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Filmreview: „The Prank – Der Streich“ (2013)

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THE PRANK – DER STREICH

Story

 
 
 
Connor (Nick Renaud), Jordan (Henry Monfries) und Chunk (Gemmenne de la Pena ) sind drei Außenseiter, wie man sie an jeder Schule findet. Gerade Connor hat es im letzten Highschool-Jahr besonders schwer, muss er seit vielen Jahren die Demütigungen der Mädchenhelden Dax (Alastair Ferrie) und Omar (Rene Cadet) über sich ergehen lassen, die ihm zuletzt sogar ohne ersichtlichen Grund das Nasenbein gebrochen haben. Damit soll jetzt endgültig Schluss sein. Zusammen mit seinen besten Freund Jordan plant er, den beiden Proleten einen Streich zu spielen. Kaum ist eine Peinlichkeit auf Video gebannt, ist Dax darüber so rein gar nicht erfreut und und fordert Rache. Doch die Vergeltung findet einen unvorhersehbaren Ausgang …
 
 
 


 
 
 

THE PRANK – Kritik

 
 
 
Viele werden sich vermutlich gern an die herrlich unbeschwerte Jugendzeit zurückerinnern. Jene Zeit, in der die Welt scheinbar noch in Ordnung und weniger sorgenreich war und sich Jugendliche mit anderen Problemen konfrontiert sahen, als sie es als Erwachsene heute tun. Der Film THE PRANK – DER STREICH (Originaltitel: PRANK) dokumentiert in wackeligen und amateurhaften Bildern, mit welchen Konflikten sich Teenager auseinandersetzen müssen und zu welch schwerwiegenden Folgen die oftmals kränkenden Hänseleien führen können. Im Mittelpunkt der Geschehnisse stehen drei Außenseiter, die in ihrem bisherigen Leben nur wenig Freude gehabt haben. Sie werden nicht nur in der Schule gemieden, sondern auch von weniger intelligenten Altersgenossen zur Belustigung der Allgemeinheit gedemütigt und gemobbt. Grund genug, es den Übeltätern mit einem makabren Streich heimzuzahlen, der aber nicht die erhoffte Genugtuung bringt, die die drei Freunde vermutlich erwartet haben.
 
Nein, THE PRANK – DER STREICH ist keiner dieser üblichen Slasher, in denen sich unscheinbare Nerds zu wahrhaftigen Racheengeln aufspielen und ihren Kampf gegen die Ungerechtigkeit antreten. Vielmehr handelt es sich bei diesem Film um eine mehr oder weniger rabenschwarze Komödie, bei der dem Zuschauer wahrhaftig das Lachen im Halse stecken bleibt. Als Found-Footage-Movie getarnt, präsentiert uns Regisseur und Drehbuchautor YIUWING LAM einen ziemlich seltsamen Vertreter seiner Gattung, der sich bei allerlei Genres bedient und sich am Ende doch irgendwie nicht entscheiden kann, was er denn nun eigentlich sein möchte. Hier werden Elemente aus gängiger Terror- und Folterware ausgeliehen und mit kontroverser Alltagsproblematik und bitterbösen Humor zu einem schwerverdaulichen Drama vermischt. YIUWING LAM, der sich sein bisschen Filmerfahrung bisher nur durch Kurzfilme aneignen konnte, gibt mit THE PRANK sein Spielfilmdebüt und trifft damit sogar gleich ins Schwarze. Das mag vor allem daran liegen, dass seine Geschichte zwar konventionell klingt, aber bei weitem nicht das ist, was sie für den Zuschauer vorerst zu sein scheint: ein üblicher Revenge-Thriller. Hier erleben wir ein durchweg erfrischendes Szenario, dass mit unvorhersehbaren Wendungen gespickt wurde und den Zuschauer auf allerhand falsche Fährten lockt, nur um ihm am Ende rücksichtslos in die Magengegend zu boxen. Der Einsatz aktuell so beliebter und leider auch durchweg gehasster Wackelcam-Bilder ist in THE PRANK einmal mehr Thema, kommt dem Film aber recht gelegen, denn dadurch wirken die Geschehnisse authentischer. Auch wenn nicht immer nachvollziehbar scheint, warum in einigen unangenehmen Momenten die Kamera immer noch die Handlung filmen muss. Immerhin schafft es LAM, die gesamte Laufzeit über ein merklich konstant auftretendes, ungutes Magengefühl beim Zuschauer zu verursachen, der so rein gar nicht glauben möchte, was da im Verlauf der Handlung auf der Mattscheibe passiert. Die beiden Freunde überwältigen den aufgebrachten Muskelprotz und schleifen ihn in den Keller, wo er an einem Stuhl festgebunden fragwürdiges über sich ergehen lassen muss. Was anfänglich eigentlich nur Einschüchtern soll, gerät wenig später vollends aus den Fugen.
 
Natürlich wird hier nicht die Erwartungshaltung des blutgierigen Horrorfans befriedigt. THE PRANK – DER STREICH ist kein zeigegeiler Folteraufguss. Das intelligente Szenario kommt fast gänzlich ohne Ekeleffekte aus. Hier werden bevorzugt die Resultate der Demütigungen bebildert, die Opfer DAX an den Rand seiner Kräfte zwängen. Das wirkt zwar für den routinierten Allesseher wenig reißerisch und ist kein Vergleich zu Stoff wie ELI ROTH`s HOSTEL; dennoch dürften gerade zartbesaitete Filmfreunde mit den (im Vergleich zu ähnlichen Folterfilmen) zurückhaltenden Erniedrigungen am Unsympathen DAX so ihre Probleme besitzen. Auch wenn der Zuschauer am Ende mit einem ziemlich überraschenden Twist zu kämpfen hat, der die bisherigen Gegebenheiten aus einer ganz anderen Perspektive schildert, bleibt THE PRANK nicht frei von Ungereimtheiten. Zwar sind die schauspielerischen Leistungen für einen Low-Budget-Indie wie THE PRANK bemerkenswert, können aber nicht hinwegtäuschen, dass viele Interaktionen der wenigen Figuren ziemlich unglaubhaft wirken. Da wäre vor allem die Vorgehensweise der beiden Außenseiter CONNOR und JORDAN zu nennen, die zwar ziemlich nerdig wirken, aber im Verlauf der Handlung eine etwas seltsam anmutende Verwandlung durchleben. Anfänglich zurückhaltend und verängstigt, wächst gerade JORDAN im Verlauf der Handlung über sich hinaus und offenbart dem Zuschauer schnell, dass da mit dem vermeintlich geradlinigen Handlungsstrang irgendetwas nicht zu stimmen scheint. Auch wenn THE PRANK – DER STREICH zu keiner Zeit einen wirklichen Standpunkt einnehmen möchte und dem Filmfreund im Verborgenen bleibt, was Regisseur LAM denn nun eigentlich (wenn denn überhaupt) mit THE PRANK aussagen wollte, so bleibt ein ziemlich spannender Filmbeitrag, der sich wohlwollend vom üblichen Einheitsbrei abhebt.
 
 
 


 
 
 

THE PRANK – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Kontroverser Indie-Geheimtipp. THE PRANK – DER STREICH ist ein kleiner Beitrag mit allerhand überraschenden Wendungen, der sich in kein Genre zwängen lässt. Mit Handkamera gefilmt, wird hier die Geschichte über Mobbing, Rache und eine Freundschaft geschildert, deren Vertrauen rasch auf eine harte Probe gestellt wird. Wer außergewöhnliche Filme jenseits des Mainstreams sucht, ist hier genau richtig!
 
 
 


 
 
 

THE PRANK – Zensur

 
 
 
Zwar ist THE PRANK – DER STREICH nicht sehr brutal oder zeigefreudig, dennoch ist das hier bebilderte Geschehen ziemlich haarsträubend. Auch einige grafischen Szenen gibt es zu sehen (wenn diese auch nicht sonderlich hart auf den „geübten“ Horrorfilmfan wirken). Trotzdem wurde THE PRANK in seiner ungeschnittenen Form in Deutschland bereits ab 16 Jahren freigegeben. Etwas verwunderlich, da die FSK mit ähnlichen Themen in der Vergangenheit immer ziemliche Probleme hatte. Den Horrorfan kann es egal sein und sich auf ungeschnittene Horrorware freuen. Wir wünschen schaurige Unterhaltung!
 
 
 


 
 
 

THE PRANK – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Sunfilm / Tiberius Film GmbH

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Prank; USA 2013

Genre: Horror, Thriller, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1, Englisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 82 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailershow, Trailer

Release-Termin: 04.12.2014

 

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THE PRANK – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
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Carrie – Des Satans jüngste Tochter (1976)

Carrie 2 – Die Rache (1999)

Patrick (1978)

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