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Filmreview: „Slasher in the Woods“ (2013)

nobody-gets-out-alive2013
 
 
 

SLASHER IN THE WOODS

Story

 
 
 
Um der etwas kränklichen Jen die Vorzüge des Lebens erneut schmackhaft zu machen, unternimmt sie auf den Rat ihrer Eltern hin, einen gemütlichen Campingausflug hinaus in die Wälder. Einige Freunde sind schnell zusammengetrommelt und so begibt sich die Bande in eine vermeintlich feier- und sauffreudige Zeit ohne Eltern, Stress und Hektik. Doch was die Freunde nicht wissen: unlängst verlor ein Familienvater in jener Gegend seine einzige Tochter, die von einer Gruppe betrunkener und unachtsamer Kids beim Spielen auf offener Straße überfahren wurde. Nun, so erzählt die Legende, sinnt der gebrochene Mann auf blutgierige Rache und meuchelt jeden Jugendlichen über den Jordan, der sich in dem naheliegenden Wald verirrt hat. Anfänglich für eine bedeutungslose Erzählung gehalten, verschwindet auch schon der erste Teen auf unerklärliche Weise.
 
 
 


 
 
 

SLASHER IN THE WOODS – Kritik

 
 
 
Wenn ein scheinbar unbekannter Film mit einem derb-reißerischen Plakat wirbt, rührt die Vermutung oftmals gar nicht so weit her, dass hinter derart vielversprechender Werbebotschaft auch ein derb-unterhaltsames Filmchen stecken muss. Hat man als Filmfreund jedoch ein geschultes Auge, so erkennt man schnell, dass es Unmengen an Filmen gibt, die ihre filmischen Defizite mittels ansprechender Filmcover versuchen zu vertuschen, um gierige Horrorfans dennoch zum Kauf ihrer hölzernen Filmkost zu bewegen. Auch der vorliegende SLASHER IN THE WOODS (der im Original NOBODY GETS OUT ALIVE heißt) ist einer jener Filme, der mit einem deftigen Cover wirbt, um von der vollkommen desaströsen Inszenierung der zu Grunde liegenden Geschichte gekonnt abzulenken. Kreative Eigenständigkeit sucht man hier vergebens. Stattdessen wird dem Filmfreund die gefühlt millionste Geschichte eines traumatisierten Irren geschildert, der einmal mehr die Jagdsaison auf eine handvoll ahnungsloser Teenager eröffnet hat. Auch wenn das formschöne Filmposter eine liebevolle Hommage an die diversen Slasher-Klassiker der schmuddeligen 70er und knall-poppigen 80er verspricht, so sind die diversen Zitate im Film eine wahrliche Beleidigung für all die Werke, die dieses Sub-Genre maßgeblich mitgeprägt haben. Kreative Eigenständigkeit wird in SLASHER IN THE WOODS konsequent klein geschrieben. Statt dem unlängst totgefilmten Teenager-in-Angst-Kino halbwegs neue Facetten einzuverleiben, verharrt der vorliegende Slasher-Aufgruss in einem zähen Gemisch aus zerfilmten Genre-Regeln und katastrophaler Einfallslosigkeit. Spannung kommt dabei selten auf und so darf sich der interessierte Horrorfilmfreund durch ein uninspiriertes und bedeutungsloses Filmchen quälen, das krampfhaft versucht in die Fußstapfen seiner großen Vorbilder zu schlüpfen.
 
Auch wenn Regie-Newcomers JASON CHRISTOPHER stets darum bestrebt ist, aus dem vermutlich kaum vorhandenen Budget das Maximum herauszuholen, so kann er dennoch nicht vertuschen, dass seinem Debüt der unweigerlich amateurhafte Grundton und die stümperhafte Ernsthaftigkeit mitnichten zugute kommt. Diverse Szenen bergen zwar eine gewisse, bedrohliche Stimmung, verlieren aber aufgrund der technischen Defizite und der laienhaften Darstellung einiger Protagonisten immens an Intensität. Einzig durch die erstaunlich rauen Gewaltspitzen dürfte der Film zumindest bei Gore-Liebhaber auf Zustimmung stoßen. Auch wenn einige Spezialeffekte (übrigens durchweg handmade) in ihrer Umsetzung als einfach durchschaubar zu betiteln sind, so verfehlen sie ihre widerwärtige Wirkung nur selten. SLASHER IN THE WOODS ist erstaunlich ruppig und ziemlich hart, so dass zartbesaitete Gemüter rasch die Nerven verlieren dürften. Zumindest in diesen Belangen ist JASON CHRISTOPHERS Erstlingswerk klassischen Vertretern seiner Gattung einiges voraus. Nur ob blut- und menschenverachtende Gewaltexzesse allein einen guten Film ausmachen, sollte jeder für sich selbst entscheiden.
 
 
 
Heute besorgen wir uns eine HD-Cam und drehen mit einigen Freunden geschwind einen überaus schlechten Horrorfilm. Dachte sich Newcomer JASON CHRISTOPHER und rief unweigerlich den unausgegorenen SLASHER IN THE WOODS ins Leben. Auch wenn einige befremdlich-kontrastreiche  Filterspielereien zu Gefallen wissen, so kann der erste Lang-Spielfilm des Nachwuchstalents kaum überzeugen. Die dilettantische Ernsthaftigkeit, welche die gesamte Inszenierung seines Slasher-Debakels durchzieht und die fast schon penetrant-peinliche Ideenlosigkeit seiner Geschichte brechen dem (ursprünglich betitelten) DOWN THE ROAD (so der eigentliche Arbeitstitel) gänzlich das Genick. Hinzukommt, dass die wenigen Schauspieler kaum Talent besitzen, halbwegs sympathisch und glaubhaft zu agieren. Immerhin sind ihre Weinkrämpfe und Winseleien durchaus zweckhaft, so dass die diversen wirklich deftigen Folterszenen hart anzuschauen sind. Da werden Beine abgesägt und Nägel in Schädeldecken geschlagen – der Gorehound unter den Horrorfilmfreunden dürfte sich hierbei gierig die Händen reiben. Trotzdem, die simplen, aber dennoch recht grafischen Gewaltspitzen machen noch lange keinen guten Horrorfilm aus. SLASHER IN THE WOODS ist abartiger Nonsens, der unter dem Deckmantel eines klassischen Slasher-Movies versucht, mit einer handvoll schlecht kopierter Szenen und stereotypen Figuren flink Kasse zu machen. Für Horrorfilmfans, die selbst bei Horrorfilmen einen gewissen Anspruch erwarten, ist dieser Genre-Beitrag eine absolute Zumutung.
 
 
 


 
 
 

SLASHER IN THE WOODS – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Unterbelichtete Slasher-Gurke, die trotz Amateuroptik, mit arg derben Szenen aufwartet – Braucht keiner!
 
 
 


 
 
 

SLASHER IN THE WOODS – Zensur

 
 
 
Aufgrund arg derber Szenen, kam SLASHER IN THE WOODS (OT: NOBODY GET OUT ALIVE) nicht ungeschnitten nach Deutschland. Die deutsche Fassung musste Federn lassen um eine FSK-Freigabe zu erhalten. Die KJ-Fassung ist geschnitten.
 
 
 


 
 
 

SLASHER IN THE WOODS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
slasher-in-the-woods-bluray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Down the Road / Nobody gets out alive; USA 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1, Englisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1,78:1 (1920×1080)

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: FSK 18 (geschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer in Deutsch und Englisch, Trailershow bestehend aus sechs weiteren Filmen des Rechteinhabers

 
 
 
Leicht hatte es SLASHER IN THE WOODS nicht bei der FSK. Die verweigerte die Freigabe, so dass der Streifen durch den Rechteinhaber gestrafft werden musste. Uns lag zum Test die geschnittene Blu-ray-Fassung vor, bei der wenig Liebe zum Detail betrieben wurde. Der Hauptfilm startet direkt nach dem Einlegen der Scheibe, wobei die Bildqualität nicht immer den aktuellen HD-Standards entsprechen will. Das Bild ist teilweise extrem dunkel, so dass sich oftmals nicht alle Details erkennen lassen. Szenen bei Tageslicht wirken verwaschen und überstrahlt. Einige bewusst eingesetzte Unschärfen und schnelle Kameraschwenks sollen so etwas wie Authentizität bewirken, nerven aber. Zudem ist die Bildschärfe nicht immer optimal. Tonal sieht es da schon etwas besser aus. Nicht nur, dass die Synchronisation für einen derartigen Film überraschend annehmbar ausgefallen ist, auch die Boxen arbeiten hin und wieder sauber. So kommt der Subwoofer erstaunlich oft zum Einsatz, der Metal-Soundtrack bringt Dynamik ins Spiel. Die wenigen Schreckszenen sitzen gut. Flimmert dann nach rund 90 Minuten der Abspann über den Bildschirm, wird der Zuschauer direkt in ein Menü geleitet, dass aus einer Aneinanderreihung von Filmszenen besteht. Hier gibt es dann auch die Rubrik „Bonusmaterial“. Bei den Extras folgt SUNFILM/TIBERIUS FILM jedoch neuerdings einem strikten Sparkurs. Bis auf den Filmtrailer in Englisch und Deutsch findet der interessierte Filmfan gerade einmal sechs Trailer weitere Schocker aus dem Katalog des Publishers. Immerhin gibt es für den Hauptfilm deutsche Untertitel. Außerdem gibt es das obligatorische Wendecover ohne FSK-Flatschen. Das dürfte aber die wenigstens Filmfans interessieren, schließlich ist der Film ohnehin geschnitten.
 
 
 

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SLASHER IN THE WOODS – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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Eine Antwort

  1. Thank you for your review! It’s a throw back flick made for little to no money…hopefully it took you back to the 70’s 80’s slasher flicks though?

    30. Januar 2013 um 03:31

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