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Filmreview: „Dark House“ (2009)

Cover Dark House 2009
 
 
 

Dark House

Story

 
 
 
Bei einer Mutprobe will sich die kleine Claire Thompson selbst beweisen. Sie schleicht sich in das sagenumwobene „Darrode-Haus“ und wird Zeuge, wie die geistig labile Pflegemutter Mrs. Darrode sieben Waisenkinder bestialisch ermordet und anschließend sich selbst das Leben nimmt. 14 Jahre später ist Claire immer noch traumatisch gezeichnet von den schrecklichen Erinnerung aus ihrer Kindheit. Sie hat sich gänzlich dem Schauspiel gewidmet und ist zu einer selbstbewussten Frau herangewachsen. Um sich vollends auf ihre Schauspielausbildung zu konzentrieren, vergisst sie sogar des öfteren bewusst, ihre Medikamente einzunehmen, die ihre schrecklichen Flashbacks unterdrücken und spricht sich stattdessen in regelmäßigen Therapiestunden mit ihrem Psychologen den beängstigenden Kummer von der Seele. Als eines Tages der Unterhaltungsmogul Mr. Walston (Jeffrey Combs) die Schauspielklasse betritt, gerät ihr halbwegs geordnetes Leben vollkommen aus den Fugen. Er sucht junge dynamische Schauspieler für seine aktuelle Halloween-Attraktion und lädt Claire und ihre Schauspiel-Mitschüler in das unheimliche „Darrode-Hause“ ein, wo er Angst und Schrecken mit Hilfe von realistisch-wirkenden Hologrammen von Geistern und Dämonen erzeugen möchte. Claire sieht sofort eine Aufarbeitung ihrer schrecklichen Kindheitserinnerungen und willigt bedenkenlos ein. Doch der bösartige Geist von „Mrs. Darrode“ spukt noch immer in den unheimlichen Gemäuern und giert nach Rache. Er verschafft sich Zutritt zu den Gerätschaften, die für das Erzeugen der Hologramme benötigt werden und sorgt letztendlich dafür, dass aus einer scheinbare harmlosen Nacht voller Angst und Schrecken blutiger Ernst wird …
 
 
 


 
 
 

Dark House – Kritik

 
 
 
Dass Jeffrey Combs zu einer der ganz großen Ikonen des modernen Horrorfilms gehört, dürfte jedem halbwegs interessierten Horrorfreund direkt einleuchten. Mit seinem legendären Auftritt als Dr. West in „The Re-Animator“ schrieb er 1985 über Nacht Filmgeschichte und meuchelte sich durch blutgierige Zombie-Horden direkt in die Herzen der weltweiten Genre-Fans. Nach einigen mehr oder weniger erfolgreichen Auftritten an der Seite von Genre-Regie-Legende „Stuart Gordon“ wurde es dennoch erstaunlich ruhig um das charismatische Schauspieltalent. Scheinbar blieben nach dem Klassiker „From Beyond“ und der „Re-Animator“-Reihe die Erfolge aus und Combs erlag dem selben Schicksal, wie unzählige talentierte Nachwuchsschauspieler seiner Zeit, die sich Jahre nach ihren Erfolgen versuchten mit kurzen Nebenrollen und Gastauftritten in teilweise No-Budget-Genre-Filmen über Wasser zu halten. Auch Combs aktueller Ausflug in das titelgebende „Dark House“ gehört zu jener Sparte „billig produziertes B-Movie-Ware“, die mit trivialem Horror-Einerlei von der Stange um die hart erarbeitete Kohle schaulustiger Horrorfilmanhänger buhlt. Daher verwundert es letztendlich auch nicht, dass „Dark House“ quasi die kostengünstigere Variante der „Dark Castle“-Produktionen „13 Geister“ (2001) und „The House on Haunted Hill“ (1999) darstellt, die zwar mit allerlei derben Ideen daherkommt, aber dafür mit weniger mainstreamhaften „Chichi“ aufwartet. Dass Regisseur „Darin Scott“ wenig Budget zur Verfügung stand, um seine kreativen Ideen in die Tat umzusetzen sieht man seinem aktuellen Beitrag in jeder Filmminute an. Das mysteriöse Spukhaus schaut entgegen des Titels, wahrlich wenig „Dark“ und „Scary“ aus und auch die Masken der ominösen Spukgestalten im Inneren des Hauses bleiben gänzlich den Erwartungen fern. Trotzdem, im Vergleich zu den diversen Billig-Trivialen-Werken der letzten Dekaden hat „Dark House“ genau das, was man bei so vielen No-Budget-Filmen in der heutigen Zeit schmerzlich vermisst: Spaß am Genre und natürlich „Jeffrey Combs“. Genau diese Mischung macht diesen Spukhausfilm so erfrischend, denn man spürt merklich in jeder Filmminute, dass die gesamte Crew eindeutig viel „Fun“ bei den Dreharbeiten gehabt haben muss. Die Inszenierung ist straff, die Ideen sitzen und trotz der vollkommen vermurksten Grundidee und dem Mangel an finanziellen Mitteln, dürfte „Dark House“ gerade Trash-Liebhabern treffsicher munden. „Combs „Auftritt ist einmal mehr Programm und sein bewusst euphorisch-inszeniertes Overacting ergänzt grandios den selbstironischen Grundtenor dieser aktuellen Horrorproduktion. Auch „Diane Salinger“ als durchgedrehte Mr. Darrode ist ein Fest für die Götter. Die markerschütternde Performance ihres kranken Alter Egos zum Ende der Geschichte hin ist oscarverdächtig und beweist einmal mehr, dass man eigentlich nur facettenreiche, talentierte und erfahrene Schauspieler benötigt, um eine recht simple und triviale Story überhaupt zum Tragen zu bringen.
 
„Dark House“ ist Billig-Trash wie er im Buche steht. Aber im Vergleich zu unbrauchbaren und uninspirierenden B-Movies aus der Trash-Schmiede „Asylum“ glänzt der Horrorfilm „Dark House“ mit ganz eigenem Charme. Auch wenn vermutlich nicht viel Budget zur Verfügung stand, so hat Regisseur „Darin Scott“ das Beste aus den vorhandenen finanziellen Mitteln gewerkelt. Sein Spukhausfilm ist klischeebeladen, konventionell und vorhersehbar, macht aber gerade aufgrund der recht abwechslungsreichen und sehr temporeichen Inszenierung gehörig Laune. Die Schar austauschbarer Jungschauspieler sind nicht der Rede wert, zumal es Schauspiellegende „Jeffrey Combs“ einmal mehr gelingt den Grünschnäbeln die Show zu stehlen. Sie dienen mit ihrem Ableben einzig Mittel zum Zweck um vor allem die Gore-Gemeinde bei Laune zu halten.
 
In technischer Hinsicht gibt es an „Dark House“ nichts auszusetzen. Viele kleine absurde Ideen wissen zu gefallen und schaffen es, den teilweise haarsträubend hanebüchenen und vor allem unlogischen Plot gekonnt zu verschleiern. Dabei treffen gerade die zeigefreudigen Krösel-Effekte den Nerv begeisterter Splatterfreunde. Auch wenn einige derer schon arg unglaubhaft nach CGI schreien und fast schon peinlich schlecht in Erscheinung treten, so kann man „Dark House“ nicht vorwerfen zumindest alles versucht zu haben, um den Zuschauer zu unterhalten. Fans des phantastischen Films, die eine Vorliebe für Trashfilme besitzen, welche sich nicht gänzlich ernst nehmen, sind hier bestens aufgehoben. Denn „Dark House“ ist alles andere als ernst, sondern mit einer gewissen Priese Ironie und einem zwinkernden Auge zu genießen. Für „Jeffrey Combs“-Verehrer ist dieser aktuelle Spukhausfilm ohnehin Pflichtprogramm!
 
 
 


 
 
 

Dark House – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
Mal abgesehen von „Jeffrey Comb“ definitiv kein Highlight! Zwar vorhersehbares, aber immerhin kurzweilig-unterhaltsames Trash-Kino mit einigen recht netten Ideen und einigen, recht derben Splatter-Effekten.
 
 
 


 
 
 

Dark House – Zensur

 
 
 
Zwar gibt sich „Dark House“ recht zeigefreudig, was sich in einigen recht ansehlichen Krösel-Effekten bemerkbar macht. Horrorfans sollten dennoch kein Splatterfest der Extraklasse erwarten. Eine eventuelle ungeschnittene deutsche Veröffentlichung dürfte bedenkenlos die „Keine Jugendfreigabe“-Plakette zieren!

 
 
 


 
 
 

Dark House – Trailer

 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
7 Below – Haus der dunklen Seelen (2012)

A Haunting in Salem (2011)

The Innkeepers (2011)

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2 Antworten

  1. Finde die Story wirklich gelungen.
    Kreativer Horrorschocker!

    Gefällt mir

    7. Dezember 2012 um 07:29

  2. Pingback: Filmreview: “Apparition – Dunkle Erscheinung” (2012) « Horrorfilme, Filmreviews & News auf Filmcheck

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