Filmreview: “Asylum Blackout / The Incident” (2011)
Das Genre des Horrorfilm hat es oftmals nicht leicht. In keinem anderen Genre ist die Rate zugenannter Nachwuchsregisseure so stätig am steigen, wie in diesem.
Was man da regelmäßig als Filmfreund serviert bekommt ist oftmals jenseits von Gut und Böse und hat die Bezeichnung “unterhaltsamer Filmbeitrag” leider meist gar nicht verdient.
Wer regelmäßig den “Filmcheck“-Filmblog verfolgt dürfte vermutlich rasch verstehen, was damit gemeint ist, denn in keinem Filmjahr wie diesem wurde man als Fan des unterschlagenen Filmes so merklich überschüttet von unprofessionell abgefilmten Erstlings-Genre-Filmen, wie 2011/2012.
Umso überraschter war ich, als ich das Debütwerk “Asylum Blackout” des Nachwuchsregisseurs “Alexandre Courtès“ sichten durfte, denn das ist wirklich überaus sehenwert und vor allem richtig spannend.
Eine handvoll angehender Rockstars und Freunde wollen hoch hinaus. Tagsüber arbeiten sie als Köche in der Küche einer Psychatrischen Anstalt für aggressive Gewaltverbrecher, des Abends werkeln sie an ihrer Karriere im Musikbusiness.
Doch das Schicksal meint es leider nicht so gut mit den Freunden, denn eines Abends, kurz vor Feierabend zieht ein merklich seltsames Gewitter auf und verursacht einen Stromausfall in der Anstalt. Grund genug für eine Horde Psychopathen, welche soeben in der anstalteigenen Mensa zu Abend speisen, einen munteren Streifzug durch die Gemäuer zu unternehmen. Schnell sind die Sicherheitsbeamten überwältigt und der Weg frei durch die Flure der Anstalt. In der Küche kämpfen derweil die Freunde um das nackte Überleben, denn die blutgieren Freaks wollen nur eins: töten, töten, töten.
Sicherlich ist das Thema “Revolte” oder “Aufstand” inmitten einer Hochsicherheitskomplexes nicht neu. Ob nun in Gefängnis oder Anstalt sei dahingestellt, es gibt bereits genügend mehr oder weniger sehenswerte Thriller oder Horrorfilme dieser Art.
Was “Asylum Blackout” dennoch sehenswert macht, ist die wirklich arg zermürbende und vor allem überaus klaustrophobische Grundstimmung der Geschehnisse. Man möge sich vorstellen, man ist mit 30 extrem gewaltbereiten Irren in einem Gebaudekomplex gefangen und kann nicht flüchten, da die Tore in die Freiheit, aufgrund hoher Sicherheitsauflagen verschloßen sind und man vergeblich auf Hilfe hofft. Ebenso ergeht es den Helden des Films, die sich den Weg in die Freiheit mit allerlei Schlaggeräten und Stichwaffen erkämpfen müssen. Dass es hierbei nicht minder gewalttätig zur Sache geht dürfte merklich auf der Hand liegen. Trotzdem, trotz einiger wirklich erschütternd-selbstzweckhaften Kröselszenen, schockiert hier weniger der Goregehalt, als vielmehr die kaltschnäutzige Kompromisslosigkeit, mit welcher die geistesgestörten Irren zu Sache gehen.
Allen voran Hauptbösewicht “Harry“, der eine arg unangenehme Präsenz ausstrahlt, extrem sadistisch zur Sache geht und den man vermutlich nicht im Dunklen begegnen möchte.
Wirklich erstaunlich ist, was hier mit mageren 500 000 Dollar Produktionskosten auf die Beine gestellt wurde. Der Film schaut verdammt hochwertig aus und an keiner Stelle in “Asylum Blackout” verrät der Film seine gering budgetierte Herkunft.
Sterile, extrem düstere und farblose Bilder sorgen für merklich Unbehagen und unterstreichen den recht depressiven und grausamen Unterton der Geschehnisse. Auch diverse wirklich subtile Kamerafahrten wissen zu gefallen und heben den Beitrag immens ab von der Masse an ähnlich gestrickten Horrorproduktionen. Dass Alexandre Courtésein wissbegieriger Anhänger diverse “Carpenter“-Klassiker sein muss, fällt direkt ins Ohr, wenn man sich auf den geschickt getricksten Soundtrack konzentriert – Parallelen zu “Assault“, oder “The Thing” sind hier unüberhörbar.
Mit “Asylum Blackout” erhält der Filmfreund eine wirklich heavy Horrorfilmbeitrag, den man als Fan von düsteren Genrebeiträgen unbedingt sichten sollte. Da sich der Film gehörig Zeit lässt, seine Helden zu skizzieren, verursacht letztendlich ihr sadistisches Ableben für arg unangenehme Magenkrämpfe beim Zuschauer. Der Kampf zwischen Gut und Böse fördert gehörig den Puls und ist in seiner ungeschönten Kompromisslosigkeit definitiv ein kleiner Genre-Geheimtipp.
Dass die Geschehnisse ab und an ein wenig an Glaubwürdigkeit verlieren, kehren wir mal schnellst möglich unter den Teppich, denn wir Horrorfilmfreunde wissen doch schon längst: “It´s only a “Horror”-Movie“!
Interessierte Horrorfilmfreunde müssen sich leider noch ein Weilchen Gedulden, den “Asylum Blackout” erscheint aller Voraussicht erst im Spätsommer 2012 in unseren Gefilden.
Einige Szenen im Film dürften der FSK bitter aufstoßen, sodass der Film in seiner ungekürten Form arge Probleme bekommen könnte.
Fazit: 7/10 Punkte
Kleiner, böser, ungeschönter Anstalts-Thriller, der einige richtig fiese Momente vorweisen kann.
Suspense und Spannung endlich mal wieder inklusive!
Ein wahrer Genre-Geheimtip!
FSK-Prognose: vermutlich nur geschnitten mit “Keine Jugendfreigabe”-Kennzeichnung
Hellraiser80
Filmreview: “Inside the Darkness – Ruhe in Frieden” (2011)

Mit „Inside the Darkness“ hält der Filmfreund einen Film in den Händen, der sich vordergründig an ein jüngeres Kinopublikum richtet, und bei dem erfahrene Filmzuschauer wohl möglich das kalten Grausen packen dürfte. Denn mal abgesehen von der wirklich hochwertigen Inszenierung (der Film schaut optisch edel aus) verursacht hier nicht der unheimliche Score, oder das markerschütternde Setting für Gänsehaut, sondern die Handlungsbeweggründe und Interaktionen der handvoll Charaktere, die sich so dermaßen dumm verhalten, dass man als Mitt-30er eigentlich nur noch fassungslos mit dem Kopf schütteln kann und sich fragt, ob denn das Drehbuch abschließend auch so etwas wie eine Endkontrolle widerfährt, oder nicht. So wirklich ernst nehmen lässt sich Martin Guigui´s aktueller Filmbeitrag nicht gerade, denn neben pubertärem Shakespeare-Gequassel und aufdringlich aufgepeppter MTV-Ästhetik wird hier statt spannungsgeladenen Suspense der Extraklasse vordergründig Light-Thrill serviert, der merklich ohne Höhepunkte vor sich her plätschert.
Eine handvoll typisch amerikanischer Vorstadtkids rund um „Abby“, scheinen in ihrem kläglich tristen Eintagsleben wenig zu erleben, sodass sie bereits allein beim Schmöckern der Shakespeares Tragödie „Macbeth“ gehörig „geflasht“ sind, als die Lehrerin das Werk zusammen mit den Schülern im Unterricht bespricht. Grund dafür einen Abstecher zum Haus des Bestatters „Ely Vaughn“ zu unternehmen, über welches man munkelt, dass es darin wohl spuken soll.
Natürlich sehen die vier Freunde sogleich das was sie sehen möchten: am Schlafzimmerfenster erblicken sie den Schatten des Hauseigentümers „Ely Vaughn“, der zusammen mit einem weiblichen Wesen im Arm, ein paar Pirouetten durch das Schlafgemach dreht. Dass Herr Vaughn auch ab und an „Bedürfnisse“ besitzen könnte, darauf schließt keiner der Jugendlichen, denn dass was er da im Arm hält, kann letztendlich eigentlich nur ein Geist sein. (äh klar, ja was auch sonst!!!)
Um ihre Erkenntnisse zu unterstreichen, brechen sie in der Haus des Bestatters ein und entdecken ein, von ihm gut behütetes und makaberes Geheimnis. Dass mit dem stadtbekannten Bestatter scheinbar irgendetwas nicht zu stimmen scheint, erfahren die Nachwuchseinbrecher am eigenen Leibe, als sie plötzlich vom Hauseigentümer himself, bei ihren ausgiebigen Erkundungstouren im Hause, überrascht werden und einer der Freunde auf bösartige Weise den Tod findet.
Die minderbemittelte Provinz-Polizei glaubt zuerst der Bande kein Wort, handelt es sich doch bei „Ely Vaughn“ um einen ehemals überaus erfolgreichen und beliebten Footballspieler (ein wirklich handfestes Argument!!!), sodass „Abby“ und ihre Freunde letztendlich das Gesetz allein in die Hand nehmen, um den Psychopathen zu entlarven.
Die kurze Inhaltsangabe beschreibt nur einen minimalen Teil der inhaltlich groben Drehbuch-Logikpatzer.
Demnach sollte man als Filmfreund von vornherein jeglichen Hang zu Logik und Verstand unterbinden. Einziger Lichtblick in diesem etwas ungaren Einheitsbrei aus Teenhorror und “Dawson´s Creek“-Verschnitt ist Dennis Quaid, der der Rolle des arg garstigen Psychopathen „Ely Vaughn“ zumindest ein/zwei interessante Facetten verleiht. Im Verlauf seines recht effektiv skizzierten Amoklaufes schafft er es ein merklich unwohles und bedrohliches Gefühl zu vermitteln, und mit seinen merklich zynischen und arg strengen Kommentaren gelingt es ihm, die übrigen Grünschnäbel vollends gegen die Wand zu spielen.
Dennoch, auch er kann letztendlich den Film nicht davor bewahren, dass dieser in seiner unkreativen Belanglosigkeit, zusammen im Fahrtwasser ähnlich gestrickter Horror-Light-Produktionen bedingungslos untergehen wird.
„Inside the Darkness“ ist Diät-Filmkost, wie so oft.
Seichte Horrorunterhaltung ohne Tiefgang. Einzig die recht straffe Inszenierung, die zudem auch noch edel ausschaut, weiß zu überzeugen. „Inside the Darkness“ bietet trotz besprochener Schnitzer recht kurzweilige Unterhaltung und kommt überraschend schnell auf den Punkt. Leider Gottes ist die Story so ziemlich das Dümmste, was ich in letzter Zeit gesehen habe und die wenigen Jungschauspieler so dermaßen unbrauchbar, dass man als Filmfreund in jeder zweiten Filmszene gern zur Fernbedienung greifen und diese den Pappnasen gen Kopf schleudern würde. Anhänger bluttriefenden Gekrösels sei vorab an dieser Stelle vorgewarnt, denn dieser Film bietet nichts dergleichen. Da es sich bei „Inside the Darkness“ vordergründig um einen Film für ein eher jugendliches Publikum handelt, hält sich der Gewaltpegel auch im überschaubaren Rahmen dezent zurück. Bis auf eine Schussverletzung, einem Skelett und einen Tritt auf den Kopf wird hier nichts geboten, was Freunde der etwas blutigeren Unterhaltung zufriedenstellen könnte.
Fazit: 5/10 Punkte
Ein belangloser Film unter unzählig Vielen. Horror-Light meets “Dawson´s Creek“.
Erwachsenen Horrorfilmfreunden dürfte dieser Quark vermutlich bitter aufstoßen, dafür immerhin pubertären Filmfans gehörig munden.
Deutsche Fassung: ungeschnitten mit einer FSK16-Freigabe
Hellraiser80
Filmreview: “Madison County” (2011)

Fünf Freunde auf den Spuren eines bekannten Schriftstellers.
Dessen nächster Roman soll von dem kleinen verträumten Ort „Madison County“ handeln, indem vor einigen Jahren einige blutrünstige Morde stattgefunden haben sollen. Der Täter wurde jedoch nie gefasst.
Kaum in dem kleinen Dörfchen angekommen, verliert sich die Spur des bekannten Autoren. Grund genug die Bewohner des Örtchens nach seinem Aufenthalt zu befragen.
Doch die Einwohner von „Madison County“ mögen es gar nicht, wenn man sie ins schlechte Licht rückt und gleich recht nicht, wenn man ihnen neugierige Fragen stellt.
Je weiter die Kids in der mysteriösen Geschichte des Ortes stöbern umso mehr geraten sie in das Visier eines seltsam maskierten Irren, der seine ganz eigene Antwort besitzt neugierige Fremdlinge zu begrüßen.
Seit vor ca. 10 Jahren das Backwood-Genre mit dem überaus gelungenen „Michael Bay“-Remake zum 70er Jahre Schocker „The Texas Chainsaw Massacre“ erneut reanimiert wurde, folgten nunmehr unzählige durchwachsene und teilweise haarsträubende schlechte ähnliche Vertreter dieses Horror-Subgenres, die der glatt-polierten Kettensägen-Neuauflage aus dem Jahre 2003 nicht einmal ansatzweise das Wasser reichen konnten und vermutlich nur deshalb produziert wurden, um im kassenträchtigen Fahrtwasser eines „Texas Chainsaw Massacre“ und „Wrong Turn“ noch rasch die schnelle Mark zu erwirtschaften.
Jetzt, 10 Jahre später scheint das Publikum, vom sich ständig wiederholenden Horror-Einerlei über schlitzfreudige Mutanten, Rednecks und Hinterwäldlern vermutlich so langsam übersättigt zu sein, sodass derart Produktionen freilich, wenn überhaupt nur noch ihren Weg in die hiesigen Videotheken finden und dort ihr Dasein zensiert und unbeachtet in den hintersten Regalen der DVD-Verleiher fristen.
Der Horrorthriller „Madison County“ bedient sich genau jener Hinterwäldler-Schiene, erscheint aber leider einige Jahre zu spät, um den routinierten Horrorfilm-Allesseher überhaupt noch mit seinem solide zusammengewerkelten Horrorplot überzeugen zu können.
Eigentlich schade, denn „Madison County“ macht optisch eine wirklich hervorragende Figur und ist überaus hübsch gefilmt. Von einem günstig abgedrehten Billigfilm ist der kleine Thriller meilenweit entfernt, und einige Szenen im Film besitzen erstaunlich stimmige und atmosphärische Momente. Dennoch, die Darsteller bleiben weit hinter ihren Möglichkeiten zurück und liefern, wenn überhaupt, eine solide Performance ab, die leider nur ihren zweckmäßigen Einsatz findet und kaum der Rede wert ist.
Leider bildet das größte Manko in „Madison County“ das vollkommen unspektakuläre Drehbuch, das bedauerlicherweise keine Überraschungen bietet und geradlinig heruntergerasselt wird. Nach unzähligen Vertretern dieser Gattung Film hätte man zumindest eine halbwegs vernünftige und vor allem „frische“ Geschichte erzählen können, die sich anders, als in den unendlich vielen ähnlich gestrickten Werken nicht gleich bei jeder zweiten Szene in den genretypischen Klischees verläuft.
Hier wird all das geboten, was die Klischee-Schmiede des Backwood-Genres zu bieten hat: mysteriös drein-schauende Dorfbewohner, einen unkaputtbaren Killer, der im Auftrag aller Provinzbewohner das allzu neugierige Großstadt-Pack in seinen Schranken weist und dumm agierende Opfer, die in den haarsträubendsten Situationen die fragwürdigsten und unlogischsten Aktionen vollziehen.
Gerade zum Ende hin wirken die Handlungsverläufe und Interaktionen der (meist weiblichen) Protagonisten so lächerlich, dass man den Gepeinigten, gerade aufgrund ihrer planfreien Aktionen, eigentlich nur noch den Filmtod wünscht.
Denn wie so oft, wird der Killer überwältigt und K.O. geschlagen. Über einen vermeintlichen letzten Hieb mit einer der diversen umherliegenden Schlagwaffen denken die „Überlebenden“ erst gar nicht nach, denn nachdem der skurrile Killer mit der Schweins-Maske einen gehörig-spontanen Hieb mit einem Spaten verpasst bekommen hat und daraufhin friedlich ins Land der Träume schlummert, rennen die Opfer um ihr Überleben. Das letztendlich derart schlachtfreudige Brut selbstverständlich immer und immer wieder zur Besinnung kommen muss und nicht ablassen kann, seine Opfer in den Tod zu meucheln, dürfte dem erfahrenen Horrorfilm-Zuschauer bereits aus Filmen, wie „Freitag der 13.“, „Halloween“ & Co. bekannt vorkommen.
„Madison County“ ist leider nicht das geworden, was das exploitationhaft gestaltete Filmplakat verspricht. Statt einen, den aktuellen Seegewohnheiten entsprechenden, Hardcore-Folterhorror zu bieten werden hier seichtere und vor allem langweiligere Geschütze gefahren.
Das Hauch einer Story wird mit unspektakulären Handlungsverläufen geschmückt, die man in dieser Art bis zum Erbrechen bereits in unzählig anderen Produktionen dieser Art abgehandelt hat.
Die Krösel-Effekte halten sich in Grenzen und werden augenscheinlich NICHT voyeuristisch vor der Kamera zelebriert. Bis auf einige Gegenstände (Messer, Stöcke, Axt), die sich durch menschliche Körper bohren wird hier kaum etwas geboten, was das Splatterherz vor Freude entzücken lassen dürfte. Schade, denn „Madison County“ ist hübsch gefilmt, dem Film fehlt aber der rechte Biss und die feurige Würze, um überhaupt irgendwie in die Gänge zu kommen und sich von der breiten Masse an gleichwertigen Film positiv abheben zu können.
Fazit 5,5/10 Punkte
Routinierter Backwood-Slasher, der routinierte Horrorfilm-Zuschauer routiniert langweilen könnte.
Für den hungrigen Happen für Zwischendurch gerade noch goutierbar. Dennoch absolut unspektakulärer Film, den man nicht gesehen haben muss.
FSK-Prognose: Ungeschnitten mit einer „Keine Jugendfreigabe“-Kennzeichnung
Hellraiser80
Filmreview: “ChromeSkull: Laid to Rest 2″ (2011)

Der Killer mit der verchromten Totenkopfmaske, der seine Taten akribisch mit einer Webcam protokolliert, ist zurück. Nach dem letzten Schlachtfest wurde er erfolgreich von zwei hartnäckigen Teenies zur Strecke gebracht und in die Knie gezwungen.
Mit hochgradigen Verätzungen im Gesicht und schwer verletzt, wird er in die unterirdischen Katakomben einer Geheimorganisation verschleppt, wo er aufs nötigste zusammengeflickt wird.
Nun, da der „Boss“ sich wieder auf dem Weg der Genesung befindet, macht er sich an die Arbeit, mit den wenigen Überlebenden des Massakers von einst abzurechnen.
Doch seine Geduld wird auf eine harte Probe gestellt, denn inmitten der „Firma“ scheint es ein Mitarbeiter ebenso fanatisch ernst zu meinen und versucht in die Fußstapfen des maskierten Killers zu schlüpfen und seine Taten nachzuahmen.
Drei Jahre ist es nun bereits her, dass Regisseur Robert Hall mit seinem arg trivialen Slasher- Schnellschuss „Laid to Rest“ für Furore unter weltweiten Filmfans sorgte.
Sein überaus durchwachsener Horrorfilm bestach weniger durch darstellerische Qualitäten, oder einem sauber durchdachten Drehbuch, als vielmehr durch enorm selbstzweckhafte und sadistische Gewaltspitzen. Auch die direkte Fortsetzung „ChromeSkull: Laid to Rest 2“ macht da keine Ausnahme, und dreht sauber an der Gewaltschraube, dass dem Filmfreund Hören und Sehen vergehen dürfte.
Dabei zeigt die Fortsetzung allerlei unglaublich kaltschnäuzig umgesetztes Gekrösel, dass einen wirklich täuschend-echt wirkenden Eindruck hinterlässt und zeigt, dass zumindest die Special-Effect Crew ihr Handwerk überdurchschnittlich gut beherrscht. Das hier das Maß aller Dinge an seh- und umsetzbarer Gewalt ausgereizt wird dürfte auf der Hand liegen und wird vermutlich allein nur die Hardcore-Horror-Fangemeinde befriedigen. Mir waren die diversen aufgeschlitzten Gesichter und Münder doch etwas zu viel des Gutem und rechtfertigen definitiv die 7 Minuten Gewaltzensur in der deutschen Filmfassung.
Leider ist “ChromeSkull: Laid to Rest 2“ nicht wirklich dass geworden, was man letztendlich eventuell von einer Fortsetzung diesen Kalibers erwartet hätte. Die Fortführung der Geschichte wirkt überaus konstruiert und man mag als Zuschauer das Gefühl nicht loswerden, dass Regisseur Robert Hall aufgrund des überraschenden Erfolges des ersten Teils, bestrebt war, schnellstmöglich eine Fortsetzung drehen zu „müssen“. Viele Szenen wirken unfertig und werden allein nur mit grafisch ordentlich aufpolierter Gewaltpower kaschiert, zumal sich ein nennenswerter Filmplot überschaubar in Grenzen hält und sich in weniger als 3 Sätzen erzählen lässt.
Zwar erfährt man einige wichtige Hintergründe über den Killer und seine Handlanger, diese wirken aber vollkommen an den Haaren herbeigezogen und oftmals unfreiwillig komisch.
Der einzige Lichtblick in diesem etwas konfus geratenen Horror-Flick-Flack ist Ex-Teenie Schwarm „Brian Austin Green“, der zumindest allen weiblichen Filmfreunden, aus der amerikanischen 90er Jahre Soap „Beverly Hills 90210“ ein Begriff sein dürfte. Recht souverän und herrlich fies mimt er den unberechenbaren und emotionslosen Nachwuchskiller, wobei seine Handlungsbeweggründe leider, ebenso wie die des Skull-Killers, irgendwo im Drehbuch-Nirgendwo entschwinden.
Dass „Laid to Rest 2“ einen enorm zwiespältigen Eindruck hinterlässt ist eigentlich recht schade , zumal die Figur des Skull-Killers eigentlich einen gut-wertigen Eindruck vermittelt und in seinem Vorhaben Genregrößen wie Michael Meyer und Jason Vorhees in nichts nachsteht. Geübte Horrorfilmfreunde werden demnach an diesen Horrorsequel nur bedingt ihre Freude haben, denn teilweise ist „Laid to Rest 2“ einfach nur langweilig und vorhersehbar. Sieht man einmal von den hochwertigen FX, und dem filmbezogenen Killer ab, bleibt kaum irgendetwas nennenswertes über, was sich überhaupt positiv abhebt und nicht schon in unzähligen anderen Slasherfilmen thematisiert und abgehandelt wurde.
„ChromeSkull: Laid to Rest 2“ ist typische 08/15-Metzelware, welche man schon zu oft in dieser Form gesehen hat. Ein wenig „Halloween“ dort, ein bisschen „Freitag der 13.“da, dazu eine Priese „Saw“-Gewalt und fertig ist das Slasher-Ware von der Stange. Hoffen wir, dass mit einem dritten Teil der Gewaltakt zugunsten einer etwas spannenderen Geschichte reduziert wird und man einen homogeneren, und vor allem glaubhafteren, Einklang zwischen Story, Gewalt und Spannung findet.
5,5/10 Filmpunkte
Enttäuschende Fortsetzung des Überraschungserfolges aus dem Jahre 2009.
Extremgewalt und ein recht schlitzfreudiger Killer machen noch lange keinen guten Horrorfilm aus.
(Deutsche FSK-Fassung um rund 7 Minuten geschnitten)
Hellraiser80
Filmreview: “Der Killer” (2012)

Das ist reichlich dumm gelaufen: Sechs Bankräuber und der Traum vom großen Geld.
Nach ihrem scheinbar erfolgreichen Beutezug kommt dennoch alles anders, denn ein Polizist, der die sechs an deren Flucht hindern möchte, muss leider mit seinem Leben zahlen.
Da die Flüchtenden einige Zeit auf den erlösenden Flug in die Freiheit warten müssen, verschanzen sie sich im Dickicht eines naheliegenden Waldes.
Ein fataler Fehler, denn ein reichlich wirrer und arg traumatisierter Ex-Vietnam-Veteran, der in selbigen Wald haust, löst das Bankraubproblem der sechs Gangster auf seine ganz „eigene“ Art und Weise.
Das Jahr 2012 birgt eine Menge Überraschungen, denn irgendwie scheint es wohlmöglich das Jahr der unzähligen Nachwuchsregisseure zu werden. Der Action-Horrorthriller „Der Killer“ (im Original „Battleground“) entpuppt sich ebenfalls als Debütfilm und reiht sich, leider wenig überraschend, in die bunte Welt der arg durchwachsenen Filmwerke ein.
Nun gut, ein gewisses handwerkliches Geschick lässt sich nicht von der Hand weisen.
Regiedebütant Neil Mackey meistert seine Sache reichlich souverän, überrascht mit einigen recht netten und stimmigen Momenten, schafft es aber dennoch nicht mit seinem überaus oberflächlich zusammengeschusterten Trivialwerk zu überzeugen.
Hier besteht reichlich Verbesserungspotenzial.
Eine überzeugende Geschichte existiert leider nicht, eine halbwegs vernünftige Charakterskizzierung wurde aufkosten schräg überzogener Gewaltexzesse und planloser Gewehrballerei leider außer acht gelassen – ein Mitfiebern des Zuschauers demnach ausgeschlossen.
Die arg ins Gewicht fallenden und recht offensichtlich erscheinenden Logik- und Handlungslöcher liefern nach Sichtung kaum befriedigendes Erklärungspotenzial für den Filmfreund.
Der wahnsinnige Killer meuchelt sich durch Wald und Feld, empfindet keinerlei Mitleid mit seinen Opfern und gibt dem Zuschauer keinerlei Anhaltspunkte, die sein Verhalten rechtfertigen oder gar glaubhaft erscheinen lassen.
Demnach vollkommen unverständlich, dass er jedem Schuss unverletzt entkommen kann und die fast schon übermenschliche Gabe besitzt, jede Falle und jeden Hinterhalt der reichlich hölzernen Kleinkriminellen bereits vorausahnen zu können.
Das mag zwar für den Anfang ganz nett sein, zumal die recht naiven übrigen Protagonisten bei ihrer Jagd nach und nach kreativ das zeitliche Segnen, aber dennoch hinterlässt die „Glückssträhne“ des Bösewichts einen überaus unfreiwillig lächerlich wirkenden Beigeschmack.
Dass bei derart dumm-aufgeblasenem Schussgefecht Gore- und Gewaltgehalt im Vordergrund steht, dürfte demnach wenig überraschen.
Hier werden mindere Triebe befriedigt.
Wenn die Story schon kaum etwas hergibt und zu überzeugen weiss, dann finden seit jeher reichlich selbstzweckhafte Gewalteinlagen ihren Einsatz.
Auch „Der Killer“ macht da keine Ausnahme. Freunde der etwas „handfesteren“ Unterhaltung dürften zumindest in derlei Hinsicht Gefallen an dem arg unspannenden und recht uninspirierten Filmplot finden. Leider verstand die FSK bei derart „handfestem“ Geballere dennoch keinerlei Spaß, und erteilte dem Film in seiner Ungeschnittenen Filmfassung keine Freigabe. Das überrascht nicht, bietet „Der Killer“ in seiner Originalfassung eine recht widerlich wirkende Häutungssequenz, die kaum dem Handlungsverlauf förderlich ist und demnach nur Mittel zum Zweck findet, um die blutgeile Käuferschaft zum Kauf des arg durchwachsenen Genrewerkes anzuregen.
Das Debütwerk „Der Killer“ des Nachwuchsregisseurs Neil Mackey bietet leider nichts Nennenswertes, was man in derart Form bisher noch nicht gesehen hat. Statt auf subtilen Horror zu setzen, der den Zuschauer zum Mitfiebern und Mitleiden „einlädt“ setzt Mackey einzig und allein auf die Holzhammertaktik. Aufgrund des langsam abebbenden Folter- und Gewaltkinos, dürfte sein Erstlingswerk, vor allem in der stark zerstückelten deutschen Fassung, kaum Beachtung finden. Über weite Strecken wirkt sein „Battleground“, trotz professionell entwickelten Spezialeffekten, gähnend langweilig und hetzt den Zuschauer nur unnötig von einer Gewaltsequenz zur nächsten.
Hoffen wir, dass sein Folgewerk einen anderen Ton einschlägt, denn optisch schaut „Der Killer“ recht ordentlich aus.
Fazit 5/10 Punkte
Durchschnittsware. Ballerorgie ohne Herz und Verstand. Brauchen wir nicht!
Deutsche Fassung: Keine Jugendfreigabe. Leider um einige Minuten zensiert!
Hellraiser80
Filmreview: “ATM” (2011)
Der letzte Arbeitstag vor den Weihnachtsfeiertagen: die beiden besten Freunde und Arbeitskollegen Corey und David beschließen den Feierabend bei der betriebseigenen Weihnachtsfeier ausklingen zu lassen.
Kaum dort angekommen trifft der schüchterne David auf die hübsche Emily, die zwar in der gleichen Abteilung arbeitet wie er, aber bisher kaum ein Wort mit dem zurückhaltenden Chaoten gewechselt hat. Die anfänglichen Gesprächsblockaden sind schnell überwunden und die beiden erkennen schnell, dass sie sich einander hingezogen fühlen.
Nachdem die Feierlichkeit ein frühes Ende findet und sich die drei zusammen mit dem Auto auf dem Heimweg machen, ahnen sie noch nicht, dass ihr Zwischenstop an einem Bankautomaten, einen schicksalhaften Ausgang finden wird.
Mit „ATM“ hat erneut ein unbekannter Nachwuchsregisseur voll ins Schwarze getroffen.
Regisseur David Brooks, der sein Können zuvor mit kleinen Kurzfilmen unter Beweis stellen durfte, hat mit „ATM“ einen wahrlich kleinen fiesen und recht spannenden Thriller geschaffen, der relativ geradlinig und schnell zum Punkt kommt und auch ohne kassenträchtiges Blutvergießen für schweißtreibende Unterhaltung sorgen dürfte.
Im Mittelpunkt des Geschehens steht ein ATM-Container, sprich einer der Geldausgabeautomaten, der unabhängig der Öffnungszeit einer Bankfiliale, 24 Stunden am Tag das Geldabheben ermöglicht, wobei das Kunststück des Films darin liegt, das knapp 80minütige Filmgeschehen allein auf den räumlich begrenzten Container und die drei Hauptfiguren zu konzentrieren.
Nachdem die drei Kollegen, die Geldausgabefiliale erreicht haben und das Gebäude betreten, werden sie von einer unbekannten Gestalt in einem dunklen Parka terrorisiert.
Jeder Versuch aus dem Container zu flüchten wird von dem unbekannten Fremden unterbunden und scheitert, jeder Hilfeversuch von Außen wird für den „Helfenden“ mit dem Tode bestraft. Wer der dunkle Kerl im schwarzen Wintermantel ist, sei an dieser Stelle nicht verraten, Fakt jedoch ist, dass sich vor allem die arg kurze Laufzeit und die straffe Inszenierung des Films positiv auf den Erzählfluss auswirken.
Der Film wirkt trotz beschränktem Handlungsspielraum (das gesamte Geschehen konzentriert sich auf das Innere des kleinen Bankcontainers) nie konstruiert, zäh und langweilig, dass Verhalten der drei Protagonisten ist kaum klischeebeladen, stehts nachvollziehbar und logisch.
Ein Kunststück, bedenkt man, dass die drei Schauspieler allein mit ihren Interaktionen und Emotionsausbrüchen versuchen müssen, den Film zu tragen. Regisseur David Brooks weiß zumindest wie er das Horrorpublikum zufrieden stellen muss. Das arg düstere und auswegslose Geschehen wird von einem überaus schroffen und markerschütternden Soundtrack unterstrichen, der in dieser Form seines Gleichen suchen dürfte. Immer dann, wenn die drei Freunde versuchen dem Unbekannten zu entkommen, ertönt ein lauter und hektischer Elektronsound, der vor allem Besitzern von Heimkinoanlagen die Nackenhaare zu Berge stehen lassen dürfte.
Lobenswert, denn diese akustische Spielerei ist bei weitem effektiver und gruseliger als so mancher Schreck- oder Ekeleffekt und dürfte interessierten Filmfans gehörig den Puls in die Höhe schießen lassen..
Soviel Lob, soviel Tadel – denn gerade zum Ende hin, wenn sich die Ereignisse überschlagen und „ATM“ zum lautstarken Finale aufbläst, kann der Thriller mit seiner etwas hanebüchenen Auflösung nicht überzeugen. Die Erklärungs-Ansätze scheinen logisch, die Handlungsbeweggründe des scheinbar unbekannten Psychopathen wirken aber auf den Zuschauer überaus unbefriedigend und vor allem deplaziert.
Das ist recht schade und enttäuschend, da der Film durch die Bank zu fesseln und zu überzeugen weiß, dass Ende jedoch ein enttäuschenden und faden Nachgeschmack hinterlässt, da man als Filmfan dann doch irgendwie eine doch etwas aussagekräftigere und vor allem kreativere Erklärung der Geschehnisse erwartet hätte.
Nichtsdestotrotz, mit „ATM“ hat der Nachwuchsregisseur David Brooks einen packenden, kleinen und fiesen Thriller geschaffen, der durch seine klaustrophobische und auswegslose Grundstimmung zu überzeugen weiß.
Statt blutrünstiges Gemetzel, versucht der Film mit Suspense und Hochspannung zu überzeugen, scheitert aber leider an der etwas zu unbefriedigend erklärten Auflösung.
Sei es drum, für ein Debütwerk außerordentlich sehenswert, da sieht man gern über ein paar klischeelastige Schnitzer in der Handlung und das etwas unfertige Ende ab. Man darf gespannt sein, was Regieneuling David Brooks als nächstes hervorzaubern wird, den Namen zumindest sollte man sich schon einmal gut einprägen!
Fazit 6,5/10 Punkte
Kleiner fieser Schocker, denen sich thrill-hungrige Filmfans unbedingt vormerken sollten
FSK-Prognose: ungeschnitten mit FSK16
Hellraiser80
Filmreview: “Penance – Sie zahlen für ihre Sünden” (2009)

Amelia braucht dringend Geld, denn die Schulden wachsen ihr allmählich über den Kopf. Gerade weil ihre kleine Tochter schwer erkrankt ist und die junge Mutter die Behandlungskosten selbst tragen muss, nimmt sie den Ratschlag ihrer Besten Freundin an und versucht das „schnelle“ Geld zu ergattern, indem sie sich als Stripperin versucht.
Nachdem die beste Freundin nach einem missglückten „Arbeitseinsatz“ mit einem blauen Auge abgestraft wurde, soll nun Amelia für den nächsten Auftrag einspringen.
Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit der jungen Frau, denn ihr erster Arbeitseinsatz endet in einem Albtraum.
Günstig produzierte Wackelcam-Filme sind derzeit in aller Munde.
Bereits 1998 fand das sogenannte Found Footage Genre mit dem erstaunlich kassenträchtigen „Blair Witch Project“ beachtliche Aufmerksamkeit und zog bis heute unzählig ähnlich strukturierte Plagiate nach sich.
Nun, im Zuge der Erfolgswelle der Amateurcam-Geisterjagd „Paranormal Activity“ erhoffen auch diverse untalentierte Drehbuchautoren und Regisseure mit ihren geistlosen und vor allem unbrauchbaren Beiträgen den Sprung nach ganz vorn.
„Penance“-Regisseur Jake Kennedy scheint hierbei von der ganzen „cleveren“ Sorte zu sein, hat er sich in seinem trivial- und geistlos zusammengeschusterten Machwerk, weder für Hexen und Aliens, noch für Geister und Zombies entschieden. Vielmehr versucht er vermutlich eigene und „neue“ Wege zu gehen und versucht die Aufmerksamkeit der Horrorfanschar mit (oh, man ist das neu!) geistig debilen Psychopathen für sich zu gewinnen.
Demnach darf man die Geschehnisse, ähnlich wie in Unmengen gleichartig strukturierter Filme zuvor, aus der „Ego“-Perspektive beiwohnen (die Hauptprotagonisten filmen das Geschehen selbst mit einer Kamera) und erlebt, wie ein fanatischer Ex-Prediger versucht, unschuldige junge Stripperinnen zu bekehren und zu „reinigen“. Dass sein Vorgehen nicht zimperlich vonstatten geht, dürfte natürlich offensichtlich auf der Hand liegen, bietet „Penance“ eigentlich nichts anderes, außer unzugängliche und minutiös inszenierte Auspeitsch-, Demütigungs- und Verstümmelungsszenen. Ein gut durchdachtes Storygerüst gibt es hier nicht, Spannung und Mietfiebern – Fehlanzeige.
Stattdessen gibt es ein Aneinanderreihen wirrer Folterszenen, die einzig Mittel zum Zeck darstellen, dass überaus unspektakuläre Geschehen annähernd auf Spielfilmlänge zu „zaubern“. Ein arg unverkennbarer und überaus pervers-aufdringlich frauenverachtender Unterton unterstreicht das explizit voyeuristische Geschrei und bietet mitunter vermutlich allein nur masochistisch veranlagten Frauenhassern eine kreative Inspirationsgrundlage.
Dass es, neben all den haarsträubenden Frauenfolterszenen auch diverse Logiklücken gibt, überrascht dennoch ein wenig, gibt es in „Penance“ eigentlich kaum etwas, was man falsch machen könnte, da der Film ausschließlich allein von seinen explizit schroff inszenierten Szenen lebt.
Eine Tatsache, die eigentlich noch einmal das Nichtvorhandene Talent des Drehbuchautors und des Regisseurs wiederspielt.
Demnach fragt sich der aufmerksame Zuchauer, wer eigentlich in derart Situation, wie sie dem Film zugrunde liegt, es noch mental und psychisch schafft die Kamera dreist auf die Geschehnisse zu richten.
Selbst in Extremsituationen, in denen die Protagonisten um ihr Leben bangen müssen, scheinen sie zumindest noch annähernd die Kraft und vor allem die Zeit zu besitzen, das Geschehen mit der Kamera zu filmen. Im Film selbst, erklären die Überlebenden ihr unmerklich dummes Vorgehen damit, ausgiebig Filmmaterial sammeln zu müssen, um im Falle eines Entkommens beweisen zu können, was ihnen wohlmöglich zugestoßen ist.
Eine wirklich „gute“ Argumentation, wie ich finde. Für ein hübsches „Erinnerungsvideo“ nehmen die offensichtlich „suizidgefährdeten“ Opfer die ein oder andere Verstümmelung scheinbar gern in Kauf.
Mit „Penance“ hat der Nachwuchsregisseur Jake Kennedy ein überaus einfältiges Filmchen geschaffen, auf das die Welt nun wahrlich nicht gewartet hat.
Statt mit gut durchdachter und vor allem spannender Unterhaltung zu punkten, versucht Kennedy mit dreister Holzhammertaktik zu überzeugen.
Frauen werden am Fliesband gefoltert, gedemütigt und ermordet – die dargestellten Szenen scheinen zwar nie eindeutig blutig, eine gewisse Verrohung tritt dennoch im Verlauf der Handlung ein.
Nach Logik sucht man in „Penance-Sie zahlen für ihre Sünden“ vergeblich – Nach dem Sinn des Ganzen ebenfalls („Selbstkastration” des Ex-Predigers).
Fazit 2,5/10 Punkte
Ein Film, den sich filmbegeisterte Horrorfans ersichtlich sparen können.
Die Deutsche Fassung wurde verständlicher Weise um einige Sekunden erleichtert.
Hellraiser80
Filmreview: “Christopher Roth – Der Killer in Dir” (2010)

Um etwas Abstand vom immensen Erfolgsdruck zu gewinnen, zieht es den erfolgreichen Romanautor Christopher Roth zusammen mit seiner Frau in ein idyllisches italienisches Dörflein fernab von Stress und Hektik.
Doch von Erholung und Urlaub keine Spur.
Denn ein überaus fanatischer Serienkiller, nutzt die Gunst der Stunde um, inspiriert von Roth´s Romanen, unweit des Ferienwohnsitzes des verliebten Paares auf „Beutezug“ zu gehen.
Als der Schriftsteller wenige Tage nach der Publikation des ersten Mordes ein seltsames Kästchen mit einem, vom Serienkiller selbst verfassten Brief, auf dem Küchentisch vorfindet, ahnt er noch nicht, welch blutrünstigen Alptraum ihn erwarten wird.
Manchmal überrascht, oder verblüfft es Genrefans weltweit, wer da so alles auf dem Regiestuhl Platz nimmt.
„Christopher Roth“ – Regisseur Maxime Alexandre scheint auf den ersten Blick für den Filmfan recht unbedeutend.
Stöbert man aber genauer in seiner Vita so dürften vor allem Horrorfilmfans schnell hellhörig werden.
Maxime Alexandre hat sich bisher als Kameramann einen Namen gemacht und eindrucksvoll bewiesen, dass er sein Arbeitsutensil perfekt im Griff hat.
Die, von ihm gefilmte Werke wie „High Tension“ (2003), „The Hills have Eyes“ (2006) und „Crazies“ (2010) durften im Rahmen des Genres weltweit gehörige Erfolge verbuchen und scheinbar war es ihm wohlmöglich mit der Zeit und den diversen Lobeshymnen leid, immer nur als unbedeutendes Anhängsel im Atemzug mit Regisseur Alexandré Anja („High Tension“ (2003), „Hills have Eyes“ (2006), „Piranha 3D” (2010)) genannt zu werden, sodass er nun auch sein Können mit dem Thriller „Christopher Roth“ als ernstzunehmender Regisseur und Drehbuchautor unter Beweis stellen möchte.
Ein heikles Vorhaben, scheinen doch diverse Filmemacher mit derart beruflichen Veränderungen gescheitert. Im Falle von „Christopher Roth“, seinem zweiten cineastischen Beitrag als Regisseur, kann ich dennoch alle Skeptiker beruhigen.
Handwerklich hat er mit seinem Horrorthriller wahrlich saubere Arbeit bewiesen und sein Gespür für atmosphärisch dichte Kameraeinstellungen- und Fahrten unterstreichen seinen enorm talentiertes und virtuoses Geschick im Umgang mit der Kamera.
Dabei fällt schnell auf, dass gerade sein perfekt inszeniertes Hin- und Herhüpfen zwischen Gut und Böse von farblich geschickter Verspieltheit geprägt ist.
Immer dann, wenn der Killer rabiat zu Gange geht, werden Farben, Sound und Kulisse auf das Wesentliche reduziert – im Kontrast dazu erstrahlen die prägnanten Auftritte des titelgebenden Helden und das seiner Frau in kräftigen, sonnig-heiteren und stimmungsvollen Farben.
Aufgrund der Kombination von künstlerisch genau durchdachten Kamerafahrten im Einklang mit stimmungsvoll-kontrovers zusammengestrickten Farb- und Soundschnipseln und dem Einfügen überaus harter Gewalteinlagen dürfte Filmkenner schnell an die früheren Werke eines Dario Argento´s erinnert werden.
Die Intension ist scheinbar gar nicht mal an den Haaren herbeigezogen, erinnert „Christopher Roth“ unmerklich an diverse italienische Giallo-Schlitzerfilme der 60er und 70er Jahre.
Demnach sehr einprägsam, und stellvertretend als liebevolle Hommage an dieses Subgenre gesehen, die (fiktive) Szene, in der eine junge schwarzgekleidete Frau in einem steril-wirkenden weißen Bad steht und sich vor dem Badspiegel die Haare fönt. Unerwartet pirscht sich der unbekannte Killer an das ahnungslose Opfer von hinten heran und „schlachtet“ die ahnungsvolle Frau erbarmungslos nieder. Die Klassische Musik, welche das deprimierende Unterfangen unterstreicht in Kombination mit den erschreckend realistisch umgesetzten dunkelroten Flutfontänen und dem klinisch-sterilen weißen Farbton des Badezimmers machen diese Szene zu einem echten Augenschmaus für Filmkenner.
Dass Maxime Alexandre scheinbar ein Gespür für rohe und überaus sadistische Gewalteinlagen besitzt sei an dieser Stelle nicht von der Hand zu weisen, bedenkt man mit welchen, in der Horrorszene anerkannten, Filmregisseuren er bisher zusammengearbeitet hat.
Seine unerträglich grausamen und vor allem explizit gefeierten Gewaltspitzen deuten darauf hin, dass er im Laufe seiner bisherigen Arbeit als Kameramann (in diversen Horrorproduktionen) aufmerksam verfolgt hat, wie er Horrorfilmfreunde auf dem gesamten Erball bei Laune halten kann.
Sein „Christopher Roth“ dürfte vor allem bei den hiesigen Zensurbehörden auf gehörig Unverständnis stoßen und die Darstellung seiner Morde könnte auf „ungeübte“ Zuschauer überaus radikal wirken.
Demnach gehe ich davon aus, dass Alexandres Zweitwerk in deutschen Gefilden vom Vertrieb “Mr. Banker Film” , FSK-freundlich, “zurechtgestutzt” veröffentlicht wird.
Maxime Alexandre´s zweiter abendfüllender Ausflug auf dem Regiestuhl hat vollends funktioniert.
Zwar benötigt der Filme eine Weile bis er in Fahrt kommt und besitzt in der ersten Hälfte einige Leerläufer, legt aber in der zweiten Filmhälfte gehörig nach und kann mit einem überaus spannenden Finale und einer handvoll recht drastisch-gewählten Goreinlagen überzeugen.
Der aktuelle Horrorthriller „Christopher Roth“ spricht ein vorwiegend älteres, sowie erfahreneres Filmpublikum an und das ist auch gut so, denn von der breiten Masse an dummen Teenie-Horrorfilmen, sich endlos wiederholenden „Paranormal Activity“-Fortsetzungen und Plagiaten, sowie penetrant nervenden Hollywood-Remakeaufgüsse hebt sich dieser kleine überraschend sehenswerte Film sehr positiv ab.
Fazit 6,5/10 Punkte
„High Tension“ – Kameramann wandelt jetzt auf Drehbuch- und Regisseurpfaden.
Vorhaben geglückt – Bitte weiter so!
FSK-Prognose: leicht geschnitten mit FSK “Keine Jugendfreigabe” – Film selbst erscheint Mitte März 2012 in Deutschland auf DVD und Blu-ray Disc von “Mr. Banker Film”
Hellraiser80
Filmreview: “Jack the Reaper – Jahrmarkt des Grauens” (2011)
Ein Schulausflug der etwas anderen Art:
Um sich die nötige Mindestanzahl an Punkten zu verdienen, nehmen einige Schüler, an einem außerschulischen Exkurs in ein Eisenbahnmuseum teil.
Auf dem Rückweg verunglückt der Schulbus unglücklich mitten in der Pampa und die Schüler realisieren nach dem ersten Schock, dass sie scheinbar allein gelassen wurden.
Weit und breit ist weder der begleitende Lehrer noch der Busfahrer zu sehen und fernab des Busses entdecken die Jugendlichen einen vermeintlich belebten Jahrmarkt.
Nach anfänglicher Skepsis verlassen einige Schüler den Bus und erhoffen die rettende Hilfe auf dem Jahrmarkt.
Trotz bunter Lichterflut findet die missmutige Truppe weder Gäste noch Jahrmarktangestellte vor. Doch leider scheinen sie nicht so allein, wie anfänglich vermutet. Denn irgendetwas scheint die Schüler aus dem Dunkel der Nacht heraus zu beobachten.
Und da ist er wieder „Candyman“- Darsteller Tony Todd, der sich scheinbar den Posten des cineastischen Vermittlers zwischen Leben und Tod gesichert und vermutlich darin die Rolle seines Lebens gefunden hat.
Ebenso wie in diversen „Final Destination“ – Teilen warnt er auch in „Jack the Reaper“, getarnt als Museumsführer, vor dem bevorstehenden unschönen Ableben der ahnungslosen Protagonisten.
Natürlich scheinen, die extrem oberflächlich skizzierten Charaktere, nicht so wirklich den Sinn seiner weisen Worte zu verstehen, denn hätten sie neben „The Hills have Eyes“ (die „Scream“-reske Anspielung auf aktuelle Horrorfilme im Film ist unverkennbar) auch die „Final Destination“- Filmreihe gesichtet, würden sie wahrscheinlich bereits zu Beginn erahnen können, was ihnen im Laufe ihres Filmes bevorstehen wird.
Der geübte Filmfreund zumindest, dürfte schon nach 10 Minuten Filmlaufzeit wissen, was den skurril agierenden Pappnasen blühen dürfte.
Denn von der wahrlich vernünftigen Sorte, scheint keiner der zig Charaktere zu sein, denn ihr Handeln gestaltet sich, wie hätte es auch anders sein können, als ordentlich dumm und unvernünftig.
Demnach wird natürlich das gesamter Register genreüblicher Klischees abgehandelt und wohl bekömmlich, einfach verständlich, sowie splatter- und blutfrei auf TV-Soap-Niveau geblasen.
Vom fetten Widerling, der perdu aufgrund seiner Körperproportionen gemobbt wird, über den arroganten Football-Schönling, der alles und jeden flachlegt bis hin zum Quotenschwarzen, der ab und an sinnfreies Pseudomoral-Gefasel zum Besten trällert, dürften dem Film vermutlich jedes stereotype Klischee, der letzten 30 Jahre Horrorfilmgeschichte, zu Grunde liegen.
Dabei entpuppt sich das recht dürftig und oberflächlich ausgearbeitete Drehbuch als absolute Spaßbremse.
Denn sieht man einmal von der 10minütigen Filmeinleitung ab, die jeden Charakter oberflächlich skizziert und diverse Konflikte zwischen den Charakteren untereinander grob beschreibt, bleibt letztendlich eigentlich nur noch das kurze 10minütige Finale über, dass überhaupt wesentlich wichtig ist für Geschichte.
Dazwischen geschlagene 60 Minuten nervig sinnfreies Gequassel und Gepose der unzähligen Holzköpfe, die sich gehörig Zeit damit lassen, die diversen Attraktionen des Jahrmarktes zu erkunden. Ist zwar schön und gut, aber für den Filmfan unbrauchbar und quälend langweilig, zumal das munteres Treiben aufgrund chronischer Bluarmut nicht einmal auf dieser Ebene überzeugen kann.
Natürlich sei auch an dieser Stelle zu erwähnen, dass man die Logik des Handelns, der diversen Exkursteilnehmer nicht hinterfragen sollte. Anstatt in einer seltsamen Situation, wie sie dem Film zu Grunde liegt, misstrauisch beäugend alles zu hinterfragen, lassen die Jugendlichen erst einmal ordentlich die Sau heraus.
Gut nur, dass im Verlauf der Handlung titelgebender „Jack the Reaper“ zur außergerichtlichen Verurteilung lospilgert um den Schülern gehörig die Leviten zu lesen, denn derart nervige Kinder, wie in diesem Horrorfilm, müssen einfach bestraft werden.
Dabei dürfte der Killer „Jack“ der einzig nennenswerte Grund sein, warum man sich diesen unzureichend unterhaltsamen Film überhaupt anschauen sollte.
„Jacks“ Make-up Design gestaltet sich, mit seinen nichtvorhandenen Augäpfeln und dem diabolischen Grinsen, als recht sehenswert und „really creepy“.
Leider darf der Killer nur unzureichend in Erscheinung treten und seine „Bestrafen“ kommt bedauerlicherweise recht züchtig und vor allem nervend jugendfrei daher.
Etwaige Hintergründe über seine Person bleiben ungeklärt, wohlmöglich um zumindest noch halbwegs goutierbaren Horrorstoff für eine mögliche Fortsetzung zu besitzen.
Fazit 5/10
Durchschnittlicher Horrorfilm auf TV-Niveau, der zwar einen recht freakigen Filmkiller parat hält, aber aufgrund der absolut dummen Inszenierung und vor allem des enttäuschend geringen Blutzolls dem geübten Horrorfan, trotz „Tony Todd“ – Kurzauftritt, kaum zufriedenstellende Unterhaltung bieten dürfte.
FSK-Fassung ist mit FSK 16 ungeschnitten.
Es gibt noch eine DVD/Blu-ray, die eine „Keine Jugendfreigabe“ – Kennzeichnung besitzt. Dort bezieht sich die Freigabe vorwiegend auf das Bonusmaterial der Scheibe, nicht aber auf den Hauptfilm, denn der ist uncut frei FSK16.
Hellraiser80
Filmreview: “The Sleeper” (2011)
Die Alpha Gamma Theta Studentenvereinigung feiert die Aufnahme zwei neuer Mitglieder. Dumm nur, dass ein recht kranker Psychopath die Feierlichkeit mit seinen nervigen Telefonterror stört und eine Studentin, nach der nächsten lustlos um die Ecke meuchelt.
Was es nicht alles so gibt.
Ich bin immer wieder erstaunt mit welch eifrigen Enthusiasmus sich selbsternannte Filmfans und talentfreie Möchtegern-Regisseure an die Umsetzung von scheinbar eigens niedergekritzelten Drehbüchern wagen. Waren Amateurfilme, noch vor einigen Jahren leicht als selbige zu erkennen, ist die Technik heute schon sogar soweit vorangeschritten, dass selbst absolute Filmlaien mit ordentlichem HD Film-Equipment und grundlegenden Editierungskenntnissen zumindest optisch halbwegs hochwertige Filme basteln können. Kein Wunder, dass derzeit der Heimkinomarkt regelrecht von überaus minderwertigen Produktionen überflutet wird.
„The Sleeper“ scheint wohlmöglich auch derart „Fan-Ding“ zu sein. Und ganz ehrlich, ich hab mir diesen Quark leider nicht bis zur letzten Filmminute geben können.
Dabei scheinen die Filmmacher von „The Sleeper“ es ersichtlich einfach gehabt haben, ihren absolut sinnfreien Plot auf Zelluloid zu bannen.
Man nehme Daddys Urlaubs HD-Kamera, drehe mit ein paar angehenden Schauspielstudenten eine handvoll sinnfreier Mordszenen und füge sie letztendlich mit einer illegal erworbener Editierungssoftware aus dem Hause „Magix“ zusammen.
Um sich zumindest halbwegs in der Filmszene bekannt und vor allem beliebt zu machen, bewirbt man seinen miserabel heruntergekurbelten Dreck, als eine Hommage an den frühen Teenager-Slasherfilm der 80er Jahre, um den dreisten Diebstahl diverser Schlüsselszenen bekannter Slasherklassiker zu rechtfertigen.
Eigene Ideen besitzt „The Sleeper“ null – Kreative Umsetzung? Absolute Fehlanzeige!
Das Storygerippe erinnert unverkennbar an den Klassiker „House on Sorority Row“ (Gratis den gesamten Film hier sehen) und das Geschehen ist derart hanebüchen und trivial , dass einem schon nach der Sichtung von nur wenigen Filmminuten der Fremdscham ins Gesicht steht.
Der wahrlich „fesselnden“ Storyaufbau, dieses uninspirierenden Machwerks, gestaltet sich wie folgt:
Der Killer ruft im Haus der Studentenverbindung an, stöhnt etwas sinnfreies in das Telefon und holt sich wenige Filmminuten später das belästigte Opfer. Danach kurzer Smalltalk unter den Studenten und der Anrufer ruft erneut in der Verbindung an, belästigt das nächste Opfer und killt es wenige Minuten später. Nach 60 quälenden Filmminuten ruft der kichernde Psychopath immer noch im Wohnheim der Studenten an und ermordet daraufhin die nächste ahnungslose Studentin.
Da kann man als Filmfan letztendlich eigentlich recht froh sein, dass dem vermeintlichen Nachwuchsregisseur, nach einer geschlagenen Stunde die Opfer ausgehen, denn die Darstellung der Handlungsszenen wiederholen sich bis zum Erbrechen und gestalten sich als absolut spannungsfrei, dumm und einschläfernd.
Sogar so einschläfernd, dass ich bereits noch vor Filmende narkotisiert auf meinem Filmsessel vor mich dahingeschlummert bin.
Vermutlich war Regisseur Justin Russell dieser ungewollte Nebeneffekt bewusst, denn eine gewisse Zweideutigkeit seines Filmtitels lässt sich nicht von der Hand weisen.
Wie auch immer, „The Sleeper“ ist definitiv kein sehenswerter Film. Mich verwundert es warum man dreist Schlüsselszenen aus bekannten Slashermovies stibitzen muss und sich nicht einmal die Arbeit macht, diese dann zumindest denn aktuellen Sehgewohnheiten anzupassen und mit einigen eignen, kreativen und vor allem neuen Ideen auszubauen.
Gerade weil diverse Szenen recht plakativ kopiert wurden, und definitiv nicht mehr den heutigen Sehgewohnheiten entsprechen, macht sich bereits nach wenigen Filmminuten Langeweile breit.
Hommage hin oder her. Vermutlich hätte „The Sleeper“, neben all den hohlen Teenagerfilmen der 80er Jahre, in dieser Darstellungsform vor 20 Jahren bestens funktioniert. Die arg erheuchelte Oldschool-Umsetzung gestaltet sich leider, trotz aktueller Produktion, aus heutiger Sicht als unnatürlich angestaubt. Einzig einige recht nette und vor allem handgemachte Splatter-Effekte und das schon recht unfreiwillig komische Gewinsel und Gestöhne des Psychopathen haben, trotz aller Kritik, ihren ganz eigenen naiven Charme, dürften aber aufgrund der Fülle an dumm-nerviger „Handlungsszenen“, die bis zum Erbrechen wiederholt und ausgereizt werden, ersichtlich schnell an Bedeutung verlieren und kaum Beachtung finden.
Fazit 2,5/10
Ne, das war nix.
Wer sich ehrfürchtig vor den ganz großen Teenagerhorrorklassikern der 80er verbeugen möchte, sollte zumindest den Spagat zwischen Neuem und Alten finden.
„The Sleeper“ kopiert dreist diverse Filmszenen unzähliger Klassiker, fügt aber keinen eigenen Ideen dazu. Das ist nicht sehenswert, dass ist frech!
FSK Prognose: mit etwas Glück ungeschnitten – keine Jugendfreigabe. Deutschlandstart bisher noch unbekannt.
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Filmreview: “The Bunny Game” (2010)

In meinem bisherigen Leben habe ich ja schon genug, auf Zelluloid gebannten Dreck gesehen, aber ich bin immer wieder überrascht, welch dumme und völlig unnötige Filmideen aus den scheinbar kranken Hirnen diverser Möchtegern-Drehbuchschreiber entspringen.
Mit „The Bunny Game“ dürfte der Filmfan eine neue Dimension cineastischen Durchfalls erleben und es ist wirklich erstaunlich mit welch „pseudo“-kontroversen Filme ideenlose Nachwuchsregisseure um die Gunst und vor allem die hart verdiente Kohle gieriger Horrorfilmfans buhlen.
Das bei geistig-unterbelichteten Filmen, wie diesem, gut ausgetüftelte Marketingstrategien von Nöten sind um halbwegs kommerziellen Erfolg zu erzielen, dürfte jedem Filmfan nach Sichtung dieses Schundes klar werden.
Denn schenkt man diversen Filmforen Glauben, so schwanken diverse Gerüchte um diesen völlig überbewerteten Film. Der österreichische Publisher ILLUSIONS UNLTD. lies vor geraumer Zeit sogar verlauten, dass sich scheinbar kein deutschsprachiges Synchronstudio hat finden lassen, das „The Bunny Game“ ins deutsche übersetzen wollte.
Das aufgrund dieser arg überzogenen Gerüchte deutschsprachige Filmfreunde hellhörig und demnach unfreiwillig Teil dieser raffiniert ausgetüftelten Marketingkampagne werden mussten, dürfte jedem Filmfreund schnell klar werden, der sich letztendlich selbst ein Bild von „The Bunny Game“ gemacht hat.
Gerade einmal 10 Satzfetzen konnte ich zählen – eine Synchronisation demnach völlig fehl am Platz und vollkommen unnötig. Blut, Gewalt oder Splatter gibt es nicht. Keine Ahnung, warum ILLUSIONS UNLTD. seine Käufer derart auf der Nase herumtanzen muss, und derart haarsträubende Informationen in die Welt setzt.
Denn wer sich die 80 quälend langweiligen Minuten zu Gemüte geführt hat, dürfte krampfartig nach den Sinn und die Daseinsberechtigung von „The Bunny Game“ suchen.
Explizite Gewalt gibt es nämlich in diesem Film nicht, Story – absolute Fehlanzeige.
Der Filmfan erlebt das ultimative „Martyrium“ einer jungen Drogenabhängigen, die ihren Drogenkonsum mit Prostitution finanziert. Leider gerät sie in ihrem vollkommen verpeilten Leben letztendlich an den „ultimativen“ Kunden, der sie niederschlägt und 40 Minuten erniedrigt und demütigt. Leider hat das alles nicht einmal ansatzweise Sinn, schockiert null und gestaltet sich als unglaublich dumm und vor allem unerträglich langweilig.
Um dieses, auf Zwang in s/w-getrimmte Pseudo-Arthaus-Machwerk überhaupt halbwegs ertragen zu können, empfehle ich die Vorspultaste der Fernbedienung bereits nach Beginn einsatzbereit gen Player zu richten, denn „The Bunny Game“ schockiert leider nicht, sondern dürfte interessierte Filmfans für Müdigkeit lähmen.
Dabei beginnt der Film eigentlich recht vielversprechend. Der unweigerliche Verfall der perspektivlosen Hauptdarstellerin gestaltet sich als unerträglich deprimierend und hätte in dieser Form ersichtlich gut bis Filmende funktioniert. Leider führt „The Bunny Game“ diesen überaus erschreckend in Szene gesetzten Beginn nicht weiter fort und mutiert von einem ansprechenden Independent-Drama zur vollkommen lächerlich-peinlichen und vollkommen überzogenen Tour de Farce.
Der vermeintlich kranke Psychopath beginnt vor laufender Kamera sein hilfloses und scheinbar narkotisierendes Opfer in allen erdenklich möglichen Stellungen durch die Luft zu wirbeln und führt an der jungen Frau schamhaft-groteske „Trockenübungen“ durch, die in ihrer Darstellung weder schockieren wollen, als vielmehr fremdschämendes Gelächter beim Zuschauer verursachen.
Die Darstellung der Demütigungen des Opfers unterteilt sich in wenige Abschnitte, wobei der unbekannte Täter in der psychischen Misshandlung der jungen Frau von Abschnitt zu Abschnitt radikaler zu werden scheint, aber von körperlichen Misshandlungen (abgesehen von einem „Branding“) absieht.
Warum er aber nur in dieser Art und Weise vorgeht, bleibt ebenso unbeantwortet, wie unzählige Fakten über das Opfer selbst.
Leider geht einem das Geschehen, gerade aufgrund fehlender Antworten und mangels Identifikationsmöglichkeiten, bereits nach der Filmhälfte gehörig aufs Schwein.
Der Psychopath schreit seinem verwirrten Opfer minutiös ins Ohr und auch die vordergründig ruhige Kameraführung scheint vollkommen aus dem Ruder zu laufen und drängt den Zuschauer mit all seinen wirren Flashbacks und dem planlosen Soundgerassel an die Grenze zur Epilepsie.
Was uns Regisseur Adam Rehmeier mit seinem „The Bunny Game“ vorsetzt ist jenseits von Gut und Böse. Mit ernstzunehmender Kunst (egal in welcher Hinsicht) hat das Teil rein gar nix am Hut.
Wer hier Psychogewalt, ähnlich eines „Martyrs“erwatet, dürfte nach Sichtung dumm aus der Wäsche schauen.
Gorehounds, Splatterfreunde oder sensationsgeile Exploitation-Filmfreaks, die einen überaus harten und krassen Film erwarten werden ebenso gänzlich enttäuscht.
Reheimers überaus unklarer Thriller scheint einzig dafür gemacht, um die Kreativität potenzieller Hobbypsychopathen zu fördern. Ein Film, der zumindest für mich, keine Daseinsberechtigung besitzt.
Fazit 1/10 Punkten
Wer an „The Bunny Game“ Gefallen findet, sollte sich schnellst möglich an den Psychologen seines Vertrauens wenden. Unmöglich schlechter Film!
(Deutsche Fassung kommt demnächst ungeschnitten über ILLUSIONS UNLTD aus Österreich)
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Filmreview: “Born Bad” (2011)

Die minderjährige Brook zieht zusammen mit ihrem Vater, der neuen Frau des Vaters, sowie deren Sohn in ein hübsches Anwesen fernab der Stadt.
Leider hat es die Mutter mit der rebellierenden neuen Tochter gar nicht so leicht, wie anfänglich gedacht. Denn Brook gibt sich alles andere als handzahm mit ihrem neuen Vormund.
Kaum in das neuen Heim eingezogen, lernt Brook den attraktiven Denny kennen und verliebt sich Hals über Kopf in den leicht cholerischen Junggesellen.
Aber den Eltern ist der neue Freund der Tochter nicht wirklich geheuer, sodass sie beginnen Nachforschungen über den vermeintlich liebenswerten Burschen anzustellen. Ein fataler Fehler, denn als sie Denny aufgrund der Ergebnisse ihrer Recherche zu Rede stellen wollen, eskaliert die Situation und des Tochter´s neuer Freund beginnt sein wahres Wesen zu offenbaren.
Vorab gehört der deutsche Vertrieb dpt-entertainment, der für die Deutsche Vermarktung von „Born Bad“ verantwortlich ist, gehörig geohrfeigt.
Das Cover der hiesigen Heimkinoauswertung ist eine Zumutung und die deutsche Synchronisation sorgt mit ihrem billig-produzierten Amateurgequassel für unerträgliche Ohrenschmerzen. So manch dummer Billig-Porno wurde in Deutschland sorgfältiger und liebevoller übersetzt und vermarktet, als dieser aktueller Psychothriller, der gerade durch die hölzerne Laien-Synchronisation viel an, der ohnehin schon kaum vorhandenen Atmosphäre, einbüßt.
Und als wären genannte Mängel nicht allein schon Grund genug „Born Bad“ zu meiden, hat das „familienfreundliche“ Label dpt-entertainment natürlich auch gleich für wohlbekömmlichen Jugendschutz gesorgt. Fast alle (nichtvorhandenen) Gewaltszenen wurden in Kombination mit diversen Beschimpfungen zum Schutze der Jugend aus der Handlung geschnippelt.
Aber auch die wenigen Szenen, die im Kontext mit Drogen oder Alkohol stehen, wurden dank des labeleigenen und ersichtlich schnitterfahren dpt-„Cuttermeisters“ FSK-freundlich dem Film entraubt.
Dumm nur, dass die DVD/Blu-ray trotz diverser Kürzungen von der FSK dennoch keine Jugendfreigabe erhielt und mit einer „Keine Jugendfreigabe“ – Plakette abgestraft wurde. Die Frage nun: wer kauft letztendlich derart verstümmelten Film in derart Zustand, und das, obwohl der Film in seiner ungeschnittenen Originalfassung kaum explizit gefeiertem Gewaltterror bietet?
Dabei ist „Born Bad“ eigentlich gar nicht so dumm und schlecht, wie diverse (vorwiegend negative) Kritiken im Internet vorerst vermuten lassen.
„Born Bad“ ist einer dieser unwichtigen kleinen Filmchen, die man so nebenbei wahrnimmt, und die trotz des belanglosem Stelldichein und der arg durchwachsenen Umsetzung, dennoch wissen wie sie für zumindest 90 Minuten kurzweiliger Unterhaltung sorgen – nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Da es sich bei dieser Produktion um ein waschechtes amerikanisches „TV-Filmchen“ handelt sollte man dementsprechend auch keine bombastisch ausgetüftelten cineastischen Überraschungen erwarten. Der vermutlich günstig produzierte Psychothriller lässt an jeder Stelle im Film seine TV-Herkunft erahnen und die Dramaturgie läuft selten auf Daily Soap-Niveau hinaus.
Die Charaktere verhalten sich, gerade gegen Ende, merklich unlogisch und die Beweggründe des Psychopathen Denny bleiben größtenteils ungeklärt. Das ist eigentlich schade, da „Denny“-Darsteller Michael Welch den wirren Schizzo eigentlich recht gekonnt weiss in Szene zu setzen. Leider bietet sein recht talentiertes Schauspiel in dem, mit extremen Handlungsdefiziten überstreuten Drehbuch kaum tiefgründigen und vor allem ernstzunehmenden Interaktionsspielraum.
Was als echtes Psychopathen-Filmchen beginnt, das sehr an den Teenager-Thriller „Fear – wenn Liebe Angst macht“ mit Mark Wallberg in der Hauptrolle erinnert, mutiert gegen Filmmitte zu einer vollkommen unglaubhaften „Home Invasion Gurke“ a la „Kidnapped“.
Das klingt wohlmöglich für den Filmfan vorerst sehr vielversprechend, will jedoch in der Umsetzung aber irgendwie nicht so wirklich funktionieren.
Die pubertäre Brook nervt, aufgrund ihres vollkommen naiv-sinnfreien Handelns und ihren unerträglichen Diskussionen mit der Stiefmutter, bereits nach nur wenigen Filmminuten. Gegen Ende hin scheint es Regisseur und Drehbuchautor Jared Cohen dennoch versöhnlich mit ihr zu meinen.
Das unerfahrene Mädchen schreit, flennt und stolpert durch die Szenerie und serviert sich förmlich von Filmminute zu Filmminute als unfreiwilliges Opfer auf dem Serviertablett, schafft es aber, trotz ihres vertrottelten Handelns, irgendwie dennoch das Leben der eigenen Familie zu retten.
Nun denn, man sollte mit diesem kleinen Debütthriller nicht zu arg ins Gericht gehen.
Trotz der enormen Logikdefizite schafft es „Born Bad“ auf eine dennoch recht straffe und zügig erzählte Inszenierung und unterhält 90 Minuten.
Ein Film, den man nicht gesehen haben muss, der aber (zumindest in seiner ungeschnittenen Fassung) trotz bekannter Vorlagen („Fear“, „Stepfather, „Kidnapped“) und den diversen Filmfehler immerhin geradlinige und solide Genreunterhaltung bietet.
Fazit 5,5/10 Punkte
Durchschnittlicher TV-Thriller, dessen plakative und unlogische Zensur in der deutschen Fassung für allgemeines Unverständnis sorgen dürfte.
(FSK-Version: “Keine Jugendfreigabe” – erheblich geschnitten)
Hellraiser80
Filmreview: “Escapee – Nichts kann ihn stoppen” (2011)

Abby, eine sehr strebsame Studentin, nimmt an einem Spezialkurs der Uni teil.
Zusammen mit einigen anderen Studenten steht ein Ausflug zur örtlichen Psychiatrie auf dem Lehrplan.
Als ein besonders schwieriger Fall, der Mörder Harmon, in eine anderer Zelle verlegt werden soll, kommt es zu einem innigen Blickkontakt zwischen ihm und der unachtsamen Schülerin.
Eine schicksalhafte Begegnung, denn der unberechenbare Killer kann aus der Anstalt fliehen und macht sich fortan auf die Suche, um die unwissende “Abby” für sich ganz allein zu beanspruchen.
Hilfe, was ist denn hier passiert?
Was sich wie der zigste und wirklich unnötigste Abklatsch eines „Halloween – Die Nacht des Grauens“ liest, ist Slasher-Kost der wirklich dümmsten Sorte. Im Verlgeich zu „Escapee“ stellen die unzählig schlechten B-Slasher der 80er Jahre hochgeistreiche Filmkost dar.
Irgendwie will mir nicht in den Kopf, was Serienstar Dominic Purcell (Prison Break) dazu bewegt hat, in dieser unterbelichteten Filmgurke die Rolle eines absolut geistfreien Serienkillers zu übernehmen, dessen Handlungsstruktur für den Zuschauer rein gar nicht nachvollziehbar ist.
Ich hoffe doch schon, dass sich Purcell zumindest die ersten beiden Seiten, des maximal 10-seitigen Drehbuchs (mehr „Story“ gibt dieser Bullshit definitiv nicht her) durchgelesen hat, denn bereits nach Sichtung des Intros dürfte jedem Horrorfilmfan bereits klar sein, dass sich „Escapee“ nicht gerade förderlich in Purcells Filmografie lesen dürfte.
Dabei beginnt dieser Slasher eigentlich recht stimmig und vielversprechend. Auf technischer Ebene ist absolut nichts auszusetzen, denn rein optisch macht „Escapee“ wirklich einen hervorragenden und hochwertigen Eindruck.
Doch nach nur wenigen Filmminuten erreicht dieser Slasher bereits seinen jämmerlichen und eigentlichen Höhepunkt, sodass man sich die weitere Sichtung dieses cineastischen Meilensteins sparen dürfte.
Schon allein die Anfangsszene, in der der äußerst gefährliche Killer bei seiner Zellerverlegung an den Studenten vorbeigeführt wird und diese „nur“ aufgefordert werden sich mit dem Gesicht zu Wand zu drehen, damit „Harmon“ deren Gesicht nicht erkennen kann, ist so unfreiwillig doof und unlogisch (und vor allem realitätsnah), dass man vor lauter Fassungslosigkeit ins Couchkissen schreien mag.
Der Rest dieses uninspirierenden Machwerkes skizziert sich auch dementsprechend ähnlich, langweilig und vor allem unwichtig. Dabei fällt extrem ins Gewicht, dass im Verlauf der Handlung eigentlich nichts brauchbares oder eigenständiges passiert, was den Zuschauer überhaupt bei Stange halten dürfte.
„Escapee“ liefert weder Ahnhaltspunkte über die Beweggründe des Psychopathen, noch legt der Film Wert auf eine halbwegs vernünftige Spannungsstruktur.
Harmon metzelt sich vollkommen unglaubhaft und unkreativ durch das Szenarium, wobei sein Morden nicht gerade von Erfindungsreichtum geprägt ist.
Das Morden hält sich recht züchtig in seiner Zurschaustellung und bietet nicht einmal hierbei einen nennenswerten Schauwert für den Horrorfilmfan.
Was bleibt ist ein überaus schlechter Film, der trotz hanebüchenen Storytwist kurz vor Filmende, weder fesseln, noch überhaupt überzeugen kann und möchte.
Das verkrampfte „abhandeln“ gewisser Genrezutaten ist an jeder Stelle von „Escapee“ aufdringlich spürbar, machen den Film dadurch aber nicht sehenswerter. Regisseurneuling “Campion Murphy“ (Bitte, wer?) enttäuscht mit diesem lieb- und ideenlosen Erstlingswerk auf ganzer Linie. Eine Schande, wenn man bedenkt, dass er mit dem beliebten Serienstar Dominic Purcell eigentlich ein kräftiges Zugpferd an Bord hat und sich die technische Umsetzung eigentlich schon überdurchschnittlich professionell gestaltet. Immens viel Potenzial für einen eigentlichen Genrehitgaranten und trotzdem alles vermasselt.
Glanzleistung! Setzen, Sechs!
Fazit 3/10 Punkte
„Escapee“ ist wirklich so dumm, spannungsarm und hölzern, dass ich um eine dringende Beschlagnahmung dieses Horror-Slashers bitte.
(Deutsche FSK16er Fassung ist vollkommen ungeschnitten)
Hellraiser80
Filmreview: “A Horrible Way to Die” (2010)

Nachdem der Serienkiller Turrell in ein anderes Gefängnis verlagert werden soll, nutzt dieser die Gunst der Stunde und kann aus dem Gefängnistransporter fliehen.
Auf der Suche nach seiner Ex-Partnerin Sarah meuchelt er hin und wieder ahnungslose Passanten nieder, die ihm vor die Funzel springen um seine perverse Mordlust zu stillen.
Währenddessen sucht Sarah, die nicht weiß, dass sich der Ex auf der Flucht befindet, seelische und moralische Unterstützung in einer Alkohol-Selbsthilfegruppe und lernt den jungen Kevin kennen.
Beide kommen sich langsam näher. Doch der mordlüsterne Psychopath ist ihr dicht auf den Fersen.
Schwierig zu beschreiben was ich von diesem Film halte, denn viel nennenswertes gibt es von Adam Wingards aktueller Regiearbeit nicht zu berichten.
„A Horroble Way to die“ vergeudet fast ¾ seiner gesamten Laufzeit damit, den Zuschauer zu langweilen. Die Handlung „plätschert“ geradewegs uninteressant vor sich hin und bietet weder Momente des Mitfieberns, der Spannung oder des Mitleidens.
Dabei sieht der Zuschauer das, viel zu lang geratene, Geschehen aus 2 Perspektiven.
Zum einen aus der Sicht von Sarah, die aufgrund von Selbstzweifel, Angst und Vergangenheitsbewältigung zum Alkohol gegriffen hat und nun versucht davon loszukommen, indem sie sich ihren Kummer bei einer Alkohol-Selbsthilfegruppe von der Seele redet und sich krampfhaft und verstört an den jungen Kevin bindet, den sie ebenso dort kennenlernt, um Erlebtes zu vergessen und zu verarbeiten.
Zum zweiten aus der Sicht des Ex-Freundes und Psychopathen Turell, der erst aus einem Gefängnistransport entkommen kann und auf der Flucht vor der Polizei und der Suche nach Sarah über Leichen geht. Dabei passieren seine emotionsunterkühlten Morde vorwiegend im Off, sodass der Film ebenso an dieser Stelle kaum Schauwert zu bieten hat.
Nach gähnender dramaturgischer Leere und geschlagenen 70 Minuten später dreht „A Horrible Way to Die“ auf Vollgas und erwacht aus seinem „Tiefschlaf“. An dieser Stelle präsentiert uns der Thriller, oder besser das Drama, eine völlig überraschende Wendung und eine total unglaubwürdige Auflösung, die das Werk leider Gottes auch nicht wirklich besser macht.
Auch die handvoll lustiger Splatter- und Ekeleffekte, die ein wenig an aktuelle „Folter-Tortur“-Streifen erinnern, machen die Handlung nicht wirklich interessanter.
Richtig Hardcore dürfte „A Horrible Way to Die“ für all die werden, die schon mit der Kameraführung eines „Blair Witch Project“, oder „[Rec]“ ihre Probleme hatten.
Denn aufgrund einer scheinbar realitätsnahen und authentischen Erzählweise ist man immer hübsch schon nah dran an der extrem einschläfernden Handlung.
Dabei „darf“ der interessierte Filmfan Unmengen an verwackelten Kameraeinstellungen und unzählige Unschärfen „erleben“ und „ertragen“. Ganz ehrlich, mich hat das unentspannte Gewackle und Geholpere tierisch angenervt. Sehr empfindliche Gemüter dürften (diesmal nicht der Härte wegen) ,aufgrund beschriebener Kameraproblematik, sicher den ein oder anderen empfindlichen Reizmagen bekommen.
Was bleibt bei „A Horrible Way to die“ überhaupt positiv hervorzuheben?
Eigentlich fast nix. Nun gut, die Darstellung der Sarah ist schon recht ordentlich gespielt, entwickelt aber während der Handlung kaum emotionale Tiefe um auf Dauer überzeugen zu können. Dennoch steht ihr das Elend und das Leid, was sie scheinbar durch diverse Erlebnisse mit ihren psychopatischen Ex-Partner Turell ertragen musste, förmlich ins Gesicht geschrieben. trotzdem, das Werk bietet, neben Sarahs Charakterzeichnung und einem recht optisch hübschen Messer-Kill (Messer wird einem Opfer in den Unterkiefer gerammt und tritt im Rachenraum ersichtlich wieder nach außen) keine weiteren interessanten Höhepunkte und dürfte dem geneigten Horrofilmfan ungenügend unterhalten.
Filmliebhaber mit einem Hang zur Schlaflosigkeit sei an dieser Stelle „A Horrible Way to die“ wärmstens zu empfehlen. Ein gesunder und ausgiebiger Schlaf ist nach- oder während der Sichtung mit Sicherheit garantiert.
Fazit 4/ 10
Überaus uninteressantes Thriller-Drama, das bis auf das Ende null Schauwert bietet und gähnend langweilig und zäh vor sich dahinplätschert.
Hellraiser80
Filmreview: “Dear Mr. Gacy” (2010)

Grundlage für den Spielfilm „Dear Mr. Gacy“ bot der 1994 verfasste Roman „The Last Victim“ von Jason Moss, der in seiner monatelangen Korrespondenz mit dem Serienkiller Wayne Gacy diversen Notizen und Erfahrungen in den Roman einbaute und eine Art Persönlichkeitsstruktur des 33-fachen Mörders verfasste.
Demnach ist auch im Film der Student „Jason“ damit beschäftigt, ein treffsicheres Thema für seine Hausarbeit zu finden. Im Fall des Serienmörders „Gacy“ sieht er die perfekte Studienarbeit.
Unter der Verwendung von falschen Tatsachen und Gegebenheiten erlangt er rasch das Vertrauen von „Wayne Gacy“ und wird aber auch selbst schnell von den manipulierenden Spielchen des Serienkillers verunsichert und verändert. Schnell jedoch schon spürt Jason, dass sich die Grenzen zwischen Faszination, Zuneigung, Realität, Fiktion und Studienarbeit kaum noch erkennen lassen. Doch kann er sich aus diesem verhängnisvollen Kreislauf und der Faszination Gacy zugegen losreisen und seine Studienarbeit dennoch beenden?
Was kann der interessierten Filmfan von „Dear Mr.Gacy“ erwarten?
Schnellschuss oder Genreperle?
Vorab Entwarnung, „Dear Mr.Gacy“ ist mit Sicherheit kein unerträglicher und billig- runtergekurbelter Schnellschuss geworden.
Es ist schon ein Wunder, dass man aus dem bereits zigfach verfilmten Serienkiller Gacy-Stoff immer noch Potenzial für weitere frische Filme findet.
In diesem Fall ist es den Filmmachern wahrlich gelungen den Zuschauer trotz allen bereits bekannten Hintergrundinformationen, mittels makaberen Wendungen und perfiden Ideen, ca. 100 Minuten ordentlich bei Stange zu halten.
Dabei beginnt das Spiel zwischen Jason und Gacy zu Beginn des Filmes noch relativ unspektakulär, fährt aber von Filmminute zu Filmminute zu Hochform auf und gipfelt in einem schon recht fiesen „Abschluss-Fight“.
Kompliment gilt dabei dem beiden Darstellern, die perfekt in ihren Rollen aufblühen und ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit entwickeln.
William Forsythe als Wyne Gacy spielt dabei wirklich hübsch schon pervers, abartig und krank.
Wer von „Dear Mr. Gacy“ ein hohes Maß an detailgetreuem und vor allem grafischem Informationsgehalt über die Morde des Serienkillers erwartet dürfte unweigerlich enttäuscht werden.
In dieser filmischen Umsetzung geht es nicht um das bloße Ausschlachten und die zur Schaustellung diverser Morde, sondern im Mittelpunkt steht das Dialog-Duell zwischen den Protagonisten Jason und Gacy untereinander und Gacys Manipulationsversuche Jessis Vertrauen für seine perversen Zwecke zu beanspruchen.
Demnach wird in „Dear Mr. Gacy“ kaum Gore und Blut gezeigt und ist eher Psychothriller, als Horrorfilm (die FSK 18er Freigabe der Blu-ray/DVD ist schor recht hochgegriffen, FSK16 wäre angebrachter).
Schade ist es dennoch, dass man weniger vom Wesen Gacys erfährt und dass der Zuschauer kaum ausführlicheres Hintergrundwissen über sein Leben und Fakten und über die Beweggründe seines Mordens erfährt. Das wäre ganz sicher das Nonplusultra gewesen und hätte den Psychothriller aus der Vielzahl ähnlicher Produktion hervorgehoben.
Aber der interessierte Filmfan will mal nicht meckern.
Für einen spannenden und kurzweiligen Filmabend ist „Dear Mr. Gacy“ bestens geeignet.
Fazit: 6/10 Punkte
Ein Serienkillerfilm wie sicher viele andere auch, der aber eine völlig ungewöhnliche und frische Erzählstruktur besitzt und das Phänomen Serienkiller aus einer ganz anderen Sicht präsentiert. Hier steht nicht das Opfer und sein Leiden im Mittelpunkt, sondern die Manipulierungsfähigkeit eines Serienkillers.
Hellraiser80
Hilfe, schon wieder ein “Kinder des Zorns” – Sequel
1984 erschien zum ersten Mal mit “Children of the Corn” eine filmische Umsetzung einer, nur wenige Seiten umfassenden, Stephen King Kurzgeschichte.
Daraufhin folgten 6 überaus schlechte Sequels (mal abgesehen vom passablen 3.Teil) inklusive 2009 einem TV-Remake, das meiner Meinung nach schlimmer hätte nicht ausfallen können (peinlich: die Rolle des wahnsinnigen Kinderpredigers – absolut fehlbesetzt).
Nun, kurz vor einem offiziellem Remake fürs Kino entschied sich DIMENSION einen weiteren Direct-to-Bluray/DVD Streifen in die Heimkinos zu bringen.
Den Trailer zu “Children of the Corn – Genesis” (was für ein reisserischer Titel!) könnt ihr im Anhang begutachten.
Wann die nunmehr 9. Verfilmung in Deutschland starten soll ist bisher unbekannt.
Hellraiser80
Filmreview: “Scream 4″ (2011)

Vor 15 Jahren erschuf Regisseur Wes Craven den Auftakt einer Horrorreihe, die den eigentlich totgesagten Horrorfilm, wieder zu neuem Leben verhelfen sollte.
Sein Slasher „Scream“ reanimierte 1996 das „Teenager in Angst –Kino“ der späten 70er und der frühen 80er, welches mit „Halloween“, „Freitag der 13.“ und „Nightmare on Elm Street“ Mitte der 80er Jahre seinen Höhepunkt erreicht hatte.
Nachdem 1998 „Scream 2“ und im Jahr 2000 „Scream 3“ folgten, galt die Trilogie um die Hauptprotagonistin Sidney Prescott, welche sich in allen 3 Teilen gegen diverse Serienkiller in Ghostface – Kostümen zur Wehr setzte, als abgeschlossen.
Da im Verlauf der folgenden 10 Jahre das sogenannte „Remake“ – Syndrom Hollywood heimsuchte und nahtlos jede halbwegs berühmte „Horrorikone/serie“ der 70er und 80er Jahre neuverfilmt wurde, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch eine Neuverfilmung des beliebten „Scream – Franchise“ auf der Remakeliste Hollywoods stand.
Gott sei Dank verschonte man die Fans mit einem Neuverfilmung und entschied sich letztendlich gegen das „Scream“ – Remake und führte die Reihe mit einem Sequel fort.
Nach mehreren Jahren kehrt, die nun erwachsene Autorin Sidney Prescott (Neve Campbell) aufgrund einer Lesereise in das kleine Städtchen Woodsboro zurück.
Ihre damaligen traumatischen Erlebnisse hat sie erfolgreich in einem Roman verarbeitet.
Kaum in Woodsboro angekommen frischt sie wieder die Kontakte zu alten Bekannten auf und muss unerfreut und wortlos das Jubiläum der damaligen „Woodsboro – Morde“ hinnehmen.
Doch kaum an die vertraute Umgebung gewöhnt, beginnen die Morde von neuem.
Wieder hat es ein Killer im schwarzen Gewand und Geistermaske auf Sidneys Leben und das ihrer Freunde abgesehen.
Was erwartet uns vom nunmehr 4. Teil der Horrorserie „Scream“?
Sagen wir so, ein vertrautes Treffen alter Bekannter.
Schnell fühlt man sich im sympathischen und riesigen „Scream“ – Universum heimisch.
Ob Sidney (Neve Campbell), ob Reporterin Gale (Courteney Cox) oder Sheriff Dewey (David Arquette) – schön wieder bekannte, wenn auch merklich gealterte, Gesichter wieder zu sehen.
Schön auch, dass sich Regisseur Wes Craven und Drehbuchautor Kevin Williams nicht an den aktuellen Folter, Gore und Splatterstreifen der aktuellen Dekade bedienen. „Scream 4“ bleibt wahrlich schön schrullig oldschool, was vor allem damaligen „Scream“-Fans gefallen dürfte.
Egal ob Morde, Charakterzeichnung oder Erzählstruktur. Es gibt nichts was alteingesessenen Horrornerds nicht auch schon von damaligen „Scream“- Teilen her kennen.
Dennoch, das Einhalten von gewohnten „Scream“ -Strukturen und Mustern dürfte vor allem der nachgerückten Kinogeneration übel aufstoßen. Zu wenig Action, zu weniger Terror, zu wenig Blut und Gewalt, zu oft wiederholte Szenenabläufe (Ghostface im Schrank – springt hervor und sticht zu, Ghostface auf der Treppe – springt hervor und sticht zu, Ghostface vor dem Auto – springt hervor und sticht zu etc.pp). Ich glaube Kids von heute dürften Filme wie „Scream“ weniger beeindrucken, als uns Kids in den 90ern.
Vielleicht lag darin auch der Grund, warum „Scream 4“ nicht wirklich den Erfolg an den Kinokassen einspielte, den man letztendlich gern erwartet hätte. Ghostface und Co. wirken neben dem ganzen “Transformers”, “Avatars” und “Final Destinations” 3D-Schnick Schnack schon recht altbacken, was letztendlich nichts schlechtes bedeuten muss. Aber, ich für meinen Teil, bin der Meinung, das mit „Scream 4“ das Thema Sidney und Ghostface seinen Zenit erreicht hat und ausgereizt ist.
Zu oft hatte ich das Gefühl, alles schon einmal gesehen zu haben.
Hoffentlich belässt es Hollywood bei diesem abschließenden 4. Teil.
Bis auf das wirklich geniale Filmintro und die letztendliche Auflösung der Story am Ende konnte ich nichts wirklich frisches, neues entdecken. Vielleicht hat man sich im Laufe der Jahre von „Scream“ auch einfach nur satt gesehen.
Fazit 7/10 Punkte
Vertrautes Wiedersehen mit alten Bekannten, einem coolen Intro und einem genialen Finale.
Aber sich ständig wiederholenden Hetzjagden, die man bereits aus unzähligen „Slasher“ -Filmen her kennt und in den vorherigen 3 „Scream“ – Teilen bereits zu Genüge gesehen hat. Hoffentlich findet Sidney jetzt endlich ihren verdienten„Frieden“ – ich würde es ihr gönnen!
Hellraiser80





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