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Filmreview: “House at the End of the Street” (2012)

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HOUSE AT THE END OF THE STREET

Story

 
 
 
Die verwitwete Sarah Cassidy (Elisabeth Shue) zieht zusammen mit ihrer Tochter Elissa (Jennifer Lawrence) in ein neues Haus am Rande der Stadt. Schön gemütlich ist es hier, die Natur und der Wald rund um das Haus versprechen Entspannung und Erholung. Doch der Frieden währt nicht lange, als Tochter Elissa erfährt, dass sich im Nachbarhaus einige Meter weiter waldein, Schreckliches ereignet haben soll. Dort soll ein kleines Mädchen die eigene Familie kaltblütig ausgelöscht haben und daraufhin in den Wald geflüchtet sein. Eilssa stellt Nachforschungen an und lernt dabei den Bruder jenes kleinen Mädchens kennen, der nun allein in dem riesigen Anwesen wohnt, indem sich das schreckliche Verbrechen abgespielt haben soll. Schnell verliebt sie sich in den introvertierten Außenseiter, ein fataler Fehler wie sich alsbald herausstellt…
 
 
 


 
 
 

HOUSE AT THE END OF THE STREET – Kritik

 
 
 
Es ist oftmals erstaunlich, nach welch nicht nachvollziehbaren Kriterien so mancher Filmvertrieb die Filme auswählt, welche dann die Vorzüge einer nationalen Kinoauswertung genießen dürfen. Da flimmern hirnlose Actionblockbuster über die Kinoleinwand und unbedeutende Psychothriller verwehren den kleinen, wirklich sehenswerten Perlen das lukrativen Screening in den deutschlandweiten Lichtspielhäusern. Einer derer Filme, über dessen Kino-Daseinsberechtigung ausgiebig gestritten und diskutiert werden darf ist zweifelsohne der kommende Thriller HOUSE AT THE END OF THE STREET, der einmal mehr beweist, wie unkreativ Hollywood geworden ist und mit welch zweifelhaften Schwachsinn die Filmverleiher versuchen, den hungrigen Filmfreund die hart verdienten Euronen aus der Tasche zu stibitzen.
 
Der aktuelle Genre-Beitrag HOUSE AT THE END OF THE STREET des Regisseurs MARK TONDERAI ist einer dieser Filme, für die man bereits nach nur wenigen Minuten bereut, überhaupt Eintritt gezahlt zu haben, denn dieses Stück verschwendetes Zelluloid ist eine einzige, vorhersehbare Lachnummer, die im Mittwoch-Abend TV-Programm einschlägiger Privatsender wohl besser aufgehoben gewesen wäre, als auf der großen Leinwand. Der Titel des Filmes erweist sich hierbei als einzige Raffinesse, mit welcher dieser Film punkten kann, denn der lässt Düsteres erahnen und scheint allein nur deshalb gewählt, um unwissende Horrorfilmfreunde in die Kinos zu locken. Wer natürlich unwissend Filme besucht, ohne sich zuvor über deren Inhalt in einschlägigen Filmforen zu informieren, dürfte bei dieser Mogelpackung schlichtweg schnell und bitter enttäuscht werden, denn so wirklich finster, böse und gruselig will es “im Haus am Ende der Straße” (bis auf die Einführungs-Sequenz) dann wohl doch nicht werden. Viel zu sehr orientiert sich der Film an ein vorwiegend jüngeres, mainstream-orientiertes Publikum, dem vermutlich bereits schon allein beim Anblick von gewöhnlichen Hausspinnen der Atem stockt und das bereits dann aufschreit, wenn sich einer der jugendlichen aufgehübschten Helden des Films das Shirt von seinem muskulösen Körper zerrt. Überhaupt ertrinkt der Film in desaströsen Teenie- und Horrorklischees. Die hübsche Neue, verliebt sich in den geheimnisvollen, gutaussehenden Außenseiter, der natürlich ein Geheimnis verbirgt, von dem die Mutter letztendlich ahnt und dabei Recht behält. Das ist alles so unglaublich dumm, vorhersehbar und unspektakulär, dass man sich zu Recht fragen darf, wer sich diesen hanebüchenen Blödsinn ausgedacht hat. Die Interaktionen der wenigen Protagonisten erweisen sich als schier lächerlich stereotyp, sodass man bereits nach nur wenigen Filmminuten errät, wie dieses pseudo-gruselige Teenie-Drama ausgehen wird und hofft, dass in der nächsten Szene ein “Predator” über die Leinwand brettert, der alle beteiligten Charaktere in die ewigen Jagdgründe befördert, um dem gelangweilten Zuschauer zumindest den versemmelten Filmabend zu retten.
 
Eigentlich hätte aus HOUSE AT THE END OF THE STREET wirklich was werden können, hätte man in die Geschichte einige kleine Gemeinheiten eingeflochten und hätte man für all die Geschehnisse eine wirklich innovative und bahnbrechend neue Erklärung gefunden, die dem Zuschauer beim obligatorischen Storytwist den Atem raubt. Das tatsächliche Gesamtwerk ist derart vorhersehbar, dass man sich als eingeübter Filmfreund schon wahrlich veräppelt fühlt, für den zigsten Aufguss eines zweitklassigen FEAR – WENN LIEBE ANGST MACHT (1996) Geld ausgegeben zu haben. Jede Szene lässt bereits die nächste erahnen – wer im Verlauf des Filmes das Zeitliche segnet ist schnell ergründet. Eingeübte Filmkenner dürften sogar nach nur wenigen Minuten Filmlaufzeit, dass gesamte Geheimnis rund um das HOUSE AT THE END OF THE STREET gelüftet haben – denn das Rätsel zu entschlüsseln ist wahrlich nicht schwer. Gerade weil der gesamte Plot an den Haaren herbeigezerrt wirkt und jeglichen Funken Nachvollziehbar- und Glaubwürdigkeit missen lässt, will einfach so rein gar keine Spannung aufkommen. Trotz traditionellen Spannungsbogen, will der Unterhaltungswert rein gar nicht zünden. Da hilft es dem Film auch in keinster Weise, dass es in den letzten 15 Minuten, trotz PG-13-Freigabe, etwas rabiater zur Sache geht.
 
Gruseln im HOUSE AT THE END OF THE STREET: Fehlanzeige. Was einen düsteren Horror-Schocker der Marke LAST HOUSE ON THE LEFT (1972) erahnen lässt, ist eine einzige Enttäuschung. Hier werden altbekannte Thriller- und Horrorregeln gänzlich ohne einen Funken Originalität abgespult und spannungsfrei heruntergedaddelt. Trotz hübscher Hochglanz-Optik und einer handvoll Schauspieler, die zuletzt in erfolgreichen Hollywood-Produktionen zu sehen waren, hat der Film rein gar nichts zu bieten, was überhaupt von Interesse wäre. Die Geschichte hat man in dieser Weise schon unzählige Weise gesehen und auch der abschließende Überraschungseffekt, der die Gegebenheiten plausibel versucht zu erklären, will so rein gar nicht überraschend daherkommen. Vor allem die jugendfreie Erzählweise machen diesen Film für Horrorfilmfreunde vollkommen uninteressant, sodass sich der Filmfreund den Gang ins Kino sparen dürfte. Die vernichtende Kritik rührt dennoch nicht von ungefähr. Bereits 2004 sollte das Drehbuch zu HOUSE AT THE END OF THE STREET verfilmt werden, ging jedoch erst 2010 in Produktion – ein Schelm wer da Böses denkt. Zudem stand auch der amerikanische Filmstart unter keinem glänzenden Stern. Dieser wurde flink von April 2012 auf September 2012 verschoben. Macht man sich als Filmfreund selbst ein Bild von den Qualitäten dieses Psychothrillers, dürften derart Unschlüssigkeiten überraschend schnell geklärt werden.
 
 
 


 
 
 

HOUSE AT THE END OF THE STREET – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Laaaaaaaaangweilig! HOUSE AT THE END OF THE STREET ist ein Film der sich nicht mit Ruhm bekleckert. Hat man leider alles schon bedeutend besser gesehen. Wer seichten Thrill bevorzugt kann einen Blick riskieren. Hardcore-Horrorfans werden mit diesem Weichspül-Schocker nur wenig anfangen können.
 
 
 


 
 
 

HOUSE AT THE END OF THE STREET – Zensur

 
 
 
HOUSE AT THE END OF THE STREET ist eher Psycho als Horrorfilm. Brutal oder blutig wird es hier nicht. Die deutsche Filmversion ist daher ungeschnitten ab FSK 16 freigegben und somit auch für Jugendliche geeignet.
 
 
 


 
 
 

HOUSE AT THE END OF THE STREET – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: House at the End of the Street; USA 2012

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch+Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 102 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer bei Disc-Start: The Call – Leg nicht auf! (1:36 Min., 1080p), Olympus Has Fallen (1:58 Min., 1080p), Making of (21:55 Min., 576i), Musikvideo: Jennifer Lawrence “Fall in Love” (1:02 Min., 1080p) Featurette: “Journey Into Terror” (9:54 Min., 576i), “House At The End Of The Street” (1:50 Min., 576i), Cast Featurettes: Jennifer Lawrence über: House at the End of the Street (0:40 Min., 576i), Vertrauen in den eigenen Instinkt (1:01 Min., 576i), Die Filmstory (0:48 Min., 576i), Max Thieriot über: Jennifer Lawrence (1:01 Min., 576i), Ryan Jacobson (0:51 Min., 576i), House at the End of the Street (0:40 Min., 576i), Kinotrailer (2:06 Min., 1080p), Original Trailer (2:25 Min., 1080p), BD-Live-Zugang, Trailershow mit acht Titeln (alle HD)

 
 
 
Die zum Test vorliegende Blu-ray von UNIVERSUM liegt in einer knapp einminütig längeren Filmversion vor als zuletzt im Kino, die den soliden Film leider auch nicht wirklich besser macht. Trotzdem wurde der Heimkino-Fassung zu HOUSE AT THE END OF THE STREET eine durchaus ansprechende Veröffentlichung spendiert, die eigentlich ganz passabel ausgefallen ist – was anderes hätte man von einem Release aus dem Hause UNIVERSUM auch nicht erwartet. Das Bild weiß durch ein angenehm detailliertes HD-Bild zu überzeugen; die Schärfe wird jedoch durch ein sichtbares, aber natürliches Filmkorn verschlungen, so dass viele kleine Details verborgen bleiben. Dennoch wirkt das Bild nicht gefiltert oder überschärft und ein satter Schwarzwert gefällt. Verschmutzungen oder Defekte lassen sich nicht entdecken und die als Stilmittel eingesetzten, erdigen Farben leuchten kräftig und satt. Auch auf tonaler Ebene hat es HOUSE AT THE END OF THE STREET in sich. Die Sprachwiedergabe ist gut ausbalanciert und klar; die Schocksequenzen werden druckvoll und aggressiv wiedergegeben. Filmfans mit Surround-Anlage wird das freuen, denn die hat so einiges zu tun. Auch bei den Extras lies sich UNIVERSUM FILM nicht lumpen. Hier wird dem Zuschauer einiges geboten. Neben einem rund 22-minütigen Making of (Standart-Auflösung), gesellst sich ein Musicvideo der Hauptdarstellerin (HD, ca. eine Minute, leider nur ein Werbeclip). Zwei Features zur Produktion (zusammen rund 12 Minuten, SD), diverse Interviews aller Beteiligten (rund 6 Minuten, SD) und der Kinotrailer in Deutsch und Englisch komplettieren das überschaubare Bonuspaket. Eine Trailershow mit acht weiteren Titeln des Labels und ein BD-Live-Zugang sind ebenso auf der Scheibe zu finden. Bleibt zu erwähnen, dass der Blu-ray ein Wechselcover spendiert wurde und alle Extras deutsche Untertitel besitzen.
 
 

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HOUSE AT THE END OF THE STREET – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth/ Hellraiser80

 
 
 
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Filmreview: “In their Skin – Replicas” (2012)

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In their Skin – Replicas

Story

 
 
 
Nach dem tragischen Unfalltod ihrer kleinen Tochter zieht es Familienvater Mark Huges zusammen mit Frau und dem achtjährigen Sohnemann in ein nobel eingerichtetes Anwesen weit draußen im Wald. Hier wollen sie sich von den schrecklichen Strapazen der letzten Zeit erholen und die Vergangenheit weit hinter sich lassen. Doch das vermeintliche Familienidyll wird jeher getrübt, als es plötzlich an der Wohnungstür schellt und die neuen Nachbarn sich partout zum gemeinsamen Abendessen aufdrängen wollen. Anfänglich verunsichert über die übertriebene Freundlichkeit geben die Huges kleinbei und bitten zu Tisch. Schnell jedoch fällt der Familie auf, dass mit den neuen Nachbarn irgendetwas nicht zu stimmen scheint. Ihr anfängliche Verdacht wird jedoch schnell zur Bedrohung, als das Nachbarskind in einer Meinungsverschiedenheit sein Taschenmesser zückt und es dem achtjährigen Sohnemann an die Kehle hält …
 
 
 


 
 
 

In their Skin / Replicas – Kritik

 
 
 
Bereits im Jahre 1997 polarisierte der österreichische Filmemacher “Michael Haneke” mit seinem clever durchdachten Filmbeitrag “Funny Games” europäische Kritiker und Filmfreunde gleichermaßen. Seine bitterböse Mediensatire entlarvte den verstörten Zuschauer als heimlichen Mittäter an jenen Grausamkeiten, welche zwei zynisch angehauchte Soziopathen dafür nutzen, um eine gutbürgerliche Familie in den Tod zu treiben. Der vorliegende Thriller “In their Skin” (Alternativtitel: “Replicas“) entpuppt sich bei genauerer Sichtung als kanadische Antwort auf Haneckes “Funny Games“, kommt aber gänzlich ohne gesellschaftskritische Grundaussage daher, was aber nicht heißen soll, dass “In their Skin” nicht auch für kontroversen Gesprächsstoff sorgen dürfte. Filmneuling „Jeremy Power Regimbal“ hat sich mit seinem Home-Invasion-Thriller einem recht konventionellen Horrorstoff gewidmet, der derzeit äußerst beliebt zu sein scheint. Ob “Funny Games“, “Inside” oder zuletzt “Kidnapped” – sie alle bebildern auf grausame Art und Weise die schleichende Bedrohung des personifizierten Bösen, dass sich ungeniert Zutritt in unser aller Intimstes verschafft – den eigenen vier Wänden.
 
Auch Familie Huges realisiert schnell, dass die eigene Behausung mitnichten mehr sicher ist und der angrenzende Wald vermutlich mehr Schutz bieten könnte, als das Räumlichkeiten ihres Hauses. „Power Regimbal“ bedient sich bei seinem “In their Skin” nur bedingt den obligatorischen Horror-Regeln, denn obwohl Unmengen an Genre-Klischees die dünne Handlung tragen, gelingt es ihm mit der Erwartungshaltung des Zuschauer delikat zu jonglieren. Diese wird jedoch im Film letztendlich nur teilweise oder gar nicht befriedigt, denn „Regimbal“ schafft es immer wieder gekonnt zwar offensichtliche Greueltaten anzudeuten, sie aber entgegen der Zuschauererwartungen nicht auszuleben. Der Zuschauer erwartet mit dem anfänglichen Unbehagen, dass die Situation zu jeder Minute eskalieren könnte, doch Regisseur „Power Regimbal“ nimmt dem Filmfreund die Hoffnung und zögert die nervlich angespannte Situation schön dreist hinaus. Das bedeutet demnach nicht nur Seelenterror für die kleine Familie, sondern äußert sich auch durch eine nervösen Angespanntheit beim Zuschauer. Nachdem das Geschehen an Fahrt gewonnen hat und und die “Fronten” offensichtlich geklärt wurden, gelingt es “In their Skin” den überraschend stimmigen Spagat zwischen effektiven Psychoterror und erschreckend realistischen Home-Invasion-Horror beizubehalten.
 
Derbes Horror-Einerlei lässt Regisseur „Jeremy Power Regimbal“ dabei außer acht. Hier wird weder missbraucht noch gerächt, wie man es vermutlich anhand der diversen Vertreter dieser Filmgattung vermuten würde. “In their Skin” bietet keine obligatorische Vergewaltigung (wie z.B in “I spit on your Grave“), keinen überzogenen Rache-Akt (ähnlich wie in “The Last House on the Left“) und auch sonst keine obligatorisch exploitationhaft-ausgewalzten Gereueltaten, die den gierigen Voyeurismus des Horrorfilmfans befriedigen könnten. Vielmehr konzentriert sich „Power Regimbal“ in seiner Geschichte auf die handvoll Protagonisten, deren Leiden und Intentionen bereits krank genug zu sein scheinen, als dass man derart abartige Ausgangssituation noch in Blut ertränken müsste.  Das eigentliche Herzstück seines Filmes ist jedoch die wahrlich beklemmende und beunruhigende Atmosphäre, die sich durch ein stetig unangenehmes Bauchgefühl beim Zuschauer äußert, denn dieses manifestiert sich bereits beim ersten Erscheinen der 3 seltsamen Gestalten. Das offensichtliche Unbehagen vollzieht sich durch die gesamte Szenarie und verflüchtigt erst wieder kurz vor Abschluss des Filmes, wenn sich die Familie in Sicherheit zu wiegen scheint.
 
 
Mit “In their Skin” (Alternativ-Titel: “Replicas“) hat es Newcomer “Jeremy Power Regimbal” geschafft einen wirklich effektiven Home-Invasion-Psychoschocker zu basteln, der gänzlich gegen jede Erwartung nicht blutgetränkt daherkommt und eher dialoglastig-ruhig erzählt wird. Anders als bei den bisherigen Vertretern dieses Sub-Genres eskaliert die Situation nicht in effekthascherisches Foltergeschehen und derben Rache-Gelüsten. Beide Familien kommen am Ende Genre-untypisch human davon, was den Film gerade aufgrund der realistischen Darstellung (mal abgesehen von den Beweggründen der Psycho-Familie) weit über den Durchschnitt hebt. Die Nachbarsfamilie gibt sich dabei als wahrlich grotesk “sick” und ihres Intentionen sind alles andere als logisch. Dem Zuschauer wird schnell klar, dass in deren Leben so einiges schiefgelaufen sein muss, als dass man nachvollziehen könnte, wie das Dreiergespann auf derart unklaren Ideen kommt. Auch wenn der Zuschauer von Filmminute zu Filmminute eine handelnde Konsequenz von den Opfern erwartet, hält sich Regisseur “Jeremy Power Regimbal” mit eindeutigen und erlösenden Interaktionen dezent zurück und lässt die unschuldige Familie “Huges” sowie den Zuschauer makaber leiden. Diese Vorgehensweise äußert sich als künstlerisch höchst effektiv und verursacht beim Zuschauer ein unangenehmes Grummeln in der Magengegend. Für ein Erstlingswerk ist “In their Skin” absolut sehenswert und man darf gespannt sein, was “Jeremy Power Regimbal” demnächst noch aus dem Ärmel zaubern dürfte. Sein Spielfilmdebüt schaut optisch und technisch hervorragend aus und ist in seiner Erzählform unglaublich spannend und gut durchdacht. Da mag man ihm auch verzeihen, dass der Storyverlauf ein wenig arg konventionell geraten ist und es sich bei den wenigen Protagonisten einmal mehr um klischeebehaftete Stereotypen handelt.
 
 
 


 
 
 

In their Skin / Replicas – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
Ziemlich böser und recht effektiver Home-Invasion-Schocker, der dem Zuschauer und den leidenden Protagonisten so einiges abverlangt.
 
 
 


 
 
 

In their Skin / Replicas – Zensur

 
 
 
Da der Film vordergründig nur auf “Psycho-Terror” aus ist und Gewaltakte kaum ausgereizt werden dürfte von einer ungeschnittenen FSK16er-Freigabe ausgegangen werden.
 
 
 


 
 
 

In their Skin / Replicas – Trailer

 

 
 
 

Hellraiser80

 
 
 
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