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Filmreview: „Psalm 21“ (2010)

Psalm 21 Filmplakat
 
 
 

PSALM 21

Story

 
 
 
Nach dem unglücklichen und überraschenden Tod des geliebten Vaters, macht sich der Priester Henrik Horneus auf dem Weg in das fernab entlegende Dorf, indem er seine Kindheit verbrachte und in dem er scheinbar behütet aufgewachsen ist, um dort den mysteriösen Tod seines Vaters zu untersuchen. Kaum dort angekommen, wird er von schrecklichen Visionen gequält und von der eigenen düsteren Vergangenheit eingeholt.
 
 
 


 
 
 

PSALM 21 – Kritik

 
 
 
Der vorliegende PSALM 21 ist wieder eines jener Werke, die dem Zuschauer einfach zu viel Lebenszeit kosten. Mit fast 100 Minuten Filmlaufzeit ist dieser schwedische Gerne-Beitrag eindeutig etwas zu lang geraten. PSALM 21 ist weniger Horror als vielmehr Drama, das sich mit den verdrängten Kindheitserinnerungen des Protagonisten Henrik Horneus (JONAS MALMSJÖ) beschäftigt und nun schildert wie der Held der Geschichte seine Vergangenheit aufarbeitet. Eigentlich beginnt dieser okkulte Selbstfindungstrip durchaus vielversprechend, wobei das hübsch getrickste Intro und die diversen Spezialeffekte im Film nicht selten den grandiosen OMEN-Klassiker (1976) ins Gedächtnis rufen. Bedauerlich, dass sich Regisseur FREDRIK HILLER leider für eine etwas unkonventionelle Erzählung entscheidet und den erhofften Horroranteil gänzlich unter den Teppich fegt. Der spannungsfreie Erzählstil und die lapidare Story des Films ist PSALM 21 zu keiner Zeit förderlich. Das düstere Drama will partout nicht unterhalten, sondern fördert eher den Tiefschlaf des Zuschauers. Schade eigentlich, denn die farblose und kühle Optik und die unnatürlich wirkenden, kontrastreichen Bilder des Filmes wissen durchweg zu gefallen, können aber nicht hinwegtäuschen, dass PSALM 21 eigentlich ganz schön unbrauchbarer und vor allem langweiliger Käse ist. Trotzdem ist es erstaunlich, dass derart hochwertig gedrehtes Filmmaterial aus europäischen Gefilden stammt. Die trostlose aber dennoch herrlich melancholische Bildsprache erinnert nicht selten an das schwedische Grusel-Drama SO FINSTER DIE NACHT aus dem Jahre 2008, das ebenso mit minimalistischer Kulisse punktet und sich mehr mit dem Schicksal der Protagonisten beschäftigt. Leider ist PSALM 21 von der Qualität eines SO FINSTER DIE NACHT meilenweit entfernt. Das zähe Tempo und die Art, wie der Film erzählt wird lässt PSALM 21 immer wieder über die eigenen Füße stolpern. Trotz der eigentlich recht effektiven platzierten Schocks verwirrt die Geschichte den Zuschauer. Die seltsamen Charaktere bieten dem Zuschauer kaum Identifikationsmöglichkeiten, so dass das recht konsequente Ende kaum vom Hocker reißen und dem Filmfreund am Allerwertesten vorbeigehen will.
 
 
 


 
 
 

PSALM 21 – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
Kein reiner Horrorfilm. Vielmehr Selbstfindungsdrama mit kleinen Schockeinlagen. PSALM 21 verlangt enorm Geduld vom Zuschauer ab und setzt viel Sitzfleisch voraus und bietet aufgrund eines mangelnden Spannungsaufbaus und der extrem verwirrenden Erzählweise, unausgewogene Genre-Unterhaltung und gähnende Langeweile. Nur Hardcore-Filmfans zu empfehlen.
 
 
 


 
 
 

PSALM 21 – Zensur

 
 
 
PSALM 21 ist eher ein subtiles Drama, als bluttriefender Horror. Die deutsche Filmfassung ist daher ungeschnitten frei ab 16 Jahren geeignet.
 
 
 


 
 
 

PSALM 21 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
book-of-the-undead
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Psalm 21; Schweden 2009

Genre: Horror, Drama, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Schwedisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 94 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Original Kinotrailer

 
 
 
Auch PSALM 21 erlebt im Zuge der gewinnträchtigen Neuvermarktung emsiger Filmlabel eine Neuauflage unter anderem Namen. Aus PSALM 21 wird jetzt BOOK OF THE UNDEAD, was eigentlich kaum Sinn machen will, sondern einzig darauf zielt, dass der Filmfreund glaubt einen neuen Film in den Händen zu halten. Die Ernüchterung dürfte dann zu Hause eintreten, wenn der Silberling in den Blu-ray-Player gelegt wird und der Sammler erkennen muss, dass er diese Scheibe eigentlich schon längst sein Eigen nennt. Die aktuelle Neuauflage unter dem Titel BOOK OF THE UNDEAD ist haargenau die gleiche Veröffentlichung, welche vor einiger Zeit durch Rechteinhaber SCHRÖDER MEDIA / WGF in den Handel gekommen ist. Hier wurde einzig und allein das Cover ausgetauscht. Extras gibt es demnach bis auf den Trailer keine. Immerhin weiß das HD-Transfer zu überzeugen. Der Kontrast ist, bis auf einige dramaturgisch gewollten Helligkeitsmomente, in einem guten Bereich, die Bildschärfe durchweg akzeptabel. Beim Ton bekommt der Zuschauer das Grausen. Die Geräusche dominieren und die Dialoge sind ziemlich schwer zu verstehen – ein Umschalten auf die ebenso auf der Blu-ray befindlichen 2.0-Tonspur angebracht. Wirklich ernst hat der hiesige Rechteinhaber dieser Neuveröffentlichung nicht genommen. Die kommt nämlich etwas lieblos daher, wobei das ziemlich hässlich gestaltete Hauptmenü die Defizite im Tonbereich und bei den Extras um Längen topt. Immerhin gibt es ein Wechselcover ohne lästigen Flatschen.
 
 

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PSALM 21 – Trailer

 
 
 

 
 

Marcel Demuth/ Hellraiser80

 
 
Ähnliche Filme:

So Finster die Nacht (2008)

Das Omen (1976)

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Eine Antwort

  1. Miriam

    Danke für die gute Rezension!

    6. Dezember 2011 um 11:34

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