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Filmreview: “One Way Trip 3D” (2011)

 

Es hätte ein wirklich schöner Kurzurlaub werden können – Ferien am Meer, mit ausgiebig viel Sonne, Strand, Sand und Meer.

Doch zur Enttäuschung Valeries haben ihre Freunde etwas ganz anderes im Sinn.

Denn anstatt an die sonnige Küste zu düsen geht es auf Pilzsuche in die dunklen Wälder des Jura Gebirges.

Glaubt man diversen Berichten im Internet sollen dort Pilze wachsen, die nach Verzehr erheiternde Halluzinationen verursachen sollen.

Kaum die ersten Pilze ihrer Art gefunden, verfällt die Bande in einem wahrhaft frivolen Drogenrausch, der aber leider ein frühes Ende findet, als einer der Freunde blutig niedergeschlagen wird und ein unangenehmer Sturm lostobt, der die Clique zum Aufbrechen zwingt.

Nach kurzem Fußmarsch wiegen sich die Freunde in Sicherheit, denn im Wald finden sie ein einsam gelegenes und scheinbar unbewohntes Gehöft, in dem sie rettenden Unterschlupft suchen.

Doch es dauert jedoch nicht lang, bis der Eigentümer des Hauses zurückkehrt …

 

 

Das unsere deutschsprachigen Nachbarn aktuell ganz emsig dabei sind, internationale Horrorfilmklischees zu recyceln ist in einschlägigen Film-Fankreisen kein Geheimnis mehr.

Nach recht sehenswerten Filmen wie „In 3 Tagen bist du tot“ und „In 3 Tagen bist du tot 2“, sowie „Rammbock“ (deutsch-österreichische Co-Produktion) folgt nun ein weiterer Horrorfilm aus dem deutschsprachigen Ausland.

Dabei ist unschwer zu erkennen, dass es sich bei dem Schweizer Beitrag „One Way Trip 3D“ um ein Quasi-Remake des irländischen/englischen Horrorfilms „Shrooms“ aus dem Jahre 2007 handelt.

Verübeln kann man diesen dreisten Ideenklau dem Schweizer Regisseur Markus Welter nicht, bedenkt man wie unverschämt sich amerikanische Filmemacher in den letzten 10 Jahren bei diversen Horrorklassikern vergriffen und ein glattgeschliffenes und seelenloses Remake nach dem anderen produziert haben. Warum sollten dann nicht auch die Schweizer die Gunst der Stunde nutzen und an ihrem ganz eigenem Remake basteln?

Dass amerikanischen Neuverfilmungen bisher größtenteils mehr schlecht als recht umgesetzt wurden, dürften jedem Horrorfilmfan bekannt sein.

Letztendlich waren die Erwartungen an den aktuellen Schweizer Genrebeitrag dementsprechend hoch und in der Tat, nach Sichtung von „One Way Trip 3D“ kann ich definitiv Entwarnung geben, denn Welters Filmversion ist minimal sehenswerter, als seine Vorlage.

Schnell fällt auf, dass Regisseur Markus Welter ein überaus talentiertes Händchen bei der Auswahl von sehr bedrückenden und merklich stimmigen Settings besitzt.

Die recht gruselige Atmosphäre, das schauderhafte Setting und die düstere Darstellung der Gegebenheiten dürften gerade alteingesessene Filmhasen an diverse Edgar Alan Poe Klassiker aus den Hammerstudios des letzten Jahrhunderts erinnern

Nachdem der Sturm aufbricht verändert sich rapide der locker-lässige und naive Grundton des Films. Auf der Suche nach Hilfe stoßen die Freunde auf ein scheinbar verlassenes Gehöft, wobei die überaus unheimliche Aura, die dieses Gebäude umgibt im ersten Augenblick bösartige Geister, Vampire oder andere Fabelwesen vermuten lässt.

Im Laufe der Handlung geraten die Jugendlichen jedoch an den zurückgezogenen (menschlichen !) Hauseigentümer, der zusammen mit seiner entstellten Tochter zum kreativen Mord-Stelldichein einlädt.

Die Charakterskizzierung der Freunde reduziert sich genrebedingt leider nur auf das Wesentliche, wobei der Zuschauer aufgrund der merklichen Anzahl an sterbewilligen Protagonisten, vermutlich leider schnell den Überblick verlieren dürfte, es aber Hauptdarstellerin Sabrina Reiter immerhin gelingt dem Begriff „Scream-Queen“ neuen und frischen Wind einzuhauchen.

Nach nur weniger Filmminuten ist schnell klar, dass sie gegen Ende hin zum frivolen Endfight mit dem Oberschurken antreten darf.

Dabei agiert die österreichische Schauspielerin, die bereits ihr schauspielerisches Können in den Horrorfilmen „In 3 Tagen bist du tot 1+2“  unter Beweis stellen durfte, recht glaubhaft und realistisch vor der Kamera – ihr Schreien und Winzeln wirkt definitiv echt.

Der Rest der „gesichtlosen“ Bande hinterlässt einen recht faden Beigeschmack und wirkt einzig und allein dafür in das Drehbuch geschrieben, um die breite Masse an Horrorfilmfans mit kleinen abwechslungsreichen Sterbeszenen bei Laune zu halten, wobei die Darstellung der handvoll Metzelszenen von Regisseur Markus Welter überraschenderweise recht züchtig und zurückhaltend in Szenen gesetzt wurden..

Es gibt ein paar abgeschnittene Finger, eine Durchpfählung, sowie eine Enthauptung, aber von ausufernd zelebrierten Morden ist dennoch weit und breit keine Spur.

Dennoch, trotz dezenter Zurückhaltung bei der Zurschaustellung expliziter Gewaltakte, kommen bluthungrige Horrorfilmfans vollends auf ihre Kosten, die „Keine Jugendfreigabe“-Altersfreigabe demnach vollkommen ausreichend und gerechtfertigt.

 

Der schweizer Genrevertreter „One Way Trip 3D“ ist sehenswerter, als seine irisch-englische Vorlage „Shrooms“ und bei weitem besser, als der übrige Horrorfilmquark, der derzeit den Filmmarkt überschwemmt.

Zusammen mit ein paar hübsch düsteren und atmosphärisch dichten Gruselszenen, versteht Regisseur Markus Welter sein Handwerk, Zuschauer das Fürchten zu lehren.

Es gibt diverse (Er)Schreck-Momente, einige recht nette Splatterszenen und allseits bekannte Slasher-Zutaten, die aber nie aufdringlich und dumm wirken.

Hübsch verpackt im 3-D-Gewand braucht sich „One Way Trip 3D“ im internationalen Vergleich nicht vor seinen Genrekollegen verstecken.

One Way Trip 3D“ macht gehörig Spaß und hebt sich, trotz genrebedingt dezent eingestreuter Klischees, positiv ab von der breiten Masse an ähnlich gestrickter Metzelware.

 

 

 

6,5/10 Filmpunkte

 

Sehenswerter Remake-Horror aus Schweizer Landen. Wer hätte gedacht, dass neben leckeren Ricola Kräuterbonbons auch handfester und guter Horror aus dem gemütlich verschlafenen Alpenland kommen kann.

FSK-Freigabe: ungeschnitten mit “Keine Jugendfreigabe”

 

 

Hellraiser80


Filmreview: “Straw Dogs – Wer Gewalt sät” (2011)

 

Und weiter geht die Remake-Maschinerie, auf das auch weiterhin altbekannte und beliebte Genrestoffe platt aufbereitet und auf Hochglanz poliert, den ein oder anderen Dollar oder Euro an den Kinokassen einspielen. Da im Grund genommen in letzter Zeit so fast jeder populäre Horrorfilmstoff für eine Neuinterpretation herhalten musste, scheinen den „Recycle-Studios“ so langsam die Vorlagen auszugehen, sodass man sich nun bereits schon weniger bekannter Thrillerperlen bemächtigen muss.

 

Vergangenheitsbewältigung:

Amy und ihr Mann, der Drehbuchautor David, kehren zurück in Amys Heimatort.

Dort möchten sie Amys altes Familienanwesen auf Fordermann bringen, um es nun nach dem Tod ihres Vater gewinnbringend zu verkaufen.

Doch die anfängliche Freude der Dorfbewohner über Amys Rückkehr schlägt alsbald in Hass um, als David den geistig behinderten Niles aufnimmt, der von den Dorfbewohnern des Mordes an einer Schülerin beschuldigt wird. 

 

Nach Getaway (1972) hat es nun ein weiteres Werk aus der Regiefeder Sam Packinpah´s, neu aufbereitet, zurück auf die Kinoleinwand geschafft.

Schon, als ich vor einigen Monaten in einschlägigen Filmforen lass, dass Packinpahs Klassiker „Straw Dogs – Wer Gewalt sät“(1971) einer Frischzellenkur unterzogen werden sollte, sträubten sich mir die Nackenhaare.

Aber, zu meiner Überraschung ist das Remake zu „Straw Dogs“ ganz passabel ausgefallen und lohnt durchaus (zumindest auf DVD/ Blu-ray) gesehen zu werden. Überraschenderweise setzt „Straw Dogs“ (2011) nicht auf selbstzweckhafte Darstellung von Grausamkeiten mit dem Holzhammer, wie man es vermutlich im Jahre 2011 erwartet hätte. Die Neuverfilmung hält sich, ebenso wie das Original aus dem Jahre 1971, mit der Zurschaustellung von roher und drastischer Gewalt deutlich zurück, und setzt vielmehr auf psychologisch Härte und unterbewusstest Unbehagen und stellt sich ebenso wie das 71er Original die Frage, inwieweit Menschen in Extremsituationen zu uneingeschränktem Gewaltpotenzial fähig sein können.

Sicherlich erreicht Rod Luries´s Neuinterpretation in keinster Weise die skandalträchtige, rohe und kontroverse Grundstimmung des Originals. Dafür ist das Remake einfach zu glattpoliert, zu durchgestylt und zu belanglos ausgefallen, die Charaktere aufgrund ihrer seelenlosen Darstellung beliebig austauschbar.

Trotzdem, wer das Original nicht kennt, dürfte dennoch 100 Minuten satt und spannend unterhalten werden. Wobei sich „Straw Dogs“ (2011) ebenfalls, wie das 71er Original, in seiner Erzählweise sehr viel Zeit nimmt, die diversen Konfliktpfade auf- und auszubauen, um den Zuschauer letztendlich auf das kontroverse Ende vorzubereiten.

Leider schafft es das Remake dennoch nicht vollends zu überzeugen. Zu unglaubhaft ist die Zuspitzung des Konfliktes dargestellt. Bis auf Filmlegende James Woods, spielen die übrigen Protagonisten solide, verblassen aber deutlich in ihrer unbedeutenden und gesichtlosen Darstellung. James Woods Rolle als betrunkener Coach, der fanatisch immerzu um das Wohlergehen seiner Tochter bangen muss, spielt herausragend und ist definitiv einer der wenigen Pluspunkte der Neuverfilmung.

Der wirklich größte Störfakor der Neuverfilmung findet sich jedoch in der Besetzung der Hauptrollen wieder.

Dort hat man vermutlich aus Marketinggründen auf allseits bekannte Gesichter erfolgreicher TV-Serien gesetzt, um ein vorwiegend jugendliches Publikum in die Kinos zu locken.

Die makellose Optik und die durchtrainierten Astralbodies dürften der MTV-Pop-Generation sicherlich gehörig munden, beeindruckt aber alte Filmhase nicht.

 

 

Fazit 7/10 Punkte

 

1:0 für das Original!

Das Remake ist sicherlich kein Meilenstein der Filmgeschichte und erfindet das Rad auch nicht neu, hat aber dennoch Potenzial, Nichtkenner der Packinpah Vorlage, zu fesseln.

Sieht man einmal von den oberflächlich skizzierten Charakteren ab und lässt die vollkommen (gerade gegen Ende hin) unglaubhaften Handlungsstrukturen außer Acht, dürften sich sogar alteingesessen Filmfans kurzweilig unterhalten fühlen.

 

Hellraiser80


Filmreview: “The Thing” (2011)

 

Bei seinen Forschungen entdeckt ein norwegisches Forscherteam in der Antarktis eine, im Eis begrabene, seltsame Lebensform.

Erfreut über den Spektakulären Fund wird alsbald das Wesen untersucht.

Unglücklicherweise gelingt des dem, eigentlich für tot geglaubten „Ding“, zu fliehen und während seiner Flucht einige Forscher des Teams auf grausame Weise zu töten. Doch was will das Wesen und woher kommt es?

 

 

Vor fast 30 Jahren entstand unter der Regie von John Carpenter einer der ganz großen Science Fiction Klassiker unserer Zeit: “Das Ding aus einer anderen Zeit“.

Im Jahre 1982 als jämmerlicher Sommer-Kinoflop im Kino gestartet mauserte sich der unterschätzte Schocker im Laufe der Jahre zu einem wahren Geheimtipp unter Filmfans und erhielt erst Jahre später die Aufmerksamkeit und die Lobpreisungen, die er eigentlich bereits schon bei seinem Erscheinen verdient hätte.

Jetzt, fast 30 Jahre später, pünktlich zum 30.jährigen Jubiläum erscheint mit „The Thing“ die eigentliche Vorgeschichte des 80er Jahre Kultfilms.

Dabei lässt sich der aktuelle Reboot, weniger als Vorgeschichte betrachten, sondern schwimmt vielmehr auf der, aktuell so beliebten, „Remake“-Welle wohlvergnügt mit und bietet leider nur ungenügend eigene, neue Ideen.

Trotz aller Kritik kann man bei „The Thing“ dennoch sagen, dass es sich um einen sehr rasant und flott erzählten Sci-Fi-Horrorschocker handelt und das der Reboot definitiv (insofern man die eigenen Erwartung hinsichtlich der Vorlage zurück schraubt) sehenswert ist.

Das, was der Fan des Originals erwartet, bietet die Neuinterpretation in leicht abgeschwächter Form: ekelhafte Metamorphosen, klaustrophobische Grundstimmung und ausgewalztes „Wer hat das Ding in sich“-Raten.

Im Vergleich zum Original zieht das Prequel dennoch in allen belangen den Kürzeren. Waren Carpenters Spezialeffekte in der 1982er Version noch spektakulär, handgemacht und wegweisend, so sind die Monstereffekte zwar in der aktuellen Version immer noch schön widerlich anzuschauen. Die Tatsache jedoch, das der „The Thing“-Reboot vordergründig ausschliesslich von seinen ekelhaften Effekten lebt und das diese leider in einigen Sequenzen sehr künstlich nach aufdringlichen CGI-Effekten ausschauen, hinterlässt einen sehr faden Beigeschmack. Gerade in Zeiten ausgereifter Spezialeffekt-Technik dürften derartige Patzer nicht mehr passieren, bedenkt man was dem Reboot für ein ausgiebiges Budget zu Grunde lag und was eigentlich dabei herauszuholen gewesen wäre, dann ist das was man letztendlich aus dem Effekte-Sektor sieht mehr als ernüchternd.

Vergleicht man Carpenters Effektszenen im Original, die aufgrund des überschaubaren Budget rar, aber wenn dann beeindruckend in Szene gesetzt wurden, so ist das Effektszenario in der 30 Jahre späteren Version von “The Thing” schon eine gehörig enttäuschende Lachnummer.

Auch in der Charakterzeichnung- und Entwicklung gibt’s es in aktueller Version richtig fiesen „Leerlauf“, denn der Großteil der Protagonisten sind einzig nur dafür in die Szenerie eingebaut worden, um schnellstmöglich auf unangenehme Weise über den Jordan gejagt zu werden. Und das ist leider das größte Ärgernis dieser Neuinterpretation.

Außer diversen Monsterekeleffekten, einem sehr an das Original angelehnten Soundtrack und recht flotten Actionsequenzen bietet der Film leider nix nennenswertes. Irgendwie haben es die Drehbuchschreiberlinge scheinbar verpasst, neben Action und Monster satt, wichtige Dialogsequenzen mit in das Geschehen einzubinden, um überhaupt irgendein Mitgefühl für die Leittragenden und vom „Ding“ befallenen Protagonisten zu entwickeln. Somit dürfe es dem Zuschauer letztendlich auch egal sein, wenn einer nach dem anderen, der gesichtlosen Charaktere das Zeitliche segnet.

Trotzdem, wer seine Erwartungen gänzlich zurückschraubt, Carpenters Version für satte 90 Minuten außer Acht lässt und sich auf sinnfreie und actionorientierte Monsterhatz einstellt, der dürfte dennoch sauber unterhalten werden. Die Verknüpfung des Prequels zum Original-„The Thing“ und die Erklärungsversuche um die Herkunft des „Dings“ geben zwar Logische Schlüsse, sind aber leider Gottes recht unkreativ und unspektakulär „ersponnen“ worden.

 

 

Fazit 7/10 Punkte

 

Action und Ekeleffekte satt. Popcorn-Kino in seiner Reinform.

Vergleiche zum Original sind hier überflüssig. Vergessen wir einfach mal für 90 Minuten, dass es eine deutliche „bessere“ Vorlage dieses Sci-Fi-Schockers gibt.

 

Hellraiser80


Filmreview: “11-11-11″ (2011)

 

Nachdem der erfolgreiche Autor Joseph Crone hilflos miterleben musste, wie seine Frau und sein Sohn bei einem schrecklichen Wohnungsbrand um Leben kamen, verfolgen ihn Nacht für Nacht schreckliche Albträume. Am Ende seiner seelischen Kräfte und von seltsamen Gegebenheiten geplagt, reist er in seine Heimatstadt Barcelona, wo sein Vater Richard im Sterben liegt. Doch kaum in die alte Heimat zurückgekehrt verfolgen ihn auch hier mysteriöse Vorfälle, die scheinbar mit dem Ableben seiner Frau und seines Sohnes in Verbindung stehen und die alle in der Zahl „11“ gipfeln. Nach anfänglichen Recherchen, werden aus Zufällen ernstzunehmende Bedrohungen, denn Joseph findet heraus, dass das bevorstehende Datum, der 11.11.2011, mehr als nur ein Datum sein soll.

 

 

Nach 3 deftigen Teilen (allen voran der enorm blutgierige 3.Teil) des „SAW“ Franchise konzentrierte sich Autor und Regisseur Darren Lynn Bousman, der derzeit im Bereich des Extrem-Horrorfilms in aller Munde ist, auf die Realisierung diverse andere Projekte.

Darunter, neben „Saw 3“, „Saw 4“ und „Saw 5“, das wirklich witzige Horror-Musical-Projekt „Repo! The Genetic Opera“, sowie das Remake der 80er Jahre Kult-Satire „Muttertag“, dass mit dem gesellschaftskritischen und ironischen Original dennoch wenig gemein hatte und vielmehr auf der aktuellen Folter-Tortour-Welle versuchte mitzuschwimmen.

Soweit so gut. Nachdem bekannt wurde, dass sich sein aktueller Beitrag „11-11-11“ mit dem Okkulten beschäftigen sollte, und Bousman sich zumindest mit diesem Werk von seinem „Extrem-Horror“ – Image verabschieden wollte, war ich relativ neugierig, wie er die Fanbase mit filmischen Innovationen bei Laune halten würde.

Vorab, „11-11-11“ ist ein ganz ordentlicher Okkult-Thriller geworden. Der glattpolierter Edellook des Films zeigt eindeutig die unverwechselbare Handschrift Bousmans.

Überaus düstere und farblose Bilder, fast schon gotisch-anmutende Szenarien und ein arg unangenehmer Grundton „schmücken“ auch sein aktuelles Werk. Das mittelalterliche Altstadt-Ambiente Barcelonas unterstreicht die fast schon apokalyptische visuelle Stimmung des Streifens und machen ihn wahrlich zu einer astreinen Augenweide für alle Horrorfilm-Liebhaber.

Jedoch muss ich aber leider gestehen, dass mir Bousmans „11-11-11“ schon fast zu glattpoliert und zu perfekt daherkommt.

Ich wurde zwar gut und spannend unterhalten, aber der hübsch gefilmte Okkultschocker hat mich trotz allen Lobes nicht vom Hocker gerissen. Gleiches Gefühl hatte ich auch zuletzt bei Bousman´s makaberen Remake „Mother´s Day“ . Solider und gutdurchdachter Spannungsaufbau, ein paar makabre Einfälle, aber leider nichts was auf Dauer im Gedächtnis haften bleibt.

Dabei macht Bousmans eigentlich alles richtig, und doch will der Funke einfach nicht so recht überspringen. Von seinen explizit und selbstszweckhaft eingesetzten Ekeleffekten, wodurch er sich in der Vergangenheit einen Namen gemacht hat, hat er sich wahrhaftig gänzlich verabschiedet.

11-11-11“ zeigt kaum optische Grausamkeiten, was dem Thriller nur zugute kommt. Durch den Einsatz dezent gesetzter Schockeffekte, und einem geradlinigen Spannungsaufbau sitzt das überaus böse Ende wie ein Faustschlag ins Gesicht. Die Schauspielerischen Leistungen der Protagonisten sind als solide zu bezeichnen, heben sich aber nur unwesendlich vom eigentlich Gesamtbild des Thrillers ab. Ebenso empfand ich einige Make-up Effekte (gerade der Dämonen) als überaus unliebsam umgesetzt, denn sie sehen sehr nach Marke „Halloween-Fest-Maske“ aus.

Trotzdem, Bousman´s Thriller „11-11-11“  ist sehenswert – keine Frage. Dennoch, für ein Regisseur, mit derart bekannten Film-Repertoire trotz allem eine kleine Enttäuschung.

 

 

Fazit 6,5 / 10 Punkte

 

Solider und überaus schick gefilmter Okkult-Thriller, der trotz interessanten Optik und düsterer Grundstimmung, zwar kurzweilig fesseln vermag, aber dem das gewisse Etwas fehlt.

FSK-Prognose: problemlos FSK16

Hellraiser80


Filmreview: “Don´t be afraid of the Dark” (2010)

 

Die kleine Sally zieht zusammen mit ihrem Vater (Guy Pearce) und dessen neuer Lebensgefährtin Kim (Katie Holmes) in ein unheimliches altes Anwesen, welches sie nach einer erfolgreichen Sanierung wieder verkaufen möchten. Ganz allein in dem großen Haus fühlt sich das junge Mädchen recht alleingelassen und findet auf ihren Streifzügen durch das Anwesen eine geheimnisvolle Tür, hinter der sich eine Art Keller befindet. Kaum den seltsamen Raum erkundet befreit sie unachtsamer eine Schar kleiner Kobolde, die nur ein Ziel haben: Tod und Unheil zu verbreiten.

 

Hier ist er nun der neue Film vom Majestro höchstpersönlich: Guillermo del Toro, dem Regisseur einzigartiger Filmperlen, wie „Pan´s Labyrinth“, „Das Waisenhaus“, „Hellboy“, „Mimic“ und „The Devils Backbone“.

Diesmal jedoch nahm er nicht selbst hinter der Kamera platz sondern überlies die Verfilmung des gleichnamigen Remakes, eines 70er Jahre TV-Gruselfilms, seinem Freund Troy Nixey, dem es zwar bildtechnisch gelang in wirklich schauderhaften Bildern seinem großen Lehrer nachzueifern, aber dennoch von seinem Mentor noch viel zu lernen hat.  Guillermo konzentrierte sich diesmal vorwiegend für die Ausarbeitung des Drehbuches, dass er zusammen mit der Hilfe von Matthew Robbins verfasste und Stand für die Finanzierung der Produktion Pate.

Demnach dürfte der interessierte Filmfan schnell diverse Anspielungen und Parallelen zu seinem bisher erfolgreichsten Werk „Pans Labyrinth“ (3 Oscars) entdecken können, denn auch dort sieht sich ein kleines Mädchen in einer unheimlich-düsteren Welt mit bösartigen Kreaturen konfrontiert.

Dabei überzeugt Troy Nixery in „Don´t be afraid of the Dark“ mit einem wirklich sehr beeindruckenden Setting. Das Herrenhaus schaut wirklich überaus unangenehm schauderhaft aus und dürfte sicherlich jeden Geisterjäger vor Entdeckungsdrang das Wasser im Munde überschäumen lassen. In optisch sicherlich bemerkenswerten Kamerafahrten (Bettdeckenszene ist schlicht, aber genial) und unangenehm bedrückenden Kameraeinstellungen darf der Filmfan das leider recht zahme Treiben beobachten, wobei das Zahmhalten der Handlung der eigentliche Knackpunkt der Verfilmung ist. Die Story plätschert zu genüsslich und belanglos vor sich dahin. Sally kommt den winzigen Kobolden auf die Schliche und versucht die ungläubige Erwachsenenwelt von der Existenz der Kreaturen zu überzeugen. Das wars dann auch schon mit der eigentlichen Rahmenhandlung der Geschichte. Für einen Gruselfilm dieses Kalibers einfach zu wenig!

Dabei kommt es der Verfilmung nicht wirklich zugute die unlustigen Gesellen bereits nach nur weniger Filmminuten dem Zuschauer zu offenbaren. Denn nachdem der Zuschauer, die wirklich überzeugend animierten Kobolde zu Gesicht bekommen hat, schwindet auch der Gruselfaktor.

Das ist wirklich überaus Schade, da der Film ab Mitte der Handlung sich noch zusätzlich in diversen Logiklücken verläuft und recht konfus ausartet. Wo zum Beispiel bleibt der eingequetschte Kobold, der in der Bibliothek mittels Bücherregal zermatscht wurde. Hier hätte doch Sally den Beweis der Existenz am lebendigen Kobold beweisen können. Oder warum geht niemand dem wirklich überaus mysteriösen Unfall des älteren Hausmeisters auf den Grund (Schere im Kopf, Einstich-Wunden diverser Werkzeuge können kein „Unfall“ gewesen sein). Außerdem fehlte mir persönlich ein überzeugendes Finale. Der Spuk war mir eindeutig zu belanglos – kein Endbösewicht, nix . Dennoch, trotz aller Kritik. Bailee Madison verkörpert die mutige Sally wirklich grandios und enorm glaubhaft, was man von Katie Holmes und Guy Pearce leider nicht behaupt kann. Beiden kommt kaum Charakterentwicklung zugute, sodass beide redlich unterfordert bemüht wirken, dem recht zuckersüßen Schauspiel der kleinen Bailee (mich erinnert die Kleine irgendwie an den Kinderstar Heather O´Rourke aus der „Poltergeist“- Trilogie) entgegenzuwirken. Eigentlich hätte man die beiden auch vollkommen aus dem Drehbuch streichen können – der arg konstruiert wirkende Beziehungstwist zwischen der Mutter Kim und ihrer Stieftochter Sally wirkt völlig unfertig und deplaziert.

 

 

Fazit: 6/10 Punkte

 

Recht züchtiger Spukfilm, mit einer recht sympathischen Hauptprotagonistin, sehr schicken Creature-Effekten, einer unheimlichen Kulisse, aber leidlich spannender Story und belanglosem Finale.

 

FSK Prognose: vermutlich FSK 16

Hellraiser80


Filmreview: “Hellraiser – Revelations” (2011)

 

Nach diversen arg schlechten Filmbesprechungen, der nunmehr bereits 9. Filmumsetzung des Clive Barker Stoffes rund um das berüchtigte „Hellraiser“-Universums, habe ich mir nun selbst ein Bild von „Hellraiser – Revelations“ gemacht und war positiver überrascht als ich eigentlich erwartet hätte.

Nun gut, insofern man seine eigenen Erwartung wirklich ordentlich gen Keller schraubt, dürfte der ein oder andere Filmfan unter Euch, die ein oder andere Überraschung erleben.

Sicherlich ist „Revelations“ der bisher schwächste Teil der gesamten Serie, bietet aber dennoch genug kurzweilige, wenn auch leider recht simpel und trivial-gestrickte, Genreunterhaltung.

Dabei handelt es sich weniger um ein eigenständig erzähltes Sequel mit einer wirklich neuen Story, als vielmehr um eine wenig tiefgründige Neuinterpretation des bekannten Clive Barker-Stoffes.

Dem bewanderten Filmfan dürften daher jede Menge altbewährte und neuaufgebrühte Schlüsselmomente aus den genialen ersten beiden Teilen des Franchise bekannt vorkommen. Von daher ist „Hellraiser – Revelations“ mehr Remake, als eigenständiges erhofftes Sequel.

Der Anfang des neuesten Werkes ist recht stimmungsvoll geraten: die beiden Freunde Nico und Steven geraten während eines Kurzurlaub an den sagenumwogenen Spielwürfel, mit deren Hilfe es möglich ist, mit den Cenobiten (Geschöpfe aus der Hölle) in Kontakt zu treten. Kaum in Besitz des geheimnisvollen Instruments, schafft es der draufgängerische Nico die Kreaturen herbeizurufen, woraufhin die beide Freunde auf recht schmerzlicher Art und Weise Bekanntschaft mit dem Anführer der Cebobiten machen.

Da Nico das Tor zur Hölle mit Hilfe des Würfels geöffnet hat, muss er als Gegenleistung den Cenobiten seinen Körper und sein Fleisch zur allgemeinen „Erkundung“ zur Verfügung stellen und wird letztendlich gemeinsam mit den Cenobiten in den Höllenschlund hinabgerissen -der bedachte und schüchterne Steven bleibt verstört zurück. Doch Nico kann aus der Hölle entfliehen. Einziges Manko: die blutgierigen Geschöpfe aus der Hölle haben ihm seiner Haut entraubt.

Fortan bittet er seinen besten Freund Steven für ihn zu morden, auf das sich Nico am Blut der Opfer stärken kann und wieder die Gestalt eines menschlichen Wesens erhält.

Bedenkt man, was „Hellraiser – Revelations“ für ein katastrophal-geringes Budget zur Verfügung gestanden hat, ist das was man letztendlich als fertiges Werk bewundern darf, gar nicht mal so übel. Sicherlich schauen diverse Schauplätze (es gibt gerade mal eine handvoll unterschiedlicher Schauplätze, da der Hauptteil des Filmes im Haus von Stevens Eltern spielt) wirklich schlimm nach Kulisse aus und die dilettantische Handlungs- sowie Charakterentwicklung des aktuellen Teils ist derart simpel gestrickt, dass die Dramaturgie kaum über TV-Soap-Niveau hinausreicht, aber immerhin hat man tatsächlich alles herausgeholt was aus dem Produktionsbudget herauszuholen war.

Was ich als relativ nervend empfand war die Tatsache, dass man versucht hat aktuelle Horrorfilm – Trends in „Hellraiser – Revelations“ miteiner zu vereinen. Demnach darf der geneigte Horrorfilmfan Fragmente des Geschehens „Blairwitch“-typisch aus der Digitalkamera-Perspektive verfolgen oder Nicos Rückkehr aus der Hölle und seine Folter- und Psychospielchen mit der eigenen Familie exploitationlastig (vergleiche „Mothersday“-Remake, „Funny Games“ …) miterleben.

Sicherlich funktioniert das eigentlich recht gut, aber passt irgendwie nicht in das recht groteske und theatralisch-düstere „Hellraiser“-Universum.

Das wirklich unverzeihbarste Vergehen überhaupt an diesem aktuellen Teil, ist die Tatsache, dass „Pinhead“ nicht von mehr von Doug Bradley dargestellt wird. Jeher waren in allen Sequels der Serie sein Erscheinen und sein Auftritt das eigentliche „Highlight“ eines jeden Hellraiser-Teils.

Der neue „Pinhead“ besitzt nicht einmal annähernd die enorm stolz-majestätische, aber dennoch unheimlich-bösartige Aura eines Doug Bradley und ist für mich, mit seiner arg knochigen und unscheinbaren Erscheinung eher Lachnummer, als angsteinflößend.

Auch wenn man Teil 9 und das eventuell bevorstehende „Hellraiser“-Remake für eine neue Generation an Horrorfreaks neu zugänglich machen möchte, so dürften beide Teile ebenso an der Fanbase scheitern, wie zuletzt das katastrophale Remake von „Nightmare on Elm Street“, das bekanntlich ohne Freddy-Darsteller Robert Englund auskommen musste.

Im übrigen verhält sich „Hellraiser-Revalations“ recht züchtig mit der Zurschaustellung diverser optischer Gemein- und Grausamkeiten. Sicherlich gibt es für eine „Direct-to“-Produktion noch genügend Splatterstuff, dieser hält sich aber dennoch „Hellraiser“-untypisch recht dezent zurück.

 

 

Fazit 4,5/10 Punkte

 

Ja, auch wenn Doug Bradley als „Pinhead“ nicht mehr mit am Start ist, so ist das aktuelle Sequel, das eigentlich mehr Remake als Fortsetzung ist, immer noch bedingt schaubar.

Tiefgründigkeit und Originaliät sind zwar Fehlanzeige, dennoch für einen kurzweiligen Film-Abend gerade noch goutierbar.

 

FSK-Prognose:  Keine Jugendfreigabe

 

 

Hellraiser80


Filmreview: “Die Schlümpfe” (2011)

 

Auf der Flucht vor Gargamel springen Papa Schlumpf, Schlumpfine und einige andere Schlümpfe durch einen Zeitstrudel und landen im heutigen New York.

Dabei treffen sie auf ein junge Päärchen und bitten es ihnen bei ihrer Heimreise zurück ins geliebte Dorf zu helfen. Doch Gargamel ist den Schlümpfen auch in der Gegenwart dicht auf den Fersen.

 

 

Hurra, die „Schlümpfe“ sind da.

Wer kennt sie nicht, die kleinen frechen blauen Kobolde, die uns als Kind so manch abenteuerliche Flimmerstunde und so einige kreative Schulstunden-Kritzeleien beschert haben. Damit nun endlich auch Generation „Spangebob“, „Xbox“ und „Facebook“ in den Genuss der abenteuerlichen Geschichten rund um Papa Schlumpf, Schlumpfine und Gargamel kommen dürfen, wirft der Verleih Sony erneut die „Remake“- Maschinerie an und brezelt eine völlig unbrauchbare Real-Neuverfilmung in die hiesigen Kinoleinwände.

Eins vorweg, außer den Namen der Schlümpfe, deren Optik und den ständig ergebnisfreien Neckereien Gargamels hat diese extrem nervige Realverfilmung mit dem überaus charmanten Grundton der original Zeichentrickserie und den Comics nicht mehr viel gemein.

Schon allein der Gedanke die blauen Gnome aus ihrer Zeichentrick-Welt herauszureißen und in die reelle Gegenwart zu transferieren grenz schon an einer cineastischen Vergewaltigung.

Warum nur müssen eigentlich diverse Zeichentrickhelden unserer Kindheit derzeit ständig real animiert und Teil irgendwelcher gegenwärtigen Castings-Shows (“HOP“), Plattenlabels (“Alvin und die Chipmunks“), oder Werbeagenturen (“Schlümpfe“) werden?

Man sollte sich auf der Zunge zergehen lassen, dass die Schlümpfe in aktueller Verfilmung Grund dafür sind, dass die Kampagne eines Modellabels ein voller Erfolg wird. Äh, hallo „Sony“? Schlümpfe und Modelabel? Wer ist denn auf derart bescheuerte Ideen gekommen?

Ich frag mich echt langsam, warum uns die Majors mit so einem cineastischen Dünnschiss umnebeln müssen.

Sicherlich dürfte die aktuelle Verfilmung der„Die Schlümpfe“ mit ihren schwindelerregenden und epilepsieverursachenden Schnitten und quitsch-bunten Bildern auf rege kindliche Zustimmung stoßen und derzeitig auf allen Schulhöfen für enorm Gesprächsthema sorgen, der erwachsene Kinobegleiter dürfte jedoch nach Sichtung geschockt in seinem Kinosessel sinken und fassungslos auf den Abspann starren.

Trotz harter Kritik:

Positiv nennenswert sind der Part der schwangeren Grace und „Schlumpfine“ . Beide bieten überhaupt annähernd Schauwert in diesem arg unsinnigen miserablen Werk und sind der einzige Lichtblick in diesem total überdrehten Kinderfilm.

Schlumpfine” und “Grace” harmonieren hervorragend und es gelingt ihnen sogar etwas Tiefgründigkeit, Wortwitz und emotionale Wärme in das so schon recht hektische und sterile Geschehen einzubinden.

Der Rest der Schlümpfe, allen voran „Papa Schlumpf“ , bleiben blass und lieblos.

Die Figur des „Gargamel“ wurde kurzum als strunz-dummer Kasper und Spast im total seltsamen Fummel, sein tierischer Begleiter „Azrael“ als Grimassen-Clown umfunktioniert.

Sicherlich gibt es bei weiten dümmere und schlechtere Filme und sicherlich bieten „Die Schlümpfe“ trotz aller Kritik noch genügend kurzweilige, einfache und sinnfreie Unterhaltung für das jüngere Publikum (die, ich gehe mit Sicherheit davon aus, leider Gottes in naher Zukunft mit einer Fortsetzung belohnt werden wird).

Dennoch, dass sich Drehbuchschreiber so unrespektabel an unser aller Kinderheitshelden vergehen und sie so seelen- und lieblos in total unklar-idiotische Handlungsstränge transferieren ist eine Zumutung.

Das haben die kleinen lustigen blauen Kobolde von damals wirklich nicht verdient.

 

 

Fazit 4,5/ 10

 

Seelen- und liebloses Comeback vertrauter  Kindheithelden. Auf eine glaubhafte und liebevolle Story wurde gänzlich versichtet, auf witzige Jokes natürlich auch. Warum es letztendlich überhaupt ein Realfilm-Comeback geben musste entzieht sich mir jeglicher Logik.

 

Hellraiser80


“Night of the Demons” und “Laid to Rest 2″ – Heimkinoveröffentlichungen

Neuer Stuff für alle deutschen Horrorfilmfans.

Im Oktober veröffentlicht SPLENDID neue Horror-DVDs, und Blu-rays.

Darunter zwei lang ersehnte Genrefilme, Highlights im Bereich Horrorfilm 2011, die schon seit geraumer Zeit bereits im Ausland auf DVD/Blu-ray erhältlich sind.

Das Remake des beliebten 80er Jahre Fun-Splatter erscheint hierzulande erfreulicherweise ungeschnitten.

Über die Filmversion zu “Laid to Rest 2″ lässt sich nur spekulieren – ich gehe mal davon aus, dass ein Release in Deutschland nur geschnitten veröffentlicht wird.

Hellraiser80


“Fright Night” – Remake wenig erfolgreich an den Kinokassen

So langsam verzeichnet sich wohl oder übel der Rückgang des 3D-Hypes an den Kinokassen?

Zuletzt sorgte zu Beginn des Jahres der 3D Animationsfilm „Milo und Mars“ für ein ordentliches Kino-Disaster, was für Disney einen enormen finanziellen Verlust bedeutete.

Letzte Woche buhlten 3 weitere 3D Filme um die Gunst der Zuschauer an den amerikanischen Kinokassen – mit mässigem Erfolg. Darunter auch die aktuelle Genre-Produktion „Fright Night“ mit überraschend wenig Besuchern. Die Produktionskosten von ca. 30 Millionen Dollar werden ersichtlich nicht eingespielt werden können.

Mich würde es aufgrund dessen nicht wundern, wenn der hiesige Verleih kurzfristig den Kinorelease canceln und “Fright Night” direkt für den Heimkinomarkt bringen würde.

 

Hellraiser80

 


Hilfe, schon wieder ein “Kinder des Zorns” – Sequel

1984 erschien zum ersten Mal mit “Children of the Corn” eine filmische Umsetzung einer, nur wenige Seiten umfassenden, Stephen King Kurzgeschichte.

Daraufhin folgten 6 überaus schlechte Sequels (mal abgesehen vom passablen 3.Teil) inklusive 2009 einem TV-Remake, das meiner Meinung nach schlimmer hätte nicht ausfallen können (peinlich: die Rolle des wahnsinnigen Kinderpredigers – absolut fehlbesetzt).

Nun, kurz vor einem offiziellem Remake fürs Kino entschied sich DIMENSION einen weiteren Direct-to-Bluray/DVD Streifen in die Heimkinos zu bringen.

Den Trailer zu “Children of the Corn – Genesis” (was für ein reisserischer Titel!) könnt ihr im Anhang begutachten.

Wann die nunmehr 9. Verfilmung in Deutschland starten soll ist bisher unbekannt.

 

Hellraiser80

 

 


Filmreview: “Scream 4″ (2011)

 

Vor 15 Jahren erschuf Regisseur Wes Craven den Auftakt einer Horrorreihe, die den eigentlich totgesagten Horrorfilm, wieder zu neuem Leben verhelfen sollte.

Sein Slasher „Scream“ reanimierte 1996 das „Teenager in Angst –Kino“ der späten 70er und der frühen 80er, welches mit „Halloween“, „Freitag der 13.“ und „Nightmare on Elm Street“ Mitte der 80er Jahre seinen Höhepunkt erreicht hatte.

Nachdem 1998 „Scream 2“ und im Jahr 2000 „Scream 3“ folgten, galt die Trilogie um die Hauptprotagonistin Sidney Prescott, welche sich in allen 3 Teilen gegen diverse Serienkiller in Ghostface – Kostümen zur Wehr setzte, als abgeschlossen.

Da im Verlauf der folgenden 10 Jahre das sogenannte „Remake“ – Syndrom Hollywood heimsuchte und nahtlos jede halbwegs berühmte „Horrorikone/serie“ der 70er und 80er Jahre neuverfilmt wurde, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch eine Neuverfilmung des beliebten „Scream – Franchise“ auf der Remakeliste Hollywoods stand.

Gott sei Dank verschonte man die Fans mit einem Neuverfilmung und entschied sich letztendlich gegen das „Scream“ – Remake und führte die Reihe mit einem Sequel fort.

 

Nach mehreren Jahren kehrt, die nun erwachsene Autorin Sidney Prescott (Neve Campbell) aufgrund einer Lesereise in das kleine Städtchen Woodsboro zurück.

Ihre damaligen traumatischen Erlebnisse hat sie erfolgreich in einem Roman verarbeitet.

Kaum in Woodsboro angekommen frischt sie wieder die Kontakte zu alten Bekannten auf und muss unerfreut und wortlos das Jubiläum der damaligen „Woodsboro – Morde“ hinnehmen.

Doch kaum an die vertraute Umgebung gewöhnt, beginnen die Morde von neuem.

Wieder hat es ein Killer im schwarzen Gewand und Geistermaske auf Sidneys Leben und das ihrer Freunde abgesehen.

 

Was erwartet uns vom nunmehr 4. Teil der Horrorserie „Scream“?

Sagen wir so, ein vertrautes Treffen alter Bekannter.

Schnell fühlt man sich im sympathischen und riesigen „Scream“ – Universum heimisch.

Ob Sidney (Neve Campbell), ob Reporterin Gale (Courteney Cox) oder Sheriff Dewey (David Arquette) – schön wieder bekannte, wenn auch merklich gealterte, Gesichter wieder zu sehen.

Schön auch, dass sich Regisseur Wes Craven und Drehbuchautor Kevin Williams nicht an den aktuellen Folter, Gore und Splatterstreifen der aktuellen Dekade bedienen. „Scream 4“ bleibt wahrlich schön schrullig oldschool, was vor allem damaligen „Scream“-Fans gefallen dürfte.

Egal ob Morde, Charakterzeichnung oder Erzählstruktur. Es gibt nichts was alteingesessenen Horrornerds nicht auch schon von damaligen „Scream“- Teilen her kennen.

Dennoch, das Einhalten von gewohnten „Scream“ -Strukturen und Mustern dürfte vor allem der nachgerückten Kinogeneration übel aufstoßen. Zu wenig Action, zu weniger Terror, zu wenig Blut und Gewalt, zu oft wiederholte Szenenabläufe (Ghostface im Schrank – springt hervor und sticht zu, Ghostface auf der Treppe – springt hervor und sticht zu, Ghostface vor dem Auto – springt hervor und sticht zu etc.pp). Ich glaube Kids von heute dürften Filme wie „Scream“ weniger beeindrucken, als uns Kids in den 90ern.

Vielleicht lag darin auch der Grund, warum „Scream 4“ nicht wirklich den Erfolg an den Kinokassen einspielte, den man letztendlich gern erwartet hätte. Ghostface und Co. wirken neben dem ganzen “Transformers”, “Avatars” und “Final Destinations” 3D-Schnick Schnack schon recht altbacken, was letztendlich nichts schlechtes bedeuten muss. Aber, ich für meinen Teil, bin der Meinung, das mit „Scream 4“ das Thema Sidney und Ghostface seinen Zenit erreicht hat und ausgereizt ist.

Zu oft hatte ich das Gefühl, alles schon einmal gesehen zu haben.

Hoffentlich belässt es Hollywood bei diesem abschließenden 4. Teil.

Bis auf das wirklich geniale Filmintro und die letztendliche Auflösung der Story am Ende konnte ich nichts wirklich frisches, neues entdecken. Vielleicht hat man sich im Laufe der Jahre von „Scream“ auch einfach nur satt gesehen.

 

Fazit 7/10 Punkte

 

Vertrautes Wiedersehen mit alten Bekannten, einem coolen Intro und einem genialen Finale.

Aber sich ständig wiederholenden Hetzjagden, die man bereits aus unzähligen „Slasher“ -Filmen her kennt und in den vorherigen 3 „Scream“ – Teilen bereits zu Genüge gesehen hat. Hoffentlich findet Sidney jetzt endlich ihren verdienten„Frieden“ – ich würde es ihr gönnen!

 

Hellraiser80


“Muttertag” (1980) Blu-ray erscheint noch dieses Jahr

Was hat TROMA nicht schon alles für kultige Gurken veröffentlicht.

Neben “Toxic Avenger”, oder “Class of Nuke ‘Em High” gehört auch “Muttertag” zu DEN großen TROMA Klassikern schlechthin.

Nachdem vor einigen Wochen ein relatives passables Remake des “Muttertag” – Klassikers auf dem Blaustrahlmedium erschienen ist, nahm dies scheinbar TROMA zum Anlass auch gleich dessen Vorlage auf Blu-ray zu veröffentlichen.

Der Original “Muttertag”, der in Deutschen Landen nach wie vor auf dem Index steht, wird am 27. September 2011 vorerst (nur) in Amerika veröffentlicht.

Hoffen wir, dass eine deutsche Veröffentlichung folgen wird.

 

Hellraiser80


“The Thing” Kino-Start verschiebt sich

Als ob man es vorhergesehen hätte:

Kaum freut man sich wieder ungeduldig auf eine Genre-Neuerscheinung, schon wird sie auch unzählige Male verschoben.

Auch die kommende Vorgeschichte des John Carpenter – Klassikers „The Thing“ (1982) wurde von UNIVERSAL Pictures gekonnt auf den 17.November 2011 verschoben.

Eigentliches Startdatum war der 13. Oktober diesen Jahres.

Oftmals lassen Film-Verschiebungen nichts Gutes erahnen. Hoffen wir das es im Falle des „Quasi“-Remakes von „The Thing“ nicht der Fall sein wird und uns ein bombastisches Spektakel erwarten wird.

 

 

Hellraiser80


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