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Beiträge mit Schlagwort “Subtiler Gruselfilm

Filmreview: “The Last Will and Testament of Rosalind Leigh” (2012)

THE LAST WILL AND TESTAMENT OF ROSALIND LEIGH
 
 
 

THE LAST WILL AND TESTAMENT OF ROSALIND LEIGH

Story

 
 
 
Leon (Aaron Poole) erbt nach dem tragischen Selbstmord seiner Mutter das Haus, in dem er seine Kindheit verbracht hat. Doch direkt nach Ankunft geschehen seltsame Dinge. Es scheint, als ob Mutter Rosalind (Vanessa Redgrave) Kontakt mit ihrem Sohn aufnehmen möchte, um ihm etwas wichtiges mitzuteilen. Während Leon damit beginnt seine Vergangenheit aufzuarbeiten, zieht eine bedrohliche Gestalt ihre Runden um das Anwesen …
 
 
 


 
 
 

THE LAST WILL AND TESTAMENT OF ROSALIND LEIGH – Kritik

 
 
 
Im Zuge möglichst effekthascherischen Mainstreamkinos und absurd blutrünstiger Dutzendware, hat mancher Horrorfilmfan das subtile Grausen bereits aus seinem Gedächtnis gestrichen. Die Zeiten klassischer Gruselfilme scheinen unlängst vorbei zu sein, denn mit leichtem Bibbern lässt sich heute kaum noch lukrativ wirtschaften. Umso erfreulicher, dass immer wieder Nachwuchsregisseure versuchen, gegen den Strom zu schwimmen und sich den Trends entgegenstellen. RODRIGO GUDIÑO ist so ein Fall. Mit seinem Schauderstück THE LAST WILL AND TESTAMENT OF ROSALIND LEIGH liefert er ein Paradebeispiel dafür, was man allein mit einer ausgeprägten, unheilvollen Atmosphäre bewirken kann. Ganz unbewandert im Genre scheint der Filmemacher nicht zu sein, zeichnet der talentierte Debütant für das erfolgreiche, kanadische Horrormagazin RUE MORGUE verantwortlich, das Filmbegeisterte weltweit in Sachen Horror stets auf dem Laufenden hält und 1997 von GUDIÑO ins Leben gerufen wurde. Nachdem er mit drei Kurzfilmen viel Lob auf einschlägigen Festivals ernten konnte, schien der nächste Schritt unumgänglich: der erste Langfilm. Überraschenderweise hat sich GUDIÑO für den internationalen Startschuss ein gänzlich unkommerzielles Werk ausgesucht, das er nicht nur selbst inszeniert hat, sondern für das er auch das Drehbuch schrieb. Sein THE LAST WILL AND TESTAMENT OF ROSALIND LEIGH unterscheidet sich dabei grundsätzlich von dem, was sonst auf dem Heimkinomarkt geboten wird. Der Gruseltrip besinnt sich der Wurzeln des Horrors. Das heißt, klassische Stilmittel treten in den Vordergrund und der Einsatz aktuell so beliebter Terror- und Gewalteskapaden wird gänzlich vermieden.
 
Im Mittelpunkt dieser unheimlichen Geschichte steht der Antiquitätenhändler Leon (AARON POOLE), der nach dem Selbstmord der Mutter (VANESSA REDGRAVE) in sein Elternhaus zurückkehrt. Das entpuppt sich nicht nur als kleines Museum mit allerhand alten Relikten, sondern ist auch ein beliebter Wallfahrtsort für einen mysteriösen Engelskult, dem Mutter Rosalind zu Lebzeiten angehört hat. Früh hat der Glaube der Mutter das Leben des Sohnes nachteilig geprägt, so dass dieser sich dazu entschloss, das Elternhaus bei Zeiten zu verlassen. Zurück blieb Rosalind, die sich in ihrer Einsamkeit Schutz durch die religiöse Engelgemeinschaft versprach. Während Leon zwischen all den Artefakten und Antiquitäten beginnt, sich mit den Dämonen seiner Vergangenheit auseinander zu setzen, geschehen im Haus seltsame Dinge. Es scheint, als ob die tote Mutter mit ihrem entfremdeten Sohn Kontakt aufnehmen möchte und ihm eine wichtige Botschaft übermitteln will. Währenddessen schleicht eine unheimliche Kreatur im Garten umher.
 
In THE LAST WILL AND TESTAMENT OF ROSALIND LEIGH wird der Vorteil des langsamen Erzählens wiederentdeckt. Hier wird sich gänzlich von aktuellen Sehgewohnheiten gelöst und sich zu den Wurzeln des subtilen Schauerns begeben. Langsame Fahrten und elegante Kameraarbeit schaffen dem Zuschauer ausreichend Möglichkeiten, sich selbst im Gebäude umzuschauen. Das ist vollgestopft mit allerhand schrulligen und nicht selten kitschig wirkenden Gegenständen, die durch den geschickten Einsatz von Licht und Schatten erstaunlich unheilverkündend und angsteinflößend wirken. Wie bei Subgenre-Klassikern á la BIS DAS BLUT GEFRIERT (1963), SCHLOSS DES SCHRECKENS (1961) oder THE SHINING (1980) ist in THE LAST WILL AND TESTAMENT OF ROSALIND LEIGH das Haus der heimliche Star, denn Regisseur RODRIGO GUDIÑO schafft es mit einer beeindruckenden Leichtigkeit, dass das Erkunden des Gebäudes weitaus spannender wirkt, als die eigentliche Geschichte des Films. Mutter Rosalind hat vor ihrem Tod einige Hinweise im Haus verteilt, um in irgendeiner Form mit dem entfremdeten Sohn in Kontakt treten zu können. Was folgt ist eine gemächliche erzählte Schnitzeljagd durch das elterliche Heim, die Leon in die entlegensten Winkel des Hauses führt und es ihm so ermöglichen, dass er diverse Geheimnisse über das Gebäude aufdecken und seine Vergangenheit aufarbeiten kann. Mutter Rosalind tritt dabei als Kommentatorin in Erscheinung, die die Erkundung des Hauses mit mitleiderregender Stimme aus dem Off dokumentiert und stets den Verlust des eigenen Sohns bedauert.
 
THE LAST WILL AND TESTAMENT OF ROSALIND LEIGH ist ein poetisches Märchen über Kummer, Verlust und Verzweiflung. Eine Geschichte des verlorenen Glaubens und seiner Natur. RODRIGO GUDIÑO ist mit seinem Debütwerk ein Glückswurf gelungen. Einen Großteil der Lobpreisungen dürfte er Kameramann SAMY INAYEH zu verdanken haben. Der schafft das Glanzstück, eine einerseits schwermütige und dennoch bedrohliche Atmosphäre zu kreieren, andererseits jedoch düstere Bilder voller Schönheit auf Zelluloid zu bannen. Bei derart kreativem Können kann man nur staunen. Auch wenn THE LAST WILL AND TESTAMENT OF ROSALIND LEIGH für das geschundene Horrorkino eine erfrischende Bereicherung darstellt, so sollte jedem klar sein, dass es sich hier um keinen gewöhnlichen Spukfilm handelt. GUDIÑOS Erstwerk ist vermutlich eines der wenigen Geisterfilmchen, in denen der Zuschauer keinen einzigen Geist zu Gesicht bekommt. Stattdessen punktet der Film mit ausreichend dramalastiger Mystery und wunderbar altmodischer Gruselatmosphäre. Wer Filme mit schlüssigem Ende bevorzugt, dürfte übrigens bei diesem Werk dumm aus der Wäsche schauen. Denn die Erklärungsansätze des Films lassen diverse Interpretationsmöglichkeiten zu.
 
 
 


 
 
 

THE LAST WILL AND TESTAMENT OF ROSALIND LEIGH – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Frischer Wind im Grusel-Genre. THE LAST WILL AND TESTAMENT OF ROSALIND LEIGH ist ein poetisches Schauermärchen, das selbstbewusst gegen den Mainstream rudert.
 
 
 


 
 
 

THE LAST WILL AND TESTAMENT OF ROSALIND LEIGH – Zensur

 
 
 
In THE LAST WILL AND TESTAMENT OF ROSALIND LEIGH fließt weder Blut, noch wird Gewalt zelebriert. Von daher wurde der Film aufgrund seiner unheimlichen Atmosphäre von der FSK bereits ab 16 Jahren freigegeben. Wegen des Bonusmaterials der Heimkinoscheibe ist dieser jedoch erst für Volljährige geeignet.
 
 
 


 
 
 

THE LAST WILL AND TESTAMENT OF ROSALIND LEIGH – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Mad Dimension

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Last Will and Testament of Rosalind Leigh; Kanada 2012

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: Blu-ray: Keine Jugendfreigabe – Der Film selbst: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 29.08.2014

 

The Last Will and Testament of Rosalind Leigh [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

THE LAST WILL AND TESTAMENT OF ROSALIND LEIGH – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Haunting of Helena (2012)

Barricade (2012)

The Pact (2012)

The Awakening (2011)

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Filmreview: “The Haunting of Helena” (2012)

THE HAUNTING OF HELENA
 
 
 

THE HAUNTING OF HELENA

Story

 
 
 
Die alleinerziehende Mutter Sophia (Harriet MacMasters-Green) bezieht mit ihrer kleinen Tochter Helena eine kleine, neue Wohnung. Anfänglich voller Lebensmut, den Start in ein neues Leben gewagt zu haben, verblasst die Euphorie umgehend, als die kleine Helena den ersten Milchzahn verliert und fortan seltsames Gestammel von sich gibt. Eine Zahnfee soll ihr angeblich des nachts erscheinen, die sich den Tag über in ihrem neuen Kleiderschrank versteckt und am Abend aus ihrem Versteck kriecht, um die verschüchterte Helena dazu aufzufordern ihr mehr Zähne zu bringen. Nachdem sich das Verhalten des Kindes maßgeblich verändert, beginnt die besorgte Mutter Nachforschungen anzustellen und stößt hierbei auf ein makabres Geheimnis.
 
 
 


 
 
 

THE HAUNTING OF HELENA – Kritik

 
 
 
Wirklich subtile und angsteinflößende Grusler sind in der aktuellen Horrorfilmlandschaft wahrlich selten geworden. Viel zu oft wird das mollige Schauerfeeling durch obligatorische Schlachterplatten ersetzt, um dem Begriff “Horror” auch im Jahr 2013 vollends gerecht werden zu können. Umso mehr erfreut es alteingesessene Filmhasen wie mir, wenn im Fahrtwasser penetrant nerviger Zombie-, Found Footage- und Foltergurken auch hin und wieder kleine Filmwerke das Licht der Welt erblicken, die sich souverän gegen die Masse an beliebig austauschbaren Horror-Nonsens behaupten und dem Filmfreund den klassischen, blutarmen Horrorfilm erneut schmackhaft machen wollen. Hat sich Spanien in den vergangenen Jahren als kleiner Geheimtipp in Sachen subtilen Gruselns entwickelt, so versuchen nun auch die Italiener auf diesen lukrativen Zug aufzuspringen und präsentieren uns mit dem vorliegenden THE HAUNTING OF HELENA ihre ganz eigene Version der Geschichte von der bösen Zahnfee. Weniger ist manchmal mehr lautet hier die Devise und so beginnt der Film fernab jeglichen Gekröses mit einigen wirklich düster-melancholischen Kamerafahrten und durchaus ansprechend-superben Bildern, die das Gruselfeeling wunderbar altmodisch zu steigern wissen. Zentrum des ultimativen Bösen ist diesmal ein seltsamer Kleiderschrank, der ein durchaus böses Geheimnis birgt.Nachdem das groteske Möbelstück das Zimmer der kleinen Helena ziert, beginnt fortan auch der zunehmend geistige Zerfall der kleinen Hauptdarstellerin einzutreten, deren plausible Erklärungsversuche wie so oft in derart Filmen kaum Beachtung geschenkt werden. Dennoch fühlt sich auch Mutter Sophia von reichlich Unbehagen bedroht und beginnt den skurrilen Aktionen der Tochter nachzuforschen.
 
Der große Pluspunkt von THE HAUNTING OF HELENA ist dabei in der wirklich unglaublich düsteren, fast schon märchenhaft-anmutenden Atmosphäre zu suchen. Der vornehmlich kindlich anmutende Kleiderschrank, wirkt in den faden, dreckigen und farblosen Bildern gespenstig bedrohlich und die Geschichte um das antike Möbelstück bleibt konsequent spannend – zumindest bis zur Hälfte des Films. Denn trotz aller positiven Ansätze, die dieser italienische Genre-Beitrag in sich birgt, schaffen es die beiden Regie-Newcomer CHRISTIAN BISCEGLIA und ASCANIO MALGARINI nicht, das hohe Niveau ihrer wirklich stimmigen Geschichte bis zum Ende zu halten. Ab Filmmitte wird die Geschichte kurzum in ein skurriles verlagert, wo sich die kleine Heldin mit allerlei seltsamen Erscheinungen umherplagen muss. Hierbei rückt nun das Schicksal der Mutter in den Vordergrund, die versucht, dass Rätsel rund um die Herkunft des Kleiderschrankes zu lösen. Die sterile Krankenhaus-Atmosphäre will hierbei irgendwie nicht so recht zum Grundtenor der eigentlichen Geschichte passen. Vielmehr wirkt der schroffe Schauplatzwechsel auf Zwang konstruiert, um auf Krampf eine Brücke zur Herkunft des Möbelstücks schaffen zu können. Auch wenn sich das muntere Treiben gegen Ende in einer reichlichen Achterbahn des Schreckens entlädt und mit unzähligen “Buh“-Effekten aufwartet, so mag man als Filmfreund irgendwie nicht das Gefühl loswerden wollen, dass die beiden Filmregisseure CHRISTIAN BISCEGLIA und ASCANIO MALGARINI reichlich Potenzial verschenkt haben. Zugunsten eine kommerziellen, massentauglichen Inszenierung erspinnen sie ein arg hanebüchenes Ende, dass in derart Form an die unendlich vielen Horrorfilme aus Hollywood erinnert. Schade eigentlich, denn kaum ein aktueller Horrorfilm der letzten Dekaden kann mit ähnlich exzellent altmodischen Raffinessen überzeugen.
 
Subtiler Horror bevorzugt? Dann dürfte der kommende Grusler Fairytale (so der ursprüngliche Titel des Film) genau die richtige Wahl für einen verregneten Sonntagabend sein. Statt eimerweise Eingeweide und unmenschliches Folter-Gewerkle zählen hier Stimmung, Optik und die Geschichte. Umso mehr dürfte THE HAUNTING OF HELENA für Freunde etwas härterer Filmkost reichlich unbeholfen daherkommen. Denn die Erzählstil der Geschichte vollzieht sich sehr gemacht, ruhig und stimmig durch die gesamte Szenarie. Hin und wieder werden einige nette Gruseleffekte in die Handlung gestreut, die ihre bedrohliche Wirkung zu keiner Minute verfehlen. Auch wenn der Beitrag ab Filmmitte in reichlich haarsträubende Sphären abdriftet und der wohldosierte Gruselfaktor aufgrund konstruiert wirkender Detektivarbeit flöten geht, so kann man nicht behaupten, dass THE HAUNTING OF HELENA ein schlechter Film ist. Das geschickte Spiel von Licht und Schatten, sowie der debile, märchenhafte Grundton der Erzählung erinnert in seiner Darstellung arg an kommerzielle Horrorfilme aus Amerika. Und so verwundert es ein wenig, dass THE HAUNTING OF HELENA oftmals ein wenig zu sehr nach DER FLUCH VON DARKNESS FALLS (2003) oder POSSESSION (2012) ausschaut, denn das uninspirierte Kopieren bekannter Filmformeln hätte dieser Debütwerk vermutlich rein gar nicht nötig gehabt. Trotzdem, für ein Erstlingswerk haben die beiden Regisseur-Neulinge CHRISTIAN BISCEGLIA und ASCANIO MALGARINI erstaunliche Arbeit geleistet. Der Film ist trotz seine oftmals unweigerlichen Vorhersehbarkeit spannender als das übliche Horroreinerlei, welches aktuell den hiesigen Heimkinomarkt überschwemmt. Zudem darf der Horrorfilmfreund eine der besten Szenen ever in der Geschichte des Phantastischen Films genießen:
 
Mutter Sarah ist einen Moment unachtsam im Straßenverkehr, gerät von der Fahrbahn ab und brettert mit dem Fahrzeug vom Rand einer Brücke hinein in die Fluten eines reißenden Flusses. Die virtuose Kameraarbeit dieser Szene, welche sich in Zeitraffermethode entlädt, ist derart genial, außergewöhnlich und atemberaubend, dass man allein nur dieser Szene wegen THE HAUNTING OF HELENA gesehen haben sollte. Beachtlich!
 
 
 


 
 
 

THE HAUNTING OF HELENA – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein Vertreter der alten Schule – Kleines stimmiges und atmosphärisches Gruselmärchen, das für einige wohldosierte Schauer sorgen dürfte.
 
 
 


 
 
 

THE HAUNTING OF HELENA – Zensur

 
 
 
Hier zählen vorwiegend die leisen Töne, von daher geht es hier eher blutfrei zugange. Eine ungeschnittene Filmversion dürfte die FSK16-Kennzeichnung zieren.
 
 
 


 
 
 

THE HAUNTING OF HELENA – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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Filmreview: “Barricade” (2012)

Barricade 2012 Filmposter
 
 
 

Barricade

Story

 
 
 
Nach dem tragischen Tod seiner geliebten Frau versucht der treusorgende Familienvater Terrance Shade wieder etwas Normalität in das kränkelnde Familien-Idyll zu bringen. Zusammen mit seinen beiden Kindern möchte er die Weihnachtsfeiertage fernab von jeglichen Erinnerungen weit draußen im Wald verbringen. Ein einsam gelegenes Waldhaus kommt ihm dabei gerade recht um Geschehenes zu verarbeiten. Kaum angekommen erfreuen sich die Kinder der malerischen Winterlandschaft – doch der Familienfrieden scheint schnell getrübt, als eine unbekannte Präsenz um das Haus schleicht und damit beginnt die kleine Familie zu terrorisieren.
 
 
 


 
 
 

Barricade – Kritik

 
 
 
Trostlose Einöde, düstere Waldpfade, eine schneebedeckte Winterlandschaft und unangenehm eisige Kälte – Zutaten, die bereits Kubricks „The Shining“ zu einem unverkennbaren Klassiker des Genres gemacht haben. Auch der Horror-Thriller „Barricade“ lebt von diesen teilweise märchenhaft-verträumten Bildkompositionen und zaubert aus diesem kleinen, wahrlich unscheinbaren Filmchen ganz großes atmosphärisches Kino. Regisseur “Andrew Currie”, der sich zuletzt mit Zombie-Komödie „Fido“ in der Horror-Szene einen Namen gemacht hat, schlägt mit seinem aktuellen Werk gänzlich unlustigere Töne ein. In „Barricade“ regiert die Angst und das Unbehagen, welches an den Nerven der drei ahnungslosen Protagonisten zerrt und die kleine Familie bis an den Rand des Nervenzusammenbruchs drängt. Von erlösender Heiterkeit ist in den rund 80 Minuten Filmlaufzeit nicht zu spüren, denn „Barricade“ versucht dem Zuschauer Angst einzujagen, höllische Angst.
 
Überraschenderweise gelingt es dem Film merklich einfach nach nur wenigen Filmminuten eine spürbar unangenehme Atmosphäre zu entwickeln, die eine unangenehme Bedrohung vorausahnen lässt. Der Zuschauer ist nie von Vorteil, weiß oftmals weniger als die Leidtragenden selbst und durchlebt Schritt für Schritt das ultimative Martyrium zusammen mit der kleinen Familie. Dabei überzeugt Regisseur “Andrew Currie” mit einer recht unkonventionellen Erzählweise, die es auf unerklärliche Weise schafft, den Zuschauer reichlich zu manipulieren. Was anfänglich noch geradlinig und plausibel erklärt und erzählt wird, verliert spätestens ab der Hälfte des Filmes an Logik und Sinn. Das Szenario trägt sich reichlich surreal und lässt den „ungeübten“ Filmfreund des öfteren rat- und ahnungslos Zusammenzucken, wenn einer der höchst effektiv eingesetzten Schockeffekte aus den heimischen Surround-Lautsprechern donnert. Natürlich ergeben sich die Gegebenheiten nicht von ungefähr. Eine logisch zusammengezimmerte Erklärung (fernab des Phantastischen) erfährt der Zuschauer am Ende des Filmes. Diese äußert sich zwar simple, aber dennoch nicht an den Haaren herbeigezogen, und dürfte trotz ihrer logischen Banalität für reichlich offene Münder sorgen.
 
Manchmal ist weniger mehr, denn oftmals reicht einfach nur eine gute Idee und ein markerschütterndes Setting, um eine ganz schön gruselige Geschichte zu erzählen. Genre-Regisseur “Andrew Currie” ist mit seinem „Barricade“ ein recht effektives und gemeines Filmchen gelungen, dass sogar gänzlich ohne Blutvergießen auskommt, was man ihm in Zeiten derben Folter- und Meuchel-Krams hoch anrechnen sollte. Das Rätselraten um die Geschehnisse bleibt bis zum Schluss gut verschleiert, sodass der findige Filmfreund erst gar nicht versuchen sollte, die Gegebenheiten vorzeitig zu analysieren. Vielmehr sollte der Genre-Liebhaber die wirklich sehr perfide Atmosphäre genießen, die „Barricade“ so einzigartig macht. Jede Szene ist stimmig und wunderbar grausig, sodass man permanent das Gefühl hat, als würde gleich irgendetwas um die Ecke huschen wollen. Wer eine Faible für dichte und subtile Horrorgeschichten besitzt sollte sich „Barricade“ ganz oben auf seiner „muss-ich-sehen-Liste“ notieren. Der blutgierige Rest setzt diesmal aus und wartet auf den nächsten „Holzhammer-Horror-Schocker“, denn für Gorehounds und Splatter-Fans gibt es in „Barricade“ leider nichts dergleichen zu sehen.
 
 
 


 
 
 

Barricade – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Licht aus, Heimkino auf Endstufe und in die Couch-Decke gekuschelt. Ein ganz schön unheimliches und gruseliges Filmvergnügen für winterlich-verschneite Sonntag-Abende!
 
 
 


 
 
 

Barricade – Zensur

 
 
Eine ungeschnittene, zukünftige deutsche Fassung dürfte das FSK16-Siegel tragen, da es im Film keine selbstszweckhaften Mordszenen gibt.
 
 
 


 
 
 

Barricade – Trailer

 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
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Filmreview: “The Pact” (2012)

"The Pact" (2012) - Filmplakat - Filmreview und Filmkritik auf Filmcheck
 
 
 

The Pact

Story

 
 
 
Nachdem Annie und ihre Schwester vom plötzlichen Tod ihrer sadistisch veranlagten Mutter erfahren zieht es die beiden Geschwister, trotz arger Bedenken, zurück in das mütterliche Anwesen, einem kleinen Haus am Rande der Stadt. Doch mit dem Eintreffen der jüngeren Schwester Annie geschehen plötzlich seltsame Dinge. Nicht nur, dass die Ärmste von einer unheimliche Präsens attackiert und durch das mütterliche Heim geschleudert wird, auch von ihrer älteren Schwester fehlt weit und breit jegliche Spur. Als Annie , nach diversen Albträumen und unerklärlichen Visionen allmählich nach Erklärungen für die seltsamen Vorkommnisse forscht, stößt sie auf die Spur eines Geistes, der zwangsläufig mit der verunsicherten Frau Kontakt aufnehmen möchte …
 
 
 


 
 
 

The Pact – Kritik

 
 
 
Nach den erfolgreichen Geister Indie-Hits „Paranormal Activity“ und „Insidious“ ist der Geister-Horror aus dem Kino und aus den weltweiten Videotheken nicht mehr wegzudenken! Demzufolge lockt derart munterer Genre-Stoff auch unzählige Filmneulinge dazu ihre ganz eigenen Filmvisionen und Ideen cineastisch möglichst kreativ umzusetzen. Oftmals unbrauchbar belanglos, manchmal aber auch überraschend unterhaltsam und innovativ. „The Pact“ des ambitionierten Nachwuchsregisseurs Nicholas McCarthy ist dabei eine Produktion, die die Fans des Fantastischen Films vermutlich in zwei Lager spalten dürfte. Dabei wird schnell deutlich, dass es sich bei McCarthy´s Spielfilmdebüt um einen recht sperrigen und sehr gemächlich erzählten Gruselfilm handelt, der nur am Rande des Thema „Spuk“ fokussiert und der eigentlich mehr Drama und Detektiv-Story ist, als waschechter Spukfilm. Zwar knarren hier ebenso Türen, kommt ein Medium zum Einsatz und Ouija-Bretter finden an Bedeutung, aber in Anbetracht der überraschenden Wendung am Ende des Films und vor allem des unplausiblen Abschlusses dürften sich aufgeschlossene Filmfreunde schon mehr als veräppelt und hintergangen fühlen. Unplausibel ist vermutlich die beste Umschreibung des titelgebenden „Pakts“ der eigentlich rein gar nichts mit dem eigentlichen Films zu tun hat. Eine logische Erklärung dessen fehlt nämlich im Film gänzlich und lässt den Zuschauer nur spekulieren, welchen Sinn der Titel mit dem fertigen Film überhaupt gemein hat.
 
Aber nicht nur beim Filmtitel lässt Regisseur Nicholas McCarthy die Suggestionskraft der Filmzuschauers spielen, auch diverse Logiklöcher in der Handlung lassen sich mit (zugegeben einfachen, aber effektiven) Schocks und treffsicheren Gänsehautmomenten nicht wirklich gekonnt kaschieren. So fallen die Logik- und Plotlöcher mit fortlaufender Spiellaufzeit offensichtlicher ins Gewicht und gipfeln in einem Finale, dass unglaubwürdiger nicht hätte ausfallen können. Die abschließende, fast schon grotesk-surreal anmutende, Endsequenz wirkt absolut deplatziert und hinterlässt bereits unzählige neue Fragen beim Zuschauer, die natürlich nicht beantwortet, sondern die allein zur Spekulation in den Raum geworfen werden.
 
Trotzdem, wer sich auf diesen Film einlässt und sich mit dieser doppeldeutigen Erzählweise anfreunden kann, deren plausible Erklärungen allein nur in der Vorstellungskraft des Filmfreundes „erraten“ werden können, erlebt mit „The Pact“ einen recht schickes und höllisch unheimliches Mystery-Drama, dass den interessierten Filmfreund vermutlich so schnell nicht wieder loslassen wird. Das Häuschen der Mutter ist mit all den morbid-alten und geschmacklich fragwürdigen Tapeten wie für einen Film dieses Kalibers geschaffen. Zocker-freudige Filmfans, die sich noch gut an den 2. Teil der Videospielreihe „Silent Hill“ erinnern können, dürften sich zumindest was das altmodische schrullige Setting betrifft, direkt heimisch fühlen. Aufgrund des recht subtilen Untertons von „The Pact“ in Kombination mit dem sehr gelungenen Sounddesign (zumindest dann, wenn die Bedrohung in Erscheinung tritt) und der düster-unheimlichen Ausstattung sind minimale Parallelen zu einem „Silent Hill 2“-Game nicht von der Hand zu weisen.
 
Mit „The Pact“ erlebt der Filmfreund ein sehr wortkarges Grusel-Drama das nicht jedem Horrorfilmfreund munden dürfte. Puristen, die nach plausiblen Antworten dürsten, dürften bei diesem Debüt-Werk unbefriedigt den Kinosaal verlassen. Vielmehr lebt „The Pact“ von seiner wirklich morbiden und unheimlichen Atmosphäre und von den vielen Schlüsselszenen bekannter Genrewerke („Shutter“, „Silent Hill“, „The Inkeepers“, „Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt“, „The Entity“) welche Regisseur Nicholas McCarthy zwar dreist stibitzt, aber dennoch zu einem recht kreativ-sehenswerten Eigenem zusammenbastelt. „The Pact“ nährt von seinen sehr beängstigenden Bildern und Kamera-Spielereien (eine Flucht der Protagonistin wird in Zeitlupe erzählt), die zu Recht nur puristisch (wenn überhaupt) mit Musik unterlegt werden. Außerdem besitzt McCarthy´s Erstlingswerk viele starke dramaturgische Momente die wirklich zu gefallen wissen, allen voran die Szene in der ein blindes Medium den Schauplatz der Gegebenheiten untersucht und die Hauptprotagonistin mit ihrem rätselhaften Geplapper vollkommen verunsichert. Leider schaffen es die oftmals sehr simplen, aber dennoch sehr raffiniert eingesetzten Schockszenen nicht vom arg löchrigen Drehbuch abzulenken, denn immer dann wenn der Zuschauer nach Antworten der Gegebenheiten sucht, gerät das Drehbuch in Erklärungsnot. Das hinterlässt bei diesem, eigentlich sehr sehenswerten, Indie-Film einen überaus ungenießbaren Beigeschmack und macht „The Pact“ dadurch gerade mal zu üblicher Durchschnittsware. Schade!
 
 
 


 
 
 

The Pact – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Ein eigentlich guter Film mit einer ganz eigenen (Erzähl- und Bild)Sprache, der aber permanent in Erklärungsnot gerät und zu viele offene Fragen in den Raum wirft. Dennoch, für ein Debüt-Werk absolut passabel!
 
 
 


 
 
 

The Pact – Zensur

 
 
 
Die FSK 16er Freigabe in Deutschland ist ungeschnitten!
 
 
The Pact [Blu-ray] ungeschnitten bei AMAZON kaufen
 


 
 
 

The Pact – Trailer

 
 
 

 
 
 

Hellraiser80

 
 
 
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Filmreview: “The Awakening” (2011)

the awakening (2011)
 
 
 

The Awakening

Story

 
 
 
England, nach dem ersten Weltkrieg, eine Zeit in der die Menschen noch dem Aberglauben verfallen waren und der Mythos von einem Leben nach dem Tod in den Köpfen der Menschen umherspukte. Der jungen Romanautorin Florence scheinen diese Märchen ein Dorn im Auge, fühlt sie sich nunmehr dafür verantwortlich, die Menschen darüber aufzuklären, dass die Existenz von Geister und Gespenster allein nur der Phantasie der Menschen entspringt. So zieht sie durch die Länder, um unerklärliche Phänomene zu untersuchen. Dabei entlarvt sie nicht selten die dunklen Machenschaften dreister Trickbetrüger, die unter dem Deckmantel selbsternannter Geister-Medien, am Leid der Menschen das schnelle Geld verdienen wollen. Es dauert jedoch nicht lang bis sie auf einen weiteren interessanten Fall stößt. Im Norden Englands wird sie zu einem Knabeninternat gerufen, in dem angeblich der Geist eines kleinen Jungen umherspuken soll und der bereits für den Tod einen Mitschülers verantwortlich gemacht wird. Die ehrgeizige Autorin glaubt an einen weiteren Trickbetrug und beginn mit der Arbeit. Doch je mehr Indizien sie zu sammeln beginnt, umso mehr muss sie sich eingestehen, dass dieser Auftrag ihr rationales Denkvermögen auf eine harte Probe stellen wird. …
 
 
 


 
 
 

The Awakening – Kritik

 
 
 
Nachdem ich vor einigen Wochen bereits den genialen und abwechslungsreichen Genrebeitrag THE THEATRE BIZARRE gesehen hatte, der in seiner unverwechselbaren Einzigartigkeit seinesgleichen suchen dürfte, war ich umso verblüffter als ich vor einigen Tagen den kleinen und recht subtilen Gruselfilm THE AWAKENING zu Gesicht bekam, der zwar ein vollkommen anderes Genrepublikum anspricht, aber mich dennoch ebenso zu begeistern wußte. Das von der BBC produzierte Geister-Drama ist eines dieser unheimlich bebilderten Horrorfilmchen, die mit typisch britischer Gruselstimmung überzeugen können und sich auf subtiles Bibbern fernab bluttriefender Splatter-Exzesse konzentrieren. Hier zählt britisch anmutender Gothic-Charme, der bereits unzählige Werke der Hammer-Studios berüchtigt und beliebt gemacht hat und der jüngst durch Filme wie DIE FRAU IN SCHWARZ ein regelrechtes Revival erlebt.

Ähnlich wie zuletzt im bereits genannten Kino-Hit THE WOMAN IN BLACK, setzt THE AWAKENING-Regisseur NICK MURHY vordergründig auf unglaublich intensives Gänsehautfeeling, dass er gekonnte durch einfachste Mittel erzeugt. Dichte Nebel, dunkle Schatten und überraschend farblose Bilder unterstreichen trefflich den Grundtenor der Produktion und verschleiern gekonnt, dass es sich eigentlich bei THE AWAKENING um ein erschütterndes Drama handelt und nicht um einen schockintensiven Gruselfilm, den man vermutlich nach den ersten 15 Minuten Filmlaufzeit erwarten würde. Demnach wird nach der ersten Internatsbesichtigung durch Hauptprotagonistin FLORENCE der Gruselfaktor, aufgrund von Charakterentwicklung und deren Konflikte untereinander reduziert. Auch der effektiv eingesetzte Farbfilter verliert nach und nach an Bedeutung, sodass der Zuschauer sich vollends auf das Schauspiel der handvoll Protagonisten konzentrieren kann. Ich finde diesen konsequenten Cut sehr gut, hat doch die Idee hinter THE AWAKENING eindeutig mehr zu bieten als stimmig gesetzte Gruselmomente allein.

Neben einem konsequenten Spannungsaufbau überzeugt das erschütternde Drama mit einer spannenden und zugleich tragischen Geschichte, die in einem zutiefst traurigen Finale gipfelt. Auch wenn Regisseur NICK MURPHY stets darum bemüht ist, von den Schicksalen der hier anwesenden Protagonisten zu erzählen, muss der gruselerprobten Filmfans dennoch nicht auf unheimliche Atmosphäre verzichten. Zwar sind im Verlauf der Handlung die obligatorischen Schreckmomente rar gesät, sorgen aber gerade gegen Ende ab und an für ausreichend Gänsehaut. Mit THE AWAKENING bekommt der erwachsene Horrorfilmfan einen durchweg atmosphärisch dichten und vor allem sehr ruhig erzählten Mysteriefilm serviert, der sich weniger allein auf das Abhandeln reißerischer Schockeffekte konzentriert, sondern mit kleinen leisen Tönen überzeugen möchte. MURPHY ist die filmische Umsetzung definitiv eindrucksvoll gelungen. Wunderschöne, aber zutiefst traurig-melancholische Bilder, ein toller Soundtrack und liebevoll charakterisierte Protagonisten runden das Gesamtbild dieses lohnenswerten Beitrags ab. Nach THE WOMAN IN BLACK legt nun ein weiterer, aktueller Genrefilm Wert auf stimmige und vorwiegend optisch-virtuose Raffinessen. Anstatt auf Trivialhorror mit dem Holzhammer zu setzen, zählen hier allein die melancholische Bilder, das glaubhafte Schauspiel sowie das Schicksal der anwesenden Figuren. Optisch opulente Gruselfilme, deren Augenmerk einzig und allein auf subtilem Horror liegt, scheinen nach wie vor DER neue Trend im Jahre 2012 zu sein. Der Filmfreund mit einem Faible für das Übernatürliche in Form von subtilen Geisterfilmchen, dürfte sich mit der Sichtung von THE AWAKENING ersichtlich gut unterhalten fühlen.
 
 
 


 
 
 

The Awakening – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
Ein kleines Gruseldrama, mit wunderschöner Optik und vorwiegend leisen Tönen. Arthausfreunde und Liebhaber altmodischer Gruselfilme kommen hier garantiert auf ihre Kosten. Absolut sehenswert!
 
 
 


 
 
 

The Awakening – Zensur

 
 
 
Wirklich blutig wird es zu keiner Zeit. Deshalb ist die deutschen Heimkinoauswertung auch ungeschnitten ab FSK 12 freigegeben und demnach auch für Jugendliche geeignet. Die hiesige Blu-ray/DVD besitzt aufgrund des Bonusmaterials dennoch den FSK 16-Flatschen.
 
 
 


 
 
 

The Awakening – Deutsche Blu-ray

 
 
 
awakening
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Awakening; Großbritanien 2011

Genre: Horror, Thriller, Mysterie

Ton: Deutsch+Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 107 Min.

FSK: FSK 12 (eigentlicher Film) / FSK 16 (Bonusmaterial der Blu-ray)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Originaltrailer, Interviews mit Cast & Crew, B-Roll, Trailershow

 
 
 
Die Blu-ray aus dem Hause UNIVERSUM kommt zwar technisch hochwertig daher, der Bonusbereich wurde wie zuletzt bei Filmen aus dem Bereich Horror etwas sehr stiefmütterlich behandelt. Zwar ist das animierte Menü schlicht und stimmig gehalten; viel auszuwählen gibt es von hier aus jedoch nicht. Neben den Trailer in deutscher Sprache, haben es noch ca. 32 Minuten an Interviews mit den Schauspielern des Films auf die Scheibe geschafft; ein wirkliches Making of oder interessante Features über die Entstehung von THE AWAKENING sucht man hier jedoch vergebens. Immerhin lässt sich noch ein kurzes B-Roll-Feature (ca. 10 Minuten) mit Aufnahmen vom Set finden. Eine BD-Live-Funktion führt zu weiteren Extras – ein Internetzugang wird jedoch hierbei vorausgesetzt. Lobenswert sei an dieser Stelle zu erwähnen, dass UNIVERSUM FILM allen Extras, sowie dem Hauptfilm deutsche Untertitel spendiert hat. Trotz ausufernder HD-Technik ist dieser Mindeststandart vielen Labels aktuell nach wie vor fremd. Eine Trailershow mit sechs weiteren Filmen aus dem Programm von UNIVERSUM FILM runden den Bonussektor ab. Technisch braucht man hier nicht meckern. Wie bei Veröffentlichungen des Labels üblich, kommt auch THE AWAKENING mit Top Bild und gutem Ton daher. Wer gern gruselige Filme mag, darf gern zugreifen. Bleibt zu erwähnen, dass die Blu-ray ein Wechselcover besitzt.
 
 

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The Awakening – Trailer

 
 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
Ähnliche Filme:

The Woman in Black (2012)

The Devils Backbone (2001)


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