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Filmreview: „Tötet Katie Melone“ (2009)

tötet katie malone
 
 
 

TÖTET KATIE MALONE

Story

 
 
 
Die 3 Freunde Ginger, Jim und Dixie ersteigern auf einer Online-Plattform ein merkwürdiges und scheinbar antikes Kästchen indem laut Verkäufer ein wahrhaftiger Geist leben soll, der dem Besitzer der Kiste jeden Wusch erfüllt. Nachdem das Objekt der Begierde im Studentenwohnheim eingetroffen ist, sind die 3 Freunde zuvor noch skeptisch, äußern dennoch bedenkenlos zwei Wünsche, die sich zu ihrem Erstaunen tatsächlich erfüllen. Doch auch der Geist fordert Gegenleistung und tötet ab nun an jeden, der versucht die Clique auseinander zu treiben.
 
 
 


 
 
 

TÖTET KATIE MALONE – Kritik

 
 
 
Vorerst, TÖTET KATIE MALONE ist im Grunde genommen kein schlechter Film. Wer ein Faible für routiniert abgedrehte 08/15-Heimkinoware besitzt und sich an leidlich klugen Teenies nicht sattsehen kann, dürfte mit dem vorliegenden Horrorfilm bestens unterhalten werden. Zwar stolpert diese Geistergeschichte aufgrund eines total sinnbefreiten Plots immer wieder über die eigenen Füße (wer kommt denn auf derart unsinnige Idee einen Geist per Ebay zu verkaufen – und warum gibt es Idioten, die so was dann ersteigern); TÖTET KATIE MALONE schafft es aber dennoch kurzweilig zu fesseln und eignet sich sich mit Sicherheit als Lückenfüller für einen verregneten Sonntag Nachmittag. Daher: Glotze an, Hirn aus. Neu ist der Geschichte über einige Kids, die von einem Geist heimgesucht werden, freilich nicht. Die Drehbuchautoren von KILL KATIE MELONE (so der Horrorfilm im Original) haben sich ausreichend bei anderen Klassikern innerhalb des Genres bedient und den Stoff für ein jüngeres Publikum modern aufbereitet. So finden Schlüsselszenen aus POLTERGEIST (1982), RING (2002) und THE WISMASTER (1997) ebenso ihren Weg in den Film, wie dreiste Anspielungen aus dem BRIAN DE PALMA Kultwerk CARRIE (1976). Gerade weil der Film sich mit all seinem hölzernen Hokuspokus an vorwiegend Jugendliche richtet, dürfte es den Zuschauer wohl kaum verwundern, dass TÖTET KATIE MALONE fast vollkommen blutleer daherkommt und neben einigen wirklich miserablen CGI-Effekten kaum nennenswerte Überraschungen zu bieten hat. Was die hiesige FSK jedoch dazu geritten haben muss, den spukreichen Teenie-Slasher mit einer Erwachsenenfreigabe abzustrafen, dürfte vermutlich auf ewig ein Rätsel bleiben.
 
Die Geschichte des Films ist recht konventionell geraten, überzeugt aber dennoch mit einer recht flotten und kurzweiligen Inszenierung. Gerade gegen Ende wird es erstaunlich turbulent, aber leider auch etwas zu klischeebeladen und unglaubwürdig. Die Schlusspointe des Films dürfte an Trivialität kaum zu überbieten sein. Trotz enormen Unterhaltungsfaktor will man als Zuschauer nicht das Gefühl loswerden wollen, als wäre TÖTET KATIE MALONE direkt fürs Fernsehen produziert. Die Dialog sind flach und die Entwicklung der Protagonisten gleicht Vorabend-Soap-Niveau. Auch das billig wirkende Setting lässt vermuten, dass hier kaum Geld für die Realisierung des Machwerks zur Verfügung gestanden haben muss und auf Sparflamme geköchelt werden musste. Das ist eigentlich schade, etwas mehr Budget und eine liebevollere Investitionen in Effekte und Drehbuch hätten den Horrorfilm ganz sicher gut getan. Somit bleibt der seichte Geisterspuk leider nur durchschnittliche und unwichtige Trash-Ware, die vermutlich in den untersten Regalen der Videotheken ihr Dasein fristen wird.
 
 
 


 
 
 

TÖTET KATIE MALONE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
TÖTET KATIE MALONE ist ein Spukfilm auf TV-Niveau und ohne wirklich nennenswerte Überraschungen. Für einen verregneten und kühlen Winterabend zu zweit dürfte dieser Horrorfilm durchaus seinen Zweck erfüllen.
 
 
 


 
 
 

TÖTET KATIE MALONE – Zensur

 
 
 
TÖTET KATIE MALONE ist erstaunlicherweise in Deutschland ab 18 Jahren freigegeben. Etwas unverständlich, denn wirklich verdient hat dieser Film dieser Altersfreigabe nämlich nicht. Wirklich brutal wirds hier nicht, daher wurde TÖTET KATIE MALONE in hiesigen Gefilden ungeschnitten veröffentlicht.
 
 
 


 
 
 

TÖTET KATIE MALONE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Kill Katie Malone; USA 2010

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.77:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Original Kinotrailer, Slideshow

 
 
 
Mit TÖTET KATIE MALONE wird dreister Etikettenschwindel betrieben. Der aktuelle Rechteinhaber bringt die bereits bekannte Blu-ray erneut unter dem Titel EVIL HATEBREED mit einem anderen Cover in den Handel um den Filmfreund zu suggerieren, dass er mit dieser Blu-ray einen neuen, unbekannten Titel in den Händen hält. Das ist nicht nur falsch sondern auch ziemlich unfair dem zahlenden Horrorfilmfan gegenüber. Die Blu-ray ist abgesehen von der neuen Verpackung identisch zur alten Auflage von SCHRÖDER MEDIA / WGF. Das Bild bietet eine solide Qualität mit produktionsbedingten Mängeln. Es wird zwar einen angenehme Schärfe erzielt, wirklich plastisch will das Bild jedoch zu keiner Zeit wirken. Der Kontrast überzeugt in den dunklen Szenen, überstrahlt in den Tagszenen etwas. Auf homogenen Flächen kommt es nicht selten zu Bandingartefakten und Blockbildung. Immerhin erweist sich der Transfer als ruhig und rauscharm. Auch beim Ton ist keine Referenz zu erwarten. Den gebotenen Tonspuren mangelt es an Räumlichkeit. Gerade während der Schockszenen mangelt es dem Ton an Kraft und Dynamik. Zudem kommt die deutsche Tonspur reichlich dumpf daher, was aber nicht stört. Für einen Low-Budget-Film wie TÖTET KATIE MALONE sind die technischen Komponenten dennoch als durchweg akzeptabel und brauchbar zu betiteln. Anders sieht es jedoch im Bonusbereich aus. Hier ist tote Hose. Bis auf einen Trailer zum Film und einer Slideshow hat es hier nichts auf die Scheibe geschafft. Die Blu-ray mit neuem Cover und neuem Titel besitzt zwar ein Wendecover; das Cover ist aber derart verpixelt, dass man sich das Wenden getrost sparen kann.
 
 

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TÖTET KATIE MALONE – Trailer

 
 
 

 
 

Marcel Demuth/ Hellraiser80

 
 
Ähnliche Filme:

Wishmaster (1997)

Carrie – Des Satans jüngste Schwester (1976)

Ring (2002)

Poltergeist (1982)

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Eine Antwort

  1. Pingback: Filmreview: “Devil Seed” / “The Devil in Me” (2012) « Horrorfilme, Filmreviews & News auf Filmcheck

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