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Filmreview: „Dark Beach“ (2011)

uninhabited (2011)

 
 
 

DARK BEACH – UNINHABITED

Story

 
 
 
Es sollte ein wunderschöner und idyllischer Ferienausflug für Harry und Beth werden. Die beiden suchen den ganz besonderen Kick: einige Tage Ferien ohne Hektik und Stress fernab jeglicher Zivilisation. Eine Insel im größten Korallenriff der Erde vor der Küste Australiens soll den beiden die erhoffte Erholung bringen. Kaum im „Great Barrier Reef“ angekommen genießt das Paar die unberührte Natur. Doch irgendetwas scheint mit der Insel nicht zu stimmen. Schnell muss das Paar feststellen, dass noch irgendjemand auf der verlassenen Insel sein muss. Erste Erkundungstouren führen ins Nichts. Als Harry und Beth jedoch auf dem eigenen Camcorder entdecken, dass sie jemand beim Schlafen gefilmt haben muss, gerät man in Panik …
 
 
 


 
 
 

DARK BEACH – Kritik

 
 
 
Derartige Filme mag der interessierte Filmfan. Beiträge, von denen man sich nichts erhofft und die letztendlich doch positiv überraschen. DARK BEACH oder UNINHABITED (zu deutsch: menschenleer/unbewohnt), so wie der Film im Original heißt, ist so ein Fall. Ohne zu viel zu verraten, handelt es sich bei diesem kleinen Juwel um einen Genre-Mix, der wirklich erfrischender nicht hätte ausfallen können. Die Lokalität ist für einen Horrorfilm durchaus ungewöhnlich, die Idee hinter dem Film recht erfrischend. Die tollen Landschaftsaufnahmen machen DARK BEACH zu einem Augenschmaus, was aber nicht zwingend heißen soll, dass der Mystery-Thriller dadurch nicht weniger gruselig ist. Auch ohne düstere Schatten und unheilvollem Neben lässt sich geschwind eine packende Atmosphäre erzeugen, vorausgesetzt man findet allerhand kreativer Ideen den Zuschauer zu erschrecken.
 
Regisseur BILL BENNETT versteht sein Handwerk prächtig. Er findet stets denn Spagat zwischen traumhafter Naturkulisse und subtilen Schrecken. Seine spannend getrickste ROBINSON CRUSOE-Version treibt den Zuschauer immer wieder auf falsche Fährten und lässt den Filmfreund bis kurz vor Ende im Unklaren, was DARK BEACH denn nun eigentlich sein möchte. Da werden Elemente aus aktuell so beliebten Terrorfilmen mit grausigem Spuk vermischt. Aber auch Found-Footage und etwas Mystery finden den Weg in den Film. Der wilde Genre-Mix funktioniert beachtlich kurzweilig, Leerlauf sucht man hier vergebens. Auch wenn das Ende leider etwas zu konventionell geraten ist, sei DARK BEACH vor allem jenen Filmfreunden zu empfehlen, die eine Vorliebe für seichtes Gruseln besitzen. Fontänen von Blut und ausufernde Splatter-Exzesse sind hier Mangelware; zudem gibt es hier kaum Gewalt zu sehen. Stattdessen wird das Unbehagen durch einfache Mittel erzeugt. Da verschwinden Dinge, ein permanent wehender Wind verwirrt die Protagonisten und mysteriöse Klänge treiben Harry und Beth an den Rand des Wahnsinns. Was die beiden Helden da plagt bleibt jedoch bis kurz vor dem Abspann ein wohlgehütetes Geheimnis, wobei der Zuschauer vermutlich immer wieder meinen dürfte, die Lösung des Rätsels gefunden zu haben. Regisseur BILL BENNETT belehrt den Filmfan eines Besseren und spickt seine Geschichte mit reichlich gemeinen Wendungen. Umso mehr verärgert es den Horrorfreund am Ende, nicht selbst die eigentlich simple Antwort auf die mysteriösen Vorkommnisse erraten zu haben.
 
DARK BEACH ist ein kleiner, atmosphärisch dichter Nischenfilm, der lohnt gesehen zu werden. Es verwundert dennoch, warum der hiesige Anbieter SUNFILM/TIBERIUS FILM das Filmchen mit knapp drei Jahren Verspätung in Deutschland veröffentlicht. Auch wenn dieser Streifen etwas arg spät seinen Weg in den Handel findet, so darf sich der deutsche Zuschauer dennoch darüber freuen, dass DARK BEACH überhaupt in Deutschland veröffentlicht wurde. BENNETTs Filmchen ist vermutlich kein Meisterwerk, wer aber unkommerzielle Indie-Filme fernab des Mainstreams sucht, darf gern einen Blick riskieren. Ein Beitrag, der sich von üblicher Folter- und Splatterware hervorragend abzuheben weiß und das soll schon etwas heißen.
 
 
 


 
 
 

DARK BEACH – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Erfischender Genre-Mix in idyllischer Kulisse. Wer ein Faible für ruhig erzählte, subtile Mystery-Thriller besitzt sollte unbedingt einen Blick riskieren.
 
 
 


 
 
 

DARK BEACH – Zensur

 
 
 
Die deutsche FSK-Fassung ist bereits für Jugendliche geeignet. Kein Wunder, denn Gewalt sucht man hier vergebens. DARK BEACH kommt mit blauen FSK16-Sticker in den Handel.
 
 
 


 
 
 

DARK BEACH – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Dark-Beach-Insel-des-Grauens-Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Uninhabited; Australien 2010

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch+Englisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel: Englisch

Bild: 1.85:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Original Kinotrailer, Making Of, Interviews mit Cast und Crew, Alternative Szenen, Trailershow

 
 
 
Auch wenn die deutsche Veröffentlichung von DARK BEACH reichlich verspätet den Weg in den hiesigen Handel findet, darf sich der Zuschauer über eine tadellose Blu-ray freuen. Für einen kleinen Indie-Beitrag ist die hier gebotene Bildqualität schon als bemerkenswert zu betiteln. Die Detailschärfe ist enorm, das saubere Bild und die satten Farben sind in den hellen Szenen tadellos. Leider flacht der hervorragend Gesamteindruck bei Nacht leider etwas ab. Hier verschluckt der Schwarzwert diverse Details, was vermutlich auch auf die schwierigen Bedingungen beim Dreh zurückzuführen sein könnte. Auch auf tonaler Ebene braucht sich DARK BEACH nicht zu verstecken. Über die gesamte Filmlänge vernimmt der Zuschauer Umgebungsgeräusche (Wind, Meeresrauschen), die eine angenehme Räumlichkeit entstehen lassen. Ein permanent brummender Bass, umschreibt trefflich die unheilvolle Stimmung des Films. Zudem darf sich der Filmfreund über eine angenehme Synchronisation freuen, was ja bei derart unscheinbaren Filmen nicht immer der Fall ist. Überraschung auch im Bonusbereich. SUNFILM / TIBERIUS FILM spendiert DARK BEACH ein erstaunlich umfangreiches Paket. Neben einem rund 12-minütigen Making of und etwa sechs Minuten an alternativen Szenen, haben es auch diverse Interviews mit allen Beteiligten (ca. 40 Minuten) auf die Scheibe geschafft. Alle Extras liegen in HD vor und wurden erstaunlicherweise deutsch untertitelt. Für eine Veröffentlichung aus dem Hause SUNFILM sehr ungewöhnlich, wird auf Untertitel eigentlich fast immer verzichtet. Eine Trailershow und das obligatorische Wendecover schließen den umfangreichen Bonussektor ab. Das schlichte, aber dennoch stimmige Menü gefällt.
 
 

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DARK BEACH – Trailer

 
 
 

 
 

Marcel Demuth/ Hellraiser80

 
 
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