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Filmreview: „The Bates Haunting“ (2012)

bates-haunting
 
 
 

THE BATES HAUNTING

Story

 
 
 
In einer zur Geisterbahn umgebauten Farm ist der Wurm drin. Das bemerkt auch Agnes Rickover (Jean Louise O’Sullivan), die dort ihren neuen Job antreten soll. Zu allem Überfluss musste an jenem ungewöhnlichen Ort ein Jahr zuvor Agnes’ beste Freundin ihr Leben lassen. Kaum hat der erste Arbeitstag begonnen, geschehen allerhand mysteriöse Dinge …
 
 
 


 
 
 

THE BATES HAUNTING – Kritik

 
 
 
Es ist in Genrekreisen keine Seltenheit mehr, dass ausgefuchste Studios versuchen den Zuschauer für dumm zu verkaufen. Da wird an vielversprechenden Titeln gefeilt, um den Horrorfilmfan zackig in den Kinosessel zu bewegen. Der bekommt dann leider relativ oft geboten, was er eigentlich gar nicht sehen wollte. THE BATES HAUNTING ist wieder einmal so ein typischer Fall dreister Abzocke. Da zeichnet sich auf dem Filmplakat die Silhouette einer messerschwingenden Person hinter dem Fenster eines gruseligen Hauses ab, das ganz nebenbei auch noch eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Gebäude aus Hitchcocks Thriller PSYCHO vorweist. Der raffiniert gewählte Titel legt tatsächlich die Vermutung nahe, dass dem Filmfreund mit THE BATES HAUNTING ein indirekter Ableger des beliebten Franchise geboten wird. Und dennoch: der vorliegende Slasher hat nicht im Geringsten irgendetwas mit dem wegweisenden Kultwerk gemein. BYRON TURK, der kreative Kopf hinter dieser Mogelpackung, hat schon an viel TV-Quark mitgewerkelt und gibt mit besagtem THE BATES HAUNTING seinen Regie-Einstand. Zusammen mit unbekannter Besetzung und einer handvoll grausiger FX wagt er nun den ersten Versuch, mit seinem Debüt die Aufmerksamkeit der Horrorgemeinde zu gewinnen.
 
Im Mittelpunkt des Films steht die rebellische Kleinstadtpomeranze Agnes Rickover (JEAN LOUISE O´SULLIVAN), die vor genau einem Jahr erleben musste, wie die beste Freundin in einem Halloween-Freizeitpark verbrannte. Seither wird sie von Albträumen geplagt und findet auch in ihrem alten Job keine Erfüllung. Den lässt sie gewissenlos sausen und wird wenig später von Daddy höchstpersönlich zu einem Job in eben jenem Vergnügungspark verdonnert. Doch irgendwas scheint nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Denn mit Agnes’ Ankunft passieren seltsame Unfälle, die sich keiner der Anwesenden erklären kann. Zudem verschwinden plötzlich einige Angestellte unter mysteriösen Umständen, was darauf hindeutet, dass in diesem Park einiges im Argen liegt.
 
Gedreht wurde dieser bedeutungslose Slasher in einem Freizeitpark in Glen Mills, Pennsylvania, der unter dem glorreichen Namen THE BATES MOTEL AND HAUNTED HAYRIDE zu einer örtlichen Attraktion gehört und alljährlich pünktlich zum Gruselfest tausende Schaudererprobte aus dem ganzen Land zum unheimlichen Stelldichein lädt. Hier werden Reisende auf dem Anhänger eines Traktors durch die jeweiligen Szenarien inmitten einer abgelegenen Farm gekarrt, wobei zig Schauspieler in aufwendig gestalteten Kostümen damit beschäftigt sind, das zahlende Publikum zu Tode zu erschrecken. Macher BYRON TURK sah in der Idee hinter dieser real life Geisterbahn genug Potenzial für einen abendfüllenden Langfilm, wobei er viele der vorhandenen Requisiten des Park-Eigentümers sogar für seinen Film nutzen und dabei sogar noch eine Menge Kohle sparen konnte. Anders hätte WELCOME TO THE BATES MOTEL, so der ursprüngliche Titel, vermutlich auch gar nicht umgesetzt werden können, denn der Zuschauer bemerkt schnell, dass das Indiemovie arg unter dem nicht vorhandenen Kapital gelitten haben muss. Etwas lieblos ist THE BATES HAUNTING geraten. Die Darsteller wirken blass und untalentiert. Der Umsetzung mangelt es an Spannung und Raffinesse. Immerhin stimmen die wenigen Spezialeffekte. Hier ist der eigentliche Reiz dieses solide abgedrehten aber eigentlich vollkommen überflüssigen Meuchelfilms zu suchen. Während Protagonistin Agnes damit beschäftigt ist, ihre Aufgaben in der Anlage gewissenhaft zu erledigen, werden die wenigen Angestellten in ominöse Unfälle verwickelt und müssen mit dem Leben bezahlen. Da wird Personal mit einer Kreissäge in zwei Stücke zerteilt; ein Anderer mittels Guillotine einen Kopf kürzer gemacht. Die Vorfälle passieren allesamt vor den Augen der nervenstarken Besucher, die selbstverständlich – wie in H.G. Lewis Frühsplatter THE WIZARD OF GORE – der Meinung sind, dass die Morde zum spektakulären Show-Programm gehören. Slashertypisch bleibt bis kurz vor Ende ungeklärt, wer den Schabernack veranstaltet hat, wobei dem Zuschauer nicht unbemerkt bleibt, dass die Auflösung des Spuks bereits von Anfang an ersichtlich ist. Unterm Strich bekommt der Filmfreund hier geistlosen Standardbrei geboten, der trotz gut getrickster Gewaltexzesse und recht gelungenen Schreckmomenten kaum Nennenswertes zu bieten hat, auf das sich der Fan freuen dürfte.
 
 
 


 
 
 

THE BATES HAUNTING – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Schockreicher Slasher mit beachtlichem Blutgehalt, der aber unter der etwas lieblosen Inszenierung und seinem kaum vorhandenen Budget zu leiden hat. Auch wenn der Geisterbahnbesitzer scherzhaft im Film meint: „Yeah, I’m pretty far from Norman Bates. You can call me …normal Bates?“ so ist das irreführende Filmplakat und die hinterlistige Titelgebung für den zahlenden Kunden überhaupt nicht mehr lustig.
 
 
 


 
 
 

THE BATES HAUNTING – Zensur

 
 
In THE BATES HAUNTING gibt es für Splatterfreunde so einiges so sehen. Es wird ein Leib mittels Sägeblatt zerteilt und ein Paar wird mit einer Erntemaschine in die ewigen Jadggründe befördert. Zwar sind die wenigen Effekte überschaubar, dürften jedoch dafür sorgen, dass THE BATES HAUNTING hierzulande nur von volljährigen Filmfans gekauft werden darf. Wir gehen von einer ungeschnittenen KJ-Freigabe aus.
 
 
 


 
 
 

THE BATES HAUNTING – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Jack the Reaper – Jahrmarkt des Grauens (2011)

Silent Night (2012)

ChromeSkull: Laid to Rest 2 (2011)

Urban Explorer (2011)

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