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Filmkritik: “Long Weekend – Thongsook 13″ (2013)

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LONG WEEKEND

THONGSOOK 13

Story

 
 
 
Sechs Jugendliche wollen auf einer verlassenen Insel – wo auch sonst – eine trinkfreudige Wochenendsause in einem Strandhaus veranstalten. Leider birgt das friedliche Eiland auch eine dunkle Vergangenheit. Früher wurden dort während des sogenannten Blutmondes geheimnisvolle Opferriten durchgeführt, um die Geister der Insel zu besänftigen. Hätten die Kids gewusst, dass ihr Feiervorhaben in genau jenen Ritualzyklus fällt, wären sie vermutlich zu Haus geblieben …
 
 
 


 
 
 

LONG WEEKEND – Kritik

 
 
 
Wenn uns der Horrorfilm eins gelehrt hat, dann dass man Außenseitern besser keine gemeinen Streiche spielt, denn derart rücksichtsloses Verhalten wird im Genre eigentlich immer mit dem Tod bestraft. Bereits in Filmen wie Kings CARRIE (1976) oder dem Slasher BRENNENDE RACHE (1981) war das der Fall. Hier wurde Außenseitern derart übel mitgespielt, dass die Geschehnisse eine ungeahnte Wendung erfuhren und im Blutbad enden mussten. Auch in Thailand finden jene beständigen Horror-Regeln im Film immer wieder Verwendung. So auch in LONG WEEKEND – einem weiteren Teenie-Grusler, der freilich nichts mit dem australischen Öko-Horror von COLIN EGGLESTON zu tun hat, dem im Jahr 2008 unter gleichem Titel eine aufgehübschte Neuverfilmung folgen musste. Im thailändischen LONG WEEKEND ist es nicht Mutter Natur, die mit Umweltsündern kurzen Prozess veranstaltet, sondern eine Gruppe Thai-Kids, die unbeabsichtigt einen geheimnisvollen Schrein nach einem fiesen Streich an einem Mitschüler entweihen und die Missgunst böser Geister auf den Plan rufen. Einzelgänger und Schul-Mobbingopfer CHINAWUT INDRACUSIN fungiert hier als Medium, in dessen Körper die zornigen Geister schlüpfen nachdem dieser von seinen Klassenkameraden in eine Art Opferkammer gesperrt und seines Schutzamuletts beraubt wurde. Wenig später ist die Hölle los, denn der Rechner leistet ganze Arbeit, schließlich sind fast alle Horror-Elemente in LONG WEEKEND (der sich übrigens im Original THONGSOOK 13 schimpft) computeranimiert. Regisseur TAWEEWAT WANTHA (was für ein Zungenbrecher) übertreibt es in seinem glattgebügeltem Gruselstück ein wenig arg mit CGI-Gespuke. Zwar können sich die Spezialeffekte durchaus sehen lassen; der Film ist jedoch teilweise derart effektüberladen, dass das Wesentliche aus den Augen verloren wird. WANTHA verschwendet wenig Zeit mit der Charakterentwicklung. Stattdessen legt der Filmemacher Wert auf einem unhomogenen Klangteppich, der von anhaltendem Gewitterdonner begleitet wird und künstlich aus den TV-Boxen grummelt. Letzterer wurde zudem derart laut eingespielt, dass der Zuschauer permanent damit beschäftigt ist die Lautstärke des Fernsehapparats zu regulieren, weil ihm der Donnergeröll zu laut und die Dialoge zu leise abgemischt wurden. Die künstlichen, durch Lautstärke verursachten Schreckmomente hat LONG WEEKEND jedoch auch bitter nötig, denn ein Gruselfaktor ist kaum zu verzeichnen. Wie soll der auch entstehen, wenn ein atmosphärischer Erzählstrang und der konstant steigende Spannungsbogen zugunsten oberflächlicher Effekthascherei vernachlässigt wurde.
 
LONG WEEKEND oder THONGSOOK 13 ist jugendkonformer Teenie-Horror, der sich offensichtlich an ein junges Publikum richtet. Filmische Experimente werden nicht gewagt, stattdessen wird sich an den Konventionen des modernen Horrorkinos orientiert. Für den Zuschauer bedeutet das: Stereotype Helden, die nach dem Prinzip der 10 kleinen Negerlein das Zeitliche segnen müssen, damit der Horrorfan auch etwas Gewalt zu sehen bekommt. Für Geister-Horror aus Fernost kommt die überraschend schaufreudig daher, so dass sich auch der ein oder andere europäische Horrorfan mit LONG WEEKEND anfreunden dürfte. Warum an der hauchdünnen Handlung ausgerechnet vier (!) Autoren gleichzeitig kritzeln mussten, dürfte jedoch für immer ein Mysterium bleiben. Vermutlich war der aufgezwungene Schluss-Twist nicht anders zu bewerkstelligen.
 
 
 


 
 
 

LONG WEEKEND – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
(Er)Schreckreiche Geisterhatz aus Thailand mit bitterbösem Ausgang. LONG WEEKEND (oder THONGSOOK 13, so wie er ins seinem Entstehungsland ins Kino gebracht wurde) ist garantiert nichts für Liebhaber des Old-School-Horrors. Die Macher haben sichtlich viel Spaß mit den Fähigkeiten von Hochleistungsrechner gehabt und reichlich Bath in Computereffekte fließen lassen. Die sehen zwar ganz brauchbar aus, können aber nicht verbergen, dass das Drehbuch zum Film kaum vom Hocker reißen will. In LONG WEEKEND treffen stereotype Kids auf animierte Geister und werden nacheinander in den Filmhimmel transferiert. Gruselig ist das zwar nicht, dafür aber ziemlich schockintensiv, weil die Ton-Macher dreist an den Lautstärkereglern ihrer Mischpulte hantiert haben. Unterm Strich ist der thailändische Horrortrip keine Offenbarung – Mainstream verwöhnte Kids haben an diesem halbherzigen Spuk-Quark vermutlich trotzdem ihre Freude.
 
 
 


 
 
 

LONG WEEKEND – Zensur

 
 
 
Einiges an Gewalt wird geboten. So wird ein Kopf im Motorboot-Motor zermatscht und Gegenstände durch Köpfe gejagt. Wir rechnen mit einer Freigabe für Erwachsene: KEINE JUGENDFREIGABE.
 
 
 


 
 
 

LONG WEEKEND – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Phobia (2009)
 
House of Dust (2013)
 
The Damned (2013)
 
The Quiet Ones (2013)
 


Filmreview: “All Cheerleaders Die” (2013)

ALL-CHEERLEADERS-DIE-2013
 
 
 

ALL CHEERLEADERS DIE

Story

 
 
 
Eine Gruppe Cheerleader steigt aus ihrem nassen Grab, um sich als blutgierige Zombies an ihren Mördern zu rächen …
 
 
 


 
 
 

ALL CHEERLEADERS DIE – Kritik

 
 
 
Remakes von Horrorfilmen sind im Genre mittlerweile nichts Ungewöhnliches mehr. Leider versucht sich Hollywood vermehrt darin den ganz großen Klassikern der Horrorwelt eine Frischzellenkur zu verpassen, was bei Fans jedoch meist auf Unverständnis stößt. Bei denen läuten bereits Wochen vor Drehbeginn die Alarmglocken, setzen doch eingefleischte Filmliebhaber das überflüssige Neuverfilmen ihrer beliebten Klassiker mit einem Sakrileg gleich. So ganz unbegründet ist deren Recyclingboykott verständlicherweise nicht, schließlich wurden in letzter Zeit Filme durch die Wiederverwertungs-Maschinerie gejagt, welche Jahrzehnte nach ihrem Entstehen beim Zuschauer immer noch maximales Grauen bewirken und nicht zwingend eine Neuverfilmung benötigt hätten. Gerissenen Produzenten Hollywoods ist die Skepsis der Zuschauer jedoch egal, denn so lange sich damit schnell Geld verdienen lässt werden auch weiterhin bekannte Titel der Horrorwelt lieblos und kommerzorientiert in die Lichtspielhäuser gebracht.
 
ALL CHEERLEADERS DIE ist auch ein Streifen, der in die Rubrik “Horror-Remake” einzuordnen ist. Doch bevor ein lautes Stöhnen die Runde machen wird, können wir Entwarnung geben, denn ALL CHEERLEADERS DIE ist einer jener Filme von dem niemand vermutet hätte, dass es ihn schon einmal gegeben hat. Horror-Maestro LUCKY MCKEE steckt hinter dem Reboot und hat weit vor Genre-Hits wie MAY – SCHNEIDERIN DES TODES (2002) und THE WOMAN (2011) mit dem No-Budget-Trash ALL CHEERLEADERS DIE versucht mehr oder weniger erfolgreich Fuß im Filmbusiness zu fassen. Zwölf Jahre nach Entstehung des Originals kommt der Horrorspaß noch einmal in die Wohnzimmer, natürlich mit mehr Budget, besseren Schauspielern und professionellen Effekten. Alles beginnt wie in jedem amerikanischen Highschool-Filmchen, wo Schüler als erstes nach Stereotypen gruppiert werden. Während Außenseiter und Eigenbrödler vergebens nach Aufmerksamkeit streben und versuchen Zuflucht in ihrer eigenen kleinen Welt zu finden, gibt es auch in ALL CHEERLEADERS DIE natürlich die selbstverliebten und coolen Kids der Schule, mit denen nicht immer gut Kirschen essen ist. Regisseur LUCKY MCKEE persifliert für sein Horror-Remake ganz luftig-locker sämtlich Highschool-Klischees auf überspitzt-zynische Weise und hat sichtlich Spaß daran, seine Figuren auch mal selbstironisch durch den Kakao zu ziehen. So gefällt, wie er die Objektivierung der Frau im Horrorfilm mit fast schon satirischem Unterton an den Pranger stellt. Schließlich wird das weibliche Geschlecht im Genre meist primär als Sexobjekt dargestellt, dem es des Öfteren an Intelligenz mangelt.
 
Der gar nicht mal so üble Mix aus BUFFY, GIRLS UNITED und CHARMED erzählt die Geschichte von Hobby-Hexe und Wahrsagerin Leena (SIANOA SMIT-MCPHEE), die mit argwöhnischen Augen die Entwicklung von Ex-Freundin Maddy (CAITLIN STASEY) beobachtet. Die schöne Brünette ist seit einiger Zeit darum bestrebt in der Cheerleader-Clique aufgenommen zu werden, um die dreisten Machenschaften von Football-Spieler Terry (TOM WILLIAMSON) aufdecken zu können. Der Mannschaftskapitän des schuleigenen Football-Teams gehört zwar zu den beliebtesten Schülern an der Highschool, wechselt aber Frauen wie Unterwäsche. Nachdem es Maddy gelungen ist die Cheerleader-Clique gegen das Football-Team aufzuhetzen, endet der Streit im Chaos: Das Auto der Mädchen kommt von der Straße ab und landet in den Fluten einen reißenden Flusses. Weil der abgebrühte Terry jedoch Angst vor den Konsequenzen hat flüchtet er lieber mit seinen Team-Kollegen und überlässt die Cheerleader ihrem Schicksal. Gott sei Dank ist Außenseiterin und Hexe Leena vor Ort. Sie beschwört die geheimnisvolle Macht ihrer magischen Steine und bewirkt, dass die Cheerleader mit einem unstillbaren Blutdurst von den Toten auferstehen. Dass die sonst so zickigen Schülerinnen mit ihrem frühzeitigen Ableben so rein gar nicht einverstanden sind, dürfte auf der Hand liegen. Kaum auf dem Schulhof zurückgekehrt heißt das neue Unterrichtsfach „Rache“.
 
Man nehme einfach von allem etwas. Mit dieser Einstellung hat LUCKY MCKEE genau jene Rezeptur gefunden, die das Horror-Genre auch bitter benötigt hat, denn mittlerweile hat sich der Horrorfilm zu einem langweiligen Tummelplatz der immer wieder gleichen Filmthemen entwickelt. ALL CHEERLEADERS DIE bedient sich unterschiedlicher Sub-Genre. So werden Elemente aus Slasher, Rache, Vampir- und Zombiefilmen zu etwas völlig Neuem zusammengewürfelt; ein kleiner Spritzer Selbstironie wird zur Quintessenz des wilden Genre-Cocktails. MCKEE, der zuvor eher ernste Filme über Frauen gedreht hat, die von ihren männlichen Filmkollegen missbraucht oder ungerecht behandelt wurden, wandelt mit ALL CHEELEADER DIE auf ungewöhnlich komödiantischen Pfaden, ohne jedoch zu sehr ins Alberne abzudriften. Anders als in seinen bisherigen Streifen, lässt er seine Heldinnen auch schon mal ungeniert furzen oder über sich selbst witzeln, findet aber stets den Absprung vor allzu platten Fäkal-Schweinereien. ALL CHEERLEADERS DIE macht alles richtig. Ein nahezu konstant ansteigender Grusel- und Gewaltfaktor hält sich mit erheiternder Komik die Waage und macht MCKEES Remake zu einem ganz besonderen Filmerlebnis, dass scheinbar sogar in Serie gehen soll. Der gut durchdachte Teenie-Horror endet mit einem vielversprechenden Cliffhanger und lässt auf herrlich absurde Splatter-Unterhaltung hoffen. Wenn es nach FILMCHECKER geht, darf die gern so schnell wie möglich in Produktion gehen, schließlich sind wir der Meinung: ALL CHEERLEADERS DIE gehört zweifelsohne zu den Genre-Überraschungen des Jahres.
 
 
 


 
 
 

ALL CHEERLEADERS DIE – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
LUCKY MCKEES Neuverfilmung seines Erstlings ALL CHEERLEADERS DIE sollte jeder Horrorfan gesehen haben. Der Streifen ist schräg, unterhaltsam, blutig, sexy, packend, bissig, durchdacht, raffiniert, selbstironisch, wild, clever – kurz: Einfach vollkommen anders. Ein Horror-Must-See! Noch Fragen?
 
 
 


 
 
 

ALL CHEERLEADERS DIE – Zensur

 
 
 
Eigentlich beginnt ALL CHEERLEADERS DIE so ziemlich harmlos. Kurz vor Ende wendet sich jedoch das Blatt und die Kids sterben wie die Fliegen. Einige Todesszenen sind dann doch recht grafisch, so dass die KEINE JUGENDFREIGABE-Kennzeichnung Liebhaber der etwas härteren Filmgattung freuen dürfte.
 
 
 


 
 
 

ALL CHEERLEADERS DIE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Scream – Schrei! (1996)
 
Scary Movie (2000)
 
Der Hexenclub (1996)
 
Der Pakt – The Covenant (2006)
 
Buffy – Im Bann der Dämönen (1997 – 1993)
 
Charmed – Zauberhafte Hexen (1998 – 2006)
 
100 Bloody Acres (2012)
 


Filmreview: “Crush – Gefährliches Verlangen” (2013)

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CRUSH – GEFÄHRLICHES VERLANGEN

Story

 
 
 
Das Leben kann manchmal ganz schön grausam sein. Vor allem dann, wenn man sich unsterblich in den begehrtesten Typen der Highschool verknallt hat und man selbst als graues Mäuslein nicht gerade zu den Lieblingen der Schule gehört. Das bekommt auch Bess (CRYSTAL REED) zu spüren, die erst seit einiger Zeit in der Stadt lebt und noch nirgends Anschluß gefunden hat. Dennoch hat sie sich hoffnungslos in den gutausehenden Athleten Scott (LUCAS TILL) verschossen, der aber kein Interesse zeigt. Umso mehr beginnt Bess dem smarten Schönling nachzustellen, verfolgt ihn auf Schritt und Tritt, in der Hoffnung irgendwie seine Aufmerksamkeit gewinnen zu können. Der ist aber momentan mit sich selbst beschäftigt, strebt ein Sportstipendium an und hat zudem mit den Folgen eines Unfalls zu kämpfen. Als er sich dann auch noch mit der kessen Jules (SARAH BOLGER) einlässt, geraten Bess´ Gefühle außer Kontrolle …
 
 
 


 
 
 

CRUSH – Kritik

 
 
 
Wahnsinnige Stalker sind in schlitzfreudigen Zeiten beinahe schon zu einer Randerscheinung, die man immer seltener auf der Leinwand zu sehen bekommt, geworden. Umso erfreulicher, dass Regisseur MALIK BADER sich des Subgenres angenommen hat und es so vor dem Aussterben bewahrt. Bereits ROBIN WILLIAMS bestach im Thriller ONE HOUR FOTO (2002) in seiner Rolle als bemitleidenswerter Psychopath Seymour Parrish und auch ANNIE WILKES versuchte 1990 in Kings Romanverfilmung MISERY auf ganz eigene Weise das Herz eines Romanautors für sich zu gewinnen. Der Film CRUSH macht dem rar gewordenen Stalkerfilm alle Ehre, handelt auch er von einer unscheinbaren Einzelgängerin, die vehement versucht, die Gunst eines von ihr angebeteten Schönlings zu gewinnen. Einen Originalitätspreis dürfte CRUSH mit seinem aufgewärmten Kaffee nicht gewinnen. Drehbuchautorin SONNY MALLHI hat bereits zuvor mit THE ROOMMATE (2011) einen thematisch gar nicht so unähnlichen Film zu Papier gebracht und leider auch dort schon alle guten Ideen verbraten. So unterhält CRUSH zwar ganz solide, dem Zuschauer wird jedoch nichts geboten, was er nicht auch schon in Filmen wie CAPTIVITY, SWIMFAN, OBSESSED und STALKER zu sehen bekam. Immerhin fungierte MALLHI bisher als Produzentin einschlägiger Gruseltrips. So gehen der Home-Invasion-Thriller THE STRANGERS und das glattpolierte Remake zu SHUTTER auf ihr Produzenten-Konto, was Kinofreunde zumindest auf technischer Ebene hellhörig machen dürfte.
 
Für welches Kinopublikum CRUSH gemacht wurde, ist bereits in den ersten Filmminuten offensichtlich. Hauptdarsteller LUCAS TILL streift in bescheidener Regelmäßigkeit leicht bekleidet von Set zu Set und präsentiert nicht nur einmal seinen trainierten Körper. Den vorwiegend weiblichen TWILIGHT-erprobten Zusehern dürfte das natürlich gefallen, hat der adrette Jungspund sogar noch halbwegs Ahnung vom Schauspielern und vermag selbst in den brenzligsten Situation Haltung zu bewahren. Ganz zum Leidwesen der im Film agierenden Protagonistinnen, die sich dem Charme des sympathischen Helden einfach nicht entziehen können und ihm reihenweise zu Füssen liegen. In CRUSH scheint irgendwie jeder in den knackigen Teenager verschossen und damit vollkommen unglücklich zu sein. Beinahe möchte man meinen, dass uns Regisseur MALIK BADER hier einen tragischen Liebesfilm unterschieben möchte, in dem sich die Helden verzweifelt an jeden Strohhalm klammern, in der Hoffnung das Objekt ihrer schlaflosen Nächte doch noch für sich zu gewinnen. Vor allem die fragile und introvertierte Bess hat es richtig erwischt. Die wird herrlich freakig von CRYSTAL REED verkörpert, die dem geheimnisvollen Charakter eine ganz eigene Note verleiht und die sonderbare Gestalt fast schon wieder liebenswert erscheinen lässt. Die verfolgt jeden Facebook-Kommentar ihre heimlichen Liebe und konstruiert abstruse Situationen, um mit Scott in irgendeiner Form in Kontakt treten zu können. Es werden Fotos manipuliert und Zeichnungen aus dem Müll des Angeschmachteten gefischt, wobei die endlose Liebe der stillen Verehrerin bald sehr ungewöhnliche Wendungen findet. Eigentlich hätte die triviale Geschichte einfach in einem schmalzigen Finale münden und mit der Zusammenführung der gegensätzlichen Protagonisten enden können. Wären da nicht einige “böse” Szenen, die CRUSH wieder aus der Bedeutungslosigkeit reißen. Denn es dauert nicht lang, bis potenzielle Anwärterinnen kurzum in fiese Unfälle verwickelt werden und die unscheinbare Außenseiterin als Ursache in Erwägung gezogen wird. Hier schüttelt Drehbuchautorin SONNY MALLHI ihr vermutlich letztes Ass aus dem Ärmel und lässt die Geschichte in ein etwas sehr haarsträubendes Ende laufen. Ein sehr unbeholfener Twist holt die gnadenlos schlechten Filme eines M.NIGHT SHYAMALAN ins Gedächtnis, der ja bisher ein fast schon negativ talentiertes Händchen für spektakuläre Filmwendungen bewiesen hat. Auf gleicher Welle schwimmt CRUSH, der in den letzten Filmminuten an Fahrt gewinnt und sich trotz überraschende Plottwists in einem erheblich unspektakulären Finale verliert. Am Ende bleibt mit CRUSH ein Film, den man sozusagen als Junkfood bezeichnen könnte. Ein kurzweiliges Stück typisch amerikanischen Zelluloids, in dem jeder Hauptdarsteller mit unbeschreiblicher Schönheit gesegnet wurde und der zumindest für das jugendliche Zielpublikum einige kurzweilige Schock- und Gewaltakte zu bieten hat, damit sich das Mädchen im Kino an den Liebsten klammern kann. Ansonsten wird in CRUSH wenig Thrill, Suspense oder Tiefgang geboten, wobei einzig die schauspielerische Darbietung von Bess-Darstellerin CRYSTAL REED überhaupt nennenswerten Nachdruck verleiht.
 
 
 


 
 
 

CRUSH – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
CRUSH ist ein kurzweilig inszenierter und wendungsreicher Suspense-Thriller, der für erhöhten Pulsschlag sorgen wird – zumindest, wenn man sich selbst zum angepeilten PG13-Zielpublikum rechnet. Für den erfahrenden Horrorfilmfan ist der seichte Film ein alter Hut und kaum der Rede wert. Bis auf die zugegebenermaßen geschickt konstruierten Wendungen bietet CRUSH keinen Mehrwert, der lohnen würde den Film ein weiteres Mal sehen zu wollen. Zudem mag die internationale Marketingriege des Films nicht ganz verstanden zu haben, welchen Sinn eigentlich ein Filmplakat besitzen sollte. Denn im Falle von CRUSH verrät das Cover einfach zu viel über den eigentlich überraschend gemeinten Twist der Story.
 
 
 


 
 
 

CRUSH – Zensur

 
 
 
Die deutsche Filmfassung wurde von der FSK bereits ab 16 Jahren freigegeben. Kein Wunder, denn bis auf das Ende gibt es hier kaum böse Szenen zu sehen. Somit ist CRUSH auch für empfindsame Gemüter geeignet.
 
 
 


 
 
 

CRUSH – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Universum Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Crush; USA 2013

Genre: Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1920×1080)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Making Of, Trailer

Veröffentlichungs-Termin: 06.12.2013

 
 
 
Nach dem Einlegen der Blu-ray gibt es wie immer bei UNIVERSUM FILM die obligatorischen Pflichttrailer. So flimmern die Clips zu THE CALL – LEG NICHT AUF!, BYZANTIUM und der Psychothriller DAS PENTHOUSE über die Mattscheibe; hochauflösend und in Deutsch versteht sich. Danach flackert Licht in einem Standmenü, dass mit einigen Szenen des Films und melancholischer Musik unterlegt wurde. Startet man den Streifen (deutsche UT für den hauptfilm sind übrigens mit an Bord) so fällt auf, dass das Bild erstaunlich hochwertig ausgefallen ist. Die Farben leuchten in hellen Aufnahmen kräftig und der satte Kontrast gefällt. Zudem lassen sich viele kleine Details durch eine angenehme Schärfe erkennen. Auch beim Ton überzeugt CRUSH – GEFÄHRLICHES VERLANGEN. Die Filmmusik bewirkt eine hervorragende Räumlichkeit und auch die deutsche Synchronisation wurde mit professionellen Sprechern besetzt. Im Bonusbereich gibt es nichts Besonderes zu sehen. Neben dem deutschen Trailer (ca. 2 Minuten, HD) hat es noch ein knappes Making of (21 Minuten, HD) auf die Scheibe geschafft. Für Untertitel hat es aber hier nicht gereicht, so dass dieses Extra für Zuschauer, die der englischen Sprache nicht mächtig sind kaum von Nutzen sein dürfte. Ein BD-Live-Zugang (für welchen ein Internetzugang vorausgesetzt wird) und eine umfangreiche Trailershow bestehend aus sieben Clips kommender UNIVERSUM-Titel runden das Bonuspaket ab. Wer Hass gegenüber den FSK-Flatschen hegt, kann das Cover umdrehen, denn ein Wechselcover ist bei dieser Veröffentlichung mit an Bord.
 
 
 

Crush – Gefährliches Verlangen [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

CRUSH – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Misery (1990)

One Hour Foto (2002)

Swimfan (2002)

Obsessed (2009)

The Roommate (2011)

Captivity (2007)

Mr. Brooks – Der Mörder in Dir (2007)

Eine verhängnisvolle Affäre (1987)


Filmreview: “Texas Chainsaw 3D” (2013)

Texas-Chainsaw-3D
 
 
 

Texas Chainsaw 3D

Story

 
 
 
Achtung!
Review beinhaltet mögliche Spoiler!
 
 
 
„Heathers“ geregeltes Leben gerät völlig aus den Fugen, als sie das Erbe ihrer unbekannten, verstorbenen Großmutter antreten soll. Sie reist zusammen mit ihren Freunden nach Texas, wo ein riesiges Anwesen auf sie wartet, dessen Schlüssel ihr von einem Nachlassverwalter überreicht werden. Doch das vermeintlich pompöse Anwesen birgt ein dunkles und tödliches Geheimnis, dass mit der Erbschaftsübergabe einen gierigen Blutzoll fordert …
 
 
 


 
 
 

Texas Chainsaw 3D – Kritik

 
 
 
Manche Filmreihen scheinen derart populär, dass sie einfach nicht totzukriegen sind und sich geldgeile Rechteinhaber ein goldenes Näschen an derart Filmstoff verdienen. Ob hierbei eine plausible Geschichte zu Grunde liegt und bekanntes Franchise logisch fortgeführt wird, ist im 21 Jahrhundert schon längst nicht mehr relevant. Da wird die bereits ohnehin kränkelnde Kuh auch schön weiter gierig abgemolken, in der Hoffnung, dass die Ausbeute noch halbwegs gewinnbringende Dollars einspielt. Einer dieser Fälle ist das berüchtigte “Texas Chainsaw Massacre“, dass bereits im Jahre 1974 für reichlich Gesprächsstoff sorgte und den Grundstein für heute so populäres Terror-Kino legte. Tobe Hoopers berüchtigtes “Kettensägen-Massaker” gehört zweifelsohne zum Meilenstein des modernen Horrorfilms und findet in seiner schmuddeligen und exploitationhafte Darstellung des populären 70er Jahre Horrorkinos gleich neben berüchtigten Klassikern wie “Last House on the Left” , „I spit on your Grave“ und „Mark of the Devil“ Erwähnung. Nach nunmehr bereits sechs Verfilmungen steht aktuell mit “Texas Chainsaw 3D” der neuste Teil des berüchtigten Horrorfilmstoffs ins Haus und findet überraschenderweise nicht den direkten Anschluss an “Marcus Nispel” Hochglanz-Remake aus dem Jahre 2003. Anstatt die Gegebenheiten rund um die “Nispel“-Neuverfilmung plausibel weiterzuspinnen geht der aktuelle Aufguss zurück zu den Ursprüngen des Originals und setzt haargenau dort an, wo Hoopers “Texas Chainsaw Massacre” endete.
 
Sally“, die einzige Überlebende aus dem 1974er Originalfilm, entkommt dem Motorsägen schwingenden “Leatherface” und kann sich kurzum in die Nachbarstadt retten. Dort schildert sie dem ansässigen Sheriff, welch gemeine Abartigkeiten sie im Haus der “Sawyer“-Familie erdulden musste, worauf eine selbsternannte wutentbrannte Bürgerwehr zum Schauplatz der Verbrechen eilt, um mit der seltsamen Bande auf ihre ganz eigene Weise abzurechnen. Keiner der (gefühlten 100!) “Sawyer“-Familienmitglieder kann diesem Racheakt lebend entkommen. Nur ein hilfloses Neugeborenes überlebt das blutige Massaker und wird letztendlich in die Obhut einer Pflegefamilie übergeben.
 
Natürlich dürfte der aufmerksame Horrorfilmfreund bereits rasch erahnen, dass es sich bei jenem Waisenkind um die taffe Hauptdarstellerin “Heather” handelt, die im Verlauf der vollkommen hölzernen Geschichte auf einen erschreckend gealterten „Leatherface“ trifft. Der direkt Anschluss an das kultige und große Original erweist sich in diesem Fall als desaströse Entscheidung, denn trotz aller unbeholfener Versuche dem 74er “Texas Chainsaw Massacres” halbwegs gerecht zu werden, mündet das aktuelle Sequel in einer einzigen Katastrophe. Es bedarf hier vermutlich eine ganze Seite zu füllen, um all die Ungereimtheiten eines “Texas Chainsaw 3D” aufzählen zu können. Fakt ist jedoch, dass der neuste Ableger der bisher Schlechteste der gesamten Reihe darstellt. Am prägnantesten werden vor allem die Mankos in der Darstellung der Protagonisten deutlich. Sicher war die gesamte “Texas Chainsaw Massacre”-Reihe noch nie ein Garant für tiefgründige und klug durchdachte Charakterisierung, handelt es sich hierbei schließlich um eine Horror-Serie, die vordergründig seit jeher von derben Terror und bluttriefende Gewalt zerrt. Die vorliegende Fortsetzung jedoch besitzt außer einige Gewaltspitzen nichts was überhaupt von Interesse wäre – Folter und Terror: Fehlanzeige! Die wenigen Figuren sind derart flach skizziert, dass das immens gorige Treiben vollends an Intensität verliert. Zudem lässt “Texas Chainsaw 3D” jeglichen Terrorgedanken missen. Die Geschichte entlädt sich als vollkommen austauschbarer 08/15-Teenhorror, der auch beliebig hätte anders heißen können. Hinzukommt, dass man die Glaubwürdigkeit der hier vorgegaukelten Geschehnisse nicht weiter hinterfragen sollte. “Heather” durchlebt im Verlauf des Films eine haarsträubende Metamorphose, die in ihrer Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist. Anfänglich als Opfer deklariert, entscheidet sie sich am Ende (unverständlicherweise) für das Böse und bietet durchaus Freiraum für eine mögliche Fortsetzung. Welchen Sinn dieser gesamte hanebüchene Nonsens birgt, sei letztendlich dahingestellt, denn eine mögliche Erklärung ihres Tun und Handelns machen „Texas Chainsaw 3D“ leider auch nicht besser!
 
Ein Albtraum für jeden “TCM“-Filmfan: es war vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis sich auch das bisher langlebigste Horror-Franchise selbst ins Aus befördern würde. Nach sechs Filmen bildet nun der vorliegende “Texas Chainsaw 3D” das miserable Schlusslicht der bekannten Filmreihe. Dass der aktuelle Beitrag nicht einmal ansatzweise dem Niveau der erfolgreichen Vorlage gerecht werden kann, dürfte bereits der unvollständigen Titel erahnen lassen, denn nur dort wo letztendlich auch “Massacre” draufsteht, ist vermutlich auch allein nur “Massacre” drin. Der aktuelle Aufguss bietet außer einer umfangreichen Palette obligatorisch-blutiger Schauwerte nichts, was den interessierten Filmfreund gefallen dürfte. Aufgrund mangelnder Identifikationsmöglichkeiten stumpfen die eigentlich sehr bösen und gut umgesetzten Spezialeffekte gehörig ab und verlieren ihre eigentliche Wirkung. Dass man “Texas Chainsaw 3D” zu keiner Minute ernst nehmen kann, zeigen eindrucksvoll die vielen Logikpatzer, die das gesamte Treiben zu einer vollkommen Lachnummer gestalten. Da findet “Heather” irgendwo im Nirgendwo einen Jahrmarkt und scheint in ihrer Planlosigkeit nichts anderes im Sinn zu haben, als sich auf ein Riesenrad zu schwingen, in der Hoffnung, dass sie dadurch “Leatherface” entkommen kann. Dumm nur, dass sich eine derartige Gerätschaft im Kreis bewegt und “Leatherface“, trotz geistiger Beschränktheit, immer noch klug genug zu sein scheint und einfach am unteren Ende des Riesenrads auf die leicht verwirrte “Heather” wartet. “Texas Chainsaw 3D” ist ein ganz dummer Vertreter seiner Gattung und wäre mit dem Einspielen Sitcom-ähnlicher Lacher vermutlich ein geniales Stück Comedy geworden. So jedoch, dürfte die bierernste Inszenierung mit einer gewissen Vorsicht genossen werden, denn „Texas Chainsaw 3D“ hält mitnichten, was der eigentliche Filmtitel hauptsächlich suggeriert.
 
 
 


 
 
 

Texas Chainsaw 3D – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Für alle Fans der Filmreihe: DANGER !!!!! Unglaublich miese Fortsetzung, die bei weitem den desaströsen 4. Teil der Serie (“Die Rückkehr”) an Dummheit überbietet.
 
 
 


 
 
 

Texas Chainsaw 3D – Zensur

 
 
 
Die deutsche Veröffentlichung beruht auf der amerikanischen Rated R-Fassung und hat es in dieser Form auch ungeschnitten nach Deutschland geschafft. Die hier veröffentlichte DVD/Blu-ray wurde mit dem “Keine Jugendfreigabe”-Stempel abgesegnet!
 
 
 


 
 
 

Texas Chainsaw 3D – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Texas Chainsaw Massacre 3D Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Texas Chainsaw; USA 2012

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD HR 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1; (1920x1080p) Full HD

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: FSK 18 – Keine Jugendfreigabe

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Interviews (ca. 23 Min.), Blick hinter die Kulissen (ca. 3 Min.), Das Texas Chainsaw Vermächtnis (ca. 10 Min.), Der alte Bauernhof (ca. 15 Min.), Die Wiederauferstehung der Säge (ca. 12 Min.), Besetzungs-Terror (ca. 10 Min.), Leatherface 2013 (ca. 15 Min.), Licht, Kamera, Massaker! (ca. 12 Min.), Es steckt im Fleisch (ca. 10 Min.), Kurzberichte vom Set, Originaltrailer in Deutsch und Englisch, Audiokommentar mit Regisseur John Luessenhop und Dan Yeager (Leatherface), Trailershow

 
 
 
Uns lag zum Test der Heimkinofassung von TEXAS CHAINSAW 3D die dreidimensionale Variante auf Blu-ray vor. Auf dieser Scheibe kann der Zuschauer neben der 3D-Fassung des Films natürlich auch auf die 2D-Variante zurückgreifen. Den Beginn macht der Trailer zum kommenden Action-Thriller „PARKER“; danach geht geradezu ins Hauptmenü, wo der Filmfreund neben dem Hauptfilm in erstaunlich hochwertiger Qualität auch zwischen reichlich Bonusmaterial wählen kann. Hierbei offenbart sich jedoch schon der erste Wehrmutstropfen: bis auf die Interviews der Hauptdarsteller sind keiner der hier vorfindbaren Extras Deutsch untertitelt. Auch wenn das Zusatzmaterial durchaus umfangreich daherkommt; Freunde von Leatherface & Co. sollten für den Genuss der Boni gute Englischkenntnisse mitbringen. Neben diversen „Hinter den Kulissen“-Features, Interviews, einem alternativen Anfang und interessanten Informationen zum Film, haben es auch die jeweiligen Trailer zum Schocker in Englisch und Deutsch auf die Scheibe geschafft. Zudem lässt sich auf der Heimkino-Veröffentlichung auch ein nicht untertitelter Audiokommentar finden. Bleibt zu erwähnen, dass sogar eine umfangreiche Trailershow zu weiteren Titeln des Publishers bewundert werden darf – erfreulicherweise sogar ein 3D-Trailer zum Film „RESIDENT EVIL – RETRIBUTION“. Die 3D-Fassung kommt, ebenso wie die normale Filmfassung, in sehr hochwertiger Bild- und Tonqualität daher, wobei gerade bei der dreidimensionale Filmfassung die diversen Pop-Out-Effekte mit der Motorsäge zu gefallen wissen. Abgesehen vom Film selbst, hält man auf technischer Ebene, einen durchweg gelungenen Release in den Händen, welchen man auf derart technisch ansprechendem Niveau im Horror-Sektor nicht alltäglich zu Gesicht bekommt. Neben der vorliegenden Fassung kann der Filmfan ohne 3D-Equipment natürlich auch zur herkömmlichen 2D-Scheibe greifen. Diese ist nicht nur preislich günstiger, sondern überzeugt mit ebenso wertigem Bild. Beide HD-Varianten wurden mit einem Wendecover und einem Einleger mit Kapitel-Index ausgestattet.
 
 

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Texas Chainsaw 3D – Trailer

 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Rogue River (2012)

Wrong Turn 4 – Bloody Beginnings (2011)

Wrong Turn 5 – Bloodlines (2012)

Schlaraffenhaus (2011)

Texas Chainsaw Massacre (2003 / 1974)

Rest Stop (2006)

 


Filmreview: “Truth or Dare” (2011)

"True or Dare" (2011) - Filmplakat / Filmreview auf Filmcheck
 
 
 

TRUTH OR DARE

Story

 
 
 
Der unscheinbare und introvertierte Felix hat es nicht leicht. Nicht nur, dass er von Allen ignoriert, verspottet und missachtet wird, auch Freunde hat auch keine. Auf einer Abschlussfeierlichkeit soll sein Leben eine gänzlich andere Kerbe einschlagen, denn nebst Alkohol, Drogen und lauter Musik brodelt die Stimmung als eine der Partygäste vorschlägt das Partygame „Wahrheit oder Pflicht“ zu spielen. Zu allem Unglück wird auch Felix zu dieser Party geladen und kommt auch gleich in den Genuss sich für „Wahrheit“ zu entscheiden. Als er demnach allen Anwesenden unter tobenden Gelächter offenbart, sich in die allseits beliebte und hübsche Gemma (Florence Hall) verliebt zu haben, gerät das Feiergeschehen außer Kontrolle. Einige Monate später werden einige Gäste der Abschlussfeier überraschenderweise in ein Haus im Wald geladen, indem der schüchterne Felix eine ebenso trinkfreudige Geburtstagsfeier veranstalten möchte. Kaum dort angekommen vermissen die Gäste jedoch den eigentlich Gastgeber vor Ort und machen unweigerlich Bekanntschaft mit dem smarten Bruder des einst Gepeinigten. Doch die vermeintlich heitere Stimmung ist schnell verflogen, denn Felix´s Bruder Justin (David Oakes – „Die Borgias“ – „Die Säulen der Erde“) scheint leider rein gar nicht in Feierlaune zu sein. Kaum die Tür der Hütte verschlossen, zückt Justin seine Waffe und richtet sie auf einen der Gäste. Für die vollkommen überraschten Anwesenden beginnt ein Kampf um Leben und Tod.
 
 
 


 
 
 

TRUTH OR DARE – Kritik

 
 
 
Ob nun PROM NIGHT (1980), PATRICKS HÖLLENTRIP (1978) oder STEPHEN KINGS CARRIE (1976) – Filme in denen verletzte Seelen ihren, meist jugendlichen Peinigern die Leviten lesen sind bereits fester Bestandteil in der Welt des Horrorkinos geworden und finden seit jeher wachsenden Zuspruch bei Filmfans weltweit. Leider bekleckert sich der Großteil derartiger Produktionen oftmals nicht gerade mit Ruhm, denn hier wird vordergründig die immerzu gleiche Geschichte abgespult, die uninspiriert nach bekannten “Schema F” meist einzig darin Schauwert findet, die handvoll hirnloser Protagonisten möglichst kreativ um die Ecke zu meucheln. Auch die aktuelle, recht hübsch aufpolierte Produktion TRUTH OR DARE macht da keine Ausnahme und erfindet das Rad nicht neu. Hier werden zwar alle Zutaten des 80er Jahre Rache-Kinos lauwarm aufgeköchelt; und dennoch macht dieser kleine Horrorthriller eigentlich alles richtig. Das mag wohl möglich daran liegen, dass Regisseur ROBERT HEATH ein glückliches Händchen bei der Auswahl seiner trinkfesten Protagonisten bewiesen hat, die gänzlichen entgegen jedes Slasher-Klischee endlich mal nicht unerträglich nerven. Dem Film kommt das unweigerlich zu Gute, denn die weniger Charaktere sind recht zugänglich und sympathisch skizziert, so dass einem als Zuschauer deren Ableben durch Mark und Bein jagt. Um nicht allzu sehr im typischen 80er Jahre-Slasher-Flick-Flack zu versinken hat sich Regisseur ROBERT HEATH dazu entschieden dem allseits bekannten Highschool-Rache-Slasher neue Impulse zu verleihen, denn foltererprobte Filmfans von Heute dürften sich schnell mit belanglos-seichter 80s Retro-Slasher-Ware (am Rande: die Hütte, in der das Geschehen spielt erinnert geradezu an die aus dem EVIL DEAD-Universum) unterfordert fühlen. Demnach hat er seinen aktuellen Beitrag TRUTH OR DARE an die aktuelle Sehgewohnheiten angepasst und „überrascht“ mit ausgetüftelter SAW-Tortur-Folterei, die aber dennoch immer im überschaubaren und vor allem erträglichen Rahmen zu überzeugen weiß.
 
Die wenigen geladenen Gäste werden spielerisch und auf recht kompromissloser Weise gezwungen die Geschehnisse von einst zu rekonstruieren. Wer dem nicht folge leisten möchte, hat die Wahl zwischen dem eigenen Freitod oder dem einer seiner Freunde. Dass natürlich keiner der Geladenen freiwillig über die Klinge springen möchte und sich für den Tod eines anderen entscheidet dürfte klar auf der Hand liegen. Trotz Vorhersehbarkeit bleibt der Film kurzweilig bis zum Schluss und hält den Filmfreund gehörig auf Trapp. Sichtliche Filmlängen sind hier Gott sei Dank Mangelware. TRUTH OR DARE ist ein frischer, kleiner und cooler Film, der neben einer hervorragenden Kameraarbeit auch mit einem überaus sexy agierenden Film-Vamp (JENNIE JACQUES) punkten kann und mit Sicherheit für einige feuchte Träume der vorwiegend männlichen Zuschauer sorgen dürfte.
 
Mit TRUTH OR DARE hat es Genre-Neuling ROBERT HEATH geschafft einen kleinen Retro-Horrorbeitrag zu kreieren, der zwar an die vielen kleinen Rache-Streifen der 80er erinnert, aber trotz diverser Genre-Klischees Laune verbreitet und ohne auffällige Längen zu überzeugen weiß. Das recht ansprechend gefilmtes Kammerspiel punktet mit SAW-resken Tortour-Terror, der die handvoll Protagonisten ganz schön fies um ihr Leben pokern lässt. Damit auch blutgierige Gore-Hounds auf ihre Kosten kommen gibt es einige nette Splattereffekte, die aber immer im überschaubaren Rahmen bleiben und ganz schön unangenehm abgehandelt werden. Wer auf ordentlich frivoles Teeniefutter steht und mit allseits bekannten und recht ausgelutschten Genre-Klischees leben kann, dem dürfte TRUTH OR DARE auf jeden Fall munden.
 
 
 


 
 
 

TRUTH OR DARE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
08/15-Kost, die aber trotzdem Spaß macht. Nostalgischer 80er Jahre Retro-Slasher meets Folter-Tortur-Porn. Klingt komisch – harmoniert aber bestens. Als Horrorfilmfreund darf man gern mal einen Blick riskieren!
 
 
 


 
 
 

TRUTH OR DARE – Zensur

 
 
 
Der Film ist hierzulande ungeschnitten durch die FSK gekommen und trägt das KEINE JUGENDFREIGABE-Zeichen.
 
 
 


 
 
 

TRUTH OR DARE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Truth-or-Dare-Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Truth or Dare; Großbritanien 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Trailershow mit 10 weiteren Filmen des Labels

 
 
 
Label MAD DIMENSION ist seit jeher dafür bekannt, in bescheidener Regelmäßigkeit kleine Genrefilme auf Blu-ray und DVD zu veröffentlichen, wobei sich nicht selten darunter auch einige Geheimtipps verstecken. TRUTH OR DARE ist so ein Film, dessen Sichtung auf keinen Fall ausbleiben sollte, unterhält der Racheplot ungemein kurzweilig. Nach einer erheblichen Wartezeit (der Film ist bereits in England seit einer gefühlten Ewigkeit erhältlich) erscheint TRUTH OR DARE nun auch endlich in deutschen Gefilden, wobei man einmal mehr MAD DIMENSION für die optische Präsentation der Blu-ray loben muss. Das Packshot schaut wahrlich grandios aus und schlägt um Längen das rotzige Cover der UK-Scheibe. Zudem kommt die deutsche Fassung erneut MAD DIMENSION-typisch in einer schwarzen Amaray daher, was die deutsche Veröffentlichung optisch durchaus aufzuwerten versteht. Der Film konnte ungeschnitten die FSK passieren und besitzt leider außer einer Trailershow bestehend aus zehn weiteren Streifen aus dem labeleigenen Fundus von MAD DIMENSION keine filmbezogenen Extras. Das ist etwas bedauerlich, hätte zumindest ein kurzes Feature zum Film die Veröffentlichung runder gemacht. Zudem hat sich nicht einmal der Trailer zum Streifen auf die Blu-ray verirrt, was etwas seltsam anmutet, schwirrt doch der deutschsprachige Clip auf unzähligen Videoplattformen im Internet umher. Nichtsdestotrotz darf sich der Zuschauer genüsslich auf der Couch zurücklehnen und eine technisch durchweg zufriedenstellende Heimkinoveröffentlichung genießen. Das Bild ist hervorragend und auch der Ton macht eine erstaunlich solide Figur. Außerdem präsentiert MAD DIMENSION den vorliegenden TRUTH OR DARE in einer guten Synchronisation, was ja bisher nicht unbedingt bei jeder Veröffentlichung des Labels der Fall gewesen ist. Der (im Vergleich zu Mediabooks aus Österreich) kleine Anschaffungspreis dürfte Sammler „böser“ Filme überraschen und vermutlich schnell zum Kauf animieren, zumal TRUTH OR DARE sogar mit Wechselcover ausgeliefert wird, so dass Flatschengegner das ungeliebte FSK-Logo mit nur wenigen Handgriffen austauschen können.
 
 
 

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TRUTH OR DARE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Prom Night (2008)

Prom Night (1980)

Patricks Höllentrip (1978)


Filmreview: “The Sleeper” (2011)

 

Die Alpha Gamma Theta Studentenvereinigung feiert die Aufnahme zwei neuer Mitglieder. Dumm nur, dass ein recht kranker Psychopath die Feierlichkeit mit seinen nervigen Telefonterror stört und eine Studentin, nach der nächsten lustlos um die Ecke meuchelt.

 

 

Was es nicht alles so gibt.

Ich bin immer wieder erstaunt mit welch eifrigen Enthusiasmus sich selbsternannte Filmfans und talentfreie Möchtegern-Regisseure an die Umsetzung von scheinbar eigens niedergekritzelten Drehbüchern wagen. Waren Amateurfilme, noch vor einigen Jahren leicht als selbige zu erkennen, ist die Technik heute schon sogar soweit vorangeschritten, dass selbst absolute Filmlaien mit ordentlichem HD Film-Equipment und grundlegenden Editierungskenntnissen zumindest optisch halbwegs hochwertige Filme basteln können. Kein Wunder, dass derzeit der Heimkinomarkt regelrecht von überaus minderwertigen Produktionen überflutet wird.

The Sleeper“ scheint wohlmöglich auch derart „Fan-Ding“ zu sein. Und ganz ehrlich, ich hab mir diesen Quark leider nicht bis zur letzten Filmminute geben können.

Dabei scheinen die Filmmacher von „The Sleeper“ es ersichtlich einfach gehabt haben, ihren absolut sinnfreien Plot auf Zelluloid zu bannen.

Man nehme Daddys Urlaubs HD-Kamera, drehe mit ein paar angehenden Schauspielstudenten eine handvoll sinnfreier Mordszenen und füge sie letztendlich mit einer illegal erworbener Editierungssoftware aus dem Hause „Magix“ zusammen.

Um sich zumindest halbwegs in der Filmszene bekannt und vor allem beliebt zu machen, bewirbt man seinen miserabel heruntergekurbelten Dreck, als eine Hommage an den frühen Teenager-Slasherfilm der 80er Jahre, um den dreisten Diebstahl diverser Schlüsselszenen bekannter Slasherklassiker zu rechtfertigen.

Eigene Ideen besitzt „The Sleeper“ null – Kreative Umsetzung? Absolute Fehlanzeige!

Das Storygerippe erinnert unverkennbar an den Klassiker „House on Sorority Row“ (Gratis den gesamten Film hier sehen)  und das Geschehen ist derart hanebüchen und trivial , dass einem schon nach der Sichtung von nur wenigen Filmminuten der Fremdscham ins Gesicht steht.

Der wahrlich „fesselnden“ Storyaufbau, dieses uninspirierenden Machwerks,  gestaltet sich wie folgt:

Der Killer ruft im Haus der Studentenverbindung an, stöhnt etwas sinnfreies in das Telefon und holt sich wenige Filmminuten später das belästigte Opfer. Danach kurzer Smalltalk unter den Studenten und der Anrufer ruft erneut in der Verbindung an, belästigt das nächste Opfer und killt es wenige Minuten später. Nach 60 quälenden Filmminuten ruft der kichernde Psychopath immer noch im Wohnheim der Studenten an und ermordet daraufhin die nächste ahnungslose Studentin.

Da kann man als Filmfan letztendlich eigentlich recht froh sein, dass dem vermeintlichen  Nachwuchsregisseur, nach einer geschlagenen Stunde die Opfer ausgehen, denn die Darstellung der Handlungsszenen wiederholen sich bis zum Erbrechen und gestalten sich als absolut spannungsfrei, dumm und einschläfernd.

Sogar so einschläfernd, dass ich bereits noch vor Filmende narkotisiert auf meinem Filmsessel vor mich dahingeschlummert bin.

Vermutlich war Regisseur Justin Russell dieser ungewollte Nebeneffekt bewusst, denn eine gewisse Zweideutigkeit seines Filmtitels lässt sich nicht von der Hand weisen.

Wie auch immer, „The Sleeper“ ist definitiv kein sehenswerter Film. Mich verwundert es warum man dreist Schlüsselszenen aus bekannten Slashermovies stibitzen muss und sich nicht einmal die Arbeit macht, diese dann zumindest denn aktuellen Sehgewohnheiten anzupassen und mit einigen eignen, kreativen und vor allem neuen Ideen auszubauen.

Gerade weil diverse Szenen recht plakativ kopiert wurden, und definitiv nicht mehr den heutigen Sehgewohnheiten entsprechen, macht sich bereits nach wenigen Filmminuten Langeweile breit.

Hommage hin oder her. Vermutlich hätte „The Sleeper“, neben all den hohlen Teenagerfilmen der 80er Jahre, in dieser Darstellungsform vor 20 Jahren bestens funktioniert. Die arg erheuchelte Oldschool-Umsetzung gestaltet sich leider, trotz aktueller Produktion, aus heutiger Sicht als unnatürlich angestaubt. Einzig einige recht nette und vor allem handgemachte Splatter-Effekte und das schon recht unfreiwillig komische Gewinsel und Gestöhne des Psychopathen haben, trotz aller Kritik, ihren ganz eigenen naiven Charme, dürften aber aufgrund der Fülle an dumm-nerviger „Handlungsszenen“, die bis zum Erbrechen wiederholt und ausgereizt werden, ersichtlich schnell an Bedeutung verlieren und kaum Beachtung finden.

 

 

 

Fazit 2,5/10

 

Ne, das war nix.

Wer sich ehrfürchtig vor den ganz großen Teenagerhorrorklassikern der 80er verbeugen möchte, sollte zumindest den Spagat zwischen Neuem und Alten finden.

The Sleeper“ kopiert dreist diverse Filmszenen unzähliger Klassiker, fügt aber keinen eigenen Ideen dazu. Das ist nicht sehenswert, dass ist frech!

 

FSK Prognose: mit etwas Glück ungeschnitten – keine JugendfreigabeDeutschlandstart bisher noch unbekannt.

 

Hellraiser80


Filmreview: “Tötet Katie Melone” (2009)

tötet katie malone
 
 
 

TÖTET KATIE MALONE

Story

 
 
 
Die 3 Freunde Ginger, Jim und Dixie ersteigern auf einer Online-Plattform ein merkwürdiges und scheinbar antikes Kästchen indem laut Verkäufer ein wahrhaftiger Geist leben soll, der dem Besitzer der Kiste jeden Wusch erfüllt. Nachdem das Objekt der Begierde im Studentenwohnheim eingetroffen ist, sind die 3 Freunde zuvor noch skeptisch, äußern dennoch bedenkenlos zwei Wünsche, die sich zu ihrem Erstaunen tatsächlich erfüllen. Doch auch der Geist fordert Gegenleistung und tötet ab nun an jeden, der versucht die Clique auseinander zu treiben.
 
 
 


 
 
 

TÖTET KATIE MALONE – Kritik

 
 
 
Vorerst, TÖTET KATIE MALONE ist im Grunde genommen kein schlechter Film. Wer ein Faible für routiniert abgedrehte 08/15-Heimkinoware besitzt und sich an leidlich klugen Teenies nicht sattsehen kann, dürfte mit dem vorliegenden Horrorfilm bestens unterhalten werden. Zwar stolpert diese Geistergeschichte aufgrund eines total sinnbefreiten Plots immer wieder über die eigenen Füße (wer kommt denn auf derart unsinnige Idee einen Geist per Ebay zu verkaufen – und warum gibt es Idioten, die so was dann ersteigern); TÖTET KATIE MALONE schafft es aber dennoch kurzweilig zu fesseln und eignet sich sich mit Sicherheit als Lückenfüller für einen verregneten Sonntag Nachmittag. Daher: Glotze an, Hirn aus. Neu ist der Geschichte über einige Kids, die von einem Geist heimgesucht werden, freilich nicht. Die Drehbuchautoren von KILL KATIE MELONE (so der Horrorfilm im Original) haben sich ausreichend bei anderen Klassikern innerhalb des Genres bedient und den Stoff für ein jüngeres Publikum modern aufbereitet. So finden Schlüsselszenen aus POLTERGEIST (1982), RING (2002) und THE WISMASTER (1997) ebenso ihren Weg in den Film, wie dreiste Anspielungen aus dem BRIAN DE PALMA Kultwerk CARRIE (1976). Gerade weil der Film sich mit all seinem hölzernen Hokuspokus an vorwiegend Jugendliche richtet, dürfte es den Zuschauer wohl kaum verwundern, dass TÖTET KATIE MALONE fast vollkommen blutleer daherkommt und neben einigen wirklich miserablen CGI-Effekten kaum nennenswerte Überraschungen zu bieten hat. Was die hiesige FSK jedoch dazu geritten haben muss, den spukreichen Teenie-Slasher mit einer Erwachsenenfreigabe abzustrafen, dürfte vermutlich auf ewig ein Rätsel bleiben.
 
Die Geschichte des Films ist recht konventionell geraten, überzeugt aber dennoch mit einer recht flotten und kurzweiligen Inszenierung. Gerade gegen Ende wird es erstaunlich turbulent, aber leider auch etwas zu klischeebeladen und unglaubwürdig. Die Schlusspointe des Films dürfte an Trivialität kaum zu überbieten sein. Trotz enormen Unterhaltungsfaktor will man als Zuschauer nicht das Gefühl loswerden wollen, als wäre TÖTET KATIE MALONE direkt fürs Fernsehen produziert. Die Dialog sind flach und die Entwicklung der Protagonisten gleicht Vorabend-Soap-Niveau. Auch das billig wirkende Setting lässt vermuten, dass hier kaum Geld für die Realisierung des Machwerks zur Verfügung gestanden haben muss und auf Sparflamme geköchelt werden musste. Das ist eigentlich schade, etwas mehr Budget und eine liebevollere Investitionen in Effekte und Drehbuch hätten den Horrorfilm ganz sicher gut getan. Somit bleibt der seichte Geisterspuk leider nur durchschnittliche und unwichtige Trash-Ware, die vermutlich in den untersten Regalen der Videotheken ihr Dasein fristen wird.
 
 
 


 
 
 

TÖTET KATIE MALONE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
TÖTET KATIE MALONE ist ein Spukfilm auf TV-Niveau und ohne wirklich nennenswerte Überraschungen. Für einen verregneten und kühlen Winterabend zu zweit dürfte dieser Horrorfilm durchaus seinen Zweck erfüllen.
 
 
 


 
 
 

TÖTET KATIE MALONE – Zensur

 
 
 
TÖTET KATIE MALONE ist erstaunlicherweise in Deutschland ab 18 Jahren freigegeben. Etwas unverständlich, denn wirklich verdient hat dieser Film dieser Altersfreigabe nämlich nicht. Wirklich brutal wirds hier nicht, daher wurde TÖTET KATIE MALONE in hiesigen Gefilden ungeschnitten veröffentlicht.
 
 
 


 
 
 

TÖTET KATIE MALONE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Kill Katie Malone; USA 2010

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.77:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Original Kinotrailer, Slideshow

 
 
 
Mit TÖTET KATIE MALONE wird dreister Etikettenschwindel betrieben. Der aktuelle Rechteinhaber bringt die bereits bekannte Blu-ray erneut unter dem Titel EVIL HATEBREED mit einem anderen Cover in den Handel um den Filmfreund zu suggerieren, dass er mit dieser Blu-ray einen neuen, unbekannten Titel in den Händen hält. Das ist nicht nur falsch sondern auch ziemlich unfair dem zahlenden Horrorfilmfan gegenüber. Die Blu-ray ist abgesehen von der neuen Verpackung identisch zur alten Auflage von SCHRÖDER MEDIA / WGF. Das Bild bietet eine solide Qualität mit produktionsbedingten Mängeln. Es wird zwar einen angenehme Schärfe erzielt, wirklich plastisch will das Bild jedoch zu keiner Zeit wirken. Der Kontrast überzeugt in den dunklen Szenen, überstrahlt in den Tagszenen etwas. Auf homogenen Flächen kommt es nicht selten zu Bandingartefakten und Blockbildung. Immerhin erweist sich der Transfer als ruhig und rauscharm. Auch beim Ton ist keine Referenz zu erwarten. Den gebotenen Tonspuren mangelt es an Räumlichkeit. Gerade während der Schockszenen mangelt es dem Ton an Kraft und Dynamik. Zudem kommt die deutsche Tonspur reichlich dumpf daher, was aber nicht stört. Für einen Low-Budget-Film wie TÖTET KATIE MALONE sind die technischen Komponenten dennoch als durchweg akzeptabel und brauchbar zu betiteln. Anders sieht es jedoch im Bonusbereich aus. Hier ist tote Hose. Bis auf einen Trailer zum Film und einer Slideshow hat es hier nichts auf die Scheibe geschafft. Die Blu-ray mit neuem Cover und neuem Titel besitzt zwar ein Wendecover; das Cover ist aber derart verpixelt, dass man sich das Wenden getrost sparen kann.
 
 

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TÖTET KATIE MALONE – Trailer

 
 
 

 
 

Marcel Demuth/ Hellraiser80

 
 
Ähnliche Filme:

Wishmaster (1997)

Carrie – Des Satans jüngste Schwester (1976)

Ring (2002)

Poltergeist (1982)


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