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Filmreview: „Boston Killer Babes“ (2010)

Boston Killer Babes Filmreview

 

Carmela und Lynne , zwei innig befreundete Bostoner Vorstadtgirls auf der Suche nach dem ganz großen Glück.

Doch irgendwie meint es das Schicksal nicht sonderlich gut mit den beiden.

Denn Lynne erwischt ihren treuliebenden Freund in flagranti im Bett mit einer anderen, worauf sie ihn zu Rede stellen möchte. Der „neuen“ Bettgenossin wird die Aussprache scheinbar zu turbulent, sodass sie rasch zum Telefonhörer greift und die Polizei herbeiruft. Wenige Minuten später treffen zwei Polizisten auf das aufgescheuchte Mädchenduo, dass sich alsbald in Handschellen abgeführt, auf dem Hintersitz des Polizeiwagens wiederfindet.

Unterwegs scheint einer der Polizisten einen besonders heftigen Druck in der Beckengegend zu spüren und vergewaltigt die wehrlose Carmela.

Ein fataler Fehler, denn angewidert von der hormongeplagten Männerwelt, setzen sich die beiden schlagfertigen Powergirls zur Wehr.

Auf ihrem Rachefeldzug gegen die Männerwelt Bostons meucheln sie alles nieder, was sich den beiden in den Weg stellt.

 

 

What the Hell!?

Eigentlich liest sich die Inhaltsangabe recht vielversprechend und erfrischend: Ein Mädchenduo, dass ersichtlich genervt ist am moralischen Verfall der Gesellschaft und fortan munter in den Krieg zieht um all die zu bestrafen, die sich in jüngster Vergangenheit den beiden Mädchen gegenüber (sexuell) moralisch verwerflich verhalten haben. In einschlägigen Filmproduktionen ist es ja oftmals umgekehrt, denn dort ist es vorwiegend so, dass ein „männlicher“ Serienkiller dem gelüsten Treiben der meist „weiblichen“ Protagonisten durch makabre Folterspiele ein schnelles Ende bereitet.

Demnach war ich eigentlich recht gespannt, was mich mit „Boston Killer Babes“ erwarten würde.

Als erstes der große Schock: das Filmintro zeugt von derart schlechter Aufmachung, dass mir der Film bereits nach 60 Sekunden Dauer-Billig-Rap-Gedudel gehörig auf den Sender ging und ich eigentlich genervt abschalten wollte. Wer da so unglaublich miserable Kenntnisse im Editieren der Anfangscredits hatte, gehört auf jeden Fall erschossen.

Viel zu erwarten gab es demnach nicht, und doch muss ich gestehen, dass ich letztendlich positiver überrascht war als gedacht.

Klar, „Boston Killer Babes“ ist kein wirklich guter Film – keine Frage. Eine Low-Budget-Produktion, wie man sie viel zu oft schon gesehen hat.

Das nichtvorhandene Budget ist dem kleinen Independentfilm an jeder Stelle anzusehen.

Trotzdem muss ich gestehen, dass der Film aus den minimalen Mitteln, die ihm zur Verfügung standen Maximales Potenzial herausgeholt hat. Das ist lobenswert, denn ersichtlich ist, dass der Film trotz seiner enormen dramaturgischen und technischen Schwächen dennoch seinen ganz eigenen, naiven aber trotzdem liebenswerten Charme besitzt, den ich eigentlich sonst bei der Vielzahl ähnlich schnell abgedaddelten Produktionen schmerzlichst vermisse.

So zeigt sich „Boston Killer Babes“ gerade in den Interaktionen des „Mädchen-Duos“ mit- und untereinander ersichtlich makaber und zynisch. Sicherlich ist diese Produktion von keiner meisterlichen Schauspielkunst geprägt und wirkt an vielen Stellen unbeholfen und schon sehr amateurhaft, aber die sehr sarkastischen und prägnanten Kommentare von Carmela und Lynne erweisen sich in Gesamtbild als echte Schenkelklopfer und machen wahrlich Laune.

Ebenfalls sticht nennenswert hervor, dass „Boston Killer Babes“ ein talentiertes Händchen für längst vermisstes 80er Jahre Retro-Feeling besitzt. Die stimmigen Sets, das vollkommen unglaubhaft-übertrieben wirkende Overacting der Protagonisten und die recht unbeholfene, aber dafür experimentierfreudige Kamera erinnern an längst vergessene Genreperlen der 80er Jahre.

Irgendwie wahrlich ironisch, dass eine so unprofessionell und oftmals unfreiwillig komisch wirkende Low-Budget Horrorproduktion mehr Seele besitzt als so mancher aktueller Mainstreamknaller.

Wie auch immer, schlechter Film – oder kleiner Nischengeheimtipp?

Bei „Boston Killer Babes“ werden sich die Geister offensichtlich scheiden.

Die einen werden ihn hassen – andere dafür mögen.

Für alle Freunde fernab des guten Geschmacks und für Freunde mit Interesse an Trash-Filmen sei „Boston Killer Babes“ trotzdem wärmstens empfohlen.

 

 

Fazit: 4/10 Punkte

 

Kleines zynisches und unprofessionelles Low-Budget Filmchen, das mit Sicherheit seine Liebhaber finden wird.

(kommende „Keine Jugendfreigabe“ – Version ist ungeschnitten)

 

Hellraiser80

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