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Filmreview: „5 Souls“ (2011)

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5 SOULS

Story

 
 
 
Noahs (Ian Bohen) Leben ist in Gefahr. Das Böse (Steven Schub) höchstpersönlich will sich seine Seele unter den Nagel reißen, bietet dem reichlich verängstigten Noah aber wenigstens einen perfiden Deal an: er soll fünf unschuldigen Menschen das Leben nehmen, um sein eigenes retten zu können …
 
 
 


 
 
 

5 SOULS – Kritik

 
 
 
5 SOULS-Initiator BRETT DONOWHO ist zwar neu hinter der Kamera; unbekannt in der Filmwelt ist er trotzdem nicht. Bereits als junger Kerl hat er hin und wieder in eher anspruchslosen Serien mitgewirkt und war sogar in der Kult-Show PARKER LEWIS – DER COOLE VON DER SCHULE zu sehen. Irgendwann waren ihm derlei TV-Kurzauftritte vermutlich nicht mehr genug, so dass er eigene Filme drehen und produzieren wollte. So macht er sich an die Arbeit und fertigte im Jahr 2011 mit 5 SOULS seinen ersten Spielfilm. Doch bevor das Werk überhaupt auf den Videomarkt kommen sollte, schaffte es der Regisseur mit dem unsäglich schlechten Found-Footage-Film THE SPEAK (2011) noch schnell, einen Platz auf dem erfolgreichen Wackelkamera-Express zu ergattern. Erst als er mit dem passablen Geisterflick A HAUNTING AT SILVER FALLS (2013) ein paar Dollar einfahren konnte, kommt nun auch sein Erstling mit knackigen zwei Jahren Verspätung zu einer amerikanischen Heimkinoveröffentlichung.
 
Die Geschichte von 5 SOULS ist komplexer als erwartet, denn der Zuschauer erlebt das ultimative Martyrium des smarten Architekten Noah (IAN BOHEN), der sich vor seinen Flitterwochen noch schnell impfen lassen möchte. Doch die Hochzeitsreise muss auf unbestimmte Zeit verschoben werden, denn Noah fällt nach der Schutzimpfung kurzerhand ins Koma und begegnet dem Teufel höchstpersönlich (STEVEN SCHUB), der den adretten Schönling mit seiner skrupellosen Vergangenheit konfrontiert. Anders als der Zuschauer erwartet hätte, hat der Held der Geschichte nämlich gehörig Dreck am Stecken und ist Verursacher mehrerer Unfälle. Aufgrund minderwertiger Bausubstanz sind zwei Gebäude zusammengestützt, in denen Frau und Kind des Ex-Polizisten Sam (STEVE BASIC) ihr Leben lassen mussten. Der ringt verzweifelt nach Erklärungen und findet heraus, dass die Ursache des Übels beim korrupten Bauunternehmer David Bickman (CHARLES SOLOMON Jr.) zu suchen und Noah in dessen miese Machenschaffen involviert gewesen ist. Die Firma des gerissenen Geschäftsmannes errichtet günstige Immobilien und versucht mit wenigen Investitionen möglichst viel Umsatz zu machen. Während Sam zusammen mit Polizistin Sarah (ALLISON MCATEE) erste Ermittlungen anstellt, hat Komapatient Noah ganz andere Sorgen. Der soll fünf unschuldige Menschen töten, um seine eigene Seele retten zu können und entfacht dabei das Monster in sich.
 
Wahrlich kompliziert geht es in 5 SOULS zu. BRETT DONOWHO hat sich bei seinem Debüt für einen arg verschachtelten Storyverlauf entschieden. Während Patient Noah um sein Leben pokert und schnell erkennt, dass ihm Skrupel völlig fremd ist, spielt sich parallel zum Hauptplot eine weitere Geschichte ab. Die konzentriert sich auf das Schicksal des Ex-Polizisten Sam, der verzerifelt Erklärungen für den mysteriösen Tod seiner Familie sucht. 5 SOULS pendelt dabei etwas ungeschickt zwischen den beiden Handlungssträngen. Gerade dann, wenn Noahs Seele mordgeil durch die Gänge des Krankenhauses wandelt, büßt der Film erheblich Tempo ein, weil DONOWHO plötzlich zum Nebenplot wechselt. Das ist etwas wirr, denn dem Zuschauer bleibt nicht unbemerkt, dass da jemand versucht hat, zwei komplette Filme zu einem zu machen. Während sich Noahs Geschichte durchaus im Horrorgenre ansiedelt, erweist sich Sams Detektivarbeit als lupenreiner Krimi. Durch konstantes Springen zwischen den Schicksalen der beiden Protagonisten geht die kaum vorhandene Spannung erschreckend schnell flöten und der Zuschauer dürfte mit wachsender Ungeduld das Ende herbeisehnen. Immerhin werden die Gegebenheiten Schritt für Schritt plausibel entschlüsselt, wobei die anfänglich losen Handlungsverläufe am Ende logisch ineinanderlaufen. Für ein Filmdebüt ist das handwerklich zwar ganz solide gemacht, täuscht aber nicht darüber hinweg, dass sich 5 SOULS auf gleichem Level befindet, wie zahllose Mystery-Serien im Programm der Privatsender. So ist 5 SOULS ein weiterer Film, den die Welt nicht braucht und kann getrost in den Händlerregalen stehen gelassen werden.
 
 
 


 
 
 

5 SOULS – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Düsterer Indie-Horrorfilm mit gelegentlich deftigen Schocks. Leider zu wirr inszeniert, so dass man die spannenden Szenen mit der Lupe suchen muss und die eigentlich gar nicht mal so üble Idee schnell an Reiz verliert.
 
 
 


 
 
 

5 SOULS – Zensur

 
 
5 SOULS ist nicht sonderlich grausam, so dass der Film hierzulande problemlos ungeschnitten mit einer 16er-Freigabe durch die FSK kommen wird.
 
 
 


 
 
 

5 SOULS – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
My Soul to Take (2010)

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