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Filmreview: “Scarecrow” (2013)

scarecrow 2013 syfy
 
 
 

SCARECROW

Story

 
 
 
Schüler einer High School werden dazu verdonnert, zusammen mit Lehrer Aaron Harris (Robin Dunne) zu einer nahe liegenden Farm zu fahren, um von dort einiges an Equipment und die gar grausig drein schauende Vogelscheuche für das alljährliche Vogelscheuchenfest abzubauen und in die Stadt zu karren. Unterstützt werden sie dabei von Aarons Ex Kristen (Lacey Chabert), die das mysteriöse Anwesen von den Eltern vererbt bekommen hat und es nun verkaufen möchte, weil sie knapp bei Kasse ist. Da der Hof den Besitzer wechselt, muss der Festivalstandort kurzum in die Stadt verlagert werden, was den Schülern etwas unheimlich anmutet. Keiner Wunder, ranken sich gruselige Legenden um die vermeintlich verfluchte Farm, die den Ursprung des jährlichen Vogelscheuenfestes begründen. Leider ist die eigentliche Bedeutung des beliebten Festes der Stadtjugend vollkommen fremd, so dass die schuftenden Kids etwas verdutzt aus der Wäsche schauen, als sie plötzlich Bekanntschaft mit dem Bösen machen, das seit Ewigkeiten unter dem fruchtbaren Farmboden verborgen liegt …
 
 
 


 
 
 

SCARECROW – Kritik

 
 
 
Neben der Trash-Filmstudio THE ASYLUM gehört auch der amerikanische Pay-TV-Sender SYFY zu jenen Produktionswerkstätten, die Liebhaber leidlich intelligenter Horrorware in bescheidener Regelmäßigkeit zum Jauchzen bringen. Möglichst billig heißt hier die Devise, wobei die hervorgebrachten Eigenproduktionen meist eher mit katastrophalen Effekte trumpfen, als mit ausgefeilten Geschichten oder herausragenden Schauspielleistungen. Schließlich will man das Fernsehpublikum nicht allzu sehr überfordern. Dennoch hat sich der Standard der aktuellen Low-Budget-Werke erheblich gesteigert. Zwar sind die Filmchen immer noch erschreckend anspruchslos, die meist computeranimierten Spezialeffekte haben jedoch schon längst das Niveau früherer SYFY-Filmchen hinter sich gelassen und brauchen den Vergleich zum aktuellen Mainstream nicht scheuen. Ein gutes Beispiel hierfür ist der neuste Clou aus der SYFY-Kreativschmiede, der in punkto Creature-Design gar keine schlechte Figur macht. Hier hat man sich in einem raren Nischen-Genre bedient, wobei der Vogelscheuchenhorror bisher im Horrorfilm eher stiefmütterlich behandelt wurde. Im Vergleich zu den üblichen Verdächtigen lassen sich jene Schauerstücke an einer Hand abzählen, wobei DIE NACHT DER VOGELSCHEUCHE (1981), SCARECROWS (1988) und NIGHT OF THE SCARECROW – DER PAKT MIT DEM DÄMON (1995) zu den wohl bekanntesten Vogelscheuchen-Schockern gehören dürften. Nach HUSK (2011) gab´s seither nix Neues von der Vogelscheuchenfront, was für TV-Sender SYFY vermutlich Pflicht genug gewesen sein dürfte, gleich mal einen weiteren Kandidaten dieser Art auf die Festplatten zu bannen. Wie bei jedem Streifen aus dem umfangreichen Fundus des amerikanischen Spartensenders handelt es sich auch bei SCRARECROW um Fast-Food-Horror. Anspruch gibt es keinen. Ein halbwegs spannendes Drehbuch ebenso wenig. Lang gefackelt wird hier nicht, der magere Plot kommt erstaunlich zügig zu Potte. Ehe die austauschbaren Kids die Gefahr wittern, schlagen auch schon die kreativen CGI-Effektkünstler zu. Seltsame Wurzeln sprießen aus dem Boden und formen sich zu einer Art Vogelscheuche zusammen, die nun eine unerbitterliche Jagd auf die Jugendlichen veranstaltet. Die verschanzen sich ähnlich wie in NIGHT Of THE LIVING DEAD (1968) in der klapprigen Holzbehausung der Farm und hoffen, von den Attacken der Vogelscheuche verschont zu bleiben. Natürlich werden dem Blutzoll wegen gleich zu Beginn die nervigsten Protagonisten ausradiert, wobei man trotz der eher bescheidenen Geschichte immerhin sagen muss, dass SCARECROW actionlastig und zügig abgehandelt wird. Die Überlebenden hetzen von einem Schauplatz zum nächsten und werden nach bekanntem Zehn-kleine-Negerlein-Prinzip in den Slasherhimmel gemeuchelt. Die ziemlich gut designte Vogelscheuche scheint allgegenwärtig zu sein und eine Leidenschaft für das möglichst kreative Abschlachten seiner Opfer zu hegen. Die werden abwechslungsreich um die Ecke gebracht, wobei Splatternerds vermutlich aufgrund der eher zurückhaltenden Schauwerte schnell das Interesse an SCARECROWS verlieren dürften. Den neusten Ableger der SYFY ORIGINAL MOVIE-Reihe hat SHELDON WILSON inszeniert. Der dürfte Horrorfilm-Allesguckern kein Unbekannter sein. Bereits 2004 konnte er mit SHALLOW GROUND Erfolge erzielen und heimste auf Filmfestivals Preise ein. Was danach kam, war eher weniger der Rede wert. Nacht KAW (2007) und SCREAMERS: THE HUNTING (2009) fristete er sein Dasein als durchschnittlicher Regisseur für unbedeutenden TV-Mist, einiges darunter hat er sogar für den sagenumwobenen SYFY-Channel gedreht. Auch sein neuster Streich SCARECROW ist zwar ein recht kurzweiliger TV-Film mit sehenswerten Effekten; wirklich bleibenden Eindruck hinterlässt dieser Grusler aber nicht. Die rund 90 Minuten vergehen wie im Flug; flimmert jedoch der Abspann über den Bildschirm dürfte der Thriller auch schon wieder gänzlich aus den Köpfen der Zuschauer entschwunden sein. Auch wenn der Vogelscheuchenhorror im Pool der sich immer wiederholenden Filmstoffe eine fast schon aussterbende Gattung darstellt, so gehört SCARECROW zu jenen Art Slashern, die man vermutlich nur dann sehen sollte, wenn man wirklich schon jeden erdenklichen Horrorfilm gesehen hat und dringend unheimlichen Nachschub benötigt, egal wie mies er auch ist.
 
 
 


 
 
 

SCARECROW – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Im Vergleich zum üblichen eigens produzierten Trash-Mist des TV-Senders ist SCARECROW der vermutlich bisher beste SYFY-Streifen. In SCARECROW sind die Spezialeffekte zur Abwechslung einmal wirklich als schauerhaft zu beurteilen. Zusammen mit der düsteren Atmosphäre und der ationlastigen Inszenierung eignet sich SCARECROW ideal für die Sichtung an einem verregneten Sonntag. Wirklich bleibenden Eindruck hinterlässt dieser Vogelscheuchenhorror trotz toller CGI-Effekte jedoch nicht – Fast Food Horror für Zwischendurch eben!
 
 
 


 
 
 

SCARECROW – Zensur

 
 
 
Bei SCARECROW handelt es sich um einen TV-Film. Sonderlich gewalttätig oder gar splattrig wird´s in SCARECROW leider nicht. Die Gewaltakte bewegen sich auf FSK16-Niveau!
 
 
 


 
 
 

SCARECROW – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Die Nacht der Vogelscheuche (1981)

Scarecrows (1988)

Night of the Scarecrow – Der Pakt mit dem Dämon (1995)

Husk (2011)


Filmreview: “Grave Encounters 2″ (2012)

grave encounter 2
 
 
 

Grave Encounters 2

Story

 
 
 
Alex Wright (Richard Harmon) ist ein Horrorfilm-Junkie, wie er im Buche steht. Nicht nur, dass er eigene Filme dreht, er bespricht auch regelmäßig Horrorwerke auf seinem Youtube-Kanal. Seit geraumer Zeit beschäftigt ihn der Schocker “Grave Encounters”. Wright scheint fest der Überzeugung zu sein, dass das Filmdokument echt sei und beginnt Recherchen im Internet zu betreiben. Als er herausfindet, dass der gesamte Cast als verschollen gilt, trommelt er ein paar Freunde zusammen, mit deren Hilfe er das Rätsel rund um die Geschehnisse des “Grave Encounter”-Filmes lösen möchte. Kaum haben die Freunde den Schauplatz des Filmes betreten, beginnen sich die Ereignisse in der verlassenen “Collingwood-Psychiatrie” zu wiederholen…
 
 
 


 
 
 

Grave Encounters 2 – Kritik

 
 
 
Angenommen man dreht einen Horrorfilm, der unerwartet zum Geheimtipp avanciert. Die klügste Vorgehensweise wäre vermutlich die, den lukrativen Überraschungs-Hit mit einer Fortsetzung weiterzuspinnen, um schnell noch im Fahrwasser des Originals die Kasse klingeln zu lassen. Rasch kritzelt man einige Ideen auf Papier und wärmt einige Schockeffekte lau auf, die man bereits unzählige Male im Vorgänger präsentiert bekommen hat. Garniert mit einigen derben Splatter-Szenen hofft man nun, dass sich der Erfolg abermals wiederholt.
 
Der Film “Grave Encounters 2” ist ein derartiger Fall, der nun versucht, in die erfolgreichen Fußstapfen seines Vorgängers zu treten. Zu allem Erstaunen gelingt ihm das recht solide, dennoch erreicht er aber nur in den wenigsten Momenten die unheimlichen Qualitäten des Originals. Was den Film trotzdem durchaus sehenswert macht, ist der konsequente Wandel seines Erzählstils, denn “Grave Encounter 2” bietet im Grunde nichts wirklich bahnbrechend Neues, ist aber trotzdem im Vergleich zum ersten Teil ganz anders. Das subtil-schauerhafte Gruseln ist hier Mangelware. Vielmehr setzt der Film auf Hektik und Blutzoll. Die actionlastige Geisterhatz verirrt sich in einigen Momenten in recht deftigem Gekröse, sodass vor allem Splatter-Fans auf ihre Kosten kommen dürften. Ob diese neue Richtung wirklich geschickt gewählt ist, sollte jeder für sich selbst entscheiden, denn vor allem Fans des Originals dürften sich bei “Grave Encounters 2” gehörig vor den Kopf gestoßen fühlen. Die Geister gehen arg rabiat zur Sache, sodass die eigentlich beunruhigend-ängstigende Atmosphäre, zugunsten deftiger Splatter-Exzesse in den Hintergrund rückt. Vermutlich war Regisseur “John Poliquin” darin bestrebt mit seiner Fortsetzung verschiedene Filmgeschmäcker anzusprechen. Gerade in Zeiten unzähliger Geister-Found-Footage-Filme, die allesamt allein nur das unspektakuläre auf-und-zu-schieben von Schränken und Türen fokussieren, scheint “Poliquin” bestrebt darum zu sein, andere Wege gehen zu wollen und sich ein wenig vom Subtilen zu distanzieren. Da aufgrund von “Hostel“, “Saw” und Co. selbstzweckhafte Gewaltakte zum üblichen Bild aktueller Horrorfimlware geworden sind , macht hierbei natürlich auch “Grave Encounters 2” keine Ausnahme und schwimmt geschwind auf dieser populären Welle mit.
 
Natürlich gibt es neben dem teilweise arg schroffen Gesplattere und dem lukrativen Recyclen altbewährter Erfolgsrezepte auch jede Menge “Neues” in “Grave Encounters 2” zu bestaunen. Regisseur “John Poliquin” ist stets darum bemüht, die Geschichte des Anwesens weiterzuerzählen. Auch wenn hin und wieder ein gewisses Déjà-vu Gefühl eintreten will, so schafft er es dennoch etwas Licht rund um die Geschehnisse der leerstehenden Psychiatrie zu bringen. In bekannter “House on Haunted Hill“-Manier erzählen einige groteske Geistererscheinungen von der Geschichte dieser Klinik und beantworten so einige wesentliche Fragen, die bisher unbeantwortet blieben. Auch wenn es ein wenig an Zeit benötigt, bis der zweite Aufguss überhaupt an Fahrt gewinnt, so kann man “Poliquin” nicht vorwerfen, dass er mit seiner Rückkehr in das Spukgemäuer langweilt. Zwar dauert es geschlagene 40 Minuten bis der Film überhaupt zum Punkt kommt, hat er die dann jedoch erreicht, bietet das schweißtreibende Tempo mit welchem “Grave Encounters 2” davonradelt, dem Zuschauer kaum Zeit zum Verschnaufen. Die ahnungslosen Kids werden von einer Szenarie zur nächsten getrieben, immer die Angst im Nacken haben zu müssen, kreativ um die Ecke gemeuchelt zu werden. Auch wenn die Geschichte gegen Ende hin fast schon surreale Züge erhält und sich die Helden in einer Art Parallelwelt wiederfinden, so kann man sich als Filmfreund nicht darüber beschweren, trotz allem hanebüchenen Hocus Pocus, sich doch irgendwie kurzweilig unterhalten gefühlt zu haben.
 
Grave Encounters 2” ist ein zweischneidiges Schwert und dürfte vor allem Freunde des ersten Teils vor den Kopf stoßen. Von unheimlicher und subtiler Atmosphäre ist hier kaum noch irgendwas zu verspüren. Nervenstrapazierende Schockeffekte sind in dieser Fortsetzung Mangelware und werden schier und einfach durch derbe Splatter-Effekte ausgetauscht. Die Geister demonstrieren kontrovers schroff, wie man unwillkommene Gäste wahrhaftig unwillkommen begrüßt, sodass das Sequel für Freunde wohldossierten Gruselns vollkommen unangebracht ist. Statt jugendfreier “Paranormal Activity“-liker Umsetzung geht es hier deftig zur Sache. Da werden Köpfe zerquetscht und eingetreten und Leiber mittels Starkstrom zerfetzt und verbrannt. Das Splatter-Herz dürfte vor derart ungenierter Zeigefreudigkeit vor Freude tanzen. Trotzdem, auch wenn die Erwartungen im Vergleich zum Vorgänger kaum erfüllt werden können, so kann man nicht behaupten, dass “Grave Encounters 2” eine miese Fortsetzung ist. Sicherlich erfindet auch dieser Spuk-Film das Genre nicht neu und auch sonst hat man all das, was der Film letztendlich bietet, bereits um Längen besser woanders gesehen. Dennoch hat dieses Sequel auch seine Momente, die zudem aufgrund der hervorragenden technischen Fingerfertigkeit zu überzeugen wissen. Gerade gegen Ende hin sind die Grenzen des typischen Found-Footage-Filmstil kaum noch als selbige zu erkennen. Da wird die Kamera von Geistern getragen, die dann um die verbleibenden Protagonisten umherschwirren. Aber auch die wenigen Geistereffekte (siehe Filmplakat!) sind als ziemlich gelungen zu betiteln und heben “Grave Encounters 2” über den Durchschnitt.
 
 
 


 
 
 

Grave Encounters 2 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Deftiger Splatter statt wohldosiertem Gruselvergnügen – Eine gelungen Fortsetzung, die sich zwar altbewährter Mechanismen des ersten Teil bedient, dennoch irgendwie vollkommen anders ist.
 
 
 


 
 
 

Grave Encounters 2 – Zensur

 
 
 
Aufgrund einiger recht deftiger Szenen, dürfte die deutsche Filmfassung ungeschnitten mit “Keine Jugendfreigabe“-Kennzeichnung erscheinen.
 
 
 


 
 
 

Grave Encounters 2 – Trailer

 
 
 

 
 
 

Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
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The Tunnel (2011)

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