungefähr, denn führt man sich das Endprodukt zu Gemüte, so fragt man sich, warum der hiesige Vertrieb “dtp entertainment AG” derart Quark überhaupt in Deutschland veröffentlichen muss, gibt es doch unzählige andere bisher unveröffentlichte (bessere) Perlen da draußen, die sehnlichst auf eine Veröffentlichung warten.
Bereits nach nur wenigen Minuten wird deutlich, welch nennenswerte Qualität “YellowBrickRoad” überhaupt birgt und die liegt schlicht und einfach darin, den Zuschauer unwillkürlich für dumm zu verkaufen und streckenweise vollkommen desaströs zu langweilen. Vor allem die stümperhaft eingesprochene, deutsche Synchronisation tut da ihr übriges, denn diese sorgt unweigerlich dafür, dass die Nerven des Zuschauers rund 100 Minuten lang überstrapaziert werden.
Dabei beginnt die Geschichte um die mysteriöse Gegend um die “YellowBrickRoad” eigentlich recht vielversprechend.
 
 
 
Einige Wissenschaftler, Forscher und Nichtskönner raffen sich zusammen, um das seltsame Verschwinden der Bewohner einer ganzen Stadt zu untersuchen.
Bereits im Jahre 1940 folgte die Bevölkerung des fiktiven Örtchens “Friar” in “New Hampshire” einem geheimnisvollen Waldweg – keiner derer jedoch, die den Ort verlassen haben, kehrte je wieder lebend zurück.
Nun 70 Jahre später wollen jene Einfaltspinsel derart ungelösten Fall erneut untersuchen und ihre Erkenntnisse in einem Buch niederschreiben. Sie scharren allerhand nützliches Equipment zusammen und folgen jenem sagenumwobenen Waldweg, der einst auch die Einwohner von “Friar” ins Verderben stürzte.
Nach nur wenigen Metern wird klar, dass die Gegend mitnichten so friedlich scheint, wie anfänglich gedacht.
Die Geräte spielen verrückt und schnell stellen die Anwesenden fest, dass das gesamte technische Equipment wenig hilfreich ist, um die Expedition überhaupt fortsetzen zu können. Was nun folgt spottet jeglicher Beschreibung und ist an filmischen Dilettantismus kaum noch zu überbieten. Anstatt den Heimweg anzutreten, beschließen die Crew-Mitglieder dem Vorschlag des Expeditionsleiter “Teddy Barnes” zu folgen. Der scheint noch nicht genug aussagekräftiges Material zu besitzen, um sein Buch zu füllen. Und so kommt es eben, wie der routinierte Filmfreund es vorausahnt. Je tiefer die Anwesenden in den Wald vordringen, umso lauter ertönt ein mysteriöses Gedudel, dass den Anwesenden (und vor allem dem Zuschauer) schier den Verstand raubt. In ihrer Panik teilt sich die Gruppe auf und beginnt sich im Wahn gegenseitig zu dezimieren.
 
 
 
Klingt alles nach vollkommen wirren Bullshit – ist es auch. Auch wenn das grobe Story-Geflecht weitaus ansprechendes Horror-Einerlei mutmaßen lässt, so ist der fertige “YellowBrickRoad” ein niederschmetterndes Filmchen, das durch und durch enttäuscht. Allein schon der ziemlich zähe und langatmige Erzählfluss tapst genüsslich vor sich daher und birgt eine fast schon dreiste Ideenlosigkeit, dass dem Horrorfilmfreund glatt der Spaß am Genre vergehen könnte. Das nervtötend gemächliche Tempo des Filmes erweist sich als unzumutbar, dürfte jedoch unter Filmfreunden mit Schlafproblemen für einen wohlig-erholsamen Tiefschlaf sorgen.
Wirklich viel zu sagen hat “YellowBrickRoad” nicht. Zumindest wenn man einmal die Erkenntnis außen vor lässt, wie unsäglich quälend lang 100 Minuten Filmlaufzeit sein können.
Da werden Lollies gelutscht und von giftigen Beeren genascht, obwohl wenige Minuten zuvor vor der Ungenießbarkeit der Früchte gewarnt wurde.
Da stibitzt eine Protagonistin aus Hunger den letzten Proviant, um wenige Minuten später freiwillig und ohne jegliche Logik von einer Felsklippe zu springen.
Sinn ergibt das wirre Gequassel und die peinlichen Interaktionen der Anwesenden selten und so reduziert sich der Film allein darauf, irgendwie ein Ende zu finden.
Das ist natürlich schnell gefunden. Anstatt die zugrunde liegenden Gegebenheiten in irgendeiner Weise kreativ zu Ende zu spinnen, sorgt die unzureichende Phantasie der Drehbuchautoren dafür, dass die wenigen Charaktere ein schnelles und vor allem unwichtiges Ende finden.
Demnach metzeln sich die Helden der Geschichte uninspiriert um die Ecke, sodass nach gefühlten Stunden endlich der Abspann über den Bildschirm flimmern darf.
 
 
 
YellowBrickRoad” ist ein ganz einfältiges Filmchen, auf das man als Filmfreund gänzlich verzichten kann. Hier stimmt einfach rein gar nichts. Die Erzählung ist zäh, unwichtig und eindeutig viel zu lang. Die handvoll unwichtiger Protagonisten beginnen schon nach nur wenigen Minuten zu nerven und die ganze Inszenierung erweist sich als einschläfernde und vor allem dilettantische Nummernrevue ohne Sinn und Verstand. Die Effekte wirken eher unfreiwillig komisch, als das sie ängstigen sollen (da reißt ein Charakter einer Protagonistin eigenhändig (!) eine Bein aus), sodass selbst Gorehounds keinen Spaß mit dieser Gurke haben dürften. Gott weiß, was in die beiden Regisseure Jesse Holland und Andy Mitton gefahren sein muss, als sie die glorreiche Idee hatten, diesen minderbemittelten Film zu drehen. Vermutlich haben die beiden sich in irgendeiner Bar gehörig besoffen, um wenige Minuten später ein unzureichend plausibles Drehbuch zu Papier zu bringen, dass innerhalb weniger Tage mit einer handvoll untalentierter Nachwuchspappnasen auf Zelluloid gebahnt werden musste. Wohlmöglich wäre es dem Film förderlicher gewesen, hätten sich die Macher hinter “YellowBrickRoad” vor der Realisierung ihrer Schlaftablette einige bessere Vertreter des Genres zu Gemüte geführt, um zu studieren, wie ein “guter” Horrorfilm auszuschauen hat!
Auch wenn es hierbei im einen Indie-Film handelt, so hat man aus derart Sektor bereits schon unzählig bessere und vor allem innovative Vertreter gesehen. Wer allein nur nach guten Filmen Ausschau hält, der sollte um “YellowBrickRoad” einen großen Bogen machen. Denn dieser Film ist einer dieser Beiträge, nach deren Sichtung man unweigerlich bereut, überhaupt kostbare Lebenszeit für derart hirnrissigen Schund verschwendet zu haben.
 
 
 


 
 
 

YellowBrickRoad – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
Haste Einschlafprobleme? Oder suchst Du noch nach einem passenden Geschenk für Bekannte, die Du eigentlich weniger magst – “YellowBrickRoad” bittet die Lösung!
 
 
 


 
 
 

YellowBrickRoad – Zensur

 
 
 
Die deutschen Fassung ist mit “keine Jugendfreigabe”-Kennzeichnung ungeschnitten.
 
 
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YellowBrickRoad – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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Filmreview: “The Ghostmaker” (2011)

7 Punkte Final


 
 
 

The Ghostmaker – Story

 
 
 
Womanizer “Kyle” verdient sich neben dem Studium einige Dollars dazu, um seine heimliche Drogensucht zu finanzieren. Als Entrümplungs-Experte im Einsatz erhofft er sich von den Wiederverkäufen die schnelle Mark. Als er eines Tages zu einer älteren Frau gerufen wird, staunt er nicht schlecht, als diese ihm einen seltsamen Sarg aus dem 15. Jahrhundert überlassen möchte und ihn bittet, diesen doch für sie zu entsorgen. Doch statt sich der Antiquität zu entledigen, karrt er den Gegenstand in den eigenen Keller, wo er ihn ausgiebig beginnt zu studieren. Schnell gelangt er hinter das Geheimnis des Sarkophags und berichtet seinen beiden besten Freunden von seiner Entdeckung. Unkenntlich auf dem ersten Blick, verbirgt sich im Inneren des Sarges ein geheimnisvoller Mechanismus, der es demjenigen ermöglicht als Geist auf Erden zu wandeln, der sich ohne Scheu in den Sarkophag legt. Anfänglich noch bedacht, schwindet bald die Vorsicht der Freunde. Jeder der drei versucht die Fähigkeit der Maschine für seine Zwecke zu nutzen – ein fataler Fehler, wie sich alsbald herausstellen wird …
 
 
 


 
 
 

The Ghostmaker – Kritik

 
 
 
Genug von perversen Folterhorror und penetranten Laien-Kameragewackel?
 
Dann dürfte der vorliegende “The Ghostmaker” vermutlich vortrefflich munden, denn “Mauro Borellis” aktueller Grusel-Okkult-Thriller weiß virtuos an die Glanzzeiten atmosphärischen Horrors anzuknüpfen, ohne dabei den Spannungspegel außer Acht zu lassen. Zwar ist die Geschichte der Nahtod-Erfahrung nicht gänzlich neu und erinnert ein wenig an den Hollywood-Klassiker “Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben“, dennoch ist die gesamte Inszenierung, in Anbetracht des minimalen Budgets, als überaus lobenswert und gelungen zu betiteln. Entgegen der Erwartungen, handelt es sich bei “The Ghostmaker” um ein waschechtes B-Movie, dem man dennoch seine Herkunft nur selten ansieht. Das Setting gestaltet sich zwar als relativ puristisch, was aber nicht zwingend heißen soll, dass die Geschichte um den mysteriösen Kasten nicht weniger gruselig bleibt.
 
Regisseur “Mauro Borelli” hat wahrlich alles erdenkliche aus dem minimalen Produktionsbudget gezaubert und so überrascht es immens,  wie gut getrickst die handvol digitaler Spielereien doch daherkommen und wie stimmig dieser kleiner Gruseltrip letztendlich doch ist. Das mag vor allem an dem sicher und gut eingespielten Darsteller-Trio liegen, dass es schafft mit glaubhaften Konflikten untereinander die Geschichte zum Tragen zu bringen und die Spannung auf Höchstmaß zu treiben. Besonderes Augenmerk sei hierbei, mit welch erzählerisch einfachen Mitteln Regisseur “Borelli” es schafft, die Sympathiepunkte kontrovers zu verteilen. Der anfänglich vermeintliche Bösewicht “Kyle” erweist sich letztendlich als Held der Handlung – sein bester Freund “Sutton” dagegen, der sich nur mittels Rollstuhl fortbewegen kann und zu Beginn der Geschichte als vertrauenswürdig gilt, wird am Ende zum skrupellosen und selbstsüchtigen Gegner deklariert. Die Kunst, mit der Erwartungshaltung des Zuschauers zu jonglieren beherrscht “Borelli” erstaunlich selbstsicher und das geschickte Spiel zwischen Gut und Böse unterhält ungemein. Da überrascht es vor allem, dass eine konventionelle und geradlinig erzählte Geschichte, wie die des “The Ghostmaker” auch ohne obligatorischen Blutzoll und ausufernde Krösel-F/X auskommt, denn kassenträchtige Gewaltspitzen hat dieser Film rein gar nicht nötig!
 
 
 
Insgesamt erlebt der interessierte Filmfreund mit “The Ghostmaker” einen klassischen und geradlinigen Gruselthriller ohne herausragende Überraschungen. Dennoch, gerade die konventionelle Erzählweise macht diesen Mystery-Thriller recht sehenswert. Die Thematik ist in Anbetracht des ewig gleichen Allerleis gängiger Horrorfilmkost, als relativ erfrischend einzuordnen und die Inszenierung erweist sich als straff und selbstsicher, sodass der Zuschauer verblüfft sein dürfte, wenn “schon” nach 90 spannenden Filmminuten die Endcredits über den Bildschirm/Leinwand flimmern. Auf derbe Splatter-Exzesse hat Regisseur “Mauro Borellis” Gott sei Dank verzichtet, sodass “The Ghostmaker” auch für empfindsame Gemütern uneingeschränkt geeignet ist. Einziger Kritikpunk sei anbei die seltsam, ummantelte Figur genannt, die den Freunden nach dem Benutzen des Sarges des öfteren erscheint und die so rein gar nicht zum Gesamtbild passen mag, weil ihr Erscheinen rein gar keinen tiefgreifenden Sinn besitzt, um die Geschichte voranzutreiben. Dennoch, für eine Genre-Produktion mit derart beschränkten Budget-Rahmen, kann ich den Film nur jeden Horrorfilmfreund empfehlen, der sich gern von frischen Filmideen berieseln lassen möchte!
 
The Ghostmaker” läuft aktuell im Rahmen einer deutschen “After Dark” Filmreihe zusammen mit einer kleinen Auswahl andere Genre-Filmen Ende November 2012 in den landesweiten Kinos an. Hoffen wir, dass nach amerikanischen Vorbild, auch die deutsche “After Dark“-Kinoreihe zu einem kleinen Genre-Geheimtipp unter Horrorfilmfreunden avanciert, “Borellis” Beitrag dürfte bereits jetzt schon als kleine Indiependent-Perle gehandelt werden. Sehenswert!
 
 
 


 
 
 

The Ghostmaker – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Ein kleiner, überraschend sehenswerter Geheimtipp für Freunde atmosphärischen Grusels.
 
 
 


 
 
 

The Ghostmaker – Zensur

 
 
 
Der Film lebt weniger von Schocks und derben Terror. Ebenso geht es recht “jugendfreundlich” zu Gange, sodass der Film ungeschnitten ab FSK16 freigegeben ist!
 
 
 


 
 
 

The Ghostmaker – Deutsche Blu-ray

 
 
 
The_Ghostmaker_Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The GHostmaker; USA 2011

Genre: Thriller, Horror, Mysterie

Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1; (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: FSK 16

Verpackung: Amaray ohne Wendecover

Extras:Trailer, Trailershow

 
 
 
Die kleine Horrorproduktion THE GHOSTMAKER aus dem Hause ASCOT ELITE kommt technisch beeindruckend daher. Für einen derart unbedeutenden Film gestaltet sich die HD-Auswertung unglaublich stimmig. Ein tolles, scharfes Bild weiß zu gefallen. Das HD-Release kommt in zwei verschiedenen Varianten daher. Neben der Blu-ray mit 2D und 3D-Version ist zudem auch eine Veröffentlichung mit zusätzlicher DVD erhältlich. Jede Blu-ray Scheibe bietet dem Zuschauer vor dem Start des Hauptfilms die individuelle Auswahl zwischen der nachträglich konvertierten 3D-Fassung, oder der herkömmlichen 2D-Version des Gruselfilmchens. Beide bestechen durch ein überzeugendes Bild und einem satten Sound. Extra-technisch beeindruckt die Scheibe jedoch nicht wirklich, denn wirklich Bonus gibt es hier nicht zu bestaunen. Lediglich eine Trailershow für zwei Filmen aus dem Programm von LOS BANDITOS Film, sowie den Trailer zu THE GHOSTMAKER in Deutsch und Englisch haben es auf die Blu-ray geschafft. Ebenso sucht man dt. Untertitel zum Hauptfilm vergebens. Für einen so gelungenen Film einfach zu wenig! Bleibt zu erwähnen, dass der Veröffentlichung kein Wechselcover beiliegt, sodass Filmfreunde leider mit dem unschönen FSK-Logo vorlieb nehmen müssen.
 
 

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The Ghostmaker – Trailer

 
 
 

 
 
 

Hellraiser80

 
 
 

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Filmreview: “Exit Humanity” (2011)

 

 

Tennessee 1871 – Der amerikanische Bürgerkrieg ist zu Ende und Soldat Edward Young kehrt nach Hause zurück. Doch anstatt die geliebte Familie vorzufinden ist die Heimat gänzlich von wandelnden Toten übersät. Auch Frau und Sohn sind dem blutgierigen Pack unter die Zähne gekommen, sodass sich Edward Young aufmacht den sterblichen Überresten seines geliebten Sohnes die letzte Ehre zu erweisen. Auf seiner Reise lernt er Isaac kennen, der ihn bittet seine Schwester Emma aus den Fängen des skrupellosen Generals Williams zu befreien. Dieser forscht, zusammen mit seinen Handlangern, auf gänzlich grausamer und unmenschlicher Weise nach dem Sinn der Herkunft, der Zombies. Als die beiden es schaffen Emma aus den Fängen des Generals zu befreien und Unterschlupf bei einer Medizinfrau suchen, finden sie letztendlich auch die schockierende Antwort, auf all ihre Fragen …

 

 

 

Wenn Filmfreunde aus aller Welt lesen, dass ein Regie-Laie an einem Zombiefilm werkelt, dann schwant dem Genre-Fan oftmals nichts Gutes, denn leider hat man in der Geschichte des geschundenen „Untoten“-Genre leider bisher zu viele schlechte Vertreter seiner Art gesehen, als das da ein Filmneuling mit wenig Budget überhaupt überzeugen könnte.

Das Regie-Debüt des Amerikaners John Geddes macht da eine der wenigen Ausnahmen, und kann sich mit seinem recht ungewöhnlichen und frischen Setting vollends sehen lassen.

Er verfrachtet die Geschehnisse nicht in die Neuzeit, und begründet das Zombie-Problem mit einem künstlichen, von Menschen entwickelten Virus, sondern seine Geschichte spielt weit über 100 Jahre in der Vergangenheit und die Vorkommnisse gestalten sich eher mystischer Natur.

Dabei beginnt er seinen Film nicht in bluttriefenden Bildern und in minutiös zelebrierten Fressorgien zu ertränken, sondern erzählt seinen kleinen ungemütlichen Film stimmig, ruhig und größtenteils actionfrei.

„Exit Humanity“ beginnt wie ein zutiefst trauriges Drama, dass den Hauptprotagonisten Edward durch die Hölle gehen lässt. Von den Qualen des Bürgerkrieges seelisch zerfressen, muss er nun auch noch zusätzlich den schmerzlichen Verlust seiner geliebten Familie verarbeiten. In seiner Ausweglosigkeit richtet er sogar die Waffe gegen sich, scheitert aber an der Inkonsequenz seiner Selbst gegenüber. Auf seiner (Selbsfindungs-)Reise wird Edward immer wieder mit den Themen „Liebe“, „Freundschaft“ und „Zugehörigkeit“ konfrontiert, wobei die Untoten in diesem Film nur eine untergeordnete Rolle spielen und eigentlich mit ihrer fast schon trollig-wirkenden Gemächlichkeit wenig angsteinflößend wirken. Vielmehr beängstigt hier der kontroverse Kontext „Bestie Mensch“, denn in „Exit Humanity“ verstört nicht die blutige Vorgehensweise der lebenden Toten, sondern die eiskalte Abgebrühtheit der noch lebenden menschlichen Protagonisten, die unabhängig von jeglicher Moral aus reiner Selbstsucht und Gier über Leichen gehen.

Dass bei derart ungewöhnlicher Thematik die Gewaltschraube etwas außer Acht gelassen wird, kommt „Exit Humanity“ definitiv zugute. Der Großteil der Konfrontationen mit den lebenden Toten wird künstlerisch gekonnt durch den Einschub von kurzen Comic-Clips dokumentiert. Zwar gibt es hin und wieder einige passgenaue „richtige“ Headshots zu bewundern, ein Krösel-Fest der Sonderklasse verbrät Regie-Neuling John Geddes allerdings nicht. Die zurückhaltende Zurschaustellung genretypischer Grausamkeiten funktioniert beachtlich gut und schenkt dem Film mehr Zeit und Freiraum, um den nur wenigen Charakteren mehr Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten einzuräumen.

Leider mangelt es dem aktuellen Genre-Beitrag, trotz vieler ambitionierten Filmideen, ein wenig am letzten Feinschliff.

An einigen Stellen im Film entwickelt der sehr dialoglastige „Exit Humanity“ ein etwas sehr zähes und gemächliches Erzähltempo, das zudem auch einige unschöne Längen vorweist und nicht wirklich auf den Punkt kommen möchte. Trotzdem, aufgrund der hervorragenden Inszenierung (sehr lyrische Unterteilung des Films in Kapitel), einiger wirklich schöner kreativen Filmmomente (Kämpfe werden in einem animierten Comic ausgefochten, tolle Kamerafahrten) und die ideale Besetzung der Hauptcharaktere machen „Exit Humanity“ zu einem Zombiefilm der etwas anderen Art, der sich erfrischend vom Einheitsbrei ähnlich gestrickter Zombie-Werke abhebt.

„Exit Humanity“ ist wahrlich ein seltsames aber innovatives Filmchen, denn gänzlich gegen die Regeln einer jeden üblichen Zombie-Gurke wird hier weniger auf schweißtreibende Untoten-Hatz und reißerische Fressszenen gesetzt, sondern vielmehr die Bestie „Mensch“ in den Mittelpunkt der Gegebenheiten fokussiert. Dieser Ansatz gibt dem geschundenen und totgefilmten „Zombie-Genre“ einige wirklich interessante und neue Facetten und die Umsetzung hebt sich wohlwollend von der Masse an gleichwertig gestrickten Filmproduktionen ab.

Leider hat der Filmfreund auch mit einigen unschönen Tempobremsen zu kämpfen, denn „Exit Humanity“ ist mit seinen fast zwei Stunden Filmlaufzeit einfach zu lang geraten.

Wer allerdings auf der Suche nach einem interessanten Film ist, der sich nicht immer wieder in den genreüblichen Horror-Klischees verläuft und in Fontänen von Gedärm und Blut ertrinkt, dem sei das Drama „Exit Humanity“, trotz kleiner Schnitzer zur Sichtung empfohlen!

 

 

 

Fazit: 6/10

 

Überraschend gutes Regie-Debüt, dass den Zombiefilm aus einer gänzlich anderen Sicht betrachtet und dem „überfilmten“ Untoten-Genre neuen, frischen Wind verleiht!

FSK-Version: Deutsche Version mit FSK16 uncut – Deutsche Heimkinoversion bezieht sich mit seiner “Keine Jugendfreigabe”-Kennzeichnung auf das Bonus der Scheibe, der Film selbst ist frei ab 16 Jahren!

 

 

 

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Hellraiser80


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