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Filmreview: „The Awakening“ (2011)

the awakening (2011)
 
 
 

The Awakening

Story

 
 
 
England, nach dem ersten Weltkrieg, eine Zeit in der die Menschen noch dem Aberglauben verfallen waren und der Mythos von einem Leben nach dem Tod in den Köpfen der Menschen umherspukte. Der jungen Romanautorin Florence scheinen diese Märchen ein Dorn im Auge, fühlt sie sich nunmehr dafür verantwortlich, die Menschen darüber aufzuklären, dass die Existenz von Geister und Gespenster allein nur der Phantasie der Menschen entspringt. So zieht sie durch die Länder, um unerklärliche Phänomene zu untersuchen. Dabei entlarvt sie nicht selten die dunklen Machenschaften dreister Trickbetrüger, die unter dem Deckmantel selbsternannter Geister-Medien, am Leid der Menschen das schnelle Geld verdienen wollen. Es dauert jedoch nicht lang bis sie auf einen weiteren interessanten Fall stößt. Im Norden Englands wird sie zu einem Knabeninternat gerufen, in dem angeblich der Geist eines kleinen Jungen umherspuken soll und der bereits für den Tod einen Mitschülers verantwortlich gemacht wird. Die ehrgeizige Autorin glaubt an einen weiteren Trickbetrug und beginn mit der Arbeit. Doch je mehr Indizien sie zu sammeln beginnt, umso mehr muss sie sich eingestehen, dass dieser Auftrag ihr rationales Denkvermögen auf eine harte Probe stellen wird. …
 
 
 


 
 
 

The Awakening – Kritik

 
 
 
Nachdem ich vor einigen Wochen bereits den genialen und abwechslungsreichen Genrebeitrag THE THEATRE BIZARRE gesehen hatte, der in seiner unverwechselbaren Einzigartigkeit seinesgleichen suchen dürfte, war ich umso verblüffter als ich vor einigen Tagen den kleinen und recht subtilen Gruselfilm THE AWAKENING zu Gesicht bekam, der zwar ein vollkommen anderes Genrepublikum anspricht, aber mich dennoch ebenso zu begeistern wußte. Das von der BBC produzierte Geister-Drama ist eines dieser unheimlich bebilderten Horrorfilmchen, die mit typisch britischer Gruselstimmung überzeugen können und sich auf subtiles Bibbern fernab bluttriefender Splatter-Exzesse konzentrieren. Hier zählt britisch anmutender Gothic-Charme, der bereits unzählige Werke der Hammer-Studios berüchtigt und beliebt gemacht hat und der jüngst durch Filme wie DIE FRAU IN SCHWARZ ein regelrechtes Revival erlebt.

Ähnlich wie zuletzt im bereits genannten Kino-Hit THE WOMAN IN BLACK, setzt THE AWAKENING-Regisseur NICK MURHY vordergründig auf unglaublich intensives Gänsehautfeeling, dass er gekonnte durch einfachste Mittel erzeugt. Dichte Nebel, dunkle Schatten und überraschend farblose Bilder unterstreichen trefflich den Grundtenor der Produktion und verschleiern gekonnt, dass es sich eigentlich bei THE AWAKENING um ein erschütterndes Drama handelt und nicht um einen schockintensiven Gruselfilm, den man vermutlich nach den ersten 15 Minuten Filmlaufzeit erwarten würde. Demnach wird nach der ersten Internatsbesichtigung durch Hauptprotagonistin FLORENCE der Gruselfaktor, aufgrund von Charakterentwicklung und deren Konflikte untereinander reduziert. Auch der effektiv eingesetzte Farbfilter verliert nach und nach an Bedeutung, sodass der Zuschauer sich vollends auf das Schauspiel der handvoll Protagonisten konzentrieren kann. Ich finde diesen konsequenten Cut sehr gut, hat doch die Idee hinter THE AWAKENING eindeutig mehr zu bieten als stimmig gesetzte Gruselmomente allein.

Neben einem konsequenten Spannungsaufbau überzeugt das erschütternde Drama mit einer spannenden und zugleich tragischen Geschichte, die in einem zutiefst traurigen Finale gipfelt. Auch wenn Regisseur NICK MURPHY stets darum bemüht ist, von den Schicksalen der hier anwesenden Protagonisten zu erzählen, muss der gruselerprobten Filmfans dennoch nicht auf unheimliche Atmosphäre verzichten. Zwar sind im Verlauf der Handlung die obligatorischen Schreckmomente rar gesät, sorgen aber gerade gegen Ende ab und an für ausreichend Gänsehaut. Mit THE AWAKENING bekommt der erwachsene Horrorfilmfan einen durchweg atmosphärisch dichten und vor allem sehr ruhig erzählten Mysteriefilm serviert, der sich weniger allein auf das Abhandeln reißerischer Schockeffekte konzentriert, sondern mit kleinen leisen Tönen überzeugen möchte. MURPHY ist die filmische Umsetzung definitiv eindrucksvoll gelungen. Wunderschöne, aber zutiefst traurig-melancholische Bilder, ein toller Soundtrack und liebevoll charakterisierte Protagonisten runden das Gesamtbild dieses lohnenswerten Beitrags ab. Nach THE WOMAN IN BLACK legt nun ein weiterer, aktueller Genrefilm Wert auf stimmige und vorwiegend optisch-virtuose Raffinessen. Anstatt auf Trivialhorror mit dem Holzhammer zu setzen, zählen hier allein die melancholische Bilder, das glaubhafte Schauspiel sowie das Schicksal der anwesenden Figuren. Optisch opulente Gruselfilme, deren Augenmerk einzig und allein auf subtilem Horror liegt, scheinen nach wie vor DER neue Trend im Jahre 2012 zu sein. Der Filmfreund mit einem Faible für das Übernatürliche in Form von subtilen Geisterfilmchen, dürfte sich mit der Sichtung von THE AWAKENING ersichtlich gut unterhalten fühlen.
 
 
 


 
 
 

The Awakening – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
Ein kleines Gruseldrama, mit wunderschöner Optik und vorwiegend leisen Tönen. Arthausfreunde und Liebhaber altmodischer Gruselfilme kommen hier garantiert auf ihre Kosten. Absolut sehenswert!
 
 
 


 
 
 

The Awakening – Zensur

 
 
 
Wirklich blutig wird es zu keiner Zeit. Deshalb ist die deutschen Heimkinoauswertung auch ungeschnitten ab FSK 12 freigegeben und demnach auch für Jugendliche geeignet. Die hiesige Blu-ray/DVD besitzt aufgrund des Bonusmaterials dennoch den FSK 16-Flatschen.
 
 
 


 
 
 

The Awakening – Deutsche Blu-ray

 
 
 
awakening
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Awakening; Großbritanien 2011

Genre: Horror, Thriller, Mysterie

Ton: Deutsch+Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 107 Min.

FSK: FSK 12 (eigentlicher Film) / FSK 16 (Bonusmaterial der Blu-ray)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Originaltrailer, Interviews mit Cast & Crew, B-Roll, Trailershow

 
 
 
Die Blu-ray aus dem Hause UNIVERSUM kommt zwar technisch hochwertig daher, der Bonusbereich wurde wie zuletzt bei Filmen aus dem Bereich Horror etwas sehr stiefmütterlich behandelt. Zwar ist das animierte Menü schlicht und stimmig gehalten; viel auszuwählen gibt es von hier aus jedoch nicht. Neben den Trailer in deutscher Sprache, haben es noch ca. 32 Minuten an Interviews mit den Schauspielern des Films auf die Scheibe geschafft; ein wirkliches Making of oder interessante Features über die Entstehung von THE AWAKENING sucht man hier jedoch vergebens. Immerhin lässt sich noch ein kurzes B-Roll-Feature (ca. 10 Minuten) mit Aufnahmen vom Set finden. Eine BD-Live-Funktion führt zu weiteren Extras – ein Internetzugang wird jedoch hierbei vorausgesetzt. Lobenswert sei an dieser Stelle zu erwähnen, dass UNIVERSUM FILM allen Extras, sowie dem Hauptfilm deutsche Untertitel spendiert hat. Trotz ausufernder HD-Technik ist dieser Mindeststandart vielen Labels aktuell nach wie vor fremd. Eine Trailershow mit sechs weiteren Filmen aus dem Programm von UNIVERSUM FILM runden den Bonussektor ab. Technisch braucht man hier nicht meckern. Wie bei Veröffentlichungen des Labels üblich, kommt auch THE AWAKENING mit Top Bild und gutem Ton daher. Wer gern gruselige Filme mag, darf gern zugreifen. Bleibt zu erwähnen, dass die Blu-ray ein Wechselcover besitzt.
 
 

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The Awakening – Trailer

 
 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
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The Devils Backbone (2001)

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2 Antworten

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