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Filmreview: „Fertile Ground“ (2010)

 

Ein klassischer Spukhausfilm.

Nach einer Fehlgeburt wagen Emily und  Nate einen Neuanfang.

Um den Tragischen Vorfall zu vergessen wollen sie weg aus der hektischen Stadt hinaus aufs ruhige Land ziehen.

Auf Anhieb verlieben sich die beiden in das leerstehende Weaver-Haus, dem ehemaligen Wohnsitz der Verwandten von Nate, und lassen sich dort häuslich nieder.

Doch schon bald merkt vor allem Emily eine immer stärker werdende unheimliche Präsenz inmitten der „neuen“ eigenen 4 Wänden.

 

 

„Fertile Ground“ gehört neben „Prowl“  ebenfalls zu den 7 Genrefilmen aus der diesjährigen „After Dark Filmfest“ – Schmiede.

Im Grunde genommen macht dieser Spukhausfilm eigentlich fast alles richtig. Es gibt knarrende Türen, seltsame Erscheinungen, eine sagenumwogenes Herrenhaus mit mysteriöser Vergangenheit und 2 Protagonisten, die im Verlauf des Filmes dem Wahnsinn nahe scheinen.

Aber trotz aller bekannten Zutaten ist „Fertile Ground“ einfach zu konventionell geraten.

Immer wieder hatte ich das Gefühl alles bereits unzählige Male in diversen „Amityville Horror“ oder „Shining“ – Plagiaten gesehen zu haben.

Dabei ist das größte Problem von „Fertile Ground“, seine penetrante Vorhersehbarkeit.

Das ist wirklich schade, da gerade dieses „schon-wissen-was-gleich-passiert“ extrem an der Grundstimmung des Filmes zerrt.

Wer schon den ein oder anderen Film dieser Art gesichtet hat, wird bereits in den ersten Filmminuten erahnen, was auf ihn zukommen und wie der Film letztendlich enden wird. Überraschungs-Momente sind Mangelware, Schockeffekte ebenso.

Dennoch trotz dieser Mankos geizt der Film nicht mit der ein oder anderen hübsche Idee.

So empfand ich es als mollig schauderlich, als ein Handabdruck am Fensterglas wie von Geisterhand erscheint und wieder verschwindet. Warum nicht mehr davon? Davon lebt doch ein klassischer Geister- und Spukhausfilm. Es müssen nicht immer Effekte mit dem Holzhammer sein. Manchmal sind die kleinen dezent eingesetzten Gruseleffekte effektiver als teure plakative eingesetzte CGI-Effekte oder ausgewalzte Splatterszenen.

Ebenfalls nennenswert empfand ich gerade die schauspielerische Leistung der Emily, gespielt von Leisha Hailey , für einen kleinen Low-Budget-Film auf gehobenen TV-Niveau schon sehr beachtlich.

„Leisha Hailey“ spielt die Rolle der, verzweifelten und langsam dem Wahnsinn verfallenden, „Emily“ recht routiniert und immer glaubhaft. Was man jedoch von ihrem Ehemann „Nate“, gespielt von „Gale Harold“, nicht behaupten kann.

„Gale Harold“ als glattgebügelter und fehlerfreier Saubermann Ehegatte passt einfach nicht in diese Rolle. Immer wieder hat man seinen Part als Ekelpaket „Brain“ aus der Serie „Queer as Folk“ vor Augen. Im Grunde genommen spielt er in „Fertile Ground“ eigentlich das völlige Gegenteil dessen.

Aber letztendlich hat man mit „Fertile Ground“ keinen wirklichen Fehltritt im heimischen DVD/ Blu-ray – Player. Wer seine Erwartungen herunterschraubt und dem „Haunted House“ – Thema nicht überdrüssig ist, dürfte recht kurzweilig ohne großartige Hänger unterhalten werden.

 

 

Fazit 6/10 Punkte

 

Kennt man Einen – kennt man Alle.

Solider und routiniert gedrehter Genrebeitrag, der arg mit seiner unerträglichen Vorhersehbarkeit zu kämpfen hat.

Für den kleinen Hunger zwischendurch.

 

Hellraiser80

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Eine Antwort

  1. Pingback: Filmreview: „The Task“ (2010) « Filmcheck

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