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Filmreview: „Dear Mr. Gacy“ (2010)

 

Grundlage für den Spielfilm „Dear Mr. Gacy“ bot der 1994 verfasste Roman „The Last Victim“ von Jason Moss, der in seiner monatelangen Korrespondenz mit dem Serienkiller Wayne Gacy diversen Notizen und Erfahrungen in den Roman einbaute und eine Art Persönlichkeitsstruktur des 33-fachen Mörders verfasste.

Demnach ist auch im Film der Student „Jason“ damit beschäftigt, ein treffsicheres Thema für seine Hausarbeit zu finden. Im Fall des Serienmörders „Gacy“ sieht er die perfekte Studienarbeit.

Unter der Verwendung von falschen Tatsachen und Gegebenheiten erlangt er rasch das Vertrauen von „Wayne Gacy“ und wird aber auch selbst schnell von den manipulierenden Spielchen des Serienkillers verunsichert und verändert. Schnell jedoch schon spürt Jason, dass sich die Grenzen zwischen Faszination, Zuneigung, Realität, Fiktion und Studienarbeit kaum noch erkennen lassen. Doch kann er sich aus diesem verhängnisvollen Kreislauf und der Faszination Gacy zugegen losreisen und seine Studienarbeit dennoch beenden?

 

Was kann der interessierten Filmfan von „Dear Mr.Gacy“ erwarten?

Schnellschuss oder Genreperle?

Vorab Entwarnung, „Dear Mr.Gacy“ ist mit Sicherheit kein unerträglicher und billig- runtergekurbelter Schnellschuss geworden.

Es ist schon ein Wunder, dass man aus dem bereits zigfach verfilmten Serienkiller Gacy-Stoff immer noch Potenzial für weitere frische Filme findet.

In diesem Fall ist es den Filmmachern wahrlich gelungen den Zuschauer trotz allen bereits bekannten Hintergrundinformationen, mittels makaberen Wendungen und perfiden Ideen, ca. 100 Minuten ordentlich bei Stange zu halten.

Dabei beginnt das Spiel zwischen Jason und Gacy zu Beginn des Filmes noch relativ unspektakulär, fährt aber von Filmminute zu Filmminute zu Hochform auf und gipfelt in einem schon recht fiesen „Abschluss-Fight“.

Kompliment gilt dabei dem beiden Darstellern, die perfekt in ihren Rollen aufblühen und ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit entwickeln.

William Forsythe als Wyne Gacy spielt dabei wirklich hübsch schon pervers, abartig und krank.

 

Wer von „Dear Mr. Gacy“ ein hohes Maß an detailgetreuem und vor allem grafischem Informationsgehalt über die Morde des Serienkillers erwartet dürfte unweigerlich enttäuscht werden.

In dieser filmischen Umsetzung geht es nicht um das bloße Ausschlachten und die zur Schaustellung diverser Morde, sondern im Mittelpunkt steht das Dialog-Duell zwischen den Protagonisten Jason und Gacy untereinander und Gacys Manipulationsversuche Jessis Vertrauen für seine perversen Zwecke zu beanspruchen.

Demnach wird in „Dear Mr. Gacy“ kaum Gore und Blut gezeigt und ist eher Psychothriller, als Horrorfilm (die FSK 18er Freigabe der Blu-ray/DVD ist schor recht hochgegriffen, FSK16 wäre angebrachter).

Schade ist es dennoch, dass man weniger vom Wesen Gacys erfährt und dass der Zuschauer kaum ausführlicheres Hintergrundwissen über sein Leben und Fakten und über die Beweggründe seines Mordens erfährt. Das wäre ganz sicher das Nonplusultra gewesen und hätte den Psychothriller aus der Vielzahl ähnlicher Produktion hervorgehoben.

Aber der interessierte Filmfan will mal nicht meckern.

Für einen spannenden und kurzweiligen Filmabend ist „Dear Mr. Gacy“ bestens geeignet.

 

Fazit: 6/10 Punkte

 

Ein Serienkillerfilm wie sicher viele andere auch, der aber eine völlig ungewöhnliche und frische Erzählstruktur besitzt und das Phänomen Serienkiller aus einer ganz anderen Sicht präsentiert. Hier steht nicht das Opfer und sein Leiden im Mittelpunkt, sondern die Manipulierungsfähigkeit eines Serienkillers.

Hellraiser80

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