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Filmreview: “The Amityville Haunting” (2011)

 

Trotz  grausamer Vorgeschichte, bezieht Familie Benson das unheimliche „Amityville“ – Spukhaus, indem Jahrzehnte zuvor ein blutiges Familienmassaker stattfand.

Nach anfänglichen und unerklärbaren Phänomenen freundet sich die 6jährige Tochter Melanie mit einem imaginären Freund namens „John“ an, der ihr erzählt, dass er seit sehr langer Zeit in dem alten unheimlichen Haus leben würde. Doch niemand will dem kleinen Mädchen so recht Glauben schenken. Als der Vater, nach diversen seltsamen Vorfällen besorgt um das Wohl seiner Kinder ist, lässt er überall im Haus Überwachungskameras installieren und muss aufgrund der Videoaufzeichnungen erschreckend feststellen, dass die Familie scheinbar doch nicht ganz so allein im Haus ist, wie zu Beginn gedacht.

 

 

Nachdem das Found Footage – Genre nun mit dem Kassenschlager „Paranormal Activity“ weltweit richtig bekannt wurde und bei Filmfans aus aller Welt für gehörig Nervenkitzel sorgte, scheinen sich nun auch diverse Horror-Klassiker dieser recht günstig produzierten Filmmethode zu bedienen.

Der Horrorthriller „The Amityville Horror“ aus dem Jahre 1979 zog bisher unzählige Fortsetzungen nach sich und wittert scheinbar nun mit dem günstig heruntergekurbelten „The Amityville Haunting“ (2011) eine weitere lukrative Einnahmequelle, im Zuge der Kino- und Heimkinoauswertung von „Paranormal Acitivity 3“ .

Alle Heimkino-Zuschauer aus Übersee (eine deutsche Auswertung ist derzeit nicht in Sicht) dürfen seit Januar 2012 erneut auf Geisterjagd, in das vermutlich bösartigste Spukhaus der Filmgeschichte, gehen.

Handwerklich schaut es dabei ganz solide aus, insofern man schwindelfrei genug ist, dass planlose Umhergewackel der Digicam ertragen zu können. Denn wie in unzähligen anderen derartigen Werken zuvor, sieht man das Geschehen vordergründig aus der Perspektive von Home- und Überwachungskameras. Regisseur Geoff Meed scheint dabei seine Hausarbeiten ganz gründlich abgearbeitet zu haben, denn diverse Schockelemente und Kamerawinkel wurden dreist aus dem „Paranormal Activity“ -Universum stibitzt und schauen eher nach einem 4. Teil des beliebten Franchise aus, anstatt nach einem eigenständigen „Amityville“ – Film.

Von Türen, die sich wie von Zauberhand allein schließen und öffnen, bis hin zu Kindern, die mit ihren imaginären „echten“ Freunden quasseln werden alle erdenklich bekannten Spukhausklischees abgeharkt und bis zum Erbrechen wiederholt.

Gerade weil „The Amityville Haunting“ nichts eigenständiges und neues zeigt und sich die Geschehnisse im Gruselhaus recht hölzern und absolut unspektakulär gestalten, macht sich ganz flink Langeweile beim Zuschauen breit.

Die technische Komponente, des Kamerabild-Totalausfalls beim bevorstehenden Erscheinen der bösartigen Präsenz im Haus, ist zwar nach den ersten beiden Malen ganz witzig und effektiv, geht einem aber nach der gefühlten zehnten Wiederholung gehörig auf die Sense. Scheinbar wollte man damit die vermeintlich nicht vorhandene Spannung und die ungruselige Spukatmosphäre steigern, sowie immense Logiklöcher der Geschichte kaschieren.

An Logik happert es bei dem neuesten „Amityville“ -Ableger nämlich gehörig. Von wirklicher Gruselstimmung ist kaum eine Spur.

Die Stumpfsinnigkeit der Protagonisten ist in „The Amityville Haunting“ besonders hervorstechend und kaum zu ertragen.

Zwar sind die Schauspielerischen Leistungen von Mutter und Vater ganz brauchbar, aber die Beweggründe ihres Handelns für normaldenkende Zuschauer in keinster Weise nachvollziehbar.

Dabei fragt sich der kluge Zuschauer, was denn die Familie überhaupt noch in ihrem gruseligen Heim hält, wenn sie einerseits bereits die Vorgeschichte ihrer neuen Zuflucht kennen und andererseits innerhalb von nur wenigen Tagen nach Einzug, drei unschuldige Menschen im Haus ihr Leben lassen mussten.

Sohnemann und Digicam-Führer  Tyler ist dabei von wahrlich unglaublich dummer Sorte. Nicht nur, dass sein Agieren vor der Kamera richtig mies und unprofessionell ins Gewicht fällt, sein Hang zum logischen Denken ist mit dem Bezug seines neuen Zimmers im berüchtigten „Amityville“-Haus wohlmöglich auch flöten gegangen.

So frag ich mich, als aufmerksamer Zuschauer, warum der Sohnemann nach diversen mysteriösen Gegebenheiten, die er eigenhändig gefilmt hat, sich nicht einmal die Zeit nimmt und sich sein eigenhändig gefilmtes Videotape anschaut.

Denn hätte er frühzeitig sein Filmmaterial nach Merkwürdigkeiten durchforstet, dann wäre das Ende, zumindest für den Zuschauer, nicht so derart vorhersehbar ausgefallen.

Spukhausfreunde, die sich bisher noch nicht mit den ganz großen Filmen des „Haunted House“ – Genre beschäftigt haben dürften bei diesem überflüssigen Horrorschnellschuss sicherlich dezent unterhalten werden. Aber auch Horrorfilmneulinge und alle Fans der „Paranormal Activity“- Serie finden garantiert Gefallen am aktuellen Kurztrip in das sagenumwogene Spukhaus.

Alte Filmhasen wiederum, wie ich es einer bin, dürften jedoch für derart lieblos erzählten Einheitsbrei nicht einmal annähernd ein müdes Lächeln finden. Ich empfehle lieber noch einmal den Original „Amityville“ und die diversen anderen  sehenswerten Spukhausfilme zu sichten und zu hoffen, dass uns mit „The Amityville Horror – The lost Tapes“, der demnächst im Kino anlaufen soll, ein sehenswerter und vor allem tatsächlich gruseliger Horrorstreifen erwartet wird.

 

 

Fazit 4/10 Punkte

 

Was sich da wie ein weiterer Teil der beliebten „Amityville“-Serie aufzuzwängen versucht, ist in der Umsetzung weniger „Amityville“ als vielmehr „Paranormal Activity“.

Ein unzureichend Gruseliges Sequel, dass mit Sicherheit mehr Potenzial nach oben gehabt hätte. Altbekannte Geschichte und geklaute Schockeffekte machen noch lange keinen guten Spukhausfilm. Öde!!!!

(FSK – Prognose: vorausichtlich FSK16 – ungeschnitten)

 

Hellraiser80


Filmreview: “Paranormal Activity 3″ (2011)

 

 

„Paranormal Activity 3“ erzählt die Vorgeschichte zu Teil eins.

Die beiden Schwestern Kristi und Katie leben zusammen mit ihrer Mutter und deren neuen Lebenspartner Dennis in einem hübschen Haus am Rande der Stadt. Doch der vermeintliche Familienfrieden wird rapide gestört, als die jüngere der beiden Schwestern mit einem scheinbar imaginären Freund beginnt zu sprechen. Nachdem Dennis überall im Haus Kameras aufgestellt hat und die Videobänder auswerten möchte, kann er nicht glauben, was er auf den Bändern zu sehen scheint.

 

 

2007 als Überraschungserfolg gefeiert mauserte sich „Paranormal Activity“ flink zu einem der erfolgreichsten (Independent)Horrorfilme weltweit.

Dabei war natürlich von vornherein klar, dass mit dem Erfolg auch diverse unnötige Fortsetzungen und ähnlich gestrickte Billigfilm-Ware ihren Weg in die Videotheken und auf die große Kinoleinwand finden sollten.

Da „Pararanormal Activity“ auch knapp fünf Jahre seit Erscheinen des ersten Teils immer noch in aller Munde ist und für den Vertrieb „Paramount Pictures“ nach wie vor ein relativ lukratives Unterfangen darstellt (vergleicht man die unverschämt – minimalen Produktionskosten mit dem weltweit erstaunlich hohen Einspielergebnissen) lief im letzten Jahr ein dritter Teil in den Lichtspielhäusern, der nun in den kommenden Wochen auch auf Blu-ray und DVD ausgewertet werden soll.

Angeblich soll trotz Abschluss der „Paranormal Activity“-Serie mit dem aktuell dritten Teil eine weitere Fortsetzung Ende 2012 im Kino anlaufen. Ob das jedoch vernünftig ist, bleibt abzuwarten.

 

Eigentlich hat das „Found Footage“-Genre (also angeblich echtes „gefundene Filmmaterial“, dass letztendlich pseudodokumentarisch ausgewertet wird) bereits schon fast ein halbes Jahrhundert auf den Buckel. „Paranormal Activity“ ist nur ein kleiner Vertreter dieser Gattung und erfindet das Genre mit Sicherheit nicht neu, baut es jedoch weiter aus – mit Erfolg wie man an den weltweiten Einspielergebnissen erkennen kann.

Bekannt wurde das „Found Footage“-Genre bereits Ende der 70er Jahre mit dem Exploitation-Reißer „Cannibal Holocaust“ (in Deutschland bundesweit beschlagnahmt) , wo es aufgrund recht kruder Mensch- und Tiertötungsszenen für enorm Aufsehen unter Filmfans und Zensurbehörden auf dem gesamten Globus sorgte. Nach einigen ähnlich gestrickten Werken (vorwiegend von der italienischen Film-Fliesbandschmiede zu Beginn der 80er Jahre produziert), die sich allesamt vordergründig mit makaber-blutigen Tötungsszenen übertrumpfen schienen erlosch letztendlich das allgemeine Interesse an derart Produktionen bei den Filmfans in aller Welt.

Erst im Jahre 1998 entdeckten experimentierfreudige Filmemachen mit „The Blair Witch Projekt“ das Genre der „Found Footage“-Fake Dokumentation erneut für sich und sorgten für eine ganze Welle ähnlich produzierter Werke.

Ob nun Zombies („Rec“), Aliens („Apollo 18“) oder Mutanten („The Tunnel“) kaum ein Subgenre des Horrorfilms existiert, dass in letzter Zeit nicht mit einem „Found Footage“ – Werk beschenkt wurde.

 

Leider muss ich gestehen, dass mich die „Paranormal Activity“ – Reihe bisher nicht wirklich vom Hocker reißen konnte. Für mich, als bewanderter Horrorfilmfan, der eigentlich schon so fast alles gesehen hat, was das Arsenal an phantastischer Produktionen so hergibt, ist der immense Erfolg der Trilogie bisher nicht wirklich nachvollziehbar. Gut, Geister und deren Ursprung sind immer noch Stoff aus dem man filmisch ordentlich was bei herausholen kann, bedenkt man was den Filmproduzenten heute für technische Möglichkeiten zur cineastischen Realisierung ihrer Genreproduktionen zur Verfügung stehen.

Das Geisterhorror immer noch richtig unheimlich fesseln kann und das eigentlich nur eine schlichte Grundidee von Nöten ist, auf der das Grauen dann visuell extravagant aufgebaut werden kann zeigen nach wie vor der Klassiker „Poltergeist“ (1982), „The Others“ (2001) und der Gruselthriller „White Noise“ (2005).

Die Idee hinter „Paranormal Acitvity“ ist simpel, wenn auch genial, aber der Reiz nach Sichtung des ersten Teils bereits verflogen.

Die beiden Fortsetzungen sind so unwichtig und unnötig, wie ein Sandkasten in der Sahara, wobei aktuell Teil 3 mit seinem abschließend überraschenden Plotttwist versucht einen, zwar logischen Erklärungsversuch für die Geschehnisse der Trilogie zu liefern, aber aufgrund seiner vollkommenen Bedeutungslosigkeit in der Masse an unendlich ähnlich gestrickten Werken untergeht.

Gut, der Schlussgag von „Paranormal Activity 3“  ist ganz nett, hätte aber auch im original „Paranormal Activity“ eingeflochten werden können, die handvoll lustiger Spezialeffekte ganz brauchbar.

Aber das ganz große Problem, was ich bei der Sichtung von „Paranormal Activity 3“ hatte: es passiert  NICHTS, was man nicht schon in den beiden Teilen zuvor beobachten hätte können.

Türen schlagen zu, Küchengegenstände fallen von der Decke, unheimliche Geräusche sind zu hören, ein Kind spricht mit einer „imaginären“ Präsenz.

Man, Leute ist das öde.

Dabei dürfte jedem Filmfan klar sein, dass da hätte so viel mehr bei umsetzbar gewesen wäre, wenn man nur möchte. Mit derart klischeebeladenen Spukeffekten, lockt man heutzutage keine Katze mehr vom Ofen hervor.

 

Im übrigen sind unzählige Schockeffekte schon als solche zu erkennen, noch bevor sie überhaupt in Erscheinung treten sollen, wenn man nur immer fein brav auf den bassorientierten unterschwelligen Grundton achtet. Immer wenn dieses Brummen in den Vordergrund rückt, ist auch gleich ein weiterer Schockeffekt zu begutachten. Dieser unnötig plakativ eingesetzter Effekt wäre vermutlich noch halbwegs zu verschmerzen gewesen, würde der wohldosierte Erschreckmoment zumindest mit der Erwartungshaltung des Zuschauers spielen. Aber nein, die Kamera schwingt nach links, die Kamera schwenkt nach recht, die Kamera schwenkt wieder nach rechts und gleich, Achtung, da steht etwas …. gähn

Paranormal Activity 3“ ist Quark, richtiger Quark.

Horror „light“ für extrem empfindsame Gemüter und Horror für all die, die soeben halbwegs aus dem Milchzahnalter entwachsen sind.

Wo der erste Teil noch zumindest für ein oder zwei Gruselmomente sorgte, ist die aktuelle Fortsetzung einfach nur langweilig. Die handvoll hochwertiger Spezialeffekte machen „Paranormal Activity 3“ auch nicht besser.

Hoffen wir mal, dass die Serie mit dem dritten und abschließenden Teil wirklich seinen wohlverdienten Frieden finden wird und sich die Gerüchte um ein weiteres Sequel nicht bewahrheiten.

 

Klappe zu und Ende (hoffentlich) !!!

 

 

Fazit 5/10 Punkte

 

Eine weitere Fortsetzung, die man sich getrost schenken kann.

Paranormal Activity 1 und 2“ noch einmal halbgar aufgewärmt.

Zwar mit einigen netten Spezialeffekten gespickt, aber im Grunde genommen ein ähnlicher unbrauchbarer Zeiträuber, wie so viele Fortsetzung anderer bekannter Horrorserien zuvor.

(Die deutsche Heimkinoauswertung mit der FSK16er-Freigabe ist ungeschnitten)

 

Hellraiser80

 


Filmreview: “A Haunting in Salem” (2011)

 

Was es nicht alles gibt.

Scheinbar geht es Billig-Produktions-Filmschmieden momentan so richtig gut, denn was uns an hirnlosem Bockmist im Jahre 2011 über die heimischen TV-Geräte geflimmert ist kann man schon kaum noch an einer Hand abzählen.

Ganz emsig bei seinem kreative Schaffen ist dabei das kleine Trash-Produktionlabel „The Asylum, dass bereits seit 1997 Filmjünger in aller Welt mit unfassbar schlechten Filmen beglückt. Dabei stand bisher vordergründig das Umsetzen billig realisierte Fortsetzungen kassenfüllender Hollywood-Erfolgsfilme auf dem Plan. Doch scheinbar waren eigens von „Asylum“ produzierte Billig-Fortsetzungen, wie „Titanic 2“ und Der Tag an dem die Welt stillstand 2“  so überaus erfolgreich, dass es sich „The Asylum“ aktuell sogar leisten kann, Ableger von kommenden Kinoblockbustern in die Videotheken zu schwemmen, noch bevor die eigentlichen Hitvorlagen überhaupt im Kino anlaufen (“Mega-Pranha”, “11-11-11″, “Paranormal Entity”).

Im Zugwasser erfolgreicher Kinohits wie „Insidious“, oder „Paranormal Activity“ war natürlich von vornherein klar, dass „The Asylum“ auch etwas ab haben mag von der aktuell so beliebten Poltergeist- und Spukhausgoldschmiede.

Mit „A Haunting in Salem“ präsentiert uns das kontroverse Label einen weiteren vollkommen unnötigen Ableger einiger erfolgreicher Spuk-Genrefilme, und setzt dabei plakativ auf den weltweit so beliebten 3D-Gimmik.

 

 

Wayne, der neue Sheriff von Salem, bezieht zusammen mit Frau und Kindern ein neues Haus im amerikanischen Kleinstädtchen Salem.

Leider hat es das Haus bisher nicht wirklich gut mit den vorherigen Bewohnern gemeint, denn diese kamen auf seltsamer Art und Weise in diesem Haus ums Leben.

Nachdem es sich die kleine Familie in ihrer neuen Behausung gemütlich gemacht hat, geht der Spuk-Budenzauber auch schon los…

 

 

Nach dem letztjährigen „The Haunting of Winchester House“ nun „Asylums“ eigene Quasi-Fortsetzung „A Haunting in Salem“, die nun um die Gunst der Horrorfilmfans buhlen möchte. Und natürlich kommt auch dieser Film so derart hanebüchen daher, wie bereits schon unzählige andere „Asylum“-Produktionen zuvor. Immerhin scheint das Label dazugelernt zu haben und macht zumindest auf technischer Ebene einen reiferen Eindruck. „A Haunting in Salem“ hat ganz ordentliche Ansätze. Das Setting des Films zeugt von einem erfahrenen Bühnenausstatter. Nur leider ist die Geschichte um besessene Spukhäuser so alt wie die Erfindung der Sanduhr und es will sich, trotz zur Schaustellung diverser Spukhaus-Klischees, einfach kein Spannung einstellen.

Einige der Storyzweige sind derart trivial skizziert, dass man irgendwie deren Sinn nicht verstehen möchte. So chattet die Tochter Alli unwissend mit einem Geist des Hauses, der sich zufälligerweise „Salem1692“ (*hust*)  nennt. Aber anstatt mit dem Mädchen Tacheles zu reden und ihr mitzuteilen, was er denn von Alli möchte, bockt der Geist scheinbar nur sinnfrei herum, und verschwindet, sobald Alli  ihm eindeutige Fragen stellt.

Ebenso unfreiwillig unklar, warum ein Rabe durch das geschlossene Dachbodenfenster fliegen muss. Nachdem die Familie das jämmerliche Tier verendet auf dem Speicher entdeckt und das Tier entsorgt hat, fragt sich der wissbegierige Zuschauer, worin denn eigentlich der Sinn dieser Szene besteht?!

Natürlich erwarten dem Spukhausfan diverse andere Haunted-House-Klischees. Von knarrenden Türen, über unheimliche Visionen, bis zu Gegenstände, die sich wie von Geisterhand verschieben sind alle wichtigen Spukelemente vertreten, die man so aber schon in unzählig vielen ähnlichen Horrorfilmen schon effektiver und vor allem besser gesehen hat.

Was bleibt ist ein überraschungsarmer Low Budget Horrorfilm, der zwar routiniert heruntergekurbelt wurde, aber dem irgendwie die Seele und vor allem eigenständige Ideen fehlen. Würde sich „The Asylum“ nur halbwegs einmal die Arbeit machen, einen zumindest halbwegs kreativen Drehbuchautoren zu engagieren, der an einem eigenständigen und innovativen Konzept bastelt, dann könnte man auch endlich einmal von diesem Billig-Schund-Label ernstzunehmende Horrorkost erwarten. Die technische Komponente der Produktionen gleicht sich  zumindest so langsam dem sehbaren Standart an.

 

 

Fazit 4/10 Punkte

 

Alles schon gefühlte eine Milliarden Male gesehen. Zwischen all den trivialen Spukhausklischees findet der Zuschauer kaum eine eigenständige und vor allem fesselnd erzählte Story. Warum der Film geschnitten werden musste um eine „Keine Jugendfreigabe“-Kennzeichnung zu erhalten, entzieht sich mir jeglicher Logik. Es gibt einige kurze Mordsequenzen, die aber weitestgehend auf das Ausschlachten explizite Schauwerte verzichten.

(Keine Jugendfreigabe-Version ist geschnitten!)

Hellraiser80


Filmreview: “Don´t be afraid of the Dark” (2010)

 

Die kleine Sally zieht zusammen mit ihrem Vater (Guy Pearce) und dessen neuer Lebensgefährtin Kim (Katie Holmes) in ein unheimliches altes Anwesen, welches sie nach einer erfolgreichen Sanierung wieder verkaufen möchten. Ganz allein in dem großen Haus fühlt sich das junge Mädchen recht alleingelassen und findet auf ihren Streifzügen durch das Anwesen eine geheimnisvolle Tür, hinter der sich eine Art Keller befindet. Kaum den seltsamen Raum erkundet befreit sie unachtsamer eine Schar kleiner Kobolde, die nur ein Ziel haben: Tod und Unheil zu verbreiten.

 

Hier ist er nun der neue Film vom Majestro höchstpersönlich: Guillermo del Toro, dem Regisseur einzigartiger Filmperlen, wie „Pan´s Labyrinth“, „Das Waisenhaus“, „Hellboy“, „Mimic“ und „The Devils Backbone“.

Diesmal jedoch nahm er nicht selbst hinter der Kamera platz sondern überlies die Verfilmung des gleichnamigen Remakes, eines 70er Jahre TV-Gruselfilms, seinem Freund Troy Nixey, dem es zwar bildtechnisch gelang in wirklich schauderhaften Bildern seinem großen Lehrer nachzueifern, aber dennoch von seinem Mentor noch viel zu lernen hat.  Guillermo konzentrierte sich diesmal vorwiegend für die Ausarbeitung des Drehbuches, dass er zusammen mit der Hilfe von Matthew Robbins verfasste und Stand für die Finanzierung der Produktion Pate.

Demnach dürfte der interessierte Filmfan schnell diverse Anspielungen und Parallelen zu seinem bisher erfolgreichsten Werk „Pans Labyrinth“ (3 Oscars) entdecken können, denn auch dort sieht sich ein kleines Mädchen in einer unheimlich-düsteren Welt mit bösartigen Kreaturen konfrontiert.

Dabei überzeugt Troy Nixery in „Don´t be afraid of the Dark“ mit einem wirklich sehr beeindruckenden Setting. Das Herrenhaus schaut wirklich überaus unangenehm schauderhaft aus und dürfte sicherlich jeden Geisterjäger vor Entdeckungsdrang das Wasser im Munde überschäumen lassen. In optisch sicherlich bemerkenswerten Kamerafahrten (Bettdeckenszene ist schlicht, aber genial) und unangenehm bedrückenden Kameraeinstellungen darf der Filmfan das leider recht zahme Treiben beobachten, wobei das Zahmhalten der Handlung der eigentliche Knackpunkt der Verfilmung ist. Die Story plätschert zu genüsslich und belanglos vor sich dahin. Sally kommt den winzigen Kobolden auf die Schliche und versucht die ungläubige Erwachsenenwelt von der Existenz der Kreaturen zu überzeugen. Das wars dann auch schon mit der eigentlichen Rahmenhandlung der Geschichte. Für einen Gruselfilm dieses Kalibers einfach zu wenig!

Dabei kommt es der Verfilmung nicht wirklich zugute die unlustigen Gesellen bereits nach nur weniger Filmminuten dem Zuschauer zu offenbaren. Denn nachdem der Zuschauer, die wirklich überzeugend animierten Kobolde zu Gesicht bekommen hat, schwindet auch der Gruselfaktor.

Das ist wirklich überaus Schade, da der Film ab Mitte der Handlung sich noch zusätzlich in diversen Logiklücken verläuft und recht konfus ausartet. Wo zum Beispiel bleibt der eingequetschte Kobold, der in der Bibliothek mittels Bücherregal zermatscht wurde. Hier hätte doch Sally den Beweis der Existenz am lebendigen Kobold beweisen können. Oder warum geht niemand dem wirklich überaus mysteriösen Unfall des älteren Hausmeisters auf den Grund (Schere im Kopf, Einstich-Wunden diverser Werkzeuge können kein „Unfall“ gewesen sein). Außerdem fehlte mir persönlich ein überzeugendes Finale. Der Spuk war mir eindeutig zu belanglos – kein Endbösewicht, nix . Dennoch, trotz aller Kritik. Bailee Madison verkörpert die mutige Sally wirklich grandios und enorm glaubhaft, was man von Katie Holmes und Guy Pearce leider nicht behaupt kann. Beiden kommt kaum Charakterentwicklung zugute, sodass beide redlich unterfordert bemüht wirken, dem recht zuckersüßen Schauspiel der kleinen Bailee (mich erinnert die Kleine irgendwie an den Kinderstar Heather O´Rourke aus der „Poltergeist“- Trilogie) entgegenzuwirken. Eigentlich hätte man die beiden auch vollkommen aus dem Drehbuch streichen können – der arg konstruiert wirkende Beziehungstwist zwischen der Mutter Kim und ihrer Stieftochter Sally wirkt völlig unfertig und deplaziert.

 

 

Fazit: 6/10 Punkte

 

Recht züchtiger Spukfilm, mit einer recht sympathischen Hauptprotagonistin, sehr schicken Creature-Effekten, einer unheimlichen Kulisse, aber leidlich spannender Story und belanglosem Finale.

 

FSK Prognose: vermutlich FSK 16

Hellraiser80


Filmreview: “Tötet Katie Melone” (2009)

 

Die 3 Freunde Ginger, Jim und Dixie ersteigern auf einer Online-Plattform ein merkwürdiges und scheinbar antikes Kästlein indem laut Verkäufer ein wahrhaftiger Geist leben soll, der dem Besitzer des Kästchens jeden Wusch erfüllt.

Nachdem das Objekt der Begierde im Studentenwohnheim eingetroffen ist sind die 3 Freunde zuvor noch skeptisch, äußern dennoch bedenkenlos zwei Wünsche, die sich zu ihrem Erstaunen tatsächlich erfüllen.

Doch auch der Geist fordert seinen Zoll und tötet ab nun an jeden, der versucht die Clique auseinander zu treiben.

 

 

Vorerst, „Tötet Katie Malone“ ist im Grunde genommen kein schlechter Film.

Wer einen Faible für routinierte 08/15-Teenie Direct-to-DVD-Ware hat, dürfte hier bestens bedient werden.

Zwar stolpert die Grundidee dieses aktuellen DT-DVD-Werkes aufgrund eines total sinnfreien Plots immer wieder über die eigenen Füße (wer kommt denn auf derart unsinnige Idee einen Geist per Ebay zu verkaufen – und warum gibt es Idioten, die so was dann ersteigern??) schafft es aber dennoch kurzweilig zu unterhalten – Glotze an, Hirn aus.

Die Storyschreiberlinge von „Kill Katie Melone“ (so im Original) haben dabei bei diversen Genreklassikern dreist stibitzt und sie altersgerecht, für das vor allem jüngere Publikum, nett aufbereitet. So sehen wir diverse Elemente und Schlüsselszenen aus bekannten Genreklassikern wie „Poltergeist“, „Ring“, „The Wishmaster“ und „Carrie“. Es dürfte dem gierigen Horrorfilm- Allesseher daher auch nicht verwundern, dass der Film erstaunlicherweise fast vollkommen blutleer daher kommt und neben ein paar wirklich schlechten CGI-Effekten keine wirklich nennenswerten Überraschungen zu bieten hat. Was die FSK im übrigen geritten hat, den ersichtlich jugenfreien Spuk-Film mit einer “keine Jugendfreigabe” zu kennzeichnen, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben und muss sich meiner Meinung nach um einen wirklich schlechten Scherz handeln!

Die Story ist recht konventionell geraten, überzeugt aber dennoch mit einer recht flotten und kurzweiligen Inszenierung. Gerde zum Ende hin wird es erstaunlicherweise recht turbulent, aber leider auch etwas zu klischeebeladen und unglaubwürdig. Die Schlusspointe des Films dürfte an Trivialität kaum zu überbieten sein.

Ab und an hatte ich ebenso das Gefühl, dass „Tötet Katie Melone“ direkt fürs TV produziert wurde, da Dialoge und Charakterentwicklung recht flach geraten und nie wirklich über TV-Niveau hinausreichen wollen. Auch die Kulisse schaut recht nach Plastikmüll ordentlich trashig und billig aus.

Das ist eigentlich schade, etwas mehr Budget und eine liebevollere Investitionen in Effekte und Drehbuch hätten den Horrorfilm ganz sicher gut getan. Somit bleibt der seichte Geisterspuk leider nur durchschnittliche und unwichtige Mainstream-Ware, die ersichtlich in den untersten Regalen der Videotheken ihr Dasein fristen wird.

 

 

Fazit 5/10 Punkten

 

Spukmovie auf TV-Niveau, ohne wirkliche Überraschungen. Für einen verregneten und kühlen Winterabend zu zweit mit der schock-unresistenten Freundin aber dennoch brauchbar.

Hellraiser80


Filmreview: “Super 8″ (2011)

 

Die 80er, eine Filmepoche, die prägender war als jede andere.

Schaut man mal zurück, welche bedeutenden Filme in dieser Zeit entstanden sind und die selbst 30 Jahre später noch zig aktuelle Regisseure und Filme beeinflussen, so könnte man Bildbände mit Inhalt und Infos füllen.

Terminator“, „Tanz der Teufel“, „Mad Max“, „Aliens“, „Nightmare on Elm Street“, „E.T.“, „Poltergeist“, „Ghostbusters“, “Hellraiser”, “Gremlins”, „Indiana Jones“ um am Rande nur einige zu nennen.

Und genau in dieser Zeit spielt die aktuelle, von Spielberg produzierte, Produktion „Super 8“.

 

 

Joe und seine pubertären Freunde wollen einen Zombie – Amateurfilm für ein Filmfestival auf „Super 8“ Filmmaterial drehen, als sie plötzlich Zeuge eines schrecklichen Zugunglücks werden.

Als daraufhin die nah liegende Kleinstadt durch das US Militär evakuiert und abgeschirmt wird, ahnen die Kinder nichts Gutes und recherchieren auf eigene Faust weiter.

Nachdem die Kids das, während des Zugunglücks, von ihnen gefilmte Filmmaterial genauer begutachten, erkennen sie, dass sich etwas nicht-menschliches auf dem Zelluloid befindet.

 

 

 

Regisseur J.J. Abraham lobpreist, mit « Super 8 », seine eigene Kindheit und die Werke, die ihm während seine Jugend so stark fasziniert und beeindruckt haben. Dabei lässt Abrahams in seinem aktuellen Werk diverse Schlüsselmomente geliebter Filme einfliesen.

Spielbergs „E.T.“ (was für eine Ironie: Spielberg selbst hat den Film produziert) fehlt dabei ebenso wenig, wie der 80er Jahre Kinderpartyknaller „The Goonies“.

Aber auch Déjá Vu – Momente aus damaligen Produktionen, wie

Return of the living Dead 2“, „The Gate“ und „Die BMX Bande“ sind für geübte Filmkenner sofort ersichtlich.

Mit viel Liebe zum Detail, Gefühl und Herz füllt dabei Abrahams seine Hommage an das geliebte Kino der 80er. Gut auch, dass Abrahams den Spielberg-typischen Hollywood Kitsch wegstreicht und sich auf das Wesentliche konzentriert. Mir zumindest hat der Genre Crossover aus Komödie, Coming – of – Age – Drama und Science Fiction Movie sehr gut gefallen, obwohl der Film auch ohne dem „Sci-Fi-Part“ sicherlich hätte gut funktioniert.

Dennoch muss ich gestehen, dass der Trailer dem Zuschauer was völlig anderes vorgaukelt, als „Super 8“ letztendlich eigentlich sein will.

Kinogänger, die einen derben und actionreichen (laut Trailer!) Alien – Schocker erwarten sind bei „Super 8“ vollkommen falsch.

Das Werk lässt sich viel Zeit mit dem Charakterzeichnung und füllt nur bedingt die Handlung mit actionlastigen Szenen. (Anmerkung: die Zugunglückszene zu Beginn des Films war derartig heftig, dass ich direkt an die Kettenreaktion des Unfalls bei „Final Destionation 2“ denken musste). Das fremdartige Wesen wird erst kurz vor Ende in seiner vollkommenen CGI – Schönheit präsentiert und dürfte auch die Erwartungen der meisten Kinozuschauer NICHT erfüllen dürfen. Auch sollte man kein Gore- und Splattergemetzel erwarten. Immerhin handelt es sich bei „Super 8“ eher um einen Kinderfilm, wobei das Augenmerk deutlich auf Drama gerichtet ist.

Ungeduldige Kinozuschauer sollten sich dennoch auch nach Abspann gedulden.

Das fertige „Super 8“ – Filmfestival-Filmchen der Jugend-Clique wird demnach erst nach den ersten End-Credits in seiner vollkommenen Schönheit ausgestrahlt. Ein nettes Gimmick, wie ich finde. Schon lange nicht mehr so geschmunzelt. „Romero“ und seine Zombiereihe lassen grüßen. Kein Wunder grinsen dem Zuschauer in Joes Jugendzimmer bereits Filmplakate zu Carpenters „Halloween“ und Romero´s „Dawn of the Dead“ entgegen.

 

 

Fazit 8/10 Punkte

 

Super 8“ ist eine gelungene und liebeswerte Hommage an alle wichtigen Kinofilme der 80er.

Besser hätte man sich vor den Romeros, Spielbergs, Raimis und Carpenters der 80er nicht verbeugen können. Klasse – bisher Kino-Pflichtprogramm 2011!

 

Hellraiser80


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