Filmreview: “ChromeSkull: Laid to Rest 2″ (2011)

Der Killer mit der verchromten Totenkopfmaske, der seine Taten akribisch mit einer Webcam protokolliert, ist zurück. Nach dem letzten Schlachtfest wurde er erfolgreich von zwei hartnäckigen Teenies zur Strecke gebracht und in die Knie gezwungen.
Mit hochgradigen Verätzungen im Gesicht und schwer verletzt, wird er in die unterirdischen Katakomben einer Geheimorganisation verschleppt, wo er aufs nötigste zusammengeflickt wird.
Nun, da der „Boss“ sich wieder auf dem Weg der Genesung befindet, macht er sich an die Arbeit, mit den wenigen Überlebenden des Massakers von einst abzurechnen.
Doch seine Geduld wird auf eine harte Probe gestellt, denn inmitten der „Firma“ scheint es ein Mitarbeiter ebenso fanatisch ernst zu meinen und versucht in die Fußstapfen des maskierten Killers zu schlüpfen und seine Taten nachzuahmen.
Drei Jahre ist es nun bereits her, dass Regisseur Robert Hall mit seinem arg trivialen Slasher- Schnellschuss „Laid to Rest“ für Furore unter weltweiten Filmfans sorgte.
Sein überaus durchwachsener Horrorfilm bestach weniger durch darstellerische Qualitäten, oder einem sauber durchdachten Drehbuch, als vielmehr durch enorm selbstzweckhafte und sadistische Gewaltspitzen. Auch die direkte Fortsetzung „ChromeSkull: Laid to Rest 2“ macht da keine Ausnahme, und dreht sauber an der Gewaltschraube, dass dem Filmfreund Hören und Sehen vergehen dürfte.
Dabei zeigt die Fortsetzung allerlei unglaublich kaltschnäuzig umgesetztes Gekrösel, dass einen wirklich täuschend-echt wirkenden Eindruck hinterlässt und zeigt, dass zumindest die Special-Effect Crew ihr Handwerk überdurchschnittlich gut beherrscht. Das hier das Maß aller Dinge an seh- und umsetzbarer Gewalt ausgereizt wird dürfte auf der Hand liegen und wird vermutlich allein nur die Hardcore-Horror-Fangemeinde befriedigen. Mir waren die diversen aufgeschlitzten Gesichter und Münder doch etwas zu viel des Gutem und rechtfertigen definitiv die 7 Minuten Gewaltzensur in der deutschen Filmfassung.
Leider ist “ChromeSkull: Laid to Rest 2“ nicht wirklich dass geworden, was man letztendlich eventuell von einer Fortsetzung diesen Kalibers erwartet hätte. Die Fortführung der Geschichte wirkt überaus konstruiert und man mag als Zuschauer das Gefühl nicht loswerden, dass Regisseur Robert Hall aufgrund des überraschenden Erfolges des ersten Teils, bestrebt war, schnellstmöglich eine Fortsetzung drehen zu „müssen“. Viele Szenen wirken unfertig und werden allein nur mit grafisch ordentlich aufpolierter Gewaltpower kaschiert, zumal sich ein nennenswerter Filmplot überschaubar in Grenzen hält und sich in weniger als 3 Sätzen erzählen lässt.
Zwar erfährt man einige wichtige Hintergründe über den Killer und seine Handlanger, diese wirken aber vollkommen an den Haaren herbeigezogen und oftmals unfreiwillig komisch.
Der einzige Lichtblick in diesem etwas konfus geratenen Horror-Flick-Flack ist Ex-Teenie Schwarm „Brian Austin Green“, der zumindest allen weiblichen Filmfreunden, aus der amerikanischen 90er Jahre Soap „Beverly Hills 90210“ ein Begriff sein dürfte. Recht souverän und herrlich fies mimt er den unberechenbaren und emotionslosen Nachwuchskiller, wobei seine Handlungsbeweggründe leider, ebenso wie die des Skull-Killers, irgendwo im Drehbuch-Nirgendwo entschwinden.
Dass „Laid to Rest 2“ einen enorm zwiespältigen Eindruck hinterlässt ist eigentlich recht schade , zumal die Figur des Skull-Killers eigentlich einen gut-wertigen Eindruck vermittelt und in seinem Vorhaben Genregrößen wie Michael Meyer und Jason Vorhees in nichts nachsteht. Geübte Horrorfilmfreunde werden demnach an diesen Horrorsequel nur bedingt ihre Freude haben, denn teilweise ist „Laid to Rest 2“ einfach nur langweilig und vorhersehbar. Sieht man einmal von den hochwertigen FX, und dem filmbezogenen Killer ab, bleibt kaum irgendetwas nennenswertes über, was sich überhaupt positiv abhebt und nicht schon in unzähligen anderen Slasherfilmen thematisiert und abgehandelt wurde.
„ChromeSkull: Laid to Rest 2“ ist typische 08/15-Metzelware, welche man schon zu oft in dieser Form gesehen hat. Ein wenig „Halloween“ dort, ein bisschen „Freitag der 13.“da, dazu eine Priese „Saw“-Gewalt und fertig ist das Slasher-Ware von der Stange. Hoffen wir, dass mit einem dritten Teil der Gewaltakt zugunsten einer etwas spannenderen Geschichte reduziert wird und man einen homogeneren, und vor allem glaubhafteren, Einklang zwischen Story, Gewalt und Spannung findet.
5,5/10 Filmpunkte
Enttäuschende Fortsetzung des Überraschungserfolges aus dem Jahre 2009.
Extremgewalt und ein recht schlitzfreudiger Killer machen noch lange keinen guten Horrorfilm aus.
(Deutsche FSK-Fassung um rund 7 Minuten geschnitten)
Hellraiser80
Filmreview: “The Amityville Haunting” (2011)
Trotz grausamer Vorgeschichte, bezieht Familie Benson das unheimliche „Amityville“ – Spukhaus, indem Jahrzehnte zuvor ein blutiges Familienmassaker stattfand.
Nach anfänglichen und unerklärbaren Phänomenen freundet sich die 6jährige Tochter Melanie mit einem imaginären Freund namens „John“ an, der ihr erzählt, dass er seit sehr langer Zeit in dem alten unheimlichen Haus leben würde. Doch niemand will dem kleinen Mädchen so recht Glauben schenken. Als der Vater, nach diversen seltsamen Vorfällen besorgt um das Wohl seiner Kinder ist, lässt er überall im Haus Überwachungskameras installieren und muss aufgrund der Videoaufzeichnungen erschreckend feststellen, dass die Familie scheinbar doch nicht ganz so allein im Haus ist, wie zu Beginn gedacht.
Nachdem das Found Footage – Genre nun mit dem Kassenschlager „Paranormal Activity“ weltweit richtig bekannt wurde und bei Filmfans aus aller Welt für gehörig Nervenkitzel sorgte, scheinen sich nun auch diverse Horror-Klassiker dieser recht günstig produzierten Filmmethode zu bedienen.
Der Horrorthriller „The Amityville Horror“ aus dem Jahre 1979 zog bisher unzählige Fortsetzungen nach sich und wittert scheinbar nun mit dem günstig heruntergekurbelten „The Amityville Haunting“ (2011) eine weitere lukrative Einnahmequelle, im Zuge der Kino- und Heimkinoauswertung von „Paranormal Acitivity 3“ .
Alle Heimkino-Zuschauer aus Übersee (eine deutsche Auswertung ist derzeit nicht in Sicht) dürfen seit Januar 2012 erneut auf Geisterjagd, in das vermutlich bösartigste Spukhaus der Filmgeschichte, gehen.
Handwerklich schaut es dabei ganz solide aus, insofern man schwindelfrei genug ist, dass planlose Umhergewackel der Digicam ertragen zu können. Denn wie in unzähligen anderen derartigen Werken zuvor, sieht man das Geschehen vordergründig aus der Perspektive von Home- und Überwachungskameras. Regisseur Geoff Meed scheint dabei seine Hausarbeiten ganz gründlich abgearbeitet zu haben, denn diverse Schockelemente und Kamerawinkel wurden dreist aus dem „Paranormal Activity“ -Universum stibitzt und schauen eher nach einem 4. Teil des beliebten Franchise aus, anstatt nach einem eigenständigen „Amityville“ – Film.
Von Türen, die sich wie von Zauberhand allein schließen und öffnen, bis hin zu Kindern, die mit ihren imaginären „echten“ Freunden quasseln werden alle erdenklich bekannten Spukhausklischees abgeharkt und bis zum Erbrechen wiederholt.
Gerade weil „The Amityville Haunting“ nichts eigenständiges und neues zeigt und sich die Geschehnisse im Gruselhaus recht hölzern und absolut unspektakulär gestalten, macht sich ganz flink Langeweile beim Zuschauen breit.
Die technische Komponente, des Kamerabild-Totalausfalls beim bevorstehenden Erscheinen der bösartigen Präsenz im Haus, ist zwar nach den ersten beiden Malen ganz witzig und effektiv, geht einem aber nach der gefühlten zehnten Wiederholung gehörig auf die Sense. Scheinbar wollte man damit die vermeintlich nicht vorhandene Spannung und die ungruselige Spukatmosphäre steigern, sowie immense Logiklöcher der Geschichte kaschieren.
An Logik happert es bei dem neuesten „Amityville“ -Ableger nämlich gehörig. Von wirklicher Gruselstimmung ist kaum eine Spur.
Die Stumpfsinnigkeit der Protagonisten ist in „The Amityville Haunting“ besonders hervorstechend und kaum zu ertragen.
Zwar sind die Schauspielerischen Leistungen von Mutter und Vater ganz brauchbar, aber die Beweggründe ihres Handelns für normaldenkende Zuschauer in keinster Weise nachvollziehbar.
Dabei fragt sich der kluge Zuschauer, was denn die Familie überhaupt noch in ihrem gruseligen Heim hält, wenn sie einerseits bereits die Vorgeschichte ihrer neuen Zuflucht kennen und andererseits innerhalb von nur wenigen Tagen nach Einzug, drei unschuldige Menschen im Haus ihr Leben lassen mussten.
Sohnemann und Digicam-Führer Tyler ist dabei von wahrlich unglaublich dummer Sorte. Nicht nur, dass sein Agieren vor der Kamera richtig mies und unprofessionell ins Gewicht fällt, sein Hang zum logischen Denken ist mit dem Bezug seines neuen Zimmers im berüchtigten „Amityville“-Haus wohlmöglich auch flöten gegangen.
So frag ich mich, als aufmerksamer Zuschauer, warum der Sohnemann nach diversen mysteriösen Gegebenheiten, die er eigenhändig gefilmt hat, sich nicht einmal die Zeit nimmt und sich sein eigenhändig gefilmtes Videotape anschaut.
Denn hätte er frühzeitig sein Filmmaterial nach Merkwürdigkeiten durchforstet, dann wäre das Ende, zumindest für den Zuschauer, nicht so derart vorhersehbar ausgefallen.
Spukhausfreunde, die sich bisher noch nicht mit den ganz großen Filmen des „Haunted House“ – Genre beschäftigt haben dürften bei diesem überflüssigen Horrorschnellschuss sicherlich dezent unterhalten werden. Aber auch Horrorfilmneulinge und alle Fans der „Paranormal Activity“- Serie finden garantiert Gefallen am aktuellen Kurztrip in das sagenumwogene Spukhaus.
Alte Filmhasen wiederum, wie ich es einer bin, dürften jedoch für derart lieblos erzählten Einheitsbrei nicht einmal annähernd ein müdes Lächeln finden. Ich empfehle lieber noch einmal den Original „Amityville“ und die diversen anderen sehenswerten Spukhausfilme zu sichten und zu hoffen, dass uns mit „The Amityville Horror – The lost Tapes“, der demnächst im Kino anlaufen soll, ein sehenswerter und vor allem tatsächlich gruseliger Horrorstreifen erwartet wird.
Fazit 4/10 Punkte
Was sich da wie ein weiterer Teil der beliebten „Amityville“-Serie aufzuzwängen versucht, ist in der Umsetzung weniger „Amityville“ als vielmehr „Paranormal Activity“.
Ein unzureichend Gruseliges Sequel, dass mit Sicherheit mehr Potenzial nach oben gehabt hätte. Altbekannte Geschichte und geklaute Schockeffekte machen noch lange keinen guten Spukhausfilm. Öde!!!!
(FSK – Prognose: vorausichtlich FSK16 – ungeschnitten)
Hellraiser80
Filmreview: “Wrong Turn 4 – Bloody Beginnings” (2011)

So und nun der, zumindest meiner Meinung nach, bisher schlechteste Genre-Beitrag 2011.
Kenja und ihre Clique werden bei ihren winterlichen Ausflügen mit den Schneemobilien von einem Schneesturm überrascht und flüchten in ein naheliegendes leerstehendes Sanatorium.
Leider ist das Lager nicht so sicher wie gedacht, denn 3 entstellte, ehemalige Insassen haben es sich’s dort gemütlich gemacht und haben eine Leidenschaft für frisches Menschenfleisch.
Wir erinnern uns: das bereits totgesagte Backwood-Slasher-Subgenre, dass seine Blüte in den 70er Jahren erleben durfte, wurde im Jahre 2003 im Zuge der Reanimation des Slasher-Films („Scream“, „Düstere Legenden“, „Ich weiss was du letzten Sommer getan hast“) mit dem recht fiesen und überraschenderweise sehr effektiven „Wrong Turn“ wiederbelebt.
Nun 8 Jahre später erscheint mit „Wrong Turn 4 – Bloody Beginnings“ die bereits 3 Fortsetzung, des einst so makaberen und erfolgreichen Horrorfranchise, das von einer handvoll missgebildeter Kannibalen-Hinterwäldler handelt, deren Hauptaufgabe es ist, Menschen zu jagen, die sich fernab der Zivilisation im Dickicht des Waldes verlaufen haben.
Neben dem recht hübsch gefilmten Original “Wrong Turn“, wurden die weitern Teile der Reihe direkt für den Heimkinomarkt produziert, was sich ersichtlich in der lieblosen Inszenierung der Filme widerspiegelte. Da das hauchdünne Story-Grundgerüst bereits mit Teil 1 an seine Grenzen stieß, bemühte sich das Studio bei den Fortsetzungen erst gar nicht, die Geschichte innovativ weiterzuspinnen. Vielmehr erschien mir der Gedanke, dass man schnell noch die Kuh melken wolle, bevor das Franchise in Vergessenheit geraten würde. Daher konzentrierten sich die Produktionen weniger auf Charakterentwicklung, stimmigen Storyaufbau etc. pp. ,als vielmehr auf das „kreative“ Töten, fernab jeglicher Logik und wirklich schlechten CGI-Effekten, um die Horror-Fanbase halbwegs zufrieden stellen zu können.
Bedingt hat das ersichtlich funktioniert, denn sonst würden wir jetzt nicht einen weiteren Teil sichten „dürfen“.
„Wrong Turn 4“ hat wirklich alles was einen wirklich miesen Film ausmacht.
Leute, ich habe derart dumme Scheisse (entschuldigt, aber derart Filme haben nichts mehr mit Freude zum Genre gemein) schon lange nicht mehr zu Gesicht bekommen.
Die beiden Teile zuvor waren schon derart schrecklich, aber das aktuelle Sequel bringt das Fass zum kochen. Da die „untalentierten“ Schauspieler ihr unausweichliches Ableben, es gibt im Film übrigens KEINEN wirklich produktiven Dialog, so unfreiwillig komisch spielen, konnte ich diese Produktion absolut nicht einordnen. Ist „Wrong Turn 4“ eine Komödie, oder soll dieses „Meisterwerk“ ernstzunehmenden Horror darstellen?
Ich deute mal letzteres. Zumindest dürfte der routinierte Filmkenner Freude daran haben die unzähligen Filmfehler im Machwerk zu zählen.
Apropos Darsteller: schon mal einen Film gesehen, in denen die Protagonisten Angst und Leiden spielen sollen, und ihre panischen Dialoge mit einem leicht unsicheren Grinsen von sich trällern. Spätestens hier war für mich dann der Spaßofen aus. Bei aller Liebe zum Trash, aber im Vergleich zu „Wrong Turn 4“ ist das gefakte Nachmittags-Randgruppen-Fernsehen auf RTL absolut oscarverdächtig.
Was ist denn eigentlich überhaupt nennenswert an diesem 4. Teil der Reihe.
Nix, Nada, Nischewo! Die überaus selbstzweckhaft eingesetzten Ekel- und Goreeffekte bieten, aufgrund der extrem schlechten CGI- Umsetzung, nicht mal annähernd Schauwert.
Warum man für eine derart unwichtige und kleine Horrorproduktion überhaupt CGI einsetzen musste, entzieht sich mit jeglicher Logik.
Da die Goreeffekte minutiös penetrant zelebriert werden, dürfte eine Uncut-Veröffentlichung in Deutschland unwahrscheinlich sein.
Schon allein die Szene, in der die Sippe einem Protagonisten bei lebendigen Leib Stücke aus seiner Haut schneiden und diese genüsslich in heißem Öl wälzen und verspeisen, dürfte bereits für die FSK Anlass genug sein, die Freigabe zu verweigern.
Hätte der Major-Studio „20th Century Fox“ mehr Drehbudget investiert, ein sorgfältig und stimmiges Drehbuch an Land gezerrt und vernünftige Darsteller engagiert, hätte „Wrong Turn 4“ das werden können, was man sich eigentlich nach Teil 1 gewünscht hätte: einen ultra-harten und im Gedächtnis haftenden Ultra-Hardcore-Schocker.
Aber das was man nun mit „Wrong Turn 4“ angeboten bekommen, ist in Worten gar nicht auszudrücken. 100%-iger, unglaublicher Abschaum!
So kann man auch eine eigentlich gute Idee (Teil 1) richtig schön totprügeln.
Fazit 1,5 / 10 Punkte
Schlechter gehts nimmer. Für mich endet mit diesem Teil die „Wrong Turn“ Ära.
Einen weiteren Teil erspar ich mir.
FSK-Prognose: 100%ige Freigabeverweigerung
Hellraiser80
Filmreview: “Hellraiser – Revelations” (2011)
Nach diversen arg schlechten Filmbesprechungen, der nunmehr bereits 9. Filmumsetzung des Clive Barker Stoffes rund um das berüchtigte „Hellraiser“-Universums, habe ich mir nun selbst ein Bild von „Hellraiser – Revelations“ gemacht und war positiver überrascht als ich eigentlich erwartet hätte.
Nun gut, insofern man seine eigenen Erwartung wirklich ordentlich gen Keller schraubt, dürfte der ein oder andere Filmfan unter Euch, die ein oder andere Überraschung erleben.
Sicherlich ist „Revelations“ der bisher schwächste Teil der gesamten Serie, bietet aber dennoch genug kurzweilige, wenn auch leider recht simpel und trivial-gestrickte, Genreunterhaltung.
Dabei handelt es sich weniger um ein eigenständig erzähltes Sequel mit einer wirklich neuen Story, als vielmehr um eine wenig tiefgründige Neuinterpretation des bekannten Clive Barker-Stoffes.
Dem bewanderten Filmfan dürften daher jede Menge altbewährte und neuaufgebrühte Schlüsselmomente aus den genialen ersten beiden Teilen des Franchise bekannt vorkommen. Von daher ist „Hellraiser – Revelations“ mehr Remake, als eigenständiges erhofftes Sequel.
Der Anfang des neuesten Werkes ist recht stimmungsvoll geraten: die beiden Freunde Nico und Steven geraten während eines Kurzurlaub an den sagenumwogenen Spielwürfel, mit deren Hilfe es möglich ist, mit den Cenobiten (Geschöpfe aus der Hölle) in Kontakt zu treten. Kaum in Besitz des geheimnisvollen Instruments, schafft es der draufgängerische Nico die Kreaturen herbeizurufen, woraufhin die beide Freunde auf recht schmerzlicher Art und Weise Bekanntschaft mit dem Anführer der Cebobiten machen.
Da Nico das Tor zur Hölle mit Hilfe des Würfels geöffnet hat, muss er als Gegenleistung den Cenobiten seinen Körper und sein Fleisch zur allgemeinen „Erkundung“ zur Verfügung stellen und wird letztendlich gemeinsam mit den Cenobiten in den Höllenschlund hinabgerissen -der bedachte und schüchterne Steven bleibt verstört zurück. Doch Nico kann aus der Hölle entfliehen. Einziges Manko: die blutgierigen Geschöpfe aus der Hölle haben ihm seiner Haut entraubt.
Fortan bittet er seinen besten Freund Steven für ihn zu morden, auf das sich Nico am Blut der Opfer stärken kann und wieder die Gestalt eines menschlichen Wesens erhält.
Bedenkt man, was „Hellraiser – Revelations“ für ein katastrophal-geringes Budget zur Verfügung gestanden hat, ist das was man letztendlich als fertiges Werk bewundern darf, gar nicht mal so übel. Sicherlich schauen diverse Schauplätze (es gibt gerade mal eine handvoll unterschiedlicher Schauplätze, da der Hauptteil des Filmes im Haus von Stevens Eltern spielt) wirklich schlimm nach Kulisse aus und die dilettantische Handlungs- sowie Charakterentwicklung des aktuellen Teils ist derart simpel gestrickt, dass die Dramaturgie kaum über TV-Soap-Niveau hinausreicht, aber immerhin hat man tatsächlich alles herausgeholt was aus dem Produktionsbudget herauszuholen war.
Was ich als relativ nervend empfand war die Tatsache, dass man versucht hat aktuelle Horrorfilm – Trends in „Hellraiser – Revelations“ miteiner zu vereinen. Demnach darf der geneigte Horrorfilmfan Fragmente des Geschehens „Blairwitch“-typisch aus der Digitalkamera-Perspektive verfolgen oder Nicos Rückkehr aus der Hölle und seine Folter- und Psychospielchen mit der eigenen Familie exploitationlastig (vergleiche „Mothersday“-Remake, „Funny Games“ …) miterleben.
Sicherlich funktioniert das eigentlich recht gut, aber passt irgendwie nicht in das recht groteske und theatralisch-düstere „Hellraiser“-Universum.
Das wirklich unverzeihbarste Vergehen überhaupt an diesem aktuellen Teil, ist die Tatsache, dass „Pinhead“ nicht von mehr von Doug Bradley dargestellt wird. Jeher waren in allen Sequels der Serie sein Erscheinen und sein Auftritt das eigentliche „Highlight“ eines jeden Hellraiser-Teils.
Der neue „Pinhead“ besitzt nicht einmal annähernd die enorm stolz-majestätische, aber dennoch unheimlich-bösartige Aura eines Doug Bradley und ist für mich, mit seiner arg knochigen und unscheinbaren Erscheinung eher Lachnummer, als angsteinflößend.
Auch wenn man Teil 9 und das eventuell bevorstehende „Hellraiser“-Remake für eine neue Generation an Horrorfreaks neu zugänglich machen möchte, so dürften beide Teile ebenso an der Fanbase scheitern, wie zuletzt das katastrophale Remake von „Nightmare on Elm Street“, das bekanntlich ohne Freddy-Darsteller Robert Englund auskommen musste.
Im übrigen verhält sich „Hellraiser-Revalations“ recht züchtig mit der Zurschaustellung diverser optischer Gemein- und Grausamkeiten. Sicherlich gibt es für eine „Direct-to“-Produktion noch genügend Splatterstuff, dieser hält sich aber dennoch „Hellraiser“-untypisch recht dezent zurück.
Fazit 4,5/10 Punkte
Ja, auch wenn Doug Bradley als „Pinhead“ nicht mehr mit am Start ist, so ist das aktuelle Sequel, das eigentlich mehr Remake als Fortsetzung ist, immer noch bedingt schaubar.
Tiefgründigkeit und Originaliät sind zwar Fehlanzeige, dennoch für einen kurzweiligen Film-Abend gerade noch goutierbar.
FSK-Prognose: Keine Jugendfreigabe
Hellraiser80
Filmreview: “Children of the Corn: Genesis” (2011)
Nachdem das Auto von Tim und Allie aufgrund einer Autopanne mitten in der Wüste zum Erliegen kommt (vielleicht hätten sie ja lieber einen Porsche mieten sollen) und die Nacht einbricht, suchen die beiden im naheliegenden Ort nach Hilfe.
Ein seltsamer und schrulliger Prediger lädt sie nach anfänglicher Skepsis in sein Haus ein und bietet dem Pärchen an, bis zum nächsten Morgen bei ihm zu warten.
Nachdem die beiden erleichtert einwilligen, sind sich Tim und Allie schnell einig, dass irgendetwas mit der Gegend, dem Prediger und seinem Haus nicht zu stimmen scheint.
Wir erinnern uns.
26 Jahren ist es nun bereits her, dass der erste „Kinder des Zorns“–Teil das Licht der Zelluloid-Welt erblickte.
Von Stephen King selbst nicht wirklich gemocht, mauserte sich der kleine Low-Budget-Reisser schnell zum Genreliebling und entwickelte sich zu einem kleinen Kultfilm unter Horrorfilmliebhabern. Es folgten ein TV Remake und diverse Sequels, die von Fortsetzung zu Fortsetzung nur noch den Titel der eigentlichen King-Kurzgeschichte gemein hatten und die mit allerlei dummen Ideen, schlechten Schauspielern, schlimmen Effekten, miserablen Drehbüchern und struntzdummen Charakteren zu kämpfen hatten..
Einzig, die herrlich überzogene und groteske Trash-Fortsetzung des 3. Teils vermag auch heute noch halbwegs zu überzeugen und scheint mit seinen hübschen Stop-Motion-Effekten einen gewissen charmanten Schauwert zu haben.
Nachdem DIMENSION im Jahr 2011 um die Lizenzrechte des Franchise bangen musste, entschied man sich, schnell eine weitere völlig diffuse Fortsetzung zu drehen, damit man auch weiterhin die Rechte für sich beanspruchen und den Filmfan mit dummen Fortsetzungen quälen darf. Dabei gab man sich nicht einmal ansatzweise Mühe, aus dem bereits tot-gekauten Stoff einen ansatzweise frischen, gruseligen und unterhaltsamen Film zu basteln.
Nach den ersten 10 Minuten, dachte ich erst, der neuste „Children of the Corn“-Teil entwickelt sich zu einem „Texas Chainsaw Massacre“ für Arme und schraubte meine Erwartungen, nach all den „Corn“-Fehlschlägen der letzten Jahre, genüsslich positiv nach oben.
Aber weit gefehlt, das Grauen kam schlimmer, unverhoffter und langweiliger, wie in keinem anderen Teil zuvor.
Um was es eigentlich in „Genesis“ wirklich geht, kann ich nur in Fragmenten beschreiben, ich bin während der Sichtung mehrere Male eingeschlafen, scheinbar weil der Film „zu“ mitreißend war. Aber eins sei gesagt, im aktuellen Teil gibt es weder Gore, noch Spannung, noch irgendwelche Kinder, die sich irgendwelchen religiösen „Gelüsten“ im Maisfeld hingeben.
„Children of the Corn- Genesis“ ist zu einer Art Kammerspiel „mutiert“ und besitzt total unlogische Elemente aus Genrefilmen wie „Paranormal Activity“ und „Motel“, sowie etwas „Final Destination“ zum Ende hin. Das ist zwar alle ganz hübsch kreativ erdacht und stibitzt, aber grottenschlecht unkreativ umgesetzt. Nicht mal einen einzigen Funkten Trash-Qualität bietet dieser Schund.
Im übrigen habe ich in „Genesis“ den dümmsten Effekt in der Geschichte des Horrorfilms erleben dürfen – vielen Dank schon einmal vorab dafür: ein Polizist nähert sich dem Haus des schrulligen Gastgebers und wird wie von Zauberhand gen Weltall geschleudert. Schon allein nur dieses miesen und total hohlen Effektes wegen sollte man sich das aktuelle Sequel zu Gemüte führen.
Kurzum, „Children of the Corn – Genesis“ ist eine einzige Katastrophe. Selten so einem Mist gesehen. Eine Schande kostbare Lebenszeit vergeudet zu haben.
Ich hoffe, dass man mit dem zigsten „Kinder des Zorns“- Fehlschläger, das Franchise nun endlich ruhen lässt uns sich frischen und eigenen Filmideen widmet.
Fazit 2,5/10 Punkte
FSK Prognose: vermutlich FSK16
Unglaublicher Mist, mehr gibt’s dazu nicht zu sagen.
Hellraiser80
“Night of the Demons” und “Laid to Rest 2″ – Heimkinoveröffentlichungen
Neuer Stuff für alle deutschen Horrorfilmfans.
Im Oktober veröffentlicht SPLENDID neue Horror-DVDs, und Blu-rays.
Darunter zwei lang ersehnte Genrefilme, Highlights im Bereich Horrorfilm 2011, die schon seit geraumer Zeit bereits im Ausland auf DVD/Blu-ray erhältlich sind.

Das Remake des beliebten 80er Jahre Fun-Splatter erscheint hierzulande erfreulicherweise ungeschnitten.

Über die Filmversion zu “Laid to Rest 2″ lässt sich nur spekulieren – ich gehe mal davon aus, dass ein Release in Deutschland nur geschnitten veröffentlicht wird.
Hellraiser80
“The Last Exorcism” -Fortsetzung kommt
Nachdem “The Last Exorcism” mit nichtmal 2 Mio Dollar Produktionskosten 40 Mio Dollar allein in den amerikanischen Kinos einspielen konnte, war es nur eine Frage der Zeit bis das Studio Canal das “Okay” für eine weiter günstig produzierten Fortsetzung des Überraschungshits geben würde. Wann die Forsetzung starten soll ist bisher noch nicht bekannt.
Hellraiser80
Geschnittener “Final Destination 5″ – Vorsicht geboten beim Kinokartenkauf!
Fans der überaus erfolgreichen “Final Destination“- Reihe sollten ab kommender Woche das Kinoprogramm des Kinos ihrer Vertrauens genauer studieren.
Warner hat neben der ungeschnittenen “keine Jugendfreigabe / FSK18” – Filmversion, auch eine leicht entschärfte “FSK16” – Version von “Final Destination 5” prüfen lassen.
Ich gehe davon aus, dass ebenfalls aus rein kommerziellen Gründen (um auch minderjährige Filmzuschauer in die Kinos zu locken) neben der UNCUT-Version der Fortsetzung die geschnittene Version im Kino anlaufen wird.
Hellraiser80
Filmreview: “Scream 4″ (2011)

Vor 15 Jahren erschuf Regisseur Wes Craven den Auftakt einer Horrorreihe, die den eigentlich totgesagten Horrorfilm, wieder zu neuem Leben verhelfen sollte.
Sein Slasher „Scream“ reanimierte 1996 das „Teenager in Angst –Kino“ der späten 70er und der frühen 80er, welches mit „Halloween“, „Freitag der 13.“ und „Nightmare on Elm Street“ Mitte der 80er Jahre seinen Höhepunkt erreicht hatte.
Nachdem 1998 „Scream 2“ und im Jahr 2000 „Scream 3“ folgten, galt die Trilogie um die Hauptprotagonistin Sidney Prescott, welche sich in allen 3 Teilen gegen diverse Serienkiller in Ghostface – Kostümen zur Wehr setzte, als abgeschlossen.
Da im Verlauf der folgenden 10 Jahre das sogenannte „Remake“ – Syndrom Hollywood heimsuchte und nahtlos jede halbwegs berühmte „Horrorikone/serie“ der 70er und 80er Jahre neuverfilmt wurde, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch eine Neuverfilmung des beliebten „Scream – Franchise“ auf der Remakeliste Hollywoods stand.
Gott sei Dank verschonte man die Fans mit einem Neuverfilmung und entschied sich letztendlich gegen das „Scream“ – Remake und führte die Reihe mit einem Sequel fort.
Nach mehreren Jahren kehrt, die nun erwachsene Autorin Sidney Prescott (Neve Campbell) aufgrund einer Lesereise in das kleine Städtchen Woodsboro zurück.
Ihre damaligen traumatischen Erlebnisse hat sie erfolgreich in einem Roman verarbeitet.
Kaum in Woodsboro angekommen frischt sie wieder die Kontakte zu alten Bekannten auf und muss unerfreut und wortlos das Jubiläum der damaligen „Woodsboro – Morde“ hinnehmen.
Doch kaum an die vertraute Umgebung gewöhnt, beginnen die Morde von neuem.
Wieder hat es ein Killer im schwarzen Gewand und Geistermaske auf Sidneys Leben und das ihrer Freunde abgesehen.
Was erwartet uns vom nunmehr 4. Teil der Horrorserie „Scream“?
Sagen wir so, ein vertrautes Treffen alter Bekannter.
Schnell fühlt man sich im sympathischen und riesigen „Scream“ – Universum heimisch.
Ob Sidney (Neve Campbell), ob Reporterin Gale (Courteney Cox) oder Sheriff Dewey (David Arquette) – schön wieder bekannte, wenn auch merklich gealterte, Gesichter wieder zu sehen.
Schön auch, dass sich Regisseur Wes Craven und Drehbuchautor Kevin Williams nicht an den aktuellen Folter, Gore und Splatterstreifen der aktuellen Dekade bedienen. „Scream 4“ bleibt wahrlich schön schrullig oldschool, was vor allem damaligen „Scream“-Fans gefallen dürfte.
Egal ob Morde, Charakterzeichnung oder Erzählstruktur. Es gibt nichts was alteingesessenen Horrornerds nicht auch schon von damaligen „Scream“- Teilen her kennen.
Dennoch, das Einhalten von gewohnten „Scream“ -Strukturen und Mustern dürfte vor allem der nachgerückten Kinogeneration übel aufstoßen. Zu wenig Action, zu weniger Terror, zu wenig Blut und Gewalt, zu oft wiederholte Szenenabläufe (Ghostface im Schrank – springt hervor und sticht zu, Ghostface auf der Treppe – springt hervor und sticht zu, Ghostface vor dem Auto – springt hervor und sticht zu etc.pp). Ich glaube Kids von heute dürften Filme wie „Scream“ weniger beeindrucken, als uns Kids in den 90ern.
Vielleicht lag darin auch der Grund, warum „Scream 4“ nicht wirklich den Erfolg an den Kinokassen einspielte, den man letztendlich gern erwartet hätte. Ghostface und Co. wirken neben dem ganzen “Transformers”, “Avatars” und “Final Destinations” 3D-Schnick Schnack schon recht altbacken, was letztendlich nichts schlechtes bedeuten muss. Aber, ich für meinen Teil, bin der Meinung, das mit „Scream 4“ das Thema Sidney und Ghostface seinen Zenit erreicht hat und ausgereizt ist.
Zu oft hatte ich das Gefühl, alles schon einmal gesehen zu haben.
Hoffentlich belässt es Hollywood bei diesem abschließenden 4. Teil.
Bis auf das wirklich geniale Filmintro und die letztendliche Auflösung der Story am Ende konnte ich nichts wirklich frisches, neues entdecken. Vielleicht hat man sich im Laufe der Jahre von „Scream“ auch einfach nur satt gesehen.
Fazit 7/10 Punkte
Vertrautes Wiedersehen mit alten Bekannten, einem coolen Intro und einem genialen Finale.
Aber sich ständig wiederholenden Hetzjagden, die man bereits aus unzähligen „Slasher“ -Filmen her kennt und in den vorherigen 3 „Scream“ – Teilen bereits zu Genüge gesehen hat. Hoffentlich findet Sidney jetzt endlich ihren verdienten„Frieden“ – ich würde es ihr gönnen!
Hellraiser80




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