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Filmreview: „The Ark“ (2013)

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THE ARK – STRANDED

Story

 
 
 
Nach einem verheerenden Metroiden-Sturm befindet sich ein eifriges Mond-Forschungs-Team in größter Not. Nicht nur, dass durch das unerwartete Unglück ein Kontakt mit der „Außenwelt“ unmöglich scheint, auch die Stromversorgung wurde unglücklicherweise durch den Metroiden-Schauer gänzlich zerstört, sodass die Wissenschaftler feststellen müssen, dass eine Rückkehr zur Erde aus eigener Kraft unmöglich realisierbar ist und sie nun hilflos auf dem Mond verweilen müssen. In der Hoffnung, dass aufgrund des abrupten Kontaktabbruchs dennoch schnellstmöglich Hilfe eintreffen wird, vertreiben sich die Forscher derweil die Zeit mit der Untersuchung des noch warmen Metroiden-Gesteins, in dessen Kern sie seltsame Sporen vorfinden, mit welchen sich alsbald eine unachtsame Wissenschaftlerin infiziert. Innerhalb von nur weniger Stunden beginnt etwas zutiefst Böses in ihrem Leib heranzuwachsen, was sich wenig später für die gesamte Crew zu etwas durchaus Bedrohlichen entwickelt …
 
 
 


 
 
 

THE ARK – Kritik

 
 
 
Wenn ein Horrorfilm trefflich als THE ARK, bzw. im Original STRANDED, betitelt wird und von einem Forscherteam auf dem Mond erzählt, welches nach einem zerstörenden Meteoridenschauer keinerlei Verbindung zur eigenen Basis herstellen kann, dann dürfte der Zuschauer vermutlich vorab ein klaustrophobisches Kammerspiel erwarten, in welchem die „gestrandeten“ Protagonisten irgendeinen alternativen Weg finden müssen, um sicher auf die Erde zurückzukehren zu können. Wenn sich jedoch unter den Script- und Drehbuchautoren einige zu ambitionierte RIDLEY SCOTT-Fans befinden, denen das kürzlich erschienene ALIEN-Prequel PROMETHEUS derart gut gefallen zu haben scheint, dass sie kurzum einige interessante Ideen des Blockbusters in ihren eigenen Film transferieren mussten, dann dürfte aus einem vermeintlich beklemmenden Survival-Thriller flink ein ganz schön, gemeiner Alien-Schocker werden.
 
THE ARK ist ein arg gemeiner Etiketten-Raub, wie man ihn aktuell auf dem Heimkinomarkt leider zu oft erleben muss, denn wirklich eigenständige Ideen sucht man hier vergebens. Als interessierter Filmfan will man partout nicht das Gefühl los werden wollen, als hätte man die zugrunde liegende Geschichte vom Forscherteam, dass sich mit einer außerirdischen Lebensform konfrontiert sieht, nicht bereits in unzählig thematisch ähnlichen Filmen gesehen. Und in der Tat, wirklich neu ist das alles leider Gottes nicht. THE ARK zitiert diverse Genre-Kandidaten, die bereits auf allen erdenklich effektiven Arten versucht haben, die trostlose, unbekannte und beängstigende Kulisse/Bewohner eines fremden Planeten zum Mittelpunkt der Geschehnisse zu formen. Da lassen sich Verweise aus PROMETHEUS finden, aber ebenso Zutaten aus klassischem Sci Fi Horror wie ALIEN, SPECIES, THE THING und sogar Found Footage-Kost a la APOLLO 18. Natürlich ist derart einfältiges Stibitzen nicht gerade die feine englische Art und oftmals zeugen derart einfältige „Duplikate“ erfolgreicher Kassenschlager nicht zwingend von Qualität und Ideenreichtum. Aber trotzdem lässt sich behaupten, dass dem Filmfreund mit dem kommenden THE ARK einen durchaus gelungener Gruseltrip ins die heimischen DVD und Blu-ray Player flattert, der mit einer verblüffenden Kurzweiligkeit zu überzeugen und durchweg spannend zu unterhalten weiß. Der Film kommt erstaunlich schnell zum Punkt und verliert sich zu keinem Zeitpunk in unwichtigen Nebensächlichkeiten. Die wenigen Protagonisten werden zügig vorgestellt, danach donnert auch schon eine unerwartete Metroiden-Pracht auf die Forschungseinrichtung und ehe sich der Filmfreund versieht, ist auch schon eine der Hauptfiguren mit einem mysteriösen Etwas infiziert, dass in rasender Geschwindigkeit zu einem Säugling in deren Bauch heranwächst, um wenig später Unheil unter den „Gestrandeten“ zu stiften.
 
Der Film THE ARK ist ein waschechtes, starbesetztes B-Movie, und vermutlich eines der wenigen Genre-Werke, dem das knapp bemessene Produktions-Budget erstaunlich förderlich zu sein scheint. Dadurch, dass sich die Geschehnisse in einer kleinen Forschungseinrichtung abspielen, kaum Geld für ausufernde Spezialeffekte zur Verfügung stand und sich die Charaktere des Film auf engstem Raum mit einem trostlosen und puristischen Setting arrangieren müssen, schafft es der Film eine ziemlich beengende und düstere Atmosphäre zu erzeugen, die THE ARK vollends zugutekommt. Hinzukommt, dass die wenigen Protagonisten von diversen hochkarätigen Schauspielern gemimt werden, die ihr Handwerk durchaus verstehen und den Film hochwertiger erscheinen lassen, als er letztendlich eigentlich ist – beachtlich!
 
Natürlich gibt es in einem Film, wie diesem auch ein obligatorisches, außerirdisches Wesen zu begutachten, das sich natürlich einige Zeit lässt, bis es sich in seiner vollen „Schönheit“ präsentiert. Dadurch wird das Spannungspentium natürlich erheblich gesteigert, sodass die 90 Minuten Filmlaufzeit geschwind verflogen sind und das Finale rasch erreicht ist. Unnötige Gefühlsdusseleien sind hier Mangelware. Stattdessen flüchten die Anwesenden durch das kleine Forschungslabor, stets auf der Flucht vor dem mysteriösen Wesen, dass nur ein Ziel kennt: ebenso, wie die Überlebenden auf die Erde zurückzukehren. Ob die erschreckend menschliche Kreatur das schaffen wird, wird natürlich an dieser Stelle nicht verraten, dennoch dürfte der Filmfreund trotz der arg konventionellen Inszenierung am Ende rasch feststellen, dass es sich bei THE ARK zwar um einen kleinen, unbedeutenden Sci Fi Thriller handelt, der aber aufgrund seiner straffen und effektiven Erzählweise, diversen ähnlich gestrickten B-Movies seiner Art weit voraus scheint und auf jeden Fall all denen zu empfehlen ist, die eine Vorliebe für günstig produzierten Sci Fi Trash besitzen.
 
 
 
 
Nach seinem gnadenlos gefloppten BATTLEFIELD EARTH – KAMPF UM DIE ERDE (2000) wandelt Regisseur ROGER CHRISTIAN mit seinem aktuellen Streifen THE ARK (im Original STRANDED) erneut auf sci-fi-lastigen Pfaden. Im Gegensatz zu seinem starbesetzten Mega-Flop aus dem Jahre 2000 handelt es sich bei seinem aktuellen Film um einen ziemlich düsteren und stimmigen Horror-Trip, der sich mit einem regelrechten Nischen-Genre beschäftigt, dass man in Zeiten von plumper Folterei, nerviger Wackelcam-Kost und zornigen Poltergeistern vermutlich unlängst vergessen zu haben scheint und nur noch sehr selten zu Gesicht bekommt. Durch den erwartungsgemäßen Erfolg des ALIEN-Prequels PROMETHEUS aus dem vergangenen Jahr, fühlen sich vermutlich einige Filmemacher durchaus inspiriert, das unlängst vergessene ALIEN-Genre zurück auf die heimischen Mattscheiben zu bringen. Im Falle von THE ARK ist das recht überzeugend gelungen. Mit einem kleinen Staraufgebot (u.a. CHRISTIAN SLATER in einer Hauptrolle) und ohne wirklich ausufernde Effekt-Sequenzen wird hier eine kleine stimmige Geschichte erzählt, die erstaunlich souverän abgehandelt wird und bemerkenswert zügig zum Punkt kommt. Hier zählen weniger Ekeleffekte, sondern eine erschreckend klaustrophobische Stimmung, welche durch das triste Mond- und Labor-Setting effektiv verstärkt wird. Wer Filme wie SPECIES, ALIEN und PROMETHEUS vergöttert, wird diesen Film lieben. Mission eindeutig gelungen!
 
 
 


 
 
 

THE ARK – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
CHRISTIAN SLATER scheint Gefallen an günstig produzierten Horrorfilmen gefunden zu haben. Jetzt sieht er sich mit einem bösartigen Killer-Alien konfrontiert. Düsterer Sci-Fi Thriller in der Tradition der ALIEN-Filme – kurzweilig, spannend und ziemlich böse.
 
 
 


 
 
 

THE ARK – Zensur

 
 
 
Da der Film eher auf Atmosphäre Wert legt und sich die wenigen Gewaltszenen überschaubar über den Film verteilen, hat THE ARK problemlos eine ungeschnittenen Jugendfreigabe erhalten. Der Film ist nicht wesentlich brutaler als die bekannten ALIEN-Filme mit SIGOURNEY WEAVER, so dass er ungeschnitten mit FSK16 in den Handel kommt.
 
 
 
 


 
 
 

THE ARK – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Stranded; USA 2013

Genre: Horror, Thriller, Science Fiction

Ton: Deutsch+Englisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer zum Film in Deutsch und Englisch, Trailershow zu weiteren Filmen aus dem Hause SUNFILM/TIBERIUS FILM

 
 
 
Was die Technik betrifft, kann man mit Scheiben aus dem Hause SUNFILM/TIBERIUS FILM eigentlich nichts falsch machen. Auch wenn vielleicht nicht immer jeder Film des Labels auf Zuspruch stößt, versucht der Anbieter zumindest auf technischer Ebene zu punkten. Im Falle von THE ARK wird dem Filmfreund erneut ein ansprechendes Bild und satter Ton geboten. Zwar ist der Schwarzwert nicht gerade das Gelbe vom Ei und driftet oft ins gräuliche ab; er verschluckt aber dennoch kaum Details. Die Schärfe ist solide und lässt immer wieder kleine Details erkennen. Für ein kleines B-Movie wie THE ARK reicht das aber auch vollkommen aus. Auf tonaler Ebene zieht THE ARK alle Register. Die permanente Hintergrundbeschallung mit allerhand basslastigen Geräuschen lässt Grusel-Feeling aufkommen. Zudem wird der Subwoofer hin und wieder gefordert, so dass behauptet werden kann, dass der Ton dieser Scheibe als sehr gut zu bewerten ist. Leider schaut es bei den Extras weniger glanzvoll aus. Hier werden dem Filmfan gerade einmal Trailer geboten – mehr gibt es nicht. Sehr bedauerlich. Immerhin hat SUNFILM/TIBERIUS FILM an ein Wechselcover gedacht.

 
 

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THE ARK – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Apollo 18 (2011)

Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979)

Species (1995)

Prometheus (2012)

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3 Antworten

  1. Oh je, was sollte das denn werden?

    Schon im Einstig haben die (grundsätzlich lobenswerten) Modell-Effekte einen ziemlichen „Godzilla“-Charme. So etwas muss heute nicht mehr sein. Schön ist auch die Verwechselung von Kohlendioxid und Kohlenmonoxid (nein, das war nicht die Synchronisation). Dabei ist das Produktionsdesign der Räumlichkeiten eigentlich wieder ganz ok.

    Der Film gehört so in die Ecke „Levithan“, „Dark side of the moon“, „Species“ und „Das Ding aus einer anderen Welt“. Nur eben viel, viel schlechter. Geradezu unglaublich schlecht: ein außerirdisches Wesen gelangt während eines Meteoritensturms als Sporen in eine Mondstation. Die Besatzung infiziert (resp dezmiert) sich nach und nach durch nicht zu überbietende Dämlichkeit und garniert das mit dümmlichen Dialogen. Dazwischen gibt’s den einen oder anderen Glitsch- und Ekel-Effekt. Slater hat immer genau dann eine Waffe in der Hand, wenn eine keine braucht. Umgekehrt genau so. Das offene Ende müffelt nach Fortsetzung (und das Monster sieht nach Blade II aus).

    Ich hab’s nur mit schnellem Vorlauf bis zum Ende geschafft.

    Kein Film den irgend jemand braucht.

    Gefällt mir

    31. Mai 2017 um 18:53

  2. Cunningham

    Eine viel zu beschönigende Kritik. Der Film ist einfallslos bis ins Mark und „glänzt“ mit nicht zu überbietender Einfallslosigkeit. Nur völlig anspruchslose und cineastisch völlig unerfahrene Zuschauer können diesem unglaublich dummen Streifen auch nur einen Hauch von Spannung abgewinnen. 0 / 10 Punkten für diesen Müll.

    Gefällt mir

    3. Juni 2013 um 03:02

    • flimmerstunde

      Auch hier scheint mir wieder unverständlich, warum es immer wieder Leute gibt, die partout nicht verstehen möchten, dass die Filmgeschmäcker schlichtweg verschieden sind.

      Gefällt mir

      3. Juni 2013 um 16:23

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