Filmreview: “Aftershock” (2012)
Aftershock
Story
Es hätte ein entspannter Urlaub im südamerikanischen Chile werden können. Weiber, Sex und Alkohol. Doch die muntere Sause entwickelt sich für den verzogenen Proll-Millionär Pollo (Nicolás Martinez) und seine Freunde Ariel (Ariel Levy) und Gringo (Eli Roth) rasch zum tödlichen Alptraum. Während des Besuches eines der angesagtesten Clubs Valparaisos lernen die drei Freunde nicht nur die amerikanischen Schwestern Monica (Andrea Osvárt) und Kylie (Lorenza Izzo) und deren Freundin (Natasha Yarovenko) kennen, sondern machen alsbald auch die bittere Bekanntschaft mit einer der unberechenbarsten Naturgewalten der Erde. Ein unerwarteter Tsunami verursacht ein fürchterliches Erbeben, das innerhalb von nur wenigen Sekunden die gesamte Küstenregion des Landes zerstört und tausende Menschen unter herabstürzenden Trümmerteilen vergräbt. Während die wenigen Überlebenden versuchen, sich in Sicherheit zu bringen, sehen sich die Freunde mit einer ganz anderen Bedrohung konfrontiert. Eine skrupellose Gruppe entflohener Häftlinge geistert durch die zerstörten Gassen des Ortes und sorgt für Angst und Schrecken …
Aftershock – Kritik
Wenn auf einem Filmplakat damit geworben wird, dass kein geringerer als Regisseur ELI ROTH (HOSTEL, HOSTEL 2) für die Realisierung von AFTERSHOCK verantwortlich zeichnet, dann dürften sich interessierte Horrorfans vermutlich gierig die Hände reiben und hoffen, dass der reißerisch angepriesene Horror-Thriller auch das hält, was der Name ELI ROTH bereits seit seinem Erstlingswerk CABIN FEVER verspricht: Zeigefreudiges und hart umgesetztes Gematsche. Für den kommenden Horrorschocker AFTERSHOCK hat es sich ROTH nicht nehmen lassen, als Co-Produzent zu fungieren und wie bereits in einigen seiner früheren Werke auch vor der Kamera zu agieren. Das Regiezepter überließ er hierbei seinem Kollegen NICOLÁS LÓPEZ, der bereits mit gerade einmal 21 Lenzen einen abendfüllenden Spielfilm inszeniert hat und nun mit AFTERSHOCK seinen ersten englischsprachigen Film präsentiert. Dass der chilenische Filmemacher jetzt mit gerade einmal 30 bereits allerhand Erfahrungen im Herunterkurbeln günstig produzierter Filmchen besitzt, bezeugt seine durchaus umfangreiche Vita. Wo Gleichaltrige gerade ihr Studium abgeschlossen haben und nun versuchen Gelerntes in die Tat umzusetzen, kann LÓPEZ bereits auf eine bewegte Karriere zurückblicken. Neben mehreren Auszeichnungen für Musikvideos, der Gründung einer Unterhaltungs-Webseite und einer stattlichen Anzahl mehr oder weniger gelungener Regiearbeiten, versucht er sich nun mit AFTERSHOCK auch auf dem internationalen Filmmarkt zu behaupten.
Gut, denkt sich der Filmfreund, mit ROTH als kompetentem und erfahrenem Partner an der Seite kann dieser Thriller nur ein potenzieller Hit-Kandidat werden. Denkste! Denn wer meint, mit AFTERSHOCK einen durchweg spannenden und klug inszenierten Survival-Trip serviert zu bekommen, der wird schnell eines Besseren belehrt. AFTERSHOCK ist eines dieser vollkommen naiven Filmchen, das sich einzig darin feiert, möglichst viele grausame Szenen aneinanderzureihen, um den nicht vorhandenen Sinngehalt der Geschehnisse zu verschleiern. Hier wird Wert auf reißerische Exploitation gelegt, wobei es den Film keinen Deut interessiert, die “richtigen” Schicksale und die panische Angst “tatsächlicher” Überlebenden zu protokollieren. Stattdessen begleitet der Zuschauer drei jämmerliche Loser, die nicht nur wie Versager handeln sondern auch danach ausschauen, bei ihrem unwichtigen Kampf ums nackte Überleben. Um die Tatsache zu unterstreichen, wie amerikanisch dieser Film doch ist, werden dem Trio drei sexy Bunnys zur Seite gestellt, die natürlich, wie hätte es auch anders sein können, ernsthaft sexuelles Interesse an den Schwachmaten hegen. Natürlich findet der vielversprechende Lusttrip durch ein unerwartetes Erbeben ein frühes Ende und die sechs Überlebenden sehen sich mit einer Schar flüchtender Häftlinge konfrontiert, die nichts anderes im Sinn haben, als die drei sexy Chicas zu verfolgen und sie möglichst schnell zu begatten (man hat ja sonst nichts anderes zu tun, wenn Menschen im Betonhagel zerquetscht werden). Mal im Ernst, wer Bitte schön hat sich eigentlich so einen Käse ausgedacht? Wäre der Film in der zweiten Filmhälfte nicht derart bierernst inszeniert, man hätte vermutlich noch irgendetwas Positives von AFTERSHOCK abgewinnen können. In Anbetracht der Umstände, dass LÓPEZ´ Beitrag auf tatsächliche Ereignisse zurückzuführen ist, hinterlässt die arg notdürftig zusammengezimmerte und grotesk in Splattrige abdriftende Handlung einen durchaus fragwürdigen Beigeschmack. Spätestens dann, wenn vor der Linse zermalmte Neugeborene gezeigt, Frauen vergewaltigt und Menschen bei lebendigen Leib verbrannt werden, dürfte die Grenze des guten Geschmacks erreicht sein. Überhaupt bleibt zwischen all den zerfetzten Leibern, effekthascherischen Schocksequenzen und sadistischen Tötungsszenen der Sinngehalt dieses Filmes weitestgehend unschlüssig. Die Frage, was uns NICOLÁS LÓPEZ mit seinem haarsträubenden Erdbeben-Horror eigentlich mitteilen wollte, bleibt vollkommen ungeklärt. Das eigentliche Thema vom Zusammenbruch jedweder Zivilisation kommt zwar anfänglich noch zum Tragen, wird aber im Verlauf der Handlung zugunsten perfider Ekelszenen vollkommen außer Acht gelassen. Stattdessen konzentriert sich LÓPEZ zu steif darauf, seine unzugänglichen Protagonisten schön deutlich und blutig über die Klinge springen zu lassen und den erwartungsfreudigen Gorehound so mit professionell gemachter Splatter-Effektkunst zu beglücken.
Mit einem ernstzunehmenden Katastrophenfilm hat AFTERSHOCK kaum etwas am Hut. Statt sich vornehmlich auf die Ausweglosigkeit der Protagonisten zu konzentrieren, driftet der Film ins Horrorlastige ab und verfängt sich in einem vollkommen hirnlosen Subplot, der sich einzig damit beschäftigt, die ohnehin unsympathischen Helden schön reißerisch zu meucheln. Die Rolle der Frau wurde in AFTERSHOCK einmal mehr auf das Nötigste reduziert. Die Protagonistinnen im Film bilden einzig Mittel zum Zweck, die vorwiegend männlichen Zuschauer zu belustigen, bzw. um als Besamungsziele für die triebgesteuerten Fieslinge des Films zu dienen. So bildet eine widerwärtige Vergewaltigung einer der Heldin in AFTERSHOCK das klägliche Schlusslicht des vollkommen zweckentfremdeten Erdbeben-Schockers. Bei derart moralisch fragwürdiger Darstellung der im Film gezeigten Grausamkeiten verwundert es kaum, dass die amerikanische MPAA mit AFTERSHOCK arg streng ins Gericht ging und die US-Kinoauswertung mit dem kommerziell vernichtenden Rating NC-17 abstrafte. Grund genug für den amerikanischen Verleih, das Trash-Werk für ein lukrativeres R-Rating herabzuschnippeln, und den Film überhaupt in den Kinos auswerten zu können. Ob die ungeschnittene Fassung AFTERSHOCK jedoch besser macht, mag bezweifelt werden. Denn mehr als ein spannungsarmer, anspruchsloser aber technisch durchaus souverän umgesetzter Horrorfilm ist AFTERSHOCK leider nicht geworden.
Aftershock – Fazit

Harter Erdbeben-Schocker, der nicht mit deftigen Splatter-Exzessen geizt. Inhaltlich darf man jedoch nicht wirklich viel erwarten. AFTERSHOCK ist primitive, uninspirierte und moralisch bedenkliche Horrorkost für Freunde des schlechten Geschmacks.
Aftershock – Zensur
Der Film ist ziemlich derbe was seine Gewaltszenen betrifft, wobei die Darstellungen der hier bebilderten Grausamkeiten moralisch derart fragwürdig in Erscheinung treten, dass der Film in seiner ungeschnittenen Fassung selbst in Amerika mit einem vernichtendem NC-17 abgestraft wurde. Demnach musste der Verleih die Schere ansetzen, um ein lukratives Rated R erhalten zu können. Hierzulande dürfte selbst die zerschnippelte R-Rated-Fassung so ihre Probleme bekommen. Eine Freigabe durch die FSK mit einer “keine Jugendfreigabe“-Kennzeichnung dürfte fraglich sein. Dennoch wäre zumindest für diese Filmfassung eine “SPIO/JK“-Freigabe realistisch.
Aftershock – Trailer
Marcel Demuth / Hellraiser80
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2012 (2009)
Filmreview: “Coffin Baby” (2013)
Coffin Baby
Story
Ein Killer geht um in Hollywood. Als eine Frau brutal ermordet in ihrem Apartment vorgefunden wird, beginnt ihre Schwester Samantha (Chauntal Lewis) bei den zuständigen Ermittlungen zu helfen. Dumm nur, dass sie alsbald selbst ins Visier des Killers gerät, kurz darauf entführt und in die Behausung des Psychopathen verschleppt wird. In eine Zelle eingepfercht, muss sie fortan dem unbarmherzigen Treiben der vermummten Gestalt beiwohnen, die darin Erfüllung findet, ahnungslose Bürger in das kuschelige Heim zu entführen, wo diese dann vor den Augen der verängstigten Frau kaltblütig gefoltert, zersägt und gekocht werden …
Coffin Baby – Kritik
Wir erinnern uns: als Hollywood vor über einem Jahrzehnt verhäuft damit begann, einschlägige Horror-Klassiker gewinnträchtig zu recyceln, spendierte Kult-Regisseur TOBE HOOPER (TEXAS CHAINSAW MASSACRE) auch dem Slasher-Klassiker THE TOOLBOX MURDERS eine vielversprechende Frischzellenkur. Nach Jahren vornehmlich erfolgloser Low-Budget-Produktionen erntete HOOPER mit seiner Neuauflage endlich wieder die Aufmerksamkeit, die ihm bereits in den 70/80ern zuteil wurde. Mit seinem souverän abgedrehten TOOLBOX MURDERS Remake gelang es ihm spielend, die Gunst der Genre-Fans wiederzugewinnen und mit seinem Reboot des 70er-Jahre Horrorschockers endlich wieder an die frühen Erfolge seiner Karriere anzuknüpfen.
Zehn Jahre sind seither ins Land gegangen; Zeit, den maskierten Killer ein weiteres Mal zur Tat schreiten zu lassen. Etwas mysteriös scheint die Realisierung des Projektes vorangegangen zu sein. Anfänglich noch TOOLBOX MURDERS 2 betitelt, trägt der Film nun den weniger bedeutsamen Titel COFFIN BABY. Als Filmfreund ahnt man bei derart rigoroser Umbenennung nichts wirklich Gutes und in der Tat, das Sequel entpuppt sich als absolute Vollkatastrophe, die es tatsächlich nicht einmal ansatzweise verdient, einen derart bekannten Titel tragen zu dürfen. Autor und Regisseur DEAN JONES hat mit der Quasi-Fortsetzung einen vollkommen wirren Film geschaffen, der zwar nach wie vor den bekannten Killer zum Thema, aber mit der eigentlichen Vorlage rein gar nichts mehr gemein hat.
JONES, bekannt geworden durch seine Make-up und Spezialeffekt-Künste in einschlägigen Genre-Produktionen (ebenso im Remake zu THE TOOLBOX MURDERS), präsentiert nun mit COFFIN BABY sein eigentliches Regie-Debüt, wobei die schwierige Entstehungsgeschichte des Werks leider zu offensichtlich ins Gewicht fällt und den Film dadurch einfach nur noch verworren erscheinen lässt. Viel zu oft kann sich der Zuschauer des Gefühls nicht erwehren, mehrere Autoren hätten abwechselnd versucht, des Drehbuchs Herr zu werden. Die Geschichte um den sagenumwobenen Hollywood-Killer wirkt unlogisch, unausgegoren und unstrukturiert. Die vielen Ideen der Drehbuchautoren durchzieht kein roter Faden, so dass JONES verzweifelt darum bemüht ist, die ohnehin nicht vorhandene Geschichte in einer losen Aneinanderreihung möglichst ekelhafter Goreszenarien zu ersäufen. Hierbei fließen derart viele Elemente aktuell so beliebter Horrorware in den Plot von COFFIN BABY, dass man nicht leugnen kann, bereits nach nur wenigen Minuten die Übersicht über die Geschehnisse verloren zu haben. Ob Slasher-, Folter oder Kannibalismus-Szenen; der moralisch fragwürdige Kontext des gesamten Szenarios dürfte auch hierzulande Grund genug sein, dem Film keine Freigabe zu erteilen.
Immerhin, und das muss man dem Film dennoch positiv anrechnen, schafft er es mit Leichtigkeit, die Gorehounds unter den Filmfreunden zufriedenzustellen. Hier werden menschliche Körper wie am Fließband zersägt, zerhackt und filetiert und ein wahrliche bluttriefendes Spezialeffekt-Feuerwerk abgebrannt, wie man es vermutlich schon lange nicht mehr in einem Horrorfilm erleben durfte. Sinn ergibt das natürlich alles rein gar nicht, wobei im Falle COFFIN BABY auch nicht wirklich ersichtlich ist, ob es sich denn hier nun um einen ernsthaften Horrorfilm oder eher eine rabenschwarze Komödie handeln soll. Gerade Opfer SAMANTHA durchlebt im Verlauf der Handlung nicht nur ihr ganz persönliches Martyrium; sie versucht auch ihren wirren Geisteszustand mit den dämlichsten Interaktionen zu unterstreichen. So wohnt sie nicht nur dem widerwärtigen Treiben des Killers mit Tüten von Popcorn bei; sie beginnt auch die unmöglichsten Dinge mit den Bergen von Leichenteilen in ihrer Zelle zu veranstalten. Manche dieser Szenen wirken derart überspitzt, das man meinen könnte, mit COFFIN BABY eine vollkommen überzogene Persiflage bekannter Folter-Schocker serviert zu bekommen. Trotzdem, bis auf die Unmengen an Ekelszenen besitzt COFFIN BABY keinen erkennbaren Mehrwert. Die Handlung bietet nichts, was man nicht schon unzählige Male in anderen Folterstreifen zu Genüge gesehen hätte. Das Motiv des Killers ist kaum zu erkennen, ganz geschweige das es plausibel nachwirken will. Die Entwicklung einer Art Stockholm-Syndrom beim Opfer wirkt lächerlich und der unbeholfene Geister-Subplot vollkommen fehl am Platz. Da kann man nur hoffen, dass Regieneuling DEAN JONES demnächst zu alter Größe zurückfindet und sich lieber wieder als kreativer Spezial-Effekte-Macher verdingt, statt auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen.
Bei COFFIN BABY handelt es sich um ein ganz schön übles Stück Zelluloid, das da demnächst deutsche Zuschauer beglücken möchte. In welcher Form dieser Film dabei über die heimischen Mattscheiben flimmern wird, dürfte vermutlich gänzlich außer Frage stehen. COFFIN BABY ist eines dieser Werke, das in ungeschnittener Form nie und nimmer seinen Weg nach Deutschland finden wird, wobei an dieser Stelle noch einmal die “harte” Arbeit der hiesige FSK erwähnt werden sollte, die den Fan regelmäßig vor allzu zeigefreudiger Splatterkunst bewahrt und wahrlich dummen Filmen wie COFFIN BABY die Freigabe verweigert. Lobenswert, denn im Falle von COFFIN BABY könnte die Arbeit der deutschen Zensurbehörde nach all der langen Zeit endlich einmal Sinn ergeben. Dieser Film ist eine wahrhafte Lachnummer und ergeht sich augenscheinlich nur im Abhandeln möglichst widerwärtiger Ekelexzesse und unmenschlicher Grausamkeiten, ohne dabei überhaupt eine gehaltvolle Geschichte zu erzählen. Immerhin dürfte COFFIN BABY als ansprechendes Bewerbungsvideo eines ambitionierten F/X-Künstler dienen, der mit Hilfe offensichtlich realistisch wirkender Gräueltaten versucht, die Karriereleiter ein klein wenig nach oben zu klettern. Dieser Versuch ist leider trotzdem gescheitert, da die Fortsetzung des TOOLBOX MURDERS Remakes leider vollkommen ungenießbar ist. Hier gilt einmal mehr die Devise: literweise Blut und Ekeleffekte machen noch lange keinen guten Horrorfilm. Außer dem möglichst graphischen Abschlachten hilfloser Menschen besitzt der Film leider keinen prägnanten Inhalt. Schade, dass ein so kultiges Franchise, wie das des TOOLBOX MURDERS, mit so einer unterbelichteten Fortsetzung derart in den Schmutz gezogen wird.
Coffin Baby – Fazit

COFFIN BABY überzeugt mit einem Body Count, der selbst im Genre seinesgleichen suchen dürfte. Das war’s dann leider aber auch schon! Ganz miese Fortsetzung!
Coffin Baby – Zensur
Der Film zelebriert regelrecht alle denkbar möglichen Gewaltexzesse. Da wird einem Opfer bei lebendigen Leib Fleischfetzen vom Körper gerissen und genüßlich verspeisst, es werden Augäpfel zerschlitzt und Menschen gefoltert. Derart zeigefreudig, dass COFFIN BABY in Deutschland nur stark zensiert erscheinen wird. Es würde uns nicht wundern, wenn der Film sogar auf dem Index landen würde.
Coffin Baby – Trailer
Marcel Demuth / Hellraiser80
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Chromeskull – Laid to Rest 2 (2011)
Filmreview: “Slasher House” (2012)
Slasher House
Story
Als sich die verwirrte RED in einer Zelle einer leerstehenden Irrenanstalt wiederfindet, scheint sie nicht nur die Orientierung verloren zu haben, sondern auch ihr Gedächtnis. Nachdem sich der Zellentrakt wie von Zauberhand öffnet und sie ihrem unbequemen Gefängnis entkommen kann, beginnt RED erste Erkundungen in dem seltsamen Gebäude anzustellen und trifft wenig später auf einige ominöse Kreaturen, die ihr offensichtlich nichts Gutes wollen. Auf ihrer Suche nach Erklärungen für die mysteriösen Gegebenheiten findet RED heraus, dass es sich bei den absurden Begegnungen um bekannte Serienkiller handelt, die nur ein Ziel kennen: Töten! Wird RED einen Ausweg aus dem verlassenen Hochsicherheitstrakt finden?
Slasher House – Kritik
Das moderne Zeitalter des digitalen Filmemachens macht möglich, dass sich vermutlich jeder Filmfan als nächster CARPENTER oder ARGENTO versuchen kann. HD-fähiges Equipment ist schnell besorgt und erschwinglicher denn je, so dass es in heutiger Zeit kein Hindernis mehr darstellen sollte, mit halbwegs versierten technischen Kenntnissen einen mehr oder weniger brauchbaren Film auf die Beine zu stellen. Aufgrund der Vielzahl ambitionierter, aber oftmals vollkommen talentfreier Hobbyregisseure kann man sich als Filmfreund vor unzähligen Micro-Budget-Produktionen kaum noch retten, wobei besonders dem Found Footage-Genre die meisten dieser unglaublich miesen Null Budget-Verfilmungen zuzuordnen sind. Blickt man einmal auf den amerikanischen Filmmarkt, scheint sich das Herunterkurbeln selbsterdachter Nonsens-Werke zu einer regelrechten Plage entwickelt zu haben. Dort ist das Drehen digitalen Filmschunds schon fast zum Volkssport geworden. Ganz zum Leidwesen des Filmfreundes, dem es kaum noch gelingt, die Spreu vom Weizen zu trennen.
Der kostengünstig produzierte SLASHER HOUSE ist auch einer dieser erschreckend günstig gewerkelten Filmbeiträge, von dem man vermutlich auch nichts wirklich Sinnvolles erwartet – zu Unrecht! Auch wenn das knapp bemessene Produktionsbudget von gerade einmal 5000 Britischen Pfund auf einen hanebüchenen Amateurfilm schließen lässt, wird der Filmfreund flink eines besseren belehrt. Zwar erweist sich das fehlende Kapital hin und wieder als durchaus dumme Spaßbremse, lässt aber MJ DIXONS Debütwerk gerade aufgrund seiner diversen Mankos und Fehler im Film unglaublich sympathisch erscheinen. Zum einen überrascht, mit welch einfachen Mitteln es DIXON schafft, ein erstaunlich stimmiges Setting zu kreieren. Schrille, grüne Farbfilter zaubern aus dem vermeintlich sterilen Gebäudekomplex im Handumdrehen eine ziemlich befremdliche Kulisse, zu welcher Protagonistin RED (Lady Gaga lässt grüßen) mit ihrer purpurroten Perücke, dem feuerroten Kleid und dem etwas zu dick aufgetragenen, ebenfalls roten Lippenstift einen hervorragenden Kontrast bildet. Parallelen zur surrealen Farbenpracht eines Dario Argento (SUSPIRIA) sind hier nicht von der Hand zu weisen. Überhaupt gibt sich Regisseur MJ DIXON nicht zimperlich mit Verweisen auf bekannte Genre-Werke, wobei selbst dem eifrigsten Filmfreund nicht unbemerkt bleiben dürfte, dass der Score etwas arg an Mike Oldfields bedrohliches Glöckchenspiel aus dem Kultfilm DER EXORZIST erinnert.
Nachdem RED (ELENOR JAMES) die Lage erkundet hat und auf seltsame Zeitgenossen stößt, die ihr ständig nach dem Leben trachten wollen, gewinnt auch SLASHER HOUSE erstaunlich an Fahrt und offenbart seine eigentliche Intention. Die liegt eben darin, die Titelheldin gegen gemeine Oberschurken kämpfen zu lassen und diese so sadistisch wie möglich in den Filmhimmel zu meucheln. Hierbei werden in regelmäßigen Abständen weitere Zellen geöffnet, aus denen stark psychotische Persönlichkeiten kriechen, die den Film gerade für Freunde etwas handfesterer Unterhaltung interessant machen dürften. In bester Mortal Kombat-Manier werden die grotesken Kreaturen zur Strecke gebracht, wobei das Agieren der Killer derart überzogen dargestellt wird, dass SLASHER HOUSE fast schon wie ein absurder Comic für Erwachsene wirkt. Hinzu kommt, dass sich die Farbgebung der Kulisse mit jedem Erscheinen eines neuen Killers befremdlich verändert, so dass es schon etwas ärgerlich ist feststellen zu müssen, dass dem erfrischend andersartigen Splatter-Fest aufgrund des beschränkten Kapitals doch hin und wieder die Puste ausgeht. Immerhin, und das muss man MJ DIXON lobend anrechnen, hat er es trotz dieses beschränkten Budgets geschafft, das Maximum aus seinem Film herauszuholen. Man will sich gar nicht vorstellen, welch grandioses Schlachtfest aus SLASHER HOUSE geworden wäre, hätte dem Film das doppelte an Mitteln zu Verfügung gestanden. So darf man nur hoffen, dass der ambitionierte SLASHER HOUSE hoffentlich die Beachtung erhält, die er verdient hat und man Regisseur MJ DIXON bei seinen zukünftigen Werken den Freiraum einräumt, den er offensichtlich benötigt, um frisch unterhaltsame Kröselkost auf Zelluloid bannen zu können.
Mit SLASHER HOUSE ist Filmneuling MJ DIXON ein wunderbar kleiner Indie-Slasher gelungen, den sich Filmfreunde schon einmal vormerken sollten, die ein Faible für vollkommen durchgeknallte Horrorkost hegen. Zwar hat der Film gerade zu Beginn erheblich unter seinem eher zweckmäßig zusammengeklöppelten Drehbuch zu leiden, das so rein gar nicht in Fahrt kommen möchte. Hat man jedoch erst einmal die erste Durststrecke überwunden, erfreut mit welch überraschend kurzweiligem Nonsens der Film doch zu überzeugen weiß. Heldin RED, die mit Sicherheit ein wenig mit ihrem penetranten Overacting zu kämpfen hat, darf gegen einige gemeingefährliche Serienmörder fighten, deren Erscheinen den nach Blut lechzenden Genre-Fan durchaus entzücken dürfte. Zu einem nicht wirklich freundlich gesinnten Killerclown, gesellen sich ein zorniger Wrestler, der ohne Maske ziemlich dumm aus der Wäsche schaut sowie ein unberechenbarer Redneck, der überraschend taff in die Schranken gewiesen wird. Trotz minimalen Budgets, ist das hier Gebotene durchweg unterhaltsam, und lässt den bitteren Beigeschmack einer digital gedrehten Amateurproduktion rasch vergessen. Man darf gespannt sein, was Debütant MJ DIXON demnächst noch alles auf die Beine stellen wird. SLASHER HOUSE zumindest, ist nicht weit vom Splatter-Kultfilm entfernt! Lasst die Spiele beginnen …
Slasher House – Fazit

Mit SLASHER HOUSE präsentiert uns Regie-Newcomer MJ DIXON einen überraschend gelungenen Einstieg ins Genre. Für Liebhaber derber Horrorunterhaltung ein absolut unterhaltsames Splatterfest. Man darf gespannt sein, was DIXON demnächst aus dem Ärmel schütteln wird.
Slasher House – Zensur
Einige Szenen im Film haben es erstaunlich in sich, wobei einige Folterspielchen gerade Fans dieser Filmgattung durchaus munden dürften. Ansonsten bekommt der Filmfreund hier gelungene Slasher-Kost geboten, die mit einigen Kröseleffekten garniert wurde. Zwar wirkt das hier Gebotene trotz Low Budget-Status durchweg professionell, die Szenen sind jedoch so schnell montiert, dass sich der Härtegrad dennoch in Grenzen hält. Demzufolge darf man von SLASHER HOUSE eine ungeschnittene “Keine Jugendfreigabe”-Einstufung erwarten.
Slasher House – Trailer
Marcel Demuth / Hellraiser80
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Filmreview: “Mimesis” (2011)
Mimesis
Story
Auf einer Horror-Convention treffen die beiden Film-Nerds Russell (TAYLOR PIEDMONTE) und Duane (ALLEN MALDONADO) auf die geheimnisvolle Judith (LAUREN MAE SHAFER), die die beiden kurzum zu einer geheimen Aftershow-Party fernab der Großstadt lädt. Kaum dort angekommen fließt der Alkohol reichlich. Die Anwesenden geben sich derart trinkfreudig, dass sie nicht bemerken, dass irgendjemand die Getränke mit Drogen angereichert haben muss, sodass die Gäste wenig später bewusstlos werden und am nächsten Morgen seltsam uniformiert aus dem Tiefschlaf erwachen. Schnell stellen sie fest, dass sie scheinbar die Rollen aus dem berüchtigten Zombiefilms NIGHT OF THE LIVING DEAD angenommen haben und sich nun gegen eine Horde blutgieriger Zombies zur Wehr setzen müssen …
Mimesis – Kritik
Wenn im Vorspann eines Horrorfilms, das Logo des in Genre-Kreisen geschätzten Publishers ANCHOR BAY eingeblendet wird, dann wissen Freunde der etwas härteren Filmgattung, dass es sich bei den nun folgenden Beitrag zwangsläufig um ein Filmchen handeln muss, dass sich positiv von der breiten Masse an gängiger Filmkost abheben muss. Der weltweite Genre-Experte ANCHOR BAY, bekannt geworden durch Glanz-Veröffentlichungen bekannter Horrorwerke und Serien auf DVD/Blu-ray, mischt seit geraumer Zeit jedoch auch den internationalen Kino- und Filmmarkt gehörig auf und spendiert unter dem Banner ANCHOR BAY FILM vor allem vielversprechenden, unabhängigen Werken einen erfolgsversprechenden Kino-Release.
Auch der Indie-Horrorfilm MIMESIS ist einer jener Kandidaten, der Dank des amerikanischen Filmverleihers in die Gunst eines US-Kinorelease kommen konnte und beweist, dass man auch mit wenig Budget einen ziemlich erfrischenden Grusel-Beitrag zaubern kann, insofern man sich die Arbeit macht und versucht, allseits bekannte Gruselzutaten mit allerhand innovativen Ideen zu würzen. Gerade einmal 500 000 US-Dollar soll das Ding gekostet haben; ein erschreckend geringes Budget, wenn man bedenkt, dass manch herzlose Mainstream-Produktion bei weitem mehr gekostet hat und nicht einmal annähernd die Raffinesse und Frische eines MIMESIS erreicht. Zwar hat MIMESIS erstaunlich wenig gekostet, dem Film sieht man die minimalen Produktionskosten jedoch zu keiner Minute an. Der Film schaut hochwertig und ambitioniert aus, äußert sich spannend und ist durchweg unterhaltsam. Zwar ist die Handlung nicht von Stereotypen und Klischees befreit, die wenigen Protagonisten und deren Interaktionen wirken jedoch nur selten nervend und aufdringlich.
DOUGLAS SCHULZE´s Zombie-Flick-Flack ist derbes Horrorkino der Spitzenklasse. Ein Film, den man gesehen hat und der aufgrund seiner Andersartigkeit in Erinnerung haften bleiben dürfte. Hier werden verschiedene Sub-Genres intelligent miteinander verknüpft, sodass sich MIMESIS mit alle seinen Wendungen und Twists wohlwollend von der breiten Masse an dummer Horrorkost abzuheben versteht. SCHULZE versteht es virtuos mit der Erwartungshaltung des Zuschauers zu jonglieren. Anfänglich lässt sich die Szenen-Abfolge noch erahnen. Spätestens ab Filmmitte ist jedoch nichts mehr so wie es scheint. Was sich zu Beginn noch wie eine schlechte Kopie des legendären NIGHT OF THE LIVING DEAD äußert, verwandelt sich im Verlauf der Geschichte zu einer ziemlich beachtlichen Killer-Hatz, die mit allerhand gemeinen Krösel-Effekten aufwartet, sodass hier auch das Splatter-Herz vollends zufriedengestellt wird. Es wäre vermutlich jedem Zuschauer unfair zugegen, mehr Details über die erstaunlich clevere Handlung zu offenbaren, zumal MIMESIS (im übrigen zu Deutsch: “Nachahmung”) gerade aufgrund der interessanten Wendung zu gefallen weiß. SCHULZE, scheinbar darauf spezialisiert an günstiger Horrorkost zu werkeln, schafft es trotz finanziellen Barrieren einen erstaunlich temporeichen Horrorfilm zu kreieren, der in seiner Gesamtheit so stimmig funktioniert, dass man als Zuschauer regelrecht erstaunt ist, wie kurzweilig der Gruseltrip doch funktioniert und wie abrupt der Abspann über den Fernsehbildschirm flimmert. Die bedrohliche und durchaus düstere Atmosphäre unterstreicht den bitterbösen Unterton des Filmes und bietet den optimalen Vergleich, wie man sich als Filmfreund gern die erste RESIDENT EVIL Real-Verfilmung gewünscht hätte. Besonderes Augenmerk gilt den stilistischen Mitteln, die SCHULZE hin und wieder erstaunlich selbstsicher in die Geschichte streut. Diese wirken zwar durchaus gewöhnungsbedürftig, fügen sich aber hervorragend in die Handlung ein. Hierbei sei die kurzerhand beschleunigte und abrupt verlangsamte Bildabfolge genannt, die ihren eigenen, gänzlich unverbrauchten Charme versprüht und den Film aufzuwerten versteht. Zudem glänzt das alptraumhafte Rollenspiel mit einigen skurril platzierten Kameraschwenks- und fahrten, die hin und wieder einen comiclastigen Unterton vermitteln und die vermeintlich ernste Thematik aufzulockern versuchen.
Der Kultfilm NIGHT OF THE LIVING DEAD ist vermutlich eines jener einflussreichen Werke der Filmgeschichte, das es auch 45 Jahre nach seiner Entstehung schafft, für viele Nachwuchsregisseure als Inspirationsgrundlage zu dienen. Auch Regisseur DOUGLAS SCHULZE konnte es sich mit seinem MIMESIS nicht verkneifen, jenen Klassiker mit diversen Zitaten zu huldigen und sich vor Großmeister GEORGE A. ROMERO ehrfürchtig zu verbeugen. Zwar wirkt MEMISIS anfänglich wie eine etwas seltsam anmutende Neuverfilmung des ROMERO´schen Klassiker; MEMESIS geht aber ab Filmmitte gänzlich eigene Wege und entlädt sich in einem überraschenden Storytwist, der mit einigen wirklich bösen Gemeinheiten zu fesseln vermag. Auch wenn beide Film eigentlich am Ende vollkommen unterschiedlich scheinen, etwas haben sie gemeinsam: beide Filme versuchen sozialkritisch zu sein. Während ROMERO in seinem Frühwerk seine Unzufriedenheit über die Diskriminierung der Schwarzen in den Südstaaten kundtut, ist es SCHULZE, der einmal mehr Kritik an der Gesellschaft ausübt und einmal mehr versucht zu klären, dass das aggressive Verhalten von gewalttätigen Menschen nicht durch den Konsum von Horrorfilmen und Ballerspielen zu rechtfertigen ist!
Mimesis – Fazit

Clever, böse und erfrischend anders – Kleiner, interessanter Indie-Schocker für Fans des düsteren Genres. Teil 2 ist übrigens in Arbeit!
Mimesis – Zensur
Zwar gibt es hier keine Hardcore-Ekelszenen zu bewundern, der Blutzoll ist dennoch erstaunlich ausreichend (und handmade!), dass der Film in Deutschland in seiner ungeschnittenen Form eine “Keine Jugendfreigabe“-Kennzeichung erhalten wird!
Mimesis – Trailer
Marcel Demuth / Hellraiser80
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Night of the Living Dead (1968)
Die Rückkehr der Untoten (1990)
Scream – Schrei!(1996)
Filmreview: “Comedown” (2012)
Comedown
Story
Sechs Freunde aus einem Londoner Problemviertel wollen sich ein paar Pfund dazu verdienen. Ihre Aufgabe besteht darin, eine Sender-Antenne für einen geheimen Piratensender im obersten Stockwerk eines verlassenen Hochhauses anzubringen. Keine unüberwindbare Herausforderung für die taffen Ghetto-Kids, handelt es sich doch um ein Gebäude, was ihnen durchaus vertraut ist und in dem sie als Kinder gelebt hatten. Lloyd (Jacob Anderson), gerade frisch verliebt, scheint den Auftrag nur zögernd annehmen zu wollen. Verständlich, wurde er soeben aus dem Gefängnis entlassen und möchte mit Freundin Jemma (Sophie Stuckey) einen neuen Lebensabschnitt bestreiten. Doch die Freunde können ihn überreden und so machen sich die Teens an die Arbeit, das verlassene Gebäude zu erkunden. Anfänglich guter Dinge, bemerken sie alsbald, dass in irgendeinem der Stockwerke ein mysteriöser Killer haust, der so rein gar nicht erfreut über den unangemeldeten Besuch ist! …
Comedown – Kritik
Kids, Bedrohung, Ghetto und Horror? So gänzlich unbekannt scheint derart Kombination dem Horrorfan nicht zu sein, denn bereits im Jahre 2011 haben übermütige, sozial benachteiligte Teenager im Thriller ATTACK THE BLOCK versucht, gegen eine Bedrohung aus dem All anzukämpfen – natürlich mit Erfolg. Der erheiternde Mix aus Comedy und Sci-Fi-Horror avancierte rasch zum Publikumsliebling des 26. Fantasy Filmfest´s und stieß bei hiesigen Horrorfilms auf allgemeine Zustimmung. Der nun vorliegende COMEDOWN thematisiert einen ähnlichen kontroversen Brennpunkt und verfrachtet eine handvoll Ghetto-Kids in einen leerstehenden Wohnblock, in dem sie alsbald auf einen irren Psychopathen stoßen, der sich in seiner kuscheligen Behausung ersichtlich gestört in seiner Ruhe fühlt. Anders als im benannten ATTACK THE BLOCK gestaltet sich die hier zugrundeliegende Geschichte, weniger komödiantisch und schlägt durchweg ernstere und vor allem düstere Töne an. Zu lachen haben die hier unwissenden Teenager leider nichts, denn nachdem sie das leerstehende Gemäuer erkundet und sich dem Drogenrausch hingegeben haben, sehen sie sich mit einem reichlich gestörten Unbekannten konfrontiert, dessen Intentionen jedoch erst am Ende des Films gelüftet werden. Regisseur MENHAJ HUDA mag vermutlich eine Leidenschaft für Filme im Ghetto-Milieu zu pflegen, denn bereits seine beiden zuvor abgedrehten Filme ADULTHOOD und KIDULTHOOD bebilderten ein ähnliches, soziales Umfeld, nur mit dem Unterschied, dass es sich bei seinen Vorwerken um keine Horrorfilme handelt, sondern um eher diskussionswürdige Dramen.
COMEDOWN ist ein waschechter und vor allem kompromissloser Slasher, wie man ihn aktuell leider zu oft zu Gesicht bekommt. Es gibt unterbelichtete Kids, die sich einmal mehr, weder um Logik scheren und stattdessen die unglaublichsten Dinge veranstalten, um sich letztendlich doch im Netz des Killers zu verfangen, der sie wiederum für ihre unduldbare Dummheit über die Klinge springen lässt. Warum Drehbuchschreiber nicht endlich einmal damit beginnen, ihren ohnehin gesichtslosen Protagonisten halbwegs anständig Gribs in die Birne zu pflanzen, verstehe wer will. Warum muss ein Slasher im Jahre 2013 stattdessen immer wieder von den gleichen Klischees zerren, die man bereits seit Bestehen dieses Sub-Genres bis zum Erbrechen ausgereizt und unzählbar wiederholt hat? Warum können die Opfer in diesen Filme nicht halbwegs vernünftig agieren und warum dürfen die Charaktere nicht auch einmal damit beginnen logisch zu denken, bevor sie unfreiwillig komisch entscheiden? Immerhin sorgt Regisseur MENHAJ HUDA für ansprechendes Ambiente, dass es zumindest trefflich versteht, den durchaus bösen Gegebenheiten entsprechend bedrohliche Atmosphäre einzuhauchen. Düster ist es in COMEDOWN allemal. So düster, dass der Zuschauer oftmals rein gar nicht erkennen kann, was die Kids und der sagenumwobene Killer da eigentlich auf der heimischen Mattscheibe veranstalten.
Das muss er eigentlich auch gar nicht, reduzieren sich die Geschehnisse einzig und allein auf lautes Schreien, hektisches Davonlaufen, ergebnisloses Suchen und bedeutungsloses Winseln – ganz so, wie es eben in einem 08/15-Teenie-Slasher seit jeher gehandhabt wird.
Trotzdem; im Unterschied zu den typischen Vertretern aus Übersee lässt sich in COMEDOWN, trotz aller stereotypischen Verhaltensmustern und allseits bekannter Szenen-Abfolgen, zumindest hin und wieder so etwas wie Spannung und Stimmung verzeichnen. Spätestens dann, wenn sich die Teens mit dem Killer konfrontiert sehen und versuchen müssen ihrem Tod zu entkommen, präsentiert der austauschbare Slasher seine wahren Stärken. Und die sind eben im halbwegs sadistischen Abhandeln der obligatorischen Greulszenen zu suchen. Ja, die perfiden und sadistischen Todesarten in COMEDOWN haben es in sich. Vermutlich punkten sie mit einer derart schonungslosen Zeigefreudigkeit, dass hier natürlich die hiesige FSK keinen wirklichen Spaß verstehen dürfte. Wie in Filmen dieser Art typisch, greift der Killer auf ein umfangreiches Arsenal an allerlei Folterwerkzeug zurück, um die Kids möglichst kreativ ins Jenseits meucheln zu können. Allen voran, sei eine formschöne Nagelpistole genannt, deren Einsatz sich womöglich aktuell in vielen Filmen der letzten Dekaden großer Beliebtheit erfreut hat. Dennoch machen ja bekanntlich viele bösartige Hinrichtungen, noch lange keinen wirklich sehenswerten Film aus. Auch wenn einige der Schock-Effekte im Film allzu zartbesaitete Filmzuschauer deftig zusammenzucken lassen dürften, lässt sich dennoch nicht leugnen, dass COMEDOWN ein Horrorfilm unter vielen ist, der mit seinen unsympathischen Figuren und der unüberschaubaren Fülle an Déjà-vu-Momenten es zu keinem Moment schafft, dem gebeutelten Slasher ansatzweise frischen Wind einzuverleiben. Somit ist COMEDOWN leider nur einer dieser vielen Filme, deren Sichtung einzig und allein Fans zu raten ist, die eine Vorliebe für kompromissloses 80er Jahre Slasher-Kino besitzen. Wer sich angenehm gruseln mag, ist hier leider an der falschen Adresse, denn hier gibt es vorwiegend grobe Hausmannskost von der Stange zu bewundern!
Comedown – Fazit

SAW & ATTACK THE BLOCK meet HALLOWEEN!
Düsteres Slasher-Kino mit arg sadistischem Metzel-Szenen, dennoch altbekannter Story und nur wenig erfrischenden Ideen. Leider nur Dutzendware!
Comedown – Zensur
Der Film wird ungeschnitten vermutlich keine Freigabe durch die FSK erhalten. Vor allem die Nagelpistolen-Szene dürfte der FSK sprichwörtlich ein “Dorn im Auge” sein!
Eine SPIO/JK-Prüfung wird es dem Film dennoch ermöglichen hierzulande ungeschnitten zu erscheinen!
Comedown – Trailer
Marcel Demuth / Hellraiser80
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Filmreview: “Redd Inc.” (2012)
Redd Inc.
Story
Willkommen in der neuen Firma: sechs unwissende Menschen finden sich in einem heruntergekommenen Bürokomplex wieder. An einen Schreibtisch gekettet, empfängt sie alsbald der ehemalige Regionalleiter “Thomas Reddman”, der nach einem ihm zugeschobenen Mord, alsbald hinter Gitter wandert, aber letztendlich entkommen kann. Nun fordert er Vergeltung und eine korrekte Darstellung der Gegebenheiten, denn seine Unschuld ist ihm wichtig. Alle sechs Anwesenden scheinen mit dem fälschlicherweise ihm zugeschobenen Mord in irgendeiner Weise in Verbindung zu stehen. Ihre Aufgabe ist es nun, den mysteriösen Fall zu rekonstruieren und Reddmanns Unschuld zu beweisen. Damit sich die unfreiwilligen Zeugen auch durchweg motiviert fühlen, die Gegebenheiten möglichst gründlich zu bearbeiten, drohen den neuen “Angestellten” schmerzhafte Bestrafungen, insofern sie ihre essentiellen Aufgaben zur Aufklärung der Vorfälle nicht ernst genug nehmen …
Redd Inc. – Kritik
Man stelle sich vor, man sucht händeringend nach einer neuen Herausforderung und gerät bei seiner eifrigen Suche nach einer neuen Arbeitsstelle geradezu an den Arbeitgeber aus der Hölle. Für viele Arbeitnehmer vermutlich keine wirklich unbekannte Geschichte, gehören leistungsbedingter Druck und körperlich zermürbender Stress im Beruf fast schon zum guten Umgangston erfolgsorientierter Unternehmen von Heute. Auch die unfreiwilligen Arbeitnehmer des nun vorliegenden Horror-Schockers “Redd Inc.” haben sich ihren ersten Arbeitstag in der neuen, kleinen Firma des ehemaligen Regionalbetreuers “Thomas Reddmann” gänzlich anders vorgestellt, denn der vermeintlich seriös wirkende Chef im noblen Zwirn entpuppt sich alsbald als vollkommen durchgeknallter Psycho, der seine ganz eigene Art besitzt, potenzielle Berufs-Quereinsteiger ausreichend zu motivieren.
Ursprünglich als “Inhuman Resources” betitelt, gehört dieser australische Independent-Thriller zu einer ganzen Reihe günstig produzierter Low-Budget-Filmchen, die zum größten Teil durch Crowdfounding finanziert wurden und die aufgrund der teilweise schon zu Tode gerittenen Folterthematik und der Masse ähnlich gewerkelter Gewaltware nur selten die Gunst interessierte Horrorfans für sich gewinnen können. Im Falle von “Redd Inc.” eigentlich bedauernswert, denn hinter diesem vermeintlich vollkommen belanglosen Terrorfilm versteckt sich ein durchaus bösartiger Horrorspaß, denn sich ausgehungerte Genre-Fans bereits jetzt schon einmal vormerken sollten. Zwar spielen sich die Gegebenheiten in “Redd Inc.” nach bereits bekannten Folter-Einerlei ab, aber trotzdem lässt sich nicht leugnen, dass der hier bebilderte Überlebenskampf durchweg spannend und kurzweilig inszeniert wurde. Klischees gibt es hier zuhauf. Die wenigen “Angestellten” handeln grob fahrlässig und scheinen vermutlich eine Vorliebe für adrenalingetränkte Momente zu besitzen, in denen sie fast schon zwanghaft-genüsslich, das eigene Leben in Gefahr bringen müssen. Die Interaktionen gestalten sich demnach als vollkommen planlos und bedeppert, was aber aufgrund des teilweise bitterbös-zynischen Untertons vollkommen in Ordnung geht und es durchaus Freude bereitet, den vollkommen geistlosen Intelligenzbestien beim Sterben beizuwohnen. Das eigentliche Plus verdient sich “Redd Inc.” jedoch durch seinen ziemlich kompromisslosen Hauptdarsteller “Nicholas Hope“, der die Rolle des vollkommen gestörten “Thomas Reddman” mit Bravour meistert. Seine Agieren als psychotischer Bösewicht, ist derart grandios, dass der Qualitätsgehalt der Handlung mit seinem Erscheinen steigt und fällt. Eigentlich schade, dass sich eine derart böswillige und dennoch charismatische Figur in einen derart uninspirierenden Horrorfilm verirrt hat, denn der Charakter hätte durchaus Potenzial dazu gehabt, in Serie zu gehen. Trotzdem, auch wenn die Geschichte schon irgendwie arg an die diversen Hochglanz-Fortsetzungen des “Saw”-Franchise erinnert und einige wirklich derbe Szenen (übrigens, umgesetzt von „Tom Savini“) gerade zartbesaitete Gemüter durchaus erhitzen dürfte, so ist “Redd Inc.” einer der wenigen Thriller seiner Art, dessen grobmotorische Ungereimtheiten zwar offensichtlich in Erscheinung treten, aber zu verschmerzen sind. Immerhin ist der vorliegende Schocker einer der wenigen Fälle, denen die teilweise etwas unbeholfene und unprofessionelle Inszenierung vollends zugute kommt. Die Ausleuchtung ist teilweise derart grenzwertig, dass man als Zuschauer nur erahnen kann, was sich da vor der Kamera abspielt. Immerhin entwickelt die spärlich ausgeleuchtete Kulisse eine unfreiwillig gespenstig-düstere Atmosphäre, die den morbiden Unterton des Filmes vortrefflich zu unterstreichen weiß.
Damit sich “Redd Inc.” zumindest ein wenig vom einfältig, unkreativem Folter-Nonsens abheben kann, spendiert Regisseur “Daniel Krige” seiner zynischen, böswilligen Terror-Hatz eine verblüffende Wendung. Derart Vorgehen scheint sich ja aktuell im Genre großer Beliebtheit zu erfreuen. Der abrupte Plott wertet den bis dato routiniert inszenierten Horrorfilm erfrischend auf, sodass es “Redd Inc.“mit einer Leichtigkeit schafft, sich positiv von gängig dummer Gewaltkost prägnant abzuheben. Zwar erfindet auch dieser Film das Rad nicht neu; der Indie-Schocker beweist aber, dass es oftmals nicht notwendig ist, viel Geld in ein unterhaltsames Filmchen zu investieren, sondern dass man auch mit nur wenig finanziellen Mitteln Gorehounds und Horror-Fans kurzweilig bei Stange halten kann. Von daher: Praktikum in der “Redd Inc.” gefällig?
Redd Inc. – Fazit

Darf ich vorstellen: der kleine Bruder von “SAW” – Gemeines Kammerspiel mit einem ziemlich bösartigen Psychopathen. Willkommen zum Vorstellungsgespräch direkt in der Hölle!
Redd Inc. – Zensur
Schwierig über eine Freigabe zu spekulieren. Für eine ungeschnittene “Keine Jugendfreigabe” ist er zu zeigefreudig. Um Zensuren für eine Freigabe vorzunehmen, ist “Redd Inc.” zu harmlos. Wir schätzen jedoch, dass er ungekürzt mit der “Keine Jugendfreigabe“-Kennzeichung durch die FSK kommen wird.
Redd Inc. – Trailer
Hellraiser80
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Filmreview: “Evil Dead” (2013)
Evil Dead
Story
Der plötzliche Tod der eigenen Mutter hat die beiden Geschwister Mia und David furchtbar entfremdet. Aus Angst die tödliche Krankheit der Mutter auch in sich zu tragen, versucht David dem Problem zu entkommen, indem er davonläuft. Seine jüngere Schwester sieht sich im Stich gelassen und verfällt daraufhin den Drogen. Um den Weg zurück in eine normale und geregelte Welt zu finden, treffen die Geschwister erneut aufeinander, um eine Lösung für Mias Drogensucht zu finden. Zusammen mit einigen Freunden versuchen sie weit draußen in einer Hütte im Wald, dem Problem Herr zu werden und stellen die traumatisierte Mia unter kalten Entzug. Doch irgendwas ist mysteriös an der vermeintlich vertrauten Behausung. Irgendjemand scheint sich Zugang zum Keller der Hütte verschafft und ein ominöse Ritual betrieben zu haben. Schnell stoßen die Freunde auf ein seltsames Buch, aus dem Eric einige der verschlüsselten Botschaften liest. Ein fataler Fehler, denn mit dem Aussprechen der Verse, erweckt er einen bösartigen Dämon, der sich alsbald den Körpern der Freunde bemächtigt …
Evil Dead – Kritik
20 Jahre sollte es dauern, bis das beliebte “Evil Dead“-Franchise in eine neue Runde gehen sollte.
Vermutlich schien der Wunsch nach einer weiteren Fortsetzung und der Erwartungsdruck der Fanbase derart enorm gewesen zu sein, dass sich in Zeiten lukrativer Remakes auch Erfinder und Macher der Ur-Trilogie “Sam Raimi” dazu verpflichtet sah, die allmählich in die Jahre gekommene “Tanz der Teufel“-Serie mit Hilfe eines Reboots, auch einem jungen und unwissenden Publikum zugänglich zu machen und die bisherigen Liebhaber der Reihe ebenso zufriedenzustellen. Mit überraschenden Folgen. Nachdem ein überzeugender Trailer im Netz die Runde machte, entstand um die kommende “Evil Dead“-Neuauflage ein, bisher im Horror-Genre wohl noch nie dagewesener Hype, der die Vorfreude auf die kommende Neuauflage unter Anhängern des “bösen Horrorfilms” unweigerlich wachsen lies. Kassenträchtig als den “wohl schrecklichsten Film aller Zeiten” betitelt, schlug “Evil Dead” nach dem amerikanischen Kinostart ein wie eine Bombe. Bereits am ersten Startwochenende schwemmte der 17 Millionen Dollar teurer Film fast das Doppelte seinen Budgets in die amerikanischen Kinokassen, sodass sich das Filmstudio “SONY” und die gesamte Produzenten-Riege dazu entschloss, dem Reboot drei weitere Teile folgen zu lassen: zwei Fortsetzungen, um die Neuauflage als Trilogie zu komplettieren sowie ein “Army of Darkness“-Sequel, um die Ur-”Evil Dead“-Serie weiterspinnen zu können. Glaubt man den diversen Gerüchten im Internet, sollen beide Reihen letztendlich sogar ineinander übergreifen, sodass für die kommenden Jahre ein regelrechter “Teufelstanz” im Kino zelebriert werden dürfte.
Nun steht jedoch mit dem ersten, “neuen” “Evil Dead“-Teil vorerst ein gehörig bösartiger Schocker ins Haus, der weltweite Horrorfilmfreunde vermutlich in zwei Lager spalten dürfte. Denn die Neuaufguss mag zwar trotz der durchaus gelungenen Umsetzung nicht jedem Filmfreund auf Anhieb munden wollen. Gerade den Verfechtern der “Evil Dead“-Klassiker und den Liebhabern schön altmodischer Retro-Kost dürfte der neue, ziemlich hektisch und schnell geschnittene Splatter-Trip, ein gehöriges Grummeln ins Gesicht zaubern. Die, aus heutiger Sicht oftmals naiv-wirkende, charmant-liebenswerte 80er Jahre Atmosphäre sucht man hier vergebens, denn “Evil Dead” ist perfekt durchgestylt von Anfang bis Ende. Hier wurde wahrlich Liebe zum Detail betrieben, denn jede Szene, jeder Effekt und jeder Kameraeinstellung wirkt genau geplant und präzise durchleuchtet. Fast schön möge man meinen, dass die Reihe mit dem aktuellen Neuanfang den Mainstream erreicht hat, denn mit den adretten Jungschauspieler-Ensemble, all den hochwertig gefilmten Szenen und professionell umgesetzten Splatter-Effekten erinnert der neue und MAKELLOSE “Evil Dead” fast schon an einen, auf das heutige MTV-Publikum zugeschnittenen Blockbuster, wie man ihn aktuell leider zu oft in derart Form im Kino präsentiert bekommt.
Dennoch, keine Bange, den erwartungsfreudigen Filmfreunden da draußen sei versichert, der Film rockt – und das gewaltig. Mit dem größtmöglichen Respekt und bemerkenswert viel Herzblut hat sich Nachwuchsregisseur “Fede Alvarez” an einen der vermutlich wichtigsten Werke innerhalb des Horror-Genres gewagt und einen Film geschaffen, der die Messlatte für all die noch kommenden Neuauflagen mehr oder weniger bekannter Horrorfilme erheblich weit nach oben getrieben hat. “Evil Dead” ist einer dieser Gruselschocker, bei dem wahrlich alles stimmt. Bereits die kultige Vorlage war nicht gerade eine Garant für tief verzwickte Story-Wendungen und erzählerische Tiefe und dennoch schaffte der Klassiker ein unwohliges und beängstigendes Gefühl zu entwickeln, dass vor allem dafür sorgte, einigen zartbesaitete Gemütern einige schlaflose Nächte zu bereiten. Die durchaus erschreckend, dichte Atmosphäre und das gespenstige Setting verhalfen dem Klassiker, zusammen mit den für damalige Verhältnisse derben Splatter-Exzessen, zum Kultstatus, den er nun heute genießen darf. Umso nachhaltiger die Sorge aller Fans des Originals, ob diese bedrückende Spannung auch im “Evil Dead” des Jahres 2013 konsequent beibehalten werden kann. Ja das tut sie! Die geisterhafte Kulisse ist eine Wonne und erinnert in ihren besten Momenten, an die alptraumhaften Szenarien eines “Tim Burton“. Regisseur “Fede Alvarez” ist stets darum bemüht, jede Einstellung anders ausschauen zu lassen und lässt die Kamera virtuos um die wenigen Protagonisten sausen, sodass der Film gerade aufgrund seiner aufgesetzten Künstlichkeit beinahe etwas Märchenhaftes besitzt. Bemerkenswert ebenso, dass “Alvarez” versucht, der unlängst bekannten Geschichte mehr Tiefgang zu verleihen. Erfährt man in den Originalteilen nur sehr wenig über den Hauptdarsteller “Ash”, so überrascht, dass die Geschwister “Mia” und “David” nun sogar eine Art Charakterentwicklung durchleben, auch wenn diese an einigen Stellen etwas arg aufgesetzt wirkt. Der interessanteste Aspekt des Reboots scheint aber in der Geschichte des Buches zu liegen, der endlich auch einmal etwas Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die Legende rund um die darin beschriebene Beschwörung eines Dämons, wirkt runder und stimmiger als in der Original-Trilogie und bietet zudem reichlich Stoff für die noch (hoffentlich) kommenden beiden Fortsetzungen der Neuauflage.
Was aber natürlich alle Fans des aktuellen “Dämonentanzes” am meisten interessieren dürfte, wäre der Härtegrad, der bereits im Trailer offenkundig zur Schau gestellt wurde.
Der wird natürlich ganz zur Freude hungriger Gorehounds deftig auf die Spitze getrieben und dürfte Otto-Normal-Kinogänger gänzlich verschreckt im Kinosessel zusammenzucken lassen. “Evil Dead” wirkt ernst und hart, keine Frage, aber trotzdem schafft es Regisseur “Fede Alvarez” an wenigen Stellen im Film einige kleine slapstickartige Einlagen zu verstecken, die an die großartig abgedrehten Momente eines “Evil Dead 2 – Dead by Dawn” (1987) erinnern. Hier wäre vor allem die Szene zu nennen, in der eine der Protagonisten bei lebendigen Leib den eigenen Arm mit Hilfe eines elektrischen Küchenmessers abtrennen möchte, dieser zu aller Entsetzen an nur noch einer Vene baumelt und letztendlich unerwartet abreißt. Zudem dürfte der etwas skurrile Einsatz von gewöhnlichem Klebeband für das Versorgen der schlimmsten Wunden, im Film für einige Schmunzler sorgen. Und: so viele zugeschlagene Türen, wie in „Evil Dead“ bekommen vermutlich nur die Kontrolleure der GEZ zu Gesicht. Alle Effekte im Film sind handgemacht, was man irgendwie rein gar nicht glauben mag, treten die diversen Verbrennungen, Enthauptungen, Brechanfälle und Make up-Effekte derart professionell in Erscheinung, dass es fast schon eine Wonne ist, dem nächsten schrecklichen Tod einer der Protagonisten beizuwohnen. Leider trübt der bisher bereits im Netz kursierende “Red Band“-Trailer ein wenig den Gesamteindruck, denn dieser verrät, bis auf den Prolog und das pompöse, mit orchestralen Klängen unterlegte Finale, zu viel über das furchtbare Ableben der im Film agierenden Charaktere.
Die Neuauflage des berüchtigten “Evil Dead“-Schockers ist eines der wenigen Remakes in letzter Zeit, welche man als vollkommen gelungen betiteln kann. Die Geschichte rund um die abgelegene Hütte und den Protagonisten, die sich zu sich selbst zerfleischenden Wesen verwandeln, ist zwar nicht neu, wirkt aber Dank der vielen, hervorragenden und abwechslungsreichen Einfälle des Nachwuchsregisseurs “Fede Alvarez” erfrischend anders und stets spannend. Hier kommt der Feuerhaken aus dem Original-Film von “Sam Raimi” ebenso zum Einsatz, wie die Motorsäge, die spätestens während des Finales für wohlig-superbe Schauer sorgen dürfte. Die hektische und rasante Dämonenhatz ist erstaunlich kurzweilig, toll bebildert und herrlich derbe, sodass man nur hoffen kann, dass sich bald ein Drehbuch für ein Sequel finden lässt, damit die Geschichte auf gleichem Niveau fortgeführt werden kann. Was im übrigen die hiesige FSK geritten haben muss, dieses Remake in seiner ungeschnittenen Rated R-Form auch für den deutschen Zuschauer unbeschnippel zugänglich zu machen, entzieht sich unserer Logik. Der “Evil Dead” des Jahres 2013 ist das wohl derbste Filmchen, was seit “SAW” über die deutschen Kinoleinwände flimmerte. Immerhin, das lässt hoffen, dass “SONY PICTURES” auch in deutschen Gefilden versuchen könnte, den bei weitem “harmloseren” Originalfilm vom Index zu bekommen.
Evil Dead – Fazit

Gegen das Remake sieht das Original aus wie Kinderfasching. Bitterbös-blutige Dämonen-Hatz für ganz mutige Kinozuschauer.
Evil Dead – Zensur
Die Deutsche Kinofassung ist identisch mit der Amerikanischen. Diese musste aber bereits vor dem amerikanischen Kinostart einige Frames Federn lassen, um ein “Rated R” erhalten zu können. Eine ungeschnittene Unrated-Fassung ist, zumindest in den USA, nach der Kinoauswertung für den Heimkinomarkt geplant.
Evil Dead – Trailer
Hellraiser80
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Filmreview: “Battle of the Damned” (2013)
Battle of the Damned
Story
„Dolph Lundgren“ ein weiteres Mal in der Rolle seines Lebens: als wortkarger Einzelkämpfer „Max Gatling“ ballert er sich durch unzählige Horden blutgeiler Zombies, um die Tochter eines reichen Geschäftsmannes ausfindig machen zu können. Die Stadt wurde von einem todbringenden Virus heimgesucht, der abermals aus einer Forschungseinrichtung entkommen konnte und die Bevölkerung nun kurzerhand in wandelnde Untote verwandelt. Schnell trifft er auf eine Gruppe Überlebender, unter denen auch das gesuchte Mädchen gehört. Doch wie zu den abgesperrten Zugängen der Stadt gelangen, ohne von den Millionen durch die Strassen tobenden Kreaturen infiziert zu werden? Das Problem ist rasch gelöst, denn es dauert nicht lang, bis die Gruppe auf einen Trupp skurriler Roboter trifft, die sich ihren Weg dadurch bahnen, indem sie sich durch das untote Fleisch der rastlosen Monster metzeln …
Die Review zum Film folgt demnächst!
Filmreview: “The Wicked” (2013)
The Wicked
Story
Legenden ranken um eine kleine amerikanische Kleinstadt. Geschichten, die von einer bösartigen Hexe berichten, die tief in den Wäldern hausen und sich den Kinder des Ortes bemächtigen soll, um sich an deren Fleisch zu laben, dass sie bereits über Jahrhunderte am Leben hält. Auch die siebenjährige Amanda fällt beinahe dem blutigen Treiben der gierigen Greisin zum Opfer, wären da nicht sechs Kids, die dem Wahrheitsgehalt der urbanen Legende auf den Grund gehen wollen. Zu aller Überraschungen müssen die Freunde kurzerhand feststellen, dass der Mythos über die Kinder verschlingende Kreatur reeller ist, als anfänglich gedacht. In einem leerstehenden Häuslein weit draußen im Wald, stoßen die Jugendlichen nicht nur auf die kürzlich verschwundene Amanda, sondern auch auf die wütende Hexe aus all den geheimnisvollen Legenden …
The Wicked – Kritik
Nachdem kreative Folterfürsten, menschenfleischgierige Zombies und dreiste Poltergeister die heimischen Mattscheiben und Kinosäle mannigfach bevölkert haben, sind nun bösartige Hexen an der Reihe, um den Filmfreund den unlängst gebeutelten Horrorfilm erneut schmackhaft zu machen. Nach dem internationalen Action-Spektakel “Hänsel und Gretel – Hexenjäger” und dem durchweg stimmigen “Mama” keine üble Idee, denn im Fahrtwasser erfolgreicher Mainstream-Filmchen lässt sich am effizientesten der schnelle Dollar erwirtschaften. Um den vorliegenden “The Wicked” optimal genießen zu können, sollte man im Vorfeld alle Erwartung gehörig zurückschrauben, denn nur so lässt sich dieser vollkommen banale B-Movie-Aufguss am Besten goutieren. Im Zentrum der Geschehnisse stehen einige übermütige Kids, die natürlich vollkommen angstbefreit, den Legenden einer sagenumwobenen Hexe auf die Schliche kommen wollen und dabei natürlich tatsächlich auf jenes Monster stoßen.
Im Keller einer zerfallenen Holzhütte hat die ihre eigene “Fleischerei” eingerichtet und scheint mit einer Genüsslichkeit allzu neugierige Kids durch ihren hauseigenen Fleischwolf zu jagen. Doch bis es überhaupt soweit kommt, benötigt “The Wicked” einen ziemlich zähen Anlauf. Nach einem stimmigen Auftakt und ansprechenden Opening-Credits vergeudet der Film geschlagene 30 Minuten damit die richtige Richtung zu finden. Da werden eine handvoll naiver Kids in die Szenarie geworfen und blabbern fortan dummes Zeug, was der Handlung nur selten dienlich sein will. Hierbei scheint dem Film nicht gänzlich schlüssig zu sein, wie er denn nun eigentlich zum Punkt kommen soll. Es werden die obligatorischen Stereotypen eingeführt, dem ungenierten Beischlaf gefrönt und natürlich allerhand Schabernack getrieben, der nur selten wichtig für den Fortgang der Handlung sein möchte. Alles hat den Anschein, als würde dem Zuschauer hier eine erschreckend bedeutungslose Episode einer x-beliebigen TV-Serie serviert, was natürlich nicht wirklich verwundert, wenn man sich die Filmografie des Regisseurs “Peter Winther” zu Gemüte führt. Seine bisherigen Regiearbeiten beschränken sich vorwiegend auf ein breit gefächertes Sammelsurium bekannter TV-Formate. Und so überrascht nicht wirklich, dass es “The Wicked” mit einer spielerischen Leichtigkeit gelingt, dem Niveau eines günstig heruntergekurbelten Fernsehfilmchen vollends gerecht zu werden.
Wer jetzt jedoch denkt, dass “The Wicked” aufgrund der beschriebenen Defizite zwingend schlecht sein muss, der irrt. Denn mit dem Einbruch der Nacht, erwacht auch der Film aus seiner bedeutungslosen Lethargie und verpulvert ein kurzweiliges Actionfeuerwerk, dass den penetrant-billigen Unterton dieser Low Budget-Produktion rasch vergessen lässt. Die Kids flüchten waldein, waldaus, erkunden die Hütte der Hexe, laufen erneut in den Wald, um anschließend festzustellen, doch jemanden in der heruntergekommenen Behausung zurückgelassen zu haben. Auch wenn das alles eigentlich vollkommen bedeppert scheint und die Kids natürlich brenzlich dumm agieren, so schafft es der Film ein enormen Tempo zu entwickeln, das die rund 100 Minuten(!) Spiellaufzeit wie im Flug vergehen lassen. Aufgrund der künstlich verursachten Hektik fallen auch die unzählig schlechten CGI-Bluteffekte weniger ins Gewicht, die in ihrer dilettantischen Darstellung kaum zu übertreffen sind und in ihrer nichtvorhandenen Fingerfertigkeit eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit denen aus den miesen “Wrong Turn“-Fortsetzungen besitzen. Immerhin greift “The Wicked” neben unnötigen CGI-Gekröse auch auf traditionelle Handmade-Effekte zurück und verzeichnet einen überschaubaren, wenn auch nicht minder unterhaltsamen, Splatter-Score.
Dass “billig” nicht immer zwingend “Schlechtes” bedeuten muss, hat Regisseur “Peter Winther” mit seinem ersten eigenen abendfüllenden Filmchen durchaus ansprechend bewiesen. Auch wenn die gesamte Inszenierung technisch nur selten besser ist, als die grandiosen “Kultfilme” der unsäglich schlechten “The Asylum“-Kreativeschmiede, so bekommt der Filmfreund hier dennoch gehörig Kurzweil und Action geboten. Die Protagonisten des Szenarios werden unermüdlich durch die geradezu flache Geschichte getrieben, sodass nur selten Langeweile aufkommen will und die eigentlich vollkommen hanebüchene Geschichte geradezu bemerkenswert flott aufgewertet wird. Die Script-Schreiber haben sich zudem vom Action-Heuler “Jumper” ausreichend inspirieren lassen. Denn die schauderhafte Kreatur “jumpt” sich mit einem wahnsinnigen Einfallsreichtum durch Wald und Wiesen. Vermutlich scheint das gesamte Effekte-Budget allein nur in die etwas gewöhnungsbedürftige Fortbewegungsmöglichkeit der Hexe geflossen zu sein, sodass kaum Geld für wichtige Krösel-Effekte zur Verfügung gestanden haben muss. Die Spezial-Effekte schauen in ihrer günstig umgesetzten CGI-Pracht wahnsinnig unprofessionell aus – ein trashiger Unterton ist hierbei nicht von der Hand zu weisen.
Dennoch ist “The Wicked” ein kleiner, netter Horrorbeitrag, der sich trotz seiner etwas dilettantischen Inszenierung immer noch besser macht, als all die miserablen Werke aus der grottigen “The Asylum“-Filmwerkstatt zusammen. Als kleiner “Snack” für Zwischendurch auf jeden Fall zu empfehlen!
The Wicked – Fazit

Kleines, unscheinbares Gruselmärchen, dass es aber deftig in sich hat. Böse Hexe mit eigenem Schlachthaus auf der Suche nach allzu neugierigen Kiddis – da lacht das Splatter-Herz!
The Wicked – Zensur
Die deutsche Fassung dürfte eine “Keine Jugendfreigabe“-Kennzeichnung erhalten. Da der Film nur wenige Splatter-Effekte aufweisen kann, dürfte “The Wicked” vielleicht sogar mit etwas Glück mit einer 16er-Freigabe die FSK passieren.
The Wicked – Trailer
Hellraiser80
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Filmreview: “Zombie Driller Killer” (2010)
Zombie Driller Killer
Story
Der Film fängt mit ‘nem deftig exploitativen Eyecatcher an: Johanna (ganz cinema verité Johanna Gustavsson) sieht aus, als würde sie ihr Geld unter Einsatz aller körperlichen Vorzüge verdienen und tut sich auf dem Weg des Joggens etwas Gutes. Leider hat die namensgebende Figur des doofen deutsch/englischen Titels anderes vor. Diese ist nämlich ein Unhold mit Mundschutz und orangefarbenem Overall, der sie im Walde fängt und mit einer elektrischen Perle des Baumarktwesens am Kopfe bebohrt. Man findet die Leiche im Wald und der Vater, ein Musiklehrer mit Namen Morten, auch stilsicher von einem Morten, Ruda genau, gespielt wird von den Ermittlern angerufen. Großes Wundern auf seiner Seite, sitzt die tote Tochter statt im Wartezimmer zum Jenseits bloß vorm Computer und bittet per SHINING-artiger Tippkaskade um Hilfe. Dann geht das Elend in die nächste Runde und Johanna spuckt und heult schwarze, ölige Suppe.
Kurzer Sprung in die Zukunft und der Zuschauer lernt, dass sich die Sache mit den aufgebohrten Kürbissen, orangenen Handwerksburschen und der hochinfektiösen Ölspuckerei epidemieartig verbreitet hat. Herr Lehrer wird von der Polizei nicht ernstgenommen und ermittelt auf eigene Rechnung.
Ohne zu Spoilern: Es wird sogar ein wenig Lovecraft zitiert.
Zombie Driller Killer – Kritik
Tja, seltsame Zeiten, in denen sich jedes Land der Welt mit ein bis zwei Horror- derzeit bevorzugt Zombie-Genrebeiträgen pro Quartal aufdrängt. ZOMBIE DRILLER KILLER, dessen norwegischer Originaltitel weit weniger erschießungswürdig “Schwarze Seelen” bedeutet, ist auf den ersten Blick nur der übliche unispirierte Quäl- und Kreischterz, den die zynische Industrie der foltergeilen Neuhorror-Kundschaft Woche für Woche auftischt. Das ganze dann noch in anämischer Digitalvideo-Optik. Die Darsteller sind unaufgeregt bis unauffällig, leiden aber unter einer der beschissensten Synchronisationen der letzten Jahre und das will Anno Domini 2013 etwas heißen. Das Niveau der Sprecherleistungen unterkellert noch mit Schmackes den üblichen Pornosingsang der jüngeren Vergangenheit. Ja, es erreicht den Grad von Sechzehnjährigen, die auf Youtube HARRY POTTER oder STAR WARS im Dialekt zu persiflieren versuchen aber an sich und der Natur der Sache scheitern. Die dünngesäten Splattereffekte führen den Zuschauer, unterstrichen durch die einfach zu griffige, direkte Optik der vermaledeiten und ob ihrer kostengünstigen Natur allgegenwärtigen Pest Digitalvideo zurück zum Abschluss des Kreises: Das Gemansche in angerührtem Pamp sieht wieder aus wie bei HERSCHELL GORDON LEWIS vor fast einem halben Jahrhundert.
Überraschenderweise verbirgt sich hinter ZOMBIE DRILLER KILLERs Fassade des einfallslosen Schlachtheulers etwas, das ich an dieser Stelle kaum erwartet hätte und das mein von mehreren Regalkilometern unterschiedlichst zu wertender Genrefilme geschundenes Herzchen dann doch noch zu erfreuen wusste: Ungewollt vermutlich hat der Film das Zeug zu einer lupenreinen Hommage an den großen JEAN ROLLIN. Einige geschultere oder schlicht ältere Leser werden jetzt zurecht aufmerken, dass der dämliche Rezensent doch hier in seinen Tiraden gar nichts von nackten Ex-Pornodarstellerinnen, französischen Vampiretten und Kerzenleuchtern geschrieben hat aber – bleiben sie mir gewogen – geht es konkret um den unterschätzten LA NUIT DES TRAQUEES. In diesem Science-Fiction/Horrorthriller aus dem Jahre 1980 flüchten die Protagonistinnen vor einem finsteren Konzern, der sie mit irgendetwas infiziert hat. Der Clou: Kulisse bieten horrible Industriegebietsschluchten wie sie auch ZOMBIE DRILLER KILLERs eindrucksvoll nutzt. Dazu sind die orangegewandeten Bösewichter ähnlich gesichtslos und bis zum oben erwähnten Lovecraft-Motiv nicht greifbar, dazu in der alptraumartigen Schwere der Darstellung genau passend.
Für diesen Schlenker bekommt ZOMBIE DRILLER KILLERS von mir 7 Exotik-Punkte.
Zombie Driller Killer – Fazit
Zombie Driller Killer – Zensur
Die deutsche Fassung kommt ungeschnitten mit einer “Keine Jugendfreigabe“-Kennzeichnung daher.
Zombie Driller Killer [Blu-ray] ungeschnitten bei AMAZON bestellen
Zombie Driller Killer- Trailer
Christian Ladewig
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Filmreview: “Dead Shadows” (2012)

Dead Shadows
Story
Wenn in Filmen Kometen der Erde etwas zu nah geraten, bedeutet das oftmals nichts Gutes für die Beteiligten des Szenarios.
So muss auch der kleine Chris die Erfahrung machen, dass einer dieser Himmelskörper für den Tod seiner Eltern verantwortlich sein muss. Denn während ein Halleyscher Komet an der Erde vorbeizieht, scheint dieses Himmelsspektakel für einige Menschen den unweigerlichen Tod zur Folge zu haben. 11 Jahre später. Chris ist zu einem adretten Teenager herangewachsen und wird regelmäßig von Angstzuständen geplagt. Da kreuzt erneut ein Komet die Umlaufbahn der Erde. Grund genug für die Menschen der Pariser Innenstadt sich mit allerhand Weltuntergangs-Theorien zu verwirren. Hierbei sprießen skurrile Kometen-Partys wie Pilze aus dem Boden, auf welcher sich alsbald auch Chris wiederfindet. Anfänglich noch guter Laune, beginnen sich einige der anwesenden Gäste auf merklich groteske Art in etwas Nichtmenschliches zu verwandeln. Ehe sich Chris versieht, ist die gesamte Straße mit etwas wahrlich Bösen infiziert, dass sich unweigerlich seinen Weg durch die engen Gassen der verträumten Metropole bahnt …
Dead Shadows – Kritik
Wenn in weltweiten Foren Gerüchte die Runde machen, dass die Franzosen an einem neuen Genre-Werk tüfteln, dürfte flink ein euphorischer Jubelschrei die Runde machen und sich Horrorfilmfans einmal mehr gierig danach die Hände reiben, in der Hoffnung bald wieder mit deftig schonungsloser Gewalt unterhalten zu werden. Nach Filmen, wie “High Tension“, “Inside” und Konsorten haben unsere europäischen Nachbarn bewiesen, dass heftiges Terrorkino schon längst nicht mehr zwangsläufig aus Übersee kommen muss. Auch Frankreich scheint unlängst den Nerv der Zeit erkannt zu haben und versucht sich in einer bemerkenswerten Regelmäßigkeit mit durchweg ansprechenden Genre-Filmchen international zu behaupten. Hierbei haben drei französische Regie-Newcomer die Regeln des Horrors im 21. Jahrhundert maßgeblich vordiktiert, wobei sich von deren Schaffen vor allem amerikanische Filmemacher maßgeblich haben inspirieren lassen. Die Franzosen „Alexandre Aja“, „Xavier Gens“ und „Pascal Laugier“ haben durch ihr knüppelhartes Extremkino die Messlatte in Sachen Horror enorm nach oben getrieben, sodass gerade die Nachfolger der neuen französischen Filmgarde so ihre Probleme besitzen, der in Fankreisen bedingungslos geschürten Erwartungshaltung überhaupt gerecht werden zu können. Somit machte sich in den vergangenen Jahren ein merklich qualitativer Verschleiß des eigentlich so hochgelobten, französischen Genre-Kino bemerkbar, sodass Filme wie “Die Horde“, “Mutants” und “Caged” kaum bis gar nicht Beachtung beim internationalen Horrorpublikum fanden und rasch in der Bedeutungslosigkeit verschwanden.
Auch der kommende “Dead Shadows” hat ein wahrlich schweres Los gezogen, soll er nun ebenso das bedeutsame Erbe seiner wegweisenden Vorgänger antreten und einmal mehr beweisen, dass französisches Genrekino noch lange nicht ausgedient hat. Regie-Neuling “David Cholewa” hat sich hierbei jedoch keinen wirklichen Gefallen getan, denn selbst von den teilweise unzulänglichen Qualitäten jüngst erschienener, französischer Genre-Produktionen ist sein notdürftig zusammengeschusterter Science-Fiction Nonsens meilenweit entfernt. So wirklich stimmen will hier rein gar nichts mehr. Nach einem optisch ansprechenden Einstieg, bei dem der Zuschauer dem Flug eines Kometen durch das All beiwohnen darf, geht es mit “Dead Shadows” bereits merklich bergab. Das mag vordergründig daran liegen, dass der Film nur selten homogen wirkt und die Geschichte letztendlich kaum einen Sinn ergibt. Nachdem Protagonist Chris (Fabian Wolfrom) eine zweckmäßige Charakterisierung erfahren durfte, wird dieser auch gleich in eine vollkommen an den Haaren herbeigeführten Handlung verfrachtet. Hierbei lernt er die taffe Claire kennen, die einzig dafür in die belanglose Geschichte geschrieben wurde, um Chris auf eine feuchtfröhliche Privatparty zu “locken”, welche letztendlich den Auftakt für ein unausgegorenes Splatterfest bildet. Warum Regisseur und Drehbuchautor „David Cholewa“ fast die Hälfte der knappen Filmlaufzeit von gerade einmal 77 Minuten dafür investiert, eine vollkommen sinnentleerte Anbandelei zwischen den beiden Protagonisten zu konstruieren, die eigentlich vollkommen substanzlos bleibt und keinen relevanten Sinn für den Fortgang der Geschichte besitzt, verstehe wer will. Claire segnet ab Filmmitte vollkommen uninspiriert das Zeitliche, wobei Cholowa ersichtlich darum bemüht war, ihr einen halbwegs spektakulären Filmtod zu spendieren. Ihr Ableben läutet eine ziemlich groteske “Melt”-Orgie ein, die zwar durchaus ihre Momente besitzt, aber den Film dadurch auch nicht besser macht.
Da zerfließen Gesichter und aus scheinbar friedliebenden Menschen, werden reißende Bestien, aus deren Gliedmaßen furchterregende Tentakel platzen. Das dürfte vor allem Freunde einer gewissen Videospielreihe erfreuen, in welcher ein mutierter T-Virus dafür verantwortlich gemacht wird, dass sich die Anhänger einer mysteriösen Sekte in todbringende Tentakel-Monster verwandeln. Scheinbar hat „David Cholewa“ die Szenarie des Videospiels “Resident Evil 4” derart ausführlich studiert, sodass sein “Dead Shadows” gegen Ende sich unweigerlich zu sehr in die riesige Welt eines “Resident Evils” verirrt und dabei vollkommen vergisst, eine eigenständige Geschichte zu erzählen. Überhaupt findet “Dead Shadows” keinen wirklichen roten Faden. Die Geschichte bedient sich allerhand erfolgversprechenden Genre-Zutaten, wirkt aber dabei stets unbeholfen und vollkommen unstrukturiert. Da verschmelzen Elemente aus bekannten Weltuntergangs-Zombie-Szenarien mit klassischem Carpenters “The Thing“-Zitaten und ekelerregender “Street Trash“-Bodymelt verbindet sich mit bluttriefender Splatterkost.
Leider wirkt der ambitionierte Zutaten-Cocktail teilweise zu überladen, sodass man als Zuschauer das Gefühl nicht loswerden möchte, vollkommen die Orientierung verloren zu haben. Immerhin wissen die wenigen Spezialeffekte zu überzeugen. Zeugten diese im Trailer noch von mangelnder Fingerfertigkeit, so hat man sich scheinbar die Kritik der Filmfans zu Herzen genommen und an der Umsetzung gearbeitet. Die CGI-Shots wirken überzeugend, vermitteln aber dennoch den Eindruck, als wäre das gesamte Produktionsbudget allein nur in die grafisch ansprechenden Effekt-Szenen geflossen. Vermutlich auch ein Grund dafür, warum das Drehbuch selten über das Niveau bekannter RTL Daily-Soaps hinausreicht. Die Kosten für einen anständigen Skript- und Drehbuchschreiber wären vermutlich explodiert, wobei selbst der talentierteste Drehbuchautor kläglich daran gescheitert wäre, all die merklich unlogischen Zulänglichkeiten aus der dreist zusammengeklauten Geschichte zu korrigieren.
“Dead Shadows” wirkt von Anfang bis Ende unfertig. Die Geschichte ist vollkommen unklar, Erklärungsversuche über den Sinn des gesamten Trubels sucht man hier vergebens. Hinzukommt, dass die wenigen Protagonisten vorwiegend improvisieren, anstatt zu interagieren. Das Drehbuch ist eine einzige Katastrophe und äußert sich durch wirre Gedankenfetzen, die den Hauptcharakter “Chris” von einem Schauplatz zum nächsten hetzen lassen. Zudem scheint ein wahrliches Genie am Tonmischpult gesessen zu haben, das unweigerlich daran Spaß gehabt haben muss, den diversen Schlägen, Hieben und Tritten im Film einen besonderen Comic-ähnlichen Tonschlag einzuverleiben, der dem Film eine unfreiwillige Komik beschert. Hinzukommt, dass die vollkommen amateurhafte deutsche Synchronisation bereits nach nur wenigen Minuten durchaus zu nerven beginnt, aber immerhin treffend den Qualitätsgehalt des Films zu unterstreichen weiß.
Trotzdem, auch wenn sich diese Kritik ziemlich negativ liest, so besitzt “Dead Shadows” ein ziemlich überraschendes Tempo, dass gerade Liebhaber trashiger und sinnentleerter Unterhaltung gefallen dürfte. Dennoch mehr als ein kleiner, anspruchsloser Snack für Zwischendurch ist „Dead Shadows“ leider nicht geworden.
Dead Shadows – Fazit

Horrorschnellschuss mit ansprechenden Effekten, aber null Story!
Dead Shadows – Zensur
Die deutsche Heimkino-Fassung ist mit der “Keine Jugendfreigabe“-Kennzeichnung vollkommen ungeschnitten. Der Film selbst ist hierbei jedoch in seiner ungeschnittenen Version bereits für Jugendliche ab 16 Jahren geeignet. Vermutlich ist die 18er-Freigabe auf das Bonusmaterial der Heimkinofassung zurückzuführen.
Dead Shadows – Deutsche Blu-ray
TECHNISCHE DATEN
Originaltitel: Dead Shadows; Frankreich 2012
Genre: Horror/Thriller
Ton: Deutsch + Französisch DTS-HD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1080p/24, 2.35:1
Laufzeit: ca. 76 Min.
FSK: keine Jugendfreigabe
Verpackung: Edle, schwarze Amaray mit Wendecover
Extras: Teaser, Trailer, 30-minütiges Interview mit dem Regisseur (dt. UT), kurzer Einblick in die Spezialeffekte, Deleted Scenes
Über die Qualität der Blu-ray gibt es nichts zu meckern. Das Bild ist ordentlich und der Ton ebenso. Nur die Synchronisation wirkt billig und lieblos. Die Schärfe ist für einen Film dieser Kategorie entsprechend knackig und weiß durch eine Detailgenauigkeit zu überzeugen.
Extras machen sich dennoch rar. Es gibt einen kurzen Einblick in die Spezialeffekte, die kurz bebildern, wie man die diversen CGI-Effekte mittels Bluescreen-Verfahren realisieren konnte. Zudem hat sich ein ca. 30-minütiges Interview mit Regisseur David Cholewa auf die Blu-ray verirrt, dass löblicherweise mit deutschen Untertiteln ausgestattet wurde. Einige Trailer und Deleted Scenes runden das Gesamtpaket ab. Zwar nicht viel, aber immerhin durchaus informativ. Neben der DVD und einer Blu-ray kann der Film auch als 3D Blu-ray erworben werden.
Dead Shadows (Uncut Edition) [Blu-ray] bei AMAZON bestellen
Dead Shadows – Trailer
Hellraiser80
Ähnliche Filme:
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Filmreview: “Hansel & Gretel get baked” (2013)
Hansel & Gretel get baked
Story
Hansel (Michael Welch) und seine Schwester Gretel (Molly C. Quinn) haben mal wieder so richtig Lust einen gehörig fetten Joint durchzupfeifen. Kurzum macht sich Gretel´s Freund Ashton (Andrew James Allen) auf den Weg, einige Gramm hochwertiges Marihuana zu besorgen. Glaubt man den Gerüchten, so soll die alte Agnes (Lara Flynn Boyle) über den besten Stoff der Stadt verfügen. Doch der friedliche und gastfreundliche Schein der gebrechlichen Dame trügt, denn hinter der Fassade des eigentlich harmlos wirkenden Mütterchen, verbirgt sich das unberechenbare Böse. Sie lockt nichtsahnende Teenager in ihr Haus, wo sie die Kids genüsslich foltert und anschließend verspeist, um sich deren jugendliche Lebenskraft einzuverleiben zu können. Nachdem Gretel vergebens auf die Rückkehr ihres Freundes wartet, machen sich die Geschwister auf die Suche nach dem vermissten Freund und stoßen bei ihren Recherchen auf das dubiose Geheimnis der blutgierigen Hexe Agnes!
Hansel & Gretel get baked – Kritik
Kaum erblickt eine lukrative Film-Idee das Licht der Zelluloid-Welt, kann man als Filmfreund flink davon ausgehen, dass unzählig thematisch ähnliche Werke, wie Pilze aus dem Boden sprießen werden, die im Zuge des Originals schnell auch noch einige Dollars Gewinn machen möchten. Zu einem der wohl bekanntesten Kandidaten dieser Art gehört das ominöse Filmstudio “The Asylum“, das sich seit jeher dieser dreisten Masche bedient und wohl jedem interessierten Horrorfilmfreund hinreichend bekannt sein dürfte. Seit ihrem fragwürdigem Bestehen hat es sich die B-Movie-Schmiede zur Aufgabe gemacht, die Ideen bekannter Mainstream-Filmchen preisgünstig und fachgerecht zu recyceln, um oftmals noch vor dem eigentlichem Kinostarts der Vorlage, Genre-Fans mit ihren trashig-belanglosen No-Budget-Werken gehörig auf den Zünder zu gehen. Auch das massentaugliche Horrormär “Hänsel und Gretel: Hexenjäger” aus dem Hause “Paramount/MGM” scheint hierbei einigen sehr emsigen Filmemachern eine vielversprechende Vorlage geboten zu haben, sodass der Heimkinomarkt aktuell einmal mehr mit einem ziemlich dreisten Etikettenschwindel überschwemmt wird. Insofern sich der interessierte Genre-Filmfreund nicht bereits in unzähligen Foren über das Vorhandensein diverser “Hänsel und Gretel“-Duplikate informiert haben sollte, dürfte er aufgrund der diversen Mogelpackungen vermutlich schnell den Überblick verlieren und sich fragen, bei welchen dieser diversen Filme es sich denn nun eigentlich um das glattgebügelte Kino-Original handelt?
Auch der vorliegende “Hansel & Gretel get baked” lässt, aufgrund der ziemlich absurden Story, einmal mehr vermuten, dass es sich bei dieser etwas sehr frei interpretierten “Hänsel und Gretel“-Version um ein billig heruntergekurbeltes “Asylum“-Werk handelt. All denen sei jedoch versichert, das hier Entwarnung gegeben werden darf. Wie das, zugegebenermaßen, sehr groteske Filmplakat bereits verlauten lässt, haben sich hier die Produzenten des erfolgreichen “Twilight“-Franchise zusammengerafft und einen Film geschaffen, der diesmal rein gar nicht jugendkonform daherkommen möchte. Hier werden keine weichgespült-verliebten Teenies mit allerhand pubertären Alltagsproblemchen konfrontiert, sondern die wenigen Protagonisten dürfen sich mit einer durchaus boshaft-grimmigen Zeitgenössin umherschlagen, die daran Gefallen gefunden hat, nichtsahnende Teenager schön sadistisch in kleine Scheibchen zu filetieren, damit sie diese formgerecht den gierigen Schlund hinabwürgen kann. Hierbei sollte das gelüstge Treiben durchaus mit einem zwinkernden Auge genossen werden, denn “Hansel and Gretel get baked” hat im Grunde genommen nur im entferntesten überhaupt noch irgendetwas mit der Grimmschen Vorlage zu tun. Stattdessen gibt es hier Fun-Splatter nonstop für all die Horrorfans, die einmal mehr mit Vorliebe den Intellekt ausschalten und sich von schön dümmlicher Horrorware berieseln lassen möchten. Regisseur „Duane Journey“ gelingt es mit viel Wortwitz einen durchweg unterhaltsamen Partyfilm zu kreieren, der sich vollkommen unbeschwert bedeutend besser durchschlägt, als die letzten 20 “Asylum“-Werke zusammen. Immerhin bietet das kuschelige Heim der mordgeilen Hexe Agnes Unterschlupf für allerhand skurrile Zeitgenossen, die in den unmöglichste Momenten, die vollkommen schwachsinnigsten Dinge veranstalten. Da werden “unbrauchbare” Kids kurzum in Zombies verwandelt, die es sich in Mülltonnen und Küchenschränken gemütlich machen und Hexe Agnes fortan treue Dienste erweisen. Auch ein dämonischer Killerhund sorgt für Zucht und Ordnung im Haushalt, sodass es allzu neugierigen Kids durchaus erschwert werden dürfte, einen Ausweg aus dem absurden Folter-Irrgarten zu finden.
In seinen besten Momenten erinnert “Hansel & Gretel get baked” ziemlich grandios an die kreativen “Night of the Demons“-Filme der späten 80er Jahre, in denen die dämonische Präsenz einer gewissen Angela unter Teenagern für Angst und Schrecken sorgte und welche sich deren Körper durch allerhand perfiden Ideen entledigte. “Hansel & Gretel get baked” macht da natürlich auch keine Ausnahme, nur mit dem Unterschied, dass das Töten im Jahre 2013 natürlich etwas expliziter und handfester daherkommt, als es vermutlich in den 80ern der Fall gewesen ist. Hier werden Augäpfel zweckentfremdet und Beine amputiert, damit diese dann köstlich aufbereitet auf dem Küchentisch serviert werden dürfen. Das liest sich zwar vermutlich durchaus widerlich, wird aber mit einem derart zynischen Unterton gewürzt, dass diese Szenen schnell ihren eigentlichen Schrecken verlieren.
Manchmal fragt man sich als Horrorfilmfreund, auf welch seltsame Ideen so manch Filmschreiberling kommt. Da werden Hänsel und Gretel als Teenager in die Gegenwart transferiert und geraten an eine Marihuana-dealende Frau, die sich im Endeffekt als Fleisch verspeisende Furie entpuppt. Okay, dass wirkt wahrlich arg gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber in der Umsetzung erfrischend unterhaltsam. Hierbei sei vor allem die Leichtigkeit zu nennen, mit welcher der Film es schafft, eine durchaus kurzweilige Geschichte zu erzählen, die im Grunde genommen einen Gehalt von Null besitzt. Macht nichts, hier gibt es Blut und Gemeinheiten satt für alle Horrorfilmfans, die es blutig und witzig zu gleich mögen! Von daher, ein 6er-Pack Bier zur Hand, Glotze an und Hirn auf Standby herabgefahren – “Hansel & Gretel get baked” rockt!
Hansel & Gretel get baked – Fazit

Fieser Splatter-Partyfilm für all die Fans, der etwas handfester Zunft.
Hansel & Gretel get baked – Zensur
Die deutsche Fassung dürfte ungeschnitten eine „Keine Jugendfreigabe“-Einstufung erhalten.
Hansel & Gretel get baked – Trailer
Hellraiser80
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Night of the Demons – Remake (2009)
Filmreview: “Sushi Girl” (2012)
Sushi Girl
Story
Sechs Jahre nach ihrem schiefgelaufenen Diamanten-Coup stoßen 5 Kriminelle erneut aufeinander, um über den Verbleib der Beute zu diskutieren. Fish, der damals die gesamte Schuld auf sich nahm und eine Haftstrafe abbüßen musste, wird zusammen mit den übrigen Komplizen in ein baufälliges asiatisches Restaurant geladen, wo er die übrigen Mittäter bei einem ausufernden Sushi-Festschmaus über den Verbleib der Diamanten unterrichten soll. Doch leider scheint Fish nicht wirklich zu wissen, wo sich die kostbare Beute befindet. Ganz zum Leidwesen der restlichen Anwesenden, denn die scheinen über Fish´s (gespielte?) Unwissenheit so rein gar nicht erfreut zu sein. Kurzum fesseln sie den ahnungslosen Burschen auf einen Stuhl und beginnen ihn aufs Ungnädigste zu foltern, in der Hoffnung doch noch irgendwelche verwertbaren Informationen über den Aufenhaltsort der kostbaren Steine ergattern zu können…
Sushi Girl – Kritik
Oftmals kann es von Vorteil sein, die eigene Erwartungshaltung an einen Film gänzlich herabzustufen, um letztendlich nur bedingt enttäuscht zu werden. Hin und wieder kann es jedoch auch passieren, dass man als Zuschauer schier überrascht ist, wie gut ein Film unterhalten kann, von dem man zuvor nichts wirklich Produktives erwartet hat. Auch der vorliegende “Sushi Girl” macht da keine Ausnahme und dürfte dem bewanderten Filmfreund vor der eigentlichen Sichtung ein nur müdes Lächeln entlocken können. Das mag vor allem daran liegen, dass die zugrunde liegende Rachestory einmal mehr fachgerecht recycelt wurde und eine unweigerliche Ähnlichkeit zu dem 1992 entstandenen „Reservoir Dogs“ besitzt. Der enthusiastische Tarantino-Fan dürfte hierbei vermutlich wütend auf die Barrikaden klettern und zu Recht einmal mehr bekräftigen, wie ideen- und respektlos heutige Filmemacher geworden sind, dass sie bereits unbedeutende Plagiate hochgelobter Kultstreifen für den Heimkinomarkt produzieren müssen. So wirklich unbegründet scheint die Anklage letztendlich nicht, denn “Sushi Girl” liest sich nicht nur wie ein “Reservoir Dogs“, sondern schaut zudem auch noch haargenau wie einer aus. Das beginnt bei der fast haargenauen Thematik die dem Film zugrunde liegt, geht in eine ebenso überaus schräge Charakterskizzierung über und endet mit den gleichen ultra-coolen Wortspielereien, die seit jeher das Schaffen Tarantinos prägen. Dennoch sollte man vermutlich nicht so hart mit “Sushi Girl” ins Gericht gehen, letztendlich handelt es sich bei diesem Genre-Beitrag um den Einstieg eines noch unbekannten Nachwuchsfilmerlings in das internationale Filmgeschäft.
Auch wenn die Tatsache so ziemlich groteske Züge erhält und sich Regie-Neuling “Kern Saxton” für sein Debüt-Werk etwas zu unverfroren am kultigen Erstlingswerk Tarantinos vergangen hat, so lässt sich dennoch nicht leugnen, dass “Sushi Girl” durchaus seine Momente besitzt und eigentlich gar nicht so übel ist, wie anfänglich vermutet.
Vor allem der grotesk zynische Unterton, der die Gegebenheiten begleitet, sowie die wenigen Protagonisten, die an Skurrilität kaum zu übertreffen sind, heben “Sushi Girl” deutlich über den Durchschnitt und bereichern den Film ungemein.
Dabei dürfte es vor allem Fans der Horror-Legende “Tony Todd” einmal mehr erfreuen, dass es der ehemalige “Candyman“-Darsteller auch Jahre nach seinem kultigen Auftritt als messerschwingender Killerdämon immer wieder schafft, die von ihm gespielten Filmrollen mit seinem ganz individuellen Feinschliff zu bereichern. Egal in welchem Film “Todd” bisher aufgetreten ist, seine geheimnisvolle und unheimliche Aura bleibt im Gedächtnis haften, sodass es eine Wonne ist, dem Schauspieler auch bei seinem superben Agieren im vorliegenden “Sushi Girl” beiwohnen zu dürfen. Doch nicht nur “Todd” scheint der eigentliche Glanzpunkt dieses Filmes zu sein, auch der Rest der geladenen Gäste ist wahrlich nicht Ohne, wobei hierbei die Leistungen von “Mark Hamill” und “Andy Mackenzie” nicht unbeachtet bleiben sollten. Ihr widerliches Handeln als “dynamisches Folterduo” scheint sich des öfteren bezahlt zu machen und verhindert, dass “Sushi Girl” nicht gänzlich in der Bedeutungslosigkeit verschwindet. Da sich das Kammerspiel teilweise in zu langatmigen Wort-Duellen verliert, lenken einige Folter-Spielchen die Aufmerksamkeit des Zuschauers zurück auf die Gegebenheiten des Films. Hierbei wird das grafische Foltern des Mitkomplizen “Fish” (Noah Hathaway) mit einigen merklich unangenehmen FX aufbereitet, sodass zumindest Gorehound ihre helle Freude mit diesem gewalttätigen und stylisch durchfotografierter Gangsterthriller haben dürften. Als Filmfreund fragt man sich aufgrund derart Zeigefreudigkeit, wie es “Sushi Girl” letztendlich eigentlich geschafft hat, ungeschnitten die FSK passieren zu dürfen, denn wirklich zimperlich geht es hier nicht gerade vonstatten. Da werden Zähne gezogen und Nägel in Kniescheiben geschlagen, nur um am Ende die Erkenntnis zu erlangen, dass die selbstzweckhaften Gewaltexzesse gegenüber dem leidenden “Fish” vollkommen überflüssig gewesen sind, da sich die übrigen Fieslinge mit einer gänzlich andere Bedrohung konfrontiert sehen. Immerhin wartet der Film mit einem überraschenden Storytwist auf, der die Gegebenheiten in vollkommen absurde Sphären verfrachtet. Auch wenn das überraschende Ende ein wenig sehr kontruiert wirkt, so macht es den Film dadurch keineswegs schlechter. Zudem wird der Zuschauer in den letzen Filmminuten über den zugrundeliegenden Titel aufgeklärt, der bis kurz vor Abschluss scheinbar keinen wirklichen Sinn machen will.
“Sushi Girl” ist weder Fleisch noch Fisch, aber dennoch kein wirklich schlechter Vertreter seine Gattung. Zwar sind hier unverkennbare Parallelen zu Tarantinos Erstwerk „Reservoir Dogs“ (1992) zu erkennen, dennoch gilt auch hier die Devise: lieber gut geklaut, als schlecht selbst erdacht. Das größte Manko des Films ist jedoch, dass er augenscheinlich etwas zu “cool” sein möchte, was sich durch die teilweise etwas unbeholfenen Wortspielereien bemerkbar macht. Hier eifert Regisseur und Autor “Kern Saxton” etwas zu versteift seinem großen Vorbild hinterher, sodass sich sein Erstlingswerk in arg langatmigen und unwichtigen Dialoggefechten verfängt. Dennoch wissen einige grafisch ansprechende Folterszenen dieses Manko wieder wett zu machen und die Handlung voran zu treiben. Das eigentliche Opfer “Fish” wird hierbei mit allerhand “Werkzeug” genüsslich über den Jordan gemeuchelt, was “Sushi Girl” durchaus für Splatter-Horrorfans interessant machen dürfte. Leider schafft es “Saxton” hier dennoch nicht ein Mitfiebern zu bewirken, denn der eigentliche Sympathieträger bietet kaum Identifikationsmöglichkeiten. Sein leidliches Schicksal wird zwar zu Beginn grob durchleuchtet, verliert aber im Verlauf der Geschichte an Interesse, sodass vermutlich die Rolle des “Fish” allein nur deshalb in die Handlung gestreut wurde, um die Gore-Fraktion unter den Filmfans befriedigen zu können, zumal die sinnfreien Gewalteskapaden letztendlich ins Nichts verlaufen und ziemlich selbstzweckhaft wirken.
Auch wenn der vorliegende Thriller wahrlich nicht perfekt ist, will man mal als interessierter und offener Cineast nicht meckern. Die Geschichte wird (wie bereits seine kongeniale “Vorlage”) in geschickten Rückblenden erzählt, die am Ende, trotz des etwas aufdringlich wirkenden Überraschungs-Plots, durchaus Sinn ergeben. Einige witzige Miniauftritte bekannter B-Akteuren lockern “Sushi Girl” zudem erheblich auf und dürften vor allem alteingesessene Filmfreunde einmal mehr verschwitzt grinsen lassen. Insofern man die eigenen Erwartungshaltung herabsenkt, erlebt man als Zuschauer knapp 98 Minuten kurzweilige und glatt-polierte Indie-Unterhaltung, die sich wohlwollend von der Masse an aktueller Horror- und Thriller-Ware abzuheben weiß.
Sushi Girl – Fazit

Lieber gut geklaut, als schlecht selbst gewerkelt – Kleines, äußerst brutales Kammerspiel mit ziemlich skurrilen Charakteren, das ein wenig arg an Werke “Quentin Tarantinos” erinnert.
Sushi Girl – Zensur
Die deutsche Fassung ist mit der “Keine Jugendfreigabe“-Kennzeichnung vollkommen ungeschnitten.
Sushi Girl – Deutsche Blu-ray
TECHNISCHE DATEN
Originaltitel: Sushi Girl; USA 2012
Genre: Horror/Thriller
Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD MA 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1080p/24, 2.35:1
Laufzeit: ca. 99 Min.
FSK: keine Jugendfreigabe
Verpackung: Amaray mit Wendecover
Extras: Leider nur der Trailer zum Film und zu kommenden Highlight aus dem Hause “Ascote Elite”
Rein qualitativ kann man auch bei der vorliegenden deutschen Blu-ray nicht meckern, insofern man einzig auf die Qualität des Hauptfilms Wert legt. Denn dieser kommt mit ziemlich ansprechenden Bild und anständigen Ton daher. Wirkliche Mängel sind hier nicht zu erkennen. Die Schärfe und der HD-Effekt ist stets präsent und die hier abgelieferte Qualität beweist einmal mehr, dass auch ein kleiner Indie-Film mit überraschend gutem Bild punkten kann. Tontechnisch sollte man keine Glanzleistungen erwarten. Da der Film vorwiegend von seinen Gewalteskapaden und Wortfloskeln lebt und demnach sehr dialoglastig daherkommt, haben die hinteren Boxen nur bedingt zu werkeln. Leider haben es, bis auf den deutschen sowie den internationalen Trailer, keine weiteren Bonusmaterialien auf die Disc geschafft, was wirklich bedauerlich ist, zumal es sich bei “Sushi Girl” um einen interessanten Titel handelt, der mit einigen Cameos beliebter B-Moviehelden aufwarten kann. Diese hätten vermutlich so einiges zu berichten gehabt. Selbst einen Audiokommentar des Regisseurs sucht man hier vergebens! Schade! Das Filmpaket wird, wie üblich, mit einigen hauseigenen Heimkino-Trailern bereichert – das war´s dann leider auch schon.
Sushi Girl (Uncut) [Blu-ray] bei AMAZON bestellen
Sushi Girl – Trailer
Hellraiser80
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Reservoir Dogs – Wilde Hunde (1992)
Filmreview: “The Helpers” (2012)
The Helpers
Story
Es hätte für die sieben Freunde dieser kleinen Geschichte ein wahrlich feierfreudiges Wochenende werden können.
Doch wie so oft in Horrorfilmen dieser Art, meint es das Schicksal mit den Teens gänzlich anders, als anfänglich erwartet. Ihre euphorische Reise nach Sin City, Las Vegas, wird kurzum durch eine Autopanne unterbrochen.
Gott sei Dank entdeckt die Gruppe irgendwo im Nirgendwo ein kleines Motel, dass sich scheinbar auf die Reparatur derart “zufälliger” Pannen spezialisiert zu haben scheint. Guter Dinge, die Fahrt bald fortsetzen zu können, verbringen die Freunde die Nacht in der abgelegenen Herberge. Ein fataler Fehler, denn hinter der hilfreichen und gastfreundlichen Fassade der zuvorkommenden Motel-Inhaber, verbirgt sich das personifizierte Böse …
The Helpers – Kritik
Es gibt Filmthemen, die scheinen derart begehrt zu sein, das man sie wieder und wieder lukrativ recyceln muss.
War es vor einigen Jahrzehnten noch das beliebte Slasher-Genre, dass mit Vorliebe durch den Fleischwolf gezwirbelt und gehörig abgemolken wurde, so zieren aktuell blutgierige Killerviren, menschenverachtende Folterspielchen oder Wackelcam-geile Poltergeister die internationale Filmlandschaft. Kaum ein Genre-Werk entsteht derzeit, das sich nicht mit derart totgefilmten Horrorstoffen beschäftigt und um die Gunst der Zuschauer buhlt, in der Hoffnung halbwegs Beachtung geschenkt zu bekommen, damit die Macher hinter dem Beitrag rasch die schnelle Mark verdienen können.
Der vorliegende Vertreter “The Helpers” reiht sich hierbei ideal in die endlos lange Reihe aktueller Folterfilme ein, die mit Vorliebe dem nachgehen, was sie vermutlich am besten können: zu langweilen.
Ohne ein Fünkchen Originalität zu vermitteln oder kreative Eigenständigkeit zu beweisen wird hier genüsslich gefoltert und sadistisch gedemütigt, einzig der Gewalt und der Provokation wegen. Die Vorgeschichte (insofern man das Konstrukt überhaupt als Geschichte betiteln kann) ist schnell erzählt, sodass dieser aktuelle Folteraufguss erstaunlich straff zum Punkt kommt, damit der gewaltgierige Gorehound auch rasch das genießen darf, was er letztendlich von Filmen dieses Kalibers erwartet: sinnentfremdete Quälerei nonstop.
Wer jetzt dennoch darauf hofft, dass das auch alles hübsch hart anzuschauen ist, der irrt.
Vielmehr irrt Regisseur “Chris Stokes” zu euphorisch seinen großen Vorbildern “Hostel” und “Motel” hinterher, sodass er bereits nach nur wenigen Film-Minuten die Orientierung über seine ohnehin dürftig zusammengeflickte Filmchen verliert. Nicht nur, dass die Interaktionen der wenigen Protagonisten vollkommen hirnrissig erscheinen, auch die Geschichte wirkt zunehmend konfus, sodass der Film zur echten Geduldsprobe avanciert. Vor allem die skrupellosen “Helfer” beginnen bereits nach ihrem ersten Auftauchen gehörig zu nerven und versuchen im Verlauf der Handlung zwanghaft böse und hinterlistig zu wirken. So wirklich eindrucksvoll will ihnen das jedoch nicht gelingen, denn ihr lustloses Agieren wirkt weniger bedrohlich, als vielmehr konsequent einschläfernd. Und so hilft es dem Film letztendlich auch nicht, dass es zwei weibliche “Helferinnen” offensichtlich zu gut mit Ihrem übertriebenen Overacting meinen und in einer Tour versuchen mit Hilfe zynischer Wortfloskeln ihren männlichen Mitstreitern die Show stehlen zu wollen.
Das permanent überspitzte Gegacker wirkt hierbei derart störend und unfreiwillig komisch, dass man sich als Zuschauer vollkommen verwirrt fragt, ob es sich nun bei “The Helpers” um eine rabenschwarze Komödie oder einen vermeintlich bösen Terrorfilm handeln soll. Zudem lässt sich nicht leugnen, dass einige der ambitionierten Jungdarsteller unglaublich mies vor der Kamera agieren, sodass es dem vorliegenden “The Helpers” nur selten gelingt, über Amateurfilmniveau hinaus zu schlittern.
Nachwuchs für emsige Folterexperten gesucht? Dann sollte dieser aktuelle Nonsens möglichst gemieden werden.
Das aktuelle “Meisterwerk” aus der Serie sadistisch-angehauchte “Möchte-gern-Folterstreifen” ist ein wirklich haarsträubend schlechter Vertreter seiner Gattung, denn hier wird schauspielerisches “Nichtkönnen” erstaunlich groß geschrieben. Ein grandiose Feuerwerk unweigerlichen Fremdschams. Gerade weil dem Film keine wirklich halbwegs spannende Geschichte zugrunde liegt und die improvisierenden Leistungen der wenigen Darsteller sehr zweifelhaft in Erscheinung treten, kommt rasch Langeweile auf, welche das muntere Treiben auf der heimischen Mattscheibe unerträglich gestalten dürfte. Dabei sind es nicht die Demütigungen und Folterungen selbst, die bitter aufstoßen, sondern die gesamten Inszenierung, die nur selten über Amateurstatus hinausreicht. Regisseur “Chris Stokes” schafft es mit einer unglaublichen Leichtigkeit, in einfach jedes Fettnäpfchen zu stiefeln. Seinem “The Helpers” gelingt es erstaunlich selbstsicher alles falsch zu machen, was man bei einem Film diesen Kalibers falsch machen könnte. Er ist langweilig und bedeutungslos, von Terror ist im Film kaum eine Spur. Ein Mitfiebern gestaltet sich als schwieriges Unterfangen, denn die wenigen Protagonisten im Film wirken unsympathisch, eindimensional und unzugänglich.
Auch auf Gewaltebene erfindet “The Helpers” das Genre nicht neu. Erstaunlicherweise gibt es hier für ausgehungerte Gorehounds nur wenig zu bestaunen. Ein groteske Zweiteilung sowie eine überraschende Enthauptung sind die einzig wahren “Highlights” in diesem vollkommen überflüssigen Film.
Für einen Terror- und Folterfilm vermutlich viel zu unspektakulär, dürfte die belanglose Darstellungen der obligatorischen Greueltaten einzig für ein müdes Lächeln unter alteingesessenen Horrorfilmfans sorgen.
Seltsamerweise handelt es sich bei Regisseur “Chris Stokes” um einen eigentlich halbwegs erfahrenen Filmemacher, der bereits eine umfangreiche Vita vorzuweisen hat. Neben einigen (in Amerika) erfolgreichen Horror- und Musikfilmen (“House Party 4” und “Somebody Help Me 1+2“), verdiente er sich vor allem als erfolgreicher Produzent namhafter Pop-Größen (“Destiny ‘s Child“, “Bobby Brown“) ein goldenes Näschen. Sein aktuelles Schaffen jedoch, dürfte er vermutlich am liebsten wieder in der Versenkung verschwinden lassen, denn “The Helpers” ist wahrlich ein vollkommen desaströses Stück Zelluloid, auf das der Filmfreund getrost verzichten kann!
The Helpers – Fazit

“Motel” & “Hostel” erneut schlecht kopiert – Ein vollkommen unbrauchbarer und überflüssiger Film!
The Helpers – Zensur
Dürfte ungeschnitten mit “Keine Jugendfreigabe”-Kennzeichnung nach Deutschland kommen.
The Helpers – Trailer
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Nobody gets out alive
Story
Um der etwas kränklichen „Jen“ die Vorzüge des Lebens erneut schmackhaft zu machen, unternimmt sie auf den Rat ihrer Eltern hin, einen gemütlichen Campingausflug hinaus in die Wälder. Einige Freunde sind schnell zusammengetrommelt und so begibt sich die Bande in eine vermeintlich feier- und sauffreudige Zeit ohne Eltern, Stress und Hektik.
Doch was die Freunde nicht wissen: unlängst verlor ein Familienvater in jener Gegend seine einzige Tochter, die von einer Gruppe betrunkener und unachtsamer Kids beim Spielen auf offener Straße überfahren wurde. Nun, so erzählt die Legende, sinnt der gebrochene Mann auf blutgierige Rache und meuchelt jeden Jugendlichen über den Jordan, der sich in dem naheliegenden Wald verirrt hat.
Anfänglich für eine bedeutungslose Erzählung gehalten, verschwindet auch schon der erste Teen auf unerklärliche Weise.
Nobody gets out alive – Kritik
Wenn ein scheinbar unbekannter Film mit einem derb-reißerischen Plakat wirbt, rührt die Vermutung oftmals gar nicht so weit her, dass hinter derart vielversprechender Werbebotschaft auch ein derb-unterhaltsames Filmchen stecken muss.
Hat man als Filmfreund jedoch ein geschultes Auge, so erkennt man schnell, dass es Unmengen an Filmen gibt, die ihre filmischen Defizite mittels ansprechender Filmcover versuchen zu vertuschen, um gierige Horrorfans dennoch zum Kauf ihrer hölzernen Filmkost zu bewegen.
Auch der vorliegende “Nobody gets out alive” ist einer jener Filme, der mit einem deftigen Cover wirbt, um von der vollkommen desaströsen Inszenierung der zu Grunde liegenden Geschichte gekonnt abzulenken. Kreative Eigenständigkeit sucht man hier vergebens. Stattdessen wird dem Filmfreund die gefühlt millionste Geschichte eines traumatisierten Irren geschildert, der einmal mehr die Jagdsaison auf eine handvoll ahnungsloser Teenager eröffnet hat. Auch wenn das formschöne Filmposter eine liebevolle Hommage an die diversen Slasher-Klassiker der schmuddeligen 70er und knall-poppigen 80er verspricht, so sind die diversen Zitate im Film eine wahrliche Beleidigung für all die Werke, die dieses Sub-Genre maßgeblich mitgeprägt haben.
Kreative Eigenständigkeit wird in “Nobody gets out alive” konsequent klein geschrieben. Statt dem unlängst totgefilmten “Teenager-in-Angst-Kino” halbwegs neue Facetten einzuverleiben, verharrt der vorliegende Slasher-Aufgruss in einem zähen Gemisch aus “zerfilmten” Genre-Regeln und katastrophaler Einfallslosigkeit. Spannung kommt dabei selten auf und so darf sich der interessierte Horrorfilmfreund durch ein uninspiriertes und bedeutungsloses Filmchen quälen, das krampfhaft versucht in die Fußstapfen seiner großen Vorbilder zu schlüpfen.
Auch wenn Regie-Newcomers „Jason Christopher“ stets darum bestrebt ist, aus dem vermutlich kaum vorhandenen Budget das Maximum herauszuholen, so kann er dennoch nicht vertuschen, dass seinem Debüt der unweigerlich amateurhafte Grundton und die stümperhafte Ernsthaftigkeit mitnichten zugute kommt. Diverse Szenen bergen zwar eine gewisse, bedrohliche Stimmung, verlieren aber aufgrund der technischen Defizite und der laienhaften Darstellung einiger Protagonisten immens an Intensität. Einzig durch die erstaunlich rauen Gewaltspitzen dürfte der Film zumindest bei Gore-Liebhaber auf Zustimmung stoßen. Auch wenn einige Spezialeffekte (übrigens durchweg handmade) in ihrer Umsetzung als einfach durchschaubar zu betiteln sind, so verfehlen sie ihre widerwärtige Wirkung nur selten. “Nobody gets out alive” ist erstaunlich ruppig und ziemlich hart, sodass zartbesaitete Gemüter rasch die Nerven verlieren dürften. Zumindest in diesen Belangen ist „Jason Christopher´s“ Erstlingswerk klassischen Vertretern seiner Gattung einiges voraus. Nur ob blut- und menschenverachtende Gewaltexzesse allein einen guten Film ausmachen, sollte jeder für sich selbst entscheiden.
Heute besorgen wir uns eine HD-Cam und drehen mit einigen Freunden geschwind einen überaus schlechten Horrorfilm. Dachte sich Newcomer „Jason Christopher“ und rief unweigerlich den unausgegorenen “Nobody gets out alive” ins Leben. Auch wenn einige befremdlich-kontrastreiche Filterspielereien zu Gefallen wissen, so kann der erste Lang-Spielfilm des Nachwuchstalents kaum überzeugen. Die dilettantische Ernsthaftigkeit, welche die gesamte Inszenierung seines Slasher-Debakels durchzieht und die fast schon penetrant-peinliche Ideenlosigkeit seiner Geschichte, brechen dem (ursprünglich betitelten) “Down the Road” gänzlich das Genick. Hinzukommt, dass die wenigen Schauspieler kaum Talent besitzen, halbwegs sympathisch und glaubhaft zu agieren. Immerhin sind ihre Weinkrämpfe und Winseleien durchaus zweckhaft, sodass die diversen wirklich deftigen Folterszenen hart anzuschauen sind. Da werden Beine abgesägt und Nägel in Schädeldecken geschlagen – der Gorehound unter den Horrorfilmfreunden dürfte sich hierbei gierig die Händen reiben. Trotzdem, die simplen, aber dennoch recht grafischen Gewaltspitzen machen noch lange keinen guten Horrorfilm aus. “Nobody gets out alive” ist abartiger Nonsens, der unter dem Deckmantel eines klassischen Slasher-Movies versucht, mit einer handvoll schlecht kopierter Szenen und stereotypen Figuren flink Kasse zu machen. Für Horrorfilmfans, die selbst bei Horrorfilmen einen gewissen Anspruch erwarten, ist dieser Genre-Beitrag eine absolute Zumutung.
Nobody gets out alive – Fazit
Unterbelichtete Slasher-Gurke, die trotz Amateuroptik, mit arg derben Szenen aufwartet – Braucht keiner!
Nobody gets out alive – Zensur
Aufgrund arg derber Szenen, kommt der vorliegende Film nicht ungeschnitten nach Deutschland.
Nobody gets out alive – Trailer
Hellraiser80
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Filmreview: “Bloody Bloody Bible Camp” (2012)
Bloody Bloody Bible Camp
Story
Es ist 1977 und eine Gruppe bibeltreuer (*hust*) Teenager begibt sich für einige Tage in das fromme „Happy-Day-Bibel-Camp“, dass sich inmitten eines dicht bewachsenen Waldgebietes befindet. Doch an Beten und Beichten ist hier nicht zu denken, denn die gelüstge Rasselbande hat Anderes im Sinn. Schnell sind einige Joints gedreht und Alkohol gekauft, als auch schon eine vermummte Gestalt durchs Geäst schleicht und die Jugendlichen für ihr unchristliches Verhalten mit dem Tode bestraft. Sieben Jahre später, die Morde der sadistischen Nonne “Mary Chopper (Tim Sullivan)” gehören bereits unlängst der Vergangenheit an, wagen sich erneut einige Teens in das sagenumwobene Feriencamp. Trotz ausdrücklicher Warnungen der Einheimischen, lässt sich Pfarrer „Richard Cummings“ (Reggie Bannister) nicht von seinem Vorhaben abbringen, zusammen mit seiner kleinen Herde unerzogener Gören einige nette und erlebnisreiche Tage in dem geheimnisvollen Feriencamp zu verbringen. Unbeirrt richten sich die Jugendlichen häuslich ein, als auch schon der erste unsittliche Teen spurlos verschwindet …
Bloody Bloody Bible Camp – Kritik
Als 1971 der erste moderne “Teen-Slasher” mit dem Titel “Im Blutrausch des Satans” über die weltweiten Kinoleinwände flimmerte, hatte vermutlich kaum ein ernstzunehmender Filmkritiker mit derart Langlebigkeit dieses Horror-Subgenres gerechnet. Wurde die Popularität des “Slasherfilms” mit “Halloween – Die Nacht des Grauens” und “Freitag der 13.” maßgeblich gefestigt, so löste der finanziell äußerst lukrative “Teen-Slasher” in den 80er Jahren einen wahren Horror-Boom aus. Vor allem unter Jugendlichen genossen die teilweise arg derben und billig heruntergekurbelten Filmchen Kultstatus und brachten eine regelrechte Lawine von thematisch ähnlichen Filmen ins rollen. Ob “Sleepaway Camp“, “The Burning” oder “A Nightmare on Elm Street” – kaum ein Filmstudio existierte, das nicht auch einige Dollars aus dem bereits totgetrampelten Genre herausschlagen wollte und mehr oder wenige sinnvolle Beiträge ins Kino brachte oder direkt auf VHS veröffentlichte.
Der vorliegende Horrorfilm “Bloody Bloody Bible Camp” ist einer dieser Film, der vermutlich perfekt in jene Zeit gepasst hätte und der heute vermutlich nur eingefleischten Nostalgie-Horrorfans ein enthusiastisches Lächeln entlocken dürfte. “Bloody Bloody Bible Camp” gehört zu der Art von Filmen, die sich ehrfürchtig vor den ganz großen Slasher-Klassiker der 70er und 80er verbeugen und versuchen wollen, den naiven aber dennoch liebenswerten Charme der diversen “Teenager-in-Angst“-Filmchen in das aktuelle Jahrtausend zu transferieren. Anstatt jedoch die bekannten Klischees dieser Filmchen uninspiriert abzuhandeln, versuchte Regisseur “Vito Trabucco” seine Geschichte mit einem gehörigen Augenzwinkern zu versehen, denn “Bloody Bloody Bible Camp” ist kein Film, den man Ernst nehmen sollte. Die Richtung dieser Teenager-Farce ist schnell ergründet und so erweist sich “Das blutige Bibel-Camp” als eine groteske Mischung aus bekanntem “Freitag der 13.“-Franchise sowie diversen “Troma“-Werken der frühen 80er Jahre, ohne jedoch nur annähernd deren Genialität zu erreichen. Dabei stellt sich schnell heraus, dass “Trabucco” die zugrundeliegenden Klassiker erstaunlich genau studiert haben muss, denn “Bloody Bloody Bible Camp” bietet ein wahrhaftig umfangreiches Sammelsurium bekannter Metapher und Klischees der wegweisendsten Teen-Slasher, die im Schlagabtausch mit Unmengen pubertärer Fäkalwitzchen um die Gunst der Zuschauergunst buhlen wollen. Anfänglich gelingt dem Film das erstaunlich gut. Trotz aller Political Incorrectness und der immensen Anzahl haarsträubender Geschmacklosigkeiten weiß das “blutige Bibel Camp” mit einer unverbrauchten Frische und erheblichen Kurzweil zu überzeugen. Hierbei gestaltet sich das offensichtlich schlechte Schauspiel der (von mindestens 30jährigen Schauspielern gespielten) überdrehten Teens als unglaublich komisch. Die Absurditäten-Schau wird zudem mit einer reichlichen Priese Slapstick angereichert, welcher nicht selten für einige Schenkelklopfer sorgt. Dass selbst die wenigen Schauspieler am Set einen gehörigen Gaudi gehabt haben müssen fällt direkt ins Gewicht, denn selbst Filmlegende “Reggie Bannister” („Phantasm“) versprüht einen erfrischenden Ehrgeiz, der sich direkt auf den Zuschauer überträgt.
Leider schafft es “Bloody Bloody Bible Camp” nicht, das anfänglich arg ansprechende Tempo konsequent über die ganze Filmlaufzeit zu halten. Nach den ersten Morden dauert es eine geschlagene Stunde, bis Schwester “Mary Chopper” (übrigens gespielt von „Tim Sullivan“, der sich zuletzt als Regisseur für die Filme “Chillerama“, “2001 Maniacs” verantwortlich zeichnete) ihr blutgieriges Treiben fortsetzen darf. Der enorme Leerlauf und die mangelnde Gag-Rate im Mittelteil des Films stellen hierbei das größtes Manko dieser Horrorparodie dar. Auch wenn einige nackte Tatsachen vor allem männliche Zuschauer vortrefflich munden dürften, so kann “Bloody Bloody Bible Camp” nicht verbergen, dass hier einiges an Potenzial mangels unausgegorenen Drehbuch verschenkt wurde.
“Bloody Bloody Bible Camp” ist einer der wenigen Vertreter des Slasherfilms, der gar nicht vertuschen möchte, dass er eigentlich vollkommen hirnrissig ist. Hier werden bekannte “Teenager-in-Angst“-Klischees aus bekannten Klassikern, wie “Freitag der 13.” und “Halloween” auf die Schippe genommen und mit reichlich pubertierenden Fäkalhumor gewürzt. Der hirnlose Muskelprotz ist die gesamte Filmlaufzeit über damit beschäftigt, die naive Top-Model-Barbie in die Kiste zu bekommen. Hinzukommt, dass sich der einzelgängerische Außenseiter mit einem reichlich naiven Fettwanst das Zimmer teilen muss und Pfarrer „Cummings“ weniger am Wohl seiner Schützlinge interessiert ist, statt vielmehr unter Drogenkonsum in seinen schwulen Männermagazinen zu blättern. Die bewusst miese Charakterzeichnung birgt einige haarsträubende Stereotypen, die den Film jedoch erfrischend bereichern. Leider reduzieren sich die positiven Ansätze der vollkommen überdrehten Freakshow vorwiegend auf den Anfang des Films. Auch wenn einige Ideen an die goldene Ära des “Troma“-Studios erinnern, so schafft es “Bloody Bloody Bible Camp” in leider nur wenigen Momenten die grandiose Kreativität und den gesellschaftskritischen Zynismus der 80er Jahre Kultfilm-Schmiede zu erreichen. Trotzdem, gerade Horrorfilmfans, die eine Vorliebe für vollkommen sinnentleerten Trash besitzen, dürften an dem vorliegenden Nonsens vermutlich ihre helle Freude haben. Zum unübersehbaren Overacting der Protagonisten gesellen sich vollkommen superbe (handgemachte!) Splatterszenen, die trotz aller Liebe zum Detail eher ein lauthalses Lachen entlocken können, als markerschütternde Abscheu!
Bloody Bloody Bible Camp – Fazit

Herrlich trashige und bewusst überzogen inszenierte Persiflage der gesamten Slasher-Werke der 80er Jahre, die bei weitem besser ist, als einige ernste und aktuelle Vertreter der “Teenager in Angst“-Filme.
Bloody Bloody Bible Camp – Zensur
Aufgrund einiger vollkommen übertriebenen Splatterszenen, dürfte eine ungeschnittene, deutsche Fassung von der FSK eine “Keine Jugendfreigabe“-Kennzeichnung erhalten.
Bloody Bloody Bible Camp – Trailer
Hellraiser80
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Filmreview: “Texas Chainsaw 3D” (2013)

Texas Chainsaw 3D
Story
Achtung!
Review beinhaltet mögliche Spoiler!
„Heathers“ geregeltes Leben gerät völlig aus den Fugen, als sie das Erbe ihrer unbekannten, verstorbenen Großmutter antreten soll. Sie reist zusammen mit ihren Freunden nach Texas, wo ein riesiges Anwesen auf sie wartet, dessen Schlüssel ihr von einem Nachlassverwalter überreicht werden. Doch das vermeintlich pompöse Anwesen birgt ein dunkles und tödliches Geheimnis, dass mit der Erbschaftsübergabe einen gierigen Blutzoll fordert …
Texas Chainsaw 3D – Kritik
Manche Filmreihen scheinen derart populär, dass sie einfach nicht totzukriegen sind und sich geldgeile Rechteinhaber ein goldenes Näschen an derart Filmstoff verdienen. Ob hierbei eine plausible Geschichte zu Grunde liegt und bekanntes Franchise logisch fortgeführt wird, ist im 21 Jahrhundert schon längst nicht mehr relevant. Da wird die bereits ohnehin kränkelnde Kuh auch schön weiter gierig abgemolken, in der Hoffnung, dass die Ausbeute noch halbwegs gewinnbringende Dollars einspielt. Einer dieser Fälle ist das berüchtigte “Texas Chainsaw Massacre“, dass bereits im Jahre 1974 für reichlich Gesprächsstoff sorgte und den Grundstein für heute so populäres Terror-Kino legte. Tobe Hoopers berüchtigtes “Kettensägen-Massaker” gehört zweifelsohne zum Meilenstein des modernen Horrorfilms und findet in seiner schmuddeligen und exploitationhafte Darstellung des populären 70er Jahre Horrorkinos gleich neben berüchtigten Klassikern wie “Last House on the Left” , „I spit on your Grave“ und „Mark of the Devil“ Erwähnung. Nach nunmehr bereits sechs Verfilmungen steht aktuell mit “Texas Chainsaw 3D” der neuste Teil des berüchtigten Horrorfilmstoffs ins Haus und findet überraschenderweise nicht den direkten Anschluss an “Marcus Nispel” Hochglanz-Remake aus dem Jahre 2003. Anstatt die Gegebenheiten rund um die “Nispel“-Neuverfilmung plausibel weiterzuspinnen geht der aktuelle Aufguss zurück zu den Ursprüngen des Originals und setzt haargenau dort an, wo Hoopers “Texas Chainsaw Massacre” endete.
“Sally“, die einzige Überlebende aus dem 1974er Originalfilm, entkommt dem Motorsägen schwingenden “Leatherface” und kann sich kurzum in die Nachbarstadt retten. Dort schildert sie dem ansässigen Sheriff, welch gemeine Abartigkeiten sie im Haus der “Sawyer“-Familie erdulden musste, worauf eine selbsternannte wutentbrannte Bürgerwehr zum Schauplatz der Verbrechen eilt, um mit der seltsamen Bande auf ihre ganz eigene Weise abzurechnen. Keiner der (gefühlten 100!) “Sawyer“-Familienmitglieder kann diesem Racheakt lebend entkommen. Nur ein hilfloses Neugeborenes überlebt das blutige Massaker und wird letztendlich in die Obhut einer Pflegefamilie übergeben.
Natürlich dürfte der aufmerksame Horrorfilmfreund bereits rasch erahnen, dass es sich bei jenem Waisenkind um die taffe Hauptdarstellerin “Heather” handelt, die im Verlauf der vollkommen hölzernen Geschichte auf einen erschreckend gealterten „Leatherface“ trifft. Der direkt Anschluss an das kultige und große Original erweist sich in diesem Fall als desaströse Entscheidung, denn trotz aller unbeholfener Versuche dem 74er “Texas Chainsaw Massacres” halbwegs gerecht zu werden, mündet das aktuelle Sequel in einer einzigen Katastrophe. Es bedarf hier vermutlich eine ganze Seite zu füllen, um all die Ungereimtheiten eines “Texas Chainsaw 3D” aufzählen zu können. Fakt ist jedoch, dass der neuste Ableger der bisher Schlechteste der gesamten Reihe darstellt. Am prägnantesten werden vor allem die Mankos in der Darstellung der Protagonisten deutlich. Sicher war die gesamte “Texas Chainsaw Massacre”-Reihe noch nie ein Garant für tiefgründige und klug durchdachte Charakterisierung, handelt es sich hierbei schließlich um eine Horror-Serie, die vordergründig seit jeher von derben Terror und bluttriefende Gewalt zerrt. Die vorliegende Fortsetzung jedoch besitzt außer einige Gewaltspitzen nichts was überhaupt von Interesse wäre – Folter und Terror: Fehlanzeige! Die wenigen Figuren sind derart flach skizziert, dass das immens gorige Treiben vollends an Intensität verliert. Zudem lässt “Texas Chainsaw 3D” jeglichen Terrorgedanken missen. Die Geschichte entlädt sich als vollkommen austauschbarer 08/15-Teenhorror, der auch beliebig hätte anders heißen können. Hinzukommt, dass man die Glaubwürdigkeit der hier vorgegaukelten Geschehnisse nicht weiter hinterfragen sollte. “Heather” durchlebt im Verlauf des Films eine haarsträubende Metamorphose, die in ihrer Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist. Anfänglich als Opfer deklariert, entscheidet sie sich am Ende (unverständlicherweise) für das Böse und bietet durchaus Freiraum für eine mögliche Fortsetzung. Welchen Sinn dieser gesamte hanebüchene Nonsens birgt, sei letztendlich dahingestellt, denn eine mögliche Erklärung ihres Tun und Handelns machen „Texas Chainsaw 3D“ leider auch nicht besser!
Ein Albtraum für jeden “TCM“-Filmfan: es war vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis sich auch das bisher langlebigste Horror-Franchise selbst ins Aus befördern würde. Nach sechs Filmen bildet nun der vorliegende “Texas Chainsaw 3D” das miserable Schlusslicht der bekannten Filmreihe. Dass der aktuelle Beitrag nicht einmal ansatzweise dem Niveau der erfolgreichen Vorlage gerecht werden kann, dürfte bereits der unvollständigen Titel erahnen lassen, denn nur dort wo letztendlich auch “Massacre” draufsteht, ist vermutlich auch allein nur “Massacre” drin. Der aktuelle Aufguss bietet außer einer umfangreichen Palette obligatorisch-blutiger Schauwerte nichts, was den interessierten Filmfreund gefallen dürfte. Aufgrund mangelnder Identifikationsmöglichkeiten stumpfen die eigentlich sehr bösen und gut umgesetzten Spezialeffekte gehörig ab und verlieren ihre eigentliche Wirkung. Dass man “Texas Chainsaw 3D” zu keiner Minute ernst nehmen kann, zeigen eindrucksvoll die vielen Logikpatzer, die das gesamte Treiben zu einer vollkommen Lachnummer gestalten. Da findet “Heather” irgendwo im Nirgendwo einen Jahrmarkt und scheint in ihrer Planlosigkeit nichts anderes im Sinn zu haben, als sich auf ein Riesenrad zu schwingen, in der Hoffnung, dass sie dadurch “Leatherface” entkommen kann. Dumm nur, dass sich eine derartige Gerätschaft im Kreis bewegt und “Leatherface“, trotz geistiger Beschränktheit, immer noch klug genug zu sein scheint und einfach am unteren Ende des Riesenrads auf die leicht verwirrte “Heather” wartet. “Texas Chainsaw 3D” ist ein ganz dummer Vertreter seiner Gattung und wäre mit dem Einspielen Sitcom-ähnlicher Lacher vermutlich ein geniales Stück Comedy geworden. So jedoch, dürfte die bierernste Inszenierung mit einer gewissen Vorsicht genossen werden, denn „Texas Chainsaw 3D“ hält mitnichten, was der eigentliche Filmtitel hauptsächlich suggeriert.
Texas Chainsaw 3D – Fazit

Für alle Fans der Filmreihe: DANGER !!!!! Unglaublich miese Fortsetzung, die bei weitem den desaströsen 4. Teil der Serie (“Die Rückkehr”) an Dummheit überbietet.
Texas Chainsaw 3D – Zensur
Die deutsche Veröffentlichung beruht auf der amerikanischen Rated R-Fassung und hat es in dieser Form auch ungeschnitten nach Deutschland geschafft. Die hier veröffentlichte DVD/Blu-ray wurde mit dem “Keine Jugendfreigabe”-Stempel abgesegnet!
Texas Chainsaw 3D – Deutsche Blu-ray
TECHNISCHE DATEN
Originaltitel: Texas Chainsaw; USA 2012
Genre: Thriller, Horror
Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD HR 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1.85:1; (1920x1080p) Full HD
Laufzeit: ca. 92 Min.
FSK: FSK 18 – Keine Jugendfreigabe
Verpackung: Amaray mit Wendecover
Extras: Interviews (ca. 23 Min.), Blick hinter die Kulissen (ca. 3 Min.), Das Texas Chainsaw Vermächtnis (ca. 10 Min.), Der alte Bauernhof (ca. 15 Min.), Die Wiederauferstehung der Säge (ca. 12 Min.), Besetzungs-Terror (ca. 10 Min.), Leatherface 2013 (ca. 15 Min.), Licht, Kamera, Massaker! (ca. 12 Min.), Es steckt im Fleisch (ca. 10 Min.), Kurzberichte vom Set, Originaltrailer in Deutsch und Englisch, Audiokommentar mit Regisseur John Luessenhop und Dan Yeager (Leatherface), Trailershow
Uns lag zum Test der Heimkinofassung von TEXAS CHAINSAW 3D die dreidimensionale Variante auf Blu-ray vor. Auf dieser Scheibe kann der Zuschauer neben der 3D-Fassung des Films natürlich auch auf die 2D-Variante zurückgreifen. Den Beginn macht der Trailer zum kommenden Action-Thriller „PARKER“; danach geht geradezu ins Hauptmenü, wo der Filmfreund neben dem Hauptfilm in erstaunlich hochwertiger Qualität auch zwischen reichlich Bonusmaterial wählen kann. Hierbei offenbart sich jedoch schon der erste Wehrmutstropfen: bis auf die Interviews der Hauptdarsteller sind keiner der hier vorfindbaren Extras Deutsch untertitelt. Auch wenn das Zusatzmaterial durchaus umfangreich daherkommt; Freunde von Leatherface & Co. sollten für den Genuss der Boni gute Englischkenntnisse mitbringen. Neben diversen „Hinter den Kulissen“-Features, Interviews, einem alternativen Anfang und interessanten Informationen zum Film, haben es auch die jeweiligen Trailer zum Schocker in Englisch und Deutsch auf die Scheibe geschafft. Zudem lässt sich auf der Heimkino-Veröffentlichung auch ein nicht untertitelter Audiokommentar finden. Bleibt zu erwähnen, dass sogar eine umfangreiche Trailershow zu weiteren Titeln des Publishers bewundert werden darf – erfreulicherweise sogar ein 3D-Trailer zum Film „RESIDENT EVIL – RETRIBUTION“. Die 3D-Fassung kommt, ebenso wie die normale Filmfassung, in sehr hochwertiger Bild- und Tonqualität daher, wobei gerade bei der dreidimensionale Filmfassung die diversen Pop-Out-Effekte mit der Motorsäge zu gefallen wissen. Abgesehen vom Film selbst, hält man auf technischer Ebene, einen durchweg gelungenen Release in den Händen, welchen man auf derart technisch ansprechendem Niveau im Horror-Sektor nicht alltäglich zu Gesicht bekommt. Neben der vorliegenden Fassung kann der Filmfan ohne 3D-Equipment natürlich auch zur herkömmlichen 2D-Scheibe greifen. Diese ist nicht nur preislich günstiger, sondern überzeugt mit ebenso wertigem Bild. Beide HD-Varianten wurden mit einem Wendecover und einem Einleger mit Kapitel-Index ausgestattet.
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Texas Chainsaw 3D – Trailer
Hellraiser80
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Filmreview: “The Collection” (2012)

The Collection – Story
Elena (Emma Fitzpatrick) erlebt die Party ihres Leben: zusammen mit einigen Freunden schleicht sie sich auf eine angesagte Underground-Party und somit dem perfiden Killer namens “Collector” genau in die Arme. Der hat die Lokalität mit allerlei Fallen gespickt und dezimiert die gesamten (!) Party-Gäste innerhalb von nur wenigen Minuten auf recht krude Art und Weise. Die verwirrte Elena wird als “Spieleinsatz” in einen Koffer gequetscht und in ein leerstehendes Hotel verschleppt. Doch ihr wohlhabender Vater scheint gänzlich in großer Sorge zu sein und um das Wohlergehen der vermissten Elena besorgt. Schnell engagiert er einige Söldner, die sich zusammen mit einem ehemaligen Opfer des Killers (Josh Stewart), auf den Weg machen, die junge Frau zu finden. Kaum das leerstehende Hotel ausfindig gemacht, sehen sich die Retter mit einem Killer konfrontiert, der für jede noch so unerwartete Überraschung siegessicher gewappnet zu sein scheint …
The Collection – Kritik
Es ist immer wieder überraschend, welch steile Karriere so manch raffinierter Filmschreiberling in Hollywood einschlägt. Kaum hat man dort einige Drehbücher kommerziell erfolgreicher Horrorschnellschuss-Ware zu Papier gebracht, darf man flink davon ausgehen, dass jener Drehbuchautor sich selbst als kreativer Filmemacher auf dem Regiestuhl feiert. So auch im Falle von „Marcus Dunstan“, der sich in der Horrorfilmwelt als Drehbuchschreiber für die “Feast“-Trilogie und “Saw 5-7” einen anerkannten Namen gemacht hat. So wirklich zufrieden schien er jedoch mit seiner unscheinbaren Rolle im Hintergrund nicht gewesen zu sein, sodass er sich mit seiner ersten, eigenen Regiearbeit namens “The Collector” selbst einen langjährigen Traum erfüllte und dabei sogar noch großes Lob seitens der Horrorfilmbase erntete. Dass bei derart schweißtreibend und geschickt zusammengeflickter Thriller-Kost eine Fortsetzung nicht lang auf sich warten lies, liegt auf der Hand. Und so startete nun vor einigen Wochen der direkte Nachfolger des recht frischen Franchise in den amerikanische Lichtspielhäusern, wobei eine deutsche Veröffentlichung immer noch auf sich warten lässt.
Natürlich bürgt sich nun für Fans des Originals direkt die obligatorische Frage auf, ob das Niveau der packenden Killer-Hatz auch konsequent in der Fortsetzung gehalten werden kann. Nun, sagen wir so – “The Collection” besitzt all das, was man von einer würdigen Fortsetzung erwarten würde: mehr bösartige Fallen, mehr Opfer und mehr blutgeiles Gekröse. Das war´s dann aber auch leider schon. Regisseur “Marcus Dunstan” vergisst in seiner gänzlichen Euphorie und detailgetreuen Zeigefreudigkeit obligatorischer Gewaltexzesse hinfällige Fragen zu beantworten und spielt im Grunde genommen erneut die gleiche Geschichte, nach gleichem Schema, nur im größeren Maßstab ab. Schauplatz des frivolen Treibens ist diesmal ein leerstehendes Hotel, in welches er hunderte tote Körper aufbewahrt und zudem einige potenzielle Kandidaten verschleppt, die um ihr Über- und Ableben kämpfen müssen. Über Sinn und Unsinn des gesamten Treibens lässt sich wahrlich streiten, denn so wirklich erfrischend klaustrophobisch und so kongenial fies wie sein “The Collector” kommt der aktuelle Aufguss leider nicht daher. Vielmehr verläuft sich das Sequel in einer wahrhaftigen Splatter-Tour-de-Farce, die mit allerhand optischen Gemeinheiten aufwartet. Auch wenn die Geschehnisse auf der Kinoleinwand einen gewissen Kurzweil versprühen, so muss der Filmfreund nach Sichtung des Films bitter realisieren, dass “The Collection” doch irgendwie enttäuscht und eigentlich vollkommen überflüssig ist. Die Identität des Killers bleibt weitestgehend ungeklärt und seine Intentionen verlaufen merklich im Sande. Auch wenn in “The Collector” und “The Collection” reichlich mit dem “Was” und “Wie” gepockert wird, so zwängt sich im Verlauf der Sichtung ein hilfloses “Wer ist dieser Killer” und “Warum mach er das” auf. Immerhin lässt das obligatorisch offene Ende darauf schließen, dass der kommende dritte Teil der Reihe die diversen unbeantworteten Fragen klären wird, zumal sich der Killer am Ende mit dem Opfer konfrontiert sieht und selbiges auf schonungslose Rache sinnt. Die Täter/Opfer-Rolle wird zugunsten eines perfiden Racheakts ausgetauscht, sodass der Filmfreund einen vermutlich weiteren blutigen Vertreter seiner Gattung erwarten dürfte.
“The Collection” ist mitnichten ein schlechter Vertreter seiner Gattung, wenn man denn nur seinen Vorgänger ausblendet, denn die Fortsetzung ist, bis auf kleine Nebenstränge, eine etwas ideenlose Kopie des Originalfilms. Regisseur Marcus Dunstan füllt sein recht kurzes Sequel mit allerlei derben Gore-Effekten und spickt es mit einigen sehr schmerzhaften Gemeinheiten, die vor allem zarte Gemüter gehörige Albträume bescheren dürften. Überhaupt treibt es der “Collector” überaus blutig, sodass das Splatterherz vor Freunde im Kreis tanzen dürfte. Leider erfährt die Geschichte des öfteren einige markerschütternde Schnitzer in der Logik, die sehr an Glaubwürdigkeit missen lassen. Zum einen skizziert “Dunstan” seinen skrupellosen und unkaputtbaren Killer als wahrhaftigen Glückspilz. Er schiesst, schlitzt und legt frivol gemeine Fallen, ohne selbst je Schaden zu nehmen. Im Nahkampf erweist sich der zähe Bursche als relativ geschickt und überhaupt scheint der “Sammler” mit einer beachtenswerten Vorahnung gesegnet zu sein, welche ihm sogar oftmals überraschend das Leben retten dürfte.
Dass solide Hotel-Setting lässt jegliche Inspiration missen und ist aufgrund der mangelnd erklärten Beweggründe des Killers halt einfach da. Wie so oft in derart Filmchen schert sich kein Außenstehender oder Polizist einen Deut darum, was sich hinter vermeintlich leerstehenden Mauern abspielt. Anhand der geschätzten 500 Körper, die der „Collector“ im Keller des Hause munter vor sich her verrotten lässt, dürfte ein barrierefreies Atmen im und um das Haus vermutlich rein gar nicht möglich sein, geschweige von den Horden an Insekten, die den Protagonisten aufgrund der im Haus verstreuten Leichenteile eigentlich das Leben zur Hölle machen müssten. Im den Räumlichkeiten selbst flitzen mittels Drogen manipulierte Zombies durch die Gänge und im Foyer darf der geneigte Horrorfilmfreund seltsame, blau beleuchtete Vitrinen bestaunen, in deren Inneren sich seltsame Körper befinden , die der “Collector” aus diversen Leichenteilen eigenhändig zusammengezimmert haben muss. Wie leider viel so oft in “The Collection” drängt sich hier eine vollkommen Ratlosigkeit des Zuschauers auf, der sich nicht nur einmal fragen dürfte, was der titelgebende Killer mit all seinen grotesken Aktion denn letztendlich bezweckt und was der gesamte sinnfreie Spuk denn nun eigentlich soll.
Immerhin, Fans eines “Saw” dürften sich im “Collection“-Universum direkt heimisch fühlen. Regisseur und Drehbuchautor „Marcus Dunstan“ scheint von der Kult-Reihe derart beeindruckt gewesen zu sein, sodass er kurzum einige Elemente aus der “Darren Lynn Bousman“-Vorlage vorbildlich zitiert hat. Das beginnt mit befremdlich ausgeleuchteten Settings, wirren Schnitten sowie seltsamen Farbfiltern und endet mit kreativ ausgetüftelten Fallen, die die Unmengen an unwichtigen Protagonisten schön zeigegeil über den Jordan meucheln.
Wer seine hohen Erwartungen herabstuft und keine weiteren Überraschungs-Hit erwartet, dürfte wohl möglich 80 kurzweilige Minuten voller blutigen Nonsens erleben – Filmfreunde, die bei “The Collection” einen ebenso raffiniert ausgetüftelten Horror-Thriller erhoffen, werden gnadenlos enttäuscht werden. Von daher: Bier in die Hand, Hirn ausschalten und genießen …
The Collection – Fazit

Krudes Splatter-Feuerwerk, das nicht einmal ansatzweise dem Vorgänger die Hand reichen kann
The Collection – Zensur
“The Collection” hat es hierzulande nicht durch die FSK geschafft. Demnach musste der hiesige Vertrieb Schnitte für eine “KJ“-Freigabe vornehmen. Dennoch existiert natürlich auch eine ungeschnittene Filmfassung. Diese trägt die “SPIO/JK“-Kennzeichnung. Deshalb: beim Kauf sorgfältig auf den Freigabestempel achten!
The Collection – Deutsche Blu-ray
TECHNISCHE DATEN
Originaltitel: The Collection; USA 2012
Genre: Thriller, Horror, Splatter
Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD MA 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2.35:1 / 16:9 (1920x1080p)
Laufzeit: ca. 82 Min. (uncut)
FSK: Keine Jugendfreigabe (cut) / SPIO/JK (uncut)
Verpackung: Schwarze Amaray (SPIO/JK-Fassung) / Blaue Amaray mit Wendecover (KJ-Fassung)
Extras: Deutscher Trailer (HD 2min), Originaltrailer (HD – 2min), Alternative Szenen (HD – ca. 6min), Make-up und Effekte (HD – ca. 5min), Produktionsdesign (HD – ca. 5min), Spezialeffekte (HD – ca. 6min), Stunts (HD – ca. 4min), Die Vision des Regisseurs (HD – ca. 5min), Audiokommentar mit Regisseur Marcus Dunston und Patrick Melton (keine UT), Trailershow mit 3 Filmen aus dem Portfolio des Vertriebs
Nun ist er endlich da, die deutsche Blu-ray zum Film “The Collector 2“.
“Planet Media” hat weder Kosten noch Mühen gescheut, dem Film eine gerechte Veröffentlichung zu spendieren. Uns lag zum Test die ungeschnittene Fassung mit SPIO/JK-Aufdruck vor, die in einer edlen, schwarzen Amaray daherkommt und kein Wendecover besitzt – wozu auch. Die herkömmliche geschnittene Kaufhaus-Fassung trägt das “KJ“-Symbol und wird jedoch über eine Wendecover verfügen. Nach dem Einlegen der Scheibe erwarten den Filmfreund einige Trailer aus dem Hause “Planet Media” danach gehts geradeaus ins Hauptmenü, dass mit einigen Szenen des Films unterlegt wurde. Von hier aus kann der Zuschauer sich neben dem Hauptfilm auch einige Extras zu Gemüte führen. Diese sind durch die Bank weg hochauflösend; wurden aber leider nicht deutsch untertitelt. Gleiches gilt übrigens auch für den Audiokommentar, dem ebenso keine deutsche Untertitelspur spendiert wurde. Wer sich den Film gern im Original anschauen und dabei filmbegleitende Untertitel genießen möchte, darf jedoch aufatmen, denn diese sind immerhin vorhanden. Die Tonabmischung ist über jeden Zweifel erhaben und auch das Bild bleibt stets auf hohem Niveau. Wer den Film in seiner ungeschnittenen Form sein Eigen nennen möchte, sollte sich sputen. Uns würde es nicht wundern, würde die ungeschnittene SPIO-Fassung demnächst indiziert werden.
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The Collection – Trailer
Marcel Demuth / Hellraiser80
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Filmreview: “Grave Encounters 2″ (2012)

Grave Encounters 2 – Story
Alex Wright (Richard Harmon) ist ein Horrorfilm-Junkie, wie er im Buche steht. Nicht nur, dass er eigene Filme dreht, er bespricht auch regelmäßig Horrorwerke auf seinem Youtube-Kanal. Seit geraumer Zeit beschäftigt ihn der Schocker “Grave Encounters”. Wright scheint fest der Überzeugung zu sein, dass das Filmdokument echt sei und beginnt Recherchen im Internet zu betreiben. Als er herausfindet, dass der gesamte Cast als verschollen gilt, trommelt er ein paar Freunde zusammen, mit deren Hilfe er das Rätsel rund um die Geschehnisse des “Grave Encounter”-Filmes lösen möchte. Kaum haben die Freunde den Schauplatz des Filmes betreten, beginnen sich die Ereignisse in der verlassenen “Collingwood-Psychiatrie” zu wiederholen…
Grave Encounters 2 – Kritik
Angenommen man dreht einen Horrorfilm, der unerwartet zum Geheimtipp avanciert.
Die klügste Vorgehensweise wäre vermutlich die, den lukrativen Überraschungs-Hit mit einer Fortsetzung weiterzuspinnen, um schnell noch im Fahrwasser des Originals die Kasse klingeln zu lassen. Rasch kritzelt man einige Ideen auf Papier und wärmt einige Schockeffekte lau auf, die man bereits unzählige Male im Vorgänger präsentiert bekommen hat. Garniert mit einigen derben Splatter-Szenen hofft man nun, dass sich der Erfolg abermals wiederholt.
Der Film “Grave Encounters 2” ist ein derartiger Fall, der nun versucht, in die erfolgreichen Fußstapfen seines Vorgängers zu treten. Zu allem Erstaunen gelingt ihm das recht solide, dennoch erreicht er aber nur in den wenigsten Momenten die unheimlichen Qualitäten des Originals. Was den Film trotzdem durchaus sehenswert macht, ist der konsequente Wandel seines Erzählstils, denn “Grave Encounter 2” bietet im Grunde nichts wirklich bahnbrechend Neues, ist aber trotzdem im Vergleich zum ersten Teil ganz anders.
Das subtil-schauerhafte Gruseln ist hier Mangelware. Vielmehr setzt der Film auf Hektik und Blutzoll. Die actionlastige Geisterhatz verirrt sich in einigen Momenten in recht deftigem Gekröse, sodass vor allem Splatter-Fans auf ihre Kosten kommen dürften.
Ob diese neue Richtung wirklich geschickt gewählt ist, sollte jeder für sich selbst entscheiden, denn vor allem Fans des Originals dürften sich bei “Grave Encounters 2” gehörig vor den Kopf gestoßen fühlen. Die Geister gehen arg rabiat zur Sache, sodass die eigentlich beunruhigend-ängstigende Atmosphäre, zugunsten deftiger Splatter-Exzesse in den Hintergrund rückt. Vermutlich war Regisseur “John Poliquin” darin bestrebt mit seiner Fortsetzung verschiedene Filmgeschmäcker anzusprechen. Gerade in Zeiten unzähliger Geister-Found-Footage-Filme, die allesamt allein nur das unspektakuläre auf-und-zu-schieben von Schränken und Türen fokussieren, scheint “Poliquin” bestrebt darum zu sein, andere Wege gehen zu wollen und sich ein wenig vom Subtilen zu distanzieren. Da aufgrund von “Hostel“, “Saw” und Co. selbstzweckhafte Gewaltakte zum üblichen Bild aktueller Horrorfimlware geworden sind , macht hierbei natürlich auch “Grave Encounters 2” keine Ausnahme und schwimmt geschwind auf dieser populären Welle mit.
Natürlich gibt es neben dem teilweise arg schroffen Gesplattere und dem lukrativen Recyclen altbewährter Erfolgsrezepte auch jede Menge “Neues” in “Grave Encounters 2” zu bestaunen. Regisseur “John Poliquin” ist stets darum bemüht, die Geschichte des Anwesens weiterzuerzählen. Auch wenn hin und wieder ein gewisses Déjà-vu Gefühl eintreten will, so schafft er es dennoch etwas Licht rund um die Geschehnisse der leerstehenden Psychiatrie zu bringen. In bekannter “House on Haunted Hill“-Manier erzählen einige groteske Geistererscheinungen von der Geschichte dieser Klinik und beantworten so einige wesentliche Fragen, die bisher unbeantwortet blieben.
Auch wenn es ein wenig an Zeit benötigt, bis der zweite Aufguss überhaupt an Fahrt gewinnt, so kann man “Poliquin” nicht vorwerfen, dass er mit seiner Rückkehr in das Spukgemäuer langweilt. Zwar dauert es geschlagene 40 Minuten bis der Film überhaupt zum Punkt kommt, hat er die dann jedoch erreicht, bietet das schweißtreibende Tempo mit welchem “Grave Encounters 2” davonradelt, dem Zuschauer kaum Zeit zum Verschnaufen. Die ahnungslosen Kids werden von einer Szenarie zur nächsten getrieben, immer die Angst im Nacken haben zu müssen, kreativ um die Ecke gemeuchelt zu werden. Auch wenn die Geschichte gegen Ende hin fast schon surreale Züge erhält und sich die Helden in einer Art Parallelwelt wiederfinden, so kann man sich als Filmfreund nicht darüber beschweren, trotz allem hanebüchenen Hocus Pocus, sich doch irgendwie kurzweilig unterhalten gefühlt zu haben.
“Grave Encounters 2” ist ein zweischneidiges Schwert und dürfte vor allem Freunde des ersten Teils vor den Kopf stoßen.
Von unheimlicher und subtiler Atmosphäre ist hier kaum noch irgendwas zu verspüren. Nervenstrapazierende Schockeffekte sind in dieser Fortsetzung Mangelware und werden schier und einfach durch derbe Splatter-Effekte ausgetauscht. Die Geister demonstrieren kontrovers schroff, wie man unwillkommene Gäste wahrhaftig unwillkommen begrüßt, sodass das Sequel für Freunde wohldossierten Gruselns vollkommen unangebracht ist. Statt jugendfreier “Paranormal Activity“-liker Umsetzung geht es hier deftig zur Sache. Da werden Köpfe zerquetscht und eingetreten und Leiber mittels Starkstrom zerfetzt und verbrannt. Das Splatter-Herz dürfte vor derart ungenierter Zeigefreudigkeit vor Freude tanzen. Trotzdem, auch wenn die Erwartungen im Vergleich zum Vorgänger kaum erfüllt werden können, so kann man nicht behaupten, dass “Grave Encounters 2” eine miese Fortsetzung ist. Sicherlich erfindet auch dieser Spuk-Film das Genre nicht neu und auch sonst hat man all das, was der Film letztendlich bietet, bereits um Längen besser woanders gesehen.
Dennoch hat dieses Sequel auch seine Momente, die zudem aufgrund der hervorragenden technischen Fingerfertigkeit zu überzeugen wissen. Gerade gegen Ende hin sind die Grenzen des typischen Found-Footage-Filmstil kaum noch als selbige zu erkennen. Da wird die Kamera von Geistern getragen, die dann um die verbleibenden Protagonisten umherschwirren. Aber auch die wenigen Geistereffekte (siehe Filmplakat!) sind als ziemlich gelungen zu betiteln und heben “Grave Encounters 2” über den Durchschnitt.
Grave Encounters 2 – Fazit

Deftiger Splatter statt wohldosiertem Gruselvergnügen – Eine gelungen Fortsetzung, die sich zwar altbewährter Mechanismen des ersten Teil bedient, dennoch irgendwie vollkommen anders ist.
Grave Encounters 2 – Zensur
Aufgrund einiger recht deftiger Szenen, dürfte die deutsche Filmfassung ungeschnitten mit “Keine Jugendfreigabe“-Kennzeichnung erscheinen.
Grave Encounters 2 – Trailer
Hellraiser80
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Paranormal Activity 3 (2011)
Filmreview: “YellowBrickRoad” (2010)

YellowBrickRoad – Kritik
Lust auf einen wirklich unwichtigen Film, mit unglaublich stumpfsinniger Handlung und wirklich dilettantisch umgesetzten Spezialeffekten, die den Zuschauer einmal mehr an den Rande des Sekundenschlafs treiben?
Dann eignet sich der hölzerne und gähnend langweilig Möchtegern-Schocker “YellowBrickRoad” als vortreffliche Wahl, zumindest wenn man darauf aus ist, sich den eigentlich gemütlichen TV-Abend ansprechend zu verderben.
“YellowBrickRoad” ist ein ganz furchtbarer Hirnverdreher und derart “kopflos“, wie es das Filmplakat bereits suggeriert. Die Handlung ist vollkommen unspannend, die Akteure nerven derart, dass man ihnen den schnellen Tod wünscht und die wenigen Krösel-Effekte wirken eher albern, als das sie dem Film überhaupt förderlich wären. Aber alles der Reihe nach.
Bereits im Sommer 2011 durften sich deutsche Genre-Fans von den nicht vorhandenen Schauwerten dieser Indigurke auf dem alljährlichen Fantasy Filmfest überzeugen. Nun, fast 1,5 Jahre später erscheint “YellowBrickRoad” bundesweit direkt auf Blu-ray und DVD. Dass sich der deutsche Heimkino-Release derart verzögert hat, rührt nicht von ungefähr, denn führt man sich das Endprodukt zu Gemüte, so fragt man sich, warum der hiesige Vertrieb “dtp entertainment AG” derart Quark überhaupt in Deutschland veröffentlichen muss, gibt es doch unzählige andere bisher unveröffentlichte (bessere) Perlen da draußen, die sehnlichst auf eine Veröffentlichung warten.
Bereits nach nur wenigen Minuten wird deutlich, welch nennenswerte Qualität “YellowBrickRoad” überhaupt birgt und die liegt schlicht und einfach darin, den Zuschauer unwillkürlich für dumm zu verkaufen und streckenweise vollkommen desaströs zu langweilen. Vor allem die stümperhaft eingesprochene, deutsche Synchronisation tut da ihr übriges, denn diese sorgt unweigerlich dafür, dass die Nerven des Zuschauers rund 100 Minuten lang überstrapaziert werden.
Dabei beginnt die Geschichte um die mysteriöse Gegend um die “YellowBrickRoad” eigentlich recht vielversprechend.
Einige Wissenschaftler, Forscher und Nichtskönner raffen sich zusammen, um das seltsame Verschwinden der Bewohner einer ganzen Stadt zu untersuchen.
Bereits im Jahre 1940 folgte die Bevölkerung des fiktiven Örtchens “Friar” in “New Hampshire” einem geheimnisvollen Waldweg – keiner derer jedoch, die den Ort verlassen haben, kehrte je wieder lebend zurück.
Nun 70 Jahre später wollen jene Einfaltspinsel derart ungelösten Fall erneut untersuchen und ihre Erkenntnisse in einem Buch niederschreiben. Sie scharren allerhand nützliches Equipment zusammen und folgen jenem sagenumwobenen Waldweg, der einst auch die Einwohner von “Friar” ins Verderben stürzte.
Nach nur wenigen Metern wird klar, dass die Gegend mitnichten so friedlich scheint, wie anfänglich gedacht.
Die Geräte spielen verrückt und schnell stellen die Anwesenden fest, dass das gesamte technische Equipment wenig hilfreich ist, um die Expedition überhaupt fortsetzen zu können. Was nun folgt spottet jeglicher Beschreibung und ist an filmischen Dilettantismus kaum noch zu überbieten. Anstatt den Heimweg anzutreten, beschließen die Crew-Mitglieder dem Vorschlag des Expeditionsleiter “Teddy Barnes” zu folgen. Der scheint noch nicht genug aussagekräftiges Material zu besitzen, um sein Buch zu füllen. Und so kommt es eben, wie der routinierte Filmfreund es vorausahnt. Je tiefer die Anwesenden in den Wald vordringen, umso lauter ertönt ein mysteriöses Gedudel, dass den Anwesenden (und vor allem dem Zuschauer) schier den Verstand raubt. In ihrer Panik teilt sich die Gruppe auf und beginnt sich im Wahn gegenseitig zu dezimieren.
Klingt alles nach vollkommen wirren Bullshit – ist es auch. Auch wenn das grobe Story-Geflecht weitaus ansprechendes Horror-Einerlei mutmaßen lässt, so ist der fertige “YellowBrickRoad” ein niederschmetterndes Filmchen, das durch und durch enttäuscht. Allein schon der ziemlich zähe und langatmige Erzählfluss tapst genüsslich vor sich daher und birgt eine fast schon dreiste Ideenlosigkeit, dass dem Horrorfilmfreund glatt der Spaß am Genre vergehen könnte. Das nervtötend gemächliche Tempo des Filmes erweist sich als unzumutbar, dürfte jedoch unter Filmfreunden mit Schlafproblemen für einen wohlig-erholsamen Tiefschlaf sorgen.
Wirklich viel zu sagen hat “YellowBrickRoad” nicht. Zumindest wenn man einmal die Erkenntnis außen vor lässt, wie unsäglich quälend lang 100 Minuten Filmlaufzeit sein können.
Da werden Lollies gelutscht und von giftigen Beeren genascht, obwohl wenige Minuten zuvor vor der Ungenießbarkeit der Früchte gewarnt wurde.
Da stibitzt eine Protagonistin aus Hunger den letzten Proviant, um wenige Minuten später freiwillig und ohne jegliche Logik von einer Felsklippe zu springen.
Sinn ergibt das wirre Gequassel und die peinlichen Interaktionen der Anwesenden selten und so reduziert sich der Film allein darauf, irgendwie ein Ende zu finden.
Das ist natürlich schnell gefunden. Anstatt die zugrunde liegenden Gegebenheiten in irgendeiner Weise kreativ zu Ende zu spinnen, sorgt die unzureichende Phantasie der Drehbuchautoren dafür, dass die wenigen Charaktere ein schnelles und vor allem unwichtiges Ende finden.
Demnach metzeln sich die Helden der Geschichte uninspiriert um die Ecke, sodass nach gefühlten Stunden endlich der Abspann über den Bildschirm flimmern darf.
“YellowBrickRoad” ist ein ganz einfältiges Filmchen, auf das man als Filmfreund gänzlich verzichten kann. Hier stimmt einfach rein gar nichts. Die Erzählung ist zäh, unwichtig und eindeutig viel zu lang. Die handvoll unwichtiger Protagonisten beginnen schon nach nur wenigen Minuten zu nerven und die ganze Inszenierung erweist sich als einschläfernde und vor allem dilettantische Nummernrevue ohne Sinn und Verstand. Die Effekte wirken eher unfreiwillig komisch, als das sie ängstigen sollen (da reißt ein Charakter einer Protagonistin eigenhändig (!) eine Bein aus), sodass selbst Gorehounds keinen Spaß mit dieser Gurke haben dürften. Gott weiß, was in die beiden Regisseure Jesse Holland und Andy Mitton gefahren sein muss, als sie die glorreiche Idee hatten, diesen minderbemittelten Film zu drehen. Vermutlich haben die beiden sich in irgendeiner Bar gehörig besoffen, um wenige Minuten später ein unzureichend plausibles Drehbuch zu Papier zu bringen, dass innerhalb weniger Tage mit einer handvoll untalentierter Nachwuchspappnasen auf Zelluloid gebahnt werden musste. Wohlmöglich wäre es dem Film förderlicher gewesen, hätten sich die Macher hinter “YellowBrickRoad” vor der Realisierung ihrer Schlaftablette einige bessere Vertreter des Genres zu Gemüte geführt, um zu studieren, wie ein “guter” Horrorfilm auszuschauen hat!
Auch wenn es hierbei im einen Indie-Film handelt, so hat man aus derart Sektor bereits schon unzählig bessere und vor allem innovative Vertreter gesehen. Wer allein nur nach guten Filmen Ausschau hält, der sollte um “YellowBrickRoad” einen großen Bogen machen. Denn dieser Film ist einer dieser Beiträge, nach deren Sichtung man unweigerlich bereut, überhaupt kostbare Lebenszeit für derart hirnrissigen Schund verschwendet zu haben.
YellowBrickRoad – Fazit

Haste Einschlafprobleme? Oder suchst Du noch nach einem passenden Geschenk für Bekannte, die Du eigentlich weniger magst – “YellowBrickRoad” bittet die Lösung!
YellowBrickRoad – Zensur
Die deutschen Fassung ist mit “keine Jugendfreigabe”-Kennzeichnung ungeschnitten.
Jetzt Yellowbrickroad – Weg ohne Wiederkehr (uncut) [Blu-ray] bei AMAZON bestellen
YellowBrickRoad – Trailer
Hellraiser80
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Filmreview: “Silent Night” (2012)
Silent Night – Story
Weihnachten steht vor der Tür und ein kleines amerikanisches Städtchen bereitet sich mit einem riesigen Festumzug auf die bevorstehende Weihnachtsfeiertage vor. So wirklich genießen kann die unscheinbare Polizistin „Aubrey“ das Weihnachtsfest nicht, ist es ausgerechnet sie, die in der besinnlichen Zeit ihren Pflichten als Polizistin nachgehen muss. Zu allem Übel gerät sich auch noch an einen irren Killer, der sich als Weihnachtsmann getarnt an die Aufgabe macht, einige “unartige” Bewohner des Ortes auf recht grausame und tödliche Art und Weise zu bestrafen!
Silent Night – Kritik
Als zu Beginn der 80er Jahre die beiden Slasher-Filme “Halloween” und “Freitag der 13.” weltweit einen regelrechten Horrorboom auslösten, war es nur eine Frage der Zeit bis auch andere, eigenständige Filmserien entstanden, die sich den obligatorischen Slasher-Regeln bedienten. Neben der “Sleepaway Camp” und der “Nightmare on Elm Street“-Reihe führte auch der unscheinbare Thriller “Silent Night – Deadly Night” zu einem ganz passablen Erfolg, sodass im Laufe der darauffolgenden Jahre vier weitere Fortsetzung des Franchise folgten.
Nun, fast 30 Jahre später und im Zuge der gewinnträchtigen Remake-Welle Hollywoods scheint nun mit dem vorliegenden “Silent Night” auch der makabre Weihnachts-Slasher aus dem Jahre 1984 eine erfrischende Jungzellenkur spendiert bekommen zu haben.
Vom liebenswert-naiven und trashig-poppigen 80er-Jahre Teenie-Horror-Charme ist in der Neuauflage kaum noch etwas zu spüren. Stattdessen wird dem Zuschauer eine katastrophal ideen- und seelenlos zusammengeflickte Weihnachts-Geschichte untergejubelt, die sich einzig mit einigen blutrünstigen Slasher-Effekten über Wasser halten kann und bis auf den Killer kaum noch etwas mit dem filmischen Original gemein hat. So wirklich fesseln will “Silent Night” zu keiner Minute, was vor allem an dem überaus zäh erzählten Plot und dem belanglosen Story-Geflecht liegen mag. Die Geschichte wird hierbei aus der Sicht der Mitt-30er Titelheldin “Aubrey” geschildert, die bereits in jüngster Vergangenheit einen tragischen Schicksalsschlag erlitten hat und nach einigen beruflichen Niederlagen nicht daran glaubt, sich in ihrer Tätigkeit als Polizistin behaupten zu können.
Derart sensible Protagonisten scheint eigentlich wie für einen Slasher derart Sorte gemacht – dennoch, zum Leidwesen der Geschichte will die uninteressante Situation, in der sich die Heldin
befindet und die handvoll gesichtsloser Handlanger, mit welchen sich “Audrey” im Verlauf der Handlung umherschlagen muss, überhaupt nicht zum Rest des Filmes passen. Schon bevor das muntere Treiben auf der Mattscheibe überhaupt in die Gänge gerät, benötigt “Silent Night” bereits über ein Drittel der Filmlaufzeit, wobei Regisseur “Steven C. Miller” zwar des öfteren darum bestrebt ist, die Handlung mit einigen nett-zynischen Wortspielereien aufzulockern, aber dennoch kläglich daran scheitert, das Publikum für sich zu gewinnen. Der heimliche Star dieses Films ist, man hätte es sich vermutlich bereits anhand des Filmplakates denken können, der kostümierte Killer, der sich leider viel zu selten blicken lässt. Erscheint er dann endlich, so zieht er mit seinen perfiden und wortkargen Spielchen vor allem Splatter-Fans in seinen Bann. Sein “Hostel“-likes Treiben erweist sich als äußerst politisch inkorrekt und überaus rabiat, sodass hiesige Zensurbehörde vermutlich allein schon beim Einführungs-Mord Alarm trällern dürfte.
Kreatives Töten steht in “Silent Night” an erster Stelle und macht hierbei dem Wort “Slasher” alle Ehre. Da werden spitze Geweihe (Hommage an das Original) und Lichterketten als Mordinstrumente genutzt – aber auch auf traditionellem Wege entledigt sich “Bad Santa” seiner Opfer mit einer Axt.
Immerhin sind die letzten 20 Minuten ganz unterhaltsam, und wissen durchaus zu gefallen.
Genretypisch sieht sich die Heldin mit dem Bösen konfrontiert und bittet zum eifrigen Schlagabtausch, wobei sich der recht spannende Abschluss-Fight in “Argento”-resken Farbspielereien äußert und den Film dadurch noch halbwegs ertragbar erscheinen lassen.
Das Remake zu “Silent Night-Deadly Night” ist zu aller Enttäuschung nicht einmal annähernd so bombastisch ausgefallen, wie es der Trailer zuvor versprochen hatte.
Sah man im Trailer selbst diverse Mordutensilien durch die Luft wirbeln und erhofften sich Filmfreunde einen flotten Slasher-Hick-Hack der Extraklasse, so äußert sich das nun fertige Werk als enttäuschender Rohrkrepierer. Das belanglose und vor allem überraschend “schneelose” Unterfangen plätschert genüsslich vor sich hin, ohne das überhaupt irgendetwas Nennenswertes passiert. Sobald jedoch der maskierte Killer im Santa-Kostüm über die Mattscheibe schleicht, offenbart “Silent Night” seine eigentlichen Qualitäten. Und die zählen nun einmal in der genretypischen “Abarbeitung” der obligatorischen Kills, deren kreative Vollstreckung nicht nur Splatter-Fanherzen höher schlagen lassen dürfte. Aufgrund der teilweise kruden Vorgehensweise (u.a. schreckt “Bad Santa” auch nicht davor zurück, unartige Kinder in den Tod zu meucheln) dürfte eine ungeschnittene Filmfassung in Deutschland vorab fraglich. Neben den grafisch ansprechenden Morden erweist sich vor allem das Finale als eigentlicher Glanzpunkt des Filmes und lässt den Horrorfilm-Freund nicht ganz so verbittert vorm heimischen TV-Apparat zurück, denn das straff inszenierte Ende entschädigt den schnöden Hauptteil und machen “Silent Night” zu einem soliden Slasher ohne Überraschungen. Trotz aller Kritik – die technische Komponente gefällt, denn die schaut gänzlich hochwertig aus und lässt vermuten, dass “Silent Night” eigentlich für einen Kinorelease angedacht war. Aufgrund der teilweise unzureichend überzeugenden Umsetzung dieses Neu-Aufgußes, schien den Produzenten eine Heimkinoauswertung lukrativer, sodass “Silent Night” in Amerika (bis auf einige Screenings in ausgewählten Kinos) direkt auf Blu-ray und DVD veröffentlicht wurde.
Unterm Strich bleibt solide Durchschnittsware, die der Bezeichnung “Remake” teils kaum gerecht werden kann und vielmehr als Sequel durchgeht, anstatt als Neuinterpretation! Das offene Ende, erahnt, wie schon so oft, eine mögliche Fortsetzung.
Silent Night – Fazit

Blutiger Edel-Slasher für Splatter-Fans, der erst in den letzten Filmminuten an Fahrt gewinnt – Dennoch unbedeutende und arg enttäuschende Durchschnittskost!
Silent Night – Zensur
Aufgrund der arg kruden Vorgehensweise (Weihnachtsbaum-Shredder-Szene) und der Ermordung von Kindern dürfte eine deutsche ungeschnittene Freigabe fraglich sein.
Silent Night – Trailer
Hellraiser80
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Saint (2010)
Filmreview: “Hobo with a Shotgun” (2011)

Hobo with a Shotgun – Story
Nachdem ein Obdachloser (gespielt von “Rudger Hauer“) mit einem Güterzug in die Stadt Hopetown einkehrt um dort als Landschaftsgestalter ein neues Leben zu beginnen, ahnt er noch nicht, welch menschlicher Abschaum hier die Gegend beherrscht.
Der widerwärtige Gangsterboss “Drake” und dessen missratene Söhnen “Ivan” und “Slick” sind einzig damit beschäftigt, im Ort Angst und Schrecken zu verbreiten und die Kriminalität zu legalisieren.
Grausame Gewalt, Korruption und das Gesetz der Straße gehören in Hopetown zur Tagesordnung und so wird der unbekannte Landstreicher Zeuge, wie die junge Prostituierte “Abby” von den beiden skrupellosen Brüdern bedrängt wird.
Ohne über dessen Folgen bewusst, schreitet der namenlose Fremde dazwischen und rette die verängstigte Frau aus den Fängen ihrer Peiniger. Doch “Drake” und seine Bande lassen nicht locker und fordern blutige Rache an jenem Obdachlosen, der die Autorität des gemeinen Dreiergespanns missachtet. Für den “Hobo” Grund genug sich eine Schrotflinte zu besorgen und dem kriminellen Pack die Leviten zu lesen …
Hobo with a Shotgun – Kritik
Als im Jahre 2007 das Horror-Thriller Double-Feature “Grindhouse” in den amerikanischen Kino anlief, haben die beiden Kult-Regisseure “Robert Rodriguez” und “Quentin Tarantino” nicht einmal ansatzweise vermutet, welche weitgreifende Erfolge sie mit dem trashigen Movie-Flick-Flack verbuchen würden. Das ambitionierte und durchaus innovative Film-Projekt vereinte dabei die beiden Filme “Planet Terror” und “Death Proof” zu einem einzigen Kino-Beitrag und bestückte die Übergänge zwischen den Filmen mit ansprechenden Fake-Werbetrailern, angeblich demnächst anlaufender Action- und Horrorwerke. Das experimentelle “Grindhouse“-Projekt, welche als liebevolle Hommage an das schmuddelige Autobahn- und Bahnhofskino der 60er und 70er Jahre erinnern sollte, hinterließ bei Fans des Genres derart prägenden Eindruck, dass Filmfreunde weltweit eine Realisierung der Fake-Trailer forderten.
Dem Ruf der Fanbase wurde Gehör geschenkt und so war es nur eine Frage der Zeit bis mit “Machete” die erste Umsetzung eines Fake-Spots aus dem Trash-Double-Feature “Grindhouse” folgte. Der weitestgehend exploitationlastige Grundton von “Machete” stand dem der beiden Filme “Planet Terror” und “Death Proof” in nichts nach und so wurde auch die erste Umsetzung eines “Grindhouse“-Fake-Trailers zu einem regelrechten Kassenschlager. Aufgrund des überraschenden Erfolges und aufgrund der Unersättlichkeit findiger Horrorfilmfans erreichte 2011 auch der Trailer “Hobo with a Shotgun” Spielfilmlänge, wurde jedoch ohne Kinoauswertung direkt auf Blu-ray und DVD veröffentlicht.
Im direkten Vergleich zum Beitrag “Machete” stellt sich nun Fans auf Anhieb die Frage, ob “Hobo with a Shotgun” auf gleichem Niveau schwebt, wie die bisherigen Beiträge des Tarantino/Rodriguez’schen “Grindhouse“-Universums. Die Frage ist mit einem schlichten “auf-jeden-Fall” zu beantworten, denn “Jason Eisener” kehrt die bewusst trashig inszenierten Elemente seiner Vorgänger kreativ zusammen und formt daraus einen ebenso bösen, wie vollkommen grotesk-übertrieben Horror-Spaß.
Fast schon mögen einige enthusiastische Genre-Freunde meinen, dass “Hobo” weitaus stimmiger und besser sei, als der zuvor abgedrehte “Machete“. Ob dem wirklich so sei, sollte jeder Filmfreund selbst beurteilen.
Fakt ist dennoch, dass “Hobo with a Shotgun” ebenso kongenial unterhält wie seine Vorgänger, aber dennoch vollkommen anders ist.
Das mag vordergründig auch daran liegen, dass es sich hierbei um die erste Umsetzung eines Fake-Trailers handelt, dem kein großes Produktions-Budget zugrunde lag. Geschadet hat es dem Film in keinster Weise, überzeugt gerade die chaotische und weniger glattpolierte Optik und erinnert der Film doch in seiner Naivität und Absurdität an längst vergessenes Troma-Trash-Kino der 80er Jahre.
Dass “Hobo with a Shotgun” jeglichen Mainstream-Sehgewohnheiten strotzt wird bereits zu Beginn des Filmes deutlich.
Denn nach verheißungsvoll-trällernden Einleitungs-Credits geht gehörig die Post ab.
Hier werden Menschen geköpft, Kinder verbrannt und Arme gebrochen – alles vollkommen politisch inkorrekt und dennoch wunderbar unterhaltsam. Die übertriebenen Gewaltexzesse sind derart befremdlich und überzogen, dass sich “Hobo with a Shotgun” teilweise anfühlt, als würde man der filmische Erwachsenen-Version eines Looney-Toons-Comics beiwohnen.
Der groteske und Comic-ähnliche Unterton wird zudem mit verfremdeten und übertönten Farben erreicht, deren Intensität das längst vergessene Technicolor-Kino der 70er Jahre erneut aufleben lässt. Argento-Fans dürften vermutlich bei derart befremdlicher Farben-Flut direkt an Argentos “Suspiria” erinnert werden, dessen Film im groben ebenso von derart innovativen und drastischen Farb-Nuancen zehrt.
Nach “Machete” folgt nun mit “Hobo with a Shotgun“, die bereits zweite Umsetzung eines Fake-Trailers des “Grindhouse“-Projektes aus dem Jahre 2007.
Auch der Beitrag des Newcomers “Jason Eisener” hält sich streng an die Regeln des gewalttätigen Bahnhof-Kinos der wilden 70er Jahre.
Anstatt sich mit einer dramaturgisch plausiblen Geschichte zu beschäftigen, konzentriert sich das Rache-Drama auf reichlich Gore, Fäkalsprache und Gewalt. Hier wird Selbstjustiz der Gewalt wegen zelebriert und scheint einziges Mittel zum Zweck Konflikte lösen zu können.
Schöngeistige Filmkritiker und Otto-Normal-Filmfreunde werden vermutlich kaum irgendeinen hochphilosophischen Sinn hinter alle dem Nonsens entdecken können. Trotzdem, dass Konzept ist zwar simpel, aber dennoch genial.
Der comiclastige Unterton überspielt die Geschehnisse des Films grandios und schafft es einmal mehr, dass sinnfreie Exploitation-Kino der 70er Jahre auf die heimische Mattscheibe zu transferieren. Selten war Filmvergnügen erfrischender und kreativer. Teilweise fühlt man sich als Zuschauer an die experimentelle Spaß- und Trash-Ära der Troma-Studios zurückerinnert.
Denn auch hier gilt es nachwievor, einfach den Kopf auszuschalten um dem superben Treiben genüsslich beiwohnen zu können. Dass dem bewusst schlecht-inszenierten und reanimierten Grindhouse-Kino noch lange nicht die Puste ausgegangen ist, beweist die demnächst anlaufende Fortsetzung von “Machete“. Auch Nachwuchsregisseur “Jason Eisener” und “Rudger Hauer” haben beteuert, an eine Fortsetzung von “Hobo with a Shotgun” interessiert zu sein. Man darf gespannt sein!
Hobo with a Shotgun – Fazit

Ein Grindhouse-Knaller wie er im Buche steht – derb, sinnfrei und absolut politisch inkorrekt.
Muss man gesehen haben!
Hobo with a Shotgun – Deutsche Veröffentlichung
Deutsche Blu-ray und DVD ungeschnitten bei AMAZON kaufen
Wir bedanken uns bei dem Vertrieb Universum Film, der uns freundlicherweise für diese Film-Besprechung eine Ansichtsfassung zur Verfügung gestellt hat. Die Blu-ray besticht durch tadelloses, knackig-farbenfrohes Bild und punktet mit einer handvoll nennenswerter Extras.
Die ungeschnittene Filmfassung ist aktuell beim Händler Eures Vertrauens (einschlägige Onlineshops, wie „Cyber-Pirates.org“/ „Media-Dealer.de” ) zu bekommen und sollte zudem möglichst rasch gekauft werden. Der Film wurde hierzulande mit einer Spio-Kennzeichnung (keine schwere Jugendgefährdung) „gewürdigt“.
Aufgrund des kontroversen und gewalttätigen Inhalts ist die vorliegende deutsche Fassung von einer nachträglichen Indizierung nicht ausgeschlossen.
Zudem ist neben der regulären Blu-ray-Fassung auch eine limitierte Mediabook-Ausgabe erhältlich, die neben einem ansprechenden Buchteil auch die DVD mit an Bord hat.
Hobo with a Shotgun – Zensur
Die deutsche Blu-ray mit Spio/JK-Kennzeichnung ist ungeschnitten!
Hobo with a Shotgun – Trailer
Hellraiser80
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If a Tree falls (2010)


























