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Filmreview: „7 Below – Haus der dunklen Seelen“ (2012)

 

 

Geisterfilm mit allseits bekannten Zutaten:

Vor 100 Jahren tötete ein kleiner Junge im Zustand der Besessenheit seine gesamte Familie.

100 Jahre später suchen einige Durchreisende Zuflucht vor einem tobenden Sturm, in genau diesen Gemäuern.

Die Geschichte von einst scheint sich erneut zu wiederholen…

 

 

 

Es ist oftmals erschreckend, wenn man den Werdegang einstiger Ausnahmedarstellers Hollywoods verfolgt. Von den einstigen ganz großen Leinwandhelden der 80er sind nur noch wenige unter ihnen, die auch aktuell noch fleissig dabei sind an kassenträchtigen Kinoblockbustern mitzuwirken, und dabei sogar noch erfolgreich sind, indem was sie da tun.

Auch Val Kilmer war einer derer, die in den 80ern und zu Beginn der 90er als erfolgreiche Nachwuchstalente gehandelt wurden und sich über mangelnde Filmaufträge nicht beklagen konnten. In letzter Zeit hatte Kilmer sich recht rar in der weltweiten Kinolandschaft gemacht und lies vorwiegend durch günstig produzierte Heimkinoware und TV-Serienauftritte von sich hören, wobei er in den letzten 10 Jahren kaum wirklich talentiertes Gespür für wirklich gute und anspruchsvolle Drehbücher bewies.

Als ich seinen aktuellen Schauspielauftritt in „7 Below“ sah, war ich vorab ein wenig geschockt, schaut Val Kilmer im Jahr 2012 erschreckend aufgequollen und massig aus? Was ist denn nur da passiert? Alkoholprobleme, oder einfach nur fortschreitender Alterungsprozess? Wohlmöglich wird die Antwort darauf nur er allein kennen.

Nach vorwiegend halbgaren Videoproduktionen, in denen er sich scheinbar schauspielerisch enorm unterfordert gefühlt hatte, bekleckert er sich mit seinem aktuellen Kurzauftritt im Horrorfilm „7Below“ ebenfalls nicht mit Ruhm. Als Schauspiel kann man seinen 10minütigen Kurzauftritt wohl kaum betiteln. Relativ lustlos agiert er vor der Kamera, sein Filmtod gestaltet sich als überaus peinlich und vor allem grottig schlecht gespielt. Beschämend, wenn man bedenkt, dass er vor vielen Jahren in anspruchsvollen Filmen („Salton Sea“) sein extravagantes schauspielerisches Können unter Beweis stellen konnte.

Demnach dürfte der interessierte Filmfreund die wahre Intention seines Auftritts im Film „7 Below“ spätestens dann erahnen, als Kilmer am Ende des Films überraschend sinnfrei hinter einer Tür hervorhuscht und nie wieder gesehen wird und man sich als Filman fragt, welchen tiefgründigen Background sich hinter diesem Shortcut verbergen mag.

Mit dem Spukhriller „7 Below“erhält der Filmfreund ein recht unspektakuläres Geisterfilmchen, dass kaum Unterhaltungswert bietet.

Nach einem, zugegeben recht ansprechenden Filmintro und sehr stimmigen und hübsch aufbereiteten Anfangscredits, zieht sich das Geschehen recht zäh wie Kaugummi und bietet keine wirklichen Höhepunkte.

Sämtliche bekannte Geisterklischees werden hier abgearbeitet, wobei die Drehbuchschreiber nicht einmal ansatzweise versucht haben irgendetwas eigenständiges zu entwickeln.

Diverse Schlüsselszenen dürften dem Filmfreund hinreichend aus dem Klassikern „Amityville Horror“ bekannt sein und versprühen in ihrer Trivialität und Belanglosigkeit unfassbare Langeweile beim Zuschauer.

Wer hier Schockeffekte oder halbwegs aufmunterndes Gekrösel erwartet dürfte schnell eines besseren belehrt werden, denn Goreeffekte und Schockeffekte sind in „7 Below“ Mangelware.

Das ist leider enorm ernüchternd, wenn man als Horrorfilmfreund einen Film erwartet, der von Geistern handelt, aber gar nicht gruselig ist, oder gar keinen Schockeffekt bietet.

Aber was man visuell scheinbar nicht umsetzen konnte, oder wollte versuchen die Tontechniker wieder wett zu machen. Den gesamten Film über tobt ein furchterliches Unwetter. Es donnert und grummelt teilweise so stark, dass dem Zuschauer hören und sehen vergeht. Ein recht stimmiger Effekt, der aber spätestens nach der Hälfte der Spielzeit gehörig nervt, weil man sich als Zuschauer kaum auf die galaktisch-gut-ausgefeilten Dialoge und „Wortgefechte“ der Protagonisten konzentrieren kann.

Der Horrorthriller „7Below“ ist leider eine Nullrunde geworden. Kilmer spielt schlecht, die Story ist schlecht, die Effekte sind schlecht und die Interaktionen der Protagonisten lächerlich.

Erfahrene Filmfreunde sollten lieber einen großen Bogen um diesen „Zeiträuber“ machen.

 

 

 

Fazit: 3,5/ 10 Punkte

 

Uninspirierter und enorm spannungsfreier Geisterfilm mit einem erschreckend schlecht agierenden Val Kilmer.

Deutsche Fassung: aufgrund einiger Kehlenschnitzer ungekürzt mit „keine Jugendfreigabe“.

 

 

Hellraiser80

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