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Filmreview: „Wrecked“ (2010)

 

Nach einem schlimmen Autounfall erwacht ein namensloser Mann (gespielt von Adrien Brody) mitten im Wald und schwerverletzt sitzend in einem Autowrack.

Auf dem Rücksitz eine Leiche –  weit und breit keine Rettung in Sicht.

Ohne sich überhaupt daran erinnern zu können,  was überhaupt passiert ist verbringt er Tage im Wagen, bevor er kräfteentzerrt versucht das Auto zu verlassen und sich selbst zu helfen.

 

Story hört sich gut an, wa?

Leider schaut die Filmische Umsetzung dann weniger prickelnd, als vielmehr langatmig und unlogisch aus.

Dabei hätte alles so richtig schön fies und spannend werden können: wild Tiere, fiese Bärenfallen, schweißtreibende Hetzjagden durch das Dickicht des Waldes.

Adrien Brody spielt im ersten Viertel der Handlung, das verwirrte und schmerzverzehrte Unfallopfer fabelhaft. Großes Kompliment gilt dabei den Maskenbildern, die wirklich ganze Arbeit geleistet haben. Die gebrochene Nase, das blutunterlaufene Auge und die zig Hämatome sehen wahrlich extrem real aus. Ich selber musste mich arg zusammenreißen, nicht angeekelt wegschauen zu müssen.

Was der klaustrophobische Thriller im ersten Viertel gut macht, schlägt nach ca. 30 Minuten in entsetzliche Langeweile um. Es soll wahrlich Filme geben, die den Zuschauer durch Langweile schockiert haben.

Das Opfer flüchtet aus dem Unfallwagen und kriecht und schreit, und weint und kriecht – 40 Minuten lang.

Dazwischen, in kurzen Filmfragmenten, unklare Flashbacks, die dem Zuschauer nach und nach erklären, warum es zu dem Unfall gekommen ist.

Leider fällt die letztendliche Auflösung , dabei trotz aller Flashback-Fetzen, nach grob 70 Minuten Filmlaufzeit so unsäglich wirr und unspektakulär aus, dass man nur auf Unverständnis stoßen kann, wieso man jetzt 90 Minuten seines Lebens in so nichtsagenden langweiligen Quark investiert hat.

Dabei scheint es auch dramaturgisch nicht wirklich hilfreich zu sein, dem Zuschauer rein gar keine Hintergrundinformationen über den Hauptprotagonisten selbst zu vermitteln. Würde Adrien Brody nicht so hoffnungslos gut schluchzen und schreien und weinen, wurde eine das Schicksal dieser bemitleidenswerten Kreatur am Allerwertesten vorbei gehen.

Wrecked“ ist letztendlich nicht das geworden, was man hätte vielleicht draus basteln können: einen überaus schmerzlichen „Survival“ – Reißer mit überraschenden Wendungen und finalem Schocker-Ende.

 

Fazit 5/10 Punkte

 

Extrem zäher und langweiliger Überlebensthriller, aus dem man hätte wirklich mehr machen können. Guter Anfang, extrem unspektakulärer Rest. Aber einem guten, wenn auch reichlich unterforderten, Adrien Brody.

 

Hellraiser80

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