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Filmkritik: “See No Evil 2″ (2014)

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SEE NO EVIL 2

Story

 
 
 
Killer Jacob Goodnight wird nach seinem Amoklauf in einem renovierungsbedürftigen Hotel in das örtliche Leichenschauhaus gebracht, wo er aber schnell wieder von den Toten aufersteht, um seine Mordlust befriedigen zu können …

 
 
 


 
 
 

SEE NO EVIL 2 – Kritik

 
 
 
Seit den Anfängen des berüchtigten Slashers in den 70ern hat sich einiges getan, was sich vor allem am Gewaltpegel erkennen lässt, der im Laufe der Jahrzehnte erheblich rabiater geworden ist. Der Slasher des 21. Jahrhundert ist nicht ganz ohne. Make-up-Spezialisten und Spezialeffekte-Macher lassen sich immer wieder neue Filmmorde einfallen, damit diese dann genüsslich vor der Kamera zelebriert werden können. Es gilt den Erwartungen der Horrorfans gerecht zu werden, die von austauschbaren Schlitzerstreifen das Maximum an Gewalt erwarten, um auf dem Pausenhof oder in Filmforen damit prahlen zu können, welch hartes Horrorwerk man doch ungeschnitten auf dem Bildschirm hatte. In den letzten Jahren haben neue Horror-Reihen bei Slasher-Fans Eindruck hinterlassen, die den alteingesessenen Kultikonen des modernen Horrorfilms mittlerweile den Rang ablaufen. Filmfiguren wie JASON VOORHEES (FREITAG DER 13.) oder MICHAEL MEYERS (HALLOWEEN) scheinen gegen neue Meuchelmörder wie VICTOR CROWLEY (HATCHET) oder CHROMESKULL (LAID TO REST) fast schon wie Serienkiller aus eine längst vergessenen Zeit anmuten, was womöglich auch der Grund sein dürfte, warum die Produktion neuer HALLOWEEN- und FREITAG-Sequels im Gegensatz zu den fortsetzungsfreudigen 80ern nur sehr schleppend vorangeht. Zu einem dieser neuen, harten Slasher-Streifen gehört zweifelsohne SEE NO EVIL, der im Jahr 2006 veröffentlicht wurde. Hierzulande brachte er es unter Fans härterer Horrorfilme zu Bekanntheit, weil sich hiesige Jugendschützer an einem eher harmlosen Handymord störten, der vom Verleih letztendlich aus der deutschen Filmfassung entfernt werden musste.
 
Nun ganze acht Jahre später geht das SEE NO EVIL-Franchise in die nächste Runde für die einige bekannte Namen aus der Horrorwelt zusammengetrommelt werden konnte. Horror-Sternchen DANIELLE HARRIS (SHIVER und HATCHET 3) hat sich wie so oft in Schauerwerken gleich mal die Hauptrolle ergattert und schreit sich neben Genre-Kollegin KATHARINE ISABELLE (GINGER SNAPS) um Kopf und Kragen. Letztere scheint ein gutes Verhältnis zu den SOSKA SCHWESTERN zu pflegen. Die haben für SEE NO EVIL 2 auf dem Regiestuhl Platz genommen und werden seit AMERICAN MARY in Horror-Kreisen als Geheimtipp gehandelt. Weil KATHARINE ISABELLE im Körperkult-Schocker gut ankam, hat sie im neusten SOSKA-Streifen auch gleich eine weitere Rolle erhalten. Sie mimt hier ein leichtes Mädchen, dessen teils unfreiwillig komisches Overacting vollkommen deplatziert wirkt und dafür Gott sei Dank recht früh mit dem Filmtod bestraft wird. Das lässt nicht nur Horrorfans stutzig werden, sondern ernüchtert aufgrund der Tatsache, dass der fabrizierte SEE NO EVIL 2 alles andere als ein potenzieller Hit-Kandidat ist. Das Schwestern-Duo hat mit diesem reichlich verspäteten Sequel eine Fortsetzung geschaffen, die nicht nur arg klischeebeladen, geistlos und überraschungsarm inszeniert wurde; sie kann zudem nicht einmal dem grobschlächtigen Vorgänger in puncto Gewalt das Wasser reichen.
 
Die Geschehnisse von SEE NO EVIL knüpfen nahtlos an den ersten Teil an: Der tote Körper von Killermaschine Jacob Goodnight (LENN JACOBS) wird ins örtliche Leichenschauhaus gebracht, wo Amy (DANIELLE HARRIS) soeben von ihren Freunden überrascht wird, die mit der adretten Mittdreißigerin zum Geburtstag anstoßen möchten. Natürlich verläuft die Feier nicht so wie geplant, denn Massenmörder Jacob erwacht von den Toten, nimmt sich eine Machete und streift sich eine Maske übers Gesicht. Was folgt ist 08/15-Slasher-Quatsch von der Stange: Der Killer schlendert durch sterile Flure und schneidet sich überraschend züchtig durch die Körper seiner Opfer.
 
Irgendwas ist in SEE NO EVIL 2 schief gelaufen, denn obwohl die Voraussetzungen hätten nicht besser sein können, haben die Macher das Sequel gegen die Wand gefahren. Im Drehbuch wurmt es gewaltig, denn hier findet sich ein Sammelsurium an ausgelutschten Slasher-Klischees, die man weit über 30 Jahren nach HALLOWEEN und FREITAG DER 13. irgendwie nicht mehr sehen möchte. So müssen natürlich verängstigte Protagonisten auf ihrer Flucht vor dem Bösen zu Boden stürzen, rütteln an offensichtlich verschlossenen Türen und stellen fest, dass immer just dann die Stromversorgung versagt, wenn sie am dringendsten benötigt wird. SEE NO EVIL 2 entwickelt sich nicht weiter und macht stattdessen zwei Schritte zurück in die falsche Richtung. Die düstere und dreckige Atmosphäre des Erstlings wird zugunsten steriler Klinikkulissen ausgetauscht – eine Weiterentwicklung der ohnehin schon arg dünnen Geschichte gibt es nicht. In kurzen Rückblenden werden noch einmal die deftigen Morde des Vorgängers ins Gedächtnis gebracht, die zeigen welchen Ton SEE NO EVIL 2 hätte einschlagen sollen. Stattdessen vergeuden die SOSKA ZWILLINGE unnötig viel Zeit damit die wenigen Charaktere durch lange Flure flitzen und dabei panisch kreischen zu lassen. Auch Killer Jacob Goodnight scheint ein wenig übermüdet zu sein, denn seine Mordgier wird reichlich unkreativ zelebriert. Ein kleiner Kehlenschnitt hier, eine zerquetschter Schädel da – viel Splatterei bietet der lahme und vor allem unnötige Aufguss leider nicht, so dass Horrorfans schnell nach dem Grund dieser Fortsetzung suchen werden, der vermutlich einzig im vollen Geldbeutel gieriger Produzenten zu finden sein dürfte.
 
 
 


 
 
 

SEE NO EVIL 2 – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein blutiges Slasher-Spektakel für Fans der härteren Filmgattung. Leider wird der Gewaltpegel des Erstlings nicht ansatzweise erreicht, was Fans von SEE NO EVIL enttäuscht vor der Glotze zurücklassen dürfte. Die meisten Morde werden im Off zelebriert oder der Zuschauer bekommt nur das Resultat eines ermüdenden Amoklaufs zu sehen. Kommt Killer Jacob Goodnight dann doch einmal in Fahrt, wird mit drastischen Gräueltaten gegeizt, so dass SEE NO EVIL 2 eindeutig keinen Spaß macht. Aber auch inhaltlich wird auf Sparflamme geköchelt. Die Regiearbeit der SOSKA SCHWESTERN wirkt teilweise ziemlich unbeholfen, weil man vermutlich überfordert damit gewesen ist, das Müh einer Geschichte auf Spielfilmlänge zu bringen. Was bleibt ist ein konventioneller 08/15-Slasher von der Stange, in dem sogar bekannte Schauspieler kaum etwas zu tun haben, außer zu rennen, zu schreien und zu sterben. SEE NO EVIL 2 ist in allen Belangen eine der enttäuschendsten Horror-Fortsetzungen der letzten Jahre, der mit Sicherheit noch einige unnötige Ableger folgen werden.
 
 
 


 
 
 

SEE NO EVIL 2 – Zensur

 
 
 
Enttäuschte Gesichter bei Horrorfans: SEE NO EVIL 2 ist nicht die Gewaltorgie geworden, die man vermutlich erwartet hätte. Wo Fortsetzungen sonst mit „größer, härter, blutiger“ beworben werden, schraubt SEE NO EVIL 2 den Härtegrad konsequent zurück. Es gibt einen recht grafischen Kehlenschnitt zu sehen und einige Macheten-Schnitzer – das war’s dann aber auch schon. Die übrigen Morde werden nur angedeutet oder passieren im Off. In Deutschland dürfte das auf jeden Fall für eine ungeschnittene „Keine Jugendfreigabe“ reichen. Ob das Horrorfreunden schmecken wird?
 
 
 


 
 
 

SEE NO EVIL 2 – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
ChromeSkull: Laid to Rest 2 (2011)
 
Laid to Rest (2009)
 
Hatchet (2006)
 
Hatchet 2 (2010)
 
Hatchet 3 (2013)
 
Wrong Turn 5 – Bloodlines (2012)
 


Filmkritik: “Game of Assassins” (2013)

Game-of-assassins-2013
 
 
 

GAME OF ASSASSINS

(THE GAUNTLET)

Story

 
 
 
Fünf unwissende Menschen finden sich in einer Art unterirdischem Labyrinth wieder und sind nicht bereit irgendwelche Spiele zu spielen. Doch der Weg nach draußen ist verschlossen, so dass den unfreiwilligen Teilnehmern keine andere Wahl bleibt, als sich durch eine fallenbespickte Arena vorzuarbeiten. Schnell entdeckt man Gemeinsamkeiten, denn ein jeder der hier Anwesenden soll für begangene Sünden bezahlen. So werden aus Freunden schnell Feinde, schließlich kennt das Spiel wie im richtigen Leben nur einen Sieger…
 
 
 


 
 
 

GAME OF ASSASSINS – Kritik

 
 
 
Lasst die Schlachtspiele beginnen – so zumindest verspricht es der Trailer, in dem sich scheinbar ahnungslose Protagonisten gegenseitig zerfleischen müssen, um überleben zu können! Das Grundgerüst der Geschichte ist nicht neu, denn MATT ESKANDARI ließ sich für seinen GAME OF ASSASSINS offensichtlich von Überlebensfilmen wie BATTLE ROYALE, DIE TODESKANDIDATEN und der TRIBUTE VON PANEM-Reihe inspirieren und mixt sogar etwas dezentes SAW dazu. Im Unterschied zu den genannten Actionern leidet GAME OF ASSASSINS jedoch unter seinem überschaubaren Budget, was der Freude am Mitfiebern schnell einen Dämpfer verpasst. Die mittelalterlich anmutende Kulisse schaut unverkennbar nach Pappmaschee aus und der Nervenkitzel will auch ausbleiben, weil ESKANDARI vermutlich aus Budgetgründen auf fiese Todesarten und gemeine Fallen verzichten musste. Stattdessen werden die Protagonisten in einer Art Schnitzeljagd von einem Schauplatz zum nächsten getrieben, wo sie mit Rätseln konfrontiert werden, deren Lösung meist den Tod eines Anwesenden zur Folge hat. Der wird entweder durch eine Falle ausgelöst oder durch die Hand eines Charakters, der sich nicht selten entscheiden muss wen er opfert, um dem Weg in die Freiheit ein Stück näher kommen zu können. Klingt vielversprechend – ist aber öde.
 
Ursprünglich als THE GAUNTLET betitelt, handelt es sich bei GAME OF ASSASSINS um ein Sammelsurium an Oberflächlichkeiten, Horror-Klischees, Stereotypen und faden Ideen, die hier auf knapp 75 Minuten verteilt werden, damit der Film auf seinen Spielzeit kommt. Dabei fehlt dem Film vor allem das, was ihn wahrscheinlich beim Horrorfan interessant gemacht hätte: Gewalt. Auf die wird nämlich hier weitestgehend verzichtet, obwohl die Überlebensthematik des Streifens wohl dafür prädestiniert gewesen wäre, möglichst viel selbstzweckhaftes Gemeuchel vor der Linse zu zeigen in dem sich die Protagonisten gegenseitig auf die Zwölfe hauen. Stattdessen menschlicht Regisseur MATT ESKANDARI etwas arg gekünstelt mit seinen Helden und schafft sogar das Kunststück, dass der Zuschauer keinerlei Sympathien für die Protagonisten entwickeln kann. Der Grund hierfür dürfte vermutlich in der oberflächlichen Charakterisierung der Teilnehmer liegen. Deren Schicksale werden im Eiltempo mittels eingestreuter Rückblenden überflogen, damit der Film rasch zum Punkt kommen kann. Der Zuschauer erfährt, dass jeder der Mitspieler so seine Leichen im Keller versteckt hält und daher nicht grundlos von einem bis dato noch unbekannten Initiator in einer Kampfarena eingesperrt wurde. So hat Teenager Tyler (NICK LANE) seinen Mitschüler erschossen, weil er dessen Mobbing-Attacken nicht mehr ertragen konnte; Fitness-Trainerin Lee Kim (BAI LING) hat dagegen kurzen und tödlichen Prozess mit einem aufdringlichen Spanner veranstaltet. Der Rest der kleinen Gruppe verbirgt ähnliche Geheimnisse und wird als Konsequenz für das skrupellose Vorgehen im Film mit dem Tod bestraft. Auch wenn Drehbuchautor ADAM LAWSON (der übrigens als Regieassistent an Filmen wie HATCHET 2 oder SNAKES ON A PLAN beteiligt war) jeder seiner Figuren eine kurze Hintergrundgeschichte einräumt, ist es dem Zuschauer mangels Identifikationsmöglichkeiten am Ende gleichgültig, ob und wie die eingesperrten Protagonisten das Zeitliche segnen.
 
GAME OF ASSASSINS ist überraschungsarmes Videofutter das viel Potenzial vergeudet und etwas unfertig wirkt. Die dünne Handlung spielt sich nach dem “Du-bist-der-Nächste”-Prinzip ab und besitzt einen nahezu kaum vorhandenen Spannungsbogen. Zudem schafft es ESKANDARI in den schmalen Gängen und Kammern der Katakomben nur selten eine beklemmende und klaustrophobische Stimmung zu bewirken. Drum sollte sich ein jeder, der eine Leidenschaft für diese Art von Filmen hegt, seine kostbare Lebenszeit in bessere Vertreter jener Gattung investieren. So können wir neben den oben bereit genannten auch die thematisch ähnlichen Streifen THE TOURNAMENT (2009) und THE HUMAN RACE (2013) empfehlen. Dem Letzteren dürfte in etwa das gleiche Budget zur Verfügung gestanden haben. Im Gegensatz zu GAME OF ASSASSINS glänzt der dafür aber mit bitterböser Gewalt, kritischer Botschaft und einfallsreicher Machart.

 
 
 


 
 
 

GAME OF ASSASSINS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Für gerade noch fünf Punkte hat es gereicht und auch nur deswegen, weil MATT ESKANDARI sein schwach inszeniertes Überlebenstraining kurz hält und nach 75 überraschungsarmen Minuten abrupt enden lässt. Man sollte hier seine Erwartungen dämpfen, denn wer bei dem nett zusammengeschnippelten Trailer einen Film in der Machart eines BATTLE ROYALE erwartet, dürfte schnell enttäuscht werden. GAME OF ASSASSINS fehlt der gewisse Biss und natürlich der für das Genre wichtige Gewaltpegel, um ihn bei Fans überhaupt interessant machen zu können. Zudem versucht ESKANDARI seine kämpfenden Protagonisten sympathisch erscheinen zu lassen, bewirkt aber genau das Gegenteil. In GAME OF ASSASSINS pfeift es aus allen Löchern, denn hier hat man auf ein nötiges Feintuning am Drehbuch verzichtet und Filmstoff auf Zelluloid gebannt, der mit Budget, Logik- und Plotlücken zu kämpfen hat. Demnach ist THE GAUNTLET (so wie der Film anfänglich heißen sollte) nur all denen zu empfehlen, die jede Horror-Veröffentlichungen sehen müssen und sei sie auch noch so schlecht.
 
 
 


 
 
 

GAME OF ASSASSINS – Zensur

 
 
 
Anders als erhofft ist GAME OF ASSASSINS keine Gewaltorgie, die man bei einer derartigen Geschichte vermutlich erwartet hätte. Zwar wurden einige Fallen in den unterirdischen Katakomben verstreut, wirklich viel Lied wird aber nicht gezeigt, wenn ahnungslose Protagonisten hineintreten. Einem Charakter wird das Bein aufgespießt; ein anderes Opfer von Ketten zerquetscht. Zudem kommen vermehrt Macheten und Messer zum Einsatz, die sich durch die Leiber der Überlebenden bohren – nichts Spektakuläres und eher KJ-tauglich. Demzufolge dürfte GAME OF ASSASSINS in Deutschland mit rotem Flatschen und ungeschnitten in die Händlerregal kommen.
 
 
 


 
 
 

GAME OF ASSASSINS – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Devil’s Dozen (2013)

Unter Freunden – Komm, lass uns spielen (2012)

Would You Rather (2012)

Pain (2011)

The Human Race (2013)

Die Todeskandidaten (2007)

The Tournament (2009)

Panic Button (2010)

Battle Royale (2000)

Die Tribute von Panem – The Hunger Games (2012)


Filmkritik: “The Midnight Game” (2013)

The-Midnight-Game-2013
 
 
 

THE MIDNIGHT GAME

Story

 
 
 
Fünf Kids probieren das MIDNIGHT GAME aus – ein angeblich heidnisches Ritual, dessen Anleitung Shane (Guy Wilson) im Internet gefunden hat. Bald schon kommt der Midnight-Man zu Besuch und hält den übermütigen Teenagern die eigenen Ängste vor Augen. Mit ungeahnten Folgen …
 
 
 


 
 
 

THE MIDNIGHT GAME – Kritik

 
 
 
Seit jeher übt das Ouija-Brett in Horrorfilmen eine nahezu unbeschreibliche Faszination aus. Doch leider wissen dessen Benutzer nur selten über die korrekte Nutzung bescheid, weil die Anleitung zur Kontaktaufnahme mit dem Jenseits meist nicht gründlich studiert wird. Die Katastrophe ist demnach schon vorprogrammiert, was dem Horror-Fan geradezu recht scheint, sucht der doch in solchen Filmen den obligatorischen Gänsehaut-Kick. Während das Hexenbrett im Genre meist unachtsamerweise als okkultes Spielzeug auf Partys Verwendung findet, erfreuen sich allerhand andere unheimliche Spiele und Rituale im Genre großer Beliebtheit. Die Beschwörung der “Bloody Mary” dürfte wohl hier immer noch zu den bekannteren Zeitvertreiben gehören, mit der sich nun schon einige Filmemacher beschäftigt haben und die schon unzähligen Filmhelden das Leben gekostet hat.
 
Regisseur und Drehbuchautor A.D. CALVO erweitert die Reihe an okkulten Spielereien um das sogenannte “Mitternachtsspiel”, das angeblich auf ein heidnisches Ritual zurückzuführen ist, bei dem Gesetzlose und Ungläubige bestraft werden sollten. Ob es einen derartigen Ritus wirklich gegeben hat, lässt sich an dieser Stelle nicht klären. Wir gehen davon aus, dass eine derart haarsträubende Legende wohl in den Weiten des Internets geboren wurde. Fakt jedoch ist, dass CALVO mit seinem THE MIDNIGHT GAME einen durchaus annehmbaren Vertreter der Gattung Dämonen-Horror gemacht hat, dessen Heimkino-Fassung man sich an einem trüben Herbstabend gern einmal in den Player legen kann, um sich angenehm gruseln zu lassen.
 
Fünf Freunde werden in THE MIDNIGHT GAME zur Jagdbeute des dämonischen Midnight-Mans, der aus jugendlicher Neugierde heraufbeschworen wird, weil Schul-Quarterback Shane (GUY WILSON) im Internet darüber gelesen hat. Als die Eltern unterwegs sind lädt Kaitlan (RENEE OLSTEAD) die besten Freunde zu sich nach Hause ein, um bei Bier und flotten Sprüchen etwas Abstand vom stressigen High-School-Alltag gewinnen zu können. Es dauert nicht lang und Begeisterung kommt auf, als Shane vom MIDNIGHT GAME spricht und es vorschlägt zu spielen. Es werden Kerzen aufgestellt, das Licht gedimmt und die Spielregeln erklärt. Ein jeder erhält die Aufgabe sich zu seinen Ängsten zu bekennen und den Schein seiner Kerze im Auge zu behalten. Erlischt diese, muss sie binnen von zehn Sekunden erneut entzündet werden. Gelingt dies nicht, bietet ein Kreis aus Salz Schutz vor der Heimsuchung des Midnight-Mans, die erst dann ein Ende findet, wenn die Uhr 3.33 geschlagen hat. Selbstverständlich kommt wieder alles anders, als es die Freunde erwartet haben. Die Unachtsamkeit der Kids hat zu Folge, dass die paranormale Beschwörungssause aus dem Ruder läuft. Erst ist es Jenna (VALENTINA DE ANGELIS), die sich plötzlich seltsam verhält. Später verschwindet Jeff (SPENCER DANIELS) unter mysteriösen Umständen, was die Gruppe stutzig werden lässt. Als Rose (SHELBY YOUNG) auch noch seltsame Todesvisionen erhält und ein groteskes Ding durch die Flure huschen sieht, sind sich alle einig: Die Legende vom Midnight-Man ist bittere Realität und der Dämon will die Rufenden mit ihren schlimmsten Ängsten konfrontieren.
 
Mit seinem unsäglich miserablen Besessenheits-Gähner HOUSE OF DUST (2013) hat sich Macher A.D. CALVO keinen Gefallen getan. Statt zu Gruseln hat er dem Zuschauer mit seiner spannungsarmen Inszenierung das Einschlafen erleichtert. Umso erfreulicher, dass er aus den Fehlern gelernt hat und in THE MIDNIGHT GAME mehr Sorgfalt hat walten lassen. Das Grauen wird hier klassisch heraufbeschworen, was trotz der offensichtlichen Vorhersehbarkeit relativ gut gelingt, zumal die Geschehnisse in THE MIDNIGHT GAME von permanentem Gegrummel untermalt werden, so dass durchaus angenehme Gruselstimmung bewirkt werden kann. Erst ist es leises Poltern, das die Kids verunsichern lässt. Bald schon bewegen sich Möbel wie von Geisterhand und gespenstische Schatten huschen durch die Gänge. Eigentlich beliebiges Geisterkino, wäre da nicht ein halb-Mensch-halb-Widder-artiges Teufelswesen, das den Teenagern das Fürchten lehrt und zweifeln lässt, dass der Midnight-Man nur Aberglaube ist. Schauderhafte Todesvisionen lassen einen Hauch FINAL DESTINATION aufkommen und veränderte Verhaltensmuster lassen auf Besessenheit schließen. In THE MIDNIGHT GAME ist wahrlich viel los, denn A.D. CALVO streut die gängigen Mixturen diverser Sub-Genres in die überschaubare Handlung, ohne den Überblick zu verlieren. Die vielfältige Kombination funktioniert tadellos, denn THE MIDNIGHT GAME hat zwei Pluspunkte: Ein straffes Drehbuch und Atmosphäre. Letztere bewirkt ein permanentes Gefühl des Unbehagens, das vor allem durch gute Kameraarbeit bewirkt werden kann, die in Kombination mit einem subtilen Score schnell ein beklemmendes Gefühl der Angst heraufbeschwört. Dabei wird das Geschehen durch verschiedene Kamerawinkel dokumentiert, das im Falle von THE MIDNIGHT GAME recht schnell an Fahrt gewinnt, obwohl die Kamera seinen Helden mit eher behäbigen Tempo folgt. Letztendlich hinterlässt CALVOS Streifen gerade aufgrund der eher zurückhaltend eingesetzten Schreckmomente und dem Verzicht auf Gore und Spezialeffekte einen durchweg positiven Gesamteindruck. Der Film ist zwar mit kurzen 75 Minuten knapp bemessen; in Anbetracht der stimmungsvollen und atmosphärischen Machart ist er ähnlich gestrickten Low-Budget-Horrorfilme einen großen Schritt voraus.
 
Am Ende ist man doch überraschter als erwartet. Nicht nur, dass der Film durch einen geschickt platzierten Twist eine ungeahnte Wendung erlebt; der anfänglich austauschbare Teenager-Spuk entwickelt sich recht flott zu unterhaltsamen Gruselfutter, das trübe Herbsttage angenehm schaurig versüßt.
 
 
 


 
 
 

THE MIDNIGHT GAME – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Stimmungsvoller Mystery-Thriller, der mehr Wert auf Atmosphäre legt, als seine Protagonisten möglichst derb und schaufreudig über die Klinge springen zu lassen. Regisseur A.D. CALVO ist mehr daran interessiert, ein beklemmendes Gefühl der Angst heraufzubeschwören, als möglichst viel grafische Gewalt auf der Mattscheibe zu zeigen. Nach dem miserablen HOUSE OF DUST ist ihm das zu allem Erstaunen auch noch recht gut gelungen, denn der Filmemacher beherrscht plötzlich die Fähigkeit Atmosphäre zu schaffen – etwas, was man in seinen bisherigen Werken leider schmerzlich vermisst hat. THE MIDGNIGHT GAME ist ein kleiner, kurzweiliger Gruselfilm, der aus Versatzstücken diverser Sub-Genres besteht und daraus etwas eigenes macht. Dreister Ideenklau wird zwar von Horror-Fans meist mit Ignoranz bestraft; im Falle von THE MIDNIGHT GAME darf man dennoch gern einen Blick riskieren.
 
 
 


 
 
 

THE MIDNIGHT GAME – Zensur

 
 
 
In Amerika wurde THE MIDNIGHT GAME mit einem “Rated R” abgestraft. Ganz so hart dürfte es den Streifen hierzulande jedoch nicht treffen, denn wirklich brutal ist das Schauermärchen nicht. Es wird eine ziemlich unangenehme Szene gezeigt, in der eine der Protagonistinnen mit einem Auto überrollt wird. Des Weiteren bekommen wir einen abgetrennten Kopf zu sehen und eine Heldin, die sich mit einem Seil im Gästezimmer erhängt. Das reicht für eine ungeschnittene FSK 16!
 
 
 


 
 
 

THE MIDNIGHT GAME – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
I am ZoZo (2012)

The Ouija Experiment (2011)

Bloody Mary (2006)

Candyman’s Fluch (1992)


Filmreview: “Aftershock” (2012)

Aftershock-Poster
 
 
 

AFTERSHOCK – DIE HÖLLE NACH DEM BEBEN

Story

 
 
 
Es hätte ein entspannter Urlaub im südamerikanischen Chile werden können. Weiber, Sex und Alkohol. Doch die muntere Sause entwickelt sich für den verzogenen Proll-Millionär Pollo (Nicolás Martinez) und seine Freunde Ariel (Ariel Levy) und Gringo (Eli Roth) rasch zum tödlichen Alptraum. Während des Besuches eines der angesagtesten Clubs Valparaisos lernen die drei Freunde nicht nur die amerikanischen Schwestern Monica (Andrea Osvárt) und Kylie (Lorenza Izzo) und deren Freundin (Natasha Yarovenko) kennen, sondern machen alsbald auch die bittere Bekanntschaft mit einer der unberechenbarsten Naturgewalten der Erde. Ein unerwarteter Tsunami verursacht ein fürchterliches Erbeben, das innerhalb von nur wenigen Sekunden die gesamte Küstenregion des Landes zerstört und tausende Menschen unter herabstürzenden Trümmerteilen vergräbt. Während die wenigen Überlebenden versuchen, sich in Sicherheit zu bringen, sehen sich die Freunde mit einer ganz anderen Bedrohung konfrontiert. Eine skrupellose Gruppe entflohener Häftlinge geistert durch die zerstörten Gassen des Ortes und sorgt für Angst und Schrecken …
 
 
 


 
 
 

AFTERSHOCK – Kritik

 
 
 
Wenn auf einem Filmplakat damit geworben wird, dass kein geringerer als Regisseur ELI ROTH (HOSTEL, HOSTEL 2) für die Realisierung von AFTERSHOCK verantwortlich zeichnet, dann dürften sich interessierte Horrorfans vermutlich gierig die Hände reiben und hoffen, dass der reißerisch angepriesene Horror-Thriller auch das hält, was der Name ELI ROTH bereits seit seinem Erstlingswerk CABIN FEVER verspricht: Zeigefreudiges und hart umgesetztes Gematsche. Für den kommenden Horrorschocker AFTERSHOCK hat es sich ROTH nicht nehmen lassen, als Co-Produzent zu fungieren und wie bereits in einigen seiner früheren Werke auch vor der Kamera zu agieren. Das Regiezepter überließ er hierbei seinem Kollegen NICOLÁS LÓPEZ, der bereits mit gerade einmal 21 Lenzen einen abendfüllenden Spielfilm inszeniert hat und nun mit AFTERSHOCK seinen ersten englischsprachigen Film präsentiert. Dass der chilenische Filmemacher jetzt mit gerade einmal 30 bereits allerhand Erfahrungen im Herunterkurbeln günstig produzierter Filmchen besitzt, bezeugt seine durchaus umfangreiche Vita. Wo Gleichaltrige gerade ihr Studium abgeschlossen haben und nun versuchen Gelerntes in die Tat umzusetzen, kann LÓPEZ bereits auf eine bewegte Karriere zurückblicken. Neben mehreren Auszeichnungen für Musikvideos, der Gründung einer Unterhaltungs-Webseite und einer stattlichen Anzahl mehr oder weniger gelungener Regiearbeiten, versucht er sich nun mit AFTERSHOCK auch auf dem internationalen Filmmarkt zu behaupten.
 
Gut, denkt sich der Filmfreund, mit ROTH als kompetentem und erfahrenem Partner an der Seite kann dieser Thriller nur ein potenzieller Hit-Kandidat werden. Denkste! Denn wer meint, mit AFTERSHOCK einen durchweg spannenden und klug inszenierten Survival-Trip serviert zu bekommen, der wird schnell eines Besseren belehrt. AFTERSHOCK ist eines dieser vollkommen naiven Filmchen, das sich einzig darin feiert, möglichst viele grausame Szenen aneinanderzureihen, um den nicht vorhandenen Sinngehalt der Geschehnisse zu verschleiern. Hier wird Wert auf reißerische Exploitation gelegt, wobei es den Film keinen Deut interessiert, die “richtigen” Schicksale und die panische Angst “tatsächlicher” Überlebenden zu protokollieren. Stattdessen begleitet der Zuschauer drei jämmerliche Loser, die nicht nur wie Versager handeln sondern auch danach ausschauen, bei ihrem unwichtigen Kampf ums nackte Überleben. Um die Tatsache zu unterstreichen, wie amerikanisch dieser Film doch ist, werden dem Trio drei sexy Bunnys zur Seite gestellt, die natürlich, wie hätte es auch anders sein können, ernsthaft sexuelles Interesse an den Schwachmaten hegen. Natürlich findet der vielversprechende Lusttrip durch ein unerwartetes Erbeben ein frühes Ende und die sechs Überlebenden sehen sich mit einer Schar flüchtender Häftlinge konfrontiert, die nichts anderes im Sinn haben, als die drei sexy Chicas zu verfolgen und sie möglichst schnell zu begatten (man hat ja sonst nichts anderes zu tun, wenn Menschen im Betonhagel zerquetscht werden). Mal im Ernst, wer Bitte schön hat sich eigentlich so einen Käse ausgedacht? Wäre der Film in der zweiten Filmhälfte nicht derart bierernst inszeniert, man hätte vermutlich noch irgendetwas Positives von AFTERSHOCK abgewinnen können. In Anbetracht der Umstände, dass LÓPEZ´ Beitrag auf tatsächliche Ereignisse zurückzuführen ist, hinterlässt die arg notdürftig zusammengezimmerte und grotesk in Splattrige abdriftende Handlung einen durchaus fragwürdigen Beigeschmack. Spätestens dann, wenn vor der Linse zermalmte Neugeborene gezeigt, Frauen vergewaltigt und Menschen bei lebendigen Leib verbrannt werden, dürfte die Grenze des guten Geschmacks erreicht sein. Überhaupt bleibt zwischen all den zerfetzten Leibern, effekthascherischen Schocksequenzen und sadistischen Tötungsszenen der Sinngehalt dieses Filmes weitestgehend unschlüssig. Die Frage, was uns NICOLÁS LÓPEZ mit seinem haarsträubenden Erdbeben-Horror eigentlich mitteilen wollte, bleibt vollkommen ungeklärt. Das eigentliche Thema vom Zusammenbruch jedweder Zivilisation kommt zwar anfänglich noch zum Tragen, wird aber im Verlauf der Handlung zugunsten perfider Ekelszenen vollkommen außer Acht gelassen. Stattdessen konzentriert sich LÓPEZ zu steif darauf, seine unzugänglichen Protagonisten schön deutlich und blutig über die Klinge springen zu lassen und den erwartungsfreudigen Gorehound so mit professionell gemachter Splatter-Effektkunst zu beglücken.
 
Mit einem ernstzunehmenden Katastrophenfilm hat AFTERSHOCK kaum etwas am Hut. Statt sich vornehmlich auf die Ausweglosigkeit der Protagonisten zu konzentrieren, driftet der Film ins Horrorlastige ab und verfängt sich in einem vollkommen hirnlosen Subplot, der sich einzig damit beschäftigt, die ohnehin unsympathischen Helden schön reißerisch zu meucheln. Die Rolle der Frau wurde in AFTERSHOCK einmal mehr auf das Nötigste reduziert. Die Protagonistinnen im Film bilden einzig Mittel zum Zweck, die vorwiegend männlichen Zuschauer zu belustigen, bzw. um als Besamungsziele für die triebgesteuerten Fieslinge des Films zu dienen. So bildet eine widerwärtige Vergewaltigung einer der Heldin in AFTERSHOCK das klägliche Schlusslicht des vollkommen zweckentfremdeten Erdbeben-Schockers. Bei derart moralisch fragwürdiger Darstellung der im Film gezeigten Grausamkeiten verwundert es kaum, dass die amerikanische MPAA mit AFTERSHOCK arg streng ins Gericht ging und die US-Kinoauswertung mit dem kommerziell vernichtenden Rating NC-17 abstrafte. Grund genug für den amerikanischen Verleih, das Trash-Werk für ein lukrativeres R-Rating herabzuschnippeln, um den Film überhaupt in den Kinos auswerten zu können. Ob die ungeschnittene Fassung AFTERSHOCK jedoch besser macht, mag bezweifelt werden. Denn mehr als ein spannungsarmer, anspruchsloser aber technisch durchaus souverän umgesetzter Horrorfilm ist AFTERSHOCK leider nicht geworden.
 
 
 


 
 
 

AFTERSHOCK – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Harter Erdbeben-Schocker, der nicht mit deftigen Splatter-Exzessen geizt. Inhaltlich darf man jedoch nicht wirklich viel erwarten. AFTERSHOCK ist primitive, uninspirierte und moralisch bedenkliche Horrorkost für Freunde des schlechten Geschmacks.
 
 
 


 
 
 

AFTERSHOCK – Zensur

 
 
 
Der Film ist ziemlich derbe was seine Gewaltszenen betrifft, wobei die Darstellungen der hier bebilderten Grausamkeiten moralisch derart fragwürdig in Erscheinung treten, dass der Film in seiner ungeschnittenen Fassung selbst in Amerika mit einem vernichtendem NC-17 abgestraft wurde. Demnach musste der amerikanische Verleih die Schere ansetzen, um ein lukratives RATED R erhalten zu können. Hierzulande hat die zerschnippelte R-Rated-Fassung Glück gehabt, denn diese wanderte komplett durch die FSK und hat die KJ-Kennzeichung bekommen. Angesichts der Tatsache, dass so manch seichtere Streifen hierzulande Feder lassen musste, um eine Freigabe zu erhalten ist die Einstufung seitens der deutschen Zensurbehörde kaum nachvollziehbar. Immerhin ist AFTERSHOCK in Deutschland identisch mit der Rated R-Fassung. Wer jedoch die Unrated-Variante sehen möchte, muss zum Import greifen.
 
 
 


 
 
 

AFTERSHOCK – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Aftershock Blu-ray

(c) Universum Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Aftershock; Chile/USA 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 89 Min.

FSK: FSK 18 (ungeschnittene Rated-R-Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Making of, Ein bewegendes Casting, Interview mit Nicolás Lopez, Trailer & TV-Spots, Audiokommentar Nicolás Lopez und Eli Roth

Starttermin: 10.01.2014

 
 
 
UNIVERSUM FILM ist das Kunststück gelungen und hat den ziemlich derben AFTERSHOCK ungeschnitten durch die FSK schmuggeln können. Zwar handelt es sich hier nicht um die begehrte Unrated-Fassung, die Horrorfans lieber gesehen hätten (es ist “NUR” die leicht beschnittene Kinofassung aus Amerika); trotzdem erstaunt wie der Rechteinhaber selbst die ohnehin schon harte Rated R-Variante durch die Zensurbehörde boxen konnte. Die ist aber komplett und kommt nun auf einer technisch tadellosen Blu-ray in den Handel. AFTERSHOCK wurde digital mit CANON-5-D-Kameras gefilmt und das sieht man auch: grandiose Schwarzwerte, präzise Kontraste und eine unglaubliche Schärfe erfreuen das Filmfanherz. Geht das Treiben los, verschwindet die Schärfe im hektischen Trubel und Gesichter werden vereinzelt weich oder unscharf dargestellt. Diese Szenen sind jedoch die Ausnahme und schmälern die Freude an der Hochwertigkeit der Bildqualität keineswegs. Beim Ton wird geklotzt und nicht gekleckert, denn hier werden alle Lautsprecher gefordert. Bereits zu Beginn in der Discoszene kommt der Subwoofer lautstark zum Einsatz. Die Soundkulisse der Katastrophe ist druckvoll. Zudem ist erfreulich, dass UNIVERSUM FILM an eine gescheite Übersetzung gedacht hat. Die Sprecher machen ihre Arbeit gut und von einer stümperhaften Pornosynchronisation ist weit und breit nichts zu verzeichnen. Den Horrorfans dürfte freuen, dass für AFTERSHOCK ein dickes Extrapaket geschnürt wurde. Den Anfang machen drei Werbetrailer (BYZANTIUM, THE CALL – LEG NICHT AUF! und OLYMPUS HAS FALLEN) kommender Highlights aus dem Programm von UNIVERSUM FILM. Danach kann der Zuschauer in einem mit Szenen aus dem Hauptfilm unterlegten Hauptmenü nach Extras stöbern. Es gibt ein kurzes Making of (ca. 10 Minuten, HD), ein Casting-Feature (ca. 2 Minuten, HD), ein Interview mit dem Regisseur (ca. 2 Minuten, HD) und verschiedene Trailer und Clips zum Film (zusammen rund 5 Minuten, HD) zu sehen. Abgerundet wird der Bonussektor mit einem Audiokommentar in dem Regisseur López munter Anekdoten ausplaudert und Filmemacher Eli Roth per Telefonkonferenz hinzuschaltet. Löblicherweise wurden ausnahmslos alle Extras deutsch untertitelt, sogar der Audiokommentar. Zudem macht der Anbieter mit sieben Katalogtiteln Eigenwerbung und bietet sogar einen BD-Live-Zugang bei dem jedoch eine Internetverbindung vorausgesetzt wird. Übrigens: das beliebte Wendecover ohne FSK-Flatschen ist auch mit am Start.
 
 
 

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Aftershock – Trailer

 
 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
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Filmreview: “Evil Dead” (2013)

Evil Dead 2013
 
 
 

EVIL DEAD

Story

 
 
 
Der plötzliche Tod der eigenen Mutter hat die beiden Geschwister Mia und David furchtbar entfremdet. Aus Angst die tödliche Krankheit der Mutter auch in sich zu tragen, versucht David dem Problem zu entkommen, indem er davonläuft. Seine jüngere Schwester sieht sich im Stich gelassen und verfällt daraufhin den Drogen. Um den Weg zurück in eine normale und geregelte Welt zu finden, treffen die Geschwister erneut aufeinander, um eine Lösung für Mias Drogensucht zu finden. Zusammen mit einigen Freunden versuchen sie weit draußen in einer Hütte im Wald, dem Problem Herr zu werden und stellen die traumatisierte Mia unter kalten Entzug. Doch irgendwas ist mysteriös an der vermeintlich vertrauten Behausung. Irgendjemand scheint sich Zugang zum Keller der Hütte verschafft und ein ominöse Ritual betrieben zu haben. Schnell stoßen die Freunde auf ein seltsames Buch, aus dem Eric einige der verschlüsselten Botschaften liest. Ein fataler Fehler, denn mit dem Aussprechen der Verse, erweckt er einen bösartigen Dämon, der sich alsbald den Körpern der Freunde bemächtigt …
 
 
 


 
 
 

EVIL DEAD – Kritik

 
 
 
20 Jahre sollte es dauern, bis das beliebte EVIL DEAD-Franchise in eine neue Runde gehen sollte.
Vermutlich schien der Wunsch nach einer weiteren Fortsetzung und der Erwartungsdruck der Fanbase derart enorm gewesen zu sein, dass sich in Zeiten lukrativer Remakes auch Erfinder und Macher der Ur-Trilogie SAM RAIMI dazu verpflichtet sah, die allmählich in die Jahre gekommene TANZ DER TEUFEL-Serie mit Hilfe eines Reboots, auch einem jungen und unwissenden Publikum zugänglich zu machen und die bisherigen Liebhaber der Reihe ebenso zufriedenzustellen. Mit überraschenden Folgen. Nachdem ein überzeugender Trailer im Netz die Runde machte, entstand um die kommende EVIL DEAD-Neuauflage ein, bisher im Horror-Genre wohl noch nie dagewesener Hype, der die Vorfreude auf die kommende Neuauflage unter Anhängern des “bösen Horrorfilms” unweigerlich wachsen lies. Kassenträchtig als den “wohl schrecklichsten Film aller Zeiten” betitelt, schlug EVIL DEAD nach dem amerikanischen Kinostart ein wie eine Bombe. Bereits am ersten Startwochenende schwemmte der 17 Millionen Dollar teurer Film fast das Doppelte seinen Budgets in die amerikanischen Kinokassen, sodass sich das Filmstudio SONY und die gesamte Produzenten-Riege dazu entschloss, dem Reboot drei weitere Teile folgen zu lassen: zwei Fortsetzungen, um die Neuauflage als Trilogie zu komplettieren sowie ein ARMY OF DARKNESS-Sequel, um die Ur-EVIL DEAD-Serie weiterspinnen zu können. Glaubt man den diversen Gerüchten im Internet, sollen beide Reihen letztendlich sogar ineinander übergreifen, sodass für die kommenden Jahre ein regelrechter TEUFELSTANZ im Kino zelebriert werden dürfte.
 
Nun steht jedoch mit dem ersten, “neuen” EVIL DEAD-Teil vorerst ein gehörig bösartiger Schocker ins Haus, der weltweite Horrorfilmfreunde vermutlich in zwei Lager spalten dürfte. Denn die Neuaufguss mag zwar trotz der durchaus gelungenen Umsetzung nicht jedem Filmfreund auf Anhieb munden wollen. Gerade den Verfechtern der EVIL DEAD-Klassiker und den Liebhabern schön altmodischer Retro-Kost dürfte der neue, ziemlich hektisch und schnell geschnittene Splatter-Trip, ein gehöriges Grummeln ins Gesicht zaubern. Die, aus heutiger Sicht oftmals naiv-wirkende, charmant-liebenswerte 80er Jahre Atmosphäre sucht man hier vergebens, denn EVIL DEAD ist perfekt durchgestylt von Anfang bis Ende. Hier wurde wahrlich Liebe zum Detail betrieben, denn jede Szene, jeder Effekt und jeder Kameraeinstellung wirkt genau geplant und präzise durchleuchtet. Fast schön möge man meinen, dass die Reihe mit dem aktuellen Neuanfang den Mainstream erreicht hat, denn mit den adretten Jungschauspieler-Ensemble, all den hochwertig gefilmten Szenen und professionell umgesetzten Splatter-Effekten erinnert der neue und MAKELLOSE EVIL DEAD fast schon an einen, auf das heutige MTV-Publikum zugeschnittenen Blockbuster, wie man ihn aktuell leider zu oft in derart Form im Kino präsentiert bekommt.
 
Dennoch, keine Bange, den erwartungsfreudigen Filmfreunden da draußen sei versichert, der Film rockt – und das gewaltig. Mit dem größtmöglichen Respekt und bemerkenswert viel Herzblut hat sich Nachwuchsregisseur FEDE ALVAREZ an einen der vermutlich wichtigsten Werke innerhalb des Horror-Genres gewagt und einen Film geschaffen, der die Messlatte für all die noch kommenden Neuauflagen mehr oder weniger bekannter Horrorfilme erheblich weit nach oben getrieben hat. EVIL DEAD ist einer dieser Gruselschocker, bei dem wahrlich alles stimmt. Bereits die kultige Vorlage war nicht gerade eine Garant für tief verzwickte Story-Wendungen und erzählerische Tiefe und dennoch schaffte der Klassiker ein unwohliges und beängstigendes Gefühl zu entwickeln, dass vor allem dafür sorgte, einigen zartbesaitete Gemütern einige schlaflose Nächte zu bereiten. Die durchaus erschreckend, dichte Atmosphäre und das gespenstige Setting verhalfen dem Klassiker, zusammen mit den für damalige Verhältnisse derben Splatter-Exzessen, zum Kultstatus, den er nun heute genießen darf. Umso nachhaltiger die Sorge aller Fans des Originals, ob diese bedrückende Spannung auch im EVIL DEAD des Jahres 2013 konsequent beibehalten werden kann. Ja das tut sie! Die geisterhafte Kulisse ist eine Wonne und erinnert in ihren besten Momenten, an die alptraumhaften Szenarien eines TIM BURTON. Regisseur FEDE ALVAREZ ist stets darum bemüht, jede Einstellung anders ausschauen zu lassen und lässt die Kamera virtuos um die wenigen Protagonisten sausen, sodass der Film gerade aufgrund seiner aufgesetzten Künstlichkeit beinahe etwas Märchenhaftes besitzt. Bemerkenswert ebenso, dass ALVAREZ versucht, der unlängst bekannten Geschichte mehr Tiefgang zu verleihen. Erfährt man in den Originalteilen nur sehr wenig über den Hauptdarsteller Ash, so überrascht, dass die Geschwister Mia und David nun sogar eine Art Charakterentwicklung durchleben, auch wenn diese an einigen Stellen etwas arg aufgesetzt wirkt. Der interessanteste Aspekt des Reboots scheint aber in der Geschichte des Buches zu liegen, der endlich auch einmal etwas Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die Legende rund um die darin beschriebene Beschwörung eines Dämons, wirkt runder und stimmiger als in der Original-Trilogie und bietet zudem reichlich Stoff für die noch (hoffentlich) kommenden beiden Fortsetzungen der Neuauflage.
 
Was aber natürlich alle Fans des aktuellen DÄMONENTANZES am meisten interessieren dürfte, wäre der Härtegrad, der bereits im Trailer offenkundig zur Schau gestellt wurde.
Der wird natürlich ganz zur Freude hungriger Gorehounds deftig auf die Spitze getrieben und dürfte Otto-Normal-Kinogänger gänzlich verschreckt im Kinosessel zusammenzucken lassen. EVIL DEAD wirkt ernst und hart, keine Frage, aber trotzdem schafft es Regisseur FEDE ALVAREZ an wenigen Stellen im Film einige kleine slapstickartige Einlagen zu verstecken, die an die großartig abgedrehten Momente eines EVIL DEAD 2 – DEAD BY DAWN (1987) erinnern. Hier wäre vor allem die Szene zu nennen, in der eine der Protagonisten bei lebendigen Leib den eigenen Arm mit Hilfe eines elektrischen Küchenmessers abtrennen möchte, dieser zu aller Entsetzen an nur noch einer Vene baumelt und letztendlich unerwartet abreißt. Zudem dürfte der etwas skurrile Einsatz von gewöhnlichem Klebeband für das Versorgen der schlimmsten Wunden, im Film für einige Schmunzler sorgen. Und: so viele zugeschlagene Türen, wie in EVIL DEAD bekommen vermutlich nur die Kontrolleure der GEZ zu Gesicht. Alle Effekte im Film sind handgemacht, was man irgendwie rein gar nicht glauben mag, treten die diversen Verbrennungen, Enthauptungen, Brechanfälle und Make up-Effekte derart professionell in Erscheinung, dass es fast schon eine Wonne ist, dem nächsten schrecklichen Tod einer der Protagonisten beizuwohnen. Leider trübt der bisher bereits im Netz kursierende RED BAND-Trailer ein wenig den Gesamteindruck, denn dieser verrät, bis auf den Prolog und das pompöse, mit orchestralen Klängen unterlegte Finale, zu viel über das furchtbare Ableben der im Film agierenden Charaktere.
 
 
 
Die Neuauflage des berüchtigten EVIL DEAD-Schockers ist eines der wenigen Remakes in letzter Zeit, welche man als vollkommen gelungen betiteln kann. Die Geschichte rund um die abgelegene Hütte und den Protagonisten, die sich zu sich selbst zerfleischenden Wesen verwandeln, ist zwar nicht neu, wirkt aber Dank der vielen, hervorragenden und abwechslungsreichen Einfälle des Nachwuchsregisseurs FEDE ALVAREZ erfrischend anders und stets spannend. Hier kommt der Feuerhaken aus dem Original-Film von SAM RAIMI ebenso zum Einsatz, wie die Motorsäge, die spätestens während des Finales für wohlig-superbe Schauer sorgen dürfte. Die hektische und rasante Dämonenhatz ist erstaunlich kurzweilig, toll bebildert und herrlich derbe, sodass man nur hoffen kann, dass sich bald ein Drehbuch für ein Sequel finden lässt, damit die Geschichte auf gleichem Niveau fortgeführt werden kann. Was im übrigen die hiesige FSK geritten haben muss, dieses Remake in seiner ungeschnittenen Rated R-Form auch für den deutschen Zuschauer unbeschnippel zugänglich zu machen, entzieht sich unserer Logik. Der EVIL DEAD des Jahres 2013 ist das wohl derbste Filmchen, was seit SAW über die deutschen Kinoleinwände flimmerte. Immerhin, das lässt hoffen, dass SONY PICTURES auch in deutschen Gefilden versuchen könnte, den bei weitem “harmloseren” Originalfilm vom Index zu bekommen.
 
 
 


 
 
 

EVIL DEAD – Fazit

 
 
 
9 Punkte Final
 
 
 
Gegen das Remake sieht das Original aus wie Kinderfasching. Bitterbös-blutige Dämonen-Hatz für ganz mutige Kinozuschauer.
 
 
 


 
 
 

EVIL DEAD – Zensur

 
 
 
Die deutsche Kinofassung war identisch mit der Amerikanischen, die bereits vor dem US-Kinostart einige Frames Federn lassen, um ein lukratives RATED R erhalten zu können. Zwar lies Regisseur AVAREZ vor dem Kinostart verlauten, dass für die Heimkinoauswertung eine ungeschnittene UNRATED-Variante vorgesehen wäre; das Vorhaben wurde jedoch kurzerhand auf Eis gelegt. Nach dem offiziellen Kinorelease verkündete AVAREZ, dass es sich angeblich bei der zerschnippelten RATED R-Fassung um seine bevorzugte Filmversion handeln würde. Diese kommt jetzt auch auf Blu-ray und DVD in den deutschen Handel. Hierbei wird es zwei Schnittversionen geben. Während die SPIO/JK-Variante ungeschnitten ist und der RATED R-Fassung entspricht, ist die Kaufhausvariante mit dem KEINE JUGENDFREIGABE-Aufdruck geschnitten.
 
 
 


 
 
 

EVIL DEAD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
evil dead
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Evil Dead; USA 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch und Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch

Bild: (2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 89 Min. (geschnittene Fassung) / ca. 91 Min. (ungeschnittene Fassung)

FSK: Keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung) / SPIO/JK (ungeschnittene Faasung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Regisseur der Toten: Regisseur Fede Alvarez’ Neuentwurf eines kultigen Horrorklassikers, Mias Weg: Die körperliche und psychische Verwandlung in “die böse Mia”, Kommentar mit Besetzung und Filmemachern, Das entfesselte Böse: Die Ursprünge und das Design des neuen Buchs der Toten, Evil Dead – Das Remake, Alles möglichst schwierig

 
 
 
Endlich hält auch das Remake des vermutlich kultigsten Splatter-Klassikers aller Zeiten Einzug in die heimischen Wohnzimmer, wobei Rechteinhaber SONY PICTURES HOME ENTERTAINMENT löblicherweise auch Fans die Möglichkeit eingeräumt hat EVIL DEAD in seiner ungeschnittenen RATED R-Fassung kaufen zu können. Neben der zerschnippelten FSK-Variante gibt es selbstverständlich auch eine unzensierten Fassung mit SPIO/JK-Stempel, die vermutlich nicht allzu lang frei erhältlich sein wird. Daher sei jedem Sammler ans Herz gelegt diese Filmfassung so schnell wie möglich zu ordern, bevor ihr die Indizierung droht oder sie gar auf dem Index landet. Neben den herkömmlichen Amaray-Hüllen kann der Liebhaber schicker Blu-ray-Verpackungen tolle Steelbooks des Remakes erstehen. So packt der Drogeriemarkt MÜLLER die ungeschnittene Filmversion in ein derartiges Sammlerstück, während SATURN und MEDIA MARKT nur die geschnittene Auflage in das Steelbook stecken. Rein technisch hat sich SONY bei der Umsetzung der Blu-ray nicht lumpen lassen. Diese kommt erstaunlich umfangreich daher und überzeugt durch tolles Bild und satten Sound. Das Menü zeigt Szenen des Films während der Zuschauer mittels Blutklecks durch die Menüstruktur navigieren kann. Im Bonusbereich wird volles Programm geboten. Für einen Horrorfilm dieser Größenordnung schon eine rare Angelegenheit, sind umfangreiche Extras bei Horrorfilmen eher Mangelware. Neben einem Audiokommentar mit diversen Beteiligten geben kurze Features einen guten Einblick in die Dreharbeiten. In den Dokumentationen MIAS WEG (09:13 min), REGISSEUR DER TOTEN (7:25 min), EVIL DEAD – DAS REMAKE (09:50 min), ALLES MÖGLICHST SCHWIERIG (08:13 min) und DAS ENTFESSELTE BÖSE (05:07 min) werden dem Filmfreund ausführliche Hintergrundinformationen geboten, die sich endlich einmal Extras nennen dürfen, denn nicht selten sind die Features der hauseigenen Filme SONYS vollgestopft mit Marketing-Gequassel. Alles Extras besitzen übrigens deutsche Untertitel, so dass sich auch Zuschauer im Bonusbereich informieren können, die nicht der englischen Sprache mächtig sind. Den tollen Trailer zum Film gibt’s es übrigens nicht auf der Scheibe – Schade!
 
 
 

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EVIL DEAD – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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Filmreview: “Silent Night” (2012)

silent night (2012) poster
 
 
 

Silent Night

Story

 
 
 
Weihnachten steht vor der Tür und ein kleines amerikanisches Städtchen bereitet sich mit einem riesigen Festumzug auf die bevorstehende Weihnachtsfeiertage vor. So wirklich genießen kann die unscheinbare Polizistin „Aubrey“ das Weihnachtsfest nicht, ist es ausgerechnet sie, die in der besinnlichen Zeit ihren Pflichten als Polizistin nachgehen muss. Zu allem Übel gerät sich auch noch an einen irren Killer, der sich als Weihnachtsmann getarnt an die Aufgabe macht, einige “unartige” Bewohner des Ortes auf recht grausame und tödliche Art und Weise zu bestrafen!
 
 
 


 
 
 

Silent Night – Kritik

 
 
 
Als zu Beginn der 80er Jahre die beiden Slasher-Filme “Halloween” und “Freitag der 13.” weltweit einen regelrechten Horrorboom auslösten, war es nur eine Frage der Zeit bis auch andere, eigenständige Filmserien entstanden, die sich den obligatorischen Slasher-Regeln bedienten. Neben der “Sleepaway Camp” und der “Nightmare on Elm Street“-Reihe führte auch der unscheinbare Thriller “Silent Night – Deadly Night” zu einem ganz passablen Erfolg, sodass im Laufe der darauffolgenden Jahre vier weitere Fortsetzung des Franchise folgten. Nun, fast 30 Jahre später und im Zuge der gewinnträchtigen Remake-Welle Hollywoods scheint nun mit dem vorliegenden “Silent Night” auch der makabre Weihnachts-Slasher aus dem Jahre 1984 eine erfrischende Jungzellenkur spendiert bekommen zu haben.
 
Vom liebenswert-naiven und trashig-poppigen 80er-Jahre Teenie-Horror-Charme ist in der Neuauflage kaum noch etwas zu spüren. Stattdessen wird dem Zuschauer eine katastrophal ideen- und seelenlos zusammengeflickte Weihnachts-Geschichte untergejubelt, die sich einzig mit einigen blutrünstigen Slasher-Effekten über Wasser halten kann und bis auf den Killer kaum noch etwas mit dem filmischen Original gemein hat. So wirklich fesseln will “Silent Night” zu keiner Minute, was vor allem an dem überaus zäh erzählten Plot und dem belanglosen Story-Geflecht liegen mag. Die Geschichte wird hierbei aus der Sicht der Mitt-30er Titelheldin “Aubrey” geschildert, die bereits in jüngster Vergangenheit einen tragischen Schicksalsschlag erlitten hat und nach einigen beruflichen Niederlagen nicht daran glaubt, sich in ihrer Tätigkeit als Polizistin behaupten zu können.
 
Derart sensible Protagonisten scheint eigentlich wie für einen Slasher derart Sorte gemacht – dennoch, zum Leidwesen der Geschichte will die uninteressante Situation, in der sich die Heldin befindet und die handvoll gesichtsloser Handlanger, mit welchen sich “Audrey” im Verlauf der Handlung umherschlagen muss, überhaupt nicht zum Rest des Filmes passen. Schon bevor das muntere Treiben auf der Mattscheibe überhaupt in die Gänge gerät, benötigt “Silent Night” bereits über ein Drittel der Filmlaufzeit, wobei Regisseur “Steven C. Miller” zwar des öfteren darum bestrebt ist, die Handlung mit einigen nett-zynischen Wortspielereien aufzulockern, aber dennoch kläglich daran scheitert, das Publikum für sich zu gewinnen. Der heimliche Star dieses Films ist, man hätte es sich vermutlich bereits anhand des Filmplakates denken können, der kostümierte Killer, der sich leider viel zu selten blicken lässt. Erscheint er dann endlich, so zieht er mit seinen perfiden und wortkargen Spielchen vor allem Splatter-Fans in seinen Bann. Sein “Hostel“-likes Treiben erweist sich als äußerst politisch inkorrekt und überaus rabiat, sodass hiesige Zensurbehörde vermutlich allein schon beim Einführungs-Mord Alarm trällern dürfte. Kreatives Töten steht in “Silent Night” an erster Stelle und macht hierbei dem Wort “Slasher” alle Ehre. Da werden spitze Geweihe (Hommage an das Original) und Lichterketten als Mordinstrumente genutzt – aber auch auf traditionellem Wege entledigt sich “Bad Santa” seiner Opfer mit einer Axt.
 
Immerhin sind die letzten 20 Minuten ganz unterhaltsam, und wissen durchaus zu gefallen. Genretypisch sieht sich die Heldin mit dem Bösen konfrontiert und bittet zum eifrigen Schlagabtausch, wobei sich der recht spannende Abschluss-Fight in “Argento”-resken Farbspielereien äußert und den Film dadurch noch halbwegs ertragbar erscheinen lassen.
 
Das Remake zu “Silent Night-Deadly Night” ist zu aller Enttäuschung nicht einmal annähernd so bombastisch ausgefallen, wie es der Trailer zuvor versprochen hatte. Sah man im Trailer selbst diverse Mordutensilien durch die Luft wirbeln und erhofften sich Filmfreunde einen flotten Slasher-Hick-Hack der Extraklasse, so äußert sich das nun fertige Werk als enttäuschender Rohrkrepierer. Das belanglose und vor allem überraschend “schneelose” Unterfangen plätschert genüsslich vor sich hin, ohne das überhaupt irgendetwas Nennenswertes passiert. Sobald jedoch der maskierte Killer im Santa-Kostüm über die Mattscheibe schleicht, offenbart “Silent Night” seine eigentlichen Qualitäten. Und die zählen nun einmal in der genretypischen “Abarbeitung” der obligatorischen Kills, deren kreative Vollstreckung nicht nur Splatter-Fanherzen höher schlagen lassen dürfte. Aufgrund der teilweise kruden Vorgehensweise (u.a. schreckt “Bad Santa” auch nicht davor zurück, unartige Kinder in den Tod zu meucheln) dürfte eine ungeschnittene Filmfassung in Deutschland vorab fraglich. Neben den grafisch ansprechenden Morden erweist sich vor allem das Finale als eigentlicher Glanzpunkt des Filmes und lässt den Horrorfilm-Freund nicht ganz so verbittert vorm heimischen TV-Apparat zurück, denn das straff inszenierte Ende entschädigt den schnöden Hauptteil und machen “Silent Night” zu einem soliden Slasher ohne Überraschungen. Trotz aller Kritik – die technische Komponente gefällt, denn die schaut gänzlich hochwertig aus und lässt vermuten, dass “Silent Night” eigentlich für einen Kinorelease angedacht war. Aufgrund der teilweise unzureichend überzeugenden Umsetzung dieses Neu-Aufgußes, schien den Produzenten eine Heimkinoauswertung lukrativer, sodass “Silent Night” in Amerika (bis auf einige Screenings in ausgewählten Kinos) direkt auf Blu-ray und DVD veröffentlicht wurde.
 
Unterm Strich bleibt solide Durchschnittsware, die der Bezeichnung “Remake” teils kaum gerecht werden kann und vielmehr als Sequel durchgeht, anstatt als Neuinterpretation! Das offene Ende, erahnt, wie schon so oft, eine mögliche Fortsetzung.
 
 
 


 
 
 

Silent Night – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
Blutiger Edel-Slasher für Splatter-Fans, der erst in den letzten Filmminuten an Fahrt gewinnt – Dennoch unbedeutende und arg enttäuschende Durchschnittskost!
 
 
 


 
 
 

Silent Night – Zensur

 
 
 
Aufgrund der arg kruden Vorgehensweise (Weihnachtsbaum-Shredder-Szene) und der Ermordung von Kindern dürfte eine deutsche ungeschnittene Freigabe fraglich sein.
 
 
 


 
 
 

Silent Night – Trailer

 
 

 
 
 

Hellraiser80

 
 
 
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“Hostel 3″ – Veröffentlichung naht

Diese Woche wurde die aktuelle Produktion aus den Studios “Raw Nerve” und “Stage 6 Films” offiziell von der amerikanischen Zensurbehörde mit einem “Rated R für die Verwendung blutiger, sadistischer Gewalt und Folter, Sexualität/Nacktheit und Sprache” – Freigabe geprüft und versehen und dürfte in den nächsten Wochen auf ihre Veröffentlichung warten. Regie ubernahm dabei Scott Spiegel , der bereits einschlägige Genre-Erfahrungen in “From Dusk till Dawn 2″ und “Intruder” sammeln konnte.

Auch diverse Schauspiel-Auftritte in diversen Horrorproduktionen kommen ihm zugute. Da kein geringerer als  Michael Weiss die Drehbuchvorlage verfasst hat, darf man davon ausgehen, dass “Hostel 3″ erfolgreich an den beiden Vorgängern anknüpfen könnte. Michael Weiss lieferte bisher Drehbuchvorlagen für einige mehr oder weniger kreative Direct-to-DVD Genreproduktionen.

In “Hostel 3″ verlagert man die Handlung von Osteuropa hin nach “Las Vegas”.

Man darf gespannt sein!

 

Hellraiser80


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