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Filmreview: „World War Z“ (2013)

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WORLD WAR Z

Story

 
 
 
Gerry (Brad Pitt) und Karen Lane (Mireille Enos) fahren mit Ihren beiden Töchtern in die Innenstadt Philadelphias, als sie plötzlich ins Verkehrschaos geraten. Die Frage nach der Ursache stellt sich nicht lange: Aggressive und blutrünstige Virusinfizierte, die sich mit jedem Biss rasend schnell vermehren, attackieren die Stadt. Mit allen Mitteln versucht der ehemalige UN-Spezialagent Gerry seine Familie aus dem unvorstellbaren Chaos in Sicherheit zu bringen. Dies gestaltet sich denkbar schwer, da die Zombies schneller und stärker als nicht-mutierte Menschen sind. Schließlich wird die Familie zusammen mit anderen Überlebenden auf einen Flugzeugträger mitten im Ozean gebracht, wo sie sich in Sicherheit wähnt. Gerry muss, um den Schutz seiner Familie zu gewährleisten, im Auftrag der UN ein Mittel finden, um das Virus zu stoppen. Es bleiben ihm nur noch 90 Tage, bevor es dafür endgültig zu spät ist. Ein aufregender Wettlauf gegen die Zeit beginnt …
 
 
 


 
 
 

WORLD WAR Z – Kritik

 
 
 
Das Zombiegenre ist so beliebt wie seit den 70ern nicht mehr. Langsam schlurfend, frei von Intelligenz oder Emotion, sind die lebenden Toten unentwegt auf der Suche nach menschlichem Frischfleisch und breiten sich dabei rapide aus. Die letzten Überlebenden kämpfen auf der Suche nach einem sicheren Ort vor der geifernden Bedrohung. So kennt und liebt der Zombiefan seine wandelnden Toten und wurde vor allem in den letzten Jahren mit einer wahren Schar blutrünstiger Werke versorgt. So erzielte beispielsweise die amerikanische Fernsehserie THE WALKING DEAD die Topquoten im Pay-TV. Zwar erfindet auch WORLD WAR Z die Sparte nicht neu, doch man darf sich auf viele Innovationen freuen, die den Hollywoodstreifen zumindest aus der Masse hervorstechen lassen. WORLD WAR Z ist trotz der negativen Kritik im Vorfeld ein überraschend cleverer, fesselnder und phantasievoller Beitrag zum Zombie-Genre.
 
Zunächst zeichnet die Geschwindigkeit in der alles abläuft, den Film besonders aus. Ganz anders als in den meisten älteren Zombiestreifen schlurfen, die Infizierten hier nicht schleppend durch die Gegend – darauf wartend, dass panische Dummköpfe unüberlegt in ihre Arme rennen, sondern stürmen in enormem Tempo durch die Städte. Unaufhaltsam, ohne Ablenkung jagen sie jeden Nichtinfizierten. Das Filmtempo scheint sich den Zombies anpassen zu wollen: Auf eine lange Einführphase oder große ruhige Abschnitte wird weitestgehend verzichtet. Auch der sicherste oder isolierteste Ort bietet keinen unüberwindlichen Schutz. Normalerweise würde man ein Dutzend oberflächlicher Charaktere erwarten, deren klischeehafte und vor allem kurze Filmleben keine tiefere Beziehung zum Zuschauer erlauben und deren Ableben somit kaum Mitgefühl auslöst. Glücklicherweise hat man diesen Qualitätseinbruch verhindert. Denn während der kompletten 113 Filmminuten folgt man konsequent nur einem einzigen Protagonisten. Und das funktioniert. Obwohl schon wenige Minuten nach der Öffnung des Kinovorhangs die Katastrophe beginnt und kein langer Einblick in das Alltagsleben der Familie Lane gewährt wird, baut sich trotzdem eine spannungsgeladene Verbindung zu der Hauptfigur Gerry auf. Und das ist in diesem Genre inzwischen nicht mehr selbstverständlich. Handelt es sich doch meist um einfältige Pinsel die, ohne zu überlegen, panikgetrieben in ihren sicheren Tod rennen, während die Zuschauer nur mit dem Kopf schütteln. Bei WORLD WAR Z wurde den Charakteren glücklicherweise Intelligenz geschenkt und ihre Handlungen meist logisch, überlegt und nachvollziehbar gezeichnet. Danke hierfür. Allerdings liegt der Fokus eben nur auf Gerry Lane. Über die Geschichte, Motive und Nebenfiguren erfährt man kaum etwas. Der Titel verspricht, dass es global wird und er verspricht nicht zu viel. So wird das Publikum an unterschiedliche Schauplätze der ganzen Welt geführt. Die Personen, denen man dort begegnet, wurden glücklicherweise mit Schauspielern aus den jeweiligen Ländern besetzt um so eine hohe Authentizität zu erreichen und um schlecht nachgeahmte Akzente zu vermeiden – zumindest in der Originalfassung. Zur Glaubhaftigkeit hat vor allem auch beigetragen, dass die Macher viel Mühe darin investiert haben, die Zombiemythologie wissenschaftlich zu begründen. Dafür wurden Experten unter anderem für Infektionskrankheiten, Entomologie oder Parasitismus zu Rate gezogen. So wird der Zombiefan nicht nur mit Theorien und Erklärungen über Ursprung und Wirkung des Virus beschenkt – was durchaus eine Seltenheit im Genre ist. Darüber hinaus klingen sie auch noch plausibel und einleuchtend. Der Horrorfaktor ist bei WORLD WAR Z eher ein Actionfaktor. So finden neckisch herumwedelnde Eingeweide, endlose Wellen aus Blut und kreatives Zombiezermansche wesentlich weniger Screentime als in vergleichbaren Filmen. Allerdings hat man für kreative Tötungsideen oder große Präsentationen von halb verwesten Menschenfressern auch kaum Zeit. Rennen, losschießen, rennen, verstecken, rumballern, noch mehr rennen, schleichen und doch wieder rennen. Die Handlung ist packend, dramatisch, der Puls erreicht durchweg Höchstwerte und ja, es wird auch wirklich viel gerannt. Dennoch gibt es auch Schleichpassagen in denen jede falsche Bewegung die Aufmerksamkeit der wilden Horde auf sich lenken könnte und damit den sicheren Tod bedeutet. Somit ist für Jeden etwas dabei um die Blutpumpe ordentlich zu beanspruchen.
 
Es wird auf intensive Brutalität und krasse Ekelmomente verzichtet, wohl auch zugunsten der Jugendfreigabe ab 16, was dank der Dynamik nicht wirklich auffällt und somit kaum zu Lasten fällt. Marc Fosters buchabweichende Filmumsetzung von WORLD WAR Z ist eine gelungene Erfrischung im Filmgenre der lebenden Toten. Mit seinem fesselnden Verlauf, intelligenten Protagonisten und übermenschlichen Infizierten sorgt die fast zweistündige Hetzjagd um die Welt für gelungene Unterhaltung. Auch geeignet für Zombiefans mit schwachen Magen. Leute mit schwachen Herzen sollten den Kinosaal allerdings meiden.
 
 
 


 
 
 

WORLD WAR Z – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Ein spannendes und atemberaubendes Erlebnis, an dem Action- und auch erfahrene Zombieanhänger trotz weniger Ekelmomente (oder gerade deswegen) ihre wahre Freude haben werden.
 
 
 


 
 
 

WORLD WAR Z – Zensur

 
 
 
Der Film erscheint in Deutschland vollkommen ungeschnitten und ist sogar für Jugendliche geignet. WORLD WAR Z ist frei ab 16 Jahren!
 
 
 


 
 
 

WORLD WAR Z – Trailer

 
 

 
 

Sören C.

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Purge – Die Säuberung (2013)

28 Days Later (2012)

28 Weeks Later (2007)

Resident Evil (2002)

I Am Legend (2007)

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Eine Antwort

  1. Pingback: Kinohit WORLD WAR Z – schon über 1 Mio. Zuschauer in Deutschland | Paramount Pictures Germany

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