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Filmreview: „Dead Souls“ (2012)

dead souls 2012
 
 
 

DEAD SOULS

Story

 
 
 
Johnny Pietrie (Jesse James) erbt an seinem Achtzehnten ein mysteriöses Anwesen, in dem sich kurz nach seiner Geburt Schlimmes zugetragen hat: Vater Benjamin Conroy tötete im Wahn die gesamte Familie. Nur Johnny konnte vor dem Massaker geschützt werden und wuchs bei Pflegeeltern auf. Jetzt begibt er sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit und stößt dabei auf ein finsteres Familiengeheimnis, das sich für den unwissenden Johnny bald zur tödlichen Bedrohung entwickelt…
 
 
 


 
 
 

DEAD SOULS – Kritik

 
 
 
COLIN THEYS ist ein im Horror-Genre geradezu festgefahren Filmemacher. Nach seinem Creature-Trash BANSHEE – DER SCHREI DER BESTIE (2008) und dem Zombie-Thriller REMAINS OF THE WALKING DEAD (2011), widmet er sich mit DEAD SOULS erneut der Sparte und scheint dabei in die Fußstapfen bekannter Horror-Regisseure treten zu wollen, die eine Vorliebe für Phantastisches besitzen und ausschließlich solcherlei Filme drehen wollen. Trotz gerade einmal 28 Lenzen hat der Amerikaner schon allerhand Filmluft schnuppern und sich u.a. durch Arbeiten als Visual-Effects-Künstler, Regisseur, Produzent und Schauspieler ein umfangreiches Fachwissen aneignen können. Auch wenn er bisher nur Horrorfilme realisieren konnte und eigentlich eine Leidenschaft für Science-Fiction hegt, erfüllte er sich 2010 einen Traum und drehte im bevorzugten Genre den B-Movie-Spaß ALIEN OPPONENT, der aber in hiesigen Gefilden vergebens auf eine Auswertung wartet. Erstaunlicherweise hat sich THEYS bisher technisch durchaus weiterentwickeln dürfen, denn bereits REMAINS und DEAD SOULS zeugen, trotz mageren Budgets, von beachtlicher Fingerfertigkeit und schauen erstaunlich hochwertig aus – was man gerade von Filmen, die direkt für den Heimkinomarkt produziert werden nur selten behaupten kann. Nach Aliens, geifernden Monstern und sabbernden Zombies rückt jetzt der Spukfilm ins Interesse des Regisseurs. Sichtlich von der THE AMITYVILLE HORROR-Filmreihe inspiriert, hat er sich mit DEAD SOULS für die filmische Adaption eines Romans von MICHAEL LAIMO entschieden und versucht nun als subtiler Grusel-Maestro die Fan-Gunst zu gewinnen. Interessanterweise handelt es sich bei DEAD SOULS um die zweite Auftragsarbeit des amerikanischen CHILLER-TV-Senders, quasi das Äquivalent zum SCI-FI-CHANNEL, der das Programm vornehmlich mit Horrorfilmen und Thrillern befüllt und nun sogar selbst Filme produziert. Während der erwähnte SCI-FI-CHANNEL vornehmlich durch schlechten aber gleichzeitig immer besser beworbenen TV-Trash von sich hören macht, versucht der CHILLER immerhin mit ernstzunehmenden Produktionen zu punkten.
 
So ambitioniert die Idee, so ideenlos die Umsetzung dieses aktuellen Werks von CHILLER FILMS. Gut, DEAD SOULS sieht für einen B-Movie-TV-Heuler beachtlich düster aus und auch die Score braucht sich vor ähnlichen Mainstreamproduktionen nicht zu verstecken. Dennoch; es will einfach nichts Packendes passieren und das, obwohl der Film mit seinem tobenden Prolog vielversprechend beginnt. Wir erleben Vater Benjamin Conroy, der im rituellen Wahn die gesamte Familie ausradiert. Einzig Baby Johnny kann in Sicherheit gebracht werden und wächst fortan bei Adoptiveltern auf. Achtzehn Jahre später beginnt die eigentliche Geschichte und Johnny (JESSE JAMES) erhält einen Brief, in welchem er erfährt, dass er sein Erbe antreten soll: ein altes Anwesen tief im Wald, in dem zu seiner Zeit das schreckliche Verbrechen begangen wurde. Adoptivmutter Mary Petrie (GERALDINE HUGHES) findet das natürlich rein gar nicht lustig und erleidet nach Info über das Erbe kurzum einen Schwächeanfall, worauf sie für einige Tage in das naheliegende Krankenhaus gebracht wird. Johnny scheint nicht wirklich berührt, ist doch Stiefmutter Mary ein Hypochonder, wie er im Buche steht. Neugierig, die eigene Vergangenheit aufzuarbeiten, reist er zu jener alten Hütte aus seiner Kindheit und stößt dort nicht nur auf die fremde Emma (MAGDA APANOWICZ), die sich seit einigen Tagen als Hausbesetzerin in der vermeintlich leerstehenden Behausung versteckt hält, sondern auch auf eine Scharr aufgebrachter Bürger der Gegend, die keinen Nachfolger der Conroy-Sippschaft in ihrem friedlichen Örtchen dulden wollen. Damit das Kischee-Handbuch für routinierte Geisterjäger auch mit allerhand bekanntem vollgestopft werden kann, gesellen sich zu besessenen Hunden und ominösen Visionen auch schnell allerhand paranormale Ereignisse und Unmengen von Krähen, die stets als Vorbote des bevorstehenden Unheils durch das Bild flattern und Johnny dazu bewegen, das unheimliche Familienrätsel lösen zu wollen.
 
Spektakulär sieht anders aus und wirklich spannend wollen die Ereignisse rund um das alte Gemäuer nicht werden. Vielmehr will der Zuschauer das Gefühl nicht loswerden, man hätte für DEAD SOULS etwas zu ehrgeizig auf das bekannte AMITYVILLE-Spukhaus-Franchise geschielt. Eigenständige Ideen sucht man vergebens. Stattdessen wird ein regelrechtes Best Of gängiger Gruselzutaten auf Film gebannt, was nicht selten erheblich ermüdend und vorhersehbar wirkt. Schade eigentlich, denn den Szenenbildner allein ist es zu verdanken, dass DEAD SOULS zumindest optisch ein Hochgenuss bleibt. Die haben durchaus Liebe zum Detail bewiesen und begeistern mit wirklich schauderhaften Kulissen, die mit Einfallsreichtum und Kreativität eine beachtlich morbide Atmosphäre erzeugen. Das beginnt mit herrlich vergilbten Tapeten und endet in steriler Krankenhaus-Kulisse, durch deren Gänge eine krächzende Krähe stiefelt. Auch wenn Regisseur COLIN THEYS mit DEAD SOULS auf technischer Seite beweist, dass günstig produzierte Filme nicht zwangsläufig minderwertig aussehen müssen, so ist doch bedauerlich, dass sein neuster Beitrag uninspirierte Durchschnittsware ist, die nicht lange im Gedächtnis haften bleiben wird. Ganz nach der Devise „Außen hui – Innen pfui“, erleben wir mit DARK SOULS einen zwar technisch versierten und solide umgesetzten Geisterfilm der wahrlich schick wirkt; inhaltlich ist hier aber „tote Hose“, so dass dieser Budenzauber kaum einen Filmfreund vom Hocker reißen wird.
 
 
 


 
 
 

DEAD SOULS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
EVIL DEAD meets THE AMITYVILLE HORROR. Solider Spukfilm, der zwar erstaunlich schick und unheimlich ausschaut, aber der keine eigenständigen Ideen liefert. Hier werden die besten Szenen bekannter Geisterfilme zusammengetragen und formschön aufbereitet – neu und sehenswert ist das nicht wirklich, gruselig erst recht nicht!
 
 
 


 
 
 

DEAD SOULS – Zensur

 
 
 
DEAD SOULS ist relativ blutleer. Hier handelt es sich um einen subtilen Geisterfilm, in dem kaum Blut fließt. Von daher wurde DEAD SOULS ungeschnitten und frei ab 16 Jahren in Deutschland veröffentlicht. Dennoch ACHTUNG: Die Heimkinofassung trägt trotz 16er-Freigabe den rote KJ-Flatschen. Grund hierfür: Das Bonusmaterial der Scheibe.
 
 
 


 
 
 

DEAD SOULS – Deutsche Blu-ray

 
 
 

dead-souls-blu-ray

(c) Justbridge Movies

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dead Souls; USA (2012)

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: FSK18 – Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung) – Film ist jedoch FSK16

Verpackung: Amaray

Extras: Trailer

Release-Termin: 12.09.2014

 
 
 

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DEAD SOULS – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
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The Amityville Horror (1979)

The Amityville Horror (2005)

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